Der literarische Küchenkalender 2023

  • mit Texten, Rezepten & Bildern
  • Herausgegeben von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Grafische Gestaltung von Max Bartholl
  • Verlag edition momente 2022  www.edition-momente.com
  • Wochenkalender
  • Spiralbindung
  • 60 Blätter
  • mit ca. 100 vierfarbigen Fotos und Abbildungen
  • Format: 31,5 x 19,2 cm
  • 22,00 €, 33,50 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-4023-3

Der literarische Küchenkalender 2023

L E S E G E S C H M Ä C K E R

Kalenderrezension von Ulrike Sokul ©

Mit diesem Kalender verbindet Sybil Gräfin Schönfeldt wiederum ganz vorzüglich geistige und leibhaftige Nahrung. Der Kalendergrafiker Max Bartholl gibt den literarischen Texten und kulinarischen Rezepten in Kombination mit abwechslungsreichen Abbildungen Kalenderblatt für Kalenderblatt ein schönes, übersichtliches Bühnenbild.

Die Rezepte stammen indes nicht von den zitierten Schriftstellern, sondern aus der unerschöpflichen Rezeptespeisekammer Sybil Gräfin Schönfeldts. So serviert sie uns stets ein literarisches Zitat, das von einer Speise erzählt, kommentiert in gewürzter Kürze Leben und Werk des Autors oder der Autorin und fügt ein passendes Koch- oder Backrezept hinzu. Die literarischen Zitate dienen dabei als Stichwortgeber.

Der literarische Küchenkalender 2023 Polenta

Das Jahr beginnt mit einem Wintergedicht von Georg Trakl und einem Re- zept für Paradiesäpfel, und es klingt aus mit einem Rezept für Makronen – inspiriert von Hendrik Ibsens Schauspiel „Ein Puppenheim“. Die „kleinen rosa Biskuits“ aus Virginia Woolfs Roman „Nacht und Tag“ führen zu einem Backrezept für entsprechende Biskuits, eine Szene aus Kazuo Ishiguros Roman „Damals in Nagasaki“ leitet über zu einem Rezept für ein japa- nisches Omelett, den frischen Erdbeeren, die  „Kristin Lavranstochter“ im gleichnamigen Roman pflückt, folgt ein Rezept für Erdbeer-Trifle, und Martin Andersen Nexøs Beschreibung festlicher Butterbrote macht uns gleich vier Smørrebrød-Rezepte schmackhaft.

So blättern wir gleichermaßen literarisch wie kulinarisch von Edgar Selges Streuselkuchenherausforderung zu Elke Heidenreichs Liebeserklärung an die Kartoffel in allen Zubereitungsformen, von Leo Tolstois Paska, einer traditionellen Speise zum Fastenbrechen, zu Otto Ernstens Denkmal für den Palatschinken, von Manfred Kybers Speisekammer-Mäusegespräch über Aspik zu Charlotte Brontёs kalter Pastete.

Der literarische Küchenkalender 2023 Heidenreich Kartoffel

Abb.: Camille Pissarro, Picking Potatoes, 1893 © Bridgeman Images; Autorenfoto: © Isolde Ohlbaum

Hinsichtlich der Nachspeisen können wir zwischen Fontanes Götterspeise, Thomas Manns Roter Grütze oder José Saramagos Feigen im Feuer wählen oder bescheiden einen von Colette angeregten Tee à la menthe trinken.

Die Mengenangaben der Rezepte beziehen sich zumeist auf vier Personen. Am Kalenderende ergänzen die Grundrezepte für Glasur, Hefe-, Knet- und Rührteig sowie für Weiße Sauce die im Jahresverlauf vorgestellten Rezepte.

Mit seinen internationalen Rezepten gibt „Der literarische Küchenkalender 2023“ einer gehaltvollen und interessanten Geschmacksvielfalt Raum und weckt darüber hinaus mit literarischen Zitaten und Kommentaren lebhaften Leseappetit.

Hier entlang zum Kalender nebst vorköstlicher Blätterprobe auf der Verlagswebseite: https://www.edition-momente.com/kalender/literarischer-kuechenkalender-2023.html

Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Verlag edition momente außer dem hier besprochenen Literarischen Küchenkalender noch zwei weitere bemerkenswerte Kalender publiziert:

Der Literatur Kalender 2023
Momente des Miteinander
Texte und Bilder aus der Weltliteratur
Verlag edition momente
Hier entlang zu meiner Rezension: Der Literatur Kalender 2023

Der Musik Kalender 2023
Von der Overtüre zum Finale
Verlag edition momente
Als ebenso lesens- wie hörenswertes Gesamtkunstwerk empfehle ich für den „Musik Kalender 2023“ gerne die meisterhafte Besprechung von Random Randomsen: Jahrbuch der musikalischen Momente

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„Und Rapunzel, frisch, grün und knackig…“

  • Limitierte Geburtstagsedition zum 95. Geburtstag 
  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • 3 Bände:
  • Kochbuch für die kleine alte Frau
  • Kochbuch für den großen alten Mann
  • Kochbuch für meine liebste Freundin
  • mit Banderole
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Verlag edition momente,  Februar2022 www.edition-momente.com
  • 30,00 €
  • ISBN 978-3-0360-6030-9

Und Rapunzel, frisch, grün und knackig (Geburtstagsausgabe Gräfin Schönfeldt Kochbücher)

K O C H K U L T U R 

Rezension von Ulrike Sokul ©

Am 13. Februar, zum 95. Geburtstag von Sybil Gräfin Schönfeldt, serviert der Verlag edition momente feierlich eine einmalige, limitierte Geburtstags- ausgabe der dreibändigen kochköstlichen Reihe „Kochbuch für die kleine alte Frau“, „Kochbuch für den großen alten Mann“ und „Kochbuch für meine liebste Freundin“ zum Gesamtpreis von 30 €.

