Der Kinder Kalender 2019

  • Mit 53 Gedichten und Bildern
  • aus der ganzen Welt
  • Herausgegeben und ausgewählt von der
  • Internationalen Jugendbibliothek, München www.ijb.de
  • Mehrsprachig
  • erschienen im Verlag edition momente, Juni 2018  www.edition-momente.com
  • graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • 60 Blätter
  • 53 vierfarbige Illustrationen
  • Format: 33 x 30,5 cm
  • Spiralbindung
  • 20,– €, 30,50 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-5019-5
  • Für Kinder jeden Alters

WELTENKINDER  KINDERWELTEN

Kalenderbegeisterung von Ulrike Sokul ©

Alle Jahre wieder leistet „Der Kinder Kalender“ mit seiner poetischen und malerischen Vielstimmigkeit einen anregenden und vergnüglichen Beitrag zur Herzensbildung von Kindern.

Das geneigte Publikum beachte bitte auch bei diesem Kalender seine Umbe- nennung von „Arche Kinder Kalender“ zu „Der Kinder Kalender“, die aus verlagshintergründigen Markennamen-Änderungszwängen erfolgt, welche bereits in der vorhergehenden Besprechung und im Kommentarschweif des „Literatur Kalenders“ erörtert wurden.
(siehe:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/11/03/der-literatur-kalender-2019/)

Die Lektoren der Internationalen Jugendbibliothek* wählen aus ihrem reich- haltigen Kinderbuch-Sammlungsfundus Kindergedichte aus aller Welt aus, die professionell und einfühlsam ins Deutsche übertragen werden. Max Bartholl, der Hausgraphiker des Verlags edition momente, kümmert sich um das Layout der Kalenderblätter und arrangiert das Originalgedicht und die deutsche Über- tragung anschaulich mit der jeweiligen Originalillustration.
Dieser Kalender bringt die Welt und ihren Sprachreichtum ins Kinderzimmer und eröffnet spielerisch den Horizont für poetische Ausdrucksvielfalt und weltenweite kindliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Hier gibt es Heiteres und Ernstes, Kluges und Schelmisches, Märchenhaftes und Sozialkritisches, Unsinn und Wortspielerei, Fremdes und Vertrautes, Gemüt- liches und Abenteuerliches, Stadtleben und Dorfleben, Wüstenwind und Regen, Blumen und Sterne, Jahreszeitenstimmungen und Familiengefühle, fabelhafte Drachen und Drachen aus Papier, Wasserbüffel, Leguan und Pinguin, Katz und Hund und Lieblingsmenschen, Musik, Tanz und Gesang …
Mehr als 30 Sprachen kommen zu Wort und bieten ein polyglottes, panaroma- tisches, poetisches Potpourri, von dem es sich stets zu lese- und vorlesenaschen lohnt. Und auch der farbenfrohe, stilistische Variationsspielraum der Illustrationen kann sich sehenlassen.

Eine praktische Zugabe ist das freigebliebene Kalenderblatt, das die Kinder selber „bedichten“ und bemalen können. Dieses selbstgestaltete Kalenderblatt kann bis zum 1. Dezember 2019 an die Internationale Kinderbibliothek gesendet werden, welche die fünf schönsten Blätter auswählt und mit einem Kinder Kalender 2020 belohnt. Daß die Internationale Kinderbibliothek jedes Jahr Hunderte von Einsendungen bekommt, zeigt eine erfreuliche poetisch-kreative Ansprechbarkeit der kindlichen Kalendernutzer.

Beiläufig noch meine persönliche Nachhaltigkeitsanregung: Nach Jahresablauf können die Kalenderblätter, die man nicht gerahmt oder ungerahmt an die Wand hängen möchte, wunderbar als Geschenkpapier oder Briefpapier wiederverwertet und „weitergesagt“ werden.

Hier entlang zum Kalender, nebst vorköstlicher Blättermöglichkeit auf der Verlagswebseite:
https://www.edition-momente.com/kalender/der-kinder-kalender-2019.html

 

* »Die Internationale Jugendbibliothek, die ihren Sitz im Schloss Blutenburg in München hat, ist die weltweit größte und renommierteste Bibliothek für internationale Kinder- und Jugendliteratur. Sie wurde 1949 von der deutsch-jüdischen Emigrantin Jella Lepman gegründet, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, mit Kinderbüchern Brücken zwischen den Völkern und Kulturen zu bauen. Bücher sollten die Fantasie der deutschen Nachkriegskinder anregen und ihnen eine offene Weltsicht vermitteln.
Die Idee des interkulturellen Dialogs und die Liebe zu guter Literatur bestimmen seit mehr als 60 Jahren die Arbeit der Internationalen Jugendbibliothek. Sie ist ein Ort, an dem die Literaturvermittlung einen hohen Stellenwert hat und an dem mit Kindern und Erwachsenen der Diskurs über Bücher, Autoren, Illustratoren und Themen gesucht wird.«  Weitere Informationen:  http://www.ijb.de

