Wem gehört Deutschland?

Wem gehört Deutschland?

DIE  ReGIERung  DER  OBEREN  ZEHNTAUSEND

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Vorsicht: Diese Lektüre wird Ihnen die Augen öffnen und revolutionäre Impulse in Ihnen auslösen!

Alljährlich können wir in zahlreichen Veröffentlichungen von Banken und in der Tagespresse nachlesen, um wie viel das Geldvermögen der privaten Haushalte wieder einmal gestiegen sei. Viel seltener liest man dagegen etwas über die Spreizung der Vermögensschere und die Reichtumsunmäßigkeiten in unserem reichen Land.

Jens Berger befaßt sich in seinem Buch „Wem gehört Deutschland?“ ausführlich damit, diesen statistischen Reichtum den tatsächlichen Vermögensinhabern zuzuordnen. Außerdem faßt er aufschlußreich zusammen, welcher EinflußREICHTUM auf Politik und Gesellschaft damit in Verbindung steht.

Die mehr als 5 Billionen Euro privaten Geldvermögens sind leider kein Ruhekissen fürs Volk, sondern sie konzentrieren sich zum größten Teil bei einer elitären Minderheit. Das Statistische Bundesamt untersucht keine Haushalte, deren Einkommen mehr als 18 000 Euro pro Monat beträgt. Während Armut statistisch lückenlos erfaßt und präzise definiert wird, gibt es offenbar für die Superreichen einen Schonraum.

Es sollte uns zu denken geben, daß aus dem „Vierten Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung von 2013 u.a. die Passagen herausgestrichen wurden, die auf eine extreme Verteilungsschieflage hinwiesen.

Dazu paßt auch, daß unsere Regierung seit 1997 freiwillig auf die Erhebung der Vermögenssteuer verzichtet. Dafür wurde 2007 die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent erhöht – irgendwoher muß ja wieder Geld in die Staatskasse fließen; da nimmt man es gerne von den „Unteren Zehntausend“ , die ihr schmales Salär komplett ausgeben, weil sie zum Sparen keinen finanziellen Spielraum haben.

Doch zum Ausgleich plagen die „Unteren Zehntausend“ auch keine Albträume vom Spitzensteuersatz (seit 2014 gilt für ledige Jahreseinkommen ab 250 000 Euro der Spitzensteuersatz von 45 %, für eheliche ab 500 000 Euro Jahreseinkommen).

Und kommen Sie mir jetzt nicht mit der Unterstellung von Neidgefühlen. Vermögen ist nicht einfach nur Geld. Es geht hier nicht um das Geld, das in existenziellen oder luxuriösen Konsum umgesetzt wird, sondern um sehr viel äußerst „überflüssiges“ Geld. Solche großen Vermögen bedeuten Macht und großen Einfluß auf die Politik unseres Landes.

Jens Berger weist u.a. darauf hin, daß vieleDenkfabriken, die auffällig oft von Familienstiftungen der Superreichen finanziert werden“ (Seite 13), tatsächlich großen Einfluß auf die Gesetzgebung haben. Betrachten wir z.B. die Bertelsmann Stiftung. Die »Agenda 2010«, mit der das Sozialsystem und der Arbeitsmarkt nach neoliberalen Vorstellungen umgebaut wurden, setzten in weiten Teilen eins zu eins einen Forderungskatalog der Bertelsmann Stiftung um.“ (Seite 178)

Der Autor gibt in jedem Kapitel interessante Zahlenverhältnisse anschaulich wieder:

„Ein durchschnittlicher Haushalt verfügt inklusive der Ansprüche aus Lebensversicherungen und privater Altersvorsorge über ein Nettogeldvermögen von weniger als 8 000 Euro.
Ein Haushalt aus dem obersten 0,1 Prozent der Vermögensskala verfügt im Schnitt über ein Nettogeldvermögen von mehr als 19 Millionen Euro.
Würde man mit dem Vermögenszuwachs der deutschen Millionäre die Staatsschulden zurückzahlen, wäre der Bund nach sechs Jahren und zweieinhalb Monaten schuldenfrei – und die Millionäre wären immer noch Millionäre.“ (
Seite 44)

Viele der auflagenstärksten Tageszeitungen sind im Besitz von Personen und Familien, deren Vermögen sich in drei bis vierstelliger Millionenhöhe befindet. Da brauchen wir uns nicht mehr zu wundern, wessen Interessen in den entsprechenden Medien vertreten werden und daß Themen wie die extreme Öffnung der Vermögensschere oder gar die Wiedereinführung der Vermögenssteuer keine Berichtenswertigkeit haben.

Jens Berger beschreibt in klaren Worten und mit überdeutlichen Zahlen, wie sich in unserem Verteilungssystem privater Reichtum und öffentliche Armut wechselseitig bedingen.

