Ackergifte? Nein danke!

  • Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft
  • Von Ute Scheub
  • thinkOya*,  Akt 438     Oktober 2014           http://www.think-oya.de
  • 128 Seiten, Broschur
  • 10,–€ (D), 10.20 € (A), 14,- sFr.
  • ISBN 978-3-927369-87-0
    9783927369870

ERDE  ZU  ERDE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Ackergifte? Nein danke!“ versammelt gefährliches Wissen über Chemielobby-Lügen, vorbestellte wissenschaftliche ›Wahrheiten‹, allgegenwärtiges Glyphosat, Endokrine Disruptoren (EDCs), Gifte über Gifte, grenzwertige Grenzwerte, mangelhafte behördliche Kontrollen, organisierte Verantwortungslosigkeit usw. Nach dieser Lektüre wird man den Verharmlosungsstudien multinationaler Chemiekonzerne und ihrem angeblichen Kampf gegen den Welthunger keinen Glauben mehr schenken.

Wer sich schon längst weitgehend mit biologisch erzeugter Nahrung ernährt, kann sich leider nicht beruhigt zurücklehnen, denn durch zahlreiche Stoffkreisläufe erreichen die Gifte – wenn auch in geringerer Konzentration – auch die Refugien biologischer Landwirtschaft.

Ein paar Zahlen zum Vorgeschmack:

„Pro Jahr werden laut Umweltbundesamt auf einem landwirtschaftlich genutzten Hektar im Schnitt etwa neun Kilogramm Pestizide beziehungsweise zweieinhalb Kilogramm Wirkstoffe eingesetzt. Pestizide seien schädlich für das Leben, weil sie in 0,000 000 000 001 Gramm wirksam sein können, schreibt Pestizidexperte Klaus Friedrich Haalck. Wenn man sich vor Augen hält, dass schon ein Billionstel Gramm eine Wirkung auslösen kann, ist das eine ungeheure Giftmenge, die wir jedes Jahr unserem Land und uns selbst zumuten.“ ( Seite 9)

Daß viele Pflanzen, von deren Samen oder Früchten wir uns ernähren, auf die Bestäubung durch Bienen, Hummeln usw. angewiesen sind, ist noch verhältnismäßig anschaulich zu vermitteln. Bei den – für das bloße Auge – unsichtbaren Mikroorganismen, die für die Fruchtbarkeit des Erdbodens und ein gesundes Pflanzenwachstum unerläßlich sind, braucht man eine größere Fähigkeit, in kleinen und großen Zusammenhängen und Kreisläufen zu denken.

Es dauert hundert Jahre, bis sich eine Humusschicht von ein bis drei Zentimetern gebildet hat – heute wird diese in der winzigen Zeitspanne von ein bis zehn Jahren abgetragen.“ (Seite 12)

Die Wissenschaft fängt gerade erst an, die zahlreichen Bodenorganismen, ihre Wechselwirkungen und Symbiosen mit Pflanzen und ihre Koexistenz mit und in diversen Stoffwechselkreisläufen zu entdecken. Das natürliche Gleichgewicht dieser obersten Erdschicht, von der fast unsere ganze Nahrungsmittelerzeugung, aber auch die reinigende Wirkung von Wasserkreisläufen abhängt, wird durch Kunstdünger, Pestizide, Fungizide, Gülle, Herbizide, Insektizide, Biozide, Desinfektionsmittel, Arzneimittel- rückstände und weitere Chemieabfälle empfindlich gestört und letztlich auch zerstört.

Dazu kommen als katastrophale Nebenwirkungen: verstärktes Artensterben, Verminderung der Biodiversität, weitere ge- und zerstörte natürliche Gleichgewichte, steigende Krebserkrankungsraten, Allergien, belastetes Trinkwasser usw.

Zwar ist das „dreckigste Dutzend“ der Supergifte (z.B. DDT) durch die Stockholmer Konvention von 2001 weltweit verboten, und die in den Industrienationen zum Einsatz kommenden Pestizide sind etwas weniger giftig – aber giftig sind sie trotzdem und eine unabhängige wissenschaftliche Auswertung der kumulativen und kombinatorischen Wirkung verschiedener Gifte findet kaum statt.

Stattdessen betreiben die großen Chemie- und Saatgutkonzerne eine scheinbare Welternährungsrettungs-PR und verkaufen die systematische Zerstörung unseres wortwörtlichen Nährbodens als grüne Revolution. Man tauft die tödlichen „Waffen“ gegen pflanzlichen Wildwuchs und sogenannte Schadinsekten in Pflanzenschutzmittel um, beschwört den angeblichen Segen genmanipulierter Nahrungspflanzen, die angebliche Effizienz von Monokulturen und die scheinbare Ertragssteigerung durch Kunstdünger.

