Kochbuch für den großen alten Mann

  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Verlag edition momente, September 2019 www.edition-momente.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 132 Seiten
  • Lesebändchen
  • 20,00 €, 28,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-6003-3

K O C H N A C H H I L F E

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Nachdem Sybil Gräfin Schönfeldts „Kochbuch für die kleine alte Frau“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/14/kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau/ recht erfolgreich an die Frau gebracht wurde, kommen nun im Folgeband auch die alleinstehenden Männer in den Genuß einer solchen Kochnachhilfe.

Fast jeder kennt Beispiele von geschiedenen oder verwitweten Männern, die zwar des üppigen Essens kundig sind, aber von Kochen und Backen nicht den Hauch einer Ahnung haben, und dann alleinstehend je nach Finanzkraft in Imbissen, Kantinen oder Restau-rants zu Stammgästen werden oder zu Dosenköchen degenerieren. Wenn solche Manns-bilder das Glück haben, mit Sybil Gräfin Schönfeldt befreundet oder verwandt zu sein, bleibt ihnen dieses traurige Schicksal indes erspart, denn sie nimmt sie unter ihre koch-erfahrenen Fittiche und leitet sie persönlich, postalisch oder telefonisch zum Kochen und Backen an. Für alle anderen Männer gibt es nun das „Kochbuch für den großen alten Mann“.

Hier schöpft die Autorin wieder aus dem überlieferten familiären Rezepte-Fundus und serviert u.a. Frühstücks-Mehlsuppe, Kreolische Tomaten, Gelegtes Kraut, Gesottenes Rindfleisch, Meerrettich-Sauce, Kaiserschmarren, Apfel- und Zwetschgenröster, Goethes Obsttorte, Spinatsalat mit Pilzen, Mohrrübensuppe, Bunter Fisch, Toast Monsieur Henry, Karamell-Kardamom-Toast, Huhn in Wermut, Apfelpfannkuchen, Heidesand, Andere Zimtsterne, Gefüllte Paprikaschoten, Brot-Tomaten-Gemüse, Zwetschgenkuchen, Waldorfsalat, Schmelzkartoffeln, Schmortopf Mont Ventoux und Pastors Hackbraten.

Ergänzt werden die einfachen Rezepte um praktische Regeln zur organisatorischen Vorbereitung aller Zutaten und um Vorratshaltungstipps sowie küchenhandwerkliche Anleitungen, beispielsweise zum Zwiebelwürfeln, oder um Erklärungen zum nicht unwesentlichen Unterschied zwischen Dünsten und Schmoren.

Wie bereits im Vorgängerband sind die Rezepte in den erzählerischen Rahmen lebens-läufiger Kocherfahrungen eingebettet, kombiniert mit berührenden familiär- und freundschaftlich-zwischenmenschlichen Erinnerungen Sybil Gräfin Schönfeldts.

Neben den schmackhaften inneren Werten ist das „Kochbuch für den großen alten Mann“ auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Das fadengeheftete Buch hat ein handliches Format und ein farblich harmonierendes Lesebändchen. Die Schrift- größe ist leseangenehm, die Rezepte heben sich durch Fettdruck hervor, und die dezente graphische Gestaltung von Titelbild und Vorsatzblättern trägt die unverkenn- bare „Handschrift“ des edition-momente-Hausgraphikers Max Bartholl, augenzwinkernd ergänzt um eine Zeichnung von Jutta Bauer.

Fotografien hat dieses Kochbuch ebenfalls nicht nötig, denn Sybil Gräfin Schönfeldts Schreibstil ist lebendig, sinnlich-kulinarisch und wahrlich köstlich genug, um auch Kochmuffel zum Kochen zu bewegen. 

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-kochbuch-fuer-den-grossen-alten-mann.html

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und veröffentlichte seit den 1960er Jahren zahlreiche Kochbücher, zuletzt das Kochbuch für die kleine alte Frau (2018) sowie literarische Kochbücher über Goethe, Fontane, Thomas Mann u. a. und übersetzte Kinderliteratur. Sie war mit Astrid Lindgren befreundet. Sie lebt in Hamburg, hat zwei Söhne und ist seit zehn Jahren Witwe.«

Querverweis:

Hier entlang zur weiblichen Kochbuchergänzung „Kochbuch für die kleine alte Frau“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/14/kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau/

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Kochbuch für die kleine alte Frau

  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Verlag edition momente, September 2018 www.edition-momente.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 128 Seiten
  • mit Lesebändchen
  • 20,00 €, 28,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-6001-9

K Ü C H E N L E B E N S L A U F

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Aus dem „Kochbuch für die kleine alte Frau“ steigen beim Lesen nicht nur die Aromen köstlicher Gewürze, Kräuter und Speisen auf, sondern auch ein sympathisch-nostal- gischer Duft vergangener Zeiten und die Herzenswärme einer guten Gastgeberin.