Er erläutert die Freiheitsgefährdung durch monopolartige Machtkonzentrationen im Wirtschafts- und Finanzsystem sowie die damit verknüpfte Markt- und Medienmacht großer Konzerne. Er erklärt die Demontage der Sozialen Markwirtschaft, die unsoziale Privatisierung öffentlicher Daseinsvorsorge, das globalisierte Finanzkapital, steigende Mieten für steigende Renditen, Steuersenkungen für Reiche und Großunternehmer sowie zahlreiche Arbeitsmarktreformen, die eine massive Umverteilung von unten nach oben befördern.

Nach der schonungslosen und mit anschaulichen Übersichtsdiagrammen vervollständigten Anamnese der zur Zeit herrschenden Verteilungsungerechtigkeit in unserem Lande folgt ein durchdachter, konstruktiver 16-Punkte-Plan zur UmFAIRteilung.

Es hängt vielleicht von Ihrem Kontostand ab, ob Sie die Aufklärungsarbeit, die dieses Buch leistet, begrüßen oder ablehnen. Ich halte dieses Buch für sehr wichtig. Die Kapitalismus- und Neoliberalismuskritik, die darin zu Wort kommt, ist überaus berechtigt und ein Dienst an der Demokratie, und die in detektivischer Rechercheleistung zusammengetragenen Daten und Zahlen liefern eine unentbehrliche Diskussionsgrundlage.

„Ohne politische Maßnahmen wird sich an der Spreizung der Vermögensschere nichts ändern. So stellt sich die Frage, wie lange diese Entwicklung noch weitergehen kann. Die historische Erfahrung lehrt uns, dass Verteilungssysteme, die sich derart in Richtung einer Konzentration an der Spitze entwickeln, zum Kollabieren neigen. … Wenn der Kapitalismus nicht zivilisiert wird, vernichtet er sich selbst.
Noch ist es nicht zu spät: Solange die Chance besteht, diese Fehlentwicklung friedlich zurückzudrehen, sollten wir diese Chance nutzen. Zivilisiert den Kapitalismus!“

(Seite 209)

Der Autor:

Autorenportrait Jens Berger

»Jens Berger ist als freier Journalist tätig. 2007 schuf er den Spiegelfechter, der zu den bekanntesten politischen Blogs in Deutschland zählt. Hauptberuflich ist Jens Berger Redakteur der NachDenkSeiten. Außerdem schreibt er Gastartikel für zahlreiche Zeitungen und ist Kolumnist der taz. 2012 erschien von ihm bei Westend „Stresstest Deutschland. Wie gut sind wir wirklich?“.«

http://www.spiegelfechter.com

http://www.nachdenkseiten.de

Und auf der Verlagswebseite gibt es hörenswerte Zusatzinfos, eine Leseprobe und ein ausführliches Interview mit dem Autor:
https://www.piper.de/buecher/wem-gehoert-deutschland-isbn-978-3-492-30719-2

 

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Der Crash ist die Lösung

  • Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten
  • von Matthias Weik und Marc Friedrich
  • Eichborn Verlag Mai 2014                             http://www.eichborn.de
  • gebunden, mit Schutzumschlag
  • 381 Seiten
  • 19,99 €
  • ISBN 978-3-8479-0554-7
    1_5_5_2_7_1_3_978-3-8479-0554-7-Weik-Der-Crash-ist-die-Loesung-org

INVESTIEREN  SIE  IN  GENÜGSAMKEIT

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Mit dem zweiten Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich ging es mir genau wie mit dem ersten: Ich wollte es sofort noch einmal lesen, um die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und um ganze Abschnitte auswendig zu lernen. Doch nun erst die Pflicht, also eine Buchbesprechung, und dann nehme ich mit Vergnügen noch einmal ein geistiges Vollbad in ökonomischer Klarheit, Sozialkompetenz und Verantwortungsbewußtsein.

Es gibt viele Bücher, die sich mit der Finanzkrise befassen, es gibt jedoch nur wenige, denen es gelingt, die komplexe Materie so konkret, klar und deutlich darzustellen und dabei auch noch die ganz alltägliche Realität miteinzubeziehen. Hier gibt es keine abgehobenen Theorien, sondern eine scharfsinnige Analyse der globalen ökonomischen Fehlentwicklungen.

Matthias Weik und Marc Friedrich geht es nicht darum, mit ökonomischem Wissen anzugeben und sich als Experten über die Laien zu erheben – im Gegenteil: Sie wollen ihr Wissen und ihre Erkenntnisse mitTEILEN und die Menschen aufklären. Dies gelingt ihnen durch eine ausgesprochen allgemeinverständliche Sprache, anschauliches Zahlenmaterial, gerechte Empörung, ethischen Anspruch und eine spannende, teilweise sogar ironisch-witzige Beschreibung, Erklärung und Kritik unseres Geldzustandes. Darüber hinaus geben sie auch konkrete Anregungen und Denkanstöße zu alternativen, nachhaltigen Wirtschaftsformen.

