Das geheime Leben der Bäume

  • Was sie fühlen, wie sie kommunizieren –
  • die Entdeckung einer verborgenen Welt
  • von Peter Wohlleben
  • Hörbuch
  • gelesen von Roman Roth und Peter Wohlleben
  • vollständige Lesung
  • Produktion: der Hörverlag 2015/16
  • erschienen im Hörverlag Oktober 2016   www.hoerverlag.de
  • Buchvorlage: Ludwig Verlag
  • 6 CDs in Pappschachtel
  • Laufzeit: ca. 6 Stunden, 54 Minuten
  • 19,99 € (D), 22,50 € (A), 28,50 sFr.
  • ISBN 978-3-8445-2477-2
    Das geheime Leben der Baeume von Peter Wohlleben

B A U M S C H U L E

Hörbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Peter Wohlleben führt uns mit Gefühl, Verstand und Sinnlichkeit durch den Wald und lehrt uns das Staunen. Er doziert nicht, er erzählt!

Aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnisse werden von ihm sehr eingängig- komprimiert wiedergegeben und um seine langjährigen persönlichen Erfahrungen als Förster kurzweilig ergänzt.

Hätten Sie gewußt, daß Buchen gerne kuscheln? Ja, auch wenn sie sehr nahe beieinanderstehen, konkurrieren sie keineswegs miteinander um Nährstoffe, Licht und Wasser, sondern bei Bedarf füttern sie sich wechselseitig – über das komplexe unterirdische Wurzel- und Pilzfädchensystem – mit Glucoselösung. Buchenkinder stehen sehr lange im Schatten ihrer Mutter, weshalb sie nur langsam wachsen können. Doch diese „Erziehung durch Lichtdrosselung“ führt zu wesentlich stabilerem Wachstum und somit auf lange Sicht zu überlebenstüchtigeren Buchen.

Bäume kommunizieren über Duftstoffe und über chemische sowie elektrische Signal-übertragungen miteinander. Werden beispielsweise die Blätter eines Baumes von Raupen angefressen, so teilt der befallene Baum dies seiner Nachbarschaft über Duftsignale mit. Sowohl der befallene Baum wie auch die benachbarten verändern daraufhin die chemische Zusammensetzung des Pflanzensafts in ihren Blättern – was von Bitterstoffen bis hin zu  insektenspezifischen Giftstoffen reicht. Darüber hinaus verfügen Bäume auch über besondere Rettungslockdüfte, um natürliche Freßfeinde der angreifenden Insekten herbeizurufen.

Auch unterirdisch wird lebhaft kommuniziert. Ein Teelöffel Waldboden enthält mehrere Kiometer Pilzhypen. Der Vergleich dieser Pilzfäden mit der Glasfaservernetzung des Internets liegt nahe. Tatsächlich spricht man inzwischen schon vom „woodwideweb“.

Peter Wohlleben beschreibt die Bäume mithin nicht als isolierte Einzelwesen, sondern als Teil einer Lebensgemeinschaft. Dazu gehören auch Waldtiere, konkurrierende sowie kooperative Verhältnisse zwischen Bäumen und anderen Pflanzen sowie der erst zu einem kleinen Teil erforschte Mikrokosmos des Waldbodens. Die Mikroorganismen, die an der „Schnittstelle von Werden und Vergehen“ ihre wertvolle, unsichtbare Arbeit verrichten, werden ebenso gewürdigt wie Klimarelevanz, Luftfilterwirkung, Wasser- und CO₂-Speicherkapazität der Bäume.

Schädliche menschliche Eingriffe in den Gleichgewichtsorganismus Wald werden fundiert kritisiert und sinnvollen Maßnahmen zur ökologischen Bewirtschaftung, zum Schutz, Erhalt und zur Reanimierung heimischer Urwälder gegenübergestellt.

Egal welchem Detail sich der Autor widmet, stets ist seine Darstellung faszinierend, anschaulich und geradezu spannend, und stets fügen sich die Einzelheiten zu einer ganzheitlich Einheit.

Peter Wohllebens Buch „Das geheime Leben der Bäume“ ist ein wahrer Lichtblick in der Vermittlung von Wissen über Wald und Bäume. Seine einfühlsame, naturliebhaberische Haltung ist in jeder Zeile zu spüren und dürfte vielen Lesern/Hörern eine lebensdienliche Baumperspektive eröffnen.

Die Hörbuchversion enthält eine Bonus-CD, auf der Peter Wohlleben von seinem beruflichen Werdegang erzählt. Dies ist eine interessante Zugabe – im O-Ton -, die sehr authentisch davon berichtet, wie ein Mensch seiner Berufung folgt und nicht damit aufhört, von den Bäumen zu lernen.

