Das Geheimnis der Bienen

  • Alles, was wir wissen sollten
  • Mit Anleitung zum gesunden Bienenstock
  • von Rob & Chelsea McFarland
  • Originaltitel: »Save The Bees With Natural Backyard Hives«
  • Aus dem Amerikanischen von Imke Brodersen
  • GOLDMANN Verlag   Mai 2017   www.goldmann-verlag.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenhfeftung
  • Format: 17 cm x 21 cm
  • 176 Seiten
  • ca. 80 farbige Fotos
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A), 20,50 sFr.
  • ISBN 978-3-442-17666-3

HONIGHANDWERK  &  BIENENPFLEGE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul  ©

Vom Gärtnern zum Imkern ist es manchmal nur ein kleiner Schritt. Rob & Chelsea McFarland nutzten ihren Biogarten gerne als natürlichen Ausgleich zum künstlichen Streß ihres Arbeitslebens in der Medien- und Technologiebranche. Und dann erschien eines Tages ein wilder Bienenschwarm in ihrem Garten.

Sie organisierten sich professionelle Hilfe beim örtlichen Imker. Der Schwarm wurde eingefangen und in einen Bienenstock übergesiedelt. Rob & Chelsea waren so fasziniert und begeistert von den Bienen – man spricht dabei auch gerne scherzhaft vom „Bienenfieber“-, daß sie Hobbyimker wurden und 2011 die Umweltschutzorganisation HoneyLove.org ( https://honeylove.org/ )   gründeten.

Zunächst entwickelten sie eine Medienkampagne und gründeten eine Bürgerinitiative, um die Bienenhaltung in Los Angeles zu legalisieren, denn in den USA ist es nicht in jeder Stadt erlaubt, zu imkern.

Liebe zu den Bienen, Naturverbundenheit und lebendige Neugier sowie Offenheit  für ergänzende neue und unverhoffte Erkenntnisse und Perspektiven sind der rote Faden, der erfreulich ansteckend durch dieses Einsteigerbuch für Freizeitimker führt.

Elf übersichtliche Kapitel mit ebenso schönen wie informativen Fotos vermitteln Grundlagenwissen über Biologie, Verhalten und Lebenszyklus der Bienen sowie über Bienenweiden, Pollen, Nektar, Bienenbrot und Sirup. Die materielle Ausrüstung des Imkers vom Schutzanzug über den Smoker bis zum Stockmeißel sowie zwei Sorten von Bienenstöcken – die Langstroth-Beute und die kenianische Oberträgerbeute – werden mit ihren jeweiligen Vorzügen dargestellt.

Ergänzend kommen Hinweise auf Standortkriterien für Bienenstöcke und Rettungs-maßnahmen bei Problemen mit Krankheiten und Parasiten hinzu sowie auf effektive Methoden angesichts aggressiver Bienen oder auf diplomatische Strategien angesichts überängstlicher Mitmenschen.

Vorbeugend weisen die Autoren darauf hin, daß man in der Nähe von Bienenstöcken keine Bananen essen sollte, da das Verteidigungspheromon der Bienen nach süßer Banane riecht – man könnte damit einen falschen Alarm mit einem echten Bienenangriff auslösen.

Zum Abschluß folgt ein Kapitel über die Werkzeuge und das bienenschonende Verfahren der Honiggewinnung, das von anschaulichen Schritt-für-Schritt-Fotos begleitet wird.

Ein Stichwortverzeichnis hilft beim gezielten Nachlesen zu Detailfragen. Außerdem empfehlen die Autoren ausdrücklich jedem angehenden Imker, sich erfahrene Imker als Mentoren zu suchen, da Bücherlesewissen nur durch praktische Erfahrung fruchtbar wird. Die Stärke und Lebenskraft der Bienen liegt in ihrem kommunikativen und arbeitsteiligen, sozialen Miteinander; das dürfte auch für Imker gültig und dienlich sein.

Hobbyimker können einen wertvollen Beitrag gegen das weltweite Bienensterben leisten, da sie ein vielfältiges Experimentierfeld für Imkern ohne Gifteinsatz „beackern“. Da sie nicht auf kommerziellen Ertrag angewiesen sind und mehr Honig für die Überwinterung ihrer Bienenvölker reservieren, entwickeln sich widerstandsfähigere Bienenvölker, die auch mit dem Varroamilbenbefall besser fertig werden.

Das Problem der chemischen Milbenbehandlung ist, daß die Milben durch Selektion immer stärker und resistenter werden und die Bienen immer schwächer. Bio-Imker versuchen durch eine künstliche Brutpause die Milbenvermehrung auszubremsen, da sich die Milben nur in den Brutzellen des Bienenstocks entwickeln können.

Die Autoren vertreten überzeugend und sachkundig aufklärend das Prinzip der behandlungsfreien Bienenhaltung, plädieren jedoch ausdrücklich für einen konstruktiv-informativen Austausch zwischen Bio-Imkern und konventionellen Imkern, da dem Erhalt der Bienenvölker mit besserwisserischer Engstirnigkeit nicht gedient sei.

„Das Geheimnis der Bienen“ bietet mit beflügelnder Bienenbegeisterung eine ganzheitliche Kombination aus fundiertem Fachwissen und praktischen Anleitungen zur naturverbundenen Bienenhaltung.

 

»In der Kunst des Imkerns ist die Beute die Leinwand, die Bienenpflege die Farbe und die Gesundheit der Bienen unser Kunstwerk. Die einzigen Kritiker, auf die ein Imker hören sollte, sind seine Bienen.«
(Seite 170)

Im Anhang finden sich Hinweise auf Webseiten zum Thema Imkern für den deutschsprachigen Raum, von denen ich nachfolgend eine Auswahl aufliste:

www.deutscherimkerbund.de
www.die-honigmacher.de

www.mellifera.de
www.bienenkiste.de
www.schwarmboerse.de
www.bienenweidekatalog-bw.de

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Paperback/Das-Geheimnis-der-Bienen/Rob-McFarland/Goldmann-TB/e507484.rhd

Die Autoren:

»Rob & Chelsea McFarland begannen ihren beruflichen Weg in der Medien- und Technologiebranche. Nachdem sich ein wilder Bienenschwarm in ihrem Garten niedergelassen hatte, entdeckten die beiden ihre Begeisterung für das Imkern. Sie gründeten 2011 die Umweltschutzorganisation HONEYLOVE, mit der sie Aufklärung betreiben und Menschen zur urbanen Bienenhaltung anregen möchten. Seitdem arbeiten sie und ihre Mitstreiter mit Begeisterung daran, einer neuen Generation von Imkern das Geheimnis der Bienen näherzubringen.«
Mehr Informationen auf: https://honeylove.org/

 

Querverweis:

Zum Thema Bienen und Mitweltschutz empfehle ich zusätzlich dringend das aufklärerische Büchlein von Ute Scheub: »Ackergifte? Nein danke! Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft«. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/12/ackergifte-nein-danke/

Wer anspruchsvolle Sachbuchlektüre braucht, findet bei Randolf Menzels und Matthias Eckholdts Buch „Die Intelligenz der Bienen“ ebenso faszinierenden wie hochkonzentrierten Wissensnektar. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/05/24/die-intelligenz-der-bienen/

Bienenperspektivisch ergänzend leseempfiehlt sich der Roman „Die Bienen“ von Laline Paul.
Dieser Roman ist ein speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/
Und Maja Lundes Roman „Die Geschichte der Bienen“. Dieser Roman hat das Potenzial, vielen Menschen fühlbar  und bewußtseinsbildend zu vermitteln, wie sehr unsere Existenz vom Bienenfleiß unzähliger Bestäuberinsekten abhängt. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/09/07/die-geschichte-der-bienen/

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Die Geschichte der Bienen

  • von Maja Lunde
  • Roman
  • Originaltitel: »Bienes Historie«
  • Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
  • btb Verlag März 2017    www.btb-verlag.de
  • gebunden
  • Schutzumschlag
  • 512 Seiten
  • Format: 12,5 x 20,00 cm
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A), 26,90 sFr.
  • ISBN 978-3-442-75684-1

B I E N E N E C H O

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Roman „Die Geschichte der Bienen“ hat das Potenzial, vielen Menschen fühlbar zu vermitteln, wie sehr unsere Existenz vom Bienenfleiß unzähliger Bestäuberinsekten abhängt.

Über einen Zeitraum von 150 Jahren erfahren wir von drei Familien, in deren Leben und Überleben Bienen eine schicksalhafte Rolle spielen.

Tao lebt im Jahr 2098 in China und arbeitet als Obstblütenbestäuberin. Es gibt seit dem weltweiten Bienenkollaps von 2045 keine Bienen mehr, und die damit verbundene Nahrungsmittelknappheit hat die Welt drastisch verändert; die Vormachtstellung Amerikas und Europas ist dahin, die Weltbevölkerung hat deutlich abgenommen. China hat sich als anpassungsfähiger an die neuen Umweltbedingungen erwiesen; dennoch herrscht auch in Taos Welt Mangel an Nahrung. Disziplin und durchorganisierte Verteilung ermöglichen das Überleben, Baumwolle ist ein Luxusartikel und das Internet nur noch eine Erinnerung.

Jeden Tag arbeitet Tao zwölf Stunden, einen Ruhetag gibt es nur alle paar Wochen, wenn die Obstplantagenpflichten erfüllt sind und die Arbeiter laut überregionalem Regierungskomitee-Beschluß eine solche Belohnung „verdient“ haben.

Mit äußerster Achtsamkeit – um keine wertvollen Äste abzubrechen – klettert Tao in die Birnbäume und bestäubt  mit einem feinen Federpinsel Blüte um Blüte um Blüte um Blüte um Blüte um Blüte um Blüte mit kostbarem Blütenstaub. Diese Arbeit erfordert großes feinmotorisches Geschick, und Tao gibt sich die größte Mühe, obwohl ihre Talente deutlich mehr im intellektuell-sprachlichen Bereich liegen und nicht im handwerklichen.

Sie freut sich auf den Feierabend, auf ihren Mann Kuan und ihren kleinen, dreijährigen Sohn Wei-Wen. Tao hofft, durch frühkindliche Förderung ihrem Kind eine andere Lebensperspektive eröffnen zu können, und unterrichtet ihn im Rahmen ihrer Möglichkeiten täglich eine Stunde. Verständlicherweise will Wei-Wen aber viel lieber spielen. Wie soll sie ihrem Kind auch begreiflich machen, daß es, wenn es keine herausragende  intellektuelle Begabung zeigt, bereits im Alter von acht Jahren unvermeidlich zum Blütenbestäuber ausgebildet werden wird? Die Sicherung der Ernährungsgrundlagen hat in Taos Welt Vorrang vor höherer Bildung.

An einem ihrer wenigen freien Tage veranstalten Tao und Kuan mit Wei-Wen ein kleines Ausflugs-Picknick, bei dem Wei-Wen einen dramatischen „Unfall“ erleidet, der das Leben und die Zukunft aller verändern wird …

William lebt im Jahr 1852 in England. Er ist eigentlich Naturforscher, jedoch erfordern seine familiären Verpflichtungen eine einträgliche Arbeit, und deshalb führt er ein Geschäft für Samenhandel. Er ist rundherum unglücklich mit seinem Dasein, mit dem Geschnatter zahlreicher Töchter, seinem schwierigen Verhältnis zum einzigen mütterlich-verwöhnten Sohn und dem Verlust seiner wissenschaftlichen Leidenschaft. Gerne würde William seinem Leben eine größere, übergeordnete Bedeutung geben und eine weltbewegende Entdeckung oder Erfindung machen.

Die Lektüre eines Buches über Bienen weckt seinen Forschergeist zu frischem Leben. Er will einen neuartigen Bienenstock entwickeln, der es ermöglicht, Honig zu ernten, ohne den Bienen und ihrer Brut Schaden zuzufügen. Außerdem solle der neue Bienenstock dem Imker besseren Einblick in den Zustand des Bienenvolks verschaffen.

Voller Eifer beobachtet William das Verhalten der Bienen, zeichnet begeistert Baupläne, experimentiert mit verschiedenen Bauweisen und erfindet einen Vorläufer der heute noch üblichen Magazinbeuten mit herausnehmbaren Wabenrahmen. William ist voller Vorfreude, träumt von einem Patent für die „William-Savage-Standardbeute“, von Ruhm und Reichtum. Indes, jeder Verbesserung und Verfeinerung, die ihm einfällt, kommen stets andere Forscher in anderen Ländern mit ihren Patentanmeldungen zuvor.

George lebt im Jahr 2007 in Amerika. Er ist Berufsimker und baut seine Magazinbeuten selbst, nach einem alten Bauplan, den eine Vorfahrin seiner Familie bei der Auswande-rung nach Amerika mitgebracht hat. Seinen imkerischen Erfolg führt er u.a. auf diese liebevoll-selbstgezimmerten Bienenstöcke zurück. Dennoch ist der finanzielle Ertrag der Imkerei bescheiden, und für Investitionen braucht George Bankkredite, die abbezahlt werden müssen.

Sein Sohn Thomas studiert und möchte gerne Journalist werden. George jedoch versteift sich stur darauf, daß sein Sohn die Familientradition der Imkerei fortsetzt. Dies führt zu familiären Spannungen und Differenzen.