Tatsächlich jedoch bereiten diese Giftgaben den Boden für Krankheit. Die prinzipielle Lebensfeindlichkeit aller dieser Mittel ist eine logische Folge ihrer Entwicklung aus der Chemiewaffenproduktion. Kunstdünger und Insektizide waren und sind nämlich häufig ein Neben- oder Folgeprodukt der Chemiewaffenherstellung. Oft lassen sich die verwendeten Substanzen wahlweise als Insektizid, Nervengift und/oder Kampfgas verwenden.

Konventionell wirtschaftende Landwirte, die durch den Umgang mit diesen Giften selbst erkrankt sind, oder Biolandwirte, deren Weiden und Anbauflächen durch Abdrift solcher Gifte geschädigt werden, oder betroffene Anwohner müssen die Schadstoffbelastung – auf eigene Kosten – analysieren lassen, werden von behördlicher Seite meist verwaltungsvertrödelt, d.h. die Zuständigkeit wird von Amt zu Amt verschoben, und von den „Pflanzenschutzmittel“- Produzenten werden die Schäden als bedauerliche Einzelfälle eines Anwendungsfehl- verhaltens deklariert.

Und gegen Krankheiten gibt es dann wieder medikamentöse Gifte – ein profitabler Kreislauf auf Kosten des gegenwärtigen und zukünftigen Lebens.

Doch es geht auch anders. Zum Ausgleich und als positiver Handlungsimpulsgeber berichtet die Autorin im Anschluß an die Giftabrechnung über sinnvolle Alternativen.

„Würde die Menschheit mit Ökolandbau allein genug zu essen haben? Die fröhliche Antwort: Ja, das ist machbar! Eine enkeltaugliche Landwirtschaft ist möglich und macht Boden gut. Es ist genug für alle da.“ ( Seite 83)

So berichtet der Hoffnungsexkurs etwa über hiesige Biolandwirtschaft, Permakultur und symbiotische Landwirtschaft, die Förderung pestizidfreier Kommunen und das Bündnis »Kommunen für die biologische Vielfalt«, 212 Initiativen mit über 30 000 beteiligten Landwirten, die Gentechnik ausschließen, die weltweite Transition-Town-Bewegung, die erfolgreichen Pionierarbeiten des Schweizer Insektenforschers Hans-Rudolf Herren zur biologischen Schädlingsausgleichung, die Terra-Preta-Anbaumethode …

Im Anhang wird die Kampagne »Ackergifte? Nein Danke! « vorgestellt. Ein kurzer Leitfaden zum Umgang mit Schäden durch Ackergifte und zum Erkennen von Abdriftschäden informiert darüber, wie wichtig es ist, Vergiftungsfälle zu dokumentieren (es gibt einen nützlichen Meldebogen bei PAN Germany http://www.pan-germany.org ). Auch bei Landesbehörden (Pflanzenschutzämtern) finden sich zuständige Ansprechpartner.

Das vorliegende Buch ist eine Lektüre, die zwar schwer im Magen liegt, gleichwohl ist sie aber auch ein notwendiger „Wissensdünger fürs Denken“, der hoffentlich bei vielen Lesern zu Handlungsschritten führt, die dazu beitragen, unseren Enkeln eine lebendige Erde zu hinterlassen.Damit es nicht eines Tages heißen muß: Erde zu Erde, Gift zu Gift und Hunger zu Hunger.

AGND-Logo.jpeg BIENE

»Seit Frühjahr 2014 ist die Internetseite der Kampagne ›Ackergifte? Nein danke! ‹ http://www.ackergifte-nein-danke.de öffentlich zugänglich. Getragen von der Bürgerinitiative ›Landwende‹ http://www.landwende.de , die 2001 als Reaktion auf eine großflächige Herbizid-Vergiftung im Nordosten Deutschlands aktiv wurde, fordert die Kampagne ein Verbot sämtlicher Ackergifte und tritt für einen Abschied von der Agrarindustrie, verbunden mit der Hinwendung zu einer bäuerlichen, lebensfördernden und enkeltauglichen Landwirtschaft ein….
Ein erster Schritt dazu besteht darin, Schäden und Gesundheitsbeschwerden, die durch Abdrift von Ackergiften entstehen, zu registrieren und zu melden. Dazu arbeitet die Kampagne ›Ackergifte? Nein danke!‹ mit dem ›Pestizid Aktions-Netzwerk Deutschland e.V. (PAN) ‹ http://www.pan-germany.org zusammen. Mit Hilfe eines Meldebogens soll eine breite Datenbasis geschaffen werden, die das Ausmaß der allgegenwärtigen Vergiftung von Land und Leuten dokumentiert.« (Seite 103)