Dieses Kochbuch wartet mit einer übersichtlichen Anzahl erprobter und weitgehend unkomplizierter Gerichte auf, die – eingebettet in den abwechslungsreichen Reigen persönlicher, kulinarischer Erinnerungen Sybil Gräfin Schönfeldts – serviert werden.  So gibt die Autorin den ererbten, handgeschriebenen familiären Kochbüchern und einigen „historischen“ Küchenwerkzeugen sowie ihrem alten, knarzenden Holzküchenschrank ebenso die Ehre wie den Persönlichkeiten lieber Ahnen mit ihren überlieferten Kochkünsten und Rezepten.

Der Anlaß, dieses Kochbuch zu verfassen, war die Suche nach alltagstauglichen und gleichwohl genüßlichen Rezepten für alleinstehende Menschen. Die Autorin verwandelt Rezepte aus ihrem vielfältigen, internationalen Familienrezepte-Fundus in Rezepte für eine Person und macht alleine schon durch die sinnlich-anschauliche, erzählerische Darstellung Appetit und Lust aufs Kochen und Schmausen. Sie betont mehrfach, wie wichtig es sei, sich auch als Witwe und trotz Trauer, Verlust und eventueller Appetit-losigkeit aufmerksam um die eigene Ernährung zu kümmern und sich – gewissermaßen als Einladung zur Lebensfreude – an die lohnende Arbeit des Für-sich-alleine-Kochens zu machen. Gelegentliche Gäste sind ja durchaus nicht ausgeschlossen, und dann hat sich die Tapferkeit des weiterhin kultivierten Kochens auch für diese lieben Mitesser gelohnt.

Auf einige verheißungsvolle Backrezepte (Sandtorte, Apfelkuchen, Mandeltorte, Zitro- nentorte) folgen Rezepte für Reisgerichte, Kartoffeln, Möhren und Nudelspeisen, Heringssalate, Varianten warmen Frühstücksbreis, ein origineller und je nach Jahres- zeitenangebot veränderlicher Salat aus der Pfanne, Hühnerfleischrezepte, Gemüseein- töpfe, Quarkspeisen, Obstsalate, Schokoladendesserts und Rote Grütze auf Hamburger Art. Außerdem gibt die Autorin Anregungen für Vorratshaltung, für Zufallsmahlzeiten aus kluger Resteverwertung, und sie ermahnt dazu, besonders im Alter eine ausrei- chende Menge Wasser zu trinken.

All diese Rezepte für Einzelmahlzeiten gehen Hand in Hand mit warmherzigen, persön-lichen Erinnerungen an Kochsituationen, Mahlzeiten sowie geliebte Mitmenschen und Gäste, die einen streiflichternden Einblick in den privaten und journalistischen „Küchen-lebenslauf“ der Autorin vermitteln.

Neben den schmackhaften inneren Werten ist das „Kochbuch für die kleine alte Frau“ auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Das fadengeheftete Buch hat ein handliches Format und ein farblich harmonierendes Lesebändchen. Die Schriftgröße ist lese-angenehm, die Rezepte heben sich durch Fettdruck hervor, und die dezente graphische Gestaltung von Titelbild und Vorsatzblättern trägt die unverkennbare „Handschrift“ des edition-momente-Hausgraphikers Max Bartholl, augenzwinkernd ergänzt um eine Zeichnung von Jutta Bauer.

Fotografien hat dieses Kochbuch nicht nötig, denn Sybil Gräfin Schönfeldts Schreibstil ist lebendig, sinnlich-kulinarisch und wahrlich köstlich genug, um Freude am Kochen zu wecken. 

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau.html

Hier entlang zu einem Ausschnitt aus der NDR TALK SHOW vom 7.6. 2019, in dem Gräfin Schönfeldt charmant über ihr „Kochbuch für die kleine alte Frau“ plaudert:

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und veröffentlichte seit den 1960er Jahren zahlreiche Kochbücher, zuletzt das Kochbuch für die kleine alte Frau (2018) sowie literarische Kochbücher über Goethe, Fontane, Thomas Mann u. a. und übersetzte Kinderliteratur. Sie war mit Astrid Lindgren befreundet. Sie lebt in Hamburg, hat zwei Söhne und ist seit zehn Jahren Witwe.«

 

Querverweis:

Hier entlang zum männlichen Ergänzungskochbuch „Kochbuch für den großen alten Mann“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/21/kochbuch-fuer-den-grossen-alten-mann/

 

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Die kleine Waldfibel

  • Text & Illustration von Linda Wolfsgruber
  • Buchgestaltung von Christiane Dunkel-Koberg
  • KUNSTANSTIFTER Verlag, Januar 2020 www.kunstanstifter.de
  • gebunden
  • geprägter Buchdeckel
  • Fadenheftung
  • Format: 135 x 210 mm
  • 144 Seiten
  • 12 illustrierte Transparentblätter
  • 24,00 € (D), 24,70 € (A)
  • ISBN 978-3-942795-92-0

WALDSPAZIERGANG  AUF  DEM  PAPIER

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieses kleine Waldwissensbuch bietet ein beachtliches Fest der Sinne. Das beginnt schon mit dem Einbandpapier des Buchdeckels, das mit seiner griffig-feinporigen Struktur optisch und haptisch an Baumrinde erinnert, und setzt sich fort in den schönen, lebendig-naturalistischen Aquarell- und Tuschezeichnungen.