Hier geht es zum Hörbuch und zur Hörprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Das-geheime-Leben-der-Baeume/Peter-Wohlleben/der-Hoerverlag/e514159.rhd

Das geheime Leben der Baeume von Peter WohllebenDie Buchausgabe ist im Mai 2015 beim Ludwig Verlag erschienen: Das geheime Leben der Bäume
Was sie fühlen, wie sie kommunizieren –
die Entdeckung einer verborgenen Welt
von Peter Wohlleben
gebunden, mit Schutzumschlag, 224 Seiten
19,99 € (D), 20,60 € (A), 26,90 sFr.
ISBN 978-3-453-28067-0
Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe:
https://www.randomhouse.de/Buch/Das-geheime-Leben-der-Baeume/Peter-Wohlleben/Ludwig/e478046.rhd
Seit Oktober 2016 gibt es das Buch zusätzlich als Bildband: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-geheime-Leben-der-Baeume/Peter-Wohlleben/Ludwig/e502460.rhd

 

Der Autor:

»Peter Wohlleben, Jahrgang 1964, wollte schon als kleines Kind Naturschützer werden. Er studierte Forstwirtschaft und war über zwanzig Jahre lang Beamter der Landesforstverwaltung. Um seine ökologischen Vorstellungen umzusetzen, kündigte er und leitet heute einen umweltfreundlichen Forstbetrieb in der Eifel, den er zu einem urwaldähnlichen Laubwald zurückgeführt hat. Er ist Gast in zahlreichen TV-Sendungen, hält Vorträge und Seminare und ist Autor von Büchern zu Themen rund um den Wald und den Naturschutz. Im Ludwig Verlag erschien 2016 sein Bestseller „Das Seelenleben der Tiere“.«  http://www.wohllebens-waldakademie.de

Der Vorleser:

»Roman Roth, geboren 1980 in Frankfurt am Main, hat über Umwege zu seiner jetzigen Tätigkeit als Schauspieler und Sprecher gefunden. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Lehre als Bankkaufmann. Nach ersten Erfahrungen als Schauspieler entschied er sich 2006 für eine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Er übernimmt regelmäßig Rollen in Theater, Film und Fernsehen, spielte u.a.    in dem Spielfilm Der letzte Zug. Seit 2012 lebt er als freischaffender Schauspieler in Berlin.«

Querverweis:

Hier entlang zu Peter Wohllebens Buch „Das Seelenleben der Tiere“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/01/30/das-seelenleben-der-tiere/
und zu Christopher D. Stones Klassiker des Umweltrechts „Haben Bäume Rechte?“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/06/18/haben-baume-rechte/

 

PS:
Schon mein Leben lang habe ich ein inniges Verhältnis zu Bäumen. Was dabei herauskommen kann, wenn man Bäumen zuhört, mag ein Poem illustrieren, das ich meiner alten Lieblingsbuche abgelauscht habe:

 

BAUMSCHULE

 

Ich sehe was
was Du nicht siehst
sagt mir der Baum
mit einer Hand in der Erde
mit der Anderen im Himmel
aus meinem Holz
sind Türen gemacht
die sich nur nach innen öffnen
komm näher Menschlein
hier lernst Du was fürs Leben
verlier ruhig ein bißchen
den Verstand
und laß Dich ein
sieh nur
hör nur
spüre
und vergiß es nie
auch in Deinem Körper
schlägt das Herz der Erde

 

Ulrike Sokul©
10/ 1995

 

 

 

 

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Der Nachtgärtner

  • von Terry Fan und Eric Fan
  • Originaltitel: »The Night Gardener«
  • Übersetzung aus dem Englischen von Edmund Jacoby
  • Verlagshaus Jacoby & Stuart    August 2016   www.jacobystuart.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • 48 Seiten
  • Format: 21,6 x 30,5 cm
  • 14,95 € (D), 15,40 € (A)
  • ISBN 978-3-946593-03-4
  • ab 5 Jahren
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B L Ä T T E R T I E R E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieses feine Bilderbuch mit seinem geheimnisvoll-märchenhaften Titelbild ist eine Einladung zum Träumen, und Träume sind bekanntlich ein guter Dünger nicht nur für Nachtgärtner, sondern auch für die Gestaltungskräfte des eigenen Lebens.

