Das Dunkle und das Helle

  • Text von Kerstin Hau
  • Illustrationen von Julie Völk
  • NordSüd Verlag, Juli 2019 www.nord-sued.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21,5 x 28 cm
  • 40 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A), 19,90 sFr.
  • ISBN 978-3-314-10460-2
  • Bilderbuch ab 4 Jahren (laut Verlag)
  • Bilderbuch ab 6 Jahren (nach meiner Einschätzung)

A N N Ä H E R U N G E N

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die Illustratorin Julie Völk hat sich bei ihren vorherigen Bilderbüchern als eine Spezialistin für Geschichten gezeigt, die sich alleine über ihre detailreich-verspielte, phantasievolle Bildersprache – ohne Erzähltext – mitteilen. Beim nun vorliegenden Bilderbuch gibt es einen fortlaufenden Erzähltext der Autorin Kerstin Hau, den Julie Völk einfühlsam illustratorisch begleitet.

Die beiden Hauptfiguren, das Struppige und das Zarte, leben in verschiedenen Welten. Das Struppige ist in der dunkeldüsteren Finsternis zuhause und das Zarte im lichten, bunten Sonnenschein. Diese Lebensräume grenzen aneinander, und sowohl das Struppige als auch das Zarte sind neugierig auf die jeweils andere Seite. Unabhängig voneinander beschließen sie zum Rand ihres Lebensraumes zu gehen und einen forschenden Blick auf die andere Seite zu werfen.

Zunächst bleibt es bei vorsichtigen Blicken, zögerlichen Annäherungen und ängstlichen Rückzügen, doch schließlich begegnen sich beide ebenso aufgeregt wie aufgeschlossen in der dämmergraublauen Grenzstreifenzone und freunden sich miteinander an.

Das helle Zarte lädt das dunkel Struppige auf seine Sonnenseite ein. Ausgestattet mit einem Sonnenschirm betritt das Struppige an der Hand des Zarten die Welt des Farben-leuchtens, und beim Spaziergang durch das Helle färbt sogar etwas Helligkeit auf den dunklen Pelz des Struppigen ab.

Illustration von Julie Völk © NordSüd Verlag 2019

Eines Tages wartet das Struppige vergebens auf das Zarte und traut sich zum ersten Mal alleine in den Sonnenschein hinaus. Stolz geht das Struppige zum Haus seines Freundes, aber das Haus ist in einem dunklen Loch verschwunden. Erschrocken flieht das Struppige zurück zu seinem eigenen Haus in der Finsternis. Dort steht überraschend das Zarte vor seiner Tür und weint, weil es sich fremd  und verloren fühlt.

Freundlich nimmt nun das Struppige das Zarte an die Hand und macht es mit der Welt der Dunkelheit vertraut. Das helle Fell des Zarten bekommt nun auch dunkle Schattie-rungen, und nach einer Weile hat das Zarte keine auch Angst mehr vor der Dunkelheit.

Schließlich betreten beide wieder die Dämmerungszone und trauen sich Schritt für Schritt zurück ins Helle. Sie bauen sich dort in hellen Farbenleuchten ein neues Haus und behalten gleichwohl das Haus in der Finsternis.

Dieses vielschichtige Bilderbuch entzieht sich eindeutigen Zuordnungen, es handelt von Freundschaft, Licht und Schatten, Leichtigkeit und Schwere, Trauer und Trost, Freude und Verbundenheit, von der Erweiterung des Horizonts durch die Überwindung von Angst und von wachsendem Vertrauen durch das Betreten neuer Erfahrungsräume – soweit die für den erwachsenen Leser interpretierbaren Grundanliegen.

Gleichwohl bleibt die gute Absicht in Hinsicht auf die vom Verlag zugeordnete Alters-gruppe (ab vier Jahren) auf der Strecke. Die Erzählweise der Autorin Kerstin Hau ist einerseits nebulös-mehrdeutig und anderseits bei kleinen Details sinnlich-konkret. Das fängt schon mit den „Namen“ der beiden Charaktere an: Das Gegensatzpaar des Strup-pigen und des Zarten erscheint mir recht weit hergeholt, um Kindern die wechselseitige Bedingtheit der Gegensätze zu vermitteln; da hilft es auch nicht wesentlich weiter, daß das Struppige einen Sonnenschirm mit sich trägt und das Zarte eine Taschenlampe.  

Der Versuch oder das bemühte Bemühen, das Helle und das Dunkle durch figürliche Per- sonifikationen von der abstrakten Ebene auf eine konkretere kindgemäße Ebene zu transportieren führt hier meiner Ansicht nach – trotz der durchaus zartfühlenden Be- ziehungsdynamik – nur zu weiteren Abstraktionsabzweigungen und diffusen Andeu- tungen, die Kinder wohl eher überfordern oder zumindest verwirren.

Für die Darstellung der Dunkelbilder hat Julie Völk mit der alten fotografischen Technik der Cyanotypie (Blaudruck) gearbeitet. Dafür wird in einem abgedunkelten Raum Solar-papier mit Blüten, Gräsern usw. belegt oder mit einer durchsichtigen Folie, auf der sich eine Zeichnung befindet. Wenn das Bild solcherart arrangiert ist, wird es einige Minuten ins Sonnenlicht gelegt. Dann wird das sonnenbelichtete Solarpapier wieder ins Dunkle gebracht und mit Wasser abgespült, und das Negativ der Blüten oder Gräser oder der Folienzeichnung wird als hellblauer bis weißer Abdruck auf dem tiefblauen Papier sichtbar.

Die Verwendung der Cyanotypie illustriert hier also buchstäblich, wie das Dunkel ebenso die Leinwand für das Licht ist, wie das Licht die Leinwand für das Dunkel ist. In Kombi- nation mit den farbenfrohen Buntstiftzeichnungen zeigt sich ein vielschichtiges visu- elles Bilderbuchbühnenbild, das mit den unterschiedlichen emotionalen Schattierungen des Erzähltextes harmonisch Hand in Hand geht.  

