Der Club der Idealisten

  • Über die Kunst, an das Gute zu glauben
  • (auch wenn so ziemlich alles dagegen spricht)
  • von Eva-Maria Altemöller
  • Sanssouci Verlag September 2016   www.sanssouci-verlag.com
  • gebunden mit bordeauxrotem LESEBÄNDCHEN
  • 240 Seiten
  • 18,–  € (D), 18,50 € (A)
  • ISBN 978-3-99056-000-6
    der-club-der-idealisten-titelbild

B I B L I O T O P

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Zu welchem Club gehören Sie? Zu den Idealisten, den Realisten, den Materialisten, den Pessimisten oder den Optimisten? Nun, Sie haben die freie Wahl nicht nur bezüglich des Clubs, sondern auch bezüglich Ihrer Lektüre.

Eva-Maria Altemöller, die Autorin des vorliegenden Buches, ist jedenfalls eine unheilbare Idealistin, wie übrigens fast alle Buchhändler, die ich kenne – mich höchstselbst eingeschlossen!

Die Autorin (und selbständige Buchhändlerin) widerspricht dem ethischen und kulturellen Werteverfall, wehrt sich beredt gegen „die Diktatur des Profits“ (Seite 97) und beschwört mit unermüdlicher Begeisterung bedrohte Tugenden wie Aufrichtigkeit, Freundlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Besinnlichkeit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Mitgefühl, Respekt und Herzensbildung. Und sie übt gelassen Gesellschaftskritik, beschreibt „das tendenziell etwas unterreflektierte Gedankengut des Neoliberalismus“ (Seite 75) als lieblose, lebensfeindliche, narzißtische Störung und entlarvt den egozentrischen, schnäppchen-jagenden Homo oeconomicus als Mythos der Wirtschaftswissenschaften.

Neuere biologische und neurologische Forschungen haben ergeben, daß es – weder in genetischer noch in psychologischer Hinsicht – der menschlichen Natur entspricht, sich um jeden Preis wirtschaftliche Vorteile, Statussymbole & Co zu verschaffen. Menschen werden vielmehr durch Kooperation, soziale Resonanz und Kommunikation sowie Empathie wesentlich nachhaltiger motiviert und neuronal belohnt. Ein Geschenk zu geben ist ebenso erfreulich, wie eines zu bekommen.

Die Gedanken, Betrachtungen, Infragestellungen und Reflexionen dieses Buches werden von lebensläufigen Anekdoten und glaubhaft überlieferten wahren Geschichten aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld der Autorin unterfüttert und lebhaft-amüsant bis anrührend gewürzt. Außerdem verweisen mehr als 250 kleine rote Ziffern an diversen Stichworten im Fließtext auf zusätzliche Anmerkungen und Buchtipps, die auf der Webseite der Autorin abgerufen werden können.

In zweiten Kapitel ihres Idealismusratgebers schwärmt uns Eva-Maria Altemöller vom kleinen „Café Goertz“ in Bregenz vor und macht uns mit ihren sinnlichen Lobgesängen auf die dort mit solidem Konditorenhandwerkskönnen kunstgefertigten Kuchen den Mund wahrlich wässrig. Doch dies dient nur als schmackhafte Kulisse, denn just dieses Café hatte sich der Initiator eines gemeinnützigen Idealistenclubs als Gründungstreffpunkt ausgesucht.

Seiner bescheidenen Kleinanzeige nach rechnete er wohl nur mit einer Handvoll Interessenten, es kamen jedoch so viele, daß die zwanzig Sitzplätze des Cafés bereits eine halbe Stunde vor Beginn der anvisierten Uhrzeit besetzt waren und wenig später auch die Stehplätze. Der Initiator verlegte die Veranstaltung daraufhin gutgelaunt in den nahegelegenen Saal einer anderen Lokalität …

In zwölf Kapiteln umkreist Eva-Maria Altemöller eloquent diverse zwischenmenschliche, charakterspezifische, gesellschaftliche und mediale Zustände sowie Zumutungen und empfiehlt praktizierten Idealismus als wesentlichen Teil zur Lösung globaler und lokaler Probleme. Ihrer Vermutung stimme ich zu, daß jeder Idealist Problemlösungsideen oder zumindest Lösungsansätze in der Gedankenschublade habe und sich meist bloß nicht traue, diese in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Die rege Beantwortung der FrageDie Welt wäre ein besserer Ort, wenn …“ (Seite 263) kann als neues Gesellschaftsspiel viele phantasievolle Ideen ins Bewußtsein heben und von dort aus ins konkrete, konstruktive Handeln.

Zahlreiche Anregungen, mit dem eigenwilligen Idealistenkompaß dem „Mainstream“ zu trotzen, seine Wettbewerbsmentalität zu boykottieren und quer zu denken, runden dieses kultiviert-aufmüpfige Buch inspirierend ab.

Naheliegenderweise empfiehlt die Autorin den Besuch kleiner, konzernunabhängiger, engagierter Buchhandlungen, in denen Idealisten garantiert gleichgesinnte Menschen und Bücher treffen, die sie vielleicht nicht ausdrücklich gesucht, aber gerne gefunden haben …

„Bücher helfen uns, die Perspektive zu wechseln und mit neuen Ideen frischen Wind in unsere vielleicht schon seit längerem nicht gelüfteten Gedankengebäude zu bringen.“ (Seite 197)

Eva-Maria Altemöller schreibt in einem geistreichen, elegant-ironischen Plauderton. Gelegentlich ist sie dabei charmant-redundant, aber sie hat ja recht: Manche Leitsätze und manch aufklärerisches Gedankengut kann man gar nicht oft genug wiederholen.

Spätestens nach der Lektüre dieses ermutigenden Buches wissen Sie, daß es viel mehr Idealisten und Idealismus gibt, als die Mainstreammedien uns mit ihrer ungesunden Konzentration aufs Beängstigende, Negative und Sensationelle vorzugaukeln bestrebt sind.

„Wir können unser Geld … in den besten Wertpapieren anlegen, die es gibt, in Büchern nämlich, und so (wieder) in Formen von Transzendenz hineinwachsen, die uns der Mainstream eigentlich abgewöhnen wollte.“ (Seite 251/252)

Wertschätzen Sie Ihre Werte und drücken Sie Ihre Ideale im alltäglichen Denken, Sprechen und Handeln vorbildlich aus! Herzensbildung kann ansteckend wirken. Und sammeln Sie idealistische Ideen, Inspirationen, Lösungen, Visionen, Verbündete und Weltrettungspuzzleteilchen … und/oder gründen Sie einen weiteren „Club der Idealisten“.

Passend zum Lesebuch „Der Club der Idealisten“ gibt es zudem ein Notizbuch, damit die Gedankenblitze, Begeisterungsfunken, Erkenntnisbeflügelungen und ermutigenden Zitate nicht vergessen, sondern blau auf weiß aufgeschrieben werden und sich von dort aus nach und nach in die Wirklichkeit erheben.

 

der-club-der-idealisten-notizbuch

Notizbuch
Format: 9,5 cm x 15,00 cm
112 Seiten
broschiert mit Lesebändchen
illustriert mit zahlreichen Vignetten
10 € (D), 10,30 € (A)
ISBN 978-3-99056-013-6

 

 

 

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
Leider ist die Webseite des Verlages noch nicht „fertig“ 😦

Hier entlang zum Buch auf der Webseite der Autorin:
https://www.clubderidealisten.de/home/das-buch/
Und hier entlang zum Blog „Club der Idealisten“:
https://www.clubderidealisten.de/2016/10/23/willkommen/

Die Autorin:

»Eva-Maria Altemöller, Autorin, Buchhändlerin und Inhaberin verschiedener, liebevoll ausgestatteter Läden, lebt in Lindau am Bodensee. Sie hat ein seltenes Talent, das sie auch in diesem Buch unter Beweis stellt: nämlich leicht, brillant, klug, witzig und mit Tiefgang schreiben zu können zu können. Ihre Texte haben ein hohes Glücks- und Ermutigungs-Potential und versprechen reichen Erkenntnisgewinn.«
Mehr auf der Webseite der Autorin:  http://www.altemoellersche.de

 

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Lebensgeister

S E E L E N S C H I M M E R N

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Lebensgeister“ ist ein meditatives Buch, erzählt in einer leisen, unaufgeregten Sprache, die Klarheit, Mitgefühl und Trost ausstrahlt.

Die Geschichte beginnt mit dem kompletten Text des Liedes „Lover Lover Lover“ von Leonhard Cohen. Dieses Lied erklang im Auto, als der Unfall geschah, den Sayoko schwerverletzt überlebte und der Sayokos Geliebten Yōichi das Leben kostete

Bevor Sayoko im Krankenhaus wieder zu Bewußtsein kommt, macht sie eine liebe- und lichtvolle Nahtoderfahrung und wird von ihrem verstorbenen Großvaterfreundlich, aber bestimmt dazu aufgefordert,  ins Leben zurückzukehren.

Sayoko widmet sich ihrer Genesung, kümmert sich in Kyōto um das Atelier sowie Yōichis künstlerischen Nachlaß und ist dankbar für die herzliche Geborgenheit, die ihre Eltern und Schwiegereltern ihr schenken. Das Katalogisieren von Yōichis Skulpturen und Skizzen lindert ihre Trauer, gibt ihr eine sinnvolle Beschäftigung und ein Gefühl von ferner Nähe zum verstorbenen Geliebten.

Der Unfall, die Nahtoderfahrung und die Trauer haben Sayoko verändert. Sie geht verwandelt durch die Welt, bemerkt Feinheiten und Farben, die ihr früher entgangen sind, und sie kann die Geister/Seelen der Verstorbenen sehen, die sich noch nicht ganz von der irdischen Welt gelöst haben.

Die Wahrnehmung und Begegnung mit solchen Geistern ist nicht dramatisch, sondern ganz unspektakulär, alltäglich, ja, oft friedlich und in manchen Fällen sogar ganz sympathisch. Nur Yōichi kann sie nicht sehen, da er offenbar leichten Herzens die Erde verlassen hat und nicht „herumspukt“.

Abends besucht Sayoko regelmäßig eine gemütliche Bar, um gewissermaßen rituell „ihre Wunden zu desinfizieren“, wie sie selber scherzhaft anmerkt. Der aufmerksame Barkeeper Shingaki behandelt sie sehr fürsorglich, und auch er scheint über eine Wahrnehmung zu verfügen, die über das übliche hinausgeht.

Sayoko  schmeckt zärtlich-wehmütigen Erinnerungen an Yōichi nach, aber sie schließt auch Freundschaft mit Ataru, der um seine verstorbene Mutter trauert und gleichwohl von sehr lebenszugewandter und heiterer Wesensart ist.

Langsam wächst Sayokoks Vertrauen wieder, Dankbarkeit, Hoffnung, Sehnsucht, Zuversicht und freundschaftliche Verbundenheit entstehen in einfacher Selbstverständlichkeit. Sayoko kann sich schließlich mit vertiefter Empfindsamkeit und Daseinsfreude dem Leben zuwenden und den Tod akzeptieren.

Sanftmütig, federleicht und herzenstief wird in „Lebensgeister“ mit Leben und Tod umgegangen. Ganz ohne heiligen Bimbam, unsentimental und doch feinfühlig findet Sayoko ins Leben zurück und öffnet ihr Herz weit für das Jetzt.

Zum Ausklang und zum Lesevorkosten noch drei Zitate:

»Der Tod nimmt nicht mit dem Alter zu. Er ist immer bei Dir, ganz nah. Nur das Denken an den Tod nimmt zu und nagt an der Illusion, vor dem Unausweichlichen noch eine Weile sicher zu sein.« (Seite 105)

»Wenn du zu weit nach vorne schaust, stolperst du. Verweile lieber im Moment, und gehe Schritt für Schritt deinen Weg.«  (Seite 111)

»Wir haben nur das Jetzt, Augenblick für Augenblick, aber welch eine unerschöpfliche Fülle sich allein schon in einem einzigen Moment offenbart!« (Seite 130)

 

Die Autorin:

»Banana Yoshimoto, geboren 1964, hieß ursprünglich Mahoko Yoshimoto. Ihr erstes Buch ›Kitchen‹ schrieb sie während ihres Studiums, jobbte nebenbei als Kellnerin in einem Café und verliebte sich dort in die Blüten der ›red banana flower‹, daher ihr Pseudonym. Ihr Vater Ryumei Yoshimoto war ein bekannter Essayist und Literaturkritiker. Sie schrieb zahlreiche Bücher, die auch außerhalb Japans ungewöhnlich hohe Auflagen erreichten. Ihr Debütroman verkaufte sich auf Anhieb millionenfach – ein Phänomen, für das dann die Bezeichnung ›Bananamania‹ gefunden wurde.«
Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.diogenes.ch/leser/titel/banana-yoshimoto/lebensgeister-9783257300420.html

Kuh und Hase

  • Kleine Geschichten einer großen Freundschaft
  • von Isabel Versteeg
  • mit farbigen Illustrationen von Marije Tolman
  • Aus dem Niederländischen von Verena Kiefer
  • Gerstenberg Verlag    Januar 2015       http://www.gerstenberg-verlag.de
  • 112 Seiten
  • Format: 17 x 21 cm
  • gebunden
  • 12,95 € (D), 13,40 € (A), 18,60 sFr.
  • ISBN 978-3-8369-5845-5
  • ab 7 Jahren zum Selbsterlesen
  • ab 4 – 6 Jahren zum Vorlesen
    Kuh und Hase Titelbild

GUTMÜTIG UND ÜBERMÜTIG VERTRAGEN SICH GUT

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Mit Kuh und Hase lernen wir zwei Tiercharaktere kennen, deren Temperamente sehr unterschiedlich sind und die sich gleichwohl wunderbar ergänzen.

Kuh, mit ihrer gemächlichen Gang- und Denkungsart, ist mit dem Erlebnisradius ihrer grünen, grünen Weide – grasend und wiederkäuend – rundherum zufrieden. Hase hat einen größeren Bewegungsdrang, erkundet auch gerne die Welt außerhalb der eingezäunten Weide und lockt Kuh gelegentlich hinaus in die Welt hinter dem Gatter.

Im ersten Kapitel entdecken Kuh und Hase zwischen zwei Bäumen eine Hängematte. Kuh weiß zunächst nichts damit anzufangen, aber Hase erklärt ihr weltgewandt, was dies für ein Ding sei, legt sich hinein und bittet Kuh, ihn anzuschubsen. Doch nach dem zehnten Kuhschubs bekommt die Hängematte zuviel Schwung, und Hase lernt – unfreiwillig – fliegen…
Im zweiten Kapitel ist Kuh noch gar nicht richtig wach, als Hase ihr schon eifrig seine Fähigkeiten im rasanten Hakenschlagen vorführt und erwartet, daß Kuh ihn verfolgt, obwohl diese eigentlich noch ganz meditativ vor sich hin grast…

Die beiden ungleichen Freunde spielen fröhlich miteinander, stehen sich in Nöten bei, philosophieren über Spiegelbilder und Familienzugehörigkeiten, retten ein Gänseküken, und ihre Freundschaft ist tief genug, um nach überschaubaren Eifersuchtsanflügen auch eine dritte „Person“, nämlich Hasi, in ihren Freundeskreis aufzunehmen.

Der ständige Perspektivwechsel zwischen der gutmütigen Kuh und dem übermütigen Hasen macht den Handlungsverlauf der 15 Kapitel abwechslungsreich und vermittelt anschaulich das wechselseitige Einvernehmen der beiden Freunde, die sich spielerisch den Raum für ihre jeweiligen Eigenarten geben und diese auch gegenseitig wertschätzen.

Der Tonfall und die Wortwahl, in denen die Geschichten von Kuh und Hase erzählt werden, sind heiter-zugewandt, sinnlich-körperlich und gleichwohl auch nachdenklich-hintersinnig.

Begleitet von bunten, fröhlich-lebhaften Illustrationen und einer lesefreundlichen, fettgedruckten Typographie werden uns hier sehr sympathische Freundschaftserlebnis-Geschichten zum Vorlesen und Selberlesen serviert.
Kuh BootKuh und Hase kuscheln
Kuh und Hase und Gras

 

 Die Autorin:

»Isabel Versteeg, 1959 in den Niederlanden geboren, lebt und arbeitet in einem Deichhaus. Dahinter ist eine Weide mit Kühen, und wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellt, kann sie die Schiffe auf dem Fluss sehen. Dort schreibt sie Geschichten für Kinder.«

Die Illustratorin:

»Marije Tolman, Jahrgang 1976, studierte Grafik und Illustration an der Königlichen Akademie in Den Haag und am Edinburgh College of Art in Schottland. Ihr Bilderbuch »Das Baumhaus« wurde mit dem Bologna Ragazzi Award und dem Bilderbuchpreis Troisdorf ausgezeichnet und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.«

Die Übersetzerin:

»Verena Kiefer, 1964 in Saarbrücken geboren, arbeitete nach ihrer Ausbildung zunächst als Buchhändlerin. Anschließend studierte sie Literatur- und Sprachwissenschaft. Seit 1997 ist sie freie Übersetzerin und inzwischen auch Lehrbeauftragte für Niederländisch an der Universität Siegen. Verena Kiefer lebt in Siegen und Amsterdam

Käptn Katz

  • Text und Illustration von Inga Moore
  • Aus dem Englischen von Michael Stehle
  • Verlag Urachhaus, März 2014                              http://www.urachhaus.de
  • Bilderbuch
  • 48 Seiten, gebunden
  • Format: 24 x 28,8 cm
  • 15,90 €
  • ISBN 978-3-8251-7885-7
  • ab 5 Jahren
    Käptn Katz

K  A  T  Z  E  N  Z  I  N  S  E  N

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Handelskapitän in dieser Geschichte ist nicht sehr geschäftstüchtig. Eigentlich möchte er lieber ferne Länder bereisen und die Welt entdecken, anstatt immer nur Häfen zu sehen und mit Waren zu handeln. Außerdem liebt er Katzen und tauscht oft wertvolle Waren gegen Katzen ein, weshalb ihn seine Matrosen und seine Kapitänskollegen „Käptn Katz“ nennen.

Eines Morgens beschließt er spontan, einfach ins Blaue zu segeln. Sein Schiff gerät in einen Sturm, und er landet mit Schiff, Matrosen und zahlreichen Katzen in fremden Gewässern. Dort finden sie eine unbekannte, aber bewohnte Insel.

Die Königin der Insel ist hocherfreut über die Abwechslung, heißt die ganze Mannschaft und Katzenschaft herzlich auf ihrer Insel willkommen und lädt sie zu einem Festmahl ein.

Leider gibt es auf der Insel eine Rattenplage, und die Ratten verderben mit ihrem dreisten Appetit beinahe das Festgelage. Doch die Katzen von Käptn Katz erledigen dieses Problem auf natürliche Weise.

Zum Dank für die Befreiung von der Rattenplage und im Austausch für die Katzen, die auf der Insel bleiben sollen und wollen, darf sich Käptn Katz aus der wohlgefüllten Schatzkammer der Königin so viele Diamanten, Perlen und Rubine nehmen, wie er will.

Als wohlhabender Kapitän kehrt er in seinen Heimathafen zurück und alle Händler staunen, daß er im Tausch für die Katzen solche Reichtümer erhalten hat. Sogleich machen sich einige Händler auf den Weg, um ihre kostbaren Waren auf der Insel zum Tausch anzubieten. Denn wenn Käptn Katz „wertlose“ Katzen gegen solche Schätze eintauschen konnte, dann würden sie doch sicher noch viel reicher belohnt werden.

Nun – die Rechnung der Berechnenden geht nicht ganz so auf, wie sie gehofft haben…

Nachdem Käptn Katz indessen die Welt zur Genüge erkundet hat, kehrt er gerne wieder zu der unbekannten Insel zurück und lebt dort glücklich und zufrieden und katzenreich.

Die Illustratorin Inga Moore übersetzt ihre Geschichte in behagliche, schelmische und warmherzige Bilder, wobei ihr die vielfältigen Katzen ganz besonders lebhaft gelungen sind.

 

Die Autorin und Illustratorin:

»Inga Moore ist eine bekannte Größe der englischen Kinderbuch-Illustration. Mit ihren einfühlsamen und preisgekrönten Versionen zahlreicher klassischer und moderner Kinderbücher sowie mit eigenen Geschichten verzaubert sie seit Jahrzehnten nicht nur die Herzen ihrer jungen Leserschaft.«