Der sinnlich-informative Waldspaziergang geht zum einen durch alle Jahreszeiten und stellt eine übersichtliche Anzahl häufiger Laub- und Nadelbäume vor. Hinzu kommen als atmosphärische Ergänzung einige stimmungsvolle Waldgedichte und als kulinarische Zugabe schmackhafte Rezepte für die Verwertung von Waldfrüchten.

Die Baumsteckbriefe beschreiben kurz und knapp botanische Kennzeichen und die unterschiedlichen Holzeigenschaften von Berg-Ahorn, Birke, Eiche, Erle, Esche, Hasel, Linde, Rotbuche, Schwarzpappel, Vogelkirsche, Weide, Lärche, Fichte, Kiefer, Tanne und Zirbe. Zusätzlich werden die dazugehörigen Blätter und Baumsamen abgebildet. Von einer mit der kompletten Baumsilhouette illustrierten Transparentpapierseite blättern wir jeweils vom belaubten Sommerkleid des Baumes zu seinem entlaubten Winterkleid, welches die artspezifische Stamm- und Verzweigungsstruktur deutlich sichtbar macht.

 

„© Linda Wolfsgruber / kunstanstifter“

„© Linda Wolfsgruber / kunstanstifter“

Streiflichternd folgen Erklärungen und Illustrationen zur Photosynthese, zur Windbe-stäubung einhäusiger und zweihäusiger Bäume sowie zur Blütenbestäubung durch Insekten. Die Unterschiede zwischen Tief-, Flach- und Herzwurzlern, die wichtige Wasserregulationsfähigkeit des Waldbodens sowie die Entstehung der Jahresringe und noch einiges weitere zum Lebensraum Wald und seiner tierischen Mitbewohner runden „Die kleine Waldfibel“ ganzheitlich ab.

„Die kleine Waldfibel“ bietet übersichtliche Textinformationen, die durch die attrak- tiven Illustrationen anschaulich bereichert werden. Ergänzt um ein abwechslungs- reiches und klares Layout und eine leseangenehme Typografie auf schmeichelgriffigem 130 g/m²-Papier finden wir hier eine gelungene Kombination aus Gefühl (Gedichte), Verstand (Sachinformation) und buchstäblich-sinnlicher Buchgestaltung.

Dieses Sachbuch ist im Kinderbuchverlag „Kunstanstifter“ erschienen. Gleichwohl spricht es altersunabhängig jeden Waldliebhaber unmittelbar an und dürfte wegen der hochwertigen Ausstattung neben biophilen auch vielen bibliophilen Lesern gefallen.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:

Die kleine Waldfibel

 

Die Autorin & Illustratorin:

»Linda Wolfsgruber, geboren 1961 in Bruneck (Südtirol), lebt in Wien. Sie besuchte die Kunstschule in St. Ulrich in Gröden sowie die »Scuola del Libro« in Urbino und absol- vierte eine Ausbildung zur Schriftsetzerin und Grafikerin in München und Bruneck. Seit 1986 illustriert sie (Kinder-)Bücher. Darüber hinaus arbeitet Wolfsgruber seit den 1990er Jahren als Dozentin an der »Scuola di Illustration di Sarmede« und ist auch selbst als Autorin tätig.«

Die Buchgestalterin:

»Christiane Dunkel-Koberg, geboren 1969 in Linz an der Donau, aufgewachsen am Wald-rand, studierte Kunsterziehung und Textilgestaltung in Linz und Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Typografie in Kiel. Sie liebt alte Bäume, grüne Seen und ihre Arbeit als freie Grafikerin in Hamburg. Ihre Arbeit wurde von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet.«

 

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Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der den ganzen Tag lang grummelig war

  • Text von Sabine Bohlmann
  • Illustrationen von Kerstin Schoene
  • Thienemann Verlag Februar 2019 www.thienemann.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 296 mm x 237 mm
  • 32 Seiten
  • 13,00 € (D), 13, 40 € (A)
  • ISBN 978-3-522-45909-9
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

G R A N T E L L A U N E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Siebenschläfer bespielt nun schon seinen vierten Bilderbuchband, und diesmal ist er einfach unerklärlich grummelig und verschlossen, ja beinahe schon grantelig.

