Stein und Flöte

  • und das ist noch nicht alles
  • Märchenroman von
  • Hans Bemmann
  • Hörbuch
  • Sonderausgabe
  • Hörbuch Hamburg Osterwold, März 2020 http://www.osterwold-audio.de
  • ungekürzte Lesung von Oliver Rohrbeck
  • Laufzeit: 2519 Minuten bzw. fast 42 Stunden
  • 4 mp3-CDs im Klappschuber
  • 18,00 € (D), 20,20 € (A)
  • ISBN 978-3-86952-451-1

Persönliches Vorwort zu dieser Rezension:

Dies ist meine 500. Buchbesprechung! Aus diesem Anlaß widme ich mich heute mit dem größten Vergnügen einem meiner Lieblingslieblingsbücher: „Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“ von Hans Bemmann, in der ungekürzten Hörfassung, gelesen von Oliver Rohrbeck.

M Ä R C H E N W E I S E S

Hörbuchbesprechung  von Ulrike Sokul ©

„Wenn du erst einmal die Töne greifen kannst, wird die Flöte deine Gedanken selbst zum Klingen bringen. Und sie wird jeden, der sie hört, zu dem verleiten, was du beim Spielen im Sinn hast. Vergiß das nie! Du mußt wissen, daß mit der Weitergabe der Flöte eine Bedingung verknüpft ist: Dem Erben darf nur die Griffweise erklärt werden; was er dann auf der Flöte spielt, muß er selbst bestimmen. Mein Unterricht wird also kurz sein.“  (Seite 202)

„Stein und Flöte“ ist ein tiefsinniger, vielschichtiger und weiser Märchenroman von beträchtlicher Länge. Es ist eine klassische Heldenreise, in der ausführlich und charaktertief der Lebenslauf und die Verwandlungen von Lauscher, dem Enkelsohn des Sanften Flöters, erzählt werden. Lauschers Lebensweg ist verbunden mit den schicksals- wendigen Menschen und auch einigen Tieren, die ihm – sei es zugeneigt oder abgeneigt – begegnen, ihn beeinflussen und die seiner auf die eine oder andere Art bedürfen. So bietet dieser Roman nicht nur spannende Einblicke in Lauschers Charakter und Ent- wicklung, sondern auch in weitere interessante und starke männliche und weibliche Charaktere, die ihm zugesellt sind.

Der Held dieses Märchenromans heißt deshalb „Lauscher“, weil er sehr leise spricht und auf lautes Ansprechen oder gar Schreien mit Verwirrung und Unverständnis reagiert. Sein Vater ist der „Große Brüller“, ein haariges, kompakt-kräftiges, zupackendes und stimmgewaltiges Mannsbild, das in der Stadt Fraglund das lokale Richteramt ausübt. Seine aus einigen Tagesritten Entfernung zugereiste zarte und leise Mutter ist die Tochter des „Sanften Flöters“, dessen Ruf als diplomatischer Vermittler bei Krisen, Kriegen und Konflikten legendär ist.

Dabei spielt der Sanfte Flöter mit seiner silbernen Flöte keineswegs manipulativ, sondern seine – gewissermaßen mit absichtsloser Absicht gespielten – meditativ besänftigenden, einfühlsam mitschwingenden Flötentöne berühren die Herzen der Zuhörer, wecken ihr Mitgefühl, bringen Tränen zum Fließen oder lösen je nachdem auch Lachen und Schmunzeln aus, sie erinnern an das Verbindende zwischen den Menschen, lösen psychische Verhärtungen auf und führen so dazu, daß sich wieder ein Raum öffnet für ein konstruktives Gespräch zwischen verfeindeten oder zerstrittenen Parteien oder für die sachliche oder heitere Aufklärung von Mißverständnissen.

Als der Stadt Fraglund ein Überfall der Beutereiter droht, versammelt der Große Brüller die waffenfähigen Männer, um den Beutereitern in einer Schlucht eine Falle zu stellen. Lauscher, der zu diesem Zeitpunkt siebzehn Jahre alt ist, soll mitkommen und mit- kämpfen, erbittet sich aus, zwar mitzureiten, sich jedoch um die Verwundeten kümmern zu dürfen, da ihm der Umgang mit Waffen nicht liege.

Widerwillig stimmt sein Vater zu. Die örtliche Gemeinschaft kann die Beutereiter erfolg-reich in die Flucht schlagen. Lauscher findet einen tödlich verwundeten, alten Beute- reiter namens Arni, kümmert sich um ihn und gibt ihm zu trinken. Lauscher und der Beutereiter unterhalten sich eine Weile, und kurz bevor Arni stirbt, schenkt er Lauscher zum Dank seinen Talisman, einen Stein, der in den Farben blau-grün-violett schimmert und dessen pulsierendes Farbmuster an ein Auge erinnert.

