Der unbekannte Kosmos

  • Alexander von Humboldt
  • Feature von Hans Sarkowicz
  • Regie: Leonhard Koppelmann
  • mit Ulrich Noethen als Humboldt
  • gelesen von: Ulrich Noethen, Friederike Ott, Birgitta Assheuer,
  • Moritz Pliquet und Reinhart von Stolzmann
  • Produktion: Hessischer Rundfunk/Der Hörverlag 2019
  • erschienen im Hörverlag Mai 2019  http://www.hoerverlag.de
  • 8 CDs in Pappschachtel
  • Laufzeit: ca. 10 Stunden und 7 Minuten
  • Textbeilage mit Zeittafel, Inhaltsübersicht und
  • Originalzeichnungen
  • 40,00 € (D), 44,90 € (A), 52,90 sFr.
  • ISBN 978-3-8445-3305-7

DEN  ENTDECKER  ENTDECKEN

Hörbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieses Hörbuch-Feature von Hans Sarkowicz vermittelt durch wohlgewählte, klug kom- binierte Textauswahl und facettenreiches Geistesfunkeln einen ebenso lehrreich-interessanten wie vielstimmig-spannenden Einblick in Alexander von Humboldts Leben, Persönlichkeit und Werk.

2019 ist ein Alexander-von-Humboldt-Jubiläumsjahr. Vor 250 Jahren, am 14.9.1769, wurde Alexander von Humboldt geboren. Dies ist fürwahr Anlaß genug, dem gegen-wärtigen Lesepublikum Humboldts bemerkenswert weltläufiges – in seiner ganzheit- lichen, fächerübergreifend-weitsichtigen Perspektive erstaunlich aktuelles – Werk ins Bewußtsein zu rufen.

Die für das Hörbuch ausgewählten Originaltexte folgen einer chronologischen, topo-graphischen und thematischen Ordnung. Begleitet werden sie von konzentriert-zusammenfassenden Erläuterungen sowie zeitgeschichtlich und wissenschaftshistorisch einordnenden Kommentaren acht verschiedener Humboldt-Spezialisten (Prof. Dr. Oliver Lubrich, Prof. Dr. Stefan Brönnimann, Dr. Tobias Kraft, Dr. Ulrike Leitner, Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm, Thomas Nehrlich M.A., Prof. Dr. Karl Schlögel, Prof. Dr. Heinz Veit) und einigen, recht amüsant-launigen Zeitzeugenberichten (z.B. aus der Feder Ludwig Börnes) sowie literarischen Querverweisen.

Humboldt war ein vielseitig interessierter Gelehrter und wißbegieriger Forscher. Er war Bergbaufachmann, Botaniker, Geograph und Kartograph und befaßte sich u.a. mit Anthropologie, Anatomie, Astronomie, Archäologie, Geologie, Klimatologie, Kunst, Mineralogie, Pflanzengeographie, Vulkanismus und Zoologie. Zusammen mit Goethe machte er in Jena galvanische Experimente und scheute sich dabei nicht, seinen eigenen Körper als Versuchsobjekt und Meßinstrument einzusetzen.

Als Bergbauspezialist konzentrierte sich Humboldt nicht nur auf die Erschließung von Bodenschätzen, sondern erfand auch ein Atmungsgerät und eine luftreinigende Gruben-lampe, welche die Sicherheit der Bergleute erhöhen sollte.

Die Länder, die uns heute als Ecuador, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Peru und Venezuela bekannt sind, waren zu Humboldts Zeiten noch spanische Kolonien. Humboldt reiste mit einer Sondergenehmigung des spanischen Königs und in Begleitung des Arztes und Botanikers Aimé Bonpland von 1799 bis 1804 durch Süd- und Mittelamerika. Trotz der Strapazen empirischer Feldforschung in Urwäldern und bei gefährlichen Bergbestei-gungen protokollierte er unermüdlich seine Messungen, Beobachtungen, Entdeckungen und Erkenntnisse.