Unermüdlich bieten seine Freunde Igel, Haselmaus, Eichhörnchen, Maulwurf, Schnirkel-schnecke und Fuchs nacheinander ihre selbsterfahrenen Rezepte gegen schlechte Laune an. Doch nichts wirkt, obwohl der kleine Siebenschläfer immerhin alle Anregungen aus-probiert. Von positivem Denken über Yoga bis hin zur sprichwörtlichen Laus, die ihm über die Leber gelaufen sein könnte, kommen allerhand Erklärungen und Lösungen zur Anwendung. Die Grummeligkeit ist jedoch hartnäckig, und auch ein Biß in eine Zitrone – da sauer angeblich lustig mache – versauert dem kleinen muffeligen Siebenschläfer nur zusätzlich die Laune.

Nach wie vor grummelig, verzieht sich der kleine Siebenschläfer nunmehr unter seine blaue, getüpfelte Schnuffeldecke, bis er nach einer Weile doch seine lieben Freunde vermißt. Gerade als er sich selbstmitleidig in seiner Grummeligkeit bestätigt sehen will, kommen seine Freunde mit einer süßen Lösung zu ihm zurück, die seine Mundwinkel und seine Stimmung schließlich wieder aufwärts heben.

Wie gut, wenn man Freunde hat, die sich von Grummeligkeit nicht abschrecken lassen!

Die sympathischen Tiercharaktere demonstrieren wahrlich guten Willen und echte freundschaftliche Hilfe, um die schlechte Laune des kleinen Siebenschläfers zu vertreiben.

Die Autorin Sabine Bohlmann erzählt die Geschichte vom grummeligen Siebenschläfer in einfachen Worten, mit anschaulichen Dialogen und einem zärtlichen Blick auf kindliche Empfindungen.

Die Illustrationen von Kerstin Schoene setzen die warmherzige Stimmung und schmunz-lerische Dramaturgie des Textes durch die naturalistisch-niedlichen Tierportraits und ihre lebhafte Mimik und Körpersprache harmonisch in Szene.

Kinder finden in dieser Geschichte hilfreiches emotionales Identifikationspotenzial. Und vielleicht regt die Vorlesesituation sogar dazu an, ergänzende eigene Rezepte gegen Grummeligkeit anzusprechen oder zu entwickeln.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/der-kleine-siebenschlaefer-die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-den-ganzen-tag-lang-grummelig-war-isbn-978-3-522-45909-9/

 

Hier entlang zu den drei Vorgänger-Siebenschläfer-Bänden:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/12/02/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-einschlafen-konnte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/09/24/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-aufwachen-wollte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/05/09/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-seine-schnuffeldecke-nicht-hergeben-wollte/

Die Autorin:

»Geboren wurde Sabine Bohlmann in München, der schönsten Stadt der Welt. Als Kind wollte sie immer Prinzessin werden. Stattdessen wurde sie (nachdem sie keinen Prinzen finden konnte und der Realität ins Auge blicken musste) Schauspielerin, Synchron-sprecherin und Autorin und durfte so zumindest ab und zu mal eine Prinzessin spielen, sprechen oder über eine schreiben.
Geschichten fliegen ihr zu wie Schmetterlinge. Überall und zu allen Tages- und Nachtzeiten (dann eher wie Nachtfalter). Sabine Bohlmann kann sich nirgendwo verstecken, die Geschichten finden sie überall. Und sie ist sehr glücklich, endlich alles aus ihrem Kopf rausschreiben zu dürfen. Auf ein blitzeblankes, weißes – äh – Computerdokument. Und das Erste, was sie tut, wenn ein neues Buch in der Post liegt: Sie steckt ihre Nase ganz tief hinein und genießt diesen wunderbaren Buchduft.« www.sabinebohlmann.com

Die Illustratorin:

»Kerstin Schoene, geboren 1981 in Haan, studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal. Schwerpunkt ihres Studiums war Illustration bei Wolf Erlbruch. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie zeichnet für verschiedene Verlage, schreibt und illustriert eigene Kinderbücher. Sie lebt, unter Beobachtung eines Fellknäuels, in Haan.«  www.kerstinschoene.de

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Grüner Faden

  • Der grüne Jahresplaner für ein
  • einfaches und nachhaltiges Leben
  • Immerwährender Buchkalender
  • Herausgeber: smarticular Verlag  August 2018 http://www.smarticular.net
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 20 x 13 x 2 cm
  • 256 Seiten
  • 2 LESEBÄNDCHEN
  • ISBN 978-3-946658-15-3
  • 22,90 € (D), 23,55 € (A)

VON  TAG  ZU  TAG  NACHHALTIG

Kalenderbesprechung  von Ulrike Sokul ©

Wer gerne mit einem achtsamen, nachhaltigen, müllvermeidenden, rohstoffschonenden und einfach selbstgemachterem Leben beginnen möchte oder dafür nach alltäglichen praktischen Anregungen sucht, wird in diesem Kalender garantiert fündig.

Jede Woche hat hier kalendarisch auf einer Doppelseite Raum, an die sich eine Seite mit saisonalen, konzentriert-formulierten Tipps und eine freigebliebene Seite für längere Notizen oder Skizzen anschließt. Im hinteren Kalenderteil gibt es ergänzend eine Doppelseite, die den Monatskalender abbildet, und wieder eine freie Seite für persön- liche Einträge. Dank der zwei Lesebändchen lassen sich die aktuelle Woche und der aktuelle Monat übersichtlich markieren.