Als jedoch Georges Bienenvölker über Nacht vom CCD („Colony Collapse Disorder“) befallen werden und fast alle Bienen verloren sind, kommt sein Sohn auf den Hof zurück und hilft seinem Vater zu retten, was noch zu retten ist. Im Jahr 2037 wird Thomas Savage ein visionäres Buch schreiben, das sein ganzes praktisches Wissen über Bienen bündelt. Ein Buch, das Tao ein halbes Jahrhundert später lesen wird …

Maja Lunde verbindet gekonnt die Erzählung zwischenmenschlicher Beziehungen und Entwicklungen mit der Vermittlung von Wissen über Bienen. Da alle Personen um das Thema Bienen kreisen, fließen bienenbezügliche Beobachtungen, Informationen und Reflexionen selbstverständlich in die Gespräche und Gedanken der Figuren ein.

Heute ist allgemein bekannt, daß unser aller Ernährung von der unermeßlichen Bestäubungsleistung der Honig- und Wildbienen sowie diverser weiterer Bestäuberinsekten abhängt. Es gibt viele gute und wissenswerte Sachbücher und Dokumentarfilme zu diesem Thema. Damit aber dieses Wissen vom Kopf ins Herz gelangt, ist ein Roman vielleicht besser oder massentauglicher geeignet, da dieses Wissen auf eine personalisierte Weise emotional dargestellt wird.

Spannung und Abwechslung entstehen in Maja Lundes Roman durch die regelmäßig zwischen den drei Zeitebenen abwechselnden Kapitel und deren subtilen Zusammen-hänge, die sich erst nach und nach offenbaren.

Die Beschreibung  von Taos Lebensbedingungen berührt ganz unmittelbar, sie ist die Figur mit der man beim Lesen am stärksten bangt und hofft.

Den lebensgefährlichen Einflußreichtum gewisser monopolistischer Chemie- und Saatgutkonzerne auf Gesetzgebung und landwirtschaftliche Gestaltung demokratischer Staaten sowie das damit verknüpfte Verharmlosungsmarketing bezüglich bienen-gefährdender Substanzen, hätte die Autorin nach meiner Einschätzung ruhig etwas deutlicher darstellen können. Sowohl bei Taos historischen Bienenrecherchen wie bei Georges gegenwartsnahem Erzählstrang wäre in dieser Hinsicht noch informativer Spielraum gewesen.

Möge die Tatsache, daß es „Die Geschichte der Bienen“ auf Platz eins der Bestsellerliste geschafft hat, davon zeugen, daß das Bewußtsein für die essentielle Bedeutung der Bienen in der Bevölkerung gewachsen ist.

Der aufwühlende, eindringliche und bittere Vorgeschmack auf eine Welt ohne Bienen, deren Bestäubungsleistung nur begrenzt und unzureichend durch menschliche Handarbeit ausgeglichen werden kann, dürfte Warnung genug sein, um hoffentlich noch die Weichen für eine Zukunft mit Bienen zu stellen.

Wenn alle Leser von „Die Geschichte der Bienen“ wortwörtlich vor der eigenen Haustür den Schritt vom Lesen zum Pflanzen nektarreicher Blumen und Kräuter beschritten, würde tatsächlich HOFFNUNG gesät.

Jede Biene und jede Blüte zählt …

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Geschichte-der-Bienen/Maja-Lunde/btb-Hardcover/e492023.rhd

 

Die Autorin:

»Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Sie ist eine bekannte Drehbuch- sowie Kinder- und Jugendbuchautorin. Die Geschichte der Bienen ist ihr erster Roman für Erwachsene, der zunächst national und schließlich auch international für Furore sorgte. Er stand monatelang auf der norwegischen Bestsellerliste und wurde mit dem Norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet.«

 

Querverweise:

Bienenperspektivisch ergänzend empfiehlt sich der Roman „Die Bienen“ von Laline Paul.
Dieser Roman ist ein speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/

Zum Thema Bienen und Mitweltschutz empfehle ich zusätzlich dringend das aufklärerische Büchlein von Ute Scheub: »Ackergifte? Nein danke! Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft«. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/12/ackergifte-nein-danke/

Wer anspruchsvolle Sachbuchlektüre braucht, findet bei Randolf Menzels und Matthias Eckholdts Buch „Die Intelligenz der Bienen“ ebenso faszinierenden wie hochkonzentrierten Wissensnektar.
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/05/24/die-intelligenz-der-bienen/

Und für alle, die nicht nur lesen, sondern auch konkret und konsequent bienenförderlich handeln möchten, empfehle ich von ganzem Herzen die überaus praktikablen botanischen Anregungen, die Almuth auf ihrer bienenfleißigen Webseite „Natur auf dem Balkon“ anschaulich (feine Fotos) und liebevoll (informativ-schwärmerische Texte) vorlebt.
https://naturaufdembalkon.wordpress.com/

Die Intelligenz der Bienen

  • Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können
  • von Randolf Menzel und Matthias Eckoldt
  • Albrecht Knaus Verlag   März 2016  www.knaus-verlag.de
  • gebunden, mit Schutzumschlag
  • 368 Seiten
  • 24,99 € (D), 25,70 € (A)
  • ISBN 978-3-8135-0665-5

BIENENFLEISSIGE  BIENENKUNDE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Zoologe und Neurobiologe Randolf Menzel hat sein Forscherleben den Bienen gewidmet und zusammen mit dem Schriftsteller und Rundfunkautor Matthias Eckoldt sein gesammeltes Bienenwissen in ein profundes populärwissenschaftliches Buch gepackt. In fünf Jahrzehnten Bienenforschung hat Randolf Menzel die Bienen innig kennengelernt und eine Fülle an neuen Erkenntnissen zu ihren erstaunlichen Fähigkeiten gewonnen.

Während der Lektüre ist man sowohl fasziniert und beeindruckt von den Bienen und ihren komplexen Wahrnehmungs-, Denk-, Kommunikations- und Verhaltensweisen als auch von den ausgeklügelten Experimenten und Mikromeßmethoden, die Randolf Menzel und seine Mitarbeiter für die Erforschung der Bienensinne und des nur etwa sandkornkleinen Bienengehirns entwickelt haben.

Die noch verhältnismäßig allgemein gehaltenen Informationen des ersten Kapitels dienen der einführenden Annäherung an die Biologie der Bienen und der Selbstreflexion der experimentellen Fragestellungen und Forschungsmethoden.

