Die Abenteuer der Tulle-Zwerge

  • Der erste Band der Tulle-Zwerge
  • von Paul Biegel
  • Mit farbigen Illustrationen von Mies van Hout
  • Aus dem Niederländischen von Eva Schweikart
  • Verlag Urachhaus  Februar 2012                            http://www.urachhaus.de
  • ISBN 978-3-8251-7802-4
  • 127 Seiten, gebunden, Halbleinen
  • 12,90 €
  • ab 4 Jahren zum Vorlesen

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M I T Z W E R G L I C H K E I T

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

So manche Lebewesen in der Natur bleiben dem menschlichen Auge verborgen, seien es kleine Krabbeltiere und zarteste Pflänzchen – oder gar kleine Zwerge. Wie gut, daß es Schriftsteller gibt, die mehr sehen können und uns davon erzählen.

Paul Biegel schreibt in kurzen Kapiteln vom Leben eines Zwergenvölkchens auf der Heide. Die Tulle-Zwerge leben von Blütennektar, und für ihre Wintervorräte graben sie sich vom Bauernacker sieben Kartoffeln und dreiunddreißig Möhren aus.

Klein Pier ist der jüngste und kleinste der Tulle-Zwerge, aber auch der tapferste und fürsorglichste. Einige seiner 99 Mitzwerge necken ihn manchmal wegen seiner naiven Arglosigkeit, aber seine offene Wahrnehmungsart ermöglicht ihm oft kreative und konstruktive Lösungen für anstehende Probleme des Zwergenalltags.

Die Tulle-Zwerge pflegen soziale Beziehungen zu einem Bienenvolk, zu Schmetterlingen und zu einigen Kaninchen, dabei spielen die wechselseitige Unterstützung bei Gefahren und gemeinsame Freudenfeste eine große Rolle.

Mit Paul Biegel begleiten wir die Tulle-Zwerge durch die Jahreszeiten: Sie beschützen Schmetterlingskokons vor dem Frost, basteln eine Krone aus Goldpapier für die Bienenkönigin, brauen einen Heiltrank für ein fiebriges Kaninchen, überwinden Maschendrahtzäune, benutzen eine alte Holzpantine als Boot, entzünden kleine Freudenfeuer und feiern eine Schmetterlingshochzeit.

Alle Episoden dieser Zwergenabenteuerlein durchzieht ein herzensroter Faden und ein heiterer Ton leiser Weisheit und Lebensverbundenheit, der auch in den Illustrationen zum Ausdruck  kommt.

Zur Einstimmung ein Zitat von Ate, dem Zwergenältesten:

Ich meine, dass wir nur das suchen, was wir brauchen. Und was wir nicht brauchen, das kümmert uns nicht. Außer, wenn es von selber zu uns kommt.“  (Seite 120)

Die insgesamt 21 Kapitel der „Abenteuer der Tulle-Zwerge“ eignen sich sehr gut zum Vorlesen; sie sind nur fünf bis sechs Seiten lang und mit den ganz- und halbseitigen bunten Bildern von Mies van Hout liebevoll und anschaulich illustriert.

 

QUERVERWEIS:

Hier geht es zur Besprechung des zweiten Bandes der Tulle-Zwerge:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/05/31/virgilius-tulle-auf-tortenjagd/

Der Autor:

»Paul Biegel (1925 – 2006) – der niederländische Michael Ende – gehört mit Tonke Dragt, Thea Beckmann und Annie M.G. Schmidt zu den ganz Großen der niederländischen Kinderliteratur. Er verfaßte über 50 Bücher, sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter mehrfach mit dem  » Silbernen «  und  » Goldenen Griffel «.

 

Die Illustratorin:

»Mies van Hout wurde 1962 in Eindhoven geboren. Sie ist ausgebildete Kunstpädagogin und studierte Grafisches Gestalten an der Akademie Groningen. Seit 1989 arbeitet sie als freischaffende Illustratorin und Grafikerin. Sie hat bereits etliche Bilderbücher veröffentlicht und wurde für den Drentse cultuurprijs nominiert.«

http://www.miesvanhout.nl

 

PS:
Hier folgt noch der Link zu einem anderen – ebenfalls sehr lesens- und liebenswerten – Zwergenkinderbuch:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/02/14/hurz-burz-und-seine-freunde/

 

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