Der literarische Küchenkalender 2023

  • mit Texten, Rezepten & Bildern
  • Herausgegeben von Sybil Gräfin Schönfeldt
  • Grafische Gestaltung von Max Bartholl
  • Verlag edition momente 2022  www.edition-momente.com
  • Wochenkalender
  • Spiralbindung
  • 60 Blätter
  • mit ca. 100 vierfarbigen Fotos und Abbildungen
  • Format: 31,5 x 19,2 cm
  • 22,00 €, 33,50 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-4023-3

Der literarische Küchenkalender 2023

L E S E G E S C H M Ä C K E R

Kalenderrezension von Ulrike Sokul ©

Mit diesem Kalender verbindet Sybil Gräfin Schönfeldt wiederum ganz vorzüglich geistige und leibhaftige Nahrung. Der Kalendergrafiker Max Bartholl gibt den literarischen Texten und kulinarischen Rezepten in Kombination mit abwechslungsreichen Abbildungen Kalenderblatt für Kalenderblatt ein schönes, übersichtliches Bühnenbild.

Die Rezepte stammen indes nicht von den zitierten Schriftstellern, sondern aus der unerschöpflichen Rezeptespeisekammer Sybil Gräfin Schönfeldts. So serviert sie uns stets ein literarisches Zitat, das von einer Speise erzählt, kommentiert in gewürzter Kürze Leben und Werk des Autors oder der Autorin und fügt ein passendes Koch- oder Backrezept hinzu. Die literarischen Zitate dienen dabei als Stichwortgeber.

Der literarische Küchenkalender 2023 Polenta

Das Jahr beginnt mit einem Wintergedicht von Georg Trakl und einem Re- zept für Paradiesäpfel, und es klingt aus mit einem Rezept für Makronen – inspiriert von Hendrik Ibsens Schauspiel „Ein Puppenheim“. Die „kleinen rosa Biskuits“ aus Virginia Woolfs Roman „Nacht und Tag“ führen zu einem Backrezept für entsprechende Biskuits, eine Szene aus Kazuo Ishiguros Roman „Damals in Nagasaki“ leitet über zu einem Rezept für ein japa- nisches Omelett, den frischen Erdbeeren, die  „Kristin Lavranstochter“ im gleichnamigen Roman pflückt, folgt ein Rezept für Erdbeer-Trifle, und Martin Andersen Nexøs Beschreibung festlicher Butterbrote macht uns gleich vier Smørrebrød-Rezepte schmackhaft.

So blättern wir gleichermaßen literarisch wie kulinarisch von Edgar Selges Streuselkuchenherausforderung zu Elke Heidenreichs Liebeserklärung an die Kartoffel in allen Zubereitungsformen, von Leo Tolstois Paska, einer traditionellen Speise zum Fastenbrechen, zu Otto Ernstens Denkmal für den Palatschinken, von Manfred Kybers Speisekammer-Mäusegespräch über Aspik zu Charlotte Brontёs kalter Pastete.

Der literarische Küchenkalender 2023 Heidenreich Kartoffel

Abb.: Camille Pissarro, Picking Potatoes, 1893 © Bridgeman Images; Autorenfoto: © Isolde Ohlbaum

Hinsichtlich der Nachspeisen können wir zwischen Fontanes Götterspeise, Thomas Manns Roter Grütze oder José Saramagos Feigen im Feuer wählen oder bescheiden einen von Colette angeregten Tee à la menthe trinken.

Die Mengenangaben der Rezepte beziehen sich zumeist auf vier Personen. Am Kalenderende ergänzen die Grundrezepte für Glasur, Hefe-, Knet- und Rührteig sowie für Weiße Sauce die im Jahresverlauf vorgestellten Rezepte.

Mit seinen internationalen Rezepten gibt „Der literarische Küchenkalender 2023“ einer gehaltvollen und interessanten Geschmacksvielfalt Raum und weckt darüber hinaus mit literarischen Zitaten und Kommentaren lebhaften Leseappetit.