Dieser Augenstein, den Arni einst selbst von der weisen alten Urla geschenkt bekommen hatte, diente ihm dazu, seinem eigenen unkonventionellen Weg zu folgen, und Lauscher hofft, daß dieser Stein sich auch für ihn als schicksalhafter Wegweiser eignen werde.

Nach der Begegnung mit Arni ist Lauscher von Unruhe erfüllt und bittet seinen Vater um ein Pferd, um seine Großeltern zu besuchen. Der Vater hätte Lauscher gerne zu seinem Nachfolger im Richteramt herangebildet, doch er sieht auch ein, daß Lauschers Wesensart wohl eher zu der des Sanften Flöters hinneigt, und so läßt er ihn ziehen. Der Weg zu den Großeltern ist weit und führt durch tiefe Wälder. Etwa auf der halben Strecke, in der Nähe der Stadt Barleboog, hat Lauscher eine „zauberhafte“ Begegnung, die ihn sowohl wortwörtlich als auch zwischenmenschlich von seinem Wege  ablenkt.

So findet er erst nach dramatischen Umwegen zu seinem Großvater, dem nun nur noch eine kurze Zeit bleibt, Lauscher in der Kunst des Flötenspiels zu unterweisen, bevor er sanft stirbt und Lauscher seine silberne Flöte hinterläßt.

Auf der Flöte findet sich eingraviert folgender Spruch:

„Lausche dem Klang,
folge dem Ton,
doch übst du Zwang,
bringt mein Gesang
dir bösen Lohn.“

Lauscher wird noch sehr, sehr, sehr lange brauchen, bis er mit seinem Flötenspiel diesem Leitspruch gerecht wird. Er bekommt zu früh machtvolle magische Gaben ge- schenkt, für die er noch nicht reif ist. Lauscher ist ungeduldig und selbstgefällig und wähnt sich wiederholt zu schnell und viel zu vordergründig am Ziel, und so geht er auf der Suche nach Bedeutsamkeit und Würde grandios in die Irre, erliegt den Versuchung- en von Eitelkeit, Macht und kurzfristigem persönlichen Vorteil. Er tut schlimmes Unrecht und löst eine Kette von Ereignissen aus, die auch ihn selbst schwer treffen und verletzen und ihn nach und nach zu mehr Selbsterkenntnis, Demut, Geduld und Weisheit führen.

»Nur wer Angst hat, strebt nach Macht. Dazu ist deine Flöte nicht geschaffen.«

Lauscher erfährt viele Verwandlungen, lernt die Sprache der Tiere und knüpft lebhafte Freundschaften mit ihnen. Zudem braucht Lauscher lange, bis er seinem Namen wirk- lich gerecht wird. Wieder und wieder hört er Geschichten darüber, wie der Sanfte Flöter die Macht seiner Flöte zum Wohle der Menschen und zum Wohle des Ganzen genutzt hat. All diese Geschichten und die Begegnung mit den Menschen, die sie erzählen, vermitteln ihm nach und nach auch ein umfassenderes Verständnis für die tieferen Zusammenhänge und Verstrickungen seines eigenen Lebens und Wirkens und weisen ihn schließlich den Weg zu Liebe, Versöhnung, Frieden, Freiheit, Heilung und Selbstgenügsamkeit.

»Alle wesentlichen Dinge sind einfach, wenn man sie erst einmal begriffen hat. Schwierig ist nur der Weg, den man bis dahin gehen muß.« (Seite 646)

Parallel zur Entfaltung von Lauschers Bestimmung und seiner individuellen Gaben handelt dieser Roman auch davon, wie sich soziales, gesellschaftliches Leben und seine Traditionen gestalten und verändern, wie innere und äußere Führung sich wechsel- seitig ausbalancieren und zu einer tragfähigen, möglichst gerechten und mündigen Gemeinschaft verbinden können, aber auch, wie die bloß formelhafte Nachahmung eines verehrten Vorbildes konterkarierend zu neuer gesellschaftlicher Unfreiheit, Erstarrung, Ungerechtigkeit und Unfrieden führen kann.

Eine abwechslungsreiche Landschaft aus weiten Wäldern, Gebirgen, Mooren, Grasland und Steppen bildet die Kulisse dieses Romans. Hier erfreut der Autor mit stimmungs-vollen Naturbeschreibungen und poetisch-präzisen botanischen Beobachtungen von Pflanzen, Jahreszeiten und Wetterlagen. Mythologische Pflanzen- und Heilpflanzen- kenntnisse fließen ebenso selbstverständlich mit ein wie feine Bemerkungen zur magischen Wirkung von Musik.

Da „Stein und Flöte“ ein Märchenroman ist, fehlt es auch nicht an sprechenden Tieren. So trifft Lauscher auf musikalisch-wegweisende Amseln, eine ironische Kröte, einen treuen Esel, eine Geborgenheit gebende Ziegenherde, eine weise Schlange, mehrere tapfere Mäuse, ein wendiges Wiesel und auch auf gefährliche Wölfe und einen sehr speziellen mit Vorsicht zu genießenden, grünäugigen Falken.