Die Autorin:

»Ute Scheub, Jahrgang 1955, ist Publizistin und Mitbegründerin der Tageszeitung taz. Als freie Autorin verfasste sie zahlreiche Bücher zu den Themen Frieden, Frauen und Ökologie, zuletzt: „Terra Preta. Die schwarze Revolution aus dem Regenwald“ und „Glücksökonomie. Wer teilt hat mehr vom Leben“. Ute Scheub lebt in Berlin.«  http://www.utescheub.de

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://think-oya.de/buch/ackergifte_nein_danke.html

*thinkOya Akt:Akt‹ (von lat. agere, handeln) steht für Aktion, Ereignis, Handlung. Als philosophischer Begriff bezeichnet ›Akt‹ eine realisierte Wirklichkeit im Gegensatz zur ›Potenz‹, einer (noch) nicht manifesten Möglichkeit. In der Reihe » thinkOya Akt« erscheinen Aufklärungs-, Streit- und Flugschriften, die zu konkreten Handlungen anstiften. Jeder Band ist eine Ideenwerkstatt zu den drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Im Weiterdenken und Aktivwerden der Leserinnen und Leser können diese Ideensamen zu konkreten Utopien heranreifen. Wie Akte eines Bühnenstücks sind die einzelnen Bände Teile eines sich fortschreibenden Werks, dessen Ganzes mehr als die Summe seiner Teile ist. Die Titel sind in handfester Broschur gefertigt, tragen eine nicht-chronologische Nummerierung und verbinden individuelle Gestaltung mit hohem Wiedererkennungswert.

 

thinkOya ist ein Imprint der Drachen Verlag GmbH in Kooperation mit der Zeitschrift:
Oya – anders denken, anders leben.
http://www.oya-online.de

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Alles fühlt, Neuausgabe

  • Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften
  • von Andreas Weber
  • mit einem Vorwort von Michael Succow
  • thinkOya Verlag, Neuausgabe September 2014   www.think-oya.de
  • Klappenbroschur
  • 260 Seiten
  • Format: 22,7 x 16,7 cm
  • 24,90 €
  • ISBN 978-3-927369-86-3
    9783927369863.jpg Alles fühlt, Neuausgabe

LEBENSWEISE   LEBENSKREISE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Es ist mir eine große Freude, daß dieses poetische Biologiebuch in einer schön gestalteten, aktualisierten Neuausgabe bei think-Oya wieder erschienen ist, nun ergänzt durch ein eindringliches Vorwort von Michael Succow, dem renommierten Biologen, Naturschützer und Träger des Alternativen Nobelpreises.

Das Buch „Alles fühlt“ folgt dem roten Faden des Lebens, und es ist sehr hilfreich dabei, den Verirrungen lebensfeindlicher und naturzerstörerischer gesellschaftlicher Bedingungen nicht mehr zu folgen, sondern sich konsequent auf LEBENSWERTE neu zu besinnen.

Dabei gibt es ein neues, altes Land zu entdecken: Die LIEBE zum LEBEN, die LIEBE zur NATUR im umfassenden SINNE als Liebe zur natürlichen MITWELT und zu den MITGESCHÖPFEN sowie als Liebe zur innersten menschlichen Natur – kurz: Alles Leben und alle Lebensformen bilden eine tatsächliche, leibliche – und nicht bloß ideelle – EINHEIT in wechsel- wirksamer VERBUNDENHEIT. „Alles fühlt“ ist eine höchst lebensdienliche Lektüre!

» Durch alle Wesen reicht der eine Raum: Weltinnenraum.
Die Vögel fliegen still durch uns hindurch.
O, der ich wachsen
will, ich seh‘ hinaus, und in mir wächst der Baum. «
Rilke

Dieses Rilke-Zitat faßt die Kernaussage von „Alles fühlt“ wunderbar zusammen; Leser, die mehr wissen wollen, bekommen in Andreas Webers Buch eine Fülle an neuen und revolutionären Forschungsergebnissen und Entdeckungen aus Biologie, Biosemiotik, Genetik, Neurologie, Ökologie und Physik geboten. Die besondere Qualität dieses naturwissenschaftlichen Sachbuches besteht in der bewußt persönlich-gefühlvollen Darstellung.

Andreas Weber zeigt uns das ganzheitliche Miteinandersein von Mensch und Natur, er erinnert uns an unsere lebenswichtige Verbundenheit mit dem schöpferischen und vielfältigen Reichtum der Natur. Am Anfang des Lebens steht hier nicht das Wort, sondern der fühlende Körper, der darum bemüht ist, sein Leben zu entfalten und zu erhalten.

