Überall & Nirgends

  • Gedichte über Tod und Trauer
  • Text von Bette Westera
  • Illustrationen von Sylvia Weve
  • Originaltitel: »Doodgewoon«
  • Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
  • Susanna Rieder Verlag 2016  www.riederbuch.de
  • Halbleinen, gebunden
  • Format: 26 x 23 cm
  • 112 Seiten
  • 3 LESEBÄNDCHEN
  • 25,00 € (D), 26,00 € (A)
  • ISBN 978-3-946100-09-6
  • Für Kinder ab 8 Jahren und für Erwachsene

T R A U E R S T I M M E N

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Bette Westera wagt es, sich einen Reim auf den Tod zu machen. Ihre Gedichte über Tod und Trauer formulieren viele Gefühlsfacetten. Sie öffnen das Herz und bringen Tränen zum Fließen. Die einfühlsamen, ebenso tief ernsthaften wie zuweilen auch sanft schmunzlerischen Gedichte „sprechen“, wo sonst oft Schweigen herrscht.

Die Autorin widmet sich schonungslos hin- und mitfühlend dem Tod von Großeltern, Müttern, Vätern, Geschwistern, Kindern, Neugeborenen und Haustieren. Alters- schwäche, schwere Krankheit, Unfall, Selbstmord oder Nahtoderfahrung – all diesen Erscheinungsformen der Sterblichkeit wird in diesem Buch ausdrücklich Raum und Ehre gegeben. Das ist zugleich schmerzlich und tröstlich; der Tod ist kein Ausnahmefall, er gehört zum Leben.

Die Texte stellen sich der Sterblichkeit, der Trauer, dem Verlust, der Verletzlichkeit, der Verzweiflung, dem plötzlichen Riß im Lebens- und Liebesgefüge, der Sehnsucht und der wehmütigen Präsenz der Abwesenheit und weisen zugleich auf die kostbaren Geschenke des Gewesenen hin und nähren – manchmal ganz direkt, manchmal zwischen den Zeilen – eine Haltung der Dankbarkeit, Demut und Wertschätzung für die erlebte Bindung.

Die Gedichte sind stilistisch in einfacher Sprache geschrieben, gleichwohl feinsinnig und getragen von einem eingängigen sprachmelodischen Klang – wofür dem Übersetzer ausdrücklicher Dank gebührt.

In den vielschichtigen Illustrationen von Sylvia Weve finden die Gedichte eine spiegelnd-ergänzende Entsprechung. Die Illustrationen sind abwechselnd sparsam zurückhaltend und farblich angegraut sowie üppig und bunt. Einige Doppelseiten sind mit Halbseiten zum Umklappen versehen, aus denen sich zusätzliche Verbindungen ergeben.

Bestattungsformen (Erd-, Feuer-, Wasser- und Luftbestattung), verschiedene Jenseits-vorstellungen und Trauerrituale unterschiedlicher Kulturen und Zeitepochen werden dargestellt und ebenso die Themen Erbschaft und Haushaltsauflösung. Kindlich-philosophische Betrachtungen zur Winzigkeit des menschlichen Lebens angesichts der Unendlichkeit des Sternenhimmels fügen sich harmonisch in den poetischen Vergänglichkeitschor ein.

© Sylvia Weve & Bette Westera / Susanna Rieder Verlag

© Sylvia Weve & Bette Westera / Susanna Rieder Verlag

Im Anschluß an die illustrierten Gedichte folgen einige Glossarseiten mit kurzen sachlichen, kindgemäßen Erklärungen zu den zuvor erwähnten Begriffen, die thematisch von Allerseelen über Hospiz bis Reinkarnation reichen.

„Überall & Nirgends“ ist mit drei Lesebändchen ausgestattet, die einer schnellen Markierung von besonders ansprechenden Lesepassagen angenehm entgegenkommen.

Dieses berührende Buch kann Herzen öffnen und Trauer befreien. Zumindest bei einem akuten Trauerfall empfehle ich eine Lektüre gemeinsam mit dem Kind, damit sich aufgewühlte Fragen und Gefühle in einem liebevoll-geborgenen Umfeld entfalten und ausweinen können.

