Frank und Bert, 4. Band

  • Die Sache mit dem Fußballspielen
  • Text und Illustration von Chris Naylor-Ballesteros
  • Originaltitel: »Frank and Bert – The one where Bert plays football«
  • Übersetzung aus dem Englischen von Hanna Schmitz
  • Coppenrath Verlag 2025  www.coppenrath.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 40 Seiten
  • Format: 27 x 27 cm
  • ISBN 978-3-649-65083-6
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A)
  • Bilderbuch ab 3 Jahren


F R E U N D S C H A F T   G E W I N N T

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Nach Versteckenspielen
(siehe: Frank und Bert), Picknickfreuden (siehe: Die Sache mit den verschwundenen Keksen) und der Kunst des Fahrradfahrens (siehe: Die Sache mit dem Fahrradfahren) beschäftigt sich das bewährte Bilderbuchduo Frank und Bert nun mit Fußballspielen.

Frank tut sich dabei, wie auch in den vorhergehenden Geschichten, durch wohl-meinende, fürsorgliche Besserkönnerei hervor. Bert ist nun einmal durch seinen Bärenkörper etwas behäbiger und tollpatschiger als der wendige Fuchs Frank. So passieren Bert zunächst einige Pannen beim Fußballspielen, aber Frank ist ver-ständnisvoll und ermuntert Bert, trotzdem weiterzuspielen.

Als jedoch Barbara, ein sehr wendiges und fußballlgewandtes Wiesel, auftaucht, läßt Frank Bert links liegen und spielt mit der wieselwendigen Barbara Fußball. Beim Spiel der Beiden landet der Fußball schießlich hoch oben in einem Baum.

Text & Illustration von Chris Naylor-Ballesteros © Coppenrath Verlag 2025

Frank klettert auf den Baum, um den Fußball zurückzuholen, aber der Ast, in dem der Ball sich verfangen hat, bricht unter dem zusätzlichen Fuchsgewicht durch, und Frank fällt in die Tiefe. Doch der dicke Bert ist schon zur Stelle, und Frank fällt weich auf Bert. Denn beste Freunde retten einander selbstverständlich.

Frank bedankt sich für die Rettung und entschuldigt sich aufrichtig dafür, Bert nicht in sein Spiel mit Barbara einbezogen zu haben. Zum Glück ist der gutmütige Bert nicht nachtragend, und so spielen sie bei der nächsten Gelegenheit zu dritt Fußball, und zwar mit Bert als Super-Torhüter.

Text & Illustration von Chris Naylor-Ballesteros © Coppenrath Verlag 2025

Chris Naylor-Ballesteros erzählt die vorliegende Geschichte auf anschaulich situative Weise. Die Thematik guten und schlechten Freundschaftsverhaltens ist kindlich lebensnah und wird dramaturgisch lustig und augenzwinkernd in Szene gesetzt. Die Illustrationen haben einen eigenwilligen, etwas schrägen Charme und geben den abwechslungsreichen Gefühlen der Charaktere lebhaften und leicht ablesbaren Ausdruck.

Besonders bemerkenswert erscheint mir, daß in diesem Bilderbuch nirgends ein moralisch erhobener pädagogischer Zeigefinger herumstochert, sondern daß Frank selbstreflektiert genug ist, um zu erkennen, daß er sich gegenüber Bert nicht wie ein guter Freund verhalten habe und daß er bereit sei, sein Verhalten selbst konstruktiv zu korrigieren.

Hier entlang zum  Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite: https://www.spiegelburg-shop.de/frank-und-bert-bd.4-die-sache-mit-dem-fussballspielen/65083

Hier entlang zu den drei Vorgängerbänden:
1. Band: Frank und Bert
2. Band: Frank und Bert, 2. Band: Die Sache mit den verschwundenen Keksen
3. Band: Frank und Bert, 3. Band: Die Sache mit dem Fahrradfahren

Der Autor & Illustrator:

»Chris Naylor-Ballesteros kommt aus Bradford/Großbritannien und studierte Illustration und Grafikdesign am Bradford College of Art. Mittlerweile lebt und arbeitet er als Autor und Illustrator in Frankreich. Chris Naylor Ballesteros «

Frank und Bert

  • Text und Illustration  von Chris Naylor-Ballesteros
  • Originaltitel: »Frank and Bert«
  • Übersetzung ins Deutsche von Hanna Schmitz
  • Coppenrath Verlag 2022 www.coppenrath.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 27 x 27 cm
  • 40 Seiten
  • ISBN 978-3-649-6421-7
  • Bilderbuch ab 3 Jahren

Frank und Bert Titelbild
L I E B E S G E W I N N

Bilderbuchrezension von Ulrike Sokul ©

Frank, der Fuchs, und Bert, der Bär, spielen gerne Verstecken miteinander. Allerdings ist Bert dabei ein wenig ungeschickt, und Frank findet ihn stets sofort, was in den heiteren Illustrationen auch sehr deutlich dargestellt wird. Bert meint allerdings, er sei ein guter Verstecker und Frank würde ihn nur deshalb so leicht finden, weil er nur bis zehn zähle und ihm nicht ausreichend Zeit für ein besseres Versteck lasse.

Nun, Frank gewinnt eben auch gerne, aber er fühlt sich dennoch in seinen Freund ein, der auch einmal gewinnen möchte, und so erklärt er sich bereit, bis 100 zu zählen. Frank hält sich die Augen zu und beginnt zu zählen, und Bert macht sich auf den Weg zu einem versteckteren Versteck.

Frank und Bert_innen1

Text und Illustration von Chris Naylor-Ballesteros © Coppenrath Verlag 2022

Doch Bert trägt einen rosafarbenen Wollstrickschal, und da sich ein Fädchen davon an einem abgebrochenen Zweig verhakt, legt Bert unfreiwillig eine unübersehbare Spur zu seinem Versteck.

Frank zählt geduldig bis 100, öffnet seine Augen, sieht natürlich sofort den rosa Faden und folgt ihm siegessicher durch die Bilderbuchlandschaft. Am Ende des Fadens entdeckt Frank den wieder nur mäßig verborgen geblie- benen Bert und will schon triumphieren, da hält er inne und bedenkt, wie betrübt Bert wäre, schon wieder zu verlieren, und so beschließt er, auf seinen Sieg zu verzichten und so zu tun, als könne er Bert nicht finden.

Frank und Bert_innen2

Text und Illustration von Chris Naylor-Ballesteros © Coppenrath Verlag 2022

Bert hüpft überglücklich aus seinem Versteck heraus und umarmt Frank. Und auch Frank freut sich ehrlich mit und strickt Bert anschließend einen neuen Schal aus der alten Wolle.

Beim nächsten Mal versteckt sich Frank und Bert ist der Sucher. Unauffällig greift Bert nach einem losen Faden von Franks blauer Wollstrickmütze und zählt bis 100. Frank rennt los, zieht ahnungslos eine blaue Wollfadenspur hinter sich her, und während er bei sich denkt: „Der findet mich nie!“, zwinkert uns Bert auf der letzten Seite spitzbübisch zu.

So einfach und mit zärtlichem Humor läßt sich die Bedeutung echter Freundschaft und Verbundenheit darstellen. Des Fuchses Freude am Gewinnen wird ehrlich und authentisch benannt, doch die empathische Einsicht, daß er seinem besten Freund eine Freude machen würde, ließe er ihn ausnahmsweise gewinnen, erwächst ihm ganz ungezwungen aus dem Herzen, und so zeigt Frank, daß ihm die Freundschaft wichtiger ist als unbedingtes Gewinnstreben.

Die Geschichte wird aus Franks fuchsschlauer Perspektive erzählt, und es ist offensichtlich, daß er sich hinsichtlich der Kunst des Versteckens und Findens für überlegen hält. So bietet die ironische Brechung am Ende der Geschichte für die geneigten Bilderbuchbetrachter ein amüsantes Augenzwinkern, das auch diese Überlegenheit milde ausbalanciert.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.spiegelburg-shop.de/frank-und-bert/64210

 

PS:
Das Bilderbuch „Frank und Bert“ ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 nominiert.

Querverweis:

Hier entlang zu den Folgebänden von Frank und Bert:
Band 2 Frank und Bert, 2. Band: Die Sache mit den verschwundenen Keksen
Band 3 Frank und Bert, 3. Band: Die Sache mit dem Fahrradfahren

Der Autor und Illustrator:

»Chris Naylor-Ballesteros kommt aus Bradford/Großbritannien und studierte Illustration und Grafikdesign am Bradford College of Art. Mittlerweile lebt und arbeitet er als Autor und Illustrator in Frankreich. Chris Naylor Ballesteros«