Jeder Leib ist bereits Sprache.“

Und dieser Leib existiert nicht in individueller Getrenntheit, sondern in und mit komplexen Symbiosen und Kooperationen, die bereits auf der Zellebene anfangen und sich bis in ganze Ökosysteme erstrecken.

An den Fäden eines einzelnen Lebens hängen immer die ganze Welt und ihre unzähligen Interessen.“

Wir sind absolut angewiesen auf die Natur in uns und um uns herum: Ohne Darm- bakterien müßten wir verhungern, ebenso ohne die unermeßliche Bestäubungsleistung der Bienen, wir atmen ein, was die Pflanzen ausatmen, und über die materiellen Stoffwechselkreisläufe hinaus brauchen wir für unser gesundes Selbstverständnis und Wahrnehmungsvermögen die Spiegelung anderer Lebewesen.

„Wir sind nicht nur Teil der Natur, sondern sie ist Teil von uns. Um uns ganz selbst zu verstehen, müssen wir uns selbst in anderen Lebewesen wiedererkennen. Widerspiegelung ist ein zentrales Element der menschlichen Identität: Ein Neugeborenes erfährt sich nur dann vollständig, wenn es sich mit seiner Bezugsperson identifizieren kann. Mit dem Schwinden der Natur droht uns damit eine ganz besondere Gefahr: der Verlust der Liebe.“

Descartes‘ „Ich denke also bin ich“ wird gründlich abgelöst durch ein „Ich fühle also bin ich.“ Dieses Lebensgefühl gilt gleichermaßen für Blaualgen und Pantoffeltierchen, für Eichhörnchen und Bäume und für jede einzelne Zelle, die uns unseren menschlichen Körper erst ermöglicht, sowie für unsere leibseelische Identität als Mensch.

„In der Welt der Lebewesen, aus der wir als eine Art unter vielen hervorgegangen sind, ist es die Möglichkeit dieser Liebe, die uns erst Menschlichkeit gibt. Das Schwinden der Tiere ist für uns darum nicht nur ein äußerer Verlust -… Mit den Tieren nehmen wir vielmehr Abschied von Möglichkeiten zu fühlen.“

Der Autor beschreibt eine Lebenswirklichkeit, die nicht aus einer abstrakten Ideenwelt kommt, sondern die in Hand und Fuß, Flosse und Pfote, Blatt und Blüte wurzelt. Das Innenleben der Geschöpfe ist Bestandteil ihrer Gestaltwerdung – so wird Unsichtbares sichtbar, greifbar, hörbar und, da wir die Erfahrung verletzlicher Körperlichkeit mit allen Wesen teilen, auch mitfühlbar. Das bedeutet, daß die moderne Biologie das poetische Naturverständnis von Dichtern wie Goethe, Novalis und Rilke bestätigt.

„Alles fühlt“ ist ein Buch, das von großer Liebe zum Leben und tiefer Fürsorge für die Natur spricht. Andreas Weber liegt sein Thema am Herzen, und seine Natur- beschreibungen sind voller Poesie.

Die dargestellten Erkenntnisse und Zusammenhänge ermöglichen die Wahrnehmung einer seelenvolleren Lebenswelt – ja, sie „reanimieren“ unsere Verbundenheit mit der Natur.

Überdies verfügt das kluge Buch über ein Glossar, das die naturwissenschaftlichen und philosophischen Fachbegriffe zusätzlich erklärt. Und es gibt eine  –  für diese Neuaus- gabe aktualisierte und um zahlreiche Bücher ergänzte  – Liste mit Empfehlungen für weiterführende Literatur mit informativen, kurzen Zusammenfassungen.

Alles in allem ein Buch, das Wissen mit Weisheit verbindet und einen wertvollen Beitrag leistet zu einem wahrhaft naturverbundenen und demütigen menschlichen Selbstverständnis.

Im Vorwort zu „Alles fühlt“ schreibt Michael Succow:

Der schmale, sich verengende Gratweg zwischen Verändern und Zerstören kann nur in einer Gesellschaft gelingen, die sich mit ihrem Wirtschaften in den Naturhaushalt einfügt und die sich in ihrer Ethik als Teil der Natur empfindet. Üben wir uns im Erhalten, üben wir uns im Haushalten, üben wir uns im Maßhalten, gewähren wir der Natur Raum, geben wir ihr Zeit – um ihrer und unserer eigenen Zukunft willen!“
(Seite 12/13)

Und nun, liebe Leserinnen und Leser, geben  Sie  sich Zeit für die Lektüre von „Alles fühlt“.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite: https://www.think-oya.de/buch/alles-fuehlt.html

Der Autor:

»Andreas Weber, geboren 1967, studierte Biologie und Philosophie und promovierte bei Hartmut Böhme und Francicso Varela. Er zählt zu den Pionieren einer neuen Wissenschaft des Lebendigen.
Als freier Publizist schreibt er regelmäßig Beiträge für Magazine und Zeitschriften wie Geo, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Greenpeace Magazin, National Geographic, Mare und Oya. 2010 erhielt er den Deutschen Reporterpreis. «
www.autor-andreas-weber.de

Querverweis:

Hier entlang zu einem weiteren Buches von Andreas Weber, das ebenfalls im Verlag think-Oya erschienen ist „Minima animalia“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/03/12/minima-animalia/

 

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MEHR GRÜN!