Ein Baum, dessen Laubkrone zu einer weisen Eule geformt ist, ein kleiner Junge, der andächtig vor dem Eulenbaum steht, die ganze Szenerie eingetaucht in nächtlich-vollmondliche, kühle Grüntöne. Dazu die silbernen Lettern der Buchbeschriftung und eine angenehm griffige Papierqualität – das ist ein stilvoller und verheißungsvoller Bilderbucheinstieg.

William lebt in einem Waisenhaus in der ergrauten, angestaubten Kleinstadt Grimloch. Er sitzt auf einem abgesägten Baumstamm im Vorgarten dieses Waisenhauses und zeichnet mit einem Stock eine Eule in den Gartenboden. Unauffällig geht ein älterer Herr mit einer Leiter und einer großen Umhängetasche vorbei. Das einzig Auffällige an ihm ist ein grünes Blatt, das aus der Brusttasche seines Jacketts hervorlugt.

In der folgenden vollmonderleuchteten Nacht packt der ältere Herr seine Tasche aus, und wir bekommen ein Sortiment von Gartenscheren zu sehen, die er sorgfältig prüft. Seine Leiter steht bereits angelehnt an einem Baum. Auf der folgenden Bilderbuchseite erkennen wir, daß er an einem der großen Bäume im Garten des Waisenhauses arbeitet.

Am nächsten Morgen entdeckt William den Baum, dessen Krone sich in die Gestalt einer Eule verwandelt hat. William ist völlig hingerissen und kann sich kaum sattsehen; er spürt, daß dies der Anfang einer weitreichenden, erfreulichen Lebensveränderung ist.

Jeden Tag finden sich neue in Tierskulpturen umgestaltete Baumkronen: eine Katze, ein Kaninchen, ein Papagei und sogar ein kleiner Elefant. William ist nicht der einzige, der aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Viele Menschen bewundern die Baumkunstwerke, und nach und nach wird die Welt farbenfroher und die Stadtbewohner mitteilsamer. Die Menschen lächeln, plaudern, tragen bunte Kleidung – kurz: Die Stimmung wird einfach besser.

Als der geheimnisvolle Nachtgärtner sein Meisterwerk – einen Drachen aus zwei miteinander verbundenen Baumkronen – geschaffen hat, feiern die Bewohner von Grimloch ein ausgedehntes Freudenfest. So geschieht es, daß sich auch William erst weit nach Sonnenuntergang auf den Heimweg macht, und dabei beobachtet er einen älteren Herrn, der eine Leiter auf der Schulter trägt. William schöpft Verdacht und folgt dem Herrn, der auf dem Weg zum Stadtpark ist. Freundlich wendet er sich William zu und sagt, daß er angesichts der vielen Bäume im Park gut und gerne ein wenig Unterstützung brauchen könne.

Die ganze Nacht arbeitet William nun mit dem Nachtgärtner an der Verwandlung der Baumkronen in vielerlei Tiergestalten. William schläft schließlich erschöpft ein, und der Nachtgärtner setzt ihn behutsam am Fuße eines Baumstammes ab. Als William von den fröhlichen Stimmen der Kinder, die mit ihren Eltern durch den Park spazieren, erwacht, findet er eine Gartenschere, an deren Griff ein Schildchen hängt: „Für William“.

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Illustration von Terry Fan © Verlagshaus Jacoby & Stuart 2016

Im Herbst lösen sich die Tiergestalten mit dem Fallen der Blätter auf, und im Winter ist den kahlen Baumstämmen nicht mehr anzusehen, welche Blättertierverkleidung sie im Sommer trugen. Gleichwohl ist die ganze Stadt nachhaltig verwandelt, das emotionale Klima freundlicher, und William tritt im nächsten Sommer mit dem größten Vergnügen sein geheimes Erbe als Nachtgärtner an …

In diesem Buch wird fast alles von den feingezeichneten, atmosphärischen Bildern erzählt. Der leise Text erscheint beiläufig, gibt kleine Hinweise in einfachen Worten, die mehr andeuten als ausplaudern, und dies paßt schön zu den ausdrucksstarken Bildern, die sehr gut und traumzauberhaft für sich selbst sprechen.

Im Bilderbuch „Der Nachtgärtner“ zeigt sich anschaulich die Überwindung von Trübsinn und Einsamkeit durch die Schönheit der Natur und die Gestaltungskraft des Träumens. Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ist dies ein lobenswerter und schöner Hinweis auf die Macht der Selbstwirksamkeit bei Alltäglichkeiten und Wundern.