Wer Mitglied im »Verein Freunde und Förderer der Internationalen Jugendbibliothek« wird, der bekommt u.a. im ersten Jahr den Kinder Kalender als Begrüßungsgeschenk. http://www.ijb.de/ueber-uns/freundeskreis.html

Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Verlag  edition momente außer dem hier besprochenen Kinder Kalender noch fünf weitere beachtenswerte Kalender publiziert:

Der Jazz Kalender 2019
Mit Texten von Roger Willemsen
https://www.edition-momente.com/kalender/der-jazz-kalender-2019.html

Der literarische Küchenkalender 2019
Herausgegeben von Sybil Gräfin Schönfeldt
https://www.edition-momente.com/kalender/der-literarische-kuechenkalender-2019.html

Der Literatur Kalender 2019
Herausgebeben von Elisabeth Raabe

https://www.edition-momente.com/kalender/der-literatur-kalender-2019.html 

Der Musik Kalender 2019
https://www.edition-momente.com/kalender/der-musik-kalender-2019.html
Eine wortwörtlich klangvolle, wortvirtuose und vielsaitige Rezension des Musik Kalenders findet sich auf der Webseite „meines“ geschätzten Maestros RANDOM RANDOMSEN: https://randomrandomsen.wordpress.com/2018/11/07/taktvoll-durch-den-all-tag/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

 

 

 

 

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Der Literatur Kalender 2019

  • Anfang & Aufbruch
  • Wochenkalender
  • Herausgegeben von Elisabeth Raabe
  • graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • edition momente  Juni 2018     www.edition-momente.com
  • 60 Blätter
  • 57 Fotos
  • Format: 31,5 x 24 cm
  • Spiralbindung
  • 22,– €, 33,50 sFr.
  • ISBN 978-3-0360-2019-8

© 2018 edition momente GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

UNTERWEGS  IN  ZEIT  UND  RAUM

Kalenderbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der von Elisabeth Raabe herausgegebene „Literatur Kalender“ erscheint schon seit 35 Jahren. Seit diesem Jahr heißt er jedoch nicht mehr „Arche Literatur Kalender“, sondern einfach „Der Literatur Kalender“, und er erscheint von nun an im Verlag edition momente.

Glauben Sie mir: Von den verlegerischen Komplikationen, die dabei im Hintergrund eine Rolle gespielt haben, wollen Sie gar nichts wissen. Die Hauptsache ist, daß „Der Literatur Kalender“ in bewährter und geschätzter Qualität auftritt und nach wie vor jeder Bibliothek den letzten Schliff gibt.

Das diesmalige Jahresthema „Anfang und Aufbruch“ wird im neuen Kalender in Variationen von erwartungsfreudig bis betrübt durchbuchstabiert. Schriftsteller und Schriftstellerinnen äußern sich in Briefen, Betrachtungen, Notizen, Gedichten und Erinnerungen zu ihren Aufbrüchen, Neuanfängen, Hoffnungen, Zweifeln und überraschenden Lebensweichenstellungen.

© 2018 edition momente GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

Woche für Woche blättert uns dieser kultivierte Kalender ausgesucht ausdrucksvolle Autorenfotos und die thematisch dazugehörigen schriftlichen Zeugnisse auf. Die harmonische Kombination von Bild und Zitat ist von anregender Anschaulichkeit, welche von der klaren, farblich und typographisch dezenten Gestaltung durch den Graphiker Max Bartholl stilsicher untermalt wird.

Die Facetten des Themas „Anfang & Aufbruch“ sind reichhaltig:
Anfängerglück, Begeisterung, Dankbarkeit, Entschlossenheit, Ermutigung, Ernüchterung, Fremdheit, Hoffnung, Sehnsucht, Tapferkeit, Tiefsinn, Überschwang, Ungewißheit, Vorfreude, Wehmut, Reflexion und Tatendrang … 

© 2018 edition momente GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

So besingt etwa Henry David Thoreau in aufgeweckten Worten die frische Morgenluft, George Elliot überrascht mit ihrer skandalösen Herzensgewißheit, Else Lasker-Schüler leidet tapfer an ihrer heimatlosen Ausgesetztheit, Siegfried Kracauer traumwandelt beim ersten Anblick von NY zwischen cineastischen Sehgewohnheiten und echtem Erleben, Karl Kraus ist unendlich liebesentflammt, Marguerite Duras beschwört ein ersehntes Liebeswiedersehen, Anna Seghers äußert ausdrückliches Gefallen an Klima und Landschaft ihres Fluchtortes Mexiko, Hilde Domin baut im Exil ein ländliches Haus aus Poesie, Édouard Glissant ruft zur ökologischen Wende für Martinique auf, Annemarie Schwarzenbach definiert das Reisen und bestimmt den Abschiedsschmerz von liebgewonnenen Orten als unvermeidlichen Reisebegleiter, und Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ verkörpert schließlich buchstäblich das vorangestellte Jahresmotto.