Dies ist ein wertvolles Bücherschnäppchen, und man möge großzügig zugreifen, denn verglichen mit den Einzelpreisen kostet dieser Dreierpack nur die Hälfte. Deshalb gilt das Sonderangebot auch nur bis zum 30. April 2022. Sie können diese Bände schließlich wahlweise gebündelt oder einzeln verschenken. Denken Sie an kommende Geburtstage, Hochzeitstage, erwachsene Kinder, die ihren ersten eigenen Haushalt gründen, Gelegen- heiten für ein Gastmitbringsel (statt Blumen), ja, denken Sie sogar schon an Weihnachten – denn vorausschauende Vorratshaltung lohnt sich auch bei Buchgeschenken.

Sybil Gräfin Schönfeldt schöpft für diese Kochbücher aus ihrem reich- haltigen familiären und biografischen Lebens- und Kocherfahrungsfundus und würzt die einfachen, schmackhaften Koch– und Backrezepte mit liebenswerten Erinnerungen und persönlichen Anekdoten, die einen interessanten, streiflichternden Einblick in den privaten und journali- stischen „Küchenlebenslauf“ der Autorin vermitteln.

Im „Kochbuch für die kleine alte Frau“ geht sie speziell auf die Bedürfnisse der alleinstehenden älteren Damen ein und serviert genüßliche Rezepte für Einzelmahlzeiten.

Beim „Kochbuch für den großen alten Mann“ nimmt sie alleinstehende, kochunerfahrene ältere Herren an die Hand und serviert neben leichten Rezepten einige praktische Regeln zur organisatorischen Vorbereitung aller Zutaten, Vorratshaltungstipps sowie küchenhandwerkliche Anleitungen – beispielsweise zum Zwiebelwürfeln.

Das „Kochbuch für meine liebste Freundin“ schließlich ermuntert Frauen, die wenig Zeit zum Kochen haben, zu alltagstauglichen, unkomplizierten und gleichwohl köstlichen Speisezubereitungen.

Neben den schmackhaften inneren Werten sind diese Kochbücher auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Die fadengehefteten Bücher haben ein handliches Format (19,5 x 11,5 cm) und farblich harmonierende Lesebändchen. Die Schriftgröße ist leseangenehm und die Rezepte werden durch Fettdruck hervorgehoben.

Alle Bände eint ein kluger und lebenskünstlerischer Basso continuo, der davon zeugt, daß Sybil Gräfin Schönfeldt nicht nur mit Liebe kocht, sondern auch mit Liebe schreibt. Aus diesen Kochbüchern steigen nicht nur die Aromen köstlicher Gewürze, Kräuter und Speisen auf, sondern auch ein sympathisch-nostalgischer Duft vergangener Zeiten und die Herzenswärme einer guten Gastgeberin.


Hier entlang zur Geburtstagsedition auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-geburtstagsausgabe.html

Hier entlang zu den Besprechungen der Einzelbände:

„Kochbuch für die kleine alte Frau“ Kochbuch für die kleine alte Frau
„Kochbuch für den großen alten Mann“ Kochbuch für den großen alten Mann
„Kochbuch für meine liebste Freundin“ Kochbuch für die liebste Freundin

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt, geb. 13. Februar 1927, studierte Germanistik und Kunstge-schichte  und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und profilierte sich als Kochkultur-Journalistin. Sie verfasste u.a. literarische Kochbücher über Goethe, Fontane oder Thomas Mann. Außerdem übersetzte sie Kinder-literatur und schrieb eine Biografie über Astrid Lindgren. Seit 2005 ist sie die Heraus-geberin des Literarischen Küchenkalenders. Vielfach ausgezeichnet, lebt und arbeitet sie seit 60 Jahren in Hamburg.«

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Natur – verbunden

  • Entdecke die Pflanzen, die dir gut tun
  • von Katrin und Frank Hecker
  • KOSMOS Verlag, Juni 2021  www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • 245 Farbfotos
  • 27 Farbzeichnungen
  • 160 Seiten
  • Format: 241 x 172 x 15mm
  • 20,00 € (D)
  • ISBN 978-3-440-16876-9

Natur - verbunden

P F L A N Z E N   S C H M E C K E N

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Natur – verbunden“ ist ein übersichtliches Einsteigerbuch, das uns die nahrhafte Bekanntschaft mit 40 Wildpflanzen vermittelt. Sehr schöne, aussagekräftige Fotos und Zeichnungen sowie kurze botanische Beschreibungen werden ganzheitlich komplemen-tiert mit Rezepten für kulinarische und medizinische Verwendungen sowie Konservie-rungsmöglichkeiten durch die Herstellung von Tinkturen, Ölauszügen, Oxymelen, Salben und durch Trocknung. Auch die Handhabung von Räucherbündeln aus kombinierten Wildpflanzen wird dargestellt.

Der naturverbundene Lektüre-Spaziergang führt durch die Standorte Wald, Hecken & Waldsäume, Wiesen & Wege, Ödland & Magerwiese sowie Bäche, Flüsse & Seen. Jedes Pflanzenportrait umfaßt 4 bis 6 Seiten mit Hinweisen auf typische botanische Merk- male, Sammelzeit, wichtige Wirkstoffe und Anwendungsmöglichkeiten.

Vorgestellt werden u.a. Baldrian, Birke, Brennessel, Brunnenkresse, Fichte, Gunder-mann, Hollunder, Johanniskraut, Kamille, Königskerze, Nachtkerze, Sanddorn, Schaf-garbe, Spitzwegerich, Thymian, Waldmeister, Weide, Weißdorn, Wildrose und Wilder Dost.
 
Wiederholt wird darauf hingewiesen, mit Pflanzen achtsam umzugehen, beim Sammeln in der Natur nicht zu viele Blüten, Blätter, Beeren und Wurzeln zu nehmen, nichts zu verschwenden und – wenn möglich – Samen oder Ableger zu ernten, um die Wild- pflanzen im eigenen Garten anzusiedeln.

Besonders ansprechend ist der sinnlich-lebendige Schreibstil, der uns Wildpflanzen leicht näher bringt und als naturverführerische Nebenwirkung dazu animiert, gleich nach der Lektüre in die Natur zu gehen und das Erlesene mit praktischer Erfahrung zu vertiefen.