Hier entlang zum Kalender nebst vorköstlicher Blätterprobe auf der Verlagswebseite: https://www.edition-momente.com/kalender/literarischer-kuechenkalender-2023.html

Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Verlag edition momente außer dem hier besprochenen Literarischen Küchenkalender noch zwei weitere bemerkenswerte Kalender publiziert:

Der Literatur Kalender 2023
Momente des Miteinander
Texte und Bilder aus der Weltliteratur
Verlag edition momente
Hier entlang zu meiner Rezension: Der Literatur Kalender 2023

Der Musik Kalender 2023
Von der Overtüre zum Finale
Verlag edition momente
Als ebenso lesens- wie hörenswertes Gesamtkunstwerk empfehle ich für den „Musik Kalender 2023“ gerne die meisterhafte Besprechung von Random Randomsen: Jahrbuch der musikalischen Momente

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Der literarische Katzenkalender 2021

  • Herausgegeben von Julia Bachstein
  • Wochenkalender
  • Verlag Schöffling & Co. http://www.schoeffling.de
  • 56 Blätter
  • Format: 33 x 24 cm
  • Spiralbindung
  • 22,95 € (D/A)
  • ISBN: 978-3-89561-755-3

KATZENMUSISCHER  JAHRESBEGLEITER

Kalenderbesprechung  von Ulrike Sokul ©

„Der literarische Katzenkalender“ ist ein feinsinniges und amüsantes Dokument der inspirierenden Beziehung zwischen Menschen und Katzen. Ausgesucht arttypische und besonders originelle Schwarz-Weiß-Fotografien von Katzen werden auf jedem Wochenkalenderblatt mit einem passenden literarischen Zitat verbunden.

Die Vielsaitigkeit der in Wort und Bild dargestellten katzischen Eigen- schaften und Eigenwilligkeiten bietet von Kalenderblatt zu Kalenderblatt anregende Abwechslung.

Die Katzen sind anmutig, akrobatisch, aristokratisch, charmant, drama- tisch, elegant, gelassen, gemütlich, konzentriert, neugierig, niedlich, müßig- gängerisch, schelmisch, präsent, rätselhaft, verführerisch, verspielt und würdevoll.

Foto: Gerd Weissing © Verlag Schöffling & Co. Der literarische Katzenkalender 2021

Die Kalenderkatzen changieren charakterstark zwischen häuslichem Wild- tier und wildem Haustier. Sie sind zugleich Herr oder Herrin des Hauses und dekoratives Wohnaccessoire, sie ruhen auf Schuhen und schlummern auf Schreibtischen, sie sind wählerische Esser, anschmiegsame Streichel-konsumenten, waghalsige Kletterkünstler, sie spielen Verstecken und pflegen mit Hingabe die Kunst des Nickerchens.

Der literarische Katzenkalender beglückt, beeindruckt und überrascht nun schon seit 25 Jahren immer wieder neu mit seiner bewundernswert harmonischen Kombination von katzenkörpersprachlich-eloquenten Fotos und katzenkennerischen Kommentaren.

Gestalterisch zeichnet sich dieser Kalenderklassiker zudem durch sein klares, unverwechselbares Design aus: Cremeweißes Papier, deutliche Kalenderziffern in schwarzer Farbe für normale Wochentage, graue Ziffern für Feiertage und rote Ziffern für die Sonntage. Die typographische Gestaltung der Texte greift die Farbgebung der Kalenderziffern auf, und die rote Spiralbindung rundet das katzografische Gesamtkunstwerk ebenso blickfängerisch wie stilvoll ab.

Foto: Tanja Schwarzkopf © Verlag Schöffling & Co. Der literarische Katzenkalender 2021

Hier entlang zum Kalender und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.schoeffling.de/buecher/julia-bachstein/der-literarische-katzenkalender-2021

Wenn jetzt jemand mit der beliebten Ausrede um die Ecke kommt, er habe nicht genug freie Wände für einen weiteren Wandkalender, kann ich ihm alternativ als Schreibtisch- kalender, den „Literarischen Katzen Wochenplaner 2021“ ans katzengeneigte Herz legen. Dieser Kalender setzt die bewährte Kombination von Katzenfoto und Katzenzitat im spiralgebundenen Querformat 10,5 x 30 cm zu 12,95 € (D/A) fort und bietet im wöchentlichen Kalendarium Raum für Termineinträge.