Es gibt ein Zitat des schwedischen Schriftstellers Erik Blomberg, das sehr gut zu dieser Geschichte paßt und dem ich nachfolgend gerne das Schlußwort überlasse:

 

„Fürchte nicht die Dunkelheit, dort ruht das Licht sich aus.“

Eric Blomberg ©

 

 

Hier entlang zum Buch und zur großzügigen LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://nord-sued.com/programm/das-dunkle-und-das-helle/
Dieses Bilderbuch ist beim NordSüd Verlag übrigens auch auf Englisch erhältlich:
https://nord-sued.com/programm/the-dark-and-the-light/
Hier entlang zu einem illustren Interview mit Julie Völk:
https://nord-sued.com/2019/07/30/vorhang-auf-fuer-julie-voelk/

Die Autorin:

»Kerstin Hau, geboren 1974, lebt in Darmstadt. Sie arbeitete u.a. als Physiotherapeutin, Fitnesstrainerin und Fachjournalistin. Sie bekam einen Sohn und ist Absolventin der Akademie für Kindermedien. Kerstin Hau lernte, dass alles Neue der Dunkelheit ent-springt und wahre Liebe unsterblich ist. Daraus webt sie ihre Geschichten. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für kleine und große Leute.«

Die Illustratorin:

»Julie Völk wurde 1985 in Wien geboren. Sie studierte Illustration an der HAW Hamburg. Völks Bücher sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und von der Stiftung Buchkunst. Julie Völk lebt und zeichnet in der Nähe von Wien.«

 

Querverweis:

Hier entlang zu weiteren Bilderbüchern von Julie Völk:

„Guten Morgen, kleine Straßenbahn!“
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/09/04/guten-morgen-kleine-strassenbahn/
„Stille Nacht, fröhliche Nacht“
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/12/18/stille-nacht-froehliche-nacht/
Wenn ich in die Schule geh, siehst du was, was ich nicht seh
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/10/28/wenn-ich-in-die-schule-geh-siehst-du-was-was-ich-nicht-seh/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

In der Weihnachtshöhle ist noch Platz

  • Text von Katharina Mauder
  • Illustrationen von Nikolai Renger
  • Esslinger Verlag, Oktober 2019  http://www.esslinger-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 266 x 266 mm
  • 32 Seiten
  • Buchdeckel mit Lochstanzung
  • 13,00 € (D), 13.40 € (A), 19,50 sFr.
  • ISBN 978-3-480-23494-3
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

STÖRENFRIEDE  MIT  WEIHNACHTSKRAM

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Allerlei Tiere des Waldes tummeln sich zwischen tanzenden Schneeflocken und freuen sich auf Weihnachten. Mit einer einzigen Ausnahme: Der grantige, brummelige und grummelige Bär Mattes hockt alleine in seiner Bärenhöhle, will einfach seine ungestörte Ruhe und schon garnichts mit Weihnachten zu tun haben.

Da sich der Schneefall inzwischen zu einem veritablen Schneesturm ausgewachsen hat, klopft eine kleine, frierende Maus an Mattes‘ Höhlentür und bittet um Einlaß. Ohne eine Antwort abzuwarten, spaziert sie in die Höhle und legt sogleich noch ungefragt zwei Holzscheite in den Ofen, um mehr aufzuheizen.

Nach und nach folgen der Maus zwei Kaninchen, die sich verhoppelt haben, drei Hirsche, vier musikalische Waschbären, fünf Igel mit einem Schlitten voller Geschenke und noch diverse Wildschweine, Füchse, Eichhörnchen und Vögel. Und alle bringen ihren Weih- nachtskram mit und dekorieren unbefugt Mattes‘ Höhle. 

Der Bär kommt aus dem Grummeln und Brummeln garnicht mehr heraus, und zur Krönung beschweren sich die ungebetenen Gäste dann auch noch, daß es ganz schön eng in der Höhle sei. Mattes beklagt sich nun seinerseits ausgesprochen motzmürrisch über das aufdringliche und ungefragte Eindringen der Tiere in seine Höhle. In die betretene Mucksmäuschenstille, die daraufhin entsteht, ertönt ein neues Klopfen.

Vor der Höhlentür steht nun Basti Biber mit einem schönen Weihnachtsbaum, den er Mattes schenken möchte, da der See und der Biberbau zugefroren seien und sein Baum so wenigstens noch jemand anderen erfreuen könne.

Illustrationen von Nikolai Renger © Esslinger Verlag 2019

Da lädt Mattes den Biber sehr gerne in seine Höhle ein, alle rücken noch etwas mehr zusammen und bedanken sich einträchtig bei Mattes für die Rettung vor dem Schnee-sturm. Als Basti dann die Kerzen am Weihnachtsbaum entzündet, ist die Weihnachts-stimmung perfekt, sogar für den grummeligen und brummeligen Bär Mattes.

„In der Bärenhöhle ist noch Platz“ handelt vom berechtigten Bedürfnis nach Alleinsein, von den Vor- und Nachteilen gemeinschaftlichen Miteinanders, von rücksichtsloser Unhöflichkeit und rücksichtsvoller Höflichkeit sowie natürlich von erwarteten und unerwarteten Weihnachtsfreuden. Die Autorin, Katharina Mauder, erzählt diese Geschichte mit stimmungsvoller Dramaturgie, warmherzigem Augenzwinkern, lebhaften Dialogen und amüsanten, refrainartig wiederholten Formulierungen, die sich beim Vorlesen besonders gut lautmalerisch inszenieren lassen.

Die farbenfrohen Illustrationen von Nikolai Renger sind heiter und knuffig. Sie kommen dabei ganz ohne zeichnerischen Zuckerguß aus und glänzen stattdessen mit ausdrucksvoller Mimik, anschaulicher Körpersprache und verspielten Details.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/esslinger/buecher/buchdetailseite/in-der-weihnachtshoehle-ist-noch-platz-isbn-978-3-480-23494-3/

 

Illustrationen von Nikolai Renger © Esslinger Verlag 2019

Die Autorin:

»Katharina Mauder, geboren 1982 in Karlsruhe, arbeitete mehrere Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Seit 2011 ist sie als freie Autorin für Bilder-, Vorlese- und Geschenkbücher tätig.«

Der Illustrator:

»Nikolai Renger wurde in Karlsruhe geboren und studierte Visuelle Kommunikation an der HFG in Pforzheim. Er ist als freiberuflicher Illustrator für verschiedene Verlage und Agenturen tätig und arbeitet seit 2013 im Atelier Remise in Karlsruhe.«

 

Querverweis:

Hier entlang zu drei anderen Bilderbüchern, die Nikolai Renger illustriert hat:

Mozart & Robinson und der Zauber des Käsemonds
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/08/18/mozart-robinson-und-der-zauber-des-kaesemonds/
Hier entlang zum zweiten Band: Mozart & Robinson und der gefährliche Schiffbruch
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/10/29/mozart-robinson-und-der-gefaehrliche-schiffbruch/
Und zum dritten Band: Mozart & Robinson und der waghalsige Pfannkuchenplan
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/02/06/mozart-und-robinson-und-der-waghalsige-pfannkuchenplan/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Der Weihnachtskarpfen