Da bei den kalendarischen Planungsseiten kein Datum vorgedruckt ist, sondern nur die Wochenzahl und die Wochentage, kann man jederzeit mit dem Kalender anfangen und einfach das Datum selbst eintragen. So muß man nicht zwangsläufig von Januar bis Dezember vorgehen, sondern kann jahresübergreifend je nach Einstieg auch von Mai bis April, Juni bis Juli usw. mit dem Kalender arbeiten.

Der Grüne Faden ist mit über 200 saisonalen Rezepten, Ideen und Handlungsimpulsen, mehr als 100 Illustrationen sowie einem wöchentlichen weisen Zitat sinnvoll angerei- chert. Am hinteren Buchinnendeckel befindet sich ein aufklappbares Täschlein, in dem Papierkleinkram (Visitenkarten, Quittungen etc.) untergebracht werden können.Nach dem Hauptkalenderteil bleibt noch Platz für eine Wunschzetteldoppelseite, einen Gemüse- und Wildpflanzensaisonkalender mit Querverweisen zu Rezepten und Anwen- dungen, die im Jahresverlauf bereits thematisiert wurden, sowie eine freie Seite mit der Überschrift „Ideenparkplatz“.

Alle Rezepte und Ideen verfügen über einen Stichwort-Linkhinweis zu smarticular.net, wo sich zusätzliche und vertiefende Informationen aufrufen lassen. Die großzügigen Kalenderblätterfreiräume und Selbstgestaltungsmöglichkeiten fügen diesem Jahres- planer spielerisch einen individuellen Mehrwert hinzu.

Es versteht sich von selbst, daß der Grüne Faden auf wiederverwertetem Papier in Deutschland gedruckt und gebunden wurde. Der Grüne Faden bietet vielseitige und motivierende Nachhaltigkeitsinformationen, die zu konstruktivem, selbstwirksamem Handeln einladen.

Hier entlang zum Kalender und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.smarticular.net/gruener-faden/

Wahlweise gibt es den Grünen Faden übrigens auch in den Farben: Beere, Erde, Morgentau, Ozean, Provence, Sonne und Wald

 

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Petronella Apfelmus Mein weihnachtliches Back- und Bastelbuch

  • Text von Sabine Städing
  • Illustrationen von SaBine Büchner
  • Boje Verlag  September 2018  www.boje-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 80 Seiten
  • 9,00 €
  • ISBN: 978-3-414-82522-3
  • Kinderbuch ab 6 Jahren

APFELMUSISCHE WEIHNACHTEN

Kinderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Sollten Sie noch nicht die Lesebekanntschaft von Petronella Apfelmus gemacht haben, können Sie sich bei den unter dieser Besprechung eingefügten Besprechungs-Links einen lebhaften Eindruck ihrer naturverbundenen und warmherzigen Wesensart verschaffen.

Petronella Apfelmus ist eine Apfelhexe und dementsprechend die Hüterin eines alten Apfelgartens, der zu einer alten Mühle nebst Mühlteich und Müllerhaus gehört. Zusam-men mit einigen Apfelmännchen pflegt sie Pflanzen und Tiere, fabriziert köstliche Kuchen, Marmeladen und Heiltränke und kümmert sich auch gerne um die benach- barten Zwillinge Lea und Luis, die im Müllerhaus wohnen.

Lea und Luis haben schon viel mit ihrer heimlichen Freundin Petronella erlebt und so manches Problem – mit etwas magischer Nachhilfe – gelöst. Stets hexelt, menschelt und wichtelt es ganz ordentlich in und um Petronellas Apfelgarten.

Nach sechs Petronella-Apfelmus-Büchern, in denen zwischen zauberhaft-abenteuerlichen Geschehnissen kulinarische Genüsse den entspannenden und sozialverbindenden Gegenpol bilden, ist es konsequent, nun auch ganz konkrete Rezepte anzubieten. So können Kinder einige der bereits erlesenen Köstlichkeiten von Petronella Apfelmus selber nachbacken.

Ergänzt um weihnachtliche Dekorationsideen und Anregungen für selbstgebastelte Weihnachtsgeschenke, läßt sich die Vorweihnachtszeit mit diesem Buch genüßlich und kreativ gestalten.

Eine Doppelseite informiert zudem noch über weihnachtliche Hexentraditionen, von denen hier nur der Haferbrei mit Zaubermandel erwähnt sei, der sich im hohen Norden großer Beliebtheit erfreut.

Die drei Buchkapitel (Rezepte aus der Hexenküche, Bastelspaß und Geschenkideen) werden von einer fortlaufenden kurzen Erzähl-Geschichte („Hexenweihnacht im Apfel“) eingerahmt und mit bekannten und beliebten Charakteren aus den früheren Petronella-Apfelmus-Geschichten schelmisch illustriert.