 

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.riederbuch.de/programm/lyrik-fuer-junge-leser/

Die Autorin:

»Bette Westera, geboren 1958, ist eine sehr vielseitige Schriftstellerin. Ihr umfangreiches Werk umfasst Bilderbücher, Lyrik, erzählendes Kinderbuch und modernes Märchen. Zielgruppe sind dabei Kinder bis zum Alter von 10 Jahren. Nach einer kurzen Zeit als Grundschullehrerin studierte sie Psychologie. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.«

Die Illustratorin:

»Sylvia Weve, geboren 1954, hat bereits über 150 Bücher illustriert. Ihre ausdrucksvollen, energiegeladenen Illustrationen korrespondieren wunderbar mit Bette Westeras Texten. Die beiden sind ein erprobtes und äußerst erfolgreiches Autorenduo.«

Der Übersetzer:

»Rolf Erdorf, geboren 1956, studierte Germanistik, Romanistik und Niederländische Philologie in Bonn, Köln und Berlin. Für sein umfassendes Übersetzerwerk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Gerne widme ich diese Buchbesprechung Petra Pawlofskys wertvoller Sammlung „Kinder im Aufwind“:
https://pawlo.wordpress.com/home-2/fundgrube-fuer-kinder-im-aufwind/fundgrube-3-kurzvorstellung-der-beitraege-ab-juli-2017/

Querverweis:

Hier folgen ergänzende Links zu weiteren Kinderbüchern zu den Themen: Abschied, Tod und Trauer:

Ente, Tod und Tulpe
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/06/13/ente-tod-und-tulpe/
Erik und das Opa-Gespenst

https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/12/05/erik-und-das-opa-gespenst/
Kleiner Fuchs Großer Himmel
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/11/23/kleiner-fuchs-grosser-himmel/
Nur ein Tag
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/10/13/nur-ein-tag/
Oma trinkt im Himmel Tee
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/11/26/oma-trinkt-im-himmel-tee/
Opa Meume und ich 
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/02/20/opa-meume-und-ich/
Der Tod auf dem Apfelbaum
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/03/20/der-tod-auf-dem-apfelbaum/
Wie lange dauert Traurigsein?
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/12/03/wie-lange-dauert-traurigsein/

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/
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38 Kommentare zu “Überall & Nirgends

  1. Liebe Ulrike, sehr schön dass Du das Thema Tod und Sterben ansprichst mit deiner Buchempfehlung …
    Früher war es normal beim Abschied dabei zu sein, heute wird alles was mit Tod und Sterben zu tun hat, immer noch ausgeklammert.
    Vor Ort, in unserem sogenannten Gesundheitssystem, sehe ich tagtäglich, wie Mediziner sich winden, den Menschen ein friedliches und würdiges Hinaustreten aus unserer Welt und damit ein Eintreten in die andere Ebene des Seins zu ermöglichen.

    Da werden noch in der Finalphase massenweise Infusionen hineingepumpt, Antibiotika, intravenöse Ernährung… dafür sind sie extrem zurückhaltend ( entgegen aller nach aussen hin publizierten Versprechungen) was die Verabreichung von schmerzlindernden Mitteln angeht… ein Mensch hat das Recht. darum zu bitten ohne Schmerzen gehen zu wollen, so wie er das Recht hat, Dieses auch zu verweigern, wenn es sein persönlicher Weg ist.

    Manchmal könnte ich nur noch schreien über das wie es gehandhabt wird !

    Und was das Trauern anbetrifft, da gibt es mehr Unterstützung als früher, mehr Offenheit. Doch inwieweit das genutzt wird…..?
    Da bin ich mir nicht so sicher. Manchmal hab ich das Gefühl es wird eher ein Ablenkungsprogramm veranstaltet, wobei man schon hinschauen sollte, was geschehen ist, wie heftig das war.
    Was ich so sehen und lesen konnte,werden in dem Buch unterschiedliche Aspekte angesprochen, also ein breites Spektrum aufgezeigt.

    Ein gutes Medium was ich gerne an die Patienten weiterreichen werde……ich glaube auch Erwachsene könne davon profitieren was ihren Trauerprozess angeht.

    Vielen Dank für den Tipp.