Die zahlreichen geistreichen Zitate zum Thema Geld und Wirtschaft, die über das ganze Buch trefflich verteilt sind, passen hervorragend und geben dem Text zusätzliche Würze.

Die Autoren beschreiben die nach wie vor ungebremste Profitgier der Banken, besonders der Großbanken, und wie ausgerechnet diese Krisenverursacher nun auch noch an der Krise verdienen. Die Untergrabung der Demokratie durch die Banken-Lobby belegen sie zahlrreichen Beispielen.

„Die Banken weltweit stehen weiter über den Gesetzen. Und es existiert lediglich eine weitere Branche, die absolut nichts davon hält, sich an die Gesetze zu halten: das organisierte Verbrechen. Auch das organisierte Geld fußt derzeit in weiten Teilen auf krimineller Energie und menschenverachtender Profitgier.“
( Seite 59)

Im Kapitel »Deutschland – Exportweltmeister mit Rekordschulden« wird die Lage Deutschlands analysiert. Die Finanzminister unseres angeblich so reichen Landes reden seit 40 Jahren vom Schuldenabbau, aber tatsächlich werden ununterbrochen neue Staatsschulden angehäuft, und wegen des Zinseszinseffekts wird auch Deutschland genau wie alle anderen Länder diese Schulden niemals begleichen können – außer durch direkte und indirekte Enteignung der Bürger, durch Steuern, Abgaben und hohe Inflationsraten und – nach dem unweigerlichen Finanzkollaps – durch eine Währungsreform.

Die „Wirtschaftslokomotive Deutschland“ wird subventioniert durch einen wachsenden Niedriglohnsektor. Während die Arbeitnehmer in Deutschland im Durchschnitt weniger verdienen als vor 22 Jahren, sind im gleichen Zeitraum Unternehmens- und Vermögenseinkommen um fast 50 Prozent gestiegen.

Volkswirtschaftlich gesehen ist das alles andere als nachhaltig. Aus der ökonomischen Gesamtperspektive bedeuten Löhne nämlich Nachfrage“ (Seite 128)

Reich sind in unserem Land also nur sehr wenige Menschen, und diese Spitzenverdiener und Super-Vermögens-Besitzer legen wiederum ihr überflüssiges Geld an, um ihren Renditehunger zu stillen, und so dreht sich das Rad von Zins und Zinseszins zum Schaden der Volkswirtschaft und zum Ausverkauf des Gemeinwohls immer schneller.

In einem weiteren Kapitel machen die Autoren eine kleine Europarundreise und legen Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, die Niederlande, Griechenland und Zypern unter die Lupe. Danach werden die USA, China und Japan einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Ausnahmslos alle Staaten wirtschaften im Übermaß auf Pump, und wir alle nehmen zur Zeit aktiv oder passiv an der „größten Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit“ teil.

Im Kapitel »Enteignung, Zwangsabgaben und Inflation« wird der Leser mit zwei schmerzlichen Wahrheiten konfrontiert:
Erstens: Die Zeit der Rendite ist vorbei.
Zweitens: Wir alle werden Wohlstand verlieren – oder an andere abgeben müssen.“
( Seite 203)

Daß die Niedrigzinsphase der Notenbanken für eine schleichende Enteignung der Sparer sorgt, dürfte sich bereits herumgesprochen haben und auch ohne höhere mathematische Kenntnisse auszurechnen sein. Doch wußten Sie, daß es seit 2013 eine CAC-Klausel (Collective Action Clause; zu Deutsch: Kollektive Handlungsklausel) gibt? „Damit können Besitzer von Staatsanleihen gegen ihren Willen im Notfall rückwirkend enteignet werden.“   (Seite 206)

Wenn Sie meinen, Sie wären davon nicht betroffen, weil Sie gar keine Staatsanleihen besitzen, dann unterliegen Sie einer finanzoptischen Täuschung; denn Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Rentensparverträge und diverse Fonds haben Ihr Geld zu großen Teilen in – dreimal dürfen Sie raten – Staatsanleihen angelegt.

Wir können aus der Geschichte vergangener Wirtschaftkrisen lernen, daß Geldanlagen in Papierwerten immer zu massiven Wertverlusten geführt haben. Man bedenke: Wenn der Staat pleite geht, bürgt jeder einzelne Bürger unfreiwillig für die Staatsschulden. Dies kann zu Sondersteuern, Gebührenerhöhungen und enteignenden Zwangsmaßnahmen führen, wie es z.B. in Griechenland und Zypern bereits praktiziert wird – ganz zu schweigen von der deutlich wachsenden Inflationsgefahr.

Im siebten Kapitel widmen sich die Autoren dem Schutz des Vermögens. Das mag für manche (mich eingeschlossen) ein Luxusproblem sein, trotzdem ist es interessant und lehrreich.