In drei Abstufungen wird der Schwierigkeitsgrad der Rezepte und Bastelanleitungen angegeben: Ein Apfel steht für leichten, zwei Äpfel signalisieren mittleren Schwierig- keitsgrad und drei Äpfel Profiaufgaben, bei denen hier und da ausdrücklich die Mitwirkung von Erwachsenen angezeigt ist.

Bei den Rezepten finden sich viele Klassiker wie Bratäpfel, Gebrannte Mandeln, Lebku- chen, Rosinenschnecken, Vanillekipferl, Zimtsterne, aber auch Holunderbeerensirup, Mandarinen-Smoothie, Schokoknusperflocken und Weihnachtsapfelpunsch.

In der Bastelabteilung tummeln sich u.a. getrocknete Orangenscheiben neben Knopf- bäumen, Tannenzapfen-Landschaften, Vogelfutterspendern und Wäscheklammer-Sternen. Von dort sind die Übergänge fließend zu den Geschenkideen, z.B. selbstgestal- teten Weihnachtskarten und Plätzchentüten, zauberhaften Teelichtern, verschiedenen Schlüsselanhängern, Schneekugeln und duftenden Hexenbesen aus Kräutern.

Die Anleitungen sind klar, kindlich-entgegenkommend formuliert und geben auch den einen oder anderen nützlichen Küchentipp mit.

Lesen kann so lecker sein …

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.luebbe.de/boje/buecher/kinderbuecher/petronella-apfelmus/id_6959918

 

Hier entlang zu den ersten fünf Petronella-Büchern:

Hier finden Sie zum ersten Band von Petronella Apfelmus:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/01/07/petronella-apfelmus/
Und hier zum zweiten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/25/petronella-apfelmus-band-2/
Und hier zum dritten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/12/11/petronella-apfelmus-band-3/
Sowie zum vierten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/06/04/petronella-apfelmus-band-4/
Zum fünften Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/10/03/petronella-apfelmus-band-5/
Band 6: Schnattergans und Hexenhaus
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2019/10/30/petronella-apfelmus-band-6/

Die Autorin:

»Sabine Städing wurde 1965 in Hamburg geboren und hat sich schon als Kind gerne Geschichten ausgedacht. Nach ihren drei Büchern rund um das Mädchen Magnolia Steel, das herausfindet, dass sie eine Hexe ist, schreibt sie inzwischen Bücher für jüngere Kinder. Auch in ihrer aktuellen Buchreihe steht mit Petronella Apfelmus wieder eine Hexe im Mittelpunkt. « http://www.sabinestaeding.de/

Die Illustratorin:

»Sabine Büchner, geb. 1964, studierte Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration in Wuppertal und Animation an der HFF in Babelsberg. 2006 erhielt sie das Troisdorfer Bilderbuchstipendium und ist seitdem als freie Illustratorin für verschiedene Verlage tätig. Mit ihren so liebevollen wie witzigen Bildern hat sie Petronella Apfelmus und ihrer Welt vom ersten Band an einen ganz eigenen Zauber verschafft. «

 

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Die „Unkräuter“ in meinem Garten

  • 21 Pflanzenpersönlichkeiten erkennen & nutzen
  • von Wolf-Dieter Storl
  • Gräfe und Unzer Verlag GmbH 2018  www.gu.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 240 Seiten
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-8338-6349-3

PFLANZENVERTRAUEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Bücher von Wolf-Dieter Storl sind Nahrung für die Seele. Weit über botanische Wissens- vermittlung und Anleitung hinaus füllen sie nicht alleine den Kopf mit Informationen, sondern sie beleben die Wurzeln unseres Daseins auf Erden und machen Appetit auf Natur im weitesten Sinne.

Die Verwendung des Wortes „Unkraut“ wird vom Autor gleich zu Beginn erklärt, und zwar mit der entspannten Definition, die der Pflanzenfreund George Washington Carver einst formulierte: »Ein Unkraut ist nichts anderes als eine Blume, die am falschen Ort wächst.« (Seite7) Weitere Bezeichnungen für „Unkraut“ sind Spontanvegetation und Begleitpflanzen.

Wolf-Dieter Storl erinnert daran, daß zur Zeit der Jäger und Sammlerinnen der Begriff „Unkräuter“ keinen Sinn ergeben hätte. Alle Pflanzen waren einfach Wildpflanzen, und sie dienten wahlweise als Heilkräuter, als Faserlieferanten, als Räucherpflanzen und als pflückbare Nahrung. Alle späteren Kulturpflanzen entwickelten sich unter menschlicher Beeinflussung aus Wildpflanzen. Auch heute noch können Unkräuter eine Umdeutung und Züchtung zur Kulturpflanze durchlaufen, sofern sie eßbar und schmackhaft sind. So wurde beispielsweise der Feldsalat, der in Weinbergen als Unkraut wuchs, im 18. Jahrhundert zum Salat kultiviert.