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    • Liebe Marietta,
      vielen Dank für Deine engagierte Stellungnahme.
      Die medizinische Verleugnung der menschlichen Sterblichkeit, ja, der unsinnige Kampf gegen den Tod, die krampfhafte, maßlose zeitliche Hinauszögerung des Sterbens, zeugt von einer Verwechslung von Lebensquantität mit Lebensqualität.
      Bücher, wie das vorliegende, tragen jedenfalls dazu bei, daß Tod und Trauer nicht verdrängt, sondern angemessen wahrgenommen, gefühlt und zwischenmenschlich geteilt werden.

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  2. Das scheint ein sehr schönes Buch zu sein. Leider war auch für mich die Schrift der Leseprobe zu klein und ich konnte nur ein paar Sätze erraten, aber das las sich sehr tröstlich. Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur ein Buch für den Todesfall, sondern auch für das Leben. Vielen Dank für die einfühlsame Buchvorstellung und deine empathischen Beschreibungen, liebe Bücherfee ♥

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  3. Oh, da ist sie wieder – die tiefe Berührung bei den Themen Tod, Trauer, Abschied! Danke für´s wieder mal daran erinnern. Wir können nicht oft genug üben MIT dem Tod zu gehen, statt gegen ihn.
    Liebste lebendige Grüße aus meinem Herzen zu Dir, liebe Ulrike.

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  4. Es muß ein gutes Buch sein, eines, das thematisiert, um was wir gerne herumreden und nicht konkrekt in Worte fassen mögen. Vor ca. zwei Monaten starb Nora, der geliebte große schwarze Hund meiner Tochter Nr. 1 und langjährige Spielgefährte meines Enkelchens.
    Ich merkte deutlich, wie sehr wir an einem Tier hängen können und das Enkelchen war ebenso entsetzt wie wir alle. Noras Asche sollte an einer Lieblingsstelle den Rheinwellen übergeben werden, aber noch muß sie zuhause bleiben, hier wird sie noch gefühlsmäßig *gebraucht*
    Liebe Grüße von Bruni, zurück aus den Ferien

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    • Liebe Bruni,
      vielen Dank für Deine persönlich betroffene Rückmeldung.
      Selbstverständlich trauert man auch um ein geliebtes Haustier, wenn es den Daseinswechsel vollzogen hat.
      Die Asche an einer Lieblingsstelle dem Fluß zu überlassen ist eine feine Idee, ein heilsames Ritual und eine schöner Ausdruck der Wertschätzung für die gemeinsam erlebte Zeit.

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  5. Liebe Ulrike, da komme ich ja gerade noch recht ins Netz zurück, um diesen faszinierenden Beitrag zu lesen! Wär das nicht etwas voll Passendes auch für die „Kinder im Aufwind“, die gerade wieder vom Dornröschenschlaf wachgeküsst werden könnten??? Oft ist ja der Tod ein traumatisches Erlebnis. Du stehst damit nicht nur Kindern, sondern auch den oft sprachlosen Erwachsenen zur Seite! Und zusätzlich hilft ja auch noch dein Querverweis weiter !
    Ich würde mich sehr freuen und vielleicht komme ich für das Projekt damit auch wieder mehr in die Gänge…Mit lieben Grüßen, Petra

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  6. Danke für die Rezension eines so wertvollen Buches. Ja, wir sind immer wieder ratlos. Bilder können helfen, weil sie vieles ausdrücken, was wir nicht in Worte packen können oder wozu uns die Worte fehlen. Und Bilder gelangen direkter zur Seele/zum Herz als Worte.
    @kopfundgestalt: Ob Kinder mit dem Tod wirklich unbefangener umgehen, würde ich mal bezweifeln bzw. es nicht als Automatismus sehen, insbesondere nicht, wenn es um enge Verwandte geht. Meine Mutter starb, als ich 11 war. Da war niemand, der damit irgendwie umgehen konnte. Ich habe noch heute damit zu kämpfen.

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    • Hab‘ Dank für Dein zugeneigtes Leseecho.
      Mir gefällt der Aspekt, den Du ansprichst, daß Bilder direkter zur Seele und zum Herzen sprechen als Worte. Dieses Buch bietet beide Ansprachemöglichkeiten und kann somit die Reichweite erhöhen.

      Ich denke, daß Kinder den Tod allgemein als Thematik unbefangener betrachten als die meisten Erwachsenen. Das glaube ich aber nicht, wenn sie selbst von einem nahen Todesfall betroffen sind. Da wären dann wieder Erwachsene gefragt, die sich unbefangen der Trauer des Kindes zuwenden können. Und je nach Traumaausmaß sollte man auch professionelle therapeutische Unterstützung für das betroffene Kind in Anspruch nehmen.

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    • Herzlichen Dank für Deine Resonanz.
      Ich habe weniger Berührungsängste mit dem Thema Sterblichkeit und befasse mich gelegentlich gerne mit Lektüre dazu.
      Ich finde, daß die Bewußtheit unserer Sterblichkeit die Wertschätzung für unser gegenwärtiges LebendigSEIN vertieft.

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      • Das stimmt, Ulrike, macht mich aber nicht weniger traurig. Aber natürlich ist es gut, in einem Buch Hilfe für die Bewältigung mit dem Problem der eigenen Sterblichkeit, oder der von geliebten Menschen oder Tieren finden zu können.
        Liebe Grüße,
        Tanja

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  7. Ein schönes und wertvolles Buch. Den Tod ins Leben zurückholen, das finde ich wichtig. Er kann jede Gemeinschaft unvorbereitet treffen. Besonders die Kinder sind mit einer solchen Erfahrung maßlos überfordert, umso mehr, wenn der Tod als Teil des Lebens zuvor nie zur Sprache kam und verdrängt wurde. Gemeinsames Trauern und Weinen ist entscheidend für die Verarbeitung. Wir hätten es isoliert nicht geschafft als Paar und als Familie.

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    • Herzensdank für Dein persönliches Echo!
      Ich finde ebenfalls, daß die Achtung vor dem Leben und die Achtung vor dem Tod zusammengehören. Dieses Buch bringt diese beiden Aspekte vielseitig zur Sprache und die anrührende, herzaufschließende Wirkung der Texte und Bilder hilft dabei, Trauer zuzulassen und erste Schritte zur Verarbeitung zu tun.

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  8. Deckel drauf ist ja immer eine unglückliche Strategie, wenn es um den Tod und sein weitläufiges emotionales Gefolge geht. Aber was sagt man, wenn einem die Wucht eines Ereignisses die Sprache verschlägt? Oft bleibt es dann bei Phrasendrescherei und Floskeldrechslerei. Etwas Aufbauendes zu sagen, fällt, gerade wenn es besonders darauf ankommt, unglaublich schwer – und konstruktiv zu schweigen noch viel schwerer. Da sind sorgfältig ausgewählte „Buch-Stützen“ absolut hilfreich.
    Die Verbindung von Text und Illustrationen erscheint mir bei diesem Buch besonders gelungen und auch wichtig. Denn irgendwo wird auch immer wieder eine Grenze erreicht – ein Punkt, an dem einfach nicht ausreicht, was sich verbal artikulieren lässt. Worte helfen dann nicht nur nichts – sie werden ausgesprochen lästig und kontraproduktiv. Da kann es sehr willkommen sein, wenn sich ein ausdrucksstarkes Bild der bisher trostlos vibrierenden Emotionen annimmt. Die von dir für diesen Beitrag ausgewählten Beispiele wirken auf mich überaus stark.

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    • Verbindlichen Dank für Deine konstruktive und zugeneigte Resonanz.
      Besser als Floskeln ist gewiß die ehrliche Aussage, daß man sprachlos ist oder eben das schweigende Mitfühlen.

      Ich hatte einmal eine lehrreiche Situation in der Buchhandlung, als eine offensichtlich verweinte Dame nach Trauerkarten fragte, mir dann spontan mitteilte, daß ihr Sohn gestorben sei und in Tränen ausbrach. Ich gab ihr einfach nur ein Taschentuch und blieb still neben ihr stehen – das war eine tiefe Erfahrung für mich – und nach zwei, drei Minuten beruhigte sie sich, schaute mich offen an und bedankte sich leise. Mitfühlendes Schweigen kann die richtige Antwort auf die Sprache der Tränen sein.

      Das vorliegende Buch hilft sowohl bei der Wörterfindung eines Betroffenen als auch eines Tröstenden. Ich weiß jedenfalls von mir selbst, daß eine treffende Formulierung für ein starkes Gefühl hilfreich sein kann. Die Texte und die Bildersprache unterstützen einen dabei, das Unbegreifliche auf ein handlicheres Maß zu bringen, aber sie lassen trotzdem die TIEFE mitklingen.