  • Text von Rita Törnqvist-Verschuur
  • Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
  • Illustrationen von Marit Törnqvist
  • Verlag Urachhaus, August 2016  www.urachhaus.com
  • Auflage 2017
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 22 x29,5 cm
  • 32 Seiten
  • 16,00 €
  • ISBN 978-3-8251-7986-1
  • Bilderbuch ab 5 Jahren

ES  MUSS  NICHT  IMMER  KARPFEN  SEIN

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Thomas verbringt die Winterferien bei seinem Großvater in Prag. Die Gesellschaft des Enkels soll dem kürzlich verwitweten Großvater die Festtage erhellen. Am Tag vor Heiligabend wollen die beiden den traditionellen Weihnachtsbaum und den traditio- nellen Weihnachtskarpfen kaufen gehen.

Um des Großvaters Kräfte zu schonen, teilen sie sich diese Aufgaben. Der Großvater will den Baum besorgen, und Thomas wird auf dem Markt einen Karpfen auswählen.

Die lebenden Karpfen werden in großen Wasserbottichen angeboten und Thomas ent-deckt schnell einen Karpfen, der ihm gefällt. Er gibt ihn auch gleich einen Namen und verspricht ihm, daß er in der Badewanne mit Thomas‘ Segelboot schwimmen dürfe. Die Fischhändlerin steckt den lebenden Karpfen in eine Plastiktüte, und Thomas versucht während des Bezahlens zu übersehen, daß ein anderer Kunde lieber einen toten Karpfen kauft und welch blutige Handlung dafür notwendig ist.

Illustration von Marit Törnqvist © Verlag Urachhaus 2016

Eilends macht sich Thomas auf den Heimweg und wässert unterwegs mehrfach seinen Karpfen in der Tüte. Er verläuft sich und muß den Karpfen vor einer Katze, einer Gans, einer Gruppe von Schwänen und einem Hund beschützen. Doch schließlich finden die beiden wohlbehalten zurück.

Illustration von Marit Törnqvist © Verlag Urachhaus 2016

Der Großvater empfängt den Enkel an der Wohnungstür, und sie füllen für den Karpfen die Badewanne mit Wasser. Thomas spielt noch eine Weile mit dem Karpfen, und dann ist Schlafenszeit.

 

Illustration von Marit Törnqvist © Verlag Urachhaus 2016

Am nächsten Tag backt Thomas gemeinsam mit seinem Großvater karpfenförmige Kekse, und sie basteln aus Walnußschalenhälften kleine Kerzenschiffe. Sie lassen die Kerzenschiffchen auch in der Badewanne schwimmen, damit der Karpfen sie sehen kann.

Als der Großvater Thomas schließlich auffordert, eine Stunde draußen zu spielen, ahnt Thomas, was währenddessen geschehen soll, und er fleht deshalb seinen Großvater an, eben dies nicht zu tun.

Der Großvater beruhigt seinen Enkel und schickt ihn gleichwohl für eine Stunde in den Hof zum Spielen. Thomas ist voller Sorge um seinen Karpfen und vergißt darüber sogar seinen Wunschzettel. Schließlich ruft ihn der Großvater zum Abendessen herein, und auf dem Küchentisch steht ein Aquarium mit dem lebenden Karpfen.

Illustration von Marit Törnqvist © Verlag Urachhaus 2016

Thomas ist glücklich und tanzt zusammen mit seinem Großvater ein Freudentänzchen. Sie essen Suppe und Brot, der Großvater entzündet die Kerzen am Weihnachtsbaum, einträchtig musizieren sie gemeinsam und packen dann ihre Geschenke aus. Empathisch lenkt der Großvater Thomas dahin, zu erkennen, was wohl das schönste Geschenk für den Karpfen sei, und so wird der Karpfen am nächsten Tag in die Freiheit, sprich: in die Moldau entlassen.

Rita Törnqvist-Verschuur erzählt in „Der Weihnachtskarpfen“ mit ruhigem, stimmungsvollem Tonfall von weihnachtlicher Vorfreude, inniger fami- liärer Bindung und Vertrautheit, von Mitgefühl, Zugewandtheit und vom Loslassen.

Die schönen Illustrationen (Aquarelle) von Marit Törnqvist ergänzen den Erzähltext harmonisch um eine attraktive architektonische Prager Stadt- kulisse und das gemütliche Interieur der großväterlichen Altbauwohnung. Für die Beziehung zwischen Thomas und seinem Großvater findet sie eine mimisch und körpersprachlich warmherzig-ausdrucksvolle Darstellung.

Thomas geht trotz seines zarten Alters sehr einfühlsam mit seinem alten Großvater um, und der Großvater bricht lieber mit einer Tradition, als das Herz seines Enkelkindes zu brechen. In der herzerwärmenden Unmittel- barkeit des kindlichen Mitgefühls mit einem anderen Geschöpf zeigt sich, wie uns die kindliche Perspektive Gewohnheiten in einem anderen Licht erscheinen lassen können.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.geistesleben.de/Lesen-was-die-Welt-erzaehlt/Bilderbuch/Der-Weihnachtskarpfen.html

 

Die Autorin:

»Rita Törnqvist-Verschuur wurde 1935 in Amsterdam geboren. Im Alter von 12 Jahren zog sie mit ihrem Vater nach Schweden, wo sie die Landessprache studierte, Astrid Lindgrens Bücher ins Niederländische übersetzte und bald selbst zu schreiben begann. Seit 1971 lebt sie wieder in den Niederlanden.«

Die Illustratorin:

»Marit Törnqvist wurde 1964 in Uppsala, Schweden geboren. Mit fünf Jahren zog sie mit ihrer Familie in die Niederlande. Sie studierte Malerei in Amsterdam und veröffentlichte 1995 ihr erstes Buch. Ihr Name ist untrennbar mit dem Astrid Lindgrens verbunden, deren Bücher sie illustrierte. Marit Törnqvist lebt in Amsterdam und Südschweden.«

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Der kleine Prinz Bilderbuch

  • Der kleine Prinz
  • Nacherzählt von Agnès de Lestrade
  • Übersetzt von Anna Taube
  • Illustriert von Valeria Docampo
  • MIXTVISION Verlag, Juli 2019 www.mixtvision.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 56 Seiten
  • durchgehend farbig illustriert
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A)
  • ISBN 978-3-958454-141-2
  • Bilderbuch ab 3 Jahren (laut Verlag)
  • ab 5 Jahren (nach meiner Einschätzung)