 

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
http://www.jacobystuart.de/buecher-von-jacoby-stuart/kinderbuch/bilderbuch/der-nacht-gaertner/

 

 

Die Autoren und Illustratoren:

»Eric Fan ist ein Künstler und Schriftsteller, der in Toronto, Kanada, lebt. Er studierte Illustration, Bildhauerei und Film am Ontario College of Art and Design. Er hat ein ausgesprochenes Faible für mechanische Uhrwerke und unmögliche Träume.«
Mehr auf: http://www.krop.com/opifan64/

»Terry Fan hat am Ontario College of Art and Design in Toronto, Kanada, seine Ausbildung erhalten. Seine Kunst ist eine Mischung aus traditionellen Tusche- oder Graphitzeichnungen und digitaler Technik. Er verbringt seine Tage und Nächte damit, magische Illustrationen zu kreieren.« Mehr auf: http://www.krop.com/terryfan/#/

 

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Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten

  • Bilderbuch
  • Text und Illustration von Sebastian Meschenmoser
  • Esslinger Verlag 2012   http://www.thienemann-esslinger.de
  • gebunden, Fadenheftung, Querformat 17 x 22 cm
  • 62 Seiten
  • ISBN 978-3-480-22883-6
  • 9,95 € (D), 10,30 € (A), 14,90 sFr.
  • ab 4 Jahren
    Herr Eichhorn und der Besucher

U N B E K A N N T E    F L U G O B J E K T E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Im vierten Herr-Eichhorn-Band entwischen zwei leuchtend blaue Wellensittiche aus einer Orangerie und fliegen in den Wald. So kommt es, daß der Bär morgens aufwacht und ein unbekanntes und unheimlich-blaues Wesen auf seinem Kopf vorfindet. Der Bär flieht vorsichtshalber, aber das blaue Wesen verfolgt ihn beharrlich, und er kann es nur mit Mühe abhängen.

Der Bär sucht Rat bei Herrn Eichhorn, und sogleich geht die Eichhörnchenphantasie mit ihm durch: Das unbekannte Wesen kann nur von einem anderen Planeten stammen, wahrscheinlich ist es nicht allein gekommen, vielleicht würden sie den Bären entführen und in schreckliche „intergalaktische Schwierigkeiten“ bringen usw.

In Herrn Eichhorns Vorstellungen, die uns auf einigen ganz in schwarz-weiß gehaltenen Bilderbuchseiten präsentiert werden, wimmelt es von amüsanten Anspielungen auf bekannte Science-Fiction-Ikonen. Diese werden zwar wohl hauptsächlich von erwachsenen Lesern erkannt und zugeordnet werden können, aber das beeinträchtigt für kindliche Betrachter nicht das Verständnis der Geschichte.

Herr Eichhorn hat eine tollkühne Idee, um die Außerirdischen in die Irre zu führen. „Dazu musste der Bär sich einfach als Baum verkleiden und einen Baum als Bären.“

Gesagt getan – und schon liegen Herr Eichhorn, der getarnte Bär und der Igel auf der Lauer, um die Außerirdischen bei der Entführung des gefälschten Bären zu beobachten. Doch die unbekannten blauen Flugsubjekte lassen sich nicht täuschen.

Nun beschließen die drei Freunde, das Raumschiff zu suchen und zu verstecken. Sie finden auch wirklich ein unbekanntes, sehr blaues Objekt und tarnen es mit allerlei Grünzeug. Das angebliche Raumschiff ist das blaue Zelt eines Menschen, der im Wald campiert. Im Umfeld des Zeltes treffen wir übrigens auf alte Bekannte aus dem zweiten Band: Zahnbürste, Blechdose und Socken (siehe: „Herr Eichhorn und der erste Schnee“).

Doch die Außerirdischen durchschauen jeden Trick und geben ihre Bärenverfolgung nicht auf.

Voller Panik vor dem Unbekannten fliehen die Tiere auf einen Berg, wo der weise Bock wohnt. Auch dorthin folgen ihnen die blauen Wesen getreulich und zutraulich, und schließlich erkennen Herr Eichhorn, der Bär und die versammelten geflohenen Waldtiere, daß diese blauen Außerirdischen gar keine bösen Absichten haben. Die fremden blauen Wesen hatten bloß ihre Eier auf den Kopf des Bären gelegt und wollten sie dort ausbrüten.

Endlich können sich alle Tiere entspannt zurücklehnen und sich mit den komischen Vögeln anfreunden.

Die Illustrationen sowie der Erzähltext spiegeln einen warmherzigen Blick auf die Tiercharaktere und ihre „menschlichen“ Schwächen. Die heitere Auflösung der vorurteilsbeladenen Angst vor dem Fremdartigen führt zu einem angenehm lehrreichen Schluß.