  • Ein Dschungelbuch zwischen Kahlschlag und Stadtbegrünung
  • von Ulrich Holbein
  • Akt 77, thinkOya 2014                            http://www.think-oya.de
  • 96 Seiten, Broschur
  • 10 €
  • ISBN 978-3-927369-82-5
    MEHR GRÜN!9783927369825

B L Ä T T E R W A L D

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Ulrich Holbein blättert uns mit seinem Buch „MEHR GRÜN!“ eine erbaumliche und gedankenrankenreiche Lektüre auf: Eine Dendrochronologie, welche nicht die hölzernen Jahresringe aufzählt und ausdeutet, sondern die menschlich-zivilisatorische Beanspruchung von Wäldern und Bäumen umkreist.

„Die Maxime der Zivilisation hieß: Weniger grün! Sechs Wochentage lang randalierte man als Naturbeherrscher, um sonntags die beherrschte Natur mit Naturverbundenheit zu belästigen.“
(Seite 52)

Der Autor vagabundiert mit konzentrierter Eloquenz durch Baummythologie, Weltgeschichte, Naturmystik, Ökologie, Märchen und Sagen und wandert von der Antike über das biblische Paradies bis in gegenwärtige exklusive Privatparadiese. In diesem Potpourri finden sich Holzfäller und Schamanen, Baumhasser und Baumverteidiger, Baumseele und Naturgeistverkitschung.

Kultiviert und spöttisch kritisiert er baumfeindliches und grünneidisches Menschentun, und in der Liste der Bäumschänder wimmelt es – historisch und mythologisch überliefert – von Philosophen, Heiligen und Herrschern. Doch auch heutigentags braucht man nicht weit zu gehen, um in „Frau Saubermanns“ dressiertem Garten „Teppichboden-Ästhetik“ zu betreten.

Darüber hinaus sieht Ulrich Holbein Parallelen zwischen der zähmenden Beschneidung menschlicher Körperbehaarung – insbesondere des männlichen Bartes – und der Baumbeschneidungs- und Rasenmähzwanghaftigkeit durchschnittlicher Garteninhaber.

Ich fand es z.B. sehr interessant und amüsant, zu erfahren, daß der Apfelbaum sich schöpfungsgeschichtlich die Ehre der verdaulichen Erkenntnisvermittlung mit der Bananenpalme und dem Feigenbaum zu teilen hat – ganz abgesehen von der Frage, wie sich Adam und Eva ihre Blöße mit einem Apfelbaumblatt hätten bedecken können sollen.

Nach vollbrachter Abrechnung mit diversen naturfeindlichen menschlichen Verhaltensauswüchsen und einer gebündelten, geistreich-vorwitzigen Kulturkritik endet das Buch mit einem „aufbauenden“ Kapitel über Weidenbaumarchitektur.

Da grünt denn doch noch eine Hoffnung auf eine bessere Beziehung zwischen Baum und Mensch.

„Jetzt fehlen praktisch nur noch Autos aus Holz, denen lebendige Weidenzweige hinterherwehen – und grasbewachsene Bademäntel.“ (Seite 90)

Im Anhang von „MEHR GRÜN“ gibt es eine Liste mit baumfreundlichen Webseiten.
Ganz besonders beeindruckend, inspirierend und herzergrünend finde ich die
„Stiftung Waldgartendorf, Konstantin Kirsch“:
http://www.naturbauten.com

Der Autor:

Ulrich Holbein, Jahrgang 1953, lebt als universalgelehrter Literaturkauz und Öko-Dandy im hessischen Knüllwald. Die Süddeutsche Zeitung verglich ihn mit dem jungen Jean Paul, Walter Benjamin und Arno Schmidt. 2012 wurde er mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet.

PS:
Eine lustige Nebensache möchte ich noch erwähnen: Beim Impressum ist das copyright –Zeichen seitenverkehrt gedruckt, und dahinter steht folgerichtig „copyleft“. Ich habe Freude an solchen kleinen Originaltäten, und da ich weiß, daß nur wenige Leser auch das Impressum lesen, weise ich darauf hin, das Impressum ausnahmsweise einmal zu beäugen.