K I N D E R G R Ö S S E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Der kleine Prinz“ erlebt eine Form der bibliophilen Reinkarnation, die sich in unter- schiedlichen Nacherzählungen und/oder Fortsetzungen manifestiert. So erschien voriges Jahr eine einfühlsame Fortsetzung dieser Geschichte von Martin Baltscheit „Der kleine Prinz feiert Weihnachten“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/12/12/der-kleine-prinz-feiert-weihnachten/

Die hier nun vorliegende Nacherzählung von Agnès de Lestrade wendet sich an Kinder, denen vorgelesen wird. Die Autorin hat Antoine de Saint-Exupérys Klassiker kindgerecht abgekürzt und vereinfacht, ohne dabei den weiten Herzenshorizont und die emotionale Vielschichtigkeit von Saint-Exupérys Vorlage zu vernachlässigen.

Der kleine Prinz trifft in der Wüste Sahara auf den notgelandeten Piloten. Dieser malt ihm das gewünschte Schaf in einer Holzkiste, und der kleine Prinz berichtet dem Piloten von seiner Reise von Planet zu Planet sowie von den eigenartigen Charakteren, denen er dort begegnet ist. Selbstverständlich wird auch von der kapriziösen Rose erzählt und von der freundschaftlichen Zähmung des Fuchses. Der unvermeidliche Abschieds- schmerz am Ende wird mit dem Trost des himmlischen Sternenfunkelns gelindert.

Illustration von Valeria Docampo © MIXTVISION Verlag 2019

Agnès de Lestrades Erzählton ist behutsam, ja, geradezu zärtlich, und die Illustrationen von Valeria Docampo übersetzen den Text mit sanfter Farbpalette in märchenhafte, verträumte Bilder, die zugleich auch den zwischenzeiligen, lebensphilosophischen und mitmenschlichen Perspektiven verspielten Ausdruck geben.

Illustration von Valeria Docampo © MIXTVISION Verlag 2019

Agnès de Lestrade und Valeria Docampo ist eine kindgemäß-ansprechende und poetische Bilderbuchversion des kleinen Prinzen gelungen. Die Altersempfehlung des Verlages (ab drei Jahren) ist allerdings nicht angemessen, dafür ist die lebensphiloso-phische Substanz zu anspruchsvoll. Im Alter von fünf Jahren – so schätze ich – haben Kinder einen besseren Zugang zu den emotionalen Schattierungen und gedanklichen Tiefen dieser Geschichte.

Mehr als peinlich erscheint mir jedoch, daß in diesem Bilderbuch dem Autor des Originals noch nicht einmal durch Nennung seines Namens die ihm gebührende Achtung und Ehre erwiesen wurde.

PS:
Wie ich soeben vom MIXIVISION-Verlag erfahren habe, ist die fehlende Erwähnung Antoine de Saint-Exupérys ein Versehen, das in der nächsten Auflage korrigiert wird. Also wollen wir bitte mit Nachsicht darüber hinwegsehen – Fehler können geschehen. 😉

Hier entlang zum Buch auf der  Verlagswebseite:

Der kleine Prinz

 

Die Autorin:

»Agnès de Lestrade schreibt Bücher, erfindet Gesellschaftsspiele und dichtet Lieder. Seit ihrem Debüt 2003 erschienen zahlreiche erfolgreiche Bücher in französischer Sprache.«

Die Illustratorin:

»Valeria Docampo findet die Inspiration für ihre Illustrationen im Alltag. Geboren wurde sie in Buenos Aires, Argentinien, wo sie auch ihr Diplom in Grafikdesign machte. Seit 2003 widmet sie sich ganz der Illustration von Kinderbüchern.«

Querverweis:

Hier entlang zum bisher bekanntesten Bilderbuch von Agnès de Lestrade und
Valeria Docampo: „Die große Wörterfabrik“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/07/08/die-grose-worterfabrik/

Und noch zwei feine Werke aus der bewährten Kooperation von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo:
Der Bär und das Wörterglitzern“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/10/04/der-baer-und-das-woerterglitzern/
Die Schneiderin des Nebels
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/11/13/die-schneiderin-des-nebels/

Sowie noch ein Weihnachtsmärchenklassiker-Bilderbuch, mit Illustrationen von Valeria Docampo: „Der Nußknacker“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/12/18/der-nussknacker/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

 

Das kleine Museum

  • Ausgabe in sechs Sprachen:
  • Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Türkisch
  • Herausgegeben von
  • Alain Le Saux und Grégoire Solotareff
  • Moritz Verlag Neuauflage 2013  http://www.moritzverlag.de
  • 312 Seiten
  • Format: 16,4 x 16,6 cm
  • Fadenheftung
  • 16,80 € (D)
  • ISBN 978-3-89565-171-7
  • Bildwörterbuch ab 4 Jahren

B L I C K W I N K E L

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Bildwörterbücher für Kinder – auch mehrsprachige – gibt es viele, die meisten sind mit einem fröhlich-bunten, eher flächig-plakativen Malstil und einer thematischen Grup- pierung ausgestattet, die dem Spracherwerb und der Wortschatzerweiterung dienen soll.

Das vorliegende Bildwörterbuch zeigt nun keine ausdrücklich kindgemäß-stilisierten Ab-bildungen, sondern Ausschnitte aus echten Gemälden. Da es sich stets um gegenständ-liche Malerei handelt, wird dem Wiedererkennungseffekt nichts im Wege stehen. Und es ist gewiß eine Erweiterung des Wahrnehmungshorizontes, dem kindlichen Auge anschauliche Kostproben künstlerischer Darstellungsmöglichkeiten anzubieten.

