Das große Fest im Häschenwald

  • Text von Ulf Stark
  • Originaltitel: »Sommar i stora skogen«
  • Übersetzung aus dem Schwedischen
  • von Birgitta Kicherer
  • Illustrationen von Eva Eriksson
  • Verlag Friedrich Oetinger Februar 2017 www.oetinger.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • 124 Seiten
  • Format: 24,5 cm x 26,5 cm
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-7891-0491-6
  • Vorlesebuch ab 5 Jahren

HERZENS(T)RÄUME

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der Wichtel Grantel, dessen lohnende Bekanntschaft wir schon im Dezember 2017 mit dem Vorgängerbuch „Wichtelweihnacht im Winterwald“ gemacht haben – siehe meine Besprechung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/12/06/wichtelweihnacht-im-winterwald/ -, nimmt den ersten Mückenstich des Jahres zum Anlaß, mit dem Sommergroßputz zu beginnen. So kümmert er sich ganz hausfraulich um den schon lange menschenentleerten Hof, er lüftet, schüttelt die Bettücher aus, sammelt alle toten Fliegen ein, schrubbt die Böden mit Tannennadelseife und erinnert sich mit leiser Wehmut an das muntere Leben, das hier einst mit Eltern, Kindern und diversen Hoftieren geherrscht hat.

Jetzt gibt es hier nur eine Hummel zur freundschaftlichen Gesellschaft und Unterhaltung, die er im letzten Winter aus einem Spinnennetz gerettet hat. Auch das schöne improvisierte Weihnachtsfest, das er mit den Kaninchen aus dem benachbarten Wald verbracht hat, ist schon eine ganze Weile her. Er fragt sich, wie es den netten Kaninchengeschwistern Nina und Kalle wohl jetzt geht. Dann schnitzt er eine Weidenflöte und knurrt aus Gewohnheit mit der Hummel herum, weil sie sein Flötenspiel für mißlungen hält. Doch die Hummel, die durchschaut, daß der Wichtel nur aus zu langer Einsamkeit so sauertöpfisch geworden ist, nimmt ihm dies nicht übel.

Im Wald tollen die Kaninchen wie eh und je herum, sie haben Lust auf ein neues Fest und befragen den weisen Uhu, ob es nicht bald wieder einen Festanlaß gebe. Der Uhu erzählt von der Mittsommernacht, der hellsten und kürzesten Nacht des Jahres, von Zauber und Liebe, Küssen und Tänzen, die dazugehörten.

Nina und Kalle lernen Anton kennen, ein Kaninchen mit schwarzem Fell. Auf Anregung von Opa Kaninchen spielen sie das Spiel Gelbnäschen miteinander. Und das geht so: Man knabbert eine Butterblume ab, hält sie seinem Gegenüber vor die Nase, fordert ihn zum Riechen auf und drückt dann die Blüte gegen die Nase, die sich daraufhin unvermeidlich ganz blütenstaubgelb färbt.

Die violette Mitsommerblume blüht auch schon, aber keiner weiß genau, wann die Mittsommernacht sei. Inzwischen strecken Nina und Anton schüchtern zarte Herzensfühler nacheinander aus, und Opa Kaninchen philosophiert anschaulich über Anziehungskräfte.

Ein heftiger Sommersturm überflutet die Kaninchenhöhle und viele andere Tiernester. Alle Tiere machen sich gemeinsam auf den Weg zum Wichtel Grantel, in der Hoffnung, daß sie bei ihm auf dem Hof Unterschlupf und Hilfe finden. Nur Anton ist verschollen …

Der Wichtel staunt und grantelt und ist sodann die Hilfsbereitschaft in Person, er bereitet Schlafstätten, heizt alle Öfen, verbindet Wunden, verteilt Medizin und kocht Nesselsuppe.

Auf Bitten der Tierkinder erzählt er sogar von den Mittsommerfesten, die er früher auf dem Hof erlebt hat, und davon, daß das Mittsommerfest ein beliebter Heiratstermin war und daß einem, wenn man sich in der Mittsommernacht sieben verschiedene Blumen unters Kopfkissen legt, im Traum derjenige  erschiene, den man heiraten würde.