Hier entlang zum „Literarischen Katzen Wochenplaner 2021“ und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.schoeffling.de/buecher/julia-bachstein/der-literarische-katzen-wochenplaner-2021

 

Und wer es noch kleinformaTIGER 😉 braucht,
kann mit dem 144-seitigen, schön gebundenen
und sogar mit einem Lesebändchen ausstaffierten
„Katzen Taschenkalender 2021“  im Format 9,5 x 15,5 cm
zu 14,95 € (D/A) vorlieb nehmen:
Hier entlang zum „Katzen Taschenkalender 2021“
und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:

https://www.schoeffling.de/buecher/julia-bachstein/katzen-taschenkalender-2021

 

 

 

 

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Aufbau Literatur Wochenplaner 2017

  • Schreibtischkalender
  • Wochenkalender
  • Herausgegeben von Amelie Thoma und Catrin Polojachtof
  • Aufbau Verlag  2016   http://www.aufbau-verlag.de
  • Spiralbindung
  • Format: 30 cm x 11 cm / aufgeklappt 22 cm)
  • 11,95 € (D), 11,95 € (A)
  • ISBN 9778-3-351-03624-9
    aufbau-literatur-wochenplaner-2017

LITERARISCHE  ZEITPLANUNG

Kalenderbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieser ebenso schöne wie praktische Schreibtischkalender läßt sich nicht nur lesen und anschauen, sondern mit eigenen Terminen beschriften. Jede Woche blättern wir einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin auf, sehen in der oberen Kalenderhälfte ein entsprechendes Foto oder  – im historisch weiter in die Vergangenheit reichenden Falle – eine Illustration und selbstredend ein literarisches Zitat.

Die untere Kalenderhälfte enthält die üblichen wöchentlichen, kalendarischen Organisationszutaten, nebst kleingedruckten Geburts- und Todestagsvermerken zu berühmten Autoren.

Das Christa-Wolf-Zitat auf dem Titeldeckblatt stimmt bereits sehr konstruktiv auf das kommende Jahr ein. Und im Verlaufe des Jahres folgt eine vielstimmige Auswahl unterschiedlichster Autoren aus aller Welt sowie naher und ferner Vergangenheit und aktueller Gegenwart.

Manche Stimme ist amüsant, schelmisch, selbstironisch, manche klug, weise, nachdenklich, philosophisch, manche elegant, geheimnisvoll, poetisch, manche pragmatisch, psychologisch, politisch, manche verliebt, leidenschaftlich und sehnsuchtsvoll, manche nüchtern, manche berauscht, manche ernst und manche heiter.

Kurz: Hier kommen viele Gemütslagen wohlformuliert und anregend zu Wort.

Fünf ausgewählte Beispiele mögen dies abschließend illustrieren:

 

Hans Fallada gebührt in der 5. Woche der zeitlose Satz:

»Wo die Tatsachen unverrückbar feststehen,
hofft man auf Wunder.«

(Hans Fallada, Kleiner Mann – was nun?, 1932)

Altersweise äußert sich in der 12. Woche  Andrea Maria Schenkel:

»Ich habe 50 Jahre gebraucht,
bis ich mich getraut habe,
ich selbst zu sein.
Jetzt bin ich angekommen.
Ich möchte keinen einzigen Tag jünger sein.«

(Andrea Maria Schenkel, 2012)

In der 23. Woche wird es mit Miguel Ángel Asturias kryptisch:

»Ich bin das Leben,
der Rotapfel des Paradiesvogels,
ich bin die Lüge von allem,
was wirklich ist,
und ich bin die Wirklichkeit aller Einbildungen

(Miguel Ángel Asturias, Der Herr Präsident, 1943)

In der 25. Woche offenbart John Cheever Lebensdankbarkeit:

»Das überwältigende Bewusstsein der Einzigartigkeit
unserer vielfältigen Möglichkeiten in der unermesslichen Schöpfung.
In jedem Augenblick empfand er es als außerordentliches Privileg,
als großes Geschenk, dass wir hier leben und uns
durch Liebe erneuern konnten.«

(John Cheever, Ach, dieses Paradies, 1982)

In der 48. Woche sinniert Annette Kolb gewitzt über das Schreiben:

»Mit dem Schreiben ist es
wie mit der Kaltwasserheilanstalt;
einmal drinnen, wird einem schon warm,
aber erst hinein!«

(Annette Kolb, Schriftstellers Klage, 1932)

Hier entlang zum Kalender auf der Verlagswebseite:
http://www.aufbau-verlag.de/index.php/aufbau-literatur-wochenplaner-2017.html

Arche Literatur Kalender 2015

  • Feste & Feiern
  • Wochenkalender
  • herausgegeben von Elisabeth Raabe und Regina Vitali
  • graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • Arche KALENDER Verlag     http://www.arche-kalender-verlag.com
  • 60 Blätter, 54 Photos
  • FORMAT 31,5 x 24 cm
  • 22,– € (D/A), 26,90 sFr
  • ISBN 978-3-047-6015-7

Literaturkalender TITELBLATT
G E R N G E S E H E N

Kalenderbegeisterung von Ulrike Sokul ©

Jedes Jahr widmet sich der Arche Literatur Kalender einem bestimmten Thema. Aus Anlaß des 30jährigen Kalenderjubiläums lauten die feierlichen Oberbegriffe für das Jahr 2015: »FESTE & FEIERN«.

Der erste Arche Literatur Kalender erschien 1984; damals befand ich mich noch im ersten Jahre meiner Ausbildung zur Buchhändlerin. Es ist immer von Vorteil, wenn man früh mit Originalen auf vertrautem Fuße steht, dann kann man nämlich an den ver- wässerten Nachmachermodellen, die früher oder später auf den Markt strömen, gelassen vorbeigehen und sich an bewährter Qualität erfreuen.

Woche für Woche blättert uns dieser Kalender ausgesprochen interessante und meist weniger bekannte Photographien berühmter Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf. Begleitet von einem Zitat aus Briefen, Postkarten, Tagebüchern und Werken zeigen sich so ganz persönliche, heitere, tragische, bissige, verletzliche, lebensmüde und lebens- frohe, tief- und leichtsinnige sowie manchmal ganz unerwartete Facetten der abgebil- deten Literaten. Ergänzt um kurze biographische Hinweise und Hintergrundinforma- tionen zum Anlaß von Photographie und Notat, wird auf diesem Kalender Literatur- geschichte anschaulich lebendig.

Die Auswahl und Recherche der Photographien erfolgt durch die Verlegerin Regina Vitali und die der Texte durch die Verlegerin Elisabeth Raabe in Zusammenarbeit mit Klaus Blanc. Die graphische Gestaltung von Max Bartholl ist auf vornehm-dezente Art attraktiv und sehr klar.

So bietet der Arche Literatur Kalender ein kultiviertes Kaleidoskop abge- lichteter Literaten, kombiniert mit Zitaten von zeitloser Zutrefflichkeit.

Beispielhaft gebe ich hier einen Tagebucheintrag Erich Maria Remarques vom 23.April 1939 wieder: »Photographiererei u. Getue, weiter nichts. Alles ist dauernd in Pose – Und das mehr als ein halbes Jahrhundert vor facebook!

Für alle Literaturbegeisterten ist dieses Kalenderwerk ein anregender Fundus, um Altes neu und um Neues in Altbekanntem zu entdecken.

Einziger Wehmutstropfen für gegenwärtige Schriftsteller: die Aufnahme in den Kalender erfolgt grundsätzlich nur posthum. Klassiker müssen sich halt erst einmal als solche be- und erweisen.  😉

Litkalenderblatt FALLADA                          Litkalenderblatt REMARQUE

PS:
Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Arche Kalender Verlag außer dem besprochenen Literatur Kalender auch einen Musik-, Küchen-, Geburtstags– und Kinder Kalender (Besprechung folgt) herausgibt.

 

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