Das Sachbilderbuch „Das kleine Museum“ ordnet 149 Begriffen 149 Bildausschnitte aus Gemälden zu. So finden wir u.a. gemalte Äpfel und Bananen, einen Bart, ein Brot, ein Buch, ein Cello, einen Dämon, ein Eichhörnchen, eine Eule, Feigen, Feuer, einen Flöten- spieler, ein Gesicht, ein Glas, Haare, Helm und Himmel, Kirschen, einen kleinen Jungen und ein kleines Mädchen, einen Kuchen, einen Knopf und einen Kuß, einen Mond, eine Maus, eine Muschel, ein Ohr, ein Pferd, ein Picknick, eine Schere, einen Spiegel, See- rosen, ein Segelboot und einen Schmetterling, Tiger, Tisch, Teller und Treppe, Weg und Welle, Zitronen und schließlich einen Zylinderhut. Die Malerpalette umfaßt u.a. Giovanni Bellini, Hieronymus Bosch, Paul Cézanne, Pieter Claesz, Eugène Delacoix, Albrecht Dürer, Vincent van Gogh, Katsushika Hokusai, Edward Hopper, Claude Monet, Piero della Francesca, Henri Rousseau …

Die Bildausschnitte stammen von Gemälden, deren Entstehungszeitraum vom 13. bis 20. Jahrhundert reicht. Jede Doppelseite zeigt auf der rechten Seite den Bildausschnitt, der den Begriff, der auf der linken Seite steht, illustriert. Der Begriff wird in sechs Sprachen und in großen Lettern aufgelistet; außerdem wird der Maler nebst Lebensdaten, der Titel des Bildes, und der Standort des Gemäldes (Museum, Privatsammlung etc.) genannt.

Solcherart kann man bei Kindern spielerisch und unaufdringlich Interesse an bildender Kunst, an unterschiedlichen Malstilen und an anderen Sprachen wecken. Gewiß machen die Bildhäppchen auch neugierig darauf, außer dem Ausschnitt noch das ganze Bild zu sehen – was unvermeidlich weiteren Kunstbuchkonsum provoziert. Dem kunstge- schichtlich gebildeteten Erwachsenen bietet dieses Bilderbuch beiläufig die Gelegenheit kennerisch, den einen oder anderen Bildausschnitt einem bestimmten Gemälde zuordnen zu können, ohne die entsprechende Information abzulesen.

Die Betrachtung dieses Bildwörterbuches dürfte bei Kindern ebenso den Sinn für unter-schiedliche Bild- und Farbsprachen und Malstile anregen wie für die Ausdrucksvarianten anderer Sprachen. Kinder, die ohnehin mehrsprachig aufwachsen, werden sich hier wohl besonders angesprochen fühlen.

Bei entsprechender musischer Aufgeschlossenheit, kann man dieses Bilderbuch auch schon jüngeren Kindern anbieten, denn „Das kleine Museum“ bietet mit seinen über- sichtlichen, malerischen Blickwinkeln einen unaufgeregten, kontemplativen Zugang zu Kunst und Weltwahrnehmung.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.moritzverlag.de/Alle-Buecher/Sachbilderbuecher/Das-kleine-Museum-oxid.html

 

Die Herausgeber:

»Alain Le Saux wurde, wie sein Zwillingsbruder Philippe Corentin, in Paris (Frankreich) geboren. Dort studierte er an der Kunstgewerbeschule und arbeitete bald als Illustrator für Werbeagenturen und Zeitschriften. Seit Anfang der 80er-Jahre beschäftigt er sich mit Büchern für Kinder.«

»Grégoire Solotareff wurde 1953 in Alexandria (Ägypten) geboren. Sein libanesischer Vater arbeitete dort als Arzt des ägyptischen Kronprinzen und zahlreicher Würdenträger. Die Mutter, gebürtige Russin, war Malerin und brachte ihre Kinder schon früh mit Kunst in Berührung.
Seit Mitte der 80er-Jahre entstanden mehr als 120 Bücher, die in aller Welt übersetzt und gelesen werden. Das Spektrum seines Schaffens ist immens: Vom Badewannenbuch für ganz kleine Kinder über das Bilderbuch bis hin zum Roman ist alles vertreten.«

Querverweis:

Ergänzend bietet sich das Wimmelsachbuch „Wie kommt die Kunst ins Museum“ von Ondřej Chrobák, Rostislav Koryčánek und Martin Vaněk und dem Illustrator David Böhm an. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/07/22/wie-kommt-die-kunst-ins-museum/
Dieses anschaulich-großformatige Sachbilderbuch, vermittelt Kindern lebhaft, wie ein Museum funktioniert und wie interessant, bereichernd, kommunikativ und begegnungsvielseitig ein Museumsbesuch sein kann.

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Das rote Ding

  • mit Bildern von Heike Herold
  • und mit Reimen von Ebi Naumann
  • Aladin Verlag, August 2019  www.aladin-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 30 x 23,3 cm
  • 32 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A), 21,90 sFr.
  • ISBN 978-3-8489-0158-6
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

ICH  SEHE  WAS,  WAS  DU  NICHT  SIEHST

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Aus der Wasseroberfläche eines Flusses ragt ein rundlich-rotes Etwas heraus. Für das kleine Mädchen im roten Röckchen, das dieses Phänomen als erstes erspäht, ist wasser-klar, daß dieses rote Ding nur die Schwanzflossenspitze eines Wals sein kann.

Das obere Drittel jeder Bilderbuchdoppelseite zeigt das Flußufer und die unteren beiden Drittel die Wasseroberfläche sowie die Unterwasserwelt. Den Uferbereich bildet ein gro-ßer Park mit vielen Bäumen, Sträuchern, Wiesenflächen, Bänken, Spielplätzen, Spring-brunnen und Denkmälern. Überall spielen Kinder, und es flanieren die unterschied- lichsten Spaziergänger sowie Gärtner, ein Eisverkäufer, Musikanten usw. umher.

Da das kleine Mädchen das rote Ding als Schwanzflossenspitze eines Wals interpretiert, sehen wir in der Unterwasserszenerie einen großen Wal nebst einem kleineren Walkind sowie einen kleinen Fischschwarm als größenverhältniskontrastierendes Begleit- personal.

 

Text von Ebi Naumann © und Illustration von Heike Herold © Aladin Verlag 2019

Andere Beobachter kommen hinzu und stellen ganz andere Vermutungen an. Der vor-übergehende Gärtner meint, es sei eine Blüte, ein Junge sieht einen Feuerwehrhelm, eine vornehme Dame eine Krone, ein anderes Mädchen einen Zylinder – und so ver- wandelt sich das rote Ding je nach Betrachtungsneigung in einen Drachen, in Musik, in eine Eiskugel, in ein Ufo … und die Auflösung bleibt tatsächlich rätselhaft.

Auf jeder Doppelseite äußert ein anderer Passant seine Vermutung zu dem roten Ding, und diese Vorstellung wird in ein entsprechendes Unterwasserbild übersetzt. Wer auf- merksam hinschaut, erkennt auch, daß jede Idee stets einen offensichtlichen Bezug zu der Person hat, die sie äußert.  