Sebastian Meschenmoser ist seinem faszinierenden, naturbelassen-künstlerischen Zeichenstil treugeblieben. Besonders beeindruckend sind die Fell- und Gefiederzeichnung und die Wiedergabe der körpersprachlichen Gefühlsregungen der dargestellten Tiere. Der mimische und gestische Ausdruck ist humorvoll und lebhaft, und die Pflanzenwelt grünt und blüht gar sommerlich.

Alle fünf Herr-Eichhorn-Bilderbücher sprechen gleichermaßen zum kindlichen wie zum erwachsenen Betrachter und Leser. Für mich ist es ein Kennzeichen besonders guter Kinderbücher, daß sie über mehrere geistige „Abholebenen“ verfügen. Sebastian Meschenmoser ist dies mit allen vier Bänden herausragend gelungen. Ich lege sie Ihnen allerwärmstens ans Herz!

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/herr-eichhorn-und-der-besucher-vom-blauen-planeten-isbn-978-3-522-45871-9/

Der Illustrator und Autor:

»Sebastian Meschenmoser wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte freie bildende Kunst in Mainz. Mit „Fliegen lernen“ hat er 2005 bei Esslinger seinen Erstling veröffentlicht. Dieses ganz besondere Buch hat in den Medien und in der Buchbranche viel Beachtung gefunden. Die Illustrationen daraus wurden auf der internationalen Kinderbuchmesse in Bologna als eine der innovativsten Neuerscheinungen präsentiert. 2006 erschien mit „Herr Eichhorn und der Mond“ das zweite Buch von Sebastian Meschenmoser, das ebenfalls große Begeisterung auslöste und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2007, Sparte Bilderbuch, nominiert wurde.«

PS
Hier entlang zum ersten Band von Herrn Eichhorn:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/19/herr-eichhorn-und-der-mond/
und zum zweiten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/21/herr-eichhorn-und-der-erste-schnee/
sowie zum dritten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/26/herr-eichhorn-weiss-den-weg-zum-gluck/
und zum fünften Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/09/22/herr-eichhorn-und-der-koenig-des-waldes

Herr Eichhorn und der Mond

  • Bilderbuch
  • Text und Illustration von Sebastian Meschenmoser
  • Esslinger Verlag 2007   http://www.thienemann-esslinger.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • Querformat 17 x 22 cm
  • 48 Seiten
  • ISBN 978-3-480-22231-5
  • 9,95 € (D), 10.30 € (A), 14,90 sFr.
  • ab 4 Jahren
    Herr Eichhorn und der Mond

M O N D T H E A T E R

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die Herr-Eichhorn-Bilderbücher von Sebastian Meschenmoser bieten überaus ansprechendes, köstlich-augenzwinkerndes Bilderbuchtheater für kleine und für große Leser bzw. Vorleser. „Herr Eichhorn und der Mond“ ist der erste Band einer Reihe von fünf Bilderbüchern mit dem putzigen Herrn Eichhorn, der von seinem Illustrator in einer – zum Niederknien – drolligen und zugleich natürlichen Art und Weise dargestellt wird.

Ein großer gelber Käseleib rutscht von einem Lieferwagen herunter und rollt die Alm hinab. Er „fliegt“ über einen Felsvorsprung und landet im darunterliegenden Wald – ausgerechnet auf einem Ast vor Herrn Eichhorns Baumhöhle. Herr Eichhorn schaut verschlafen auf das große runde Gelb und denkt, es sei der Mond.

Seine Verwunderung über den ungebetenen Mondbesuch wandelt sich in Sorge, daß man ihn des Monddiebstahls verdächtigen könnte, und schon malt sich Herr Eichhorn in düsteren Farben aus, wie er unschuldig im Gefängnis hockt und den schönen Mond nur noch durch Gitterstäbe betrachten kann.

Da hilft nur eines: Er muß den Mond unauffällig loswerden. Herr Eichhorn strengt sich deshalb mächtig an, den Mond wegzurollen, und schließlich bricht der Ast unter dem Gewicht des Mondes durch, und der gelbe Störenfried folgt der Schwerkraft.

Doch der Käsemond landet nicht auf dem Boden, sondern auf dem Rücken eines Igels. Herr Eichhorn und der Igel mühen sich vergeblich ab, um den Mond vom Igel zu trennen. Dabei werden sie von einem Bock beobachtet, der kurzentschlossen mit seinen Hörnern den Mond aufspießt. Im darauffolgenden Bock-Mond-Igel-Eichhörnchen-Gewühle rennt der Bock vor einen Baum und bleibt mit den Hörnern im Baumstamm stecken. Nun stecken alle, außer Herrn Eichhorn, fest. Herr Eichhorn hält Nachtwache und fragt sich, ob man den Mond wohl wieder reparieren könne.