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      • Mitfühlende Präsenz, so wie du sie hier beschrieben hast, kann durchaus eine tiefe Erfahrung sein. Aber es gehört auch buchstäblich einiges an Geistes-Gegenwart dazu, damit man sich darauf überhaupt einlassen kann. Oft besteht ja eine nur allzu verständlich Tendenz, sich mit einer handelsüblichen Floskel gleichsam emotional vom Acker zu machen.
        Das Unbegreifliche dergestalt in greifbare Form zu bringen, dass dennoch der ahnungsvolle Hauch der tatsächlichen Tiefe deutlich spürbar bleibt, ist eine besondere Kunst und ein beredtes Qualitätszeugnis für das von dir hier besprochene Buch.

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  9. Dieses Buch gibt all denen eine Hilfestellung die gerade selbst als Betroffene keine Worte finden. Tröstlich das es solche Bücher gibt.
    (Trotz Tablet war es mir nicht möglich die Leseprobe zu lesen, die Schrift ist sehr klein und es ließ sich nicht vergrößern.)

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    • Herzensdank für Deine Zustimmung, liebe Nati.
      Und danke für den Hinweis auf die nicht lesbare Leseprobe auf dem Tablet, das ist eine wichtige Rückmeldung für den Verlag. Vielleicht können sie das digitale Erscheinungsbild noch überarbeiten und vergrößern.

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  10. Angst vor dem Tod, vor der Leere ist ein ganz alltägliches und menschliches Phänomen.

    Man sagt Kindern einen unbefangeneren Umgang damit nach. Ob das wirklich stimmt, ist die Frage.
    Ich als Kind jedenfalls beruhigte mich damit, daß ich doch erst (hochgerechnet) 10 % meines Lebens hinter mir hatte.
    Für Kinder, dessen eines Elternteil stirbt, gibt es wenig Trost. Der andere Elternteil ist ja meist in Auflösung, kann so kaum stabilisieren.
    Was es braucht, sind Freunde, die sich nicht zurückziehen, die da sind und sich auch von manchen Ratschlägen fernhalten.

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    • Vielen Dank für Deine persönliche Rückmeldung.
      Dieses Buch hilft dabei, Trauer individuell zu formulieren, und es spricht auch exakt an, welche „leichtsinnigen“ Dinge man gerade Kindern, die um ein Elternteil trauern, nicht sagen sollte.

      Oft ist es viel tröstlicher, einfach nur still BEI einem Trauernden zu bleiben und das Fühlen auszuhalten. Oberflächliche Sprechblasen und RatSCHLÄGE sollen oft nur die Trauer und die Tränen wegwischen. Trauer muß aber VERSCHMERZT werden, sonst endet sie nie!

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      • Ja, die sogenannte Schmerzbewältigung, die muß man individuell leisten. Die anderen sind DA und das ist schon viel.
        Ich denke, bei den Kindern kommt das erst später richtig hoch.

        Danke für deine darauf eingehenden Zeilen.

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  11. Ich war neugierig und hab mich an die Leseprobe getraut. Und ich muss sagen, es ist für mich das beste Buch, in dem Trauer und Verlust für Kinder verarbeitet wird. Letztendlich sind es für sie die Dinge im Alltag, die sich ändern und den Verlust am schlimmsten machen. Das Buch ist ein must have für mich. Danke für’s Vorstellen, liebe Ulrike… PS: Bin aus dem Winterschlaf erwacht.

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      • Deine Vorstellung machte auch (wie immer) neugierig auf mehr. Ich musste den Verlust von Oma und Opa im letzten Jahr vermitteln und habe nicht erkannt, dass solche klare einfache Worte mehr geholfen hätten. Bald steht der Verlust des Hundes an. Das Buch wird zumindest helfen, den Schmerz zu verarbeiten.

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      • Der Verlust von Haustieren wird auch einfühlsam thematisiert.
        Eben stand ich etwas auf der Leitung. Du bist es, Ann von Sternchen, – schön, daß Du aus dem Winterschlaf erwacht bist und wieder mitredest. *freu*hüpf*freu*

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