Text von Ebi Naumann © und Illustration von Heike Herold © Aladin Verlag 2019

Der lateinische Spruch auf dem am Flußufer verewigten Denkmal »IGNORAMUS ET IGNORABIMUS« (Wir wissen es nicht und wir werden es nicht wissen) deutet schon darauf hin, daß wir keine endgültige Gewißheit erwarten dürfen, was indes keineswegs ein Hindernis für eine lebhafte Vorstellungskraft ist, sondern diese nachhaltig beflügelt. Ja, auf der letzten Bilderbuchseite taucht sogar ein neues Ding auf, das gelb und drei-eckig ist, und ganz neuen Spekulationen Raum gibt.

Heike Herold hat diesen Parcours der Phantasie auf zärtlich-verspielte, kindlich-poetische, heiter-verträumte Weise illustriert. Während die Szenerie am Flußufer mit Schwarz-weiß-Zeichnungen und einigen wohlgesetzten Rotakzenten auskommt, ist die Unterwasserwelt innerhalb ihrer durchgehenden Blaudurchtönung dezent bunter. Diese farbsprachliche Grundierung gibt Phantasie und Wirklichkeit jeweils den passenden Rahmen. Beiläufig bieten die Bilder eine Menge amüsanter, entdeckungswürdiger Details, die sich nach und nach beim wiederholten Betrachten erschließen.

Ebi Naumann stimmt Seite für Seite mit vierzeiligen Versen (in vierhebigen Jamben) auf die jeweilige Vorstellung ein und läßt stets das Schlüsselwort am Ende frei, da es sich sowohl aus der Reimfolge als auch aus der Bildbetrachtung von selbst ergibt.

„Das rote Ding“ illustriert – in Wort und Bild – schelmisch und kindgerecht, daß der innere phantasievolle Horizont die äußere Wirklichkeit um faszinierende Interpreta- tionsspielräume bereichern kann – hier ist Wunschdenken ausdrücklich erwünscht.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.aladin-verlag.de/programm/detailansicht_1624.html

 

Die Illustratorin:

»Heike Herold, geboren 1974 in Münster, studierte in ihrer Heimatstadt Visuelle Kommunikation und Grafik Design an der Fachhochschule. Seit ihrem Diplom ist sie als freie Grafikerin und Illustratorin für verschiedene Verlage tätig. Sie lebt in Köln.«
Für ihr Bilderbuch „Das rote Ding“ gewann sie 2016 das Troisdorfer Bilderbuchstipen-dium. https://heikeherold.jimdo.com/

Der Autor:

»Ebi Naumann, geboren 1949, studierte Pantomime bei Marcel Marceau sowie Jura und Soziologie. Er arbeitete viele Jahre als Lektor, Produzent und Drehbuchautor und widmet sich heute ganz dem Aufschreiben, Übersetzen und Erzählen von Geschichten und Gedichten.«

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Tischsets für kleine Küchenkünstler

  • von Marion Deuchars
  • Originaltitel: »Let‘s make some great Placement Art«
  • Übersetzung von Christine Schnappinger
  • Knesebeck Verlag, Februar 2014   www.knesebeck-verlag.de
  • Malblock
  • mit 9 Motiven in vierfacher Ausführung
  • Format: 37 x 26 cm
  • 36 Seiten
  • ablösbare Klebebindung
  • ISBN 978-3-86873-695-3
  • 14,95 € (D), 15,40 € (A), 21,90 sFr.
  • MALBLOCK ab 6 Jahren

M A L R E Z E P T E

Besprechung von Ulrike Sokul ©

Mit den „Tischsets für kleine Küchenkünstler“ werden Kinder mit Stift und Phantasie zu Tisch gebeten. Neun Malvorlagen, die lustige kulinarische und künstlerische Malanre- gungen und viel Spielraum für freies Zeichnen lassen, laden Kinder dazu ein, ihr Lieb- lingsessen zu malen, sich am Lächeln der Mona Lisa zu versuchen, neue Nudelformen nebst eigenen Nudelnamenskreationen auszudenken, Säulen und leere Fenster- öffnungen sowie Sprechblasen mit malerischem Leben zu füllen und sich Speisen und Besteck für Astronauten, Außerirdische, Wölfe usw. auszumalen. Eine anschauliche Anleitung zum Vogelzeichnen aus einfachen geometrischen Grundformen, nebst Vorbildern für mimische Ausdrucksvarianten, runden die köstliche Kombination aus Kulinarik und Kunst schmackhaft ab.  

Neun verschiedene Motive in jeweils vierfacher Ausführung bieten 36 Kindern ein animierendes Malblatt, das anschließend wahlweise als Bild oder Tischset Verwendung finden kann. Damit kann man Kindern das Warten aufs Mittagessen versüßen oder ihnen eine kreative Verdauungspause lassen, und kleine Kindergeburtstagsgäste können sich solcherart auch eine gute Weile selbst beschäftigen.

Text & Illustration von Marion Deuchars © Knesebeck Verlag 2014

Darüber hinaus lassen sich diese Malrezepte in der Grundschule fächerübergreifend in eine Unterrichtseinheit zum Thema Ernährung einfügen. Und als Kinderbeschäftigung in Restaurants wären diese Tischsets gewiß auch eine willkommene Ablenkung und ein wohlbekömmliches Mittel gegen unausweichliches Wartezeiten-Gequengel.

„Tischsets für kleine Küchenkünstler“ nährt die kindliche Vorstellungskraft, macht Appetit auf Phantasie und analoges Malen und Zeichnen und würzt das kreative Menü beiläufig mit einigen Prisen Kunstgeschichte.


Hier entlang zum Tischset-Ausmalblock und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:

https://www.knesebeck-verlag.de/tischsets_fuer_kleine_kuechenkuenstler/t-1/315

Die Autorin und Illustratorin:

»Marion Deuchars hat Illustration und Grafik studiert. Sie arbeitet für internationale Design-und Werbeagenturen. Bekannt wurde Sie durch ihre Mitmach-Kinderbücher zum Thema Kunst. Bei Knesebeck ist bereits „Fingerprints“ (2013) https://www.knesebeck-verlag.de/fingerprints/t-1/1  erschienen.«

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Der Tierigent

  • Text von Cornelia Boese
  • Illustrationen von Manuela Olten
  • Gerstenberg Verlag Juni 2019 www.gerstenberg-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 25 x 27 cm
  • 32 Seiten
  • durchgehend farbig
  • 14,00 € (D), 14,40 € (A), 19,50 sFr.
  • ISBN 978-3-8369-6025-0
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

EIN  PLATZ  FÜR  DEN  SPATZ

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Der Tierigent“ zeigt Kindern in heiteren Bildern und – dank des gelungenen vers-förmigen Begleittextes von Cornelia Boese – auch sprachmelodisch, die Vielsaitigkeit von Musikinstrumenten. Der Hauptcharakter, ein niedlicher Spatz mit einem festlichen Zylinder auf dem Köpfchen, weckt spontan Sympathie und Empathie, und man wünscht ihm unwillkürlich, daß sein unermüdlicher musikalischer Eifer zum Ziel führen möge.