Ein kurzer Exkurs zu den Ackerunkräutern (Ackerlichtnelke, Ackerlöwenmaul, Acker- rittersporn, Ackersenf, Kamille, Klatschmohn, Kornblume, Kornrade) verdeutlicht den lebensgefährlichen Umbau, den konventionelle, gift- und kunstdüngerlastige mono- kulturelle Anbaumethoden seit den 1950er Jahren anrichten. Waren einst noch 40 % Wildpflanzen auf den Äckern und den Ackerrandstreifen zu finden, sind es heute nur noch durchschnittlich 4 % – mit all den Konsequenzen, die eine geringe Pflanzenvielfalt für die Insekten- und Vogelvielfalt nach sich zieht.

Dabei sind die Unkräuter nützlich und – in richtigem Maße eingesetzt – förderlich für das Wachstum von Kulturpflanzen. So sind viele Begleitpflanzen Tiefwurzler, die den Boden aufschließen und durchlockern, sie verbessern und vervielfältigen den Nähr- stoffaustausch. Sie sind Zeigerpflanzen, die Auskunft über die Bodenbeschaffenheit, den Säure-, Kalk-, Kali-, Stickstoffgehalt, Nässe und Trockenheit sowie Lehmgehalt des Erdreichs geben. Als Pionierpflanzen schützen Unkräuter den Boden vor Austrocknung und Wind- und Wassererosion.

Von Ackerhellerkraut über Brennessel, Distel, Franzosenkraut, Gundermann, Ruprechts-kraut bis Wegerich macht uns Wolf-Dieter Storl mit 21 „Unkräutern“ vertraut. Jedes Pflanzenportrait beginnt mit einer botanisch-kulturhistorischen Einleitung und einer etymologischen Erläuterung der Herkunft des Pflanzennamens, auf der folgenden Doppelseite erscheint eine kurze Beschreibung der Pflanze in unterschiedlichen Wachstumsstadien mit entsprechenden Fotos.

Die weiteren Seiten befassen sich mit besonderen Einzelheiten der Pflanze, ihrer sinnvollen Verwendung als Nahrungs- und/oder Heilmittel, ihrem Nährstoffgehalt – oder gegebenenfalls Giftgehalt – sowie ihrer ökologischen Bedeutung. Kleine Rezepte für Tees, Salben, Suppen und Quarkspeisen und pflanzenmythologische Überlieferungen runden die Pflanzenkunde ganzheitlich ab.

Die angemessene gärtnerische Vorgehensweise, damit die Unkräuter nicht angebaute Gemüse- und Obstpflanzungen bedrängen, heißt Jäten und Hacken, Jäten und nochmals Jäten, und zwar vor der Blüten- bzw. Samenbildung. Storl liefert zu jeder Pflanze die genaue Anleitung, welche Pflanzenteile auf den Kompost dürfen und welche besser im Hausmüll landen.

Selbst beim Umgang mit dem ausdauernden und sehr gesunden Giersch bleibt Storl gelassen. Er verzehrt ihn roh und gekocht mit Genuß und bleibt beim Jäten und sorg-fältigen Absammeln der Wurzelrizome als Maßnahme zur Eindämmung des wuchsfreu-digen Unkrauts. Die Begleitkräuter erfüllen einen natürlichen Sinn, sie sind keine Feinde, sondern Helfer. Man kann sich mit ihnen verbünden, ihnen Raum lassen und von ihrem natürlichen Reichtum lernen und profitieren.

Der Autor lebt diese Haltung des ganzheitlichen pflanzlichen Miteinanders glaubwürdig vor, und sie kommt auf den zahlreichen Fotos, die ihn beim Gärtnern zeigen, lebhaft zum Ausdruck. Weitere schöne, naturstimmungsvolle Fotos von Pflanzen und von Wolf-Dieter Storls Garten illustrieren und ergänzen den Text anschaulich und animierend.

Wolf-Dieter Storls tiefenentspannte, dem pflanzlichen Leben grundsätzlich freundlich-aufgeschlossen zugeneigte Perspektive durchzieht dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Lebendig, fundiert, wissenssatt und wissenswertvoll, voller spannender Zusammenhänge, mit kultur- psychologischer Tiefe und praktisch-bodenständigen Anregungen öffnet er uns Augen und Herz für die heilsame pflanzliche Vielfalt und Fülle.