Jedes Kalenderblatt wird zudem über sorgfältige Text- und Bildlegenden um Hintergrundinformationen und Querverweise zu Leben und Werk der betroffenen Autoren ergänzt, und in den am Kalenderende angehängten biographischen Blättern finden sich in namensalphabetischer Reihenfolge kurzkonzentrierte Lebensläufe der zitierten Autoren.

„Der Literatur Kalender“ ist und bleibt ein ausgesucht feiner, wöchentlicher literarischer Jahresbegleiter, der ebenso die Lesebekanntschaft mit berühmten wie auch vergessenen Autoren auffrischt oder anregt und dem geneigten Leser und Betrachter einen vielseitigen Blick auf das Lebewesen „Schriftsteller“ verschafft.

© 2018 edition momente GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

Hier entlang zum Kalender, nebst vorköstlicher Blättermöglichkeit auf der Verlagswebseite: https://www.edition-momente.com/kalender/der-literatur-kalender-2019.html

Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Verlag  edition momente außer dem hier besprochenen Literatur Kalender noch vier weitere beachtenswerte Kalender publiziert:

Der Jazz Kalender 2019
Mit Texten von Roger Willemsen
https://www.edition-momente.com/kalender/der-jazz-kalender-2019.html

Der Kinder Kalender 2019   (Rezension folgt)
Herausgegeben von der Internationalen Jugendbibliothek, München
https://www.edition-momente.com/kalender/der-kinder-kalender-2019.html

Der literarische Küchenkalender 2019
Herausgegeben von Sybil Gräfin Schönfeldt
https://www.edition-momente.com/kalender/der-literarische-kuechenkalender-2019.html 

Der Musik Kalender 2019
https://www.edition-momente.com/kalender/der-musik-kalender-2019.html
Eine wortwörtlich klangvolle, wortvirtuose und vielsaitige Rezension des Musik Kalenders findet sich auf der Webseite „meines“ geschätzten Maestros RANDOM RANDOMSEN: https://randomrandomsen.wordpress.com/2018/11/07/taktvoll-durch-den-all-tag/

 

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Arche Literaturkalender 2018

  • Ruhe & Bewegung
  • Wochenkalender
  • Herausgegeben von Elisabeth Raabe und Regina Vitali
  • Arche Kalender Verlag   www.arche-kalender-verlag.com
  • Graphische Gestaltung von Max  Bartholl
  • 60 Blätter
  • 54 Fotos
  • Format: 31,5 x 24 cm
  • 22,– € (D), 26,90 sFr.
  • ISBN 978-3-0347-6018-8

UNRASTSTÄTTEN & RUHEPUNKTE

Kalenderbesprechung von Ulrike Sokul ©

Schriftsteller bewegen Leser mit ihren Texten, und sie selbst bewegen sich mehr oder weniger rege und betriebsam durch ihren eigenen Lebenslauf. Der neue Arche Literatur Kalender versammelt Zitate und Fotos berühmter Autoren zum Thema Ruhe und Bewegung.

© 2017 by Arche Kalender Verlag GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

Da finden sich in Briefen, Tagebüchern und Gedichten erklärte Stubenhocker und Weltenbummler, unruhige und gelassene Geister, müde und muntere Körper, langsame oder schnelle Fortbewegungen, erwünschter oder unerwünschter Stillstand, abgeklärte Besonnenheit und ungestüme Ungeduld sowie vom persönlichen oder politisch-historischen Geschehen bewegte Stimmungen und Kommentare.

Tucholsky geruht im Strandkorb zu ruhen, Karoline von Günderrode wird von Alpträumen gejagt, die kanadische Schriftstellerin und Journalistin Mavis Gallant zieht es unwiderstehlich nach Paris, Pier Paolo Pasolini gibt sich nostalgischen Erinnerungen an hingebungsvolles Fußballspielen hin, Lawrence Sterne beklagt die Strapazen des Reisens mit Pferdekutsche, Henry Miller schwärmt vom Radfahren, Franziska zu Reventlow läßt die Erinnerung an einen Ball durch ihr Tagebuch tanzen, Hermann Hesse widmet sich betriebsam der Meditation und geistigen Verdauung durch Gartenarbeit, David Foster Wallace macht sich über die Mußeausreden von Luxus-Kreuzfahrreisenden lustig, Theodor Fontane sammelt eine Überfülle an Reiseeindrücken und Begegnungen und schreibt diese an seine Frau weiter, Ilse Aichinger erklärt ihre Abneigung gegen Reisen, Ivan Turgenev nimmt ein herzerfrischendes Bad in einem alten Garten …

© 2017 by Arche Kalender Verlag GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

Die literarisch-biographischen Zitate werden von hervorragenden – meist noch unbekannten – Fotos harmonisch illustriert. Sorgfältige Text- und Bildlegenden liefern wissenswerte Zusatzinformationen zu Leben und Werk der vorgestellten Autoren.