Das stürmische Wetter hält sich. Nina und Kalle schleichen trotzdem heimlich nach draußen, um nach Anton zu suchen, und werden dafür bei ihrer Rückkehr vom Vater ausgeschimpft.

Grantel zieht sich am Abend, als der Regen endlich aufgehört hat, zu einer kleinen Angelpartie auf sein Boot zurück. Vom Trubel mit den vielen Tieren schwirrt ihm der Kopf, und er wirft die Angel aus, um zu meditieren:
„Aber Grantel steckte keinen Wurm auf den Haken, nicht einmal einen Haken hat er an der Angel. Wichtel essen nämlich keine Tiere. Statt Fische zu angeln, angelt Grantel Gedanken, Ruhe und Frieden.“ (Seite 68)

Nachdem er genug Ruhe und Frieden getankt hat, macht er sich wieder auf den Weg zum Hof. Unterwegs hört er ein schwaches Wimmern, und so findet er Anton, der verletzt unter einem umgestürzten Baum liegt. Der Wichtel bringt den unterkühlten Anton ins Haus und wendet an Heilkräften an, was ihm zur Verfügung steht, aber Anton wacht nicht auf.

Alle sind traurig, und Grantel sagt, daß jetzt nur noch ein Wunder helfen könne. In der Nacht hat er wunderliche Träume, da einige vorwitzige Mäusekinder ihm sieben Blüten unters Kopfkissen geschummelt haben. Eine schöne Elfe in einem durchscheinenden Nebelkleid erscheint und sagt Grantel, er solle sich Bart und Zähne putzen, mit seinen Freunden Mittsommer feiern und eine Hochzeit vorbereiten …

Nina hat die ganze Nacht Antons Pfote gehalten, auf das Wunder gehofft  und ist schließlich eingeschlafen. Am nächsten Morgen ist Anton wach, munter und gesund, und er spielt lieblich auf Grantels Weidenflöte.

Nachdem der Wichtel Anton gründlich abgehorcht hat, bestätigt er die Wunderheilung. Voller Freude und Tatendrang wird nun das Mittsommerfest vorbereitet und eine Kaninchen-hochzeit noch dazu. Ein geschmückter Mittsommerbaum wird aufgestellt, es gibt Festschmaus und Spiele, eine herzige, vom Wichtel geleitete Hochzeitszeremonie sowie Küsse, Musik, Tanz und Zauber.

Am Waldrand tanzt Grantel die ganze Mittsommernacht lang mit einer Elfe im Nebelkleid, die ihm prophezeiht, daß er nie mehr einsam sein werde. Das bezweifelt er auf seine mürrische Art zwar zunächst, aber sie sagt die Wahrheit. Anton und Nina suchen sich ganz in der Nähe des Hofes eine Wohnhöhle, und es dauert nicht lange, bis Wichtel Grantel Kaninchenenkel bekommt, die mindestens so gerne mit ihm spielen wie er mit ihnen …

Ulf Stark erzählt in einfachen Worten, deren Tiefsinn und Weisheit unaufdringlich zwischen den Zeilen leuchten. Die Dialoge sind gefühlsecht, empfindsam und augenzwinkernd, der Handlungsverlauf ist zugleich spannend und humorvoll. Eine Prise Feenstaub und Wichtellaunen runden das Erzählganze mit märchenhafter Würze ab.

Die sanftmütig-feinen Illustrationen von Eva Eriksson begleiten und ergänzen den Text mit schelmisch-heiteren Szenerien, die den warmherzigen Grundton des Textes einfühlsam aufgreifen und bestätigen und den charakterstarken Figuren anschauliche mimische und körpersprachliche Gestalt geben.

In solchen Vorlesebüchern finden Kinder eigene Liebhabengefühle und Verlustängste sowie Wert und Trost von Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft wieder. Kinder vorleseerfahren hier den Unterschied zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem und ihr kindlicher Bezug zum Zauberwunderhaften wird wohltuend genährt.

„Das große Fest im Häschenwald“ verfügt über die seltene Gabe, zugleich seelenvoll und unterhaltsam zu sein. Es dient dem Kinderherzen im Kind ebenso wie dem Kinderherzen im Erwachsenen!

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:

http://www.oetinger.de/nc/schnellsuche/titelsuche/details/titel/1204916/23580/31650/Autor/Ulf/Stark/Das_gro%DFe_Fest_im_H%E4schenwald.html

Hier entlang zum Vorgängerband:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/12/06/wichtelweihnacht-im-winterwald/

 

Der Autor:

»Ulf Stark, 1944 in Schweden geboren, ist ein erfolgreicher Schriftsteller und Drehbuchautor. Er studierte Pädagogik und Psychologie und veröffentlichte 1975 sein erstes Kinderbuch. Etliche seiner Geschichten wurden auch verfilmt. Für sein Werk wurde Ulf Stark vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem renommierten schwedischen August-(Strindberg-)Preis und dem Nils-Holgersson-Preis.«

Die Illustratorin:

»Eva Eriksson wurde 1949 in Halmstad/Schweden geboren und studierte nach dem Abitur an einer Kunstschule. Heute ist sie eine der bekanntesten und beliebtesten Kinderbuch-Illustratorinnen Schwedens und auch international erfolgreich. Sie wurde u.a. mit der Goldenen Plakette auf der Biennale der Illustrationen in Bratislava und dem Europäischen Jugendliteraturpreis „Provincia di Trento“ ausgezeichnet. Für ihr Lebenswerk erhielt Eva Eriksson den Elsa-Beskow-Preis und den Astrid Lindgren Preis des schwedischen Verlages Rabén & Sjögren.«

 

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Titus und der verwunschene Wald

  • Die Märchenabenteuer von Titus Haselschein
  • von Theodor Serapion
  • mit Illustrationen  von Mirjam Zels
  • erschienen bei der MÄRCHENAKADEMIE Bamberg www.maerchenakademie.de
  • konzipiert und herausgegeben von »Innovation durch Sprache«:
  • Dr. Martin Beyer/ Corporate Story & Creative Writing
  • gebunden, mit grünem LESEBÄNDCHEN
  • 160 Seiten
  • Format: 21,4 cm x 21,4 cm
  • 14,95 €
  • ISBN 978-3-00-052964-1
  • Altersempfehlung: 8 bis 12 Jahre
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MÄRCHEN  MITMACHEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Märchenakademie – das wäre etwas für mich gewesen! Doch ich bin kein Kind mehr, und so bleibt mir nur der kleine Trost, eine feenstaubige Buchbesprechung zu verfassen und beiläufig die Kunde von der Märchenakademie zu verbreiten.

Der Märchenlehrling Titus Haselschein darf – im Gegensatz zu mir – die Märchenakademie besuchen. Dies tut er mit Begeisterung schon seit zwei Jahren. Der Musterschüler kann viele Märchen auswendig, und in den Fächern Ausdauererzählen, Spannung & Gänsehaut, Richtiges Atmen, Märchenbuchbinderei und Märchengesang hat er lauter Einser. Nur in Märchentanz hat er eine Vier, da ist er einfach zu schwerfällig und zu tollpatschig.

Das dritte Ausbildungsjahr ist ein Praktisches Jahr, d.h. alle Märchenlehrlinge werden zur Erweiterung ihres Märchenhorizontes in die verwunschenen und wilden Wälder rund um die Märchenakademie geschickt. Jeder muß alleine losziehen und bekommt lediglich einen Schnurberryrucksack aus echtem Piratensegeltuch, gefüllt mit Proviant und Werkzeug, sowie einen Kompaß mit. Bücher sind im Praktischen Jahr nicht erlaubt, denn es ist Sinn und Zweck dieses Jahres, Märchen am eigenen Leibe zu erfahren.

Titus ist schon ein wenig mulmig zumute, denn der Wald birgt viele geheimnisvolle Wesen, die Nächte sind richtig dunkel, und er ist ganz auf sich alleine gestellt. Doch seine erste Begegnung mit Märchenwesen beginnt ziemlich lustig mit den Sieben Zwergen.

Als diese von Titus darüber informiert werden, daß er als Märchenlehrling unterwegs sei, um spannende Abenteuer zu erleben, warnen sie ihn eindringlich vor den Gefahren, die auf ihn lauern, und bieten ihm die freigewordene Stelle als Haushälter in ihrem Häuschen an, das nach Schneewittchens Heirat ganz schön verwahrlost sei. Dort wäre er auch sicher und geschützt, und nach einem Jahre stellten sie ihm gerne ein löbliches Zeugnis aus.

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Illustration Mirjam Zels © Märchenakademie 2016

Dankend lehnt Titus das wenig verlockende Angebot ab und wird kurzerhand von den Zwergen an die nächstbeste Kastanie gefesselt. Dort habe er Bedenk- und Befürchtungszeit genug, und wenn die Zwerge später aus dem Bergwerk von ihrer Arbeit zurückkämen, fragten sie ihn gerne noch einmal, ob er nicht doch ihr Haushälter sein wolle.

So hatte sich Titus seine ehrenvollen Märchenabenteuer nicht vorgestellt. Hilflos an einen Baum geschnürt, unerreichbaren Juckreizen ausgesetzt und – raschel, raschel, raschel – wer naht sich Titus da von oben aus dem Kastanienblätterdach? Rabea Wintergrün, eine Elfe, eine sehr schnippische Elfe, die sich vehement dem Klischee widersetzt, das Elfen schön, zart und hilfsbereit seien. Erst nachdem Titus ihr den Schneewittchen-Rap vorgesungen und ihn sogar mit ihr einstudiert hat, ist sie bereit, ihn zu befreien.

Von nun an bestreiten Titus und Rabea die Märchenabenteuer gemeinsam, auch wenn wir das Wort bestreiten durchaus buchstäblich verstehen dürfen. Denn die beiden können sich einfach nicht darüber einigen, ob die goldene Märchenregel, daß das Gute über das Böse triumphiere und die Gerechtigkeit siege, wahr sei oder ob alles, was geschehe, reiner Zufall sei.

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Illustration Mirjam Zels © Märchenakademie 2016

Titus und Rabea begegnen einem seltsamen Hexenhausmakler (mit dem Namen Stanislaus McKimsey), Aschenputtels Stiefschwestern, diversen Prinzen und Königen, dem Bösen Wolf (der Reime reimt und Früchte verzehrt), einem Botenfrosch, Rapunzel, Dornröschen, einem überarbeiteten Schloßgärtner, dem Gestiefelten Kater, den Bremer Stadtmusikanten und mehrfach dem explosiven Rumpelstilzchen.

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Illustration Mirjam Zels © Märchenakademie 2016

Die Märchencharaktere verhalten sich meist nicht der Erwartung gemäß. Titus und Rabea müssen ganz schön improvisieren, um Gefahren zu meistern und Probleme zu lösen. Das Rumpelstilzchen ist der einzige Charakter, der unverschlechterlich so agiert, wie es im Märchenbuche steht.

Nach einem Jahr und vielen unfreiwilligen Tanzstunden mit Rabea kehrt Titus an die Märchenakademie zurück; sein Professor lobt ihn besonders dafür, daß er die Freundschaft einer Elfe gewonnen hat …

Der geheimnisvolle Autor erzählt das Märchen im Märchen vergnüglich-humorvoll und mit metafiktiven Randbemerkungen, die „interprosaische“ Dialoge zwischen dem Erzähler und Titus sowie die direkte einbeziehende Ansprache der Leser ermöglichen. Die metafiktiven Einlassungen tragen zur Verzauberung des Leseerlebnisses bei und regen zu eigenen Reflexionen an.

Stilistisch bedient sich der Autor einer sprachlichen Kombination aus klassischem Märchenton und maßvoller Umgangssprache sowie amüsanten Wortspielen, witzig-rätselhaften Wortabkürzungen und anspielungsreichen Namensschöpfungen. Für zusätzliche Spannung und Heiterkeit bürgen die überraschenden, oft untypischen Verhaltensweisen der Märchenfiguren und die Beziehungsdynamik zwischen Rabea und Titus.

Voraussetzung für diesen märchenselbstironischen Lesegenuß ist selbstverständlich, daß Kinder mit den Originalmärchen vertraut sind! Das hoffe ich jedenfalls. Denn eine Kindheit ohne Märchen ist zwar möglich, aber eigentlich eine unmögliche Kindheit.

In „Titus und der verwunschene Wