Lyrik

Nur zögerlich wage ich es, Gedichte, meine Gedichte, zu publiZIEREN. Ja, ich gebe es zu: ich ziere mich und winde mich und schwanke zwischen Selbstzweifel und poetischem „Sendungsbewußtsein“.

Zunächst will ich ganz spielerisch und unromantisch anfangen:

 

 

SILBENRÄTSEL

Silbersilbe
Silbenselber
Selbersilbe
Silbenselber
Selbersilber
Silbensilber

Ulrike Sokul ©
10/ 2000
selbenselber

 

Nach und nach werde ich hier einige meiner verflossenen Liebesgedichte veröffentlichen:

 

SEHSTERN 

meine Augen
trafen einen Mund
der lächelte
meine Augen
lächelten zurück
und der Mund
küßte mich
auf die Augen

Ulrike Sokul ©
– anno libido –

 

DIS-TANZ

Du bist
so weit weg

umsonst
renke ich mir
das Herz
nach Dir aus

Du hältst
die Augen
verschlossen

und hast
keinen Mund mehr
für mich

Ulrike Sokul ©
8/ 1983

ROMANTISCH

Spieglein
Spieglein
an der Wand

Wer ist die
Verweinteste
im ganzen Land

Ulrike Sokul ©
11/ 1983

 

MEERJUNGFRAU

sie weiß jetzt
kein Wort
uralte Liebe
liegt im Schaum
und die Steine schlafen
sie trinkt das Meer
mit allen Augen aus
wartet darauf
daß ihr blaues Wunder
geschieht

Ulrike Sokul ©
4/ 1984

 

DOLCE

licht
beginnt der Tag
in Deiner seidenschmiegen
Umarmung

jeder Kuß
fällt tief
in meine Gewässer
und zieht unendliche Kreise

wie zitterndes
Laub
im Atemwind
höre ich ganz
auf Deine Hände

Ulrike Sokul ©
2/ 1993

Und hier folgen nun –  Blütenblatt um Blütenblatt  – lyrische  Zeugnisse eines wilden LIEBESZICKZACKS:

 

WEGWEISER

manchmal ist meine Sehnsucht
ein schöner alter Wald
in dem ich mich gerne verlaufe

manchmal ist meine Sehnsucht
eine jagende Wölfin
in der mein wildes Herz
nach Dir schlägt

manchmal ist meine Sehnsucht
eine schwirrende Schwalbe
die Dich im einem
zärtlichen Bogen umfliegt

manchmal ist meine Sehnsucht
ein versunkenes Schiff
voller Schätze
in unerreichbarer Tiefe

manchmal ist meine Sehnsucht
ein verborgenes Feuer
das von meinen Fingerspitzen

Funken sprühen läßt

manchmal ist meine Sehnsucht
nur ein Kuß in die Luft
weil es Dich und mich
noch garnicht gibt

Ulrike Sokul ©
4/ 1998
für XY

GEHEIMNIS DER TIEFE

das Meer
das Du in mir siehst
spiegelt nur das Meer in Dir
das Meer erkennt sich im Meer
es ist das Meer
das sich selbst begegnet
wenn das Meer im Meer versinkt
geht es nicht unter
es wird nur MEHR

Ulrike Sokul ©
5/ 1998
für XY

TROUBADOUR

Du hast mir das Herz verbrannt
aber mein Phönix
ist ein großer Rabe

nimm Dich in acht
daß er Dich nicht sieht
verbirg Dich gut wenn Du
seine schwarze Stimme hörst
ich weiß nicht
ob ich meine wilden Wölfe
zurückhalten will
falls sie Lust bekommen
Dich zu jagen
und mir
noch bevor die Nachtigall
mit ihrem Lied beginnt
Dein vergeßliches Herz
blutend
aus dem Wald
nach Hause tragen

Ulrike Sokul ©
6/1998
für XY
mit rehäugigen Grüßen

VIELLEICHT VIELSCHWER

ich möchte bei Dir sein
aber Du hängst mein Herz
an die Luft
zum Schaukeln
tippst mich an
und sagst vielleicht
vielleicht auch nicht
Du spielst fangen
mit meiner Sehnsucht
und hältst mich warm
an Deiner Glut
und wenn Du mich kriegst
darf ich Dich
noch lang nicht haben

Ulrike Sokul ©
7/1998
wieder für XY

LIEBESLUST

wie Dein Meeresblick
mich erfüllt
und in mir
Wellen schlägt
wie Dein Kuß
mir wissend lächelt
und mich
zu Dir hinreißt
wie Deine Hände
mit meiner Haut sprechen
mein Verlangen enthüllen
bis aufs Nackteste
wie Du meine Knöchel
umfaßt und mich hältst
Körper in Körper
ein Atem voller Lust
zusammen
im fließenden Feuer
hier auf Erden

Ulrike Sokul ©
8/1998
nur für XY

LICHTSCHATTENLICHT

das Lächeln
meines Herzens

und das Weinen
meines Herzens
an Dir
all unser
Geben und Nehmen
das Leichte
und das Schwere
mit uns
öffnet mich
weit und weiter
macht mich sehend
und vertieft
Strömung
meiner Sehnsucht
ins Unendliche

Ulrike Sokul ©
9/1998
für XY
ausgerechnet in Venedig

TRANSPARENZ

  Im Dunkel
meiner Augen
ist die Trauer tief
im Leuchten
meiner Augen
ist die Freude
ein Stern
der schon verglüht
ich muß die Sehnsucht lassen
seltsam vertraut
umarmt mich der Schmerz
und singt mit mir
das Tränenlied
Herbst kommt
mit unwiderruflichen
Schritten
nimmt mich mit
und färbt mir
das entblätterte Herz
roter als Blut

 Ulrike Sokul ©
10/ 1998
für XY

EFEURANKEN

wenn ich mich
an Dich erinnere
sehe ich Dich
immer durch meine Waldaugen
ich schmecke noch
wie wir voneinander
getrunken haben
ich höre wieder
wie Du mir
aus der Seele
gesprochen hast
wieder fühle ich
die Kraft Deiner Umarmung
und das immergrüne
Lächeln der Verführung
zwischen uns
und wie unauslöschlich

die Spur
Deiner Berührung
in mir lebt

Ulrike Sokul ©
11/1998
für immer für XY

TAUSENDUNDEINE NACHT

Deine Berührung
macht
wieder und wieder

Wasser aus mir
und Du fängst mich auf
mit Deinem schönen
Körperland
wieder und wieder
finden wir uns
im Geheimnis
unserer Fingerspitzen
wieder und wieder
bringst Du mich
in die Tiefe
und ich werde Dein
wieder und wieder
öffnet sich mein Herz
von Dir zu mir

Ulrike Sokul ©
12/ 1998
wieder und wieder
für XY

ENTKOMMEN

lauf sanfte Wölfin lauf
lauf um Dein Leben

lauf verletzte Wölfin lauf
lecke das Salz
aus Deinen Wunden

lauf kluge Wölfin lauf
höre nicht mehr
die Stimme seiner Worte

lauf dunkle Wölfin lauf
lauf um sein Leben
dürste nicht
nach seinem warmen Blut

lauf traurige Wölfin lauf
weine Dir sein Lächeln
aus den Augen

lauf  schöne Wölfin lauf
glaube nicht dem bösen Blick

lauf tapfere Wölfin lauf
so weit Du kannst
zu Dir zurück

lauf sehnsüchtige Wölfin lauf
vergiß die süße Spur

lauf wilde Wölfin lauf
laß Dich nicht mehr fangen

Ulrike Sokul ©
1/1999
für mich allein

 

ELEGIE

todtraurig
bin ich
und verlassen
wie kann ich je vergessen
was so sehr Erfüllung war
und unvergleichlich
schön und nah
am eignen Leib
brennt durstiges Verlangen
mir lauter Fragezeichen ein
und peitscht mit Eifersucht
mich grausam
bis aufs Blut
vor soviel Sehnsucht
schleift mein Stolz im Staub
verirrt im Schmerz
wächst eine schwarze Rose
dunkel um mein Herz
und schläfert alle Süße
tief in meinem Innern ein

Ulrike Sokul ©
3 / 1999

BÖSESGEDICHT

Verräter
mich so leicht wegzuwerfen
für ein blonderes Haar
jetzt werde ich
Deine böse Fee
und verfluche Dich dreimal
entgegen der Liebe
daß Dir die Lust vergeht
daß Dein Herz vergeblich kämpft
daß Sehnsucht Dich zerreißt
Dir verwünsche ich
Deine Wünsche
wehe Dir
wenn Du in einer Anderen
versinken willst
lauter Vergißmeinnichts
sollen Dich
zur Verzweiflung bringen
nach so blauem Feuer
wie mit mir
wirst Du noch lange suchen
Dir werfe ich Schatten
vor die Füße
daß Du in die verlassenste
Tiefe fällst
und endlich einmal
unendlich weinst

Ulrike Sokul ©
4/ 1999

 

Und nachfolgend ein bißchen Grünzeug:

 

 

BAUMSCHULE

ich sehe was
was Du nicht siehst
sagt mir der Baum
mit einer Hand in der Erde
mit der anderen im Himmel
aus meinem Holz
sind Türen gemacht
die sich nur nach innen öffnen
komm näher Menschlein
hier lernst Du was fürs Leben
verlier ruhig ein bißchen
den Verstand
und laß Dich ein
sieh nur
hör nur
spüre
und vergiß es nie
auch in Deinem Körper
schlägt das Herz der Erde

Ulrike Sokul ©
10/ 1995

NATURGEIST

tief im Farn verborgen
schlägt mein grünes Herz
schneeleise bin ich
rindenkundig
baumvertraut
und mondvoll
bis in die Fingerspitzen
Vögel schlafen gern
in meiner Hand
und ich kann
den guten Regen rufen
wenn er mich hören will
ich kenne aller Blätter Namen
und jeden warmen Sonnenstein
und auch nachts
im Wasserfall der Sterne
spüre ich das Licht in uns
und warte still auf Deine Frage

Ulrike Sokul ©
11/ 1993

ERDKUNDE

Menschenkind
suche mich in meinem Element
sieh durch Dich hindurch

in mich hinein
die Uhr laß fort
auch Brille Schirm und Hut
komm mit nackten Füßen
fühle meinen lebendigen Körper
achte meine vielen Formen
hüte mein Leben
damit auch Deines währt
und schenke mir die Freiheit
verbinde Dich
mit meiner Kraft
erinnere Dich
der grünsten Sprachen
und vertraue
unsichtbarem Wirken
Kreis um Kreis

Ulrike Sokul ©
10/ 1995

Und hier kommt mein allerallererster Musenkuß, erlebt im zarten Alter von siebzehn Jahren, in SALZBURG, im Mirabellengarten. Vollkommen ergriffen, faßte ich Amors Flügelstreifen in folgende Wortgestalt:

FLIRT

meine Augen                   Deine Augen
unser Sehen
Dein Lächeln                   mein Lächeln
unsere wortlose
Sprache

sekundenlang
eine Verbindung
lose
gleich einer
zu großen Schleife
auseinander
gehend

manchmal
bleibt
ein Knoten

unauflösbar

Ulrike Sokul ©
8/ 1981

PS:

Einige meiner blumentauglichen Poeme hat meine liebe Blogfreundin und Blumenfee von der Websaite Lovely Rita Flowermaid https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/  mit ihren feinsinnigen Blütenfotos veredelt.
Wer mag, kann unsere CoCreationen unter den nachfolgenden Links besichtigen und bewundern:

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/06/25/naturgeist/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/07/01/tausendundeinenacht/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/07/11/versprechen/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/07/17/kleine-grosstadt/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/07/24/erscheinung/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/08/05/umfangen%e2%80%a8/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/08/08/transparenz/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/08/19/mitgefuehl/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/08/31/erdkunde/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/09/16/papermoon/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/09/25/baumbesuch/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/10/10/rocknroll-rendezvous/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/10/22/elegie/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/11/14/liebesbrief/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/12/10/vollmond%e2%80%a8/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/12/17/tanz-mit-einem-baumgeist/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2016/12/27/schneekoenigin%e2%80%a8/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2017/02/05/allee%e2%80%a8/

https://lovelyritaflowermaid.wordpress.com/2017/05/12/saturdaynight-frost/

 

ROSENFOTO Lovely Rita Flowermaid

Foto © Lovely Rita Flowermaid

96 Kommentare zu “Lyrik

  1. Liebe Ulrike,
    ich war neugierig wer denn da bei mir so fleißig gefällt gedrückt hat und bin
    jetzt mal bei dir stöbern gewesen 🙂
    Hier ist es schön und deine Lyrik mag ich sehr, ganz besonders die Baumschule 🙂
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    und sende liebe Grüße
    Aurelia

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  2. Hereingeschnuppert habe ich heute hier und bin tief berührt! Ich nehme vor allem
    die Worte
    lauf tapfere Wölfin lauf
    so weit Du kannst
    zu Dir zurück
    mit und komme hier wieder einmal vorbei!
    Lieben Dank für diese Deine Schatzkiste!

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  3. Ulrike, es ist ein Geschenk, dass du diese wertvollen Herzensschriften teilst. Ich fühle die Worte, weil sie geschrieben wurden aus einer Schwingung heraus. Lyrik kann man nicht erzwingen, sie geschieht. Ich bin auch nicht immer in Schwingung. Die Muse kommt wann sie will. Ich finde, du darfst diese schönen Werke auch mal in einen kleinen Lyrikband fassen mit schönen Bildern. Ich mag sie alle 🙂

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    • Liebe Petra,
      Herzensdank für Deine ausdrückliche Wertschätzung meiner Poeme.
      Meine Gedichte tippe ich im analogen Leben auf selbsteingefärbte Blätter, weshalb ich sie auch gerne als poetische BLÜTENBLÄTTER bezeichne.
      Vielleicht sollte ich sie Einscannen und auch auf diese Weise hier zeigen.
      Immerhin habe ich diesen Herbst eine Auswahl meiner Lyrik auf der Buchmesse schon bei einem Verlag meiner Wahl abgeliefert. Nun heißt es hoffen …
      Deine zugeneigte Resonanz freut mich sehr. 🙂

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  4. Selten, dass mich auf einer Gedichtseite alle Gedichte ansprechen und ich Dich so sehr sehen kann als Wölfin, als Liebende, als Efeuranke, als schöner, alter Wald . . .
    Mir geht es so wie Maret und ich würde mich freuen, wenn diese schönen Saiten wieder in Dir schwingen. – Verzwingen kann man nichts. Es wäre auch saitenungesund. Aber vielleicht helfen Wünsche weiter . . .

    Liebe Grüße,
    Johannes

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  5. Danke für Deinen Besuch bei mir und klar, muss ich mal neugierig schauen, wer da so bei mir herein liest. Von Arno in die Luft geworfen und sanft wieder aufgefangen, lese ich nun voller Freude Deinen Blumenstrauß an Lyrik und steige in den Reigen der Dich Aufmunternden ein. Danke fürs herlegen. ,-)

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  6. Ach, schön! Ich glaube, das bist sehr du, auch wenn es schon ein Weilchen her ist, dass die Muse auf deiner Schulter saß … Ich bin eben an deinem „Grünzeug“ hängengeblieben, aber ich komme in einer anderen Stimmung bestimmt nochmal wieder. 🙂
    Liebe Grüße
    Christiane

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  7. Liebende Ulrike

    Dank Arno von den Lyrischen Rosen
    erfahre ich eben von Deinem Wagemut
    ..es wurde auch höchste Zeit
    Denn das Du nur ästhetisch vollkommene Buchempfehlungen schreiben kannst
    wollte ich nie glauben….
    Glückwunsch und willkommen im Club der wagemutigen Dichter
    Wenn Du irgendetwas verlieren kannst dabei
    Dein Gesicht nie eine alte Maske wohl
    Und Reste von Angst verfliegen sich ins Licht

    Dir Joachim von Herzen

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  8. Ich bin heute wieder hier, war es gestern schon, es sind so viele Gedichte, die will und kann ich nicht alle auf einmal lesen, sonst verschwimmen sie zu einem grauen Meer, und das haben sie so gar nicht verdient. Morgen komme ich wieder, aber dann bestimmt schweigend!
    Herzliche Grüsse Ulli

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    • Du kannst so oft auf Lesebesuch kommen wie Du magst und Du kannst dies schweigend oder kommentierend tun – ganz wie es Deinem Bedürfnis entspricht.
      Ich verstehe sehr gut, daß Du meine Poeme lieber portioniert liest. Ich scheue Überdosierungen auch und konZENtriere mich lieber vertiefend auf ein, zwei oder drei Gedichte. Und wenn ich es ganz genau wissen/spüren/hören will, schreibe ich es sogar ab oder sage es mir selber auf …
      Herzensgruß von mir zu Dir 🙂

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  9. Eine andere Seite von dir, liebe Ulrike, wie schön, wie weich, spricht mich sehr an. Gut daß Arno auf diese zarten Worte hingewiesen hat. Ich sah zwar in der Leiste schon mal „Lyrik“ stehen, dachte aber nicht, daß es deine sein könnte. Ein Gewinn. Poetische Grüße und eine gute Nacht.

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    • Danke für Deine feine Resonanz, liebe Madame Filigran. Ich freue mich sehr darüber.
      Ja, Arno hat sozusagen ein wenig den Vorhang weggezogen, hinter dem meine Poeme verborgen blühen. Wahrscheinlich ist die Zeit reif, sie mehr ins LICHT treten zu lassen …
      Sternfunkelnde Gutenachtgrüße von mir zu Dir!

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  10. Liebe Ulrike, da hatte ich bisher doch glatt was ganz Tolles auf Deinem Blog übersehen, wie konnte ich nur, wo ich doch gerade Lyrik in allen möglichen Schattierungen unglaublich gerne lese. Dank Hinweis von Arno bin ich nun aufmerksam geworden und habe ebenfalls alle Deine Verse gelesen und ich finde, Du solltest unbedingt mit dem Dichten weitermachen, denn ich sehe da echt Potential bei Dir. Ich selbst hatte vor vielen Jahren meine ersten lyrischen Versuche unternommen und dieses Talent dann für noch mal so viele Jahre einfach in der Versenkung verschwinden lassen. Doch seit 2012 schreibe ich wieder und bin überglücklich damit. Wir vergessen manchmal einfach, was da doch für tolle Talente in uns schlummern, dabei wäre es so leicht, sich mal wieder an die Anfänge zu erinnern und erneut an diesem Punkt anzusetzen, wo wir einmal im wahrsten Sinne des Wortes sang- und klanglos aufgehört haben. Das lässt sich selbstverständlich auch auf viele andere Dinge des Lebens beziehen.

    PS.: Übrigens, das Gedicht „Elegie“ gefällt mir am allerbesten.

    Herzlich Constanze

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    • Liebe Constanze,
      danke für Deinen zugeneigten Enthusiasmus für meine Poeme, die ich hier auf meiner Websaite eher im Verborgenen blühen lasse.
      Meine lyrische Schreibsaite schwingt zur Zeit nicht – außer bei Liebesbriefen …
      Aber ich lese immernoch sehr gerne Gedichte.
      Herzensgruß von mir zu Dir 🙂

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  11. Alle musste ich SIE lesen, ob ich wollte oder nicht. Tief kannst du deine Gefühle beschreiben liebe Ulrike, so schön tief. Vielleicht habe ich mit dir geweint oder gelächelt, denn auch ich war damals 17, nur verschenkte ich meine Worte, hab sie nimmer mehr ❤

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    • Deine empfindsame Resonanz berührt und freut mich sehr, lieber Arno!
      Auch ich habe meine Poeme oft verschenkt, doch ich habe mir immer Kopien bzw. damals noch Schreibmaschinendurchschläge davon angefertigt – so daß ich nun über einen ordentlichen Fundus verfüge.

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  12. Liebe Ulrike,
    herzlichen Dank für die poetischen Einblicke.
    Hier ein klitzekleines Frühlingsgedicht für Dich, dass mir heute in den Sinn kam:

    Maiwiese
    Das Wiesenkraut schäumt
    Der Hahnenfuß kräht
    Die Blümchengans schnattert:
    Jetzt wird nicht gemäht!

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  13. Liebe Ulrike, ich finde es sehr schön und sehr mutig von dir, uns Zugang zu deinen lyrischen Kostbarkeiten zu gewähren. Was ich zunächst für Seelenblumenblüten hielt, scheinen mir Zaubervögel zu sein, die in Schwärmen schwärmen. Ihr Gefieder blütengleich. Mal mit kraftvoll leuchtend-(ver)lockenden Farben. Mal in feinen Schattierungen geheimnismäßig schillernd. Was man zunächst vielleicht übersieht, weil man es eben nur hören kann: Der Gesang der Zaubervögel. Ein vielstimmiger Chor. Manche flötengleich, einige heiser, andere wispernd, raunend, dem Tonlosen verwandt (und möglicherweise deshalb nahezu ohren-betäubend)…
    Zumindest ansatzweise lässt sich die Sensibilität erahnen, aus der die Zaubervögel den für sie lebensspendenden Nektar beziehen. Und ebenfalls ansatzweise lässt sich erahnen, um welchen Preis dieser Zaubervogelgarten entstanden ist. Und aus dieser Ahnung erwächst eine tiefe Wertschätzung der Gabe, die uns Lesewesen hier zuteil wird. Danke. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Danke für diesen melodischen, wohltuenden, zustimmungsvollen Kommentar zu meiner lyrischen Saite.
      Es ist herzerfreulich, wenn die persönlichen, aus dem ganz eigenen, subjektiven biographischen Lebensweg erwachsenen dichterischen „Kalenderblätter“ eine zauberhafte Berührungskraft haben, die auch anderen Lesewesen etwas zu geben vermögen.
      Wenn Resonanz ERKLINGT und ein gewisser seelischer EINKLANG möglich wird, haben der Preis der „Schöpfung“ und die Tintentränen sich gelohnt.
      Sonnenuntergangsgruß mit zugeneigter Verneigung. 🙂

      PS: Sollte ich einmal einen Pressesprecher brauchen, werde ich gerne auf Deine märchenhaften Wort- und Zeilenkünste zurückkommen. 😉

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      • Es freut mich von Herzen, wenn ich mit meiner Resonanz – so abgedroschen das jetzt klingen mag – etwas zurückgeben kann. Insbesondere bei einer lyrischen Saite ist ein harmonisches Mitschwingen wesentlich, weil nur so die im Saitenklang angelegten Melodien und Harmonien sich gänzlich entfalten.
        Pressesprecher klingt sehr reizvoll. Da würde ich mir sogar Visitenkarten drucken lassen. Leselebenszeichenspressesprecher wäre doch eine klasse Bezeichnung. 🙂

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    • DANKE, lieber André,
      für Deine aufmerksame Blütenlese und Deine Berührbarkeit.

      Ja, auch mich haben die Herzensangelegenheiten ziemlich mitgenommen, und die poetische Verarbeitung war meine Rettung.

      Du bist 1981 nicht zufällig – bekleidet mit weißer Jeans und weißem Sommerhemd – durch den Mirabellengarten flaniert?

      Lächelnde Grüße 🙂

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      • weiße jeans und weißes hemd kann gut möglich sein … aber an den mirabellengarten hab ich keine erinnerung …

        zumindest an DICH … hätte ich ganz sicher eine … 😉

        wir spielten damals aber ganz sicher in weißen trikots …

        lg zurück

        André

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      • das war mein „Rehauge“ aus *wir waren noch kinder* ebenfalls … und da konnte der held auch nie dran vorbeisehen …

        es waren fussballtrikots … mit judo konnte ich nie viel anfangen … aber kampfsportmäßig war der held auch viel unterwegs …

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      • Ich war früher in der Siedlung das einzige Mädchen, das mit den Jungs Fußball gespielt hat.
        Einmal bekam ich ein supersüßes Kompliment: Die Jungs standen drucksend vor mir und baten mich, ich solle mir doch richtige Fußballschuhe zu Weihnachten wünschen, denn mit richtigen Stollen unter der Sohle, könne ich NOCH besser spielen …

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      • Wir sind auch gelegentlich gemeinsam ins KINO gegangen. Da gab es dann Rangeleien, wer neben mir sitzen durfte – nicht, daß einer der Grünschnäbel auch nur die geringste Berührung meiner holden Unschuld gewagt hätte – allerhöchstens ein zufälliges Streifen der Hand beim Herumreichen von Knabberzeug.
        Nun, war auch besser so. Denn Spätzünderin, die ich war, hätte ich demjenigen damals wohl eine saftige Ohrfeige verpaßt.

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      • meins wäre wohl dabei gewesen … aber du hättest eine menge freundinnen gehabt … die dich dafür bewundert hätten … und der meinung gewesen wären … dass ich das absolut verdient habe …

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  14. Deinen WEGWEISER habe ich eben gelesen, der von der Sehnsucht spricht
    und ich erkenne in Deinen Worten Wünsche und Gedanken, die den meinen
    ähneln und sich doch so anders verhalten, wenn sie über die Tasten springen
    und von sehnsüchtiger Liebe singen…

    Liebe Grüße lasse ich hier bei Dir

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    • DANKE für Deinen Lesebesuch und Dein Lob, liebe Keki-Muschelfinderin.
      Ich werde auch gerne wieder auf Deiner Webseite blättern und Sternchen streuen.
      Für mich hat das lyrisch-biographische Schreiben heilsame Nebenwirkungen, und ich vertraue dem Motto des Malers Edgar Degas:
      „Die Kunst
      ist die Beherrschung des Schmerzes
      durch die Schönheit.“

      Herzensgruß von
      Ulrike 🙂

      Gefällt 2 Personen

      • Ich sehe schon, ich werde mir zu Eigen machen, SOFORT auf Kommentare zu antworten … sonst vergesse ich das. Fast wäre dein schönes Feedback untergegangen. Herzlichen Dank. Auch für das (sehr wahre, schöne) Zitat von Degas.

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  15. Eben habe ich Deine Elegie gelesen, liebe Ulrike. Es ist viele Jahre her, daß du sie geschrieben hast, aber wieviele Frauen werden beim Lesen wissend nicken? Wieviele werden in der Erinnerung noch weinen oder versonnen vor sich hinblicken?