Das zweite Kapitel führt uns in den Aufbau des Bienengehirns ein, Kapitel drei bündelt das aktuelle Wissen über die sieben Sinne der Bienen, Kapitel vier vertieft neurologische Feinheiten über Lernvorgänge und Gedächtnisleistungen der Bienen und beschreibt komplexe neuronale Reaktionsketten, in Kapitel fünf erfahren wir Einzelheiten über die Navigation, Kommunikation und Organisation des Superorganismus des Bienenvolks, und Kapitel sechs befaßt sich mit Bienen und Umweltschutz und warnt eindringlich vor den massiven Gefahren durch Nervengifte in sogenannten Pflanzenschutzmitteln, die in der industriellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

Aus der Wissensfülle dieses Sachbuches kann ich nur kurze Streiflichter hervorheben:

Viele neue – und zum Teil vorherige Lehrmeinungen umstürzende – Entdeckungen wurden alleine dadurch möglich, daß den beforschten Bienen winzige Nummernschilder appliziert wurden. Erst so konnte man sie als Individuen im Schwarm identifizieren und ihren Lebenslauf, Lernvorgänge sowie ihr facettenreiches Verhalten in einem größeren zeitlichen und sozialen Zusammenhang beobachten und auswerten.

Bienen sehen die Welt anders als wir. Ihre Komplexaugen haben keine Rezeptoren für die Farbe Rot, nehmen jedoch ultraviolettes Licht sowie die Polarisation des Lichts wahr. Dies führt zu einer von uns Menschen abweichenden Farbwahrnehmung – so erscheint beispielsweise die Sonne in Bienenaugen grün, und der für uns einfarbig blaue Himmel weist für Bienen ein kontrastreiches Muster auf, das ihnen bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung hilft. Zusätzlich können sie das Erdmagnetfeld wahrnehmen und in ihre räumliche Zuordnung einbeziehen.

Ihr Geruchsvermögen ist äußerst präzise: »Bienen können Substanzen auseinander-halten, die sich chemisch in einem einzigen Kohlenstoffatom unterscheiden!« Und mit Hilfe ihres »topochemischen Sinns« können sie räumlich riechen. Dies dient der schnellen Nektarfindung und den organisatorischen Abläufen sowie der sozialen Duftnotenein-ordnung innerhalb des Bienenstocks.

Bienen vermitteln über den Schwänzeltanz nicht nur die Fluganweisung zu Nektarquellen, sondern auch die Lage von Wasser- und Harzstellen sowie von potenziellen neuen Niststellen. Die Bienen, die beim Schwänzeltanz in der zweiten Reihe stehen, können die getanzte Information über elektrostatische Felder, die von den Tänzerinnen ausgehen, ablesen.

Im Bienengehirn befindet sich eine Struktur, die wegen ihrer Form Pilzkörper genannt wird. Der Pilzkörper könnte – vergleichbar mit dem präfrontalen Kortex des menschlichen Hirns – »eine reflektierende Funktion im Bienenhirn« repräsentieren.

Bienen verfügen über Instinkt und Intelligenz, sie sind lernfähig, sie planen und treffen Entscheidungen, sie erkennen Muster und Regeln, und sie brauchen Schlaf, um Gelerntes im Gedächtnis zu verankern. Sie können eine kognitive Karte ihrer Umgebung erstellen und merken sich Landmarken. Dabei kombinieren sie egozentrische und allozentrische Navigationsaspekte. Bienen zeigen beim Schlafen Schwänzeltanzbewegungen, was zumindest die Vermutung nahe legt, daß sie träumen und ihren Tagesablauf neuronal rekapitulieren.

Apropos Pflanzenschutzmittel bzw. Pestizide: Neonicotinoide sind Gift fürs Gehirn! Neonicotinoide sind langlebig und haben chronische Wirkungen. Leider kommen sie immer noch in Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz und bereits wenige Nanogramm führen bei Bienen zu »massiven Schäden der Gedächtnisbildung und des Gedächtnisabrufs … und zur Einstellung des Schwänzeltanzes«. (Seite 325) Randolf Menzel hat dies beispielsweise in Lernexperimenten mit dem Neonicotinoid Thiacloprid nachgewiesen – bereits 64 Nanogramm (64 Millardstel Gramm!) führen zu den oben genannten neurologischen Schäden.

Menzel kritisiert die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (Julius-Kühn-Institut, Braunschweig), die das Sprühmittel »Calypso« (von Bayer CropScience), welches Thiacloprid enthält, als »nicht bienengefährlich« eingestuft hat, und fordert staatliche Prüfstellen mit juristischer Autorität, die von finanziellen Zuwendungen aus der Wirtschaft unabhängig sind.

Funktionierte unsere Gesellschaft wie ein Bienenstaat, dann wäre eine Entscheidung für partikuläre finanzielle Interessen auf Kosten der allgemeinen und natürlichen Lebensgrundlage unmöglich. »Der Superorganismus ist nicht über hierarchische Befehlsketten strukturiert, sondern organisiert sich durch permanente Rückkoppelung von Informationen selbst.« (Seite 293)

»Die Intelligenz der Bienen« ist eine in naturwissenschaftlicher Hinsicht anspruchsvolle Lektüre, bei der ich gelegentlich nur an die Schwelle des durchdringenden Verstehens kam – meine lückenhafte naturwissen- schaftliche Schulbildung ließ grüßen – gleichwohl habe ich viel und gerne über Bienen dazugelernt.

Zahlreiche anatomische Zeichnungen, Fotos sowie Graphiken und Dia- gramme zu Versuchsanordnungen illustrieren und bereichern den gehaltvollen Text. Die wissenschaftliche Stoffülle ist umfänglich und detailreich und verknüpft Wissen aus Anatomie, Biologie, Biochemie, Elektrophysiologie, Neurologie, Psychophysik und Verhaltensforschung zu einer hochkomplexen Darstellung der neurobiologischen Gegebenheiten der Bienen.

Was dieses bemerkenswerte Buch zusätzlich auszeichnet, ist eine Grundhaltung des Staunens und des achtungsvollen Respekts gegenüber Bienen, wie sie beispielsweise im folgenden Zitat zum Ausdruck kommt:

»So wird noch einmal besonders deutlich, dass jeder Organismus in einer anderen Wirklichkeit lebt und andere Bilder von der Welt konstruiert. Dass wir unsere menschlichen Wirklichkeitskonstruktionen für verbindlich halten und nur allzu gern mit der Welt selbst verwechseln, scheint aus dieser Perspektive ziemlich eitel.« (Seite 38)

„Die Intelligenz der Bienen“ ist ein ebenso anspruchsvolles wie faszinierendes Sachbuch und bietet hochkonzentrierten Wissensnektar für Bienenschwärmer.