Stets führte er die neuesten und besten astronomischen und physikalischen Instru- mente (Barometer, Chronographen, Cyanometer, Elektrometer, Hygrometer, Sextanten, Thermometer usw.) mit sich und vermaß so buchstäblich die Welt, die er bereiste und erkundete. Die Natur und die fremde Landschaft faszinierten und begeisterten ihn; er sei, so schrieb er, in den Tropen ganz in seinem Element.

Seine Erfahrungen in den Kolonien machten ihn zu einem entschiedenen Kritiker und Gegner von Kolonialismus und Sklaverei, und er gab den Kampf für ein globales Verbot der Sklaverei niemals auf. Er beklagte die Zerstörung der kulturellen Zeugnisse der indi- genen Urbevölkerung (Azteken, Inkas und Mayas) durch die spanischen Eroberer und christlichen Missionare und setzte sich dafür ein, daß die verbliebenen Reste und die vom Vergessen bedrohten indigenen Sprachen erforscht, dokumentiert und bewahrt wurden.

Seinen Ruf als Universalgelehrter können wir guten Gewissens um den eines Humanisten ergänzen. Das nachfolgende Zitat von 1852 mag einen Eindruck seiner außergewöhnlich unabhängigen Geisteshaltung vermitteln:

„Indem wir die Einheit des Menschengeschlechts behaupten, widerstreben wir auch jeder unerfreulichen Annahme von höheren und niederen Menschenrassen. Es gibt bildsamere, höher gebildete, durch geistige Kultur veredelte, aber keine edlere Volksstämme. Alle sind gleichmäßig zur Freiheit bestimmt; … „

Humboldt war in vieler Hinsicht seiner Zeit voraus, er dachte in größeren Zusammen-hängen, forschte und schlußfolgerte interdisziplinär und erkannte damals schon den Einfluß menschlichen Handelns (Abholzungen) auf das Klima und betrachtete „die Natur als ein komplexes System von Wechselwirkungen“ – verfügte also bereits über eine ökologische Perspektive, als es den Begriff Ökologie noch garnicht gab.

Die stilistische Eleganz, fesselnde Eloquenz und anschauliche Ausdruckskraft seiner Sprache zeigen Humboldt als begabten Schriftsteller und empfindsam-aufnahme- fähigen, feinsinnigen Beobachter. Sein zeichnerisches Talent war eine nützliche Ergänzung – so konnte er seine Reiseberichte mit vielen naturalistischen Illustrationen auch bildlich dokumentieren.

Ulrich Noethen spricht Alexander von Humboldts Texte mit würdevoller Emphase und gibt ihnen lebhafte stimmliche Gestalt, und auch die versammelten Humboldt-Spezialisten können sich angenehm und redeflüssig hören lassen.

Die akustische Kulisse aus Federkratzen, Hufgetrappel, Insektensummen, Wasserrau-schen, Hammerklopfen, Vogelrufen usw. und die gelegentliche sanfte oder dramatische musikalische Grundierung animieren die Begegnung mit Humboldts Beobachtungen, Erkenntnissen, Berichten, Stellungnahmen und Ideen und machen uns zu imaginären Reisebegleitern seiner Expeditionen durch Amerika und Rußland.

Diese Hörbuchdokumentation informiert facetten- und abwechslungsreich über Alexander von Humboldt und seine maßgebliche Bedeutung für die Naturwissen- schaften des neunzehnten Jahrhunderts. Wir bekommen einen nachhaltigen Eindruck von Humboldts regem, weitem Geist, seiner Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge und Wechselwirkungen wahrzunehmen, seiner Entdeckungsfreude und Forschungshingabe, seiner aufklärerischen und weitherzigen Aufgeschlossenheit, seinem demokratischen Verständnis von Wissenschaft und seinem hoffnungsvollen Glauben an den Fortschritt von Vernunft und Wissenschaft zum Wohle der Menschheit.