Man liest, betrachtet, staunt, lernt und blättert – und unversehens spaziert man nicht durch bedrucktes Papier mit Buchstaben und Bildern, sondern atmet Gartenluft, Blütenduft und Pflanzenvertrauen.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.gu.de/buecher/gartenratgeber/gartengestaltung-pflege/1415043-die-unkraeuter-in-meinem-garten/

 

Der Autor:

»Dr. phil. Wolf-Dieter Storl, geboren 1942, ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Er lehrte als Dozent an verschiedenen Universitäten, unternahm zahlreiche Studienreisen, ethnografische und ethnobotanische Feldforschungen und veröffentlichte Artikel und Bücher, darunter mehrere Bestseller. Seit 1988 lebt er mit seiner Familie auf einem Einödhof im Allgäu, wo er gärtnert und den Geheimnissen der Heilkräuter und Wildpflanzen nachgeht.«   www.storl.de

Querverweis:

Hier entlang zu einem weiteren wissenswundervollen Buch von Wolf-Dieter Storl:
Die alte Göttin in ihren Pflanzenhttps://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/18/die-alte-gottin-und-ihre-pflanzen/

 

 

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Köstliche Blüten

  • Rezepte aus dem Kräuter- und Blumengarten
  • Text von Heide Rau
  • Fotografiert von Marion Nickig
  • Edition Ellert & Richter,  9. Auflage  2015   www.ellert-richter.de
  • 160 Seiten mit 48 Abbildungen
  • Format: 13 x 19,5 cm
  • gebunden, Fadenheftung
  • 11,95 € (D), 12,30 € (A)
  • ISBN 978-3-89234-527-5
    Köstliche Blüten

B L Ü T E N S C H M A U S

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Sie haben noch nie Gänseblümchen gegessen, noch keine Veilchenblüten kandiert oder Holundersirup zubereitet, ganz zu schweigen von Ringelblumenbutter und Rosenblätter-gelee? Na, dann wird es Zeit, daß Sie das Buch „Köstliche Blüten“ lesen und sich mit den kulinarischen Zutaten vertraut machen, die vor der Haustüre wachsen.

Der im Buch vorgestellte Blütenreigen führt kundig durch alle Jahreszeiten. Kurze Einzelportraits eßbarer Blütenpflanzen werden durch eine übersicht- liche Anzahl einfacher Rezepte ergänzt und fein fotografisch untermalt.

Im Frühling ist das Blütenbüfett der Natur besonders üppig: Gänseblümchen, Veilchen, Schlüsselblumen (stehen unter Naturschutz, bitte nur aus dem eigenen Garten ernten), Löwenzahn, Apfelblüten, Süßdolde und Holunderblüten bieten sich zur schmackhaften und vitaminhaltigen Anreicherung von Salaten und als eßbare Tisch- und Tellerdekoration an. Als farbenfrohe Zugabe schmücken kandierte Blüten große und kleine Torten ganz vorzüglich.

Im Sommer kommen viele aromatische Kräuterblüten (Borretsch, Lavendel, Rosmarin, Salbei, Thymian) und Rosenblüten zu kulinarischer Geltung. Auch Taglilien und Kleeblüten sind ein Genuß. Eine schöne Anregung ist auch die Zubereitung von Blüteneiswürfeln.

Im Herbst bleiben uns neben Kapuzinerkresse und Rosen, noch Ringelblumenblüten und Dahlien sowie Chrysanthemen.

Im Winter zehren wir von den getrockneten Blüten, aus denen wir eigene Teemischungen kreieren können, und von aufgesetzten Blütenessigen, Blütenwässern, Rosengelees und kandierten Blüten, in denen ein Hauch der wärmeren Jahreszeiten konserviert wurde.

Im Anhang finden sich Bezugsquellenadressen für Kräuter und Samen. Das ist auch wichtig, denn ich habe mir den Mund dermaßen wäßrig gelesen an der Beschreibung der Süßdolde, daß ich nun unbedingt eine solche Pflanze für meinen Garten brauche.

Tatsächlich hatte die Lektüre eine so appetitanregende Wirkung auf mich, daß ich mir sogleich eine Handvoll Gänseblümchenblüten gepflückt habe, um meine gerade fertig gebackene Pizza damit zu bestreuen. Und ich kann nun erfahrungserprobt bestätigen, daß Gänseblümchen angenehm nussig schmecken.

Das Gute wächst so nah, warum also in die Ferne schweifen?

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.ellert-richter.de/detail.php?ISBN=978-3-89234-527-5

 

Die Autorin:

»Heide Rau, geboren 1945 in Schönhagen, studierte in Münster Biologie und Geschichte. In ihrem Bauerngarten in Flierich/Westfalen zieht sie Kräuter, Rosen und Gemüse. Sie leitet Kochkurse mit den Schwerpunkten »Kräuter und Wildkräuter« und »Eßbare Blüten«. In diesen Bereichen ist sie auch als freie Autorin tätig. Zusammen mit Marion Nickig veröffentlichte sie im Ellert & Richter Verlag zahlreiche Titel.«

Die Fotografin:

»Marion Nickig, geboren 1955 in Essen, studierte Grafik-Design bei Willy Fleckhaus. Ein Studienaufenthalt in der Toskana weckte das besondere Interesse an der Fotografie, vor allem an der Pflanzenfotografie. Seit 1981 zahlreiche Veröffentlichungen zu Blumen- und Gartenthemen.«

 

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