Im Stadtpark auf der Freilichtbühne probt eine Schar von Tieren für ein Konzert. Der Spatz möchte gerne mitmusizieren, aber egal bei welchem Tier er nachfragt: keines traut ihm ein Instrument zu.

Bei den Streichern wird ihm gesagt, er sei zu klein, für die Holzblasinstrumente fehlten ihm die Tatzen, für die Blechblasinstrumente fehlte ihm der lange Atem, das Schlagzeug ist dem Spatz zu laut, und auch ein zartes Schnabelzupfen an der Harfe führt nicht zum gewünschten Erfolg. Und von seinem Spatzentschilp-Gesang wollen die Musikantentiere auch nichts hören.

Inzwischen hat sich ein kunterbuntes Publikum eingefunden, und der betrübte Spatz setzt sich ganz still dazu.

Illustration von Manuela Olten © Gerstenberg Verlag 2019

Das Konzert beginnt, doch von Wohlklang und Harmonie ist es weit entfernt. Alle spielen durcheinander und versuchen sich zu übertönen. Da hat der Fuchs ein weises Einsehen, bittet um Ruhe und erklärt, daß sie einen Leiter brauchten, der über Einsatz, Rhythmus, Ton und Takt bestimmt, und er wüßte da auch schon:

 „ein künstlerisch begabtes Tier,
 das alle Instrumente kennt.
 Herr Spatz, sei du der Dirigent!“

Hochmotiviert betritt der Spatz die Bühne, verbeugt sich und dirigiert als wahres Natur-talent mit beflügeltem Rhythmus die Vielfalt der Instrumente und Musiker zu einem harmonisch-klangvollen und fröhlichen Miteinander.

Illustration: Manuela Olten © Text: Corneilia Boese © Gerstenberg Verlag 2019

Im Anschluß an die Geschichte werden die beanspruchten vierzehn Musikinstrumente (Tuba, Horn, Trompete, Posaune, Fagott, Klarinette, Oboe, Querflöte, Schlagzeug, Harfe, Geige, Bratsche, Cello, Kontrabaß) auf einer Doppelseite noch einmal solo in Wort und Bild dargestellt.

Illustration von Manuela Olten © Gerstenberg Verlag 2019

Die Illustrationen von Manuela Olten geben der Handlung ein farbenfrohes und dynamisches Bilderbuchbühnenbild mit abwechslungsreichen, lustigen Tiercharakteren.

Diese tierisch musikalische Geschichte wird von Cornelia Boese in heiteren Reimen und Dialogen erzählt, so daß die Sprache selbst – sofern der geneigte Vorleser redlich mitmacht – auch als Instrument erklingen kann.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailkinderbuch&url_ISBN=9783836960250

Die Autorin:

»Cornelia Boese, geboren 1970 in Würzburg, studierte an der Hochschule für Musik und arbeitete als Opernsouffleuse, Bühnenmusikerin und Kinderkonzertmoderatorin. Seit 2015 lebt sie als freischaffende Dichterin. Der Tierigent ist ihr drittes Buch bei Gerstenberg.« http://www.boesesouffleuse.de/

Die Illustratorin:

»Manuela Olten, geboren 1970, ist Fotografin und Diplom-Designerin. Sie studierte Illustration an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, wo sie heute noch lebt. Manuela Olten wurde mit dem Troisdorfer Bilderbuchstipendium und dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.«

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

 

Gleich ist alles wieder gut

  • Der kleine Siebenschläfer
  • Text von Sabine Bohlmann
  • Illustrationen von Kerstin Schoene
  • Thienemann Verlag  Januar 2019  www.thienemann.de
  • Format: 165 mm x 165 mm
  • 18 abgerundete Pappseiten
  • 7,99 € (D),  8,30 € (A), 11,90 sFr.
  • ISBN 978-3-522-45910-5
  • Pappbilderbuch ab 2 Jahren

ERSTE  HILFE  AUF  UMWEGEN

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Siebenschläfer tummelt sich nun schon in seinem zweiten Pappbilderbuch. Nachdem er im ersten Band erfolgreich auf die Suche nach der optimalen Gemütlichkeit gegangen ist (siehe meine Besprechung https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/08/23/das-ist-noch-nicht-gemuetlich/ ) ,braucht er diesmal Heilung für seine Bauchschmerzen.

Die Hilfe naht in Gestalt der Haselmaus, die eine Wärmflasche holt und sie – nach einigen Umwegen von Kopf bis Fuß – endlich an die richtige Stelle platziert. Inzwischen ist die Wärmflasche längst abgekühlt, und der kleine Siebenschläfer hat bei den „Fehlbe- legungen“ der Haselmaus schon einige gymnastische Bewegungen vollzogen, die dazu beitragen, daß das Bauchweh nachläßt.

Doch ist die haselmäusige Improvisation, nun einfach Bäuchlein an Bäuchlein mit dem kleinen Siebenschläfer zu kuscheln, ganz gewiß die allerbeste Medizin gegen Bauchweh. So bietet dieses Bilderbuch ebensoviel Ablenkung und Trost bei akutem Bauchweh wie auch bei anderen tröstungsbedürftigen Unpäßlichkeiten von kleinen Menschenwesen.

Der kleinkindgemäße Text von Sabine Bohlmann führt mit freundlich-zugewandten Dialogen zwischen Haselmaus und Siebenschläfer durch die Handlung.

Die herzigen Illustrationen von Kerstin Schoene geben den Gefühlen der Figuren durch abwechslungsreiches Minenspiel und possierliche tierische Körpersprache lebhaften Ausdruck.  