 

Hier gibt es eine 3D-Darstellung des Bienengehirns:
http://www.neurobiologie.fu-berlin.de/beebrain/

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Intelligenz-der-Bienen/Randolf-Menzel/Knaus/e473541.rhd

 

Querverweise:

Zum Thema Bienen und Mitweltschutz empfehle ich zusätzlich dringend das Büchlein von
Ute Scheub: »Ackergifte? Nein danke! Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft«: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/12/ackergifte-nein-danke/

Wer es auch einmal belletristisch mit den Bienen versuchen möchte, möge an Laline Paulls Roman »Die Bienen« naschen. Dieser Roman ist ein speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/

Und für kindliche Bienenschwärmer kann ich noch das wunderbar illustrierte und bienenkundige großformatige Sachbilderbuch »Bienen« von Piotr Socha empfehlen:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/10/02/bienen/

 

Die Autoren:

»Randolf Menzel, 1940 in Marienbad geboren, beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit Bienen. Der Zoologe und Neurobiologe ist eine Autorität der tierischen Intelligenz-forschung, über 30 Jahre lang leitete er das Neurobiologische Institut der Freien Universität Berlin. Es kann auf eine Fülle spektakulärer Erfolge verweisen, dort gelang unter anderem erstmals die elektrophysiologische Ableitung von Sehneuronen im Bienengehirn und die weltweit erste Anwendung eines bildgebenden Verfahrens am lernenden Gehirn. Außerdem konnte der Leibniz-Preisträger die wohl im Tierreich einmalige Navigationsweise der Bienen aufklären. „Die Intelligenz der Bienen“ ist seine erste populäre Veröffentlichung.«

»Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenzen unserer Erkenntnis. Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.«

 

Bienen

  • Bilderbuch
  • Text und Illustrationen von Piotr Socha
  • Redaktionelle Mitarbeit und fachliche Beratung
  • von Wojciech Grajkowski
  • Originaltitel: „Pszczoty“
  • aus dem Polnischen von Thomas Weiler
  • Gerstenberg Verlag   Juni 2016    http://www.gerstenberg-verlag.de
  • Format: 27 x 37 cm
  • 80 Seiten
  • gebunden, Fadenheftung
  • 24,95 € (D), 25,70 € (A), 31,60 sFr.
  • ISBN 978-3-8369-5915-5
  • ab 5 Jahren
    BIENEN Titelbild

EIN  BILDERBUCH  ZUM  SCHWÄRMEN

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Selten findet man einen so vielseitigen, ganzheitlichen und humorvollen Umgang mit einem naturwissenschaftlichen Thema wie im vorliegenden Sachbilderbuch „Bienen“ des Illustrators Piotr Socha. Man merkt Text und Zeichnungen die Liebe und Begeisterung für das Fachgebiet an – schließlich ist Piotr Socha der Sohn eines Imkers, und er ist mit Bienen sozusagen groß geworden.

Auf 36 Bildtafeln, die dank des großzügigen Folioformats des Buches auch viele Feinheiten sichtbar machen, wird das Leben der Bienen umfassend dargestellt. Die kurzen Textabschnitte bieten konzentriertes Fachwissen, das kindgerecht aufbereitet wird und in einem heiteren Plauderton vieles Wissens- und Bemerkenswerte rund um das Thema Bienen vermittelt.

Wir erfahren von der evolutionären Beziehung und Entwicklung zwischen Bienen und Blüten und wie die Bienen sich auf vegetarische Ernährung spezialisierten.

Der Körperbau der Bienen und ihre körperlichen Fähigkeiten kommen ebenso zu Wort und Bild wie die „familiäre“ Organisation des Bienenvolkes, die Fortpflanzung und Brutaufzucht, die Honigherstellung, die kluge Vorratshaltung, die faszinierende Kommunikation über Rund- und Schwänzeltänze sowie die unermeßlich wertvolle Bestäubungsleistung der fleißigen Bienen.

Bienenstockinnenleben

Illustration von Piotr Socha © Gerstenberg Verlag 2016

Nach einem Abstecher zur Bionik und zur Stabilität des Wabenbaus lernen wir zahlreiche Früchte und Gemüsesorten kennen, die wir der Bestäubung durch Bienen verdanken – übrigens gehören auch Kaffeebohnen und Baumwolle zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, deren Ernte ohne Bienen ziemlich mager ausfallen würden.

Ein historischer Schlenker in die Steinzeit zeigt Höhlenzeichnungen, auf denen Menschen offenbar Wildbienennester ausbeuten. Die alten Ägypter hingegen pflegten bereits vor 4000 Jahren die Imkerei und nutzten Honig auch schon medizinisch zur Wundbehandlung. Weitere historische Schlenker streifen die Bedeutung von Bienen und Honig in der klassischen griechischen Antike, bei den alten Römern und den vorchristlichen Slawen.

Napoleon Bonaparte ersetzte die bourbonischen Lilien auf Wappen, Siegeln, Standarten und öffentlichen Gebäuden durch Bienen und ließ die Krönungsmäntel für sich und seine Kaiserin Joséphine mit goldenen Bienen besticken.

Bienen mit Bär

Illustration von Piotr Socha © Gerstenberg Verlag 2016

Von der Zeidlerei, der Waldbienenzucht, und den strengen Strafen für Honigraub, welche die Zeidlergerichte – gegen Menschen und Bären – verhängen durften, geht es weiter zur gegenwärtigen Imkerei mit allem dazugehörigen Handwerkszeug.

Bienenkorbdieb

Illustration von Piotr Socha © Gerstenberg Verlag 2016

Außerdem wird eine Vielzahl von Bienenbeuten – so heißen die unterschiedlichen Behausungen, die Imker den Bienen zum Bezug anbieten – gezeigt. Es gibt Bienenkörbe, Tongefäße, mit Stroh umwickelte, hohle Baumstämme, hölzerne Fässer und Kisten bis hin zu modernen Magazinbeuten mit herausnehmbaren Wabenrähmchen…

Die mobile Imkerei, die auf Bestellung Orangen- und Mandelblütenplantagen in den USA mit Bienenbestäubungsfleiß versorgt, befindet sich im interessanten Kontrast zur lebensgefährlichen Honigernte in Südostasien, bei der sogenannte Honigjäger hohe Berghänge und Felsen mit Seilen und Strickleitern erklimmen müssen, um die Waben  der asiatischen Riesenhonigbienen zu erreichen, die hinter einer mehrschichtigen Hülle aus angriffslustigen Bienen verborgen sind.

Vorgestellt werden außerdem Trachtpflanzen, die besonders viel Nektar produzieren, Honigsorten, Honiggebäck (mit Rezepten) und Bienenfeinde von tierisch bis umweltgiftig. Bienensterben und Blütenbestäubung durch menschliche Handarbeit (China) sowie die neumodische innerstädtische Stadtimkerei auf Dächern und Balkonen werden ebenso thematisiert wie die besten Hausmittel zur Behandlung von Bienenstichen.

Die kunterbunten Illustrationen in diesem Bienen-Sachbilderbuch sind eine wahre Augenweide: naturwissenschaftlich stilisiert mit einer schelmischen zeichnerischen Verspieltheit, die der Anschaulichkeit und Untermalung der Textinformationen vortrefflich dient.