Nach einer Weile kommt eine Schar Mäuse, die den Mond weitgehend abnagen und somit Bock und Igel befreien. Während die Mäuse mit dicken Bäuchlein ein kollektives Verdauungsschläfchen halten, rauft sich Herr Eichhorn verzweifelt sein Fell. Vom vollen Mond ist nur noch ein sichelförmiges Randstück erhalten geblieben, und Herr Eichhorn sieht sich schon mit Bock, Igel und Mäuseschar in einer Gefängniszelle hocken, und durch die Gitterstäbe fällt kein Fünkchen Mondlicht mehr…

Doch mit vereinten Kräften gelingt es den beteiligten Tieren, den Mond wieder in den Himmel zu schleudern. Andächtig schauen sie sich den himmlischen Sichelmond an, und Herr Eichhorn ist ganz zuversichtlich, daß sich der Mond bald wieder runden wird.

Herr Eichhorn und die anderen Tiere werden von Sebastian Meschenmoser wunderbar naturbelassen und mit ausdrucksvollem Gestus und „sprechender“, gefühlvoller Mimik gezeichnet. Die Farbgebung seiner Bilder ist nicht farbenfroh, sondern sehr dezent. Die Hauptattraktion seiner Zeichnungen ist nicht Farbe, sondern der Eindruck der lebendigen Bewegung und Körperlichkeit der dargestellten Tiere. Sebastian Meschenmoser muß ein sehr feiner und genauer Naturbetrachter sein.

Die Doppelseiten, auf denen Herr Eichhorn sich und seine tierischen Genossen zusammen mit einem Menschen in einer Gefängniszelle eingeschlossen sieht, sind ganz in Schwarzweiß gehalten. Damit grenzt der Autor und Zeichner die Szenen, die nur in Herrn Eichhorns Vorstellung stattfinden, von den wirklichen Szenen in der freien Natur ab.

In Sebastian Meschenmosers Bilderbuch gibt es mehrere Perspektivebenen: der natürliche Lebensraum des Waldes, die Vorstellungen und Ideen von Herrn Eichhorn, und ganz am Rande bzw. in der Kulisse und als Requisitengeber erscheinen Menschen, die jedoch vollkommen ahnungslos bei den Abenteuern der Tiere mitwirken.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/buecher/buchdetailseite/herr-eichhorn-und-der-mond-isbn-978-3-522-45823-8/

 

Der Illustrator und Autor:

»Sebastian Meschenmoser wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte freie bildende Kunst in Mainz. Mit „Fliegen lernen“ hat er 2005 bei Esslinger seinen Erstling veröffentlicht. Dieses ganz besondere Buch hat in den Medien und in der Buchbranche viel Beachtung gefunden. Die Illustrationen daraus wurden auf der internationalen Kinderbuchmesse in Bologna als eine der innovativsten Neuerscheinungen präsentiert. 2006 erschien mit „Herr Eichhorn und der Mond“ das zweite Buch von Sebastian Meschenmoser, das ebenfalls große Begeisterung auslöste und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2007, Sparte Bilderbuch, nominiert wurde.«

 

Querverweis:

Hier entlang zur Besprechung des zweiten Bandes vom Herrn Eichhorn:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/21/herr-eichhorn-und-der-erste-schnee/
und zum dritten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/26/herr-eichhorn-weiss-den-weg-zum-gluck/
und zum vierten Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/08/28/herr-eichhorn-und-der-besucher-vom-blauen-planeten/
und zum fünften Band:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/09/22/herr-eichhorn-und-der-koenig-des-waldes/

 

 

MEHR GRÜN!

  • Ein Dschungelbuch zwischen Kahlschlag und Stadtbegrünung
  • von Ulrich Holbein
  • Akt 77, thinkOya 2014                            http://www.think-oya.de
  • 96 Seiten, Broschur
  • 10 €
  • ISBN 978-3-927369-82-5
    MEHR GRÜN!9783927369825

B L Ä T T E R W A L D

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Ulrich Holbein blättert uns mit seinem Buch „MEHR GRÜN!“ eine erbaumliche und gedankenrankenreiche Lektüre auf: Eine Dendrochronologie, welche nicht die hölzernen Jahresringe aufzählt und ausdeutet, sondern die menschlich-zivilisatorische Beanspruchung von Wäldern und Bäumen umkreist.