Lauscher erfährt unterwegs den Schutz, den Ebereschen vor bösen Kräften bieten, er schließt Freundschaft mit eine Nixe, und er bekommt in einer sehr einsamen Phase seines Lebens von einem geheimnisvollen Steinsucher einen Zirbelholzstab mit einge-schnitztem Gesicht geschenkt, der sich, nachdem er endlich dessen Namen herausge-funden hat, als sehr bedächtiger und angenehm duftender Holzgefährte und ebenso kluger wie tiefenentspannter Ratgeber entpuppt.

Der erzählende Vorleser Oliver Rohrbeck gibt einem beachtlich umfänglichen Stimmen-spektrum abwechslungsreich Ausdruck. Er verleiht männlichen, weiblichen, mütter- lichen, väterlichen, kindlichen, jugendlichen, erwachsenen, alten, lauten, leisen, genüg- samen, gierigen, ängstlichen, tapferen, herrischen, dienenden, stolzen, gütigen, zornigen, zärtlichen, schelmischen, menschlichen, tierischen, hölzernen und magischen Wesen überzeugende stimmliche Gestalt und Ausstrahlung.

Das Einzige, was mir bei dieser Hörbuchproduktion fehlt, ist eine musikalische Ein- rahmung des Erzähltextes. Zu Beginn und Ende wesentlicher Teilabschnitte wäre eine kurze Flötenspieleinlage eine schöne akustisch-atmosphärische Abrundung und Bereicherung der Lauscherfahrung. 

Die komplex-verflochtene und sinnlich-lebensvolle Komposition dieses Romans fügt sich aus eigenwilligen, charakterstarken Figuren, vielen Geschichtenverzweigungen, Zeitebenen, Bewußtseinszuständen, philoso- phischen Betrachtungen, poetischer Naturverbundenheit und phantasie- vollen Einzelheiten zu einem faszinierenden Ganzen zusammen. Hans Bemmann verbindet in „Stein und Flöte“ mit großem psychologischen Fingerspitzengefühl östliche und westliche Erzähltraditionen zu einem menschenkenntnisreichen und selbsterkenntniswirksamen Reigen.
 
Romane mit einem solchen Reichtum an archetypischer Seelentiefe, märchenhafter Herzensbildung und gütiger Geistesweite haben Seltenheitswert und lohnen eine wiederholte Lektüre bzw. Auditüre.

 

» „Darin liegt ja gerade das Geheimnis“, sagte Lauscher. „Wäre das Böse nicht in dieser Welt, wäre jedem Menschen die Freiheit genommen, sich aus eigenem Antrieb für das Gute zu entscheiden. Auf solche Weise ist das Böse stets auch der Diener des Guten. Du kannst die Welt nicht auf einen Schlag ändern. Zunächst geht es immer um den einzelnen Menschen.“ « (Seite 786)

 

Hier entlang zum Hörbuch und zur HÖRPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.hoerbuch-hamburg.de/hoerbuecher/bemmann-stein-und-floete-5227/

 

Der Autor:

»Hans Bemmann (1922–2003) studierte Musikwissenschaft und Germanistik. Seine ersten Werke veröffentlichte er in den frühen 1970er-Jahren unter Pseudonym, bis er 1983 mit dem Märchenroman Stein und Flöte eines der Kultbücher der phantastischen Literatur schuf. Das Werk wurde vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die späteren Romane, in denen der Autor wiederum Märchen und Mythen mit der Bewusstwerdung des Menschen verknüpfte, sind ebenfalls sehr erfolgreich.«

Der Sprecher:

»Oliver Rohrbeck, geboren 1965 in Berlin, ist Schauspieler und ein gefragter Synchron- und Hörbuchsprecher. Bekannt wurde seine Stimme vor allem durch die legendäre Hörspielreihe »Die drei ???«. Außerdem ist Oliver Rohrbeck die deutsche Stimme von Hollywood-Star Ben Stiller.«

Musikalische Zugabe:

Da ich das Fehlen einer musikalischen Einrahmung dieses Hörbuches beklagt habe, will ich nachfolgend eine Flötenmusik von Jacob van Eyck, gespielt von François Lazarevitch, darbieten, die recht gut zu diesem Roman paßt.  🎶 🎶  🎶 

Mit herzlichtem Dank an meinen Musikagenten 😉 Maestro Random Randomsen https://randomrandomsen.wordpress.com/ für die umfangreiche Recherche zu den passenden Flötentönen.  🎶 🎶 🎶

 

Persönliches Nachwort zur Buchausgabe:

„Stein und Flöte“ ist ein SEHR umfangreiches Werk, das ich vor mehr als 25 Jahren gelesen habe. Dieser Märchenroman von Hans Bemmann ist 1983 in der Edition Weitbrecht als gebundenes Buch erschienen, mit 818 Seiten, bedruckt  in der Schriftype Garamond neun Punkt – also eine ameisenspurenkleine Minischrift. Wäre dieser Roman eine aktuelle Neuerscheinung würde man ihn wohl mindestens in drei Bänden publizieren und vermarkten. 1983 waren die Verlage noch nicht so papierverschwenderisch und marketingstrategisch wie heute, wo bedeutend kleinere und kurzatmigere Werke durch entsprechende Schrifttypen- vergrößerung mindestens auf Trilogie-Format aufgeplustert werden.

 

Zur Zeit gibt es diesen Leseleckerbissen nur noch
im Taschenbuchformat
im Piper Verlag zu 16,00 € (D), 16,50 € (A):
https://www.piper.de/buecher/stein-und-floete-isbn-978-3-492-28230-7

 

 

 

 

Es ist wahrlich mehr als wünschenswert, diesen wertvollen Roman in drei gebundenen Bänden, vielleicht noch mit einem feinen Leinenschuber und mit Illustrationen von Friedrich Hechelmann, ganz neu aufzulegen. Hechelmann wäre meiner Ansicht nach der ideale illustratorische „Übersetzer“ für dieses märchenhafte Werk. Also liebe mitlesende Verlage: Ran an eine standesgemäße Buchgestaltung für diese zeitlose Lesekostbarkeit!

 

 

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Das geheime Band zwischen Mensch und Natur

  • Erstaunliche Erkenntnisse über die 7 Sinne des Menschen,
  • den Herzschlag der Bäume und die Frage, ob Pflanzen ein Bewusstsein haben
  • von Peter Wohlleben
  • Hörbuch
  • Buchvorlage: Ludwig Verlag
  • gelesen von Peter Kaempfe
  • gekürzte Lesung
  • Produktion: der Hörverlag, August 2019 www.hoerverlag.de
  • 5 CDs in Pappschachtel
  • Gesamtlaufzeit ca. 6 Stunden, 9 Minuten
  • 22,00 € (D), 24,70 € (A), 30,90 sFr.
  • ISBN 978-3-8445-3524-2

L E B E N S W U R Z E L N

Hörbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Peter Wohllebens neues Buch „Das geheime Band zwischen Mensch und Natur“ ist ein ebenso faszinierender wie wissenswertvoller Wegweiser zur inneren und äußeren Natur. Viele Bedingungen des modernen menschlichen Daseins haben den Menschen zwar von der Natur distanziert, das heißt jedoch nicht, daß eine Wiederannäherung an die Natur unmöglich wäre. Denn wir Menschen sind alleine schon durch unsere Kör- perlichkeit ebenso sehr Natur wie ein Baum, ein Vogel, ein Fuchs oder eine Flechte.

So beginnt die Exkursion mit unseren sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeiten. Vom Hörtest mit dem Gesang des Wintergoldhähnchens, vom evolutionären Sinn unserer Fähigkeit, die Farben Rot und Grün zu unterscheiden, bis zum Sehen mit den Händen beim Abtasten von Rindenstrukturen erschließt uns der Autor, daß die menschlichen Sinne oft nur einer gewissen Übungspraxis bedürfen, um in einer natürlichen Umgebung erstaunlich präzise zu funktionieren.

Der Autor räumt sachlich und zugleich auf unterhaltsame Weise unangemessene Wald-ängste aus dem Weg. Beispielsweise droht eine Ansteckung mit dem Fuchsbandwurm wesentlich eher bei nicht entwurmten Haustieren wie Hund und Katze, und aggressive  Wildschweine – jeder kennt die Mär von der angeblich angriffslustigen Bache mit ihren Frischlingen – sind im Wald ebenfalls nicht zu befürchten, denn die scheuen Tiere fliehen den Menschen.

Auch das immer noch häufig mißverstandene und mißbräuchlich instrumentalisierte  „Survial of the Fittest“ von Charles Darwin stellt er endlich einmal richtig. Dieses Zitat bedeutet eben nicht, daß sich die stärkste, größte oder aggressivste Art durchsetzt, sondern diejenige Art, die sich am besten an die gegebenen oder die sich verändernden Umweltbedingungen anpassen kann (von englischen to fit – passen, einfügen).

Peter Wohlleben beschreibt die kulturhistorische Verbindung des Menschen mit Bäu- men, die Nutzung von Holz und die Beherrschung des Feuers. Der einst sogar kultischen Verehrung der Bäume, der bis heute gültigen Liebe zu Bäumen und dem menschlichen Bedürfnis nach Kontakt, ja sogar Kommunikation mit Bäumen wird aufmerksam nach- gegangen. In diesem Zusammenhang bekommen wir zudem faszinierende Einblicke in die Pflanzenneurobiologie. Inzwischen ist naturwissenschaftlich erwiesen, daß Pflanzen hören können, wo Wasser fließt, und daß sie dementsprechend ihre Wurzeln ausrichten. Auch ein – sehr langsamer – Herzschlag oder eine Art Schlafrhythmus der Bäume wurde bereits entdeckt.

Sehr deutlich betont der Autor, daß unsere einheimischen Forste noch viel zu häufig reine kurzlebige Holzplantagen sind und daß wir dringend mehr wilde Wälder und Urwald wachsen lassen sollten, um die Artenvielfalt zu erhalten und um dem Klima- wandel angemessener zu begegnen. Das Beispiel der vom Aussterben bedrohten Wolfsflechte mag die Bedeutung, die alte, zeitlose Wälder haben, illustrieren. Die Wolfsflechte wächst ausschließlich auf den abgestorbenen, über lange Jahre hinweg rissig gewordenen Stämmen mehrhundertjähriger Kiefern. Holzplantagenbetreiber arbeiten nicht mit einem solch geduldigen Zeithorizont.

Weitere Abzweigungen befassen sich mit den Themen Waldbaden und Naturapotheke, den Auswirkungen durch globale Warenströme und Tourismus eingeschleppter Arten auf bestehende Ökosysteme, dem Engagement lokaler und internationaler Wald- schützer …

Der Autor bewahrt stets eine souveräne Balance zwischen lebensdienlichem Naturschutzappell, fundierter Kritik an konventioneller Forstwirtschaft, Jagd und politischen Fehlentscheidungen und sehr konstruktiven Hand- lungsimpulsen für eine natürlichere Waldpflege. Seine Achtung und sein ausdrücklicher Respekt vor der Natur sind beispielhaft.

Peter Wohlleben gelingt es, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und seine persönliche langjährige Erfahrung als Förster und Naturschützer anschau- lich zu verknüpfen und beim Leser/Hörer sozusagen immergrünes Interesse und lebhafte Anteilnahme zu wecken. So tragen seine Sachbücher lebendig und wirkungsvoll dazu bei, einen wesentlich enkeltauglicheren und sensib- leren Umgang mit der Natur in das Bewußtsein und Handeln der Menschen zu pflanzen.

Der Vorleser Peter Kaempfe liest mit einer sonoren Warmherzigkeit und ausdrucksvollen Gelassenheit, die sehr gut zu den im erzählerischen Ton formulierten Sachtexten von Peter Wohlleben passen.

 

Hier entlang zum Hörbuch und zur HÖRPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Das-geheime-Band/Peter-Wohlleben/der-Hoerverlag/e562095.rhd

Hier entlang zur BUCHAUSGABE und LESEPORBE auf der Verlagswebseite:
https://www.randomhouse.de/Buch/Das-geheime-Band-zwischen-Mensch-und-Natur/Peter-Wohlleben/Ludwig/e515827.rhd

Peter Wohlleben           

Das geheime Band
Erstaunliche Erkenntnisse
über die 7 Sinne des Menschen,
den Herzschlag der Bäume und die Frage,
ob Pflanzen ein Bewusstsein haben
LUDWIG Verlag, August 2019
Gebunden
Format: 12,5 cm x 20 cm
240 Seiten
22,00 € (D), 22,70 € (A), 30,90 sFr.
ISBN 978-3-453-28095-3

 

Querverweis zu vier weiteren wissenswerten Werken von Peter Wohlleben:

Das geheime Leben der Bäume https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/02/06/das-geheime-leben-der-baeume/
Das geheime Netzwerk der Natur https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/01/13/das-geheime-netzwerk-der-natur/
Die Geheimnisse der Natur https://leselebenszeichen.wordpress.com/2019/01/20/geheimnisse-der-natur/
Das Seelenleben der Tiere https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/01/30/das-seelenleben-der-tiere/

Der Autor:

»Peter Wohlleben, Jahrgang 1964, wollte schon als kleines Kind Naturschützer werden. Er studierte Forstwirtschaft und war über zwanzig Jahre lang Beamter der Landesforstverwaltung. Um seine ökologischen Vorstellungen umzusetzen, kündigte er und leitet heute einen umweltfreundlichen Forstbetrieb in der Eifel. Außerdem hat er Wohllebens Waldakademie gegründet, um den Gedanken des Waldschutzes und der nachhaltigen Waldnutzung weiter zu verbreiten (Informationen und Projekte unter www.waldakademie-huemmel.de ). Peter Wohlleben ist aber auch Autor von Büchern rund um Wald und Naturschutz: Mit seinen Bestsellern „Das geheime Leben der Bäume“, „Das Seelenleben der Tiere“ und „Das geheime Netzwerk der Natur“ hat er Menschen auf der ganzen Welt begeistert.« https://www.wohllebens-waldakademie.de/