    *vor soviel Sehnsucht
    schleift mein Stolz im Staub*

    So ist es, wenn die Sehnsucht über den Stolz triumphiert. Nicht anders…

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Liebe Bruni,
      solche Liebesschmerzen bleiben wohl kaum jemandem erspart.
      Als ich das Gedicht damals schrieb, barg indes die Zeile „verirrt im Schmerz“ für mich die Schlüsselerkenntnis und war der erste Lichtfingerzeig, wieder aus dem Schmerz heraus zu finden.
      Deine nachtschwärmerischen Besuche meiner lyrischen SAITE erfüllen mich mit musischer Bestätigung und Dankbarkeit 🙂
      Herzensgruß von Ulrike

      Gefällt 2 Personen

      • Sich im Schmerz zu verirren ist vermutlich eine große Gefahr.
        Du hast es durch Deine eigenen Worte erkannt u. Deine Selbstheilungskräfte begannen vermutlich hier anzusetzen, liebe Ulrike.

        Im Schreiben wird uns oft etwas klar, ich kenne es auch gut

        Liebe Grüße von Bruni

        Gefällt 2 Personen

      • Schreiben war und ist für mich – neben der reinen wortspielerischen Formulierungsfreude – immer auch Therapie, Seelenputz, Druckausgleich, Formungsdisziplin, Gefühlssortierung und klärende Bewußtwerdung und dadurch ein Mittel zur SELBSTHEILUNG.
        Einverständliche Grüße von Ulrike von Lyri

        Gefällt 1 Person

      • Therapie ist es auf jeden Fall, Seelenputz auch, Druckausgleich?, ich überlege noch, Gefühlssortierung?, ach ja *g*, aber die Formungsdisziplin, da überlege ich doch sehr.

        Bei mir ist es auf jeden Fall anders, ich setze mich über vieles hinweg, liebe Ulrike, und sprenge viele Regeln, weil ich denke, die sollten die Freude am Fabulieren und freudigen Dahinschreiben auf keinen Fall stören.
        Im Schreiben frei sein, kann nicht heißen, sich auch hier noch einzuzwängen in ein vorgeschriebenes Korsett. Das tragen wir im Allag viel zu oft…

        Herzliche Grüße zu Dir

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      • Liebe Bruni,
        ich meinte weniger eine vorgegebene Schreibkorsettform, sondern mehr die Disziplin, überflüssigen Wortballast wegzulassen, sich auf das Wesentliche zu konZENtrieren. Ich räume meine Poeme nach dem ersten Drauflosschreiben GERNE auf, damit sie KLARER werden.

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  16. dies hier

    DIS-TANZ

    Du bist
    so weit weg

    umsonst
    renke ich mir
    das Herz
    nach Dir aus

    Du hältst
    die Augen
    verschlossen

    und hast
    keinen Mund mehr
    für mich

    läßt mich für heute weinen, liebe Ulrike

    Gefällt 1 Person

      • Es sind verstehende, mitfühlende Tränen bei Deinen feinen Zeilen, liebe Ulrike
        Nun werde ich immer mal wieder eines lesen, weil ich denke, jedes möchte Lesezeit für sich alleine haben u. sie nicht unbedingt mit den anderen teilen.
        Schließlich sind Gedichte und sogenannte Wortwerke sehr empfindsam und wollen in ihrer eigenen Art persönlich beachtet sein.

        Lächelnde Grüße von Bruni

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      • Abschmeckend klingt gut. Wohlschmeckend sind ja wahrhaftig nicht alle Worte, aber was ich bei Dir lese, ist schon etwas sehr Feines, liebe Ulrike

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  17. soooooooooo schööööööööööön sind sie, liebe Ulrike, deine Poeme…
    ein lyrischer Stern am Wortehimmel nach dem anderen,

    wie konnte ich sie erst jetzt entdecken???
    was bin ich doch manchmal für ein Doofy!!!

    Liebe Abendgrüße, herzliche,
    vom Lu

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    • Wenn es hier neue Gedichte zu lesen geben wird, werden dies keine neuen sein, sondern „nur“ bereits geschriebene. Meine lyrische SAITE schwingt zur Zeit nicht so sehr 😉

      Trotzdem – poetischen DANK für Deine erfreuliche Resonanz!

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