Ich streifte jedenfalls sogleich durch mein Gärtlein und konnte mich kaum entscheiden, mit welcher Pflanze ich anfangen sollte: Ein Tee aus den Blüten des Wilden Dosts, ein Holunderblüten-Wasser mit einer der noch am Strauch nachzüglerisch verbliebenen Blütendolden, ein Königkerzenblütentrunk, Brennesselsamen als Nahrungsergänzungs-mittel, eine Beifuß-Räucherung oder Knoblauchsraukensamen als Pfefferalternative …

„Natur – verbunden“ macht uns die Natur und ihre lebenswertvollen Wildpflanzen- schätze in Wort und Bild schmackhaft. Wer sich Wissen über Wildpflanzen und ihre Heil- und Nährwirkungen aneignet, sich dafür zudem hinaus in die Natur begibt und mit den Pflanzen buchstäblichen Kontakt aufnimmt, dessen naturbezogenes Wissen weht nicht nur abstrakt durch den Kopf, sondern es wurzelt schließlich im Herzen.

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.kosmos.de/buecher/ratgeber-naturfuehrer/natur/baeume/11611/naturverbunden

Die Autoren:

»Katrin Hecker und Frank Hecker leben und arbeiten gemeinsam als Naturfotografen und Autoren auf ihrem Wildwuchs-Grundstück in Schleswig-Holstein. Im Rhythmus mit der Natur heimische Kräuter, Wurzeln und Früchte zu sammeln gehört zu ihrem Leben eben-so selbstverständlich dazu wie ihre beiden Kinder, eine Schar Hühner, Schafe und Hunde. Begeistert geben die beiden Biologen ihr über viele Jahre gewachsenes und erprobtes Wissen an ihre Leserinnen und Leser weiter. Ihre an die 50 Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, ihre Fotos escheinen regelmäßig in Zeitschriften und Sachbüchern. Kontakt:  www.naturfoto-hecker.de
www.facebook.com/katrinundfrank.hecker 

Querverweis:

Zur Wissenserweiterung bietet sich zudem noch folgendes Buch von Katrin und Frank Hecker an: „Kann ich das essen – oder bringt mich das um? Essbare und giftige Wildpflanzen erkennen“ 
Hier entlang zur Buchbesprechung:
Kann ich das essen oder bringt mich das um?

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Kochbuch für meine liebste Freundin

  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Verlag edition momente, Oktober 2020 www.edition-momente.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • mit Lesebändchen
  • 104 Seiten
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 18 €, 25,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-6004-0

R E Z E P T K O R R E S P O N D E N Z

Buchbesprechung  von Ulrike Sokul ©

Nach dem „Kochbuch für die kleine alte Frau“ und dem „Kochbuch für den großen alten Mann“ serviert uns Sybil Gräfin Schönfeldt gewissermaßen als appetitlichen Nachschlag das „Kochbuch für meine liebste Freundin“. Auch im dritten Kochbuch dieser attrak- tiven Reihe aus dem Verlag edition momente schöpft die Autorin aus ihrem familiären und biografischen Lebens- und Kocherfahrungsfundus und würzt die einfachen, schmackhaften Rezepte mit liebenswerten Erinnerungen und persönlichen Anekdoten.

Sybil Gräfin Schönfeldts liebste Freundin aus Kindertagen hieß Marianne, kurz Janne genannt. Sie gingen in die gleiche Schulklasse in Göttingen, saßen nebeneinander, wohnten in unmittelbarer Nachbarschaft und verbrachten viel Zeit miteinander. So ist denn auch das erste Rezept ein kinderleichter Grießbrei, den sie damals für die Lieb- lingspuppe der Autorin kochten.

Die Zeitläufe trennten die Mädchen zunächst. Janne, deren Mutter Dietrich Bonhoeffers Zwillingsschwester war, mußte mit den Eltern nach England emigrieren, und Sybil war untröstlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Janne mit ihrer Familie nach Göttingen zurück, und der Kontakt wurde trotz unterschiedlicher Studienaufenthaltsorte lebhaft weiter gepflegt. Beide Freundinnen wurden schließlich Journalistinnen, Janne zog nach London und Sybil Gräfin Schönfeldt nach Hamburg.

In den 1960er Jahren besuchte Gräfin Schönfeldt ihre Freundin und stellte fest, daß sie sich von Dosenkost ernährte und zudem erklärte, für aufwendige Kocherei weder Zeit nach Lust aufzubringen. Behutsam regte die Autorin ihre Freundin zu einem unkompli-zierten Gemüsereisgericht an, das sie tatsächlich „Reis à la Janne“ tauften. Dieses Gericht mundete und machte die Freundin aufgeschlossen für weitere Kochanima- tionen.

Und so schickte Sybil Gräfin Schönfeldt ihrer liebsten Freundin nach und nach, manch- mal auch auf spezielle Nachfrage, einen bunten Reigen unaufwendiger Rezepte. Neben weiteren Reisvariationen etwa Kedgeree gibt es einige Salate, leichte Fleisch- und Fisch- zubereitungen, selbstgemachte Baked Beans (wahlweise bespeckt oder vegetarisch), einige Saucenrezepte (Cumberland-Sauce, Sauce rémoulade, Eiersauce) sowie eine allgemeine Anleitung für selbstgemixte, mit dem Handmörser zu mahlende Gewürz- mischungen – wahlweise pikant oder süß.

Abgerundet wird die freundschaftlich-kulinarische Nachhilfe mit Backrezepten für Quarkkeulchen, Braune Kuchen, Vanillekipferl, Sandkekse, Schwedischen Apfelkuchen (nach einem Originalrezept von Astrid Lindgren) und Birnencremetorte sowie Rezepten für Vanillepudding, Pflaumenkompott und verschiedene Beerencremes sowie einem Rezept für Gefüllte Palatschinken mit einer Füllung, die einem schon beim Lesen den Mund wässrig machen kann.

Das „Kochbuch für die liebste Freundin“ ermuntert mit alltagstauglichen, sinnlich-appetitanregend dargestellten Rezepten zum Kochen, Backen und Genießen. Diese Rezepte sind eingebettet in berührende autobiografische Rückblenden, die anschaulich vermitteln, daß Rezepte und Speisen durchaus einen wesentlichen Anteil an mensch- licher Lebens- und Beziehungsqualität haben. Dieses Kochbuch enthält als Hauptzutat einen wohltuenden und sehr, sehr warmherzigen schriftstellerischen Basso continuo, der davon zeugt, daß Sybil Gräfin Schönfeldt nicht nur mit Liebe kocht, sondern auch mit Liebe schreibt.

Neben den schmackhaften inneren Werten ist das „Kochbuch für meine liebste Freundin“ auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Das fadengeheftete Buch hat ein handliches Format und ein farblich harmonierendes Lesebändchen. Die Schriftgröße ist leseangenehm, die Rezepte heben sich durch Fettdruck hervor, und die dezente graphische Gestaltung von Titelbild und Vorsatzblättern trägt die unverkenn- bare „Handschrift“ des edition-momente-Hausgraphikers Max Bartholl, augenzwinkernd ergänzt um eine Zeichnung von Jutta Bauer.
 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-kochbuch-fuer-meine-liebste-freundin.html

 

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und veröffentlichte seit den 1960er Jahren zahlreiche Kochbücher, zuletzt das Kochbuch für die kleine alte Frau (erschienen 2018 und 2020 bereits in der 6. Auflage!) sowie literarische Kochbücher über Goethe, Fontane, Thomas Mann u. a. und übersetzte Kinderliteratur. Sie war mit Astrid Lindgren befreundet. Sie lebt in Hamburg, hat zwei Söhne und ist seit zehn Jahren Witwe.«

Querverweis:

Hier entlang zum ersten Band dieser kochköstlichen Reihe: „Kochbuch für die kleine alte Frau“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/14/kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau/
Und zum zweiten Band: „Kochbuch für den großen alten Mann“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/21/kochbuch-fuer-den-grossen-alten-mann/

 

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Kann ich das essen – oder bringt mich das um?

  • Essbare und giftige Wildpflanzen erkennen
  • von Katrin und Frank Hecker
  • Kosmos Verlag 2020   www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • Format: 216 x 186 x 14 mm
  • 144 Seiten
  • 300 Farbfotos
  • 17,00 €
  • ISBN 978-3-440-16326-9

AUGEN  AUF  BEI  DER  WILDPFLANZENERNTE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Mit diesem Buch können botanische Anfänger eine beachtliche Anzahl von eßbaren und nicht eßbaren Wildpflanzen kennen und erkennen lernen. Sehr anschaulich wird ver-mittelt, wie man die genießbaren Pflanzen von ähnlich aussehenden giftigen Doppel-gängern unterscheidet. Im Zweifelsfalle – so raten die Autoren wiederholt – läßt man einfach die Finger von einer Pflanze, die man nicht sicher einordnen kann, denn leichtsinnige Kostproben könnten lebensgefährlich werden.

Zwar riechen und schmecken viele Giftpflanzen unangenehm, wie beispielsweise der Gefleckte Schierling, dessen Blüten, wenn man sie zerreibt, nach Mäuseurin riechen, andere hingegen, etwa die schwarzen Beeren der Tollkirsche und die roten Beeren des Aronstabs, schmecken süßlich und schauen auch recht appetitlich aus, sind aber für Menschen giftig.

Doch hinsichtlich der eßbaren Wildpflanzen ist Achtsamkeit ebenfalls wichtig. Wild-pflanzen sollen nur eine Ergänzung zu unserem Speiseplan sein und nicht die Haupt-nahrungsquelle. Also pflücke man nur kleine Mengen und verschwende nichts.

Die Autoren ordnen die vorgestellten Wildpflanzen systematisch nach Jahreszeitenvor-kommen – differenziert nach eßbaren Blüten, Wurzeln, Samen und Früchten. Wir er-fahren,  welche Pflanzenteile besser frisch und roh, welche besser gekocht oder getrock-net zu nutzen sind. Es gibt Rezepte für die Zubereitung von Marmeladen, Chutneys, Kräuter- und Blütensalzen sowie Hinweise zum Einlegen in Öl, Essig und Alkohol und Anleitungen für Teezubereitungen und Wurzelkaffees.

Viele Wildpflanzen verfügen zudem über heilsame Substanzen, die man sich neben dem kulinarischen Genuß ebenfalls einverleiben kann.
 
So lernen wir etwa, daß vom Gänseblümchen alle oberirdischen Pflanzenteile eßbar sind und sich die Blüten nicht nur als dekorative und schmackhafte Salat- und Suppenzutat eignen, sondern sich zudem in Form von Teeaufguß oder Ölauszug als Heilmittel zur bronchialen Schleimlösung, als Kräftigungsmittel für die Magen- und Darmschleimhaut sowie als äußeres Heilmittel bei Hautverletzungen und Ekzemen anbieten. Die Brennes- sel ist ein reichhaltiger Nährstofflieferant, und Scharbockskraut bietet viel Vitamin-C usw…

Nach den Frühjahrspflanzen (Wiesen-Schaumkraut, Hirtentäschel, Gundermann, Vogel- miere, Wald-Sauerklee, Knoblauchsrauke, Giersch, Spitzwegerich, Löwenzahn, Weg- warte, Schnittlauch, Waldmeister, Bärlauch sowie diversen eßbaren Blättern von Bäu- men und Büschen) folgen die Sommerpflanzen (Schwarzer Holunder, Echte Kamille, Nelkenwurz, Wasserminze, Johanniskraut, Mädesüß, Wilder Dost, Brunnenkresse, Sauerampfer, Beifuß, Queller, Wiesen-Pastinak, Rot-Klee, Feld-Thymian, Schafgarbe, Wilde Möhre, Nachtkerze, Königskerze) und diverse weitere eßbare Blüten, Wurzeln und Samen.

Sodann folgt ein bunter Reigen giftiger Pflanzen, die in bebilderten Kurzsteckbriefen mit sinnlichen Details zur Unterscheidung von ähnlich aussehenden eßbaren Pflanzen be-schrieben werden.

Für den Spätsommer und Herbst gibt es eine ausführliche Lektion über eßbare Beeren, Wildfrüchte und Nüsse, gefolgt  von Kurzsteckbriefen über giftige Beeren und Früchte. Auch hier wird detailliert auf Verwechslungsmöglichkeiten mit eßbaren Früchten hingewiesen.

Ein alphabetisches Register der vorgestellten Pflanzenarten und Rezepte hilft beim gezielten Nachschlagen. Hinweise auf weiterführende und ergänzende Literatur sowie Adressen von Vergiftungs-Informationszentralen runden das Wissensangebot sinnvoll ab.  

„Kann ich das essen – oder bringt mich das um?“ wartet mit anwendungs- freundlich-aussagekräftigen Bestimmungsfotos und eingängigen bota- nischen Beschreibungstexten auf. Die Informationen sind ganzheitlich-vielfältig, ohne zu überfrachten. Die Darstellung ist in Wort und Bild sinnlich ansprechend und animierend – so macht Pflanzenlernen Freude! Das Risiko, sich zu vergiften, dürfte nach der aufmerksamen Lektüre dieses Buches verschwindend gering sein.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.kosmos.de/buecher/ratgeber-naturfuehrer/natur/pflanzen/11098/kann-ich-das-essen-oder-bringt-mich-das-um

 

Die Autoren:

»Katrin und Frank Hecker sind Diplom-Biologen mit den Schwerpunkten Botanik, Zoologie und Meeresbiologie. Gemeinsam leben und arbeiten sie als Naturfotografen und Autoren auf ihrem Wildwuchs-Grundstück mit Wald, Bach und Wiesen im schleswig-holsteinischen Panten. Im Rhythmus der Natur heimische Kräuter, Wurzeln und Früchte zu sammeln gehört zu ihrem Leben ebenso selbstverständlich dazu wie ihre zwei Kinder, eine Schar Hühner, Schafe und Hunde. Liebend gern geben sie ihr über viele Jahre gewachsenes Wissen über die kostbaren Naturschätze an ihre Leserinnen und Leser weiter. Ihre an die 50 verschiedenen Sachbücher für Kinder und Erwachsene wurden in viele  verschiedene Sprachen übersetzt und die Naturfotos aus ihrem umfangreichen Bildarchiv erscheinen regelmäßig in namhaften Zeitschriften und Sachbüchern.«
Kontaktadressen:  www.naturfoto-hecker.de
www.facebook.com/katrinundfrank.hecker: „naturverbunden“

 

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Kochbuch für den großen alten Mann

  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Verlag edition momente, September 2019 www.edition-momente.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 132 Seiten
  • Lesebändchen
  • 20,00 €, 28,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-6003-3

K O C H N A C H H I L F E

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Nachdem Sybil Gräfin Schönfeldts „Kochbuch für die kleine alte Frau“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/14/kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau/ recht erfolgreich an die Frau gebracht wurde, kommen nun im Folgeband auch die alleinstehenden Männer in den Genuß einer solchen Kochnachhilfe.

Fast jeder kennt Beispiele von geschiedenen oder verwitweten Männern, die zwar des üppigen Essens kundig sind, aber von Kochen und Backen nicht den Hauch einer Ahnung haben, und dann alleinstehend je nach Finanzkraft in Imbissen, Kantinen oder Restau-rants zu Stammgästen werden oder zu Dosenköchen degenerieren. Wenn solche Manns-bilder das Glück haben, mit Sybil Gräfin Schönfeldt befreundet oder verwandt zu sein, bleibt ihnen dieses traurige Schicksal indes erspart, denn sie nimmt sie unter ihre koch-erfahrenen Fittiche und leitet sie persönlich, postalisch oder telefonisch zum Kochen und Backen an. Für alle anderen Männer gibt es nun das „Kochbuch für den großen alten Mann“.

Hier schöpft die Autorin wieder aus dem überlieferten familiären Rezepte-Fundus und serviert u.a. Frühstücks-Mehlsuppe, Kreolische Tomaten, Gelegtes Kraut, Gesottenes Rindfleisch, Meerrettich-Sauce, Kaiserschmarren, Apfel- und Zwetschgenröster, Goethes Obsttorte, Spinatsalat mit Pilzen, Mohrrübensuppe, Bunter Fisch, Toast Monsieur Henry, Karamell-Kardamom-Toast, Huhn in Wermut, Apfelpfannkuchen, Heidesand, Andere Zimtsterne, Gefüllte Paprikaschoten, Brot-Tomaten-Gemüse, Zwetschgenkuchen, Waldorfsalat, Schmelzkartoffeln, Schmortopf Mont Ventoux und Pastors Hackbraten.

Ergänzt werden die einfachen Rezepte um praktische Regeln zur organisatorischen Vorbereitung aller Zutaten und um Vorratshaltungstipps sowie küchenhandwerkliche Anleitungen, beispielsweise zum Zwiebelwürfeln, oder um Erklärungen zum nicht unwesentlichen Unterschied zwischen Dünsten und Schmoren.

Wie bereits im Vorgängerband sind die Rezepte in den erzählerischen Rahmen lebens-läufiger Kocherfahrungen eingebettet, kombiniert mit berührenden familiär- und freundschaftlich-zwischenmenschlichen Erinnerungen Sybil Gräfin Schönfeldts.

Neben den schmackhaften inneren Werten ist das „Kochbuch für den großen alten Mann“ auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Das fadengeheftete Buch hat ein handliches Format und ein farblich harmonierendes Lesebändchen. Die Schrift- größe ist leseangenehm, die Rezepte heben sich durch Fettdruck hervor, und die dezente graphische Gestaltung von Titelbild und Vorsatzblättern trägt die unverkenn- bare „Handschrift“ des edition-momente-Hausgraphikers Max Bartholl, augenzwinkernd ergänzt um eine Zeichnung von Jutta Bauer.

Fotografien hat dieses Kochbuch ebenfalls nicht nötig, denn Sybil Gräfin Schönfeldts Schreibstil ist lebendig, sinnlich-kulinarisch und wahrlich köstlich genug, um auch Kochmuffel zum Kochen zu bewegen. 

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-kochbuch-fuer-den-grossen-alten-mann.html

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und veröffentlichte seit den 1960er Jahren zahlreiche Kochbücher, zuletzt das Kochbuch für die kleine alte Frau (2018) sowie literarische Kochbücher über Goethe, Fontane, Thomas Mann u. a. und übersetzte Kinderliteratur. Sie war mit Astrid Lindgren befreundet. Sie lebt in Hamburg, hat zwei Söhne und ist seit zehn Jahren Witwe.«

Querverweis:

Hier entlang zur weiblichen Kochbuchergänzung „Kochbuch für die kleine alte Frau“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2020/04/14/kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau/

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Kochbuch für die kleine alte Frau

  • von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Verlag edition momente, September 2018 www.edition-momente.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 128 Seiten
  • mit Lesebändchen
  • 20,00 €, 28,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-6001-9

K Ü C H E N L E B E N S L A U F

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Aus dem „Kochbuch für die kleine alte Frau“ steigen beim Lesen nicht nur die Aromen köstlicher Gewürze, Kräuter und Speisen auf, sondern auch ein sympathisch-nostal- gischer Duft vergangener Zeiten und die Herzenswärme einer guten Gastgeberin.

Dieses Kochbuch wartet mit einer übersichtlichen Anzahl erprobter und weitgehend unkomplizierter Gerichte auf, die – eingebettet in den abwechslungsreichen Reigen persönlicher, kulinarischer Erinnerungen Sybil Gräfin Schönfeldts – serviert werden.  So gibt die Autorin den ererbten, handgeschriebenen familiären Kochbüchern und einigen „historischen“ Küchenwerkzeugen sowie ihrem alten, knarzenden Holzküchenschrank ebenso die Ehre wie den Persönlichkeiten lieber Ahnen mit ihren überlieferten Kochkünsten und Rezepten.

Der Anlaß, dieses Kochbuch zu verfassen, war die Suche nach alltagstauglichen und gleichwohl genüßlichen Rezepten für alleinstehende Menschen. Die Autorin verwandelt Rezepte aus ihrem vielfältigen, internationalen Familienrezepte-Fundus in Rezepte für eine Person und macht alleine schon durch die sinnlich-anschauliche, erzählerische Darstellung Appetit und Lust aufs Kochen und Schmausen. Sie betont mehrfach, wie wichtig es sei, sich auch als Witwe und trotz Trauer, Verlust und eventueller Appetit-losigkeit aufmerksam um die eigene Ernährung zu kümmern und sich – gewissermaßen als Einladung zur Lebensfreude – an die lohnende Arbeit des Für-sich-alleine-Kochens zu machen. Gelegentliche Gäste sind ja durchaus nicht ausgeschlossen, und dann hat sich die Tapferkeit des weiterhin kultivierten Kochens auch für diese lieben Mitesser gelohnt.

Auf einige verheißungsvolle Backrezepte (Sandtorte, Apfelkuchen, Mandeltorte, Zitro- nentorte) folgen Rezepte für Reisgerichte, Kartoffeln, Möhren und Nudelspeisen, Heringssalate, Varianten warmen Frühstücksbreis, ein origineller und je nach Jahres- zeitenangebot veränderlicher Salat aus der Pfanne, Hühnerfleischrezepte, Gemüseein- töpfe, Quarkspeisen, Obstsalate, Schokoladendesserts und Rote Grütze auf Hamburger Art. Außerdem gibt die Autorin Anregungen für Vorratshaltung, für Zufallsmahlzeiten aus kluger Resteverwertung, und sie ermahnt dazu, besonders im Alter eine ausrei- chende Menge Wasser zu trinken.

All diese Rezepte für Einzelmahlzeiten gehen Hand in Hand mit warmherzigen, persön-lichen Erinnerungen an Kochsituationen, Mahlzeiten sowie geliebte Mitmenschen und Gäste, die einen streiflichternden Einblick in den privaten und journalistischen „Küchen-lebenslauf“ der Autorin vermitteln.

Neben den schmackhaften inneren Werten ist das „Kochbuch für die kleine alte Frau“ auch mit ansprechenden äußeren Werten ausgestattet. Das fadengeheftete Buch hat ein handliches Format und ein farblich harmonierendes Lesebändchen. Die Schriftgröße ist leseangenehm, die Rezepte heben sich durch Fettdruck hervor, und die dezente graphische Gestaltung von Titelbild und Vorsatzblättern trägt die unverkennbare „Handschrift“ des edition-momente-Hausgraphikers Max Bartholl, augenzwinkernd ergänzt um eine Zeichnung von Jutta Bauer.

Fotografien hat dieses Kochbuch nicht nötig, denn Sybil Gräfin Schönfeldts Schreibstil ist lebendig, sinnlich-kulinarisch und wahrlich köstlich genug, um Freude am Kochen zu wecken. 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/buecher/sybil-graefin-schoenfeldt-kochbuch-fuer-die-kleine-alte-frau.html

Hier entlang zu einem Ausschnitt aus der NDR TALK SHOW vom 7.6. 2019, in dem Gräfin Schönfeldt charmant über ihr „Kochbuch für die kleine alte Frau“ plaudert:

Die Autorin:

»Sybil Gräfin Schönfeldt studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte in Wien. Sie schrieb für DIE ZEIT, das ZEIT-Magazin und STERN und veröffentlichte seit den 1960er Jahren zahlreiche Kochbücher, zuletzt das Kochbuch für die kleine alte Frau (2018) sowie literarische Kochbücher über Goethe, Fontane, Thomas Mann u. a. und übersetzte Kinderliteratur. Sie war mit Astrid Lindgren befreundet. Sie lebt in Hamburg, hat zwei Söhne und ist seit zehn Jahren Witwe.«

Querverweis:

Hier entlang zum männlichen Ergänzungskochbuch „Kochbuch für den großen alten Mann“: Kochbuch für den großen alten Mann
Und hier entlang zum dritten Kochbuch dieser Serie:
„Kochbuch für meine liebste Freundin“: Kochbuch für meine liebste Freundin

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Die kleine Waldfibel

  • Text & Illustration von Linda Wolfsgruber
  • Buchgestaltung von Christiane Dunkel-Koberg
  • KUNSTANSTIFTER Verlag, Januar 2020 www.kunstanstifter.de
  • gebunden
  • geprägter Buchdeckel
  • Fadenheftung
  • Format: 135 x 210 mm
  • 144 Seiten
  • 12 illustrierte Transparentblätter
  • 24,00 € (D), 24,70 € (A)
  • ISBN 978-3-942795-92-0

WALDSPAZIERGANG  AUF  DEM  PAPIER

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieses kleine Waldwissensbuch bietet ein beachtliches Fest der Sinne. Das beginnt schon mit dem Einbandpapier des Buchdeckels, das mit seiner griffig-feinporigen Struktur optisch und haptisch an Baumrinde erinnert, und setzt sich fort in den schönen, lebendig-naturalistischen Aquarell- und Tuschezeichnungen.

Der sinnlich-informative Waldspaziergang geht zum einen durch alle Jahreszeiten und stellt eine übersichtliche Anzahl häufiger Laub- und Nadelbäume vor. Hinzu kommen als atmosphärische Ergänzung einige stimmungsvolle Waldgedichte und als kulinarische Zugabe schmackhafte Rezepte für die Verwertung von Waldfrüchten.

Die Baumsteckbriefe beschreiben kurz und knapp botanische Kennzeichen und die unterschiedlichen Holzeigenschaften von Berg-Ahorn, Birke, Eiche, Erle, Esche, Hasel, Linde, Rotbuche, Schwarzpappel, Vogelkirsche, Weide, Lärche, Fichte, Kiefer, Tanne und Zirbe. Zusätzlich werden die dazugehörigen Blätter und Baumsamen abgebildet. Von einer mit der kompletten Baumsilhouette illustrierten Transparentpapierseite blättern wir jeweils vom belaubten Sommerkleid des Baumes zu seinem entlaubten Winterkleid, welches die artspezifische Stamm- und Verzweigungsstruktur deutlich sichtbar macht.

„© Linda Wolfsgruber / kunstanstifter“

„© Linda Wolfsgruber / kunstanstifter“

Streiflichternd folgen Erklärungen und Illustrationen zur Photosynthese, zur Windbe-stäubung einhäusiger und zweihäusiger Bäume sowie zur Blütenbestäubung durch Insekten. Die Unterschiede zwischen Tief-, Flach- und Herzwurzlern, die wichtige Wasserregulationsfähigkeit des Waldbodens sowie die Entstehung der Jahresringe und noch einiges weitere zum Lebensraum Wald und seiner tierischen Mitbewohner runden „Die kleine Waldfibel“ ganzheitlich ab.

„Die kleine Waldfibel“ bietet übersichtliche Textinformationen, die durch die attrak- tiven Illustrationen anschaulich bereichert werden. Ergänzt um ein abwechslungs- reiches und klares Layout und eine leseangenehme Typografie auf schmeichelgriffigem 130 g/m²-Papier finden wir hier eine gelungene Kombination aus Gefühl (Gedichte), Verstand (Sachinformation) und buchstäblich-sinnlicher Buchgestaltung.

Dieses Sachbuch ist im Kinderbuchverlag „Kunstanstifter“ erschienen. Gleichwohl spricht es altersunabhängig jeden Waldliebhaber unmittelbar an und dürfte wegen der hochwertigen Ausstattung neben biophilen auch vielen bibliophilen Lesern gefallen.

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
Die kleine Waldfibel

Die Autorin & Illustratorin:

»Linda Wolfsgruber, geboren 1961 in Bruneck (Südtirol), lebt in Wien. Sie besuchte die Kunstschule in St. Ulrich in Gröden sowie die »Scuola del Libro« in Urbino und absol- vierte eine Ausbildung zur Schriftsetzerin und Grafikerin in München und Bruneck. Seit 1986 illustriert sie (Kinder-)Bücher. Darüber hinaus arbeitet Wolfsgruber seit den 1990er Jahren als Dozentin an der »Scuola di Illustration di Sarmede« und ist auch selbst als Autorin tätig.«

Die Buchgestalterin:

»Christiane Dunkel-Koberg, geboren 1969 in Linz an der Donau, aufgewachsen am Wald-rand, studierte Kunsterziehung und Textilgestaltung in Linz und Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Typografie in Kiel. Sie liebt alte Bäume, grüne Seen und ihre Arbeit als freie Grafikerin in Hamburg. Ihre Arbeit wurde von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet.«

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Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der den ganzen Tag lang grummelig war

  • Text von Sabine Bohlmann
  • Illustrationen von Kerstin Schoene
  • Thienemann Verlag Februar 2019 www.thienemann.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 296 mm x 237 mm
  • 32 Seiten
  • 13,00 € (D), 13, 40 € (A)
  • ISBN 978-3-522-45909-9
  • Bilderbuch ab 4 Jahren

G R A N T E L L A U N E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Siebenschläfer bespielt nun schon seinen vierten Bilderbuchband, und diesmal ist er einfach unerklärlich grummelig und verschlossen, ja beinahe schon grantelig.

Unermüdlich bieten seine Freunde Igel, Haselmaus, Eichhörnchen, Maulwurf, Schnirkel-schnecke und Fuchs nacheinander ihre selbsterfahrenen Rezepte gegen schlechte Laune an. Doch nichts wirkt, obwohl der kleine Siebenschläfer immerhin alle Anregungen aus-probiert. Von positivem Denken über Yoga bis hin zur sprichwörtlichen Laus, die ihm über die Leber gelaufen sein könnte, kommen allerhand Erklärungen und Lösungen zur Anwendung. Die Grummeligkeit ist jedoch hartnäckig, und auch ein Biß in eine Zitrone – da sauer angeblich lustig mache – versauert dem kleinen muffeligen Siebenschläfer nur zusätzlich die Laune.

Nach wie vor grummelig, verzieht sich der kleine Siebenschläfer nunmehr unter seine blaue, getüpfelte Schnuffeldecke, bis er nach einer Weile doch seine lieben Freunde vermißt. Gerade als er sich selbstmitleidig in seiner Grummeligkeit bestätigt sehen will, kommen seine Freunde mit einer süßen Lösung zu ihm zurück, die seine Mundwinkel und seine Stimmung schließlich wieder aufwärts heben.

Wie gut, wenn man Freunde hat, die sich von Grummeligkeit nicht abschrecken lassen!

Die sympathischen Tiercharaktere demonstrieren wahrlich guten Willen und echte freundschaftliche Hilfe, um die schlechte Laune des kleinen Siebenschläfers zu vertreiben.