Als erstes empfehlen sie, keine Schulden zu machen, um seine Freiheit nicht an ein Bankinstitut zu verlieren. Der „Kleine Exkurs über Credo und Kredit“ (Seite 234) erhellt sehr anschaulich das im Dispokredit-Zeitalter übliche Mißverständnis von Kredit und Investition.

Zweitens empfehlen die Autoren ganz klar: Schichten Sie um, weg von Papierwerten, hin zu Sachwerten! (Seite 235) Sehr überzeugend demontieren sie sodann Kapitallebensversicherungen, private Rentenversicherungen und Bausparverträge. Darüber hinaus raten sie auch zu einer Bargeldreserve (für ein bis drei Monate) in kleinen Scheinen, verteilt auf mehrere Verstecke, aber nicht im Bankschließfach, denn das wird im Falle eines Crash, wegen vorübergehender Bankenschließungen einige Zeit unzugänglich sein.

Der Sachwert Immobilie ist nur sinnvoll bei einem schuldenfreien, selbstgenutzten und in ordentlichem Bauzustand befindlichen Haus in einer guten Wohnlage.

Von Aktien wird dringend abgeraten, da dieser Markt mit billigem Notenbankgeld künstlich aufgebläht wird und daher extrem überbewertet ist. Der Aktienmarktabsturz wird gewaltig werden.

Empfehlenswert sind Edelmetalle (Gold und Silber), natürlich in physischer Form und nicht virtuell. Auch hier sollte man neben Barren kleine Münzen bevorraten, denn zur Not kann man mit solchen Münzen einkaufen gehen, wenn Geld nur noch den Wert von Konfetti hat.

Sehr sympathisch finde ich die Anregung, Wald, Acker und Wiesen zu erwerben und bevorzugt an regionale, kleine, mittlere und ökologisch wirtschaftende Landwirte fair zu verpachten.

Ebenfalls interessant sind „Direkte Beteiligungen und Naturalanlagen“, dabei leiht man z.B. einem Imker, einem Weinbauern, einem Handwerksbetrieb etc. einen Geldbetrag für eine notwendige Investition, vereinbart eine Verzinsung über der Inflationsrate oder wahlweise einen Ausgleich in Form von Naturalien. Der Kreditnehmer hat eine deutlich niedrigere Zinsbelastung, als wenn er Schulden bei der Bank aufnimmt, der Kreditgeber erhält einen deutlich höheren Zinsertrag, als wenn er sein Geld der Bank überläßt, und die Bank – ätsch! – geht einfach leer aus.

Kurz wird auch die noch relativ neue, spannende Investmentform der Schwarmfinanzierung, das sogenannte »Crowdfunding«, gestreift.

Zu einer Investition in schottischen Whiskey raten die Autoren nur, wenn man von dieser Materie etwas versteht. Immerhin ist dieses Getränk unverderblich, und Alkohol kann in Krisenzeiten durchaus eine Ersatzwährung sein.

Im letzten Kapitel wird noch einmal stringent zusammengefaßt, woran die Weltwirtschaft krankt. Ich liste hier nur einige Stichworte auf: Papier- und Schuldgeldsystem ohne jegliche Deckung, Giralgeldschöpfung aus dem »Nichts«, Zins und Zinseszins, exponentielles Wachstum, weltweite Deregulierung der Märkte usw… Diese Themen wurden bereits eingehend im ersten Buch der beiden Autoren erläutert. ( siehe meine Besprechung:   https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/09/25/der-groste-raubzug-der-geschichte/ )

Gewinne zu privatisieren, Verluste aber zu sozialisieren, das ist kein Kapitalismus, das ist Feudalismus pur. Denn da wurde der Zehnte unter allen Umständen eingetrieben, egal wie die Ernte ausgefallen war.“ (Seite 302)

Und dann verordnen die Autoren eine durchdachte Strategie für ein nachhaltiges Wirtschafts- und Finanzsystem, die ich am liebsten komplett zitieren würde, aber das sprengte den Rahmen einer Rezension; so beschränke ich mich auf zwei Punkte:

Wir sind überzeugt, dass wir neben den drei klassischen Gewalten Legislative, Exekutive und Judikative eine echte – keine sprichwörtliche wie die Medien – vierte Gewalt brauchen: eine öffentlich-rechtliche, strikt unabhängige, transparente, direkt oder indirekt gewählte »Monetative«.  (Seite 307)

„ Die zweite Maßnahme, die keinen Aufschub duldet, ist eine drastische Schrumpfkur für Banken… Daher muss gesetzlich geregelt werden, dass Banken nur noch eine Bilanzsumme haben dürfen, die es möglich und gesamtwirtschaftlich unriskant macht, sie pleitegehen zu lassen, wenn sie sich verspekuliert haben.“ (Seite 308)

Alternativen zum bisherigen Finanzsystem kommen zudem in zwei hochinteressanten Gastbeiträgen zu Wort: »Vollgeld« von Prof. Dr. Mark Joób und »Regionalwährungen« von Christian Gelleri.
Beide Geldkonzepte zielen auf das Wohl der Allgemeinheit, ein demokratisch gelenktes Geldsystem und die Förderung realer, regionaler Wirtschaftskreisläufe – im Gegensatz zur momentan noch üblichen ausbeuterischen und ungerechten Finanzfeudalherrschaft mit sinnloser Renditespekulation.