Der Sprecher:

»Peter Kaempfe, seit 43 Jahren erfolgreicher Theater- und Filmschauspieler, startete seine Karriere mit Engagements in Tübingen, München und Hamburg. Er war Gründungsmitglied der Bremer Shakespeare Company und erhielt mit dem Wintermärchen den Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin. Seine ausdrucksstarke Stimme ließ ihn zum erfolgreichen Kommentarsprecher in mehr als 800 Fernsehdokumentationen für alle deutschen Sendeanstalten werden. Außerdem ist er zu hören in über 300 Hörspielen und Hörbüchern, dazu immer wieder in vielen Live-Lesungen und Solo-Programmen.«

 

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Vom magischen Leuchten des Glühwürmchens bei Mitternacht

  • Und anderen kleinen großen Wundern der Natur
  • von Sy Montgomery
  • Originaltitel: »The Curious Naturalist. Nature’s Everyday Mysteries«
  • Übersetzung ins Deutsche von Dr. Cornelia Panzacchi
  • mit Illustrationen von Tine Pagenberg
  • Knesebeck Verlag  März 2019  www.knesebeck-verlag.de
  • Format: 17,00 x 24,00 cm
  • 240 Seiten
  • 26 Abbildungen
  • gebunden, Fadenheftung
  • LESEBÄNDCHEN
  • 24,00 € (D), 24,70 € (A)
  • ISBN 9-783-95728-291-0

PAN  OPTIKUM  &  BLICK  FANG

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dieses Buch ist eine Spurenlese der Natur, ein sinnlich-vergnügter, wissenswertvoller Wegweiser zur achtsamen Wahrnehmung und vertieften Wertschätzung von Pflanzen, Tieren, Pilzen und Elementen.

In lockerem Plauderton führt uns Sy Montgomery in 45 Naturepisoden durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sie lädt dazu ein, die alltägliche Tier- und Pflanzenwelt vor der eigenen Haustür mit offenen Augen und offenem Herzen wahrzunehmen. Egal wo, egal wann – es gibt immer etwas zu entdecken, zu bestaunen und kennenzulernen.

Illustration © Tine Pagenberg/Knesebeck Verlag 2019

Trotz der Kürze der Naturgeschichten gelingt der Autorin stets eine atmosphärische Einstimmung und eine spannende, faszinierende Darstellung, die, gewürzt mit wohlge-wählten Prisen Detailwissens und heiterer Anekdoten sowie sinnvoller Querverweise und Abzweigungen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Der Lesespaziergang führt von Flechten zu Fröschen, vom regen Regenwurm zum klangvollen Liebeswerben der Vögel, von eßbaren Wildpflanzen zu unterschiedlichen Erd- bzw. Schlammsorten, von den magischen Kräften des Farns zur Liebesakrobatik der Libellen, von Gesteinen zu Blitzen, von Fledermäusen zu Mücken, vom Gezeitentümpel zu Möwen, von Grillen und Zikaden zum architektonischen Können der Biber, von zarten Pilzen zu findigen Eichhörnchen, vom wandelbaren Eis zu schwarzen Schneeflöhen, von vorwitzigen Krähen zu schlauen Füchsen – um nur einige Stichworte herauszupflücken.

Illustration © Tine Pagenberg/Knesebeck Verlag 2019

Mit Staunen und Schmunzeln nimmt man zur Kenntnis, daß Grillen beim Zirpen stets mit dem rechten Flügel über den verhärteten inneren Flügelrand – die sogenannte Schrillleiste – des linken Flügels „geigen“, wohingegen Grashüpfer wie das Grüne Heupferd von Natur aus Linksflügler sind, oder daß die Spitzmaus zu den weltweit wenigen giftigen Säugetieren gehört und daß der kleine Körper der Spitzmaus dank einer Polsterung aus braunem Fettgewebe, das Wärme erzeugen kann, der Winterkälte trotzen kann.

Und fast ungläubig erfährt man, daß Flechten mehr irdische Fläche bedecken als die tropischen Regenwälder.

Illustration © Tine Pagenberg/Knesebeck Verlag 2019

Sy Montgomery gelingt eine buchstäbliche Verflechtung von zoologischen, botanischen und geologischen Erkenntnissen mit persönlichen Naturer- fahrungen. Mit ihrer den Erscheinungsformen der Natur stets liebevoll zugewandten Perspektive erinnert sie ebenso poetisch wie augenzwinkernd-heiter und animierend immer wieder an „die Großzügigkeit der Natur“.

Die schönen, graphisch-stilisierten naturalistischen Illustrationen von Tine Pagenberg machen dieses Lesebuch der Natur neben seiner inhaltlichen Vielfalt auch zu einer sehr attraktiven Augenweide, die durch buchgestal- terische Sorgfalt harmonisch ergänzt wird. Das großzügige Buchformat (Groß-Oktav) mit lesefreundlich sattem Schriftbild auf angenehm glattem Papier, die Fadenheftung und ein farblich abgestimmtes Lesebändchen sowie das attraktive Titelbild mit seiner farbkontrastreichen typogra- phischen Inszenierung sind ein sehr gelungener Blickfang und schmeichlen allen bibliophilen Sinnen.

„Dieses Buch will Ihnen, liebe Leser, alltägliche und doch erstaunliche Vorgänge aus der Natur näherbringen und Sie dazu anregen, vielleicht selbst Beobachtungen anzustellen und ein wenig über Lebewesen, Kräfte, Verhaltensweisen und Geschehnisse nachzu-denken, die wir ständig um uns haben und doch meistens übersehen. Denn jede Jahreszeit, jeder Monat steckt voller aufregender Geheimnisse.“ (Seite 10) 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.knesebeck-verlag.de/vom_magischen_leuchten_des_gluehwuermchens_bei_mitternacht/t-1/780

Illustration © Tine Pagenberg/Knesebeck Verlag 2019

Die Autorin:

»Sy Montgomery, 1958 geboren, ist eine vielfach ausgezeichnete amerikanische Natur-forscherin, Drehbuchautorin und Verfasserin von über zwanzig Sachbüchern – „die perfekte Mischung aus Emily Dickinson und Indiana Jones“. Sie schwamm mit Piranhas und blauen Delfinen im Amazonas, bestieg das Altai-Gebirge auf der Suche nach Schneeleo-parden und wurde in Indien von Tigern gejagt. Immer findet man sie in nächster Nähe der Tiere, über die sie schreibt. Zuletzt erschien aus ihrer Feder hierzulande „Rendezvous mit einem Oktopus“. Der New-York-Times-Bestseller und Anwärtertitel auf den National Book Award 2015 schrieb eine echte Erfolgsgeschichte.«

Die Illustratorin:

»Tine Pagenberg ist leidenschaftliche Zeichnerin, Illustratorin und begeisterte Vogelkund-lerin. Sie studierte Malerei/Grafik an der HfBK Dresden. Mit einem liebevollen Blick auf die Natur zeichnet sie ihre fabelhaften Bildwelten. Die große Verbundenheit zu unserer Flora und Fauna ist die wichtigste Inspirationsquelle und spiegelt sich in all ihren Arbeiten. Nach dem Studium gründete sie das Label marga.marina – benannt nach ihrer Großmutter. Hier gestaltet sie eigene Produkte mit dem Schwerpunkt auf nachhaltige, umweltfreundliche Papierwaren.« https://www.margamarina.de/

Querverweis:

Hier entlang zu einem weiteren Buch von Sy Montgomery: Einfach Mensch sein. Von Tieren lernen“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2019/07/11/einfach-mensch-sein/

Wer es naturwissenschaftlich gerne noch genauer wissen möchte, greife ergänzend zu Nick Bakers Schule der Spurenlese „Fährten lesen und Spuren suchen“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/01/31/fahrten-lesen-und-spuren-suchen/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

 

Zwitschernde Fische

  • von Andreas Séché
  • Roman
  • ars vivendi verlag  2012   www.arsvivendi.com
  • gebunden
  • mit Schutzumschlag
  • 168 Seiten
  • 16,90 € (D), 17,40 € (A)
  • ISBN 978-3-86913-106-1

ZWISCHEN  DEN  ZEILEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Bereits das Wort LekTÜRE enthält eine Türe, gewissermaßen eine Portalüberschrift, die den aufmerksamen Betrachter darauf hinweist, daß Lesen buchstäblich in eine Geschichte – oder bei Sachbüchern in ein Wissensgebiet – hineinführt.

Buchhändler empfehlen und verkaufen ihren Kunden demnach ein papiernes Mischwesen aus Dauereintrittskarte und Tür, und das Lesen ist dabei der Universalschlüssel; eine Vorstellung, die mir als Buchhändlerin schon immer sehr gefallen hat.

„Zwitschernde Fische“ ist ein federleichtes und herzenstiefes Buch, das wach macht für die Wegweiser der Inspiration, die, wenn man aufgeschlossen dafür ist und gerne hinter die Dinge schaut, sogar im Alltag wohnen und auf Entdeckung und Würdigung warten.

Yannis, unser Romanheld, ist ein junger Mann, der Bücher und Buchhandlungen liebt und für den jeder neue Buchkauf ein Festakt ist, den er zunächst gebührend mit einem guten Frühstück beginnt: „ … Lesen ist ja nichts anderes als Essen mit den Augen.“
(Seite 9)

Buchhandlungen und Stadtparks, findet Yannis, bieten eine ideale Kulisse, um der Traumfrau zu begegnen. Er hat einige wunderschöne, ebenso romantische wie verwegene Gesprächseröffnungsideen (die übrigens ausgesprochen unwiderstehlich- empfehlenswert sind) in seiner Sehnsuchtsvorratskammer gestapelt, aber er ist bisher zu schüchtern gewesen, um seine Worte und Gesten auch in die Tat umzusetzen.

