Zwischen den Jahren 2016

 

»„Sieh Arren“, sagte der Magier sanft,
„wenn man jung ist, denkt man, eine Handlung sei wie ein Stein,
den man nimmt und wirft, der trifft oder verfehlt –
und danach ist die Tat abgeschlossen.
Doch wenn der Stein aufgehoben wird,
ist die Erde leichter, die Hand schwerer.
Auf die Wurfbahn des Steines reagieren die Sterne
in ihrem Lauf, und wo er trifft oder niederfällt,
ist die Welt verändert.
Auf jeder Handlung ruht das Gleichgewicht der Welt.
Alles, was Wind, Meer, die Kräfte von Wasser, Erde oder Licht bewirken,
und alles, was Tiere oder Pflanzen tun,
ist gut und richtig getan.
Sie alles handeln innerhalb des universellen Gleichgewichtes.
Vom Sturm und dem Gesang der großen Wale
bis zum Fallen eines Blattes im Herbst
und dem Flug der Mücken
ist alles Teil des universellen Gleichgewichtes.
Aber wir, die wir Macht über einander und über die Welt haben,
müssen lernen, was Blatt und Wal und Wind aus ihrer Natur heraus tun:
Wir müssen lernen, das Gleichgewicht zu erhalten.“ «

 

Ursula K. Le Guin in »Das ferne Ufer« aus der ERDSEE-SAGA*
(*Im September 2017 erscheint eine Neuausgabe aller fünf Bände beim Piper Verlag:
https://www.piper.de/buecher/erdsee-isbn-978-3-492-28119-5 )

 

 

                                                                                 29. Dezember, Anno 2016

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

gerne sage ich meinem treuen und stetig wachsenden Lesepublikum allerherzlichsten DANK für die anregende, charmante, echte, feinsinnige, inspirierende, mitfühlende, substanzielle, wortspielerische und sehr zugewandte Resonanz auf meine LESELEBENSZEICHEN.

Ich bedanke mich für jedes Sternchen, die unzähligen Kommentare und den regen wechselseitigen Austausch (besonders auch den hinter den Kulissen!), der mich mehr bereichert und erfreut, als ich es je für möglich gehalten hätte.

Ebenfalls bedanke ich mich bei den stillen, stetigen und zufälligen Mitlesern, die sich zwar nur durch die Klickzahlen ahnen lassen, die jedoch genauso dazugehören.

Möge Ihnen allen im kommenden Jahr ein gutes Gleichgewicht zwischen Herz und Kopf, Wunsch und Wirklichkeit sowie Leben und Lesen gelingen!

Mögen wir von Wind, Meer, Wasser, Erde, Licht, Tieren und Pflanzen, Stein und Stern lernen, dieses Gleichgewicht zu halten – und durch die Bücher, die uns finden.

Ich wünsche Ihnen ein herzerfülltes und ebenso beflügeltes wie geerdetes Jahr mit vielen harmonischen Fügungen und belichtenden Lektüresternstunden …

Auf Wiederlesen sagt Ihnen
Ihre Bücherfee
Ulrike von Leselebenszeichen

 

PS:
**Das wunderschöne Foto mit dem taubeperlten Spinnennetztrapez, das meinem Textbeitrag den poetischen Blickfang verleiht, verdanke ich Maren Wulf vom sehr lesens- und sehenswerten BlogVon Orten und Menschen: https://orteundmenschen.wordpress.com/
Sie war so freundlich, es mir für meine Textillustration zur Verfügung zu stellen.
Auch an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen DANK, liebe Maren!

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