Die Bildtafeln laden große und kleine Leser zu freudiger Entdeckerlust ein und vermitteln eine einfühlsame und multiperspektivische Betrachtungsweise der für uns Menschen so ernährungsrelevanten fleißigen Bestäuber und Honigproduzenten.

Bienengestalt

Illustration von Piotr Socha © Gerstenberg Verlag 2016

Der Autor und Illustrator:

»Piotr Socha, geboren 1966, wuchs als Sohn eines Imkers mit Bienen auf. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau betätigte er sich als Illustrator für diverse bekannte polnische Zeitungen und Zeitschriften und illustrierte zahlreiche Bücher. Heute ist er einer der beliebtesten Cartoonisten Polens.«

 

Querverweis:

Ergänzend – für ältere Leser – empfehle ich den Roman „Die Bienen“ von Laline Paull: „Die Bienen“ ist ein faszinierender, speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien: Spannend, voller Lebensgefahren und tapferer Kämpfe wie ein Abenteuerroman, komplexe, beziehungsdynamische Verhältnisse wie in einer Familiengeschichte, berührend, gefühlvoll und sinnlich wie eine Liebesgeschichte und dabei betörend-duftbetont und auch mit einigen Prisen Humor bestäubt.

Hier entlang zur vollständigen Rezension:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/

Die Bienen

  • Roman
  • Laline Paull
  • Originaltitel: The Bees
  • Aus dem Englischen von Hannes Riffel
  • Lizenz: Klett Cotta Verlag
  • Taschenbuch Droemer Knaur Verlag  Januar 2016    www.droemer-knaur.de
  • 352 Seiten
  • 9,99 € (D), 10,30 € (A)
  • ISBN 978-3-426-30478-5
    9783426304785

MIT  BIENEN  AUF  NEKTARFÜHLUNG

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Die Bienen“ ist eine abenteuerliche Lebens- und Liebesgeschichte der etwas anderen Art.

Wir befinden uns hier in einem streng organisierten Matriarchat: Alles dreht sich um die Bienenkönigin, die als göttliche Mutter verehrt wird und das Überleben des Schwarmes lenkt. Beim Lenken wird sie von der Sippe der Melissen, welche die Priesterinnen-Kaste bilden, unterstützt. Jede Biene gehört zu einer Sippe mit unterschiedlich spezialisierten Aufgaben und entsprechendem Blumennamen. Die Karden kümmern sich um die Brut, die tapferen Disteln bewachen den Eingang und die Landebahn des Bienenstocks, und die Floras entfernen Schmutz, Abfall und Leichen. 

Flora 717 ist eine Säuberungsbiene. Schon gleich nach dem Schlupf aus der Larvenwabe fällt sie wegen ihrer ungewöhnlichen Größe auf. Sie ist zwar nur eine Hygienebiene, und diese haben einen niederen Rang im Bienenstock, aber Schwester Salbei, eine Biene, die zur Kaste der Priesterinnen gehört, möchte ein Experiment mit ihr wagen und nimmt sie mit zur Kinderstation. Es stellt sich heraus, daß Flora Fähigkeiten besitzt, die bei den Mitgliedern ihrer Sippe normalerweise nicht vorhanden sind.

Eine Weile darf sie die Schlüpflinge füttern, was eine ehrenvolle Aufgabe ist, zumal sich die Kinderstation in der Nähe der Gemächer der Bienenkönigin befindet und die aromatische Liebesaura der Königin hier besonders stark ist. Wenn Flora diesen königlichen Duft einatmet, weiß sie sich geliebt, und der Dienst für das Wohl des Schwarms ist ihr absolut selbstverständlich: „Arbeiten, gehorchen, dienen.“

Doch Flora fällt in Ungnade, als sie den Befehl, eine mißgebildete Larve zu töten, nicht befolgt, sondern sogar versucht, das „Larvenkind“ zu beschützen. Flora 717 wird zu ihrer Sippe geschickt und dient nun als Säuberungsbiene.

Bei einem Wespenangriff auf den Stock kämpft Flora 717 so tapfer gegen den Feind, daß ihr eine Audienz bei der Bienenkönigin gewährt wird, und sie Einblick in die „Bibliothek“ nehmen darf, in der die Geschichte des Schwarms auf Wachstafelbildern chiffriert festgehalten ist.

Der Sommer ist ungewöhnlich kalt und verregnet, und Nektar und Blütenpollen werden knapp. Flora 717 darf mit den Sammlerinnen den Stock verlassen und auf Nahrungs-suche fliegen. Entzückt folgt sie dem Duft der Blüten und lernt ihre Eigenheiten kennen. Eine sterbende Sammlerin, Lilie 500, vererbt Flora ihre gesammelten Blumen- und Geländekenntnisse, indem sie sie über ihre Fühlerantennen überträgt, Kenntnisse, die Flora 717 sehr dabei helfen, auch entlegene Nahrungsquellen ausfindig zu machen und die Vorratskammern des Schwarms zu füllen.

Das Sakrament der Geburt steht alleine der Königin zu; keine Biene käme auf den Gedanken dies in Frage zu stellen und ein Ei zu legen. Doch es kommt immer häufiger zu Krankheiten und Todesfällen bei den Larven, und die heilsame und schwarmverbindende Ausstrahlungskraft der Königin läßt nach.

Flora 717 geschieht es einfach, daß sie ein Ei „gebiert“ und kaum ist es da, erwachen ihre Mutterinstinkte und übertönen sogar ihr Schwarmbewußtsein. Sie versucht ihr Kind zu retten, und letzten Endes ist ihre Tochter sogar die Rettung für den Schwarm; aber dies ist noch eine lange und aufregende Geschichte, die ich hier nicht aussummen werde…

Dieser Roman transportiert uns in eine ebenso fremde wie vertraute Welt. Die Autorin überträgt das biologische Verhalten der Bienen auf eine zwischenmenschliche Gefühlsebene, die es uns leicht macht, uns auf Flora 717 einzulassen. Dichterische Freiheit erlaubt es, die Bienen in Worten sprechen zu lassen; zugleich wird aber auch ausführlich und sehr poetisch die bienenspezifische Kommunikation und Orientierung über Duftsignale, Frequenzen, Vibrationen, Magnetfelder und Schwänzeltänze beschrieben, ja, fast erlebbar gemacht.

Und wenn die Sammlerbienen von grünen Wüsten und fremdartigen, sterilen Blüten berichten, in denen kein Nektar vorkommt, weiß man, daß sie von sterilen Monokulturen sprechen. Und wenn sie ergiebige Nektar- und Pollenpflanzen beschreiben, spürt man ihre Liebe für Blüten und Blumen.