Die klare, übersichtliche graphische Komposition von Bild, Text und Kalendarium wurde vom „archetypischen“ Graphiker Max Bartholl gestaltet.

Blatt für Blatt bietet die „Ikone unter den Literatur Kalendern“ Lebenslesefutter für das geneigte literarische Publikum und serviert Woche für Woche eine nahrhafte Portion anschaulicher Literaturgeschichte.

 

Hier entlang zum Kalender, nebst vorköstlicher Blättermöglichkeit auf der Verlagswebseite: http://arche-kalender-verlag.com/arche-literatur-kalender-2018.html

 

PS:
Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der ARCHE KALENDER VERLAG außer dem hier besprochenen Literatur Kalender noch vier weitere beachtenswerte Kalender publiziert hat:

Arche Geburtstagskalender (immerwährend)
http://arche-kalender-verlag.com/arche-geburtstagskalender.html
Arche Kinder Kalender 2018  (Besprechung folgt in einigen Tagen)
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kinder-kalender-2018.html
Arche Küchen Kalender 2018
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kuechen-kalender-2018.html
Arche Musik Kalender 2018
http://arche-kalender-verlag.com/arche-musik-kalender-2018.html

Arche Literatur Kalender 2017

  • Von Nähe und Ferne
  • Wochenkalender
  • Herausgegeben von Elisabeth Raabe und Regina Vitali
  • ARCHE KALENDER VERLAG   http://arche-kalender-verlag.com/startseite.html
  • Graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • 60 Blätter, 58 Fotos
  • Format: 31,5 x 24 cm
  • 22,– €
  • ISBN 978-3-0347-6017-1
    arche-literatur-kalender-2017

DIS – TANZ

Kalenderbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Arche Literatur Kalender 2017 befaßt sich mit dem Thema Nähe und Ferne.

Schriftsteller und Dichter sind auch nur Menschen, und sie haben es ebenso leicht oder schwer mit der angemessenen zeitlichen und räumlichen Choreographie und Verbindlichkeit ihrer Ehen, Freundschaften, Liebschaften und Familienverhältnisse wie andere Menschen auch – nur hinterlassen sie beredte schriftliche Zeugnisse darüber, die wir nachlesen können.

Wieder ist es den Verlegerinnen Elisabeth Raabe und Regina Vitali gelungen, für jede Kalenderwoche ein ausdrucksvolles Autorenfoto in korrespondierender Begleitung eines konzentriert-mitteilsamen Textes zusammenzustellen.

Die ausgewählten Schriftstellerinnen und Schriftsteller reflektieren über das ausgewogene oder unausgewogene Verhältnis von Nähe und Distanz in ihren persönlichen zwischenmenschlichen Beziehungen, manchmal auch über Entfernung oder Wiederannäherung sowie über Fernweh und Heimatverbundenheit.

Oft läßt sich angesichts der Fotos die nah- oder ferngestimmte schriftstellerische Paarverfassung ebenso gut erkennen wie bei der Lektüre der angefügten Texte.

Briefe an Freunde, Kollegen, Geliebte oder Kinder müssen das ersehnte Gespräch mit dem fernen Ansprechpartner ersetzen, Gedichte künden von Herzenserfüllung und Liebesverlusten, von befremdender Entfernung und inniger Harmonie. Tagebuchnotizen schwelgen in freudiger Erwartung und wehmütiger Erinnerung, in sehnsuchtsvoller Hoffnung und schmerzlicher Reue sowie in selbstkritischer Analyse.

Jedes Kalenderblatt wird zudem um Hintergrundinformationen und Querverweise zu Leben, Werk und Beziehungsgeschichte der betroffenen Autoren ergänzt.

Die „mediale“ Gestaltung der Kalenderblätter erfolgt im traditionell farblich und typgraphisch dezent-untermalenden Stil des Arche-Hausgraphikers Max Bartholl.

Der Arche Literatur Kalender 2017 bereichert unser Lesejahr mit abwechslungsreichen, anregenden und anrührenden Worten und ausdrucksvollen Bildern von Schriftstellern und Dichtern, die uns zeitlich meist fern sind, jedoch menschlich oft ganz nah.

 

Hier entlang zum Kalender auf der Verlagswebseite. Dort entblättert er sich zu Besichtigungszwecken:
http://arche-kalender-verlag.com/arche-literatur-kalender-2017.html

 

arche-literatur-kalender-tolkien-2017

© 2016 by Arche Kalender Verlag GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

arche-literatur-kalender-carson-mccullers-2017

© 2016 by Arche Kalender Verlag GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

arche-literatur-kalender-robert-gernhardt-2017

© 2016 by Arche Kalender Verlag GmbH, Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg

PS:
Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Arche Kalender Verlag außer dem besprochenen Literatur Kalender noch vier weitere beachtenswerte Kalender publiziert hat:

Arche Geburtstagkalender (immerwährend)
http://arche-kalender-verlag.com/arche-geburtstagskalender.html
Arche Kinder Kalender 2017    (Besprechung folgt … )
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kinder-kalender-2017.html
Arche Küchen Kalender 2017
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kuechen-kalender-2017.html
Arche Musik Kalender 2017
http://arche-kalender-verlag.com/arche-musik-kalender-2017.html

Querverweis:

Eine elegant-eloquente Besprechung des Arche Musik Kalenders – in harmonischer Kombination mit musikalisch vielsaitiger Vertonung – findet sich beim MAESTRO von der Websaite Random Randomsen:
https://randomrandomsen.wordpress.com/2016/11/08/schrittmacher-fuer-musikliebende-herzen/

 

 

Eine Arche ist eine Arche ist eine Arche

  • Verlegerinnenleben
  • von Elisabeth Raabe
  • edition momente   Januar 2016    www.edition-momente.com
  • gebunden, mit Schutzumschlag
  • Fadenheftung und Leseband
  • 240 Seiten mit 212 Fotos
  • Format: 19 x 11,4 cm
  • 22,– €
  • ISBN 978-3-9524433-1-6
    Eine Arche ist eine Arche

HINTER  DER  BÜCHERKULISSE

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die meisten Leser wollen eine Geschichte lesen, sich romantisch, spannend, geistreich oder amüsant unterhalten lassen, einer Sprachmelodie lauschen oder sich Wissen anlesen; über den Autor macht sich der Leser vielleicht schon beiläufig Gedanken und auch Empfindungen, aber der Verlag und die Menschen, die hinter diesem Verlag stehen, geraten selten in den Fokus der Leseraufmerksamkeit. Dabei ist Literaturgeschichte unmittelbar mit Verlagsgeschichte verbunden.

Die deutsche Lektorin Elisabeth Raabe und die Züricher Buchhändlerin Regina Vitali unterschrieben am 31. Dezember 1982 den Kaufvertrag für den alteingesessenen Züricher Verlag Die Arche, der nach dem Tode seines Gründers Peter Schifferli zum Verkauf stand.

Die beiden Neuverlegerinnen treten das große literarische Erbe eines kleinen, feinen Verlages an: Das erste Buch, das 1945 im jungen Arche Verlag erschien, war „Die Brücke  von San Luis Rey“ von Thornton Wilder. Viele berühmte Autoren folgten: Ezra Pound, Gertrude Stein, Antoine de Saint-Exupéry, Gottfried Benn, Werner Bergengruen, Friedrich Dürrenmatt, Friedrich Glauser …  Texte von Dadaisten (Hans Arp, Hugo Ball, Tristan Tzara u.a.) und Expressionisten (Jakob von Hoddis, Georg Trakl u.a.) … Adolf Muschg, Hugo Loetscher …

1300 Titel befinden sich in der literarischen Vorratskammer – der sogenannten Backlist. In unzähligen Chefinnennachtschichten wird sortiert, welche Titel bleiben, welche gehen und welche in Neuausgaben erscheinen sollen. Der Vertrieb wird neu organisiert und das Rechnungswesen modernisiert.

1983 beginnt die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Buchdesigner, Grafiker und Typographen Max Bartholl, die sich bis in die Gegenwart erhalten hat. Schon 1984 erscheint der erste Arche Literatur Kalender, ein Wochenkalender mit Fotos und Zitaten berühmter Autoren, der sich schnell zum Klassiker entwickelt. Der erste Arche Literatur Kalender steht unter dem Oberbegriff »Beziehungen« und zeigt literarische Paare in Bild und Textdokumenten. Und die Ideen für neue Jahresthemen gehen Elisabeth Raabe in all den folgenden Kalenderjahren (mehr als dreißig sind es inzwischen) keineswegs aus.

Die beiden Verlegerinnen verfügen über literarisches Herzblut, doch die Verlagsführung ist und bleibt sehr arbeitsintensiv, zumal 1994 – für das operative Geschäft mit Deutschland – eine Zweigniederlassung des Verlages in Hamburg gegründet wird und häufiges Pendeln zwischen Zürich und Hamburg sowie Buchmessen usw. den Arbeitsumfang und Zeitaufwand maximieren. Gleichwohl werden auch immer wieder Feste gefeiert: Jubiläen, Geburtstage, Abschiede und außergewöhnliche verlegerische Erfolge sowie – wegen diverser Umzüge des Verlages – Einweihungsfeierlichkeiten.

Wir erfahren von verlegerischen Erfolgen und Mißerfolgen, glücklichen Fügungen und Enttäuschungen, literarischen Entdeckungen und Begegnungen. Es gibt nette Anekdoten, einige Prisen Züricher Lokalkolorit und viele, viele Fotodokumente, welche die bewegte Verlagsgeschichte illustrieren.

Streiflichternd lasse ich zwölf markante Arche-Verlags-Buchtitel aufleuchten, die gewiß den einen oder anderen Wiedererkennungseffekt haben:

1985: „Hanns Dieter Hüsch hat zugegeben…“ Ein Portrait zum 60. Geburtstag des Kabarettisten zusammengestellt von Bernd Schroeder
1986: „Althénopis. Kosmos einer Kindheit“ von Fabrizia Ramondino
1989: „Straßen aus Staub“ von Rosetta Loy
1990: „Ich glaube, ich fahre in die Highlands“ von Margaret Forster
1990: „Spaziergänge durch Goethes Weimar“  von Paul Raabe
1997: „Das Wüten der ganzen Welt“ von Maarten‘t Hart
1998: „Tanz mit dem Jahrhundert“ von Stéphane Hessel
1999: „Blitzeis“ Erzählungen von Peter Stamm
1991: „Im Netz der Zauberer. Eine andere Geschichte der Familie Mann
von Marianne Krüll
2001: „Selbstportrait mit Eltern“ von Nicolaas Matsier
2004: „Familienleben“ Viola Roggenkamps Romandebüt
2007: „Alle sterben, auch die Löffelstöre“ Kathrin Aehnlichs Debütroman

Weiterhin gepflegt werden Titel zum Thema Dadaismus und Expressionismus, das italienische Programmsegment wird ausgebaut mit Autorinnen wie Natalia Ginzburg, Grazia Deledda, Fabrizia Ramondino, Maria Messina, Laura Mancinelli, Elsa Morante u.a.

Im Frühjahr 1995 erscheint ein literarisches Kochbuch von Sybil Gräfin Schönfeldt „Bei Thomas Mann zu Tisch. Tafelfreuden im Lübecker Buddenbrookhaus“ – Auftakt einer literarisch-kulinarischen Buchreihe, der noch einige weitere Titel folgen: „Bei Fontane zu Tisch. Wanderungen durch des Dichters Eßlandschaften“ (1997) und „Gestern aß ich bei Goethe. Bilder einer neuen Gastlichkeit“ (2002). Eine köstliche Nebenwirkung ergibt daraus, daß Gräfin Schönfeldt für die Fotografien sämtliche Speisen nachkocht, historisch getreu tischdekorativ arrangiert und die beiden Verlegerinnen anschließend in den Genuß dieser Speisen kommen.

1996 erscheint der erste Arche Musik Kalender, das musikalische Pendant zum Arche Literatur Kalender.
2005 folgt der erste Arche Küchen Kalender „Literatur & Küche“, ein Wochenkalender mit Rezepten, Tipps und Bildern, hrsg. von Sybil Gräfin Schönfeldt.

Verlagsarbeit ist neben Lektorat, Herstellung, Vertrieb, Lizenzgeschäft, Verwaltung und Pressearbeit auch wesentlich kommunikative Kontaktpflege. So wie Elisabeth Raabe die alltäglichen Verlagsroutinen und die von ihr und Regina Vitali gepflegte persönliche Unternehmenskultur beschreibt, gewinnt man den Eindruck einer angenehm zwischenmenschlich-engagierten Beziehungspflege, die Autoren, Übersetzer, Lithographen, Drucker, Fotografen, Verlagsmitarbeiter und Verlagsvertreter sowie Literaturagenten, Journalisten und Buchhändler mit einschließt. Die Grenzen zwischen beruflichem Kontakt und wertvollen, wachsenden Freundschaften sind oft fließend.

So manches Mal baut ein kleiner Verlag u.a. durch sein akribisch-einfühlsames Lektorat einen unbekannten Autor auf, kaum ist er berühmt und erfolgreich, wird er von einem größeren und zahlungskräftigeren Verlag abgeworben – auch diese Erfahrung bleibt den Arche Verlegerinnen nicht erspart.

Der Buchmarkt hat sich in den letzten drei Jahrzehnten sehr verändert – auch ich als Buchhändlerin weiß ein wehmütiges Lied davon zu singen – ; die zunehmende Konzentration der Marktmacht und des finanziellen Spielraumes bei großen Verlagsgruppen, Supermarkt-Buchhandelsketten und Online-Konzernkraken trägt nicht dazu bei, literarische Diversität, Individualität, Originalität und Textreifungsgeduld zu fördern. Es gibt sehr viele Bücher, aber nur wenig LITERATUR!

Die Arche Verlegerinnen streichen 2008 die Segel und verkaufen ihren Verlag an die Verlagsgruppe Oetinger. Sie gründen die Arche Kalender Verlag GmbH, Hamburg, und konzentrieren sich fortan nur noch auf die drei nach wie vor erfolgreichen und beliebten Wochenkalender, die 2010 noch um den feinen Arche Kinder Kalender ergänzt werden.

Mit „Eine Arche ist eine Arche ist eine Arche“ lesen wir ein interessantes und abwechslungsreiches Stück Zeitgeschichte am Beispiel der Firmengeschichte eines Verlages und der Lebensarbeitsleistung zweier Vollblut-Verlegerinnen.