PPS:
Stellenweise finde ich den Text ein wenig zu fremdwortwuchernd, doch angesichts seiner schönen Wortschöpfungen (Ökochonder, Rasurgärten, hummeldurchbrummelt) will ich diesbezüglich nicht so streng sein. Ich wette jedoch mit Ihnen, daß Sie spätestens auf Seite 71 zum Fremdwörter-Duden greifen müssen – wahrscheinlich hat der Autor diesen kurzen Absatz über „Philosophische Wurzeln“ aber auch nur mit stilistischem Augenzwinkern formuliert.

PPPS:
thinkOya Akt: ›Akt‹ (von lat. agere, handeln) steht für Aktion, Ereignis, Handlung. Als philosophischer Begriff bezeichnet ›Akt‹ eine realisierte Wirklichkeit im Gegensatz zur ›Potenz‹, einer (noch) nicht manifesten Möglichkeit. In der Reihe » thinkOya Akt« erscheinen Aufklärungs-, Streit- und Flugschriften, die zu konkreten Handlungen anstiften. Jeder Band ist eine Ideenwerkstatt zu den drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Im Weiterdenken und Aktivwerden der Leserinnen und Leser können diese Ideensamen zu konkreten Utopien heranreifen.

Haben Bäume Rechte?

  • Plädoyer für die Eigenrechte der Natur
  • von Christopher D. Stone
  • Originaltitel: »Should Trees Have Standing?«
  • Übersetzung aus dem Englischen von Hanfried Blume
  • Akt 112, thinkOya 2014                      http://www.think-oya.de
  • 128 Seiten, Broschur
  • 10 €
  • ISBN 978-3-927369-81-8
    9783927369818.jpg Haben Bäume Rechte

N A T U R G E R E C H T I G K E I T

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die amerikanische Originalausgabe von „Haben Bäume Rechte“ ist im Jahr 1972 erschienen. Die Neuauflage dieses Klassikers des Umweltrechts ist nun in deutscher Übersetzung bei thinkOya erschienen. thinkOya ist ein Imprint der Drachen Verlag GmbH in Kooperation mit der Zeitschrift »Oya – anders denken. andersleben« http://www.oya-online.de/home/index.html .

Der Autor, Christopher D. Stone, ist Professor emeritus an der University of Southern California. Er studierte Rechtswissenschaften in Harvard und Yale und ist Experte für Eigentumsrecht und Internationales Umweltrecht. Er zählt zu den weltweit bedeutendsten Fürsprechern der Rechtsfähigkeit der Natur.

In der Einleitung seines Buches schreibt er: „Ich möchte hier den ernsthaften Vorschlag unterbreiten, den Wäldern, Ozeanen, Flüssen und anderen sogenannten Naturobjekten – ja, der natürlichen Umwelt insgesamt – eigene Rechte zu verleihen.“ (Seite 12)

Zwar gibt es Gesetze zum Schutze der Natur… Umweltschutzorganisationen sowie Bürgerinitiativen und Privatpersonen können z.B. eine Papiermühle wegen Wasserverschmutzungen verklagen, aber rechtliche relevant sind allein die menschlichen Interessen an sauberem Wasser, mögliche menschliche Gesundheitsgefährdungen oder kommerzielle Einbußen wegen schwindender Fischbestände. Der betroffene Fluß an sich hat jedoch keinen Unterlassungsanspruch und keinerlei Klage- oder Entschädigungsrecht.

Christopher D. Stone plädiert für die Installation von Rechtsvertretern, die sich – ähnlich der Vormundschaft bei nicht geschäftsfähigen Menschen – im Sinne des Wohlergehens und Schutzes der betroffenen Naturobjekte für deren Rechte einsetzen und Gefahren von ihnen abwenden.

Ist es so undenkbar, der Natur auf diese Weise eine juristische Bedeutung, Stimme und Eigenrechte zu verleihen? Ist es nicht längst überfällig?

Christopher D. Stone gewährt uns einen kurzen, lehrreichen Rückblick in die Rechtsgeschichte und beschreibt anschaulich, wie selbstverständlich es einst war, Sklaven, Frauen und Kindern keine Eigenrechte einzuräumen, und sie der Gnade und Willkür der weißen, männlichen und erwachsenen Rechtsinhaber auszusetzen. Bezogen auf Sklaven, Frauen und Kinder gab es einen gesellschaftlichen Bewußtseinswandel und dementsprechend neue Gesetze und Rechtmäßigkeiten.