Matthias Weik und Marc Friedrich beenden ihr überaus aufschlußreiches Buch mit dem Hinweis, daß die Krise und der unvermeidliche Zusammenbruch dieses Finanz- und Euro-Währungsexperimentes eine historische Chance bieten sowohl für eine Reform des Wirtschaftssystems als auch für einen grundsätzlichen moralischen Wandel der Gesellschaft.

Wenn das jetzige Geld- und Finanzsystem kollabiert, wird es durch ein neues abgelöst, und man wird sich wie in den letzten Tausenden von Jahren wieder auf bewährte Werte zurückbesinnen. Auf der monetären Seite werden dies Sachwerte und ein gedecktes Geldsystem sein. Gesellschaftlich und moralisch werden wir uns besinnen auf ein neues Miteinander, auf Demut, Respekt, Zusammenhalt und: Genügsamkeit!“ (Seite 340)

Die Autoren appellieren an die Mündigkeit, Selbstverantwortung und den realistischen Handlungsspielraum jedes Einzelnen. Eine Steuerung des persönlichen Konsumverhaltens in Richtung Ethik, Nachhaltigkeit, Qualität und Regionalität steht jedem frei, und Sie können Ihre Konten bei einer kleinen Genossenschaftsbank oder einer Ökobank einrichten, statt mit Ihrem Geld die Großbanken zu füttern.

Den Wandel dürfen wir nicht von der Politik erwarten. … Der Wandel muss von uns selbst ausgehen.“ (Seite 340)

Die 19,99 € für dieses Buch sind übrigens eine wirklich lohnende Investition in Ihren Realitätssinn und Ihre ökonomische Mündigkeit, und es dürfte Sie gründlich gegen ethisch fragwürdige, unseriöse, antisoziale und nicht nachhaltige Finanzprodukte immunisieren.

Das Vorgängerbuch von Matthias Weik und Marc Friedrich „Der größte Raubzug der Geschichte“ lohnt sich ebenfalls sehr (siehe:  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/09/25/der-groste-raubzug-der-geschichte/  )
, und es ist eine gute Ergänzung und Bereicherung Ihres Wissensportfolios.

Über die Autoren:

»Matthias Weik befasst sich seit über zehn Jahren eingehend mit der globalen Wirtschaft und ihren Finanzmärkten. Arbeits- und Studienaufenthalte in Südamerika, Asien und Australien ermöglichten ihm tiefe Einblicke in das Wirtschaftsleben fremder Nationen. In Deutschland war er für einen großen Automobilkonzern tätig. Gemeinsam mit Marc Friedrich hält Matthias Weik seit mehreren Jahren Seminare und Fachvorträge bei Unternehmen, an Universitäten, Fach- und Volkshochschulen.«

 

»Marc Friedrich studierte INTERNATIONALE BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE und beschäftigt sich intensiv mit der Wirtschaft und den Finanzmärkten. Während eines Aufenthalts in Argentinien erlebte er 2001 einen Staatsbankrott und dessen verheerende Folgen selbst mit. Mit Stationen in Großbritannien, der Schweiz und den USA sammelte er zahlreiche und wertvolle Arbeitserfahrungen

Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik:

http://www.Friedrich-Weik.de

Der größte Raubzug der Geschichte

  • Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
  • von Matthias Weik und Marc Friedrich
  • Überarbeitete und aktualisierte Taschenbuchausgabe
  • bei Bastei Lübbe April 2014                     http://www.luebbe.de
  • 383 Seiten
  • 9,99 €
  • ISBN 978-3-404-60804-1
    1_6_0_5_3_9_4_978-3-404-60804-1-Weik-Der-groesste-Raubzug-der-Geschichte-org

KAPITALVERBRECHEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Das ist Aufklärung im besten Sinne: sachlich, engagiert, leicht zugänglich und sogar humorvoll formuliert, zudem spannend und wirklich wissenswert, nicht bloß flüchtig informativ, sondern ganzheitlich betrachtet und wirklichkeitsnah.

So anschaulich und begreiflich, wie mir in diesem Buch Zahlen und Diagramme präsentiert wurden, da habe sogar ich das kleine Einmaleins mit den vielen Nullen des Geldes begriffen.