Vielleicht ist dies eher eine Lektüre für buchhandelsinterne und literaturhistorische Leserkreise, doch Bücher brauchen Leser und Leser brauchen Bücher, aber ohne Verleger, gäbe es wohl kaum Bücher – manchmal sollte man sich dankbar daran erinnern … 

 

Die Autorin:

»Elisabeth Raabe, geboren in Oldenburg. Studium der Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. 1972-83 Lektorin bei Rowohlt, Cecilie Dressler und Otto Maier Ravensburg. Gemeinsam mit Regina Vitali 1983 – 2008 Inhaberin und Verlegerin der Arche Verlag AG, Zürich, 1987 – 94 des Luchterhand Literaturverlags, Darmstadt. 1994 Niederlassung des Arche Verlags in Hamburg. Seit 2008 Verlegerin des Arche Kalender Verlags. 2014 Gründung der edition momente Raabe + Vitali, Zürich-Hamburg.«

Querverweis:

Wer neugierig auf die Arche Kalender geworden ist, kann sich unter den beiden nachfolgenden Links meine illustren Besprechungen vom letzten Jahr dazu ansehen:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/10/14/arche-literatur-kalender-2016/
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/10/18/arche-kinder-kalender-2016

Die Kalender für 2017 werde ich im Oktober/November 2016 rezensieren …

 

PS:
Ich erlaube mir in diesem Zusammenhang einen kurzen buchhändlerbiographischen Rückblick auf meine Berufserfahrung mit dem Arche Verlag:
1983 begann ich meine Ausbildung zur Buchhändlerin, und 1984 kaufte ich mir mein erstes Arche-Buch „Das Kino im Kopf“ (Hrsg. von Hans Stempel und Martin Ripkens),  eine Anthologie von poetischen und prosaischen Texten zum Thema Kino und Film, verfaßt von berühmten Autoren und Dichtern vom Expressionismus bis zu Konstantin Wecker. Inhaltlich niveauvoll-nostalgisch und äußerlich wunderschön graphisch gestaltet, mit silberfarbenen Vorsatzblättern … Obwohl ich damals noch wenig Berufserfahrung hatte, war mir schon die besonders sorgfältige Gestaltung angenehm ins Auge gefallen. So schärfte ich meinen Blick für Qualität …

Arche Literatur Kalender 2016

  • Der glückliche Augenblick
  • Wochenkalender
  • Herausgegeben von Elisabeth Raabe und Regina Vitali
  • Arche KALENDER Verlag     http://arche-kalender-verlag.com/startseite.html
  • Graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • 60 Blätter, 53 Photos
  • Format: 31,5 x 24 cm
  • 22,– €
  • ISBN 978-3-0347-6019-4
    Arche Literatur Kalender 2016 Titel

A R C H E T Y P I S C H

Kalenderbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Der glückliche Augenblick“ – so lautet das Motto des Arche Literatur Kalenders für 2016. Hierin können wir wöchentlich nachlesen, welche besonderen Augenblicke des Glücks Schriftstellerinnen und Schriftsteller litera-biographisch in Briefen, Erinnerungen und Tagebüchern fixiert haben.

Illustriert werden die zitierten Augenblicke mit ausgesucht ausdrucksvollen Photographien der jeweiligen Verfasser. Diese Bilder werden ergänzt durch Hintergrund-informationen zu Leben, Werk und Augenblicksanlaß sowie um ausführliche Bildlegenden und gelegentliche Querverweise und Beziehungsbezüge zwischen den Autoren.

Die sorgfältige und attraktiv-klare graphische Komposition von Text, Bild und dezenter Farbgebung verdankt sich dem bewährten „archetypischen“ Graphiker Max Bartholl.

Die Schwerpunkte der beschriebenen Augenblicke variieren beträchtlich: Liebesglück, Begeisterungsglück, Befreiungsglück, Entdeckungsglück, Genesungsglück, Harmonieglück, Überlebensglück, Überraschungsglück, Reiseglück und Leseglück …

Meist ist es kein überschwengliches Glück, oft erscheint es scheu, bescheiden, ganz alltäglich, gefährlich, heimlich, ironisch, sättigend, versöhnlich, sehnsüchtig, ernst, melancholisch, fast verloren, zerbrechlich – dann aber wieder alles überragend, berauschend, feierlich, heiter, tänzerisch, beflügelnd, großzügig, magisch, überpersönlich-historisch und wendepunktmarkierend und so lange ausstrahlend, wie es das nachfolgende Zitat zum Ausdruck bringt:

Den ganzen Tag bummelte ich mit Sartre durch das beflaggte Paris, ich betrachtete die festtäglich herausgeputzten Frauen, die den Soldaten um den Hals fielen. Eine Fahne blitzte hoch oben auf dem Eifelturm. Was für ein Aufruhr in meinem Herzen! Es kommt selten vor, daß man mit einer lang ersehnten Freude im Augenblick der Erfüllung noch übereinstimmt; ich hatte dieses Glück … Wie immer das Nachher aussehen mochte, nichts könnte mir diese Augenblicke nehmen. Nichts hat sie mir genommen; sie strahlen aus meiner Vergangenheit mit einem Glanz, der nie verblich.“
(Simone de Beauvoir zum 25. August 1944, dem Tag der Befreiung von Paris)

Blatt für Blatt dreht sich das kultivierte Kalenderkarussell des Arche Literatur Kalenders und läßt uns in Wort und Bild teilhaben an unvergesslichen Augenblicken großen und kleinen Glücks.