Der Autor betrachtet ausführlich die rechtspraktischen Aspekte der wünschenswerten Legitimation von „Naturgerechtigkeit“. Anschließend geht er auf ethische, psychische und sozialpsychologische Seiten der Thematik ein, und er weist darauf hin, daß die Ausdehnung der Eigenrechte der Natur eine deutliche Reduktion des menschlichen Rechtes auf Ausbeutung, Mißachtung und Verwertung der Natur impliziert. Kurz – er verabschiedet sich und uns vom Wirtschaftswachstumswahn und seinen lebensleeren, falschen Versprechungen.

„Ein Großteil des sogenannten materiellen Komforts bedeutet nicht nur eine Übersteigerung der biologischen Bedürfnisse – er steht diesen sogar diametral entgegen.“ (Seite 67)

Angesichts der komplexen, wechselseitigen Lebens- und Stoffkreisläufe der Natur ist es lebenswichtig, die Erde als ganzheitlichen Organismus wahrzunehmen und zu respektieren. Christopher D. Stone spricht sogar von einer „Planetarisierung des Bewusstseins“:

„Und weil Gesundheit und Wohlergehen der Menschheit von der Gesundheit der Umwelt abhängen, werden sich die beiden Ziele so häufig wechselseitig fördern, dass man auf die Entscheidung verzichten kann, ob unsere grundlegende Handlungsmaxime darin liege, ›unser‹ Fortkommen zu betreiben oder das eines neuen ›Wir‹, das die Umwelt mit einschlösse.“
(Seite 62)

„Haben Bäume Rechte?“ ist ein sehr vordenkerisches und weise-weitsichtiges Buch, das jetzt noch aktueller und notwendiger ist als vor 42 Jahren.

Als dieses Buch1972 erschien, war ich acht Jahre alt und beweinte den alten Kirschbaum, den Nachbarn gefällt hatten, um mehr Licht für ihre Erdbeerpflanzen zu bekommen. Für mich war dieser Baum kein bloßes Objekt, sondern eine natürliche „Bezugsperson“, die ich liebend gerne verteidigt hätte.

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://think-oya.de/buch/haben_baeume_rechte.html

PS:
thinkOya Akt: ›Akt‹ (von lat. agere, handeln) steht für Aktion, Ereignis, Handlung. Als philosophischer Begriff bezeichnet ›Akt‹ eine realisierte Wirklichkeit im Gegensatz zur ›Potenz‹, einer (noch) nicht manifesten Möglichkeit. In der Reihe » thinkOya Akt« erscheinen Aufklärungs-, Streit- und Flugschriften, die zu konkreten Handlungen anstiften. Jeder Band ist eine Ideenwerkstatt zu den drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Im Weiterdenken und Aktivwerden der Leserinnen und Leser können diese Ideensamen zu konkreten Utopien heranreifen.

Minima Animalia

  • Ein Stundenbuch der Natur
  • von Andreas Weber
  • mit einem Vorwort von Hildegard Kurt
  • im Oktober 2012 erschienen bei:
  • thinkOya, einem Imprint des Drachen Verlages  http://www.think-oya.de
  • 144 Seiten, Klappenbroschur, Fadenheftung
  •  ISBN 978-3-927369-68-9
  • 22,80 €

Weber_MinimaAnimalia

VOM   SCHNEEGLÖCKCHENGLÜCK

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Mit seinem Stundenbuch der Natur „Minima Animalia“ durchstreift Andreas Weber einen Jahreskreis, der dem natürlichen Kalender folgt: also beginnt das Jahr nicht mit dem ersten Januar, sondern mit dem Frühling  –  der wahren Zeit des Anfangs.

Andreas Weber läutet den Frühling mit einem Loblied auf die Schneeglöckchen ein. Zunächst schenkt er uns eine sinnliche, ja: liebkosende Beschreibung der anmutigen kleinen Blumen und in der „gedanklicheren“ Fortsetzung eine philosophische und biologische Reflexion über Wildnis und Zivilisation.

Wie bereits in seinem bekanntesten Buch „Alles fühlt“  (siehe meine Besprechung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/03/21/alles-fuhlt/ ) geht es dem Autor darum, die Trennung zwischen Verstand und Gefühl, Subjekt und Objekt, Mensch und Natur als künstlich zu enttarnen und die dementsprechend fließenden Grenzen zwischen Innen und Außen zu illustrieren.