Die Autorin Sabine Bohlmann erzählt die Geschichte vom grummeligen Siebenschläfer in einfachen Worten, mit anschaulichen Dialogen und einem zärtlichen Blick auf kindliche Empfindungen.

Die Illustrationen von Kerstin Schoene setzen die warmherzige Stimmung und schmunz-lerische Dramaturgie des Textes durch die naturalistisch-niedlichen Tierportraits und ihre lebhafte Mimik und Körpersprache harmonisch in Szene.

Kinder finden in dieser Geschichte hilfreiches emotionales Identifikationspotenzial. Und vielleicht regt die Vorlesesituation sogar dazu an, ergänzende eigene Rezepte gegen Grummeligkeit anzusprechen oder zu entwickeln.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/produkt/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-den-ganzen-tag-lang-grummelig-war-isbn-978-3-522-45909-9

 

Hier entlang zu den drei Vorgänger-Siebenschläfer-Bänden:

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/12/02/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-einschlafen-konnte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/09/24/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-nicht-aufwachen-wollte/
Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/05/09/die-geschichte-vom-kleinen-siebenschlaefer-der-seine-schnuffeldecke-nicht-hergeben-wollte/

Die Autorin:

»Geboren wurde Sabine Bohlmann in München, der schönsten Stadt der Welt. Als Kind wollte sie immer Prinzessin werden. Stattdessen wurde sie (nachdem sie keinen Prinzen finden konnte und der Realität ins Auge blicken musste) Schauspielerin, Synchron-sprecherin und Autorin und durfte so zumindest ab und zu mal eine Prinzessin spielen, sprechen oder über eine schreiben.
Geschichten fliegen ihr zu wie Schmetterlinge. Überall und zu allen Tages- und Nachtzeiten (dann eher wie Nachtfalter). Sabine Bohlmann kann sich nirgendwo verstecken, die Geschichten finden sie überall. Und sie ist sehr glücklich, endlich alles aus ihrem Kopf rausschreiben zu dürfen. Auf ein blitzeblankes, weißes – äh – Computerdokument. Und das Erste, was sie tut, wenn ein neues Buch in der Post liegt: Sie steckt ihre Nase ganz tief hinein und genießt diesen wunderbaren Buchduft.« www.sabinebohlmann.com

Die Illustratorin:

»Kerstin Schoene, geboren 1981 in Haan, studierte Kommunikationsdesign an der Bergischen Universität Wuppertal. Schwerpunkt ihres Studiums war Illustration bei Wolf Erlbruch. Seit ihrem erfolgreichen Abschluss arbeitet sie freiberuflich als Illustratorin und Grafikdesignerin. Sie zeichnet für verschiedene Verlage, schreibt und illustriert eigene Kinderbücher. Sie lebt, unter Beobachtung eines Fellknäuels, in Haan.«  www.kerstinschoene.de

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Grüner Faden

  • Der grüne Jahresplaner für ein
  • einfaches und nachhaltiges Leben
  • Immerwährender Buchkalender
  • Herausgeber: smarticular Verlag  August 2018 http://www.smarticular.net
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 20 x 13 x 2 cm
  • 256 Seiten
  • 2 LESEBÄNDCHEN
  • ISBN 978-3-946658-15-3
  • 22,90 € (D), 23,55 € (A)

VON  TAG  ZU  TAG  NACHHALTIG

Kalenderbesprechung  von Ulrike Sokul ©

Wer gerne mit einem achtsamen, nachhaltigen, müllvermeidenden, rohstoffschonenden und einfach selbstgemachterem Leben beginnen möchte oder dafür nach alltäglichen praktischen Anregungen sucht, wird in diesem Kalender garantiert fündig.

Jede Woche hat hier kalendarisch auf einer Doppelseite Raum, an die sich eine Seite mit saisonalen, konzentriert-formulierten Tipps und eine freigebliebene Seite für längere Notizen oder Skizzen anschließt. Im hinteren Kalenderteil gibt es ergänzend eine Doppelseite, die den Monatskalender abbildet, und wieder eine freie Seite für persön- liche Einträge. Dank der zwei Lesebändchen lassen sich die aktuelle Woche und der aktuelle Monat übersichtlich markieren.

Da bei den kalendarischen Planungsseiten kein Datum vorgedruckt ist, sondern nur die Wochenzahl und die Wochentage, kann man jederzeit mit dem Kalender anfangen und einfach das Datum selbst eintragen. So muß man nicht zwangsläufig von Januar bis Dezember vorgehen, sondern kann jahresübergreifend je nach Einstieg auch von Mai bis April, Juni bis Juli usw. mit dem Kalender arbeiten.

Der Grüne Faden ist mit über 200 saisonalen Rezepten, Ideen und Handlungsimpulsen, mehr als 100 Illustrationen sowie einem wöchentlichen weisen Zitat sinnvoll angerei- chert. Am hinteren Buchinnendeckel befindet sich ein aufklappbares Täschlein, in dem Papierkleinkram (Visitenkarten, Quittungen etc.) untergebracht werden können.Nach dem Hauptkalenderteil bleibt noch Platz für eine Wunschzetteldoppelseite, einen Gemüse- und Wildpflanzensaisonkalender mit Querverweisen zu Rezepten und Anwen- dungen, die im Jahresverlauf bereits thematisiert wurden, sowie eine freie Seite mit der Überschrift „Ideenparkplatz“.

Alle Rezepte und Ideen verfügen über einen Stichwort-Linkhinweis zu smarticular.net, wo sich zusätzliche und vertiefende Informationen aufrufen lassen. Die großzügigen Kalenderblätterfreiräume und Selbstgestaltungsmöglichkeiten fügen diesem Jahres- planer spielerisch einen individuellen Mehrwert hinzu.

Es versteht sich von selbst, daß der Grüne Faden auf wiederverwertetem Papier in Deutschland gedruckt und gebunden wurde. Der Grüne Faden bietet vielseitige und motivierende Nachhaltigkeitsinformationen, die zu konstruktivem, selbstwirksamem Handeln einladen.

Hier entlang zum Kalender und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.smarticular.net/gruener-faden/

Wahlweise gibt es den Grünen Faden übrigens auch in den Farben: Beere, Erde, Morgentau, Ozean, Provence, Sonne und Wald

 

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