Unter nachfolgendem Link können Sie ein wenig im Kalender blättern:
http://arche-kalender-verlag.com/arche-literatur-kalender-2016.html

 

Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Arche Kalender Verlag außer dem besprochenen Literaturkalender noch vier weitere beachtenswerte Kalender publiziert hat:

Arche Musik Kalender 2016
http://arche-kalender-verlag.com/arche-musik-kalender-2016.html

Arche Küchen Kalender 2016
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kuechen-kalender-2016.html

Arche Kinder Kalender 2016 (Besprechung folgt am 18.10.2015)
http://arche-kalender-verlag.com/arche-kinder-kalender-2016.html

Geburtstagskalender (immerwährend)
http://arche-kalender-verlag.com/arche-geburtstagskalender.html

Arche Literatur Kalender 2015

  • Feste & Feiern
  • Wochenkalender
  • herausgegeben von Elisabeth Raabe und Regina Vitali
  • graphische Gestaltung von Max Bartholl
  • Arche KALENDER Verlag     http://www.arche-kalender-verlag.com
  • 60 Blätter, 54 Photos
  • FORMAT 31,5 x 24 cm
  • 22,– € (D/A), 26,90 sFr
  • ISBN 978-3-047-6015-7

Literaturkalender TITELBLATT
G E R N G E S E H E N

Kalenderbegeisterung von Ulrike Sokul ©

Jedes Jahr widmet sich der Arche Literatur Kalender einem bestimmten Thema. Aus Anlaß des 30jährigen Kalenderjubiläums lauten die feierlichen Oberbegriffe für das Jahr 2015: »FESTE & FEIERN«.

Der erste Arche Literatur Kalender erschien 1984; damals befand ich mich noch im ersten Jahre meiner Ausbildung zur Buchhändlerin. Es ist immer von Vorteil, wenn man früh mit Originalen auf vertrautem Fuße steht, dann kann man nämlich an den verwässerten Nachmachermodellen, die früher oder später auf den Markt strömen, gelassen vorbeigehen und sich an bewährter Qualität erfreuen.

Woche für Woche blättert uns dieser Kalender ausgesprochen interessante und meist weniger bekannte Photographien berühmter Schriftstellerinnen und Schriftsteller auf. Begleitet von einem Zitat aus Briefen, Postkarten, Tagebüchern und Werken zeigen sich so ganz persönliche, heitere, tragische, bissige, verletzliche, lebensmüde und lebensfrohe, tief- und leichtsinnige sowie manchmal ganz unerwartete Facetten der abgebildeten Literaten. Ergänzt um kurze biographische Hinweise und Hintergrundinformationen zum Anlaß von Photographie und Notat, wird auf diesem Kalender Literaturgeschichte anschaulich lebendig.

Die Auswahl und Recherche der Photographien erfolgt durch die Verlegerin Regina Vitali und die der Texte durch die Verlegerin Elisabeth Raabe in Zusammenarbeit mit Klaus Blanc.
Die graphische Gestaltung von Max Bartholl ist auf vornehm-dezente Art attraktiv und sehr klar.

So bietet der Arche Literatur Kalender ein kultiviertes Kaleidoskop abgelichteter Literaten, kombiniert mit Zitaten von zeitloser Zutrefflichkeit.

Beispielhaft gebe ich hier einen Tagebucheintrag Erich Maria Remarques vom 23.April 1939 wieder: »Photographiererei u. Getue, weiter nichts. Alles ist dauernd in Pose – Und das mehr als ein halbes Jahrhundert vor facebook!

Für alle Literaturbegeisterten ist dieses Kalenderwerk ein anregender Fundus, um Altes neu und um Neues in Altbekanntem zu entdecken.

Einziger Wehmutstropfen für gegenwärtige Schriftsteller: die Aufnahme in den Kalender erfolgt grundsätzlich nur posthum. Klassiker müssen sich halt erst einmal als solche be- und erweisen.  😉

Litkalenderblatt FALLADA                          Litkalenderblatt REMARQUE

PS:
Hier sei auch darauf hingewiesen, daß der Arche Kalender Verlag außer dem besprochenen Literatur Kalender auch einen Musik-, Küchen-, Geburtstags– und Kinder Kalender (Besprechung folgt) herausgibt.

PPS:
Der Arche Literaturkalender 2015 wurde vom Graphischen Club Stuttgart mit dem »gregor international award« in SILBER ausgezeichnet.