Die Intelligenz der Bienen

  • Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können
  • von Randolf Menzel und Matthias Eckoldt
  • Albrecht Knaus Verlag   März 2016  www.knaus-verlag.de
  • gebunden, mit Schutzumschlag
  • 368 Seiten
  • 24,99 € (D), 25,70 € (A)
  • ISBN 978-3-8135-0665-5

BIENENFLEISSIGE  BIENENKUNDE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Zoologe und Neurobiologe Randolf Menzel hat sein Forscherleben den Bienen gewidmet und zusammen mit dem Schriftsteller und Rundfunkautor Matthias Eckoldt sein gesammeltes Bienenwissen in ein profundes populärwissenschaftliches Buch gepackt. In fünf Jahrzehnten Bienenforschung hat Randolf Menzel die Bienen innig kennengelernt und eine Fülle an neuen Erkenntnissen zu ihren erstaunlichen Fähigkeiten gewonnen.

Während der Lektüre ist man sowohl fasziniert und beeindruckt von den Bienen und ihren komplexen Wahrnehmungs-, Denk-, Kommunikations- und Verhaltensweisen als auch von den ausgeklügelten Experimenten und Mikromeßmethoden, die Randolf Menzel und seine Mitarbeiter für die Erforschung der Bienensinne und des nur etwa sandkornkleinen Bienengehirns entwickelt haben.

Die noch verhältnismäßig allgemein gehaltenen Informationen des ersten Kapitels dienen der einführenden Annäherung an die Biologie der Bienen und der Selbstreflexion der experimentellen Fragestellungen und Forschungsmethoden.

Das zweite Kapitel führt uns in den Aufbau des Bienengehirns ein, Kapitel drei bündelt das aktuelle Wissen über die sieben Sinne der Bienen, Kapitel vier vertieft neurologische Feinheiten über Lernvorgänge und Gedächtnisleistungen der Bienen und beschreibt komplexe neuronale Reaktionsketten, in Kapitel fünf erfahren wir Einzelheiten über die Navigation, Kommunikation und Organisation des Superorganismus des Bienenvolks, und Kapitel sechs befaßt sich mit Bienen und Umweltschutz und warnt eindringlich vor den massiven Gefahren durch Nervengifte in sogenannten Pflanzenschutzmitteln, die in der industriellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

Aus der Wissensfülle dieses Sachbuches kann ich nur kurze Streiflichter hervorheben:

Viele neue – und zum Teil vorherige Lehrmeinungen umstürzende – Entdeckungen wurden alleine dadurch möglich, daß den beforschten Bienen winzige Nummernschilder appliziert wurden. Erst so konnte man sie als Individuen im Schwarm identifizieren und ihren Lebenslauf, Lernvorgänge sowie ihr facettenreiches Verhalten in einem größeren zeitlichen und sozialen Zusammenhang beobachten und auswerten.

Bienen sehen die Welt anders als wir. Ihre Komplexaugen haben keine Rezeptoren für die Farbe Rot, nehmen jedoch ultraviolettes Licht sowie die Polarisation des Lichts wahr. Dies führt zu einer von uns Menschen abweichenden Farbwahrnehmung – so erscheint beispielsweise die Sonne in Bienenaugen grün, und der für uns einfarbig blaue Himmel weist für Bienen ein kontrastreiches Muster auf, das ihnen bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung hilft. Zusätzlich können sie das Erdmagnetfeld wahrnehmen und in ihre räumliche Zuordnung einbeziehen.

Ihr Geruchsvermögen ist äußerst präzise: »Bienen können Substanzen auseinander-halten, die sich chemisch in einem einzigen Kohlenstoffatom unterscheiden!« Und mit Hilfe ihres »topochemischen Sinns« können sie räumlich riechen. Dies dient der schnellen Nektarfindung und den organisatorischen Abläufen sowie der sozialen Duftnotenein-ordnung innerhalb des Bienenstocks.

Bienen vermitteln über den Schwänzeltanz nicht nur die Fluganweisung zu Nektarquellen, sondern auch die Lage von Wasser- und Harzstellen sowie von potenziellen neuen Niststellen. Die Bienen, die beim Schwänzeltanz in der zweiten Reihe stehen, können die getanzte Information über elektrostatische Felder, die von den Tänzerinnen ausgehen, ablesen.

Im Bienengehirn befindet sich eine Struktur, die wegen ihrer Form Pilzkörper genannt wird. Der Pilzkörper könnte – vergleichbar mit dem präfrontalen Kortex des menschlichen Hirns – »eine reflektierende Funktion im Bienenhirn« repräsentieren.

Bienen verfügen über Instinkt und Intelligenz, sie sind lernfähig, sie planen und treffen Entscheidungen, sie erkennen Muster und Regeln, und sie brauchen Schlaf, um Gelerntes im Gedächtnis zu verankern. Sie können eine kognitive Karte ihrer Umgebung erstellen und merken sich Landmarken. Dabei kombinieren sie egozentrische und allozentrische Navigationsaspekte. Bienen zeigen beim Schlafen Schwänzeltanzbewegungen, was zumindest die Vermutung nahe legt, daß sie träumen und ihren Tagesablauf neuronal rekapitulieren.

Apropos Pflanzenschutzmittel bzw. Pestizide: Neonicotinoide sind Gift fürs Gehirn! Neonicotinoide sind langlebig und haben chronische Wirkungen. Leider kommen sie immer noch in Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz und bereits wenige Nanogramm führen bei Bienen zu »massiven Schäden der Gedächtnisbildung und des Gedächtnisabrufs … und zur Einstellung des Schwänzeltanzes«. (Seite 325) Randolf Menzel hat dies beispielsweise in Lernexperimenten mit dem Neonicotinoid Thiacloprid nachgewiesen – bereits 64 Nanogramm (64 Millardstel Gramm!) führen zu den oben genannten neurologischen Schäden.

Menzel kritisiert die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (Julius-Kühn-Institut, Braunschweig), die das Sprühmittel »Calypso« (von Bayer CropScience), welches Thiacloprid enthält, als »nicht bienengefährlich« eingestuft hat, und fordert staatliche Prüfstellen mit juristischer Autorität, die von finanziellen Zuwendungen aus der Wirtschaft unabhängig sind.

Funktionierte unsere Gesellschaft wie ein Bienenstaat, dann wäre eine Entscheidung für partikuläre finanzielle Interessen auf Kosten der allgemeinen und natürlichen Lebensgrundlage unmöglich. »Der Superorganismus ist nicht über hierarchische Befehlsketten strukturiert, sondern organisiert sich durch permanente Rückkoppelung von Informationen selbst.« (Seite 293)

»Die Intelligenz der Bienen« ist eine in naturwissenschaftlicher Hinsicht anspruchsvolle Lektüre, bei der ich gelegentlich nur an die Schwelle des durchdringenden Verstehens kam – meine lückenhafte naturwissen- schaftliche Schulbildung ließ grüßen – gleichwohl habe ich viel und gerne über Bienen dazugelernt.

Zahlreiche anatomische Zeichnungen, Fotos sowie Graphiken und Dia- gramme zu Versuchsanordnungen illustrieren und bereichern den gehaltvollen Text. Die wissenschaftliche Stoffülle ist umfänglich und detailreich und verknüpft Wissen aus Anatomie, Biologie, Biochemie, Elektrophysiologie, Neurologie, Psychophysik und Verhaltensforschung zu einer hochkomplexen Darstellung der neurobiologischen Gegebenheiten der Bienen.

Was dieses bemerkenswerte Buch zusätzlich auszeichnet, ist eine Grundhaltung des Staunens und des achtungsvollen Respekts gegenüber Bienen, wie sie beispielsweise im folgenden Zitat zum Ausdruck kommt:

»So wird noch einmal besonders deutlich, dass jeder Organismus in einer anderen Wirklichkeit lebt und andere Bilder von der Welt konstruiert. Dass wir unsere menschlichen Wirklichkeitskonstruktionen für verbindlich halten und nur allzu gern mit der Welt selbst verwechseln, scheint aus dieser Perspektive ziemlich eitel.« (Seite 38)

„Die Intelligenz der Bienen“ ist ein ebenso anspruchsvolles wie faszinierendes Sachbuch und bietet hochkonzentrierten Wissensnektar für Bienenschwärmer.

 

Hier gibt es eine 3D-Darstellung des Bienengehirns:
http://www.neurobiologie.fu-berlin.de/beebrain/

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Intelligenz-der-Bienen/Randolf-Menzel/Knaus/e473541.rhd

 

Querverweise:

Zum Thema Bienen und Mitweltschutz empfehle ich zusätzlich dringend das Büchlein von
Ute Scheub: »Ackergifte? Nein danke! Für eine enkeltaugliche Landwirtschaft«: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/03/12/ackergifte-nein-danke/

Wer es auch einmal belletristisch mit den Bienen versuchen möchte, möge an Laline Paulls Roman »Die Bienen« naschen. Dieser Roman ist ein speziesübergreifender erzählerischer Annäherungsversuch an die komplexe Lebensform eines Bienenschwarms, übersetzt in menschliche Gefühlskategorien. https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/05/16/die-bienen/

Und für kindliche Bienenschwärmer kann ich noch das wunderbar illustrierte und bienenkundige großformatige Sachbilderbuch »Bienen« von Piotr Socha empfehlen:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/10/02/bienen/

 

Die Autoren:

»Randolf Menzel, 1940 in Marienbad geboren, beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit Bienen. Der Zoologe und Neurobiologe ist eine Autorität der tierischen Intelligenz-forschung, über 30 Jahre lang leitete er das Neurobiologische Institut der Freien Universität Berlin. Es kann auf eine Fülle spektakulärer Erfolge verweisen, dort gelang unter anderem erstmals die elektrophysiologische Ableitung von Sehneuronen im Bienengehirn und die weltweit erste Anwendung eines bildgebenden Verfahrens am lernenden Gehirn. Außerdem konnte der Leibniz-Preisträger die wohl im Tierreich einmalige Navigationsweise der Bienen aufklären. „Die Intelligenz der Bienen“ ist seine erste populäre Veröffentlichung.«

»Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenzen unserer Erkenntnis. Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.«

 

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65 Kommentare zu “Die Intelligenz der Bienen

  1. Hat dies auf herzundsternenkind rebloggt und kommentierte:
    Bienen sind ganz zauberhafte Wesen. Wir können allein schon in Bezug auf ein unterstützendes Miteinander sehr viel von ihnen lernen. Zudem sind sie lebenswichtig für die Pflanzenwelt und somit auch für uns Menschen. Das Wissen um die Heilkraft von Honig, Propolis und Co ist uralt. Schon in den Veden wird über die vielfältigen Heilkräfte von Honig und Propolis berichtet. Auch Hippokrates versorgte sehr erfolgreich z. Bsp. die Schwertwunden von Kriegern mit Honigumschlägen. Im keltischen Brauchtum wurden Priester und Priesterinnen mit Honig und Öl gesalbt. So könnte man in der Geschichte der Bienen noch eine Vielzahl an heilsamen Verwendungsmöglichkeiten finden. Es wird höchste Zeit, dass wir uns dies bewusst machen und achtsam mit Mutter Erde und ihren Wesen umgehen. Das von der zauberhaften Bücherfee Ulrike vorgestellte Buch „Die Intelligenz der Bienen“ verbindet Wissen aus wissenschaftlichen Sachgebieten wie Anatomie, Biochemie, Biophysik etc. mit der Liebe zu den Bienen. Ich wünsche euch viel Freude beim Schmökern 🐝🐝🐝

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  2. Liebe Bücherfee, da hast Du mit deiner Buchvorstellung ein sehr akutes und wichtiges Thema aufgegriffen. So ein Fachgebiet verbindendes Werk ist mir bislang noch nicht unter die Nase gekommen :-). Deine Streiflichter bieten einen wunderbaren Einblick in die Komplexität eines Bienenwesens und machen Appetit auf’s Lesen (noch ein Buch auf meiner Wunschliste, wo soll das noch hinführen 😉😀). Ich werde das Buch direkt Freunden von mir weiterempfehlen, die gerade 3 Bienenvölker betreuen 🐝🐝🐝 Ich bin voller Hoffnung, dass durch Lektüre dieser Art das Bewusstsein für die höchste Dringlichkeit eines nachhaltigen Umganges mit Mutter Erde und ihren Wesen, gestärkt wird. Herzsummende Grüße von mir zu Dir 🐝💞🐝

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    • Liebe Klangfee,
      es freut mich, daß meine Bienenbotschaften bei Dir auf solch fruchtbaren Geistesboden treffen. 🙂
      Hab‘ Dank für Dein einfühlsames Echo und für Dein Weitersagen!
      Auch ich hege die Hoffnung, daß die zahlreichen Bienenbücher, die zur Zeit den Buchmarkt erobern, zu einem nachhaltig-achtsamen Umgang mit Mutter Erde und ihren Lebewesen beitragen.
      Sonnige Grüße von mir zu Dir

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  3. Liebe Ulrike, ich hatte noch keine Gelegenheit, mich zu melden. Vielen Dank für diese schöne Rezension unseres geliebten Herzensthemas 🙂 !!! Jetzt haben wir schon so viel von und über die Bienen gelesen und immer gibts noch mehr staunenswertes, was wir von ihnen lernen und über sie erfahren können. Unglaublich ! Nie hätte ich gedacht, daß sie auch noch riechen können. Jedes Detail macht die Welt um uns rum noch achtenswerter. Wie lange wurden viele Tiere als seelenlose Wesen abgetan. Ich finde es heute noch anmaßend, davon auszugehen, nur weil ein Tier klein ist und ein noch kleineres Gehirn hat, daß es deshalb weniger intelligent sei. Was wissen wir denn schon ? Offensichtlich noch nicht sehr viel. Danke für deine Bienensaat, die du hier mit viel Herz säst ! Herzlichst grüßt die Hummelfee 😉

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    • Liebe Almuth-Hummelfee,
      Herzensdank für Deinen engagiert-biophilen Kommentar.
      Die menschliche Anmaßung angesichts kleiner Lebewesen mit kleinem Gehirn, zeugt von einem kleinen Geist in einem großen Hirn! 😉
      Wie schon Freiherr Alexander von Humboldt (1769-1859) schrieb:
      „Die Natur muß gefühlt werden, wer sie nur sieht und abstrahiert, kann (…) Pflanzen und Tiere zergliedern, er wird die Natur zu beschreiben wissen, ihr aber selbst ewig fremd sein.“
      Wer sich mit der inneren und äußeren Natur vertraut macht, wird keinem Wesen die Seele und Intelligenz absprechen.
      Wenn man alleine bedenkt, in welch bescheidenem Spektrum sich unsere menschlichen Sinnesorgane im Vergleich zu vielen Tieren bewegen, müßte grundsätzliche DEMUT und ACHTUNG die angemessene Haltung gegenüber tierischen Mitgeschöpfen sein.
      Bienenharmonische Grüße von mir zu Dir 🙂

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      • Das hast du schön beschrieben 🙂 Vorhin sah ich einen Bericht über Bodenversiegelung und Flächenfraß. Der Mensch hat so ein großes Gehirn und zerstört trotzdem seine Lebensgrundlagen. Trotz vermeintlicher „Intelligenz“ !! Wie die Lemminge: Selbstmord, Selbstmord…huaa ! Da scheinen mir die Tiere intelligenter zu sein. Mit summenden Grüßen und viel Leben vom Balkon 🙂

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  4. Danke für die Erwähnung dieses Sachbuchs.
    Ich habe „Und sie fliegt doch“ zur Biologie der Hummel gelesen. Was an dem Bienenvolk so interessant ist, ist die soziale Intelligenz, die ja eigentlich einen Widerspruch zu evolutionären Prinzipien, bei dem es um das Überleben als Individum geht, darstellt. Zu diesem „sozialen Prinzip“ hatte ich auch schon etwas gelesen- Buchtitel leider entfallen 😦

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  5. Es muß ein wunderschönes und total bieneninformatives Buch sein, liebe Ulrike.
    Ein staunenswertes Buch über diese fleißigen kleinen Tierchen,
    die ich sowieso schon ständig bewundere, wenn ich sie beobachten kann
    und zur Zeit sind sie sehr eifrig und ich beobachte sie oft.
    Wieder eine Deiner genialen und gleichzeitig sehr liebenswertinformativen Rezensionen.

    Liebe Grüße von Bruni und ein schönes sonniges Wochenende Dir

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    • Liebe Bruni,
      danke für Deine lebhafte Bienensympathie, Dein Lob meiner Rezensionsqualität und die Sonnenbestrahlung meines Wochenendes. 🙂
      Das vorliegende Buch mehrt das Wissen über Bienen, aber es nährt auch das Staunen über Bienen!

      Herzensgruß von mir zu Dir 🙂

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  6. Toll, danke Ulrike. In meinem Nachbargarten ist seit letztem Jahr ein Imker und ich freu mich riesig über den jetzt sehr zahlreichen Bienenbesuch – und meine Pflanzen erst … . P.S. Der Imker verriet mir, dass nur Honig, der aus der eigenen Gegend stammt alle Stoffe in sich hat, den der Körper zur „Abwehr“ braucht. Ein Hoch auf unsere Bienen!

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    • Herzlichen Dank, liebe Susanne,
      für Deine bienenzugeneigte Resonanz!
      Unabhängig von der Heilwirkung des lebensstandortnahen Honigs, ist regionales Ernten und Wirtschaften auf jeden Fall mitweltschonender und es verschwendet weniger Transportenergie und -Zeit.
      Mein Lieblingshonig ist allerdings Orangenblütenhonig – vielleicht sollte ich mir einen Zweitwohnsitz in der Toskana oder auf Sizilien gönnen … 😉

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  7. Als ich heute gerade so bienenumschwirrt in meinem Blumenbeet werkelte, dachte ich darüber nach, wie viele Bücher sich gerade mit den Bienen beschäftigen. Sogar der neueste Brunetti beschäftigt sich mit dem Bienensterben. Und nun noch eines! Die Bienen und ihre Bedrohung scheinen den Menschen zum Glück doch sehr zu beschäftigen! Liebe Grüße!

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    • Liebe Petra,
      ich hoffe, die zunehmende Zahl von Büchern zum Thema Bienen spiegelt ein wachsendes Bewußtsein für diese bienenfleißigen Mitgeschöpfe, von denen unser aller Ernährung ELEMENTAR abhängt.
      Herzlichen Dank für Deinen Lesebesuch und liebe Abendgrüße!

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    • Verglichen mit den meisten Tieren, haben Menschen ziemlich bescheidene Sinnesorgane. Und unsere weitgehend entsinnlichte und künstliche Lebensweise trägt noch dazu bei, daß selbst die vorhandenen Kapazitäten verkümmern.
      Selbstverständlich steht es jedem frei, sein Leben biophiler, natürlicher und sinnenfühliger zu gestalten.
      Herzensdank für Dein lebhaftes Leseinteresse.
      Abensonnige Grüße 🙂

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  8. Seite 38 spricht mir vollends aus dem Herzen. Wann werden wir endlich unsere Ignoranz und Dummheit ablegen, mit der wir „als Krone der Schöpfung“ selbstgefällig all das zerstören, was unseren einzigartigen Planeten ausmacht?
    Keine Bienen, keine Lebensmittel. Dieses Jahr wird die Obsternte was Kirschen und Co angeht, mager ausfallen. Es war zu kalt für die zunehmend abnehmende Zahl von Bienen, die in der ausgeräumten, pestizidverpesteten Landwirtschaft keine oder tödliche Nahrung finden. Ich freue mich darüber, wie viele Menschen gerade in Städten dafür sorgen, dass es diesen kleinen Meistern gut geht!

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  9. Heute beim Fensterputzen sah ich einige Bienen, die leider sehr umherschwankten….ich glaube es lagen zu viele Nano Sprühwirkstoffe in der Luft. Später dann sah ich zwei von ihnen regungslos auf dem Fensterbrett und dem Balkondach liegen…….mir war zum Heulen zumute.
    Dein Buchtipp liebe Ulrike, mach Lust sich mehr einfühlen zu wollen, vielleicht auch um sich noch besser mit ihnen verbinden zu können und ihre Kraft zu stärken und unterstützen.

    Lasst uns alle „Bienenweiden“ aussäen, diese Samenmischung gibt es überall im Bioladen.
    Es ist das noch gesunde, nicht genveränderte Futter für diese intelligenten und fleissigen Lebewesen…..

    Eines meiner Lieblingsbücher ist die Bienenhüterin, kennst bestimmt auch.

    Lieben Gruss
    von Marietta

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    • Liebe Marietta,
      danke für Deinen engagierten Kommentar.
      Ich habe heute auch eine tote Biene gefunden, die äußerlich unversehrt war. Es muß aber nicht immer an Umweltgiften liegen. Bienen haben generell nur ein kurzes Leben zwischen sechs Wochen und drei Monaten …

      Ich kann bestätigen, daß die Lektüre dieses Bienenbuches die innere und äußere Verbindung zu Bienen merklich vertieft!

      Mein Garten ist eine Bienenweide und ich verteile gelegentlich meine überflüssigen Blumensamen in der näheren Umgebung …

      Das Buch „Die Bienenhüterin“ habe ich ausnahmsweise 😉 noch nicht gelesen.

      Summsummende Grüße von Ulrike

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  10. Wenn eine bienenliebende, bienenfleißige Buchrezensentin das Lebenswerk eines bienenfleißigen, bienenliebenden Naturforschers über bienenfleißige Bienenvölker bespricht, kann man sich auf nahrhafte Kost einstellen. 🐝🐝🌺🐝🐝🐝🌺🐝🐝🐝🌺🐝🐝
    Bienen sind faszinierende, aber für den durchschnittlichen Spatzenhirneigner wie mich doch weitgehend unbekannte Wesen. Dass hier ein enormer Wissensschatz in – wenn auch vielleicht nur dank dem einen oder anderen Gehirnspagat – verständlichem Wortgewand daherkommt, scheint mir schon ein besonderer Glücksfall zu sein. Trotz populärwissenschaftlichem Grundton werden aber, wie hier deutlich herauszulesen ist, nicht nur Wissenshäppchen gereicht. So oder so kann man bei dem von dir hier so appetitlich präsentierten Buch, wie mir scheint nur gewinnen. Ein Stück weit wird man die Bienen nach dieser Lektüre bestimmt besser verstehen. Und das andere Stück weit dürfte man zumindest besser verstehen, warum man nicht versteht, was man trotz dieser Lektüre immer noch nicht versteht. (klingt kompliziert, aber ich übe schon mal Gehirnspagat) 😉

    Gefällt 2 Personen

    • Lieben Dank für Deinen bienenschwärmerischen und wortverspielten Kommentar.
      Ich kann lebhaft bestätigen, daß das Wissen über Bienen dazu führt, daß ich noch mehr NÄHE und Zuneigung zu ihnen fühle. Außerdem entdecke ich in meinem Garten immer wieder neue Bienenarten, wo vorher nur grob Bienen, Hummeln und Wespen zu identifizieren waren.

      Der uralte Werbespruch des Reiseführerverlags DUMONT:
      Man sieht nur, was man weiß!“ trifft diesbezüglich ins Blütenbunte.
      Nektarsüße Grüße von der Bienenbücherfee 🙂

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      • Ja, das stimmt. Und solange man nicht weiß, sieht man, was man zu wissen glaubt. 😀 Gerade bei Bienen, Hummeln und Wespen ist die Identifikation gar nicht immer so einfach. In meiner näheren Umgebung gibt es (unter anderem) auch eine hübsche Vielfalt an „bodenbrütenden“ Solitärbienenarten. Ganz faszinierend. Und die große Holzbiene ist ein besonders imposanter Brummer, der immer wieder auftaucht (heute musste ich sogar eine aus dem Wohnbereich befördern). Wahrscheinlich gibt es auch für Fortgeschrittene immer mal wieder das eine oder andere Aha-Erlebnis, wenn man die Unterscheidungsmerkmale der verschiedenen Arten zunehmend besser unterscheiden lernt. 😉
        Mit einem blütenbestäubt-harmonisch summenden Abendgruß 🐻

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      • Sehr treffend bemerkt! :mrgreen:
        Die größeren Bienen sind einigermaßen einfach zu bestimmen, aber die kleineren z.B. die diversen Furchenbienen, die oft nur knappe 10 mm lang sind und sich für unsere langsamen Augen irre schnell bewegen, sind schwieriger zu bestimmen. Ich übe da noch eifrig …
        und schule meine Bienensehgewohnheiten auf Almuths bienenfleißigem Blog: Natur auf dem Balkon:
        https://naturaufdembalkon.wordpress.com/

        Blütenbestäubte Gutenachtgrüße 🙂

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      • Ja, bei einem USO wird es schwierig. 😉 [USO = Unbekanntes Schwirr-Objekt] Für mich kommt noch erschwerend hinzu, dass ich für Distanzen über ca. 1/2 Meter eine Brille benötige, mit der ich aber in der Nähe nur verschwommen sehe. Und ausgerechnet die kleinsten Bienchen haben offensichtlich Hummeln im Hintern und sind längst über alle Blüten verschwunden, bis ich meine Brillenfummelei beendet habe. :/
        Merci für den Link – da lohnt sich ein ausgiebiger Blogbummel doch allemal. 🙂
        🌻🐞🌻

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      • Nanu, und ich dachte immer USO wäre ein alkoholisches Getränk mit Anisfenchelgeschmack. 😉
        Also ich schaue in solchen Fällen immer über meine Brillenrand hinweg, denn im von Dir genannten Nahbereich sehe ich ohne Brille sehr gut. Ich habe zwar eine Gleitsichtbrille, aber zum Lesen oder Insektenbestimmen taugen die unbebrillten Augen deutlich besser.
        Schlafe wohl und träume schön!
        *gähn*

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      • Ach, und ich dachte, das Getränk werde AfD genannt – Anis-fenchel-Drink. 😉
        Genau aus dem Grund habe ich eine Gleitgesichtbrille (ähem) bisher abgelehnt – denn bis zu einem halben Meter sehe ich unbebrillt am besten. 🙂
        Ich wünsche dir eine honigbienenhonigsüß verträumte Nacht. ✨✨

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