Die hierarchische Struktur des Bienenstocks, das religiöse Verhältnis zur Allmutter Bienenkönigin und die instinktive schwesterliche Verbundenheit und hingebungsvolle Opferbereitschaft zum Wohle des Schwarmüberlebens bringt die Autorin durch den abgestuften Einsatz des Pluralis Majestatis, des Ihrzens, Siezens und Duzens sowie durch würdevolle Anreden und Redewendungen zum Ausdruck.

So ist eine geläufige Abschiedsformel für sterbende Bienen: „Sterbet, ach, mit Würde, Schwestern.“ Und die Drohnen werden mit Knicks und „Ehre Eurer Männlichkeit!“ begrüßt. Das schönste Wort und ein beliebter Gruß in der Bienensprache ist „Frühling“.

Außerdem beten die Bienen ein „Mutter unser“, das mit folgenden Worten beginnt: „Unsere Mutter, die du in den Wehen liegst, gesegnet sei dein Schoß, deine Hochzeit geschehe, dein Königreich komme …“

„Die Bienen“ ist ein faszinierender, speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien: Spannend, voller Lebens-gefahren und tapferer Kämpfe wie ein Abenteuerroman, komplexe, beziehungsdynamische Verhältnisse wie in einer Familiengeschichte, berührend, gefühlvoll und sinnlich wie eine Liebesgeschichte und dabei betörend-duftbetont und auch mit einigen Prisen Humor bestäubt.

Mit Sicherheit werden Sie durch die Lesebekanntschaft mit Flora 717 den nächsten Honig mit größerer Demut und Dankbarkeit naschen.

Hier geht es zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.droemer-knaur.de/buch/8572329/die-bienen

Die Autorin:

»Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. Die Bienen ist ihr Debütroman.«

Querverweis:

Dieser Roman ergänzt sich gut mit dem lebendig erzählten Sachbuch über Hummeln von Dave Goulson »Und sie fliegt doch«: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/08/09/und-sie-fliegt-doch/

Und sie fliegt doch

  • Eine kurze Geschichte der Hummel
  • von Dave Goulson
  • Originaltitel: »A Sting in the Tale«
  • Übersetzung aus dem Englischen
  • von Sabine Hübner
  • Hanser Verlag    Juli 2014        http://www.hanser-literaturverlage.de
  • gebunden, mit Schutzumschlag
  • 320 Seiten
  • ISBN 978-3-446-44039-5
  • 19,90 €
  • ePUB-Format 15,99 €
  • ISBN 978-3-446-44067-8
    Goulson_FliegenDoch_125x205_P05.indd

DER  HUMMELFLÜSTERER

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Zwar bin ich keine Biologin, sondern Buchhändlerin, habe aber schon als Kind gerne Hummeln gestreichelt und tue dies auch heute noch. Außerdem liebe ich es, wenn Erscheinungsformen der Natur sogenannten naturwissenschaftlichen Gesetzen trotzen. Denn nach den bisherigen Erkenntnissen der Aerodynamik ist die Flügelfläche der Hummel zu klein im Verhältnis zu Körpergröße und Gewicht, um fliegen zu können. Aber sie fliegt ganz offensichtlich dennoch, und das gefällt mir außerordentlich gut. Daher ist auch der deutsche Titel des vorliegenden Sachbuches „Und sie fliegt doch“ eine schöne, doppeldeutige und geistreiche Anspielung, auf die ich sofort geflogen bin.

Aus dem Prolog zum Buch erfahren wir, daß der Autor ebenfalls schon als Kind von Hummeln fasziniert war. Er verbrachte seine Kindheit in einem Dörfchen bei Shropshire und pflanzte im elterlichen Garten Lavendel, Katzenminze, Salweide und Sommerflieder, um Hummeln und Schmetterlingen ein attraktives Büfett zu bieten, und Geißblatt, um Nachtfalter anzulocken. Sein lebhaftes Interesse für Insekten verband sich natürlicherweise mit dem lebhaften Interesse für Pflanzen.

Eine inspirierende Grundschullehrerin, die nicht mit praktischen Naturerfahrungen geizte, sowie sehr tolerante Eltern, die die unterschiedlichsten geglückten und mißglückten Tierrettungs- und Erforschungsmaßnahmen mit großer Nachsicht duldeten, waren fördernde und anregende Voraussetzungen für ein späteres Biologiestudium.

Dave Goulson wurde der führende Hummelforscher Englands und gründete im Jahr 2006 den Bumblebee Conservation Trust“ (BBCT), eine Stiftung zur Rettung der Hummeln. Diese Stiftung schafft in Zusammenarbeit mit Bauern, Kommunen und Gärtnern neue Habitate für Hummeln, verbreitet eine Informationsbroschüre zur hummelfreundlichen Gartengestaltung, verteilt Wildblumensamen, organisiert Hummel-Bestimmungs-Spaziergänge und betreibt zusätzliche Aufklärungsarbeit auf Gartenschauen und in Grundschulen.

Denn die Rettung dieses pummeligen Insekts ist notwendig, und dies erläutert der Autor auf eine so einleuchtende und ganzheitliche, ja, BEWUSSTSEINSBILDENDE Weise, daß man Landwirtschaft, Pflanzen, Hummeln und menschliche Einflußnahmen mit neuen Augen sieht.

Zunächst ein kurzer historischer Rückblick: Bevor es Kunstdünger, Insektizide und Co. sowie Benzinmotoren gab, waren Pferde ein wesentlicher Bestandteil der Landwirtschaft. Um die Arbeitskraft der Pferde zu erhalten, bauten die Bauern Klee an, der eine beliebte Futterpflanze für Pferde ist; und, um im Winter genug Futter für Vieh und Pferde zu haben, wurden Heuwiesen angelegt, die nur ein bis zweimal jährlich gemäht wurden.

Auf diesen nährstoffarmen Böden gediehen Wildblumen gut, „besonders jene mit symbiotischen Wurzelbakterien, die Stickstoff aus der Luft banden“ (Seite 31), also Pflanzen aus der Familie der Leguminosen. Bienen und Hummeln fanden bei diesen Pflanzen nahrhafte Pollen und Nektar, bestäubten aber auch die Nutzpflanzen, die auf den nahegelegenen fruchtbaren Böden angebaut wurden.

Die fruchtbaren Böden wurden jahrhundertelang durch die abwechselnden Fruchtfolgen der Drei- und Vierfelderwirtschaft gewonnen und lebendig erhalten.

Die Erfindung des Verbrennungsmotors machte die Pferde als Arbeitskraft überflüssig, künstliche, stickstoffbasierte Düngemittel erhöhten die Ernteerträge, die Felderwirtschaft wurde scheinbar überflüssig und Kleewiesen sowieso, da Pferde keine Rolle mehr spielten. Da auch die Heuwiesen künstlich gedüngt wurden, verschwanden fast alle Wildblumen, zumal durch die Möglichkeit, Winterfutter durch Ensilage zu gewinnen, die Heuwiesen auch viel häufiger als früher gemäht wurden.