Die harmonisch-heitere Entsprechung von Wort und Bild und die sympathische Nied-lichkeit der Figuren erreichen kleine Bilderbuchbetrachter ab zwei Jahren mit spielerischer Leichtigkeit und bieten angemessenen kindlichen Identifikationsspiel- raum. Die festen, abgerundeten Pappseiten sind strapazierfähig und verkraften gegebenenfalls auch ungeübte Kleinkindmotorik.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/der-kleine-siebenschlaefer-gleich-ist-alles-wieder-gut-isbn-978-3-522-45910-5/

Hier entlang zum Vorgängerband:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/08/23/das-ist-noch-nicht-gemuetlich/

Die Autorin:

»Geboren wurde Sabine Bohlmann in München, der schönsten Stadt der Welt. Als Kind wollte sie immer Prinzessin werden. Stattdessen wurde sie (nachdem sie keinen Prinzen finden konnte und der Realität ins Auge blicken musste) Schauspielerin, Synchron-sprecherin und Autorin und durfte so zumindest ab und zu mal eine Prinzessin spielen, sprechen oder über eine schreiben.
Geschichten fliegen ihr zu wie Schmetterlinge. Überall und zu allen Tages- und Nacht-zeiten (dann eher wie Nachtfalter). Sabine Bohlmann kann sich nirgendwo verstecken, die Geschichten finden sie überall. Und sie ist sehr glücklich, endlich alles aus ihrem Kopf rausschreiben zu dürfen. Auf ein blitzeblankes, weißes – äh – Computerdokument. Und das Erste, was sie tut, wenn ein neues Buch in der Post liegt: Sie steckt ihre Nase ganz tief hinein und genießt diesen wunderbaren Buchduft.« www.sabinebohlmann.com

Die Illustratorin:

»Kerstin Schoene, geboren 1981 in Haan, studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal. Schwerpunkt ihres Studiums war Illustration bei Wolf Erlbruch. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie zeichnet für verschiedene Verlage, schreibt und illustriert eigene Kinderbücher. Sie lebt, unter Beobachtung eines Fellknäuels, in Haan.«  www.kerstinschoene.de

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der den ganzen Tag lang grummelig war

  • Text von Sabine Bohlmann
  • Illustrationen von Kerstin Schoene
  • Thienemann Verlag Februar 2019 www.thienemann.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 296 mm x 237 mm
  • 32 Seiten
  • 13,00 € (D), 13, 40 € (A)
  • ISBN 978-3-522-45909-9
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

G R A N T E L L A U N E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Siebenschläfer bespielt nun schon seinen vierten Bilderbuchband, und diesmal ist er einfach unerklärlich grummelig und verschlossen, ja beinahe schon grantelig.

Unermüdlich bieten seine Freunde Igel, Haselmaus, Eichhörnchen, Maulwurf, Schnirkel-schnecke und Fuchs nacheinander ihre selbsterfahrenen Rezepte gegen schlechte Laune an. Doch nichts wirkt, obwohl der kleine Siebenschläfer immerhin alle Anregungen aus-probiert. Von positivem Denken über Yoga bis hin zur sprichwörtlichen Laus, die ihm über die Leber gelaufen sein könnte, kommen allerhand Erklärungen und Lösungen zur Anwendung. Die Grummeligkeit ist jedoch hartnäckig, und auch ein Biß in eine Zitrone – da sauer angeblich lustig mache – versauert dem kleinen muffeligen Siebenschläfer nur zusätzlich die Laune.

Nach wie vor grummelig, verzieht sich der kleine Siebenschläfer nunmehr unter seine blaue, getüpfelte Schnuffeldecke, bis er nach einer Weile doch seine lieben Freunde vermißt. Gerade als er sich selbstmitleidig in seiner Grummeligkeit bestätigt sehen will, kommen seine Freunde mit einer süßen Lösung zu ihm zurück, die seine Mundwinkel und seine Stimmung schließlich wieder aufwärts heben.

Wie gut, wenn man Freunde hat, die sich von Grummeligkeit nicht abschrecken lassen!

Die sympathischen Tiercharaktere demonstrieren wahrlich guten Willen und echte freundschaftliche Hilfe, um die schlechte Laune des kleinen Siebenschläfers zu vertreiben.

Die Autorin Sabine Bohlmann erzählt die Geschichte vom grummeligen Siebenschläfer in einfachen Worten, mit anschaulichen Dialogen und einem zärtlichen Blick auf kindliche Empfindungen.

Die Illustrationen von Kerstin Schoene setzen die warmherzige Stimmung und schmunz-lerische Dramaturgie des Textes durch die naturalistisch-niedlichen Tierportraits und ihre lebhafte Mimik und Körpersprache harmonisch in Szene.

Kinder finden in dieser Geschichte hilfreiches emotionales Identifikationspotenzial. Und vielleicht regt die Vorlesesituation sogar dazu an, ergänzende eigene Rezepte gegen Grummeligkeit anzusprechen oder zu entwickeln.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/der-kleine-siebenschlaefer-die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-den-ganzen-tag-lang-grummelig-war-isbn-978-3-522-45909-9/

 

Hier entlang zu den drei Vorgänger-Siebenschläfer-Bänden:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/12/02/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-einschlafen-konnte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/09/24/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-aufwachen-wollte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/05/09/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-seine-schnuffeldecke-nicht-hergeben-wollte/

Die Autorin:

»Geboren wurde Sabine Bohlmann in München, der schönsten Stadt der Welt. Als Kind wollte sie immer Prinzessin werden. Stattdessen wurde sie (nachdem sie keinen Prinzen finden konnte und der Realität ins Auge blicken musste) Schauspielerin, Synchron-sprecherin und Autorin und durfte so zumindest ab und zu mal eine Prinzessin spielen, sprechen oder über eine schreiben.
Geschichten fliegen ihr zu wie Schmetterlinge. Überall und zu allen Tages- und Nachtzeiten (dann eher wie Nachtfalter). Sabine Bohlmann kann sich nirgendwo verstecken, die Geschichten finden sie überall. Und sie ist sehr glücklich, endlich alles aus ihrem Kopf rausschreiben zu dürfen. Auf ein blitzeblankes, weißes – äh – Computerdokument. Und das Erste, was sie tut, wenn ein neues Buch in der Post liegt: Sie steckt ihre Nase ganz tief hinein und genießt diesen wunderbaren Buchduft.« www.sabinebohlmann.com

Die Illustratorin:

»Kerstin Schoene, geboren 1981 in Haan, studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal. Schwerpunkt ihres Studiums war Illustration bei Wolf Erlbruch. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie zeichnet für verschiedene Verlage, schreibt und illustriert eigene Kinderbücher. Sie lebt, unter Beobachtung eines Fellknäuels, in Haan.«  www.kerstinschoene.de

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/