„Wissen und Erkennen sind die Freude und die Berechtigung der Menschheit.“

Meine Faszination und Begeisterung gehen derweil soweit, daß ich Alexander von Humboldt nun gerne in die erlesene Gästeliste meines imaginären Salon d’ésprit einreihe, in der ich Persönlichkeiten aus der Vergangenheit versammle, mit denen ich mich gerne einmal unterhalten würde.

 

Hier entlang zum Hörbuch und zur HÖRPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Der-unbekannte-Kosmos-des-Alexander-von-Humboldt/Alexander-von-Humboldt/der-Hoerverlag/e544935.rhd

Alexander von Humboldt:

»Alexander von Humboldt (1769–1859), deutscher Universalgelehrter und Expeditions-reisender von internationalem Renommee, machte als Pionier diverser naturwissenschaft- licher Fachdisziplinen von sich reden: von der Botanik und Zoologie über die Klimatologie bis hin zur Astronomie. Seit seiner Amerikanischen Forschungsreise 1799-1804 gilt er als «wissenschaftlicher Wiederentdecker Amerikas» und Mitbegründer der empirisch fundierten Geographie. Doch auch als Ethnologe, Kulturtheoretiker und couragierter Humanist war er seiner Mitwelt weit voraus.«

Ulrich Noethen:

»Ulrich Noethen, 1959 in München geboren, begann seine Schauspielkarriere 1985 am Theater. Anfang der 90er Jahre wechselte er zu Film und Fernsehen. Der große Durchbruch gelang ihm 1997 mit Joseph Vilsmaiers Comedian Harmonists. Seitdem war er in unzähligen Kino- und TV-Produktionen zu sehen. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zweimal mit dem Grimme-Preis sowie mit dem Deutschen Filmpreis. 2017 wurde er als Bester Interpret mit dem Deutschen Hörbuchpreis geehrt. Für den Hörverlag las Ulrich Noethen zuletzt Königskinder von Alex Capus.«

Der Herausgeber:

»Hans Sarkowicz studierte Germanistik und Geschichte in Frankfurt/Main. Seit 1979 arbeitet er beim Hessischen Rundfunk. Er leitet das hr2-Ressort Literatur und Hörspiel und ist Autor von zeitgeschichtlichen und kulturhistorischen Publikationen, unter anderem zur Kunst und Literatur im Nationalsozialismus.«

Zur Buchausgabe:

Wer lieber lesen als lauschen möchte, kann sich mit dem Buch „Der Andere Kosmos“ anhand einer Auswahl von 70 exemplarischen Texten (Aufsätze, Artikel, Essays) aus 70 Jahren (von 1789 bis 1859) mit Humboldt beschäftigen. Dort fehlen dann jedoch die begleitenden Kommentare der Humboldt-Spezialisten, die den Originaltexten in der Hörbuchfassung einen erhellenden wissenschaftshistorischen Rahmen geben.

Alexander von Humboldt    
Der andere Kosmos
Hrsg. von Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich
70 Texte, 70 Orte, 70 Jahre 1789-1859
DTV Verlag
März 2019
gebunden in geprägtes graues Feinleinen
mit einem farbigen Schutzumschlag aus halbtransparentem Kunststoff
Fadenheftung
LESEBÄNDCHEN
Groß-Oktav-Format: 17 x 24 cm
448 Seiten
in der Minion gesetzt und zweifarbig
auf holzfreiem, alterungsbeständigen Werkdruckpapier gedruckt
30,00 € (D), 30,90 € (A)
ISBN 978-3-423-28170-6

Hier entlang zur Buchausgabe beim DTV Verlag:
https://www.dtv.de/buch/alexander-von-humboldt-oliver-lubrich-thomas-nehrlich-der-andere-kosmos-28170/

Wer sich vertiefend mit Alexander Humboldt beschäftigen möchte, dem sei die zehnbändige Gesamtausgabe sämtlicher Schriften empfohlen, die im August 2019 im DTV Verlag erschienen ist und erstmals alle verstreuten, weltweit erschienenen Aufsätze, Artikel, Essays und Briefe versammelt.