In seiner Einleitung zu „Minima Animalia“ schreibt er: „Eine Biologie als Wissenschaft des Mit-Fühlens zeigt: Das Poetische ist das stärkste Moment der Wirklichkeit. Die lebenden Wesen machen diesen Grundcharakter bloß sichtbar. Poiesis – die verkörperte Selbsther- stellung des Organischen – ist eine Variante des grundlegend poetischen Charakters des Ganzen. Poesie eine andere. Die empirische Avantgarde der Biologie nähert sich dabei wieder einer alten Position an: Für Aristoteles bestand der Charakter des Lebendigen genau in seinem poietischen Charakter – diesseits der Spaltung in Sprache und Fleisch.“  (Seite 24)

Andreas Weber läßt sich von den Naturerscheinungen berühren und inspirieren und tastet Wort für Wort, Blütenblatt um Blütenblatt nach einer Sprache, welche die Freude, die Poesie und den Zauber des Lebendigen möglichst unmittelbar wiedergibt. Er bemüht sich um einen frisch-geschlüpften Blick in die Mitwelt und um eine Sprachgestaltung, die sinnlich-körperliche Erfahrungen und seelische Empfindungen evoziert.

„Alles sind poetische Bilder, es besteht einzig die Hürde, sie zu erkennen, und alle geben im Wahrgenommenwerden wieder einer neuen Poesie Raum. Alles ist Ausdruck, weil ich mitten darin bin.“  (Seite 68)

Der Autor verfügt über eine naturempfindsame, teilnehmende Wahrnehmung, die uns allen gegeben ist, aber nur von einigen gepflegt wird. Als wehmütiger Biograph des Lebens spricht er auch den zerstörerischen Einfluß des menschlichen Umganges mit der Natur an und stellt sich wahrheitstapfer der Sorge und dem Schmerz über die alltäg- lichen Verluste an lebendiger Vielfalt und regenerativem Gleichgewicht.

Zugleich erschreibtschafft er eine poetische NaturKUNDE, deren mitfühlende Spiegelung wesentlich, WIRKlich und lebensdienlich ist. Hier erlesen und erleben wir Lebensnähe statt Lebensferne und Lebensfülle statt Lebensleere.

Der Puls des GANZEN Lebens schlägt im Refugium dieser kurzen poetisch-verdichteten Textminiaturen und Meditationen. Sie umkreisen Begegnungen und Vorkommnisse in und mit der natürlichen Welt: Sonnenauf- und Untergänge, Bäume, Blumen, Gräser, Moose, Flechten, Vögel, Insekten, Eidechsen, Eichhörnchen, Steine, Kastanienfrüchte, Kinder, Gewässer, Fische, Steine, Wolken, Wind und Wetter, Sonne, Mond und Sterne und die Jahreszeitenstimmung kommen hier zu Wort  –  natürlich-kultürlich durch die Perspektive und die Sprachwerkzeuge eines menschlichen Wesens.

Ein Mensch ist als Lebewesen unter Lebewesen unterwegs und erfährt dabei eine zutiefst beglückende Lebensverbundenheit und Lebensfreude, ein Dasein im MITEIN- ANDERSEIN. Mensch und Natur sind nicht getrennt, sondern Natur und Mensch sind ineinander enthalten, also gibt es kein Geschehen, das uns nicht alle MITEINANDER betrifft.

„Das Gefühl bleibt, dass die Wesen und Gestalten eigentlich vollkommen transparent sind, dass sich in ihrem So-Sein so deutlich ihr Wie-Sein enthüllt, in ihren Qualitäten ihre Qualität, dass alle ihre Rolle im Leben spielen und ich sie darin sehe – etwas von abgrundtiefer Solidarität.“ (Seite 104)

Andreas Weber sind Natur und Leben eine Herzensangelegenheit, und das sollten sie für uns alle sein.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite: https://www.think-oya.de/buch/minima_animalia.html

Hier entlang zu Andreas Webers empathiesophischer Naturkunde „Alles fühlt“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/01/alles-fuhlt-neuausgabe/

Der Autor:

»Andreas Weber, geboren 1967, studierte Biologie und Philosophie in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris und promovierte bei Hartmut Böhme und Francisco Varela über Natur als Bedeutung. Als freier Publizist schreibt er regelmäßig Beiträge für Geo, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Greenpeace Magazin, National Geographic, mare und Oya.«
Im Berlin Verlag erschienen 2007: „Alles fühlt“ und 2008: „Biokapital“,
bei Ullstein 2016 »Natur tut gut Warum Kinder draußen glücklicher sind« : https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/natur-tut-gut-9783548376486.html

PS (post scriptum = Nachschrift)

Nur eines finde ich schade – gerade bei einem Buch von solcher Sprachsensibilität – :
Die Textüberschriften sind auf lateinisch (Gattungsbezeichnungen, wie ich mir als Nicht- lateinerin zwar durchaus zusammenreimen kann), und das kann auch gerne so sein; aber eine zusätzliche Übersetzung ins Deutsche (vielleicht in Klammern dahinter oder darunter gestellt oder ∗ fußnotig ∗ souffliert) fände ich entgegenkommend. Bei den gelegentlichen englischen und französischen Gedichten und Zitaten halte ich es sogar für unerläßlich.

 

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