Auf dem Weg zum Buchladen macht er Rast auf seiner Lieblingsparkbank im Athener Stadtpark und denkt darüber nach, ob die Kellnerin aus seinem Lieblingscafé, in die er still, leise und heimlich verliebt ist, ihn aus Zuneigung oder aus professioneller Grund-haltung stets so freundlich anlächele. Diese Frage bleibt unbeantwortet, und Yannis macht sich gedankenversunken wieder auf den Weg.

Doch er verläuft sich und findet sich plötzlich vor einem altmodischen Buchladen mit beinahe undurchsichtigem Schaufenster wieder, in einer Gasse, die seltsam aus der Zeit gefallen scheint. Yannis kommt es fast vor, als sei diese Buchhandlung ein Überbleibsel aus dem Athener Buchhändlerviertel, das vor zweittausendfünfhundert Jahren existiert hat.

Neugierig berührt Yannis den silbernen Drehknauf der verwitterten, hölzernen Eingangstür, die daraufhin langsam und bedächtig aufschwingt. „Es sind schon Kinder durch Türen gegangen und als Erwachsene zurückgekehrt. Hinter Türen können Narren zu Weisen werden, Ziellose zu Menschen mit einer Bestimmung und Ungläubige zu Gläubigen.“ (Seite 17)

Yannis begegnet in den Räumen hinter dieser Türe der geheimnisvollen und sehr attraktiven Lio, und in Verbindung mit Lio kommt es zu zauberhaften neuen Lebens-weichenstellungen…  „Die Haut um ihre Augen offenbarte ein gelachtes Leben und einen Menschen, der sich wenig um die feinen Falten der Erkenntnis scherte.“ (Seite 27)

Der Roman „Zwitschernde Fische“ handelt davon, wie das Leben in Geschichten einfließt und wie gelesene Geschichten das Leben beeinflussen, ja, wie für den inspirations-empfänglichen Menschen in der Tat alles miteinander in geheimnisvoller Korrespondenz steht.

Neben seinem eigenen Geschichtenverlauf weckt dieser Roman beiläufig Leselust auf zahlreiche weitere Bücher. Die angeregten Gespräche, die Lio und Yannis über Klassiker der Weltliteratur führen, die Betrachtungen interessanter bis krimineller schriftstellerischer Hintergrundgeschichten sowie die berühmten Anfangssätze, die sie sich wechselseitig vorlesen, machen abwechslungsreich Appetit auf mehr. „Geschichten sind das Gewürz der Wirklichkeit.“ (Seite 168)

Andreas Séchés Sprache hat einen besonderen melodischen Klang, eine zärtlich-atmende, lebendige Anziehungskraft, die den geneigten Leser sogleich in die Geschichte hineinverführt. Die dramaturgisch geschickt eingewobenen, schimmernd-changierenden Schnittstellen und Reflexionen zwischen Fiktion und Wirklichkeit sowie leibhaftige literarische Anspielungen bewirken – den Musen sei Dank – eine außergewöhnlich traumwandlerische LekTÜRE.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://arsvivendi.com/Buch/Search/9783869131061-Zwitschernde-Fische

 

Wer gerne die wunderbaren Gesprächseröffnungsideen nachlesen möchte, schaue bitte unter folgendem Link nach, dort auf CHRINOLOS Webseite habe ich mich nämlich auf den ersten Leseblick in dieses Buch verguckt: https://seelenglimmern.com/2018/02/11/hier-konnte-in-einsamkeit-zweisamkeit-erbluehen/

 

Hier entlang zum Buchtrailer:

 

Der Autor:

»Andreas Séché, geboren 1968, schrieb als Journalist für Tageszeitungen und war zwölf Jahre lang Redakteur bei einer Zeitschrift in München, bevor er in seine Heimat, das Rheinland, zurückkehrte. Heute lebt er als Schriftsteller am Niederrhein. Bei ars vivendi sind bisher seine Romane Namiko und das Flüstern (2011), Zwitschernde Fische (2012) und Zeit der Zikaden (2013) erschienen.« http://andreas-seche.de

 

Querverweis:

Wechselwirkungen zwischen Literatur und Leben sind ein unermüdliches und spannendes Thema für Romane. Von einer solchen literarischen Spurensuche, ihren heiter bis wolkigen zwischenmenschlichen Verstrickungen, nebst schelmischen Bezügen zu verlegerischen Buchvermarktungsstrategien, handelt auch „Das geheime Leben des Monsieur Pick“ von David Foenkinos: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/05/01/das-geheime-leben-des-monsieur-pick/

 

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