Im ersten Kapitel lernen wir den elementaren Unterschied zwischen „gedecktem Geld“ und „ungedecktem Geld“. Bei gedecktem Geld bestehen die Münzen aus werthaltigem Edelmetall, und für jede Papiergeldnote muß bei der Zentralbank ein realer Sachwert (z.B. Gold oder Silber) hinterlegt sein. Dieser „Goldstandard“ beschränkt die Herausgabe von Papiergeld durch die Zentralbank auf die wirklich vorhandenen Vermögenswerte, und eine inflationäre Geldvermehrung – wie sie gegenwärtig praktiziert wird – ist gar nicht möglich und auch nicht erlaubt. Im System des gedeckten Geldes kann man also – gesetzlich garantiert – einen Geldschein gegen den entsprechenden Gold oder Silberwert einlösen.

Ungedecktes Geld (auch FIAT-Geld genannt) ist Geld, das per Staatsbeschluß aus dem Nichts (ungedeckt) in unbegrenzter Menge erschaffen bzw. durch die Notenpresse gedruckt wird. In diesem – unserem heutigen – Geldsystem haben die Münzen einen unerheblichen Materialwert, und weder für die Münzen noch für die Banknoten existiert ein hinterlegter realer Wert, und dementsprechend besteht auch keinerlei Rechtsanspruch auf Einlösung des FIAT-Geldes in z.B. Gold oder Silber. Das ungedeckte Geldsystem funktioniert auf der Basis von Vertrauen.

Der Austausch von Waren und Dienstleistungen durch Vermittlung von Papiergeld geht so lange gut, wie von allen Marktteilnehmern an die Glaubwürdigkeit des Geldwertes geglaubt wird. (Daß der Kapitalismus eine Religion ist, hat der Kabarettist Volker Pispers ja auch schon sehr pointiert formuliert.)

Im ungedeckten Geldsystem haben Geschäftsbanken zwei Möglichkeiten, sich Geld zu beschaffen. Sie nehmen einen Kredit bei der Zentralbank auf und müssen dafür z. Z. sehr niedrige Zinsen zahlen, die – sofern die Zentralbank Gewinn erwirtschaftet – dem Staatshaushalt und damit dem Gemeinwohl dienen. Die zugeteilte Geldmenge richtet sich nach dem Liquiditätsbedarf und der Gesamtmenge der von den Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegten Mindestreserven an Eigenkapital.

Die zweite Möglichkeit der Geldvermehrung aus dem Nichts geschieht durch Kreditvergabe an die Geschäftsbankkunden. Entgegen der naiven und wahrscheinlich immer noch allgemein verbreiteten Auffassung verleihen die Banken nicht die Spareinlagen ihrer Kunden an Kreditnehmer, sondern das der Bank gegebene Geld dient lediglich dem gesetzlich vorgeschriebenen einprozentigen Mindestreservesatz (seit Januar 2012, zuvor waren es noch „astronomische“ zwei Prozent) bei der EZB.

So werden aus 100 Euro, die z.B. auf Ihrem Girokonto „ruhen“ 10 000 Euro Buchgeld, das die Bank mit gefräßigen Zinsen als Kredit verleiht. Dieses gerierte Buchgeld für die Kreditvergabe und auch Ihr hoffentlich positiver Kontostand sind jedoch nichts weiter als ein Zahlungsversprechen.

Buchgeld ist jedoch – im Gegensatz zum Bargeld – kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt keiner gesetzlichen Annahmepflicht, wird jedoch im Wirtschaftsleben allgemein akzeptiert.“
(Seite 31)

Jetzt erkennen wir auch, welch Eigennutz und Tarnvorrichtung hinter der Vorliebe der Banken für den bargeldlosen Zahlungsverkehr steckt. Es gibt schlicht und einfach gar nicht so viel Bargeld, wie es Buchgeld gibt. Die Autoren vergleichen das multipel multiplizierte Buchgeld mit einem ungedeckten Scheck, der, wenn er von einer Privatperson ausgestellt wird, als Betrug geahndet würde. Wenn indes Banken das gleiche machen, ist es ein Geschäftsmodell zur Geldschöpfung aus dem Nichts. Dieses Geld wiederum verleihen die Banken mit unbescheidenen Zinsen an Unternehmen, an unseren Staat und an uns.

Doch das reichte der Finanzindustrie noch lange nicht; die Geldsucht gewisser Interessengruppen bahnte sich international ihren Einfluß auf die Gesetzgebung, setzte die Deregulierung der Finanzmärkte durch und entzog sie einer demokratischen Kontrolle.

Als historische Stichworte nenne ich hier nur die Abschaffung der Börsenumsatzsteuer im Jahre 1990 unter der Regierung Kohl und die Aufhebung der Trennung zwischen Geschäfts- und Investmentbanken (Glass-Steagall Act) im Jahre 1999 unter dem damaligen US-Präsidenten Clinton.