„Die Maxime der Zivilisation hieß: Weniger grün! Sechs Wochentage lang randalierte man als Naturbeherrscher, um sonntags die beherrschte Natur mit Naturverbundenheit zu belästigen.“
(Seite 52)

Der Autor vagabundiert mit konzentrierter Eloquenz durch Baummythologie, Weltgeschichte, Naturmystik, Ökologie, Märchen und Sagen und wandert von der Antike über das biblische Paradies bis in gegenwärtige exklusive Privatparadiese. In diesem Potpourri finden sich Holzfäller und Schamanen, Baumhasser und Baumverteidiger, Baumseele und Naturgeistverkitschung.

Kultiviert und spöttisch kritisiert er baumfeindliches und grünneidisches Menschentun, und in der Liste der Bäumschänder wimmelt es – historisch und mythologisch überliefert – von Philosophen, Heiligen und Herrschern. Doch auch heutigentags braucht man nicht weit zu gehen, um in „Frau Saubermanns“ dressiertem Garten „Teppichboden-Ästhetik“ zu betreten.

Darüber hinaus sieht Ulrich Holbein Parallelen zwischen der zähmenden Beschneidung menschlicher Körperbehaarung – insbesondere des männlichen Bartes – und der Baumbeschneidungs- und Rasenmähzwanghaftigkeit durchschnittlicher Garteninhaber.

Ich fand es z.B. sehr interessant und amüsant, zu erfahren, daß der Apfelbaum sich schöpfungsgeschichtlich die Ehre der verdaulichen Erkenntnisvermittlung mit der Bananenpalme und dem Feigenbaum zu teilen hat – ganz abgesehen von der Frage, wie sich Adam und Eva ihre Blöße mit einem Apfelbaumblatt hätten bedecken können sollen.

Nach vollbrachter Abrechnung mit diversen naturfeindlichen menschlichen Verhaltensauswüchsen und einer gebündelten, geistreich-vorwitzigen Kulturkritik endet das Buch mit einem „aufbauenden“ Kapitel über Weidenbaumarchitektur.

Da grünt denn doch noch eine Hoffnung auf eine bessere Beziehung zwischen Baum und Mensch.

„Jetzt fehlen praktisch nur noch Autos aus Holz, denen lebendige Weidenzweige hinterherwehen – und grasbewachsene Bademäntel.“ (Seite 90)

Im Anhang von „MEHR GRÜN“ gibt es eine Liste mit baumfreundlichen Webseiten.
Ganz besonders beeindruckend, inspirierend und herzergrünend finde ich die
„Stiftung Waldgartendorf, Konstantin Kirsch“:
http://www.naturbauten.com

Der Autor:

Ulrich Holbein, Jahrgang 1953, lebt als universalgelehrter Literaturkauz und Öko-Dandy im hessischen Knüllwald. Die Süddeutsche Zeitung verglich ihn mit dem jungen Jean Paul, Walter Benjamin und Arno Schmidt. 2012 wurde er mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet.

PS:
Eine lustige Nebensache möchte ich noch erwähnen: Beim Impressum ist das copyright –Zeichen seitenverkehrt gedruckt, und dahinter steht folgerichtig „copyleft“. Ich habe Freude an solchen kleinen Originaltäten, und da ich weiß, daß nur wenige Leser auch das Impressum lesen, weise ich darauf hin, das Impressum ausnahmsweise einmal zu beäugen.

PPS:
Stellenweise finde ich den Text ein wenig zu fremdwortwuchernd, doch angesichts seiner schönen Wortschöpfungen (Ökochonder, Rasurgärten, hummeldurchbrummelt) will ich diesbezüglich nicht so streng sein. Ich wette jedoch mit Ihnen, daß Sie spätestens auf Seite 71 zum Fremdwörter-Duden greifen müssen – wahrscheinlich hat der Autor diesen kurzen Absatz über „Philosophische Wurzeln“ aber auch nur mit stilistischem Augenzwinkern formuliert.

PPPS:
thinkOya Akt: ›Akt‹ (von lat. agere, handeln) steht für Aktion, Ereignis, Handlung. Als philosophischer Begriff bezeichnet ›Akt‹ eine realisierte Wirklichkeit im Gegensatz zur ›Potenz‹, einer (noch) nicht manifesten Möglichkeit. In der Reihe » thinkOya Akt« erscheinen Aufklärungs-, Streit- und Flugschriften, die zu konkreten Handlungen anstiften. Jeder Band ist eine Ideenwerkstatt zu den drängenden Herausforderungen unserer Zeit. Im Weiterdenken und Aktivwerden der Leserinnen und Leser können diese Ideensamen zu konkreten Utopien heranreifen.