Alexander von Humboldt
»Sämtliche Schriften«

Herausgegeben von Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich
DTV Verlag

10 Bände
6320 Seiten


Wahlweise als handnumerierte Vorzugsausgabe zu 390 € (D/A)
https://www.dtv.de/buch/alexander-von-humboldt-oliver-lubrich-thomas-nehrlich-saemtliche-schriften-handnummerierte-vorzugsausgabe-im-schmuckschuber-59089/

 

 

oder als Studienausgabe zu 250 € (D/A)
https://www.dtv.de/buch/alexander-von-humboldt-oliver-lubrich-thomas-nehrlich-saemtliche-schriften-studienausgabe-59088/

 

 

Auf der Extra-Webseite des DTV-Verlages zur Humboldt-Ausgabe gibt es zudem eine weltkartenfilmische Darstellung seiner umfangreichen Reiserouten.
https://www.dtv.de/special-alexander-von-humboldt-saemtliche-schriften/70-jahre-reisen-forschen-und-schreiben/c-1931

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

Thomas Mann: Die große Originalton-Edition

  • Hörbuch
  • LESUNGEN, Reden, Vorträge
  • Sprecher: Thomas Mann
  • Produktion: RRG 1932/SRF, 1952,
  • 1954-1955/SDR, heute SWR,
  • 1950, 1953-1954/ Erika Mann 1950/NWDR, heute NDR,
  • 1953,1955/Deutschlandsender 1954/
  • HR 2001/BR 2003/
  • BBC 1941-1945
  • 17 CDs
  • Gesamtlaufzeit 17 Stunden, 10 Minuten
  • 49,99 € (D), 69,90 sFr.
  • der Hörverlag Mai 2015            www.hoerverlag.de
  • ISBN 978-3-8445-1740-8

    Die grosse Originalton-Edition von Thomas Mann

    Die grosse Originalton-Edition von Thomas Mann

EIN BILDUNGSVERGNÜGLICHER THOMAS-MANN- SCHNUPPERKURS

Hörbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Thomas Manns bewundernswerte und genüßliche Sprachbeherrschung zeigt sich nicht nur im schriftlichen Werke, sondern ebenso in seiner Vorlesekunst. Ob er aus seinen Romanen liest, von seinem schriftstellerischen Werdegang erzählt, literarische Vorbilder erwähnt, über Nietzsche philosophiert, seine Musikvorlieben erläutert, mahnende Radioappelle an das Deutsche Volk in Zeiten des Zweiten Weltkrieges verkündet, öffentliche Gespräche führt, Vorträge hält oder aus seinem Leben plaudert – stets ist seine Sprache geschliffen, elegant und harmonisch-wohlproportioniert und die Tonlage seiner Stimme dem Stoffe vollends angemessen.

Die vorliegende Edition enthält Leseauszüge aus folgenden Romanen und Erzählungen:
Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Joseph und seine Brüder, Der Erwählte, Der Zauberberg und Doktor Faustus. Die Lesung des Tonio Kröger ist sogar vollständig – ein seltener Glücksfall, aufgenommen vier Monate vor Thomas Manns Tod im Jahre 1955. Die Vorträge (Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung, Der Künstler und die Gesellschaft, Mein Wunschkonzert und Meine Zeit) werden vollständig wiedergegeben.

Eine Auswahl der 58 weitsichtigen BBC-Reden „Deutsche Hörer!“ 1941-1945, in denen Thomas Mann in nachdrücklichen Appellen die humanistische deutsche Geistestradition der faschistischen, nationalsozialistischen Barbarei gegenüberstellt und ausdrücklich die verschwiegenen Kriegsverbrechen benennt, zeigen ihn als überzeugten Europäer und Demokraten.

Zwei kurze Berichte der Thomas-Mann-Kinder Golo Mann und Erika Mann erzählen in ebenfalls druckreifem Stile von der häuslichen Ordnung, dem alltäglichen, familiären Tagesablauf und der sehr systematisch-produktiven väterlichen Schreib– und Lesedisziplin sowie seiner strengen Kunstauffassung, mit der sie groß geworden sind.