Das Thema DDT und den zunehmenden monokulturellen Strukturwandel der Landwirtschaft lasse ich hier aus. Kurz: Es sah ganz schlecht aus für die Habitate und Überlebensbedingungen der britischen Hummeln, und die Erdbauhummel war bereits ausgestorben.

Langsam setzt jedoch ein Umdenken ein, und inzwischen bekommen die britischen Bauern staatliche Unterstützung dafür, wieder blühende Hecken zu pflanzen und Wildblumenwiesen anzulegen. Dave Goulson versuchte, die Erdbauhummel aus Neuseeland zu „reimportieren“, denn die im 19.Jahrhundert dorthin „ausgewanderten“ Hummeln gedeihen dort nach wie vor – dank ausgedehnter Rotkleefelder.

Aus der überquellenden Wissensfülle dieses wunderbaren Buches kann ich hier nur wenige kleine Appetitanreger servieren.

Hummeln sind sehr relevante Bestäuber zahlreicher menschlicher Nahrungspflanzen. So können z.B. Tomaten und Paprikablüten nur durch Vibrationsbestäubung befruchtet werden, eine Technik, die von den Hummeln besonders gut beherrscht wird.

Faszinierend und auch noch nicht ganz ausgeforscht ist die Fähigkeit der Hummel zu „erriechen“, ob sich zuvor eine andere Hummel oder ein anderes nektarsaugendes Insekt an einer Blüte gütlich getan hat. Denn sie wählen nachweislich d i e Blüte, die Nektar enthält.

Zwischen verschiedenen Pflanzenarten gibt es große Unterschiede darin, wie schnell die Blüte wieder mit Nektar befüllt wird: Borretschblüten brauchen dafür nur zwei Minuten, während Beinwellblüten 40 Minuten brauchen und Hornklee 24 Stunden. Hummeln wissen und erkennen das und können dadurch effizienter Nektar sammeln.

Es gibt auch Hummeln, die schummeln: Wenn der Saugrüssel zu kurz ist, um einen tiefkelchig verborgenen Nektarvorrat zu erreichen, beißt die Hummel seitlich ein Loch in die Blüte und begeht den sogenannten „Nektarraub“.

Hummeln sind nicht kaltblütig, sondern sie haben eine durchschnittliche Körpertemperatur von 35° C und verfügen über eine sehr komplexe Art der Wärmeregulierung, und ihr Pelz dient tatsächlich der Wärmeisolierung.

Der Autor zieht interessante Parallelen zwischen der evolutionären Entwicklung von Bienen und Hummeln aus vegetarischen Abkömmlingen von Wespen und menschlichen Vegetariern und Veganern. Letztere nutzen zur Deckung ihres Proteinbedarfs bevorzugt Hülsenfrüchte (Leguminosen), deren Blüten wiederum besonders proteinreiche Pollen enthalten, die von Bienen und Hummeln bevorzugt gesammelt und an die Brut verfüttert werden.

Hummelköniginnen halten bis zu sieben Monate Winterschlaf. Wenn sie im Frühjahr aus ihrem unterirdischen Schlafplatz hervorkrabbeln, sind sie ausgehungert, und wenn nicht genug Nektarpflanzen zur Verfügung stehen, haben sie ein lebensbedrohliches Problem. Wenn man in dieser Jahreszeit eine erschöpfte Hummel auf dem Boden kriechen sieht, kann man sie mit verdünntem Honig füttern und stärken.

Honig mit etwas Wasser verdünnt, sollte man auf einem kleinen Löffel

oder Kronkorken möglichst so anbieten, daß die Hummel nicht in die Flüssigkeit plumpst, sondern nur ihren Saugrüssel eintunken und sich stärken kann.

Dave Goulson gibt sein Wissen und seine Begeisterung in einem heiteren, kompakt-informativen Tonfall wieder. Er ERZÄHLT lebendig und engagiert von der akribischen Hummelerforschung, dem jährlichen Lebenszyklus der Hummel, ihren „Familienverhältnissen“ und von natürlichen und unnatürlichen Feinden der Hummel sowie von ihrem bemerkenswerten Orientierungssinn.

Voller Bewunderung für die erstaunlichen Fähigkeiten der Hummeln und voll demütiger Dankbarkeit für die unermeßliche ökologische Dienstleistung, die diese Geschöpfe für die menschliche Ernährung erbringen, setzt der Autor sich dafür ein, neue Lebensräume für Hummeln zu schaffen.

„Naturschutz sollte man nicht einfach anderen überlassen.“ (Seite 294), meint Dave Goulson und regt jeden dazu an, einen Beitrag zu leisten und im eigenen Garten und auf Balkon oder Terrasse hummelfreundliche Nektarpflanzen (Aklelei, Beinwell, Fingerhut, Lavendel, Lupinen, Natternkopf, Stockrosen, Skabiosen…) sowie klassische Kräuter (Oregano, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian …) zu kultivieren.

„Und sie fliegt doch“ ist ein höchst wissenswertes, lehrreiches Buch von ansteckender Faszination und inspirierender Naturverbundenheit.

„Wenn wir heute lernen, wie man eine Hummel rettet, können wir morgen vielleicht die Welt retten!“
(Seite 311)

 

PS:
Bücher können Leben retten: Wenige Stunden nachdem ich das vorliegende Buch ausgelesen hatte (Anfang Mai), fand ich eine geschwächte Hummel auf meiner Türschwelle und wußte, was ich zu tun hatte, um ihr zu helfen. Ich verdünnte in einem Teelöffel etwas Honig mit Wasser, ließ die ermattete Hummel auf meine Hand krabbeln und hielt ihr den Löffeln so hin, daß sie ihren Saugrüssel eintunken konnte. Entzückt beobachtete ich, wie sie aus dem Rüssel eine sehr bewegliche winzige Zunge ausfuhr und offensichtlich trank und nach einer Weile gestärkt von dannen flog.

Der Autor:

»Dave Goulson ist Hummelforscher und einer von Englands bekanntesten Naturschützern. Er ist der Gründer des Bumblebee Conservation Trust. 2013 gewann er den Marsh Prize for Conservation Biology der Zoological Society of London. Sein Sunday Times Bestseller „A Sting in the Tale“ stand auf der Shortlist des Samuel Johnson Prize, des renommiertesten Sachbuchpreises Großbritanniens.«    www.sussex.ac.uk/lifesci/goulsonlab

 

QUERVERWEIS:

Hier ist noch eine sehr informative, naturschützliche und umfängliche Webseite zum Thema Bienen, Hornissen, Hummeln und Wespen:
https://beekarma.wordpress.com

Und hier findet sich noch ein sehr empathischer Bienenroman: Laline Paull: Die Bienen
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/