Die kleine Birke

  • Eine Jahreszeitengeschichte
  • Text von Marianne Hofmann
  • Durchgehend farbig illustriert von Reinhard Michl
  • 48 Seiten
  •  12,90 €
  • Format: 21 x 27,7cm
  • HANSER Verlag   September 2011                 http://www.hanser-literaturverlage.de
  • ISBN 978-3-446-23786-5
  • Bilderbuch ab 6 Jahren
    Hofmann_Michl_23786_MR.indd

B A U M S C H U L E

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Bei der Lektüre dieses schönen, naturpoetischen Bilderbuches wird uns zuerst eine erhabene alte Buche vorgestellt, die allein auf einer Wiese steht. Der Baum wird in anschaulichen Worten beschrieben und in vier aufeinander folgenden Seiten und Bildern – jeweils durch alle vier Jahreszeiten hindurch – in Gesellschaft unterschiedlicher Tiere gezeigt.

Eines Frühlingstages bemerkt die Buche erfreut, daß ein kleiner Birkenbaumschößling in ihrer Nachbarschaft wächst. Die große alte Buche und die kleine junge Birke unterhalten sich, und die Buche „bemuttert“ die Birke fürsorglich und erklärt ihr die Welt.

Da die Buche über einen weiten Überblick verfügt, beschreibt sie die umgebende Landschaft: schneebedeckte Berge, ein Tal, einen nahegelegenen Wald und einen Fluß. Die kleine Birke lernt mit ihrer Mentorin auch viele Tiere und ihre Verhaltensweisen kennen: Eichhörnchen, Rehe, Hasen, Hummeln, Schmetterlinge, Mistkäfer, Heuhüpfer, einen Fuchs und allerlei Vögel.

Die beiden beobachten im Sommer auch einige Menschen, die im Schatten der Buche picknicken, und viele Spaziergänger. An dieser Stelle findet sich übrigens ein nettes zeichnerisches Spitzweg-Zitat des bekannten Bildes „Der Sonntagsspaziergang“…

Die Baumfreundinnen überstehen ein heftiges Gewitter, und die kleine Birke lernt, wie der Regen entsteht.

Im Herbst sehen sie viele Vogelschwärme am Himmel in den Süden ziehen. Als die kleine Birke nicht versteht, warum sie plötzlich ihre Blätter verliert, wird sie von der Buche beruhigt, die ihr sagt, daß dies zur natürlichen Wintervorbereitung dazugehört und daß sich die Birke keine Sorge wegen der kommenden Winterkälte machen muß, weil gerade Birken sehr kälteunempfindlich sind.

Vertrauensvoll schläft die kleine Birke schließlich ein und freut sich schon auf den ersten Schnee.

Die Illustrationen von Reinhard Michl sind naturnah und von feiner Komposition, und sie harmonieren vorzüglich mit der klaren, feinsinnlichen und poetischen Sprache, in der diese Geschichte eines natürlichen Jahreskreises erzählt und aufgeblättert wird.

Im Anschluß an die Geschichte folgt ein dreiseitiges Glossar, das die erwähnten Tiere noch einmal einzeln abbildet und kurze, einfache Informationen anfügt. Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu dieser einladenden Baumschule.

 

Die Autorin:

»Marianne Hofmann, ist 1938 in der Nähe von Regensburg geboren und lebt als freie Schriftstellerin in München. Bekannt wurde sie durch ihren bei Suhrkamp erschienen Roman »Es glühen die Menschen, die Pferde, das Heu« . Ihre Kurzgeschichten erschienen u.a. in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und wurden vom Bayrischen Rundfunk gesendet. Zuletzt erschienen im Lichtung Verlag der Gedichtband »Der Klang des Wassers« und ein Band mit kleiner Prosa unter dem Titel »Ein rotes Kleid – Augenblickstexte«.
„Die kleine Birke“ ist ihr erstes Kinderbuch.«

Der Illustrator:

»Reinhard Michl, 1948 in Niederbayern geboren, studierte nach einer Schrift- setzerlehre an der Akademie der bildenden Künste in München. Noch während seines Studiums begann er, für Verlage zu arbeiten. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis und dem Troisdorfer Bilderbuchpreis. Er hat schon viele Hanser Kinderbücher illustriert, u.a. »Das große Buch der Lieder und Songs«, das er auch selbst zusammengestellt hat.«