Eine zweistündige Radio-Dokumentation (HR 2001) des Mann-Kenners und Biographen Hermann Kurzke über Thomas Manns Leben und Werk rundet unser Rendezvous mit dem großen deutschen Erzähler des 20. Jahrhunderts kenntnisreich ab. Im Rahmen dieser Dokumentation hören wir einen bemerkenswerten Wahlaufruf von 1932, in dem Thomas Mann den Nationalsozialismus scharfsinnig analysiert, deutlich kritisiert und vor den belastenden und grausamen historischen, sozialen und psychologischen Folgen dieser aufkeimenden Diktatur warnt. Kein Wunder, daß Thomas Mann 1936 die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt und seine Vermögenswerte beschlagnahmt wurden. Einer Verhaftung entging er nur, da er sich zu dieser Zeit bereits in der Schweiz aufhielt.1938 emigrierte Thomas Mann nach Amerika. Eine Ehrenprofessur der Library of Congress in Washington bot Thomas Mann Einkommen und Podium.

Als Thomas Mann 1955 in Zürich starb, war er immer noch amerikanischer Staatsbürger. Die junge Bundesrepublik Deutschland hatte sich noch nicht einmal darum bemüht, ihn als Staatsbürger wiederzugewinnen.

Die vorliegende Originalton-Edition bietet dem geneigten Hörer beispielhafte Stichproben und biographische Einblicke, die Thomas Manns Werk und Leben anschaulich skizzieren und sehr dazu einladen, wieder einmal eines oder mehrere seiner Bücher zu lesegenießen.

Was mir an Thomas Mann besonders gefällt, ist, daß er tatsächlich immer etwas zu sagen hat. Selbst wenn ich gelegentlich thematisch nicht übermäßig gefesselt war, verstand er es doch, stets mein Interesse zu wecken, alleine durch die Art, wie er es stilistisch und stimmlich darzustellen vermochte.

Thomas Mann zeigt sich in diesen Hördokumenten fürsorglich-humanistisch, konservativ-demokratisch, sympathisch-selbstironisch, schelmisch-selbstgefällig, behäbig und zugleich verschmitzt sowie immer wieder changierend zwischen bürgerlichem und künstlerischem Lebensbedürfnis und Schicksalsausdruck.

Das 41 Seiten umfassende, der CD-Box beigefügte Textheft ergänzt das Gehörte um Lebensdaten, kurze informative Werknotizen und biographische Erläuterungen.

Gerne habe ich dem alten Meister gelauscht und mich angesichts seines kultivierten Sprachvermögens verneigt.

So, und nun will ich einmal wieder auf Papierfühlung mit dem charmanten Schelm namens Felix Krull gehen, denn die Lesungen aus diesem Romane Thomas Manns haben mir am allervorzüglichsten gefallen.

 

Der Autor:

»Thomas Mann wurde 1875 als Sohn einer Kaufmanns- und Senatorenfamilie in Lübeck geboren. Ohne Abitur und abgeschlossene Ausbildung arbeitete er als Redakteur beim „Simplicissimus“, bevor ihm der Roman „Buddenbrooks“ (1901) und die Erzählung „Tonio Kröger“ (1903) ein Leben als Schriftsteller ermöglichten und ihn schon in jungen Jahren berühmt werden ließen. 1929 erhielt Thomas Mann den Nobelpreis für Literatur, vier Jahre später musste der Schriftsteller aus dem nationalsozialistischen Deutschland emigrieren. Von 1933 an lebte Thomas Mann im Exil, erst in der Schweiz, ab 1938 in den USA. Dort nahm er 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1952 kehrte Thomas Mann in die Schweiz zurück, wo er 1955, kurz nachdem er zum Ehrenbürger der Stadt Lübeck ernannt wurde, in Kilchberg bei Zürich starb.«

Und hier gibt es eine Hörprobe:
http://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Die-grosse-Originalton-Edition/Thomas-Mann/e472144.rhd