Nun wird das Buch von Matthias Weik und Marc Friedrich richtig spannend, ihre scharfsinnige Beschreibung der Finanzkrise liest sich wie ein Krimi. Um den Rahmen meiner Buchbesprechung nicht zu überdehnen, kann ich hier nur Stichworte auflisten: abstrus-spekulative Finanzprodukte, Derivate- und Verbriefungsmarkt, CDO-Geschäfte, Leerverkäufe, Bilanzregeln mit der Lizenz zum Schummeln, die Fehlfunktionen des Euro, die Verflechtungen deutscher Banken mit amerikanischen Subprime Immobilienkrediten, kreditunwürdige Kredite, das obszöne Boni-System, die Interessenskonflikte der Rating-Agenturen, hochdotiertes Bäumchen-wechsel-dich-Personal zwischen Banken, Beratungsfirmen und Politik, eine skrupellose Finanzlobby, die sich erfolgreich in die Gesetzgebung einmischt, Bad-Banks, Banken-Rettungsschirme auf Kosten des Steuerzahlers usw.

Die Autoren finden klare, zusammenfassende Worte: „…das Motto der Finanzindustrie: Verluste werden sozialisiert, Gewinne werden nach wie vor privatisiert.“ ( Seite 98)

Wurden die Banken nach Rettung vor dem Finanzkollaps durch Staatsgarantien, Steuergelder und die damit zwangsläufig verknüpfte massiv erhöhte Staatsverschuldung nun demütig, bescheiden, risikoscheu, nachhaltig-haushälterisch und kaufmännisch-klug?

Diese Frage wird von den Autoren mit einem klaren Nein beantwortet – im Gegenteil: Die Banken verteilen das „Spielgeld“ des Staates kaum noch für den Investitionsbedarf des Mittelstandes, sondern sie spekulieren weiterhin mit absolut anti-sozialen (z.B. Nahrungsmittelspekulation) und unnachhaltigen Finanzprodukten, und sie wehren sich gegen die Einführung einer klitzekleinen Finanztransaktionssteuer von 0,01 bis 0,05 Prozent. Man bedenke: Jeder andere Händler und Dienstleister in unserem Wirtschaftssystem ist gesetzlich verpflichtet zwischen sieben und 19 Prozent Umsatzsteuer an das Finanzamt zu zahlen.

Bei der gegenwärtig florierenden Konjunktur in Deutschland handelt es sich um einen sogenannten „Crack-up-Boom“ und nicht um ein neues Wirtschaftswunder. Das bedeutet: Wir haben einen Aufschwung auf Pump, der nur dank künstlicher Finanzspritzen und Markteingriffe ermöglicht wird. Dies ist ein verantwortungsloses Spiel auf Zeit, welches nur das Mindesthaltbarkeitsdatum der Re-GIER-ung des Kapitalismus ausdehnt.

Wir erinnern uns: Die letzte Krise entstand durch niedrige Zinsen und zu viel billiges Geld.
Es wird also die Krise mit den gleichen Mitteln bekämpft, mit welchen sie ausgelöst und befeuert wurde: historisch niedrige Zinsen und eine nie zuvor da gewesene Liquiditätsschwemme. So langsam hat auch der Letzte verstanden, dass dies zu Inflation führt.“
(Seite 183)

Nach einer aufschlußreichen Besichtigung der Staatsverschuldung Deutschlands und der drohenden Immoblilienblase Chinas, geht die Besichtigungstour weiter zu Ländern, denen der Staatsbankrott droht: USA, Argentinien, Portugal, Italien, Spanien, Irland, Griechenland und Großbritannien.

Der Staat bekommt Geld durch Steuereinnahmen und Abgaben seiner Staatsbürger (also von jedem von uns). Und der Staat kann sich durch den Verkauf von Staatsanleihen Geld beschaffen. Wer kauft die meisten Staatsanleihen? Banken und Versicherungsgesellschaften.

„Somit »verleiht« eine staatliche Institution (Bundesbank als Miteigentümerin der EZB) mit der Stellung einer obersten Bundesbehörde einem privaten Unternehmen (Bank) zu einem niedrigen Zinssatz Geld, damit diese das Geld zu einem wesentlich höheren Zinssatz zurück an den Staat, Unternehmen und seine Bürger verleiht. Nicht nur das, in Zeiten finanzieller Unsicherheit haben Banken keinerlei Interesse, das Geld an irgendjemand anderen als den Staat zu verleihen. Denn hierfür bürgen schließlich alle Bürger mit ihrem Hab und Gut.“ (Seite 275)

Für den Kauf von Staatsanleihen müssen Banken übrigens noch nicht einmal die einprozentige Eigenkapitaleinlage bei der EZB hinterlegen.

Kleiner Exkurs zu den Steuerungeheuerlichkeiten in unserem „reichen“ Lande:
1996 wurde die Vermögenssteuer abgeschafft, und In den letzten 20 Jahren ist der Steuersatz für sehr Reiche (Jahreseinkommen über 1,5 Millionen Euro) von 42,1 auf 33,7 Prozent gesunken. Der Steuersatz von Superreichen (Jahreseinkommen über 174 Millionen Euro) ist von 43,6 Prozent auf sage und schreibe 23,7 Prozent gesunken.“ (Seite 284)

Einkommen aus Arbeit wird im Vergleich zu leistungslosem Einkommen aus Kapitalerträgen rücksichtslos besteuert.

Der einzige Lichtblick:In Deutschland gibt es sogar eine Millionärsinitiative, die sich für eine Vermögensabgabe einsetzt, da sie der Ansicht ist, daß der Staat die Reichen zu sehr schont.

Vorteile ziehen aus unserem Finanzsystem also nur diejenigen, deren Zinseinnahmen die Zinszahlungen übertreffen. Je mehr das Vermögen bei den Profiteuren des Systems wächst, desto größer werden logischerweise bei der Verlierermehrheit die Zinslasten.
Der kontinuierliche Vermögenszuwachs der wenigen Reichen und Superreichen ist ausschließlich möglich dadurch, dass laufend den unteren und mittleren Schichten direkt oder indirekt Vermögen entzogen wird.“
(Seite 288f.)

Und zu Recht fragen die Autoren weiter und regen zum Nachdenken darüber an: „…wieso steigen Steuern und Abgaben kontinuierlich und warum werden Staatsausgaben, welche dem Gemeinwohl dienen, gekürzt – Zinszahlungen jedoch nicht?“

Unser Finanzsystem basiert auf dem Zinseszins, dies führt anfänglich langsam und später immer rasanter zu exponentiellem Wachstum. Der erworbene Zinsertrag wird stets neu mitkapitalisiert und zusätzlich verzinst. Ein schädlicher Nebeneffekt ist der Zwang zu stetem Wirtschaftswachstum, da das Geld ja Rendite abwerfen und sich vermehren soll. Die Begrenztheit natürlicher Rohstoffe wird dabei gerne ignoriert, schließlich zählen nur erfolgreiche Quartalszahlen und nicht die Nachhaltigkeit oder gar Enkeltauglichkeit der Finanzspekulationen.

Je mehr Schulden der Staat und auch die privaten Konsumenten machen, umso mehr werden wir alle direkt oder indirekt zu Sklaven des Zinseszinses. Eine maßlose Finanzoligarchie und ihre Profiteure enteignet uns, betreibt den Ausverkauf des Gemeinwohls und verwandelt unsere Demokratie schleichend in eine Finanzfeudalherrschaft.

Die Autoren listen im abschließenden Kapitel des vorliegenden Buches klar und plausibel auf welche Kapitalanlagen angesichts von Krisenzeiten noch sinnvoll sind und welche nicht. Sachwerte sind Trumpf: Gold und Silber bleiben werthaltig, wenn Buchgeld und Bargeld nur noch digitale Recheneinheiten und Konfetti sind.

Eine selbstgenutzte, schuldenfreie Immobile in guter Lage schützt vor Mietpreis-steigerungen, aber nicht vor möglichen Zwangsabgaben oder Grundsteuererhöhungen.

Auch Aktien, Aktienfonds, Bankguthaben, Sparbücher, Sparpläne, Kapitallebensversicherungen, Riester-Rente, Staatsanleihen und Immobilienfonds können Sie ungetrost abhaken.

Noch haben Sie die Gelegenheit, Ihre Papierwerte in Realgüter umzuwandeln und somit Ihr Erspartes in Sicherheit zu bringen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die größte Blase aller Zeiten – die Staatsanleihenblase – platzen wird. Kurz davor wird ein unvorstellbarer »Run« auf Realgüter stattfinden, und folglich werden die Preise explodieren.“
(Seite 328)

Nota bene: Geldscheine können sich in Scheingeld verwandeln!

 

Über die Autoren:

»Matthias Weik befasst sich seit über zehn Jahren eingehend mit der globalen Wirtschaft und ihren Finanzmärkten. Arbeits- und Studienaufenthalte in Südamerika, Asien und Australien ermöglichten ihm tiefe Einblicke in das Wirtschaftsleben fremder Nationen. In Deutschland war er für einen großen Automobilkonzern tätig. Gemeinsam mit Marc Friedrich hält Matthias Weik seit mehreren Jahren Seminare und Fachvorträge bei Unternehmen, an Universitäten, Fach- und Volkshochschulen.«

»Marc Friedrich studierte INTERNATIONALE BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE und beschäftigt sich intensiv mit der Wirtschaft und den Finanzmärkten. Während eines Aufenthalts in Argentinien erlebte er 2001 einen Staatsbankrott und dessen verheerende Folgen selbst mit. Mit Stationen in Großbritannien, der Schweiz und den USA sammelte er zahlreiche und wertvolle Arbeitserfahrungen

Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik:

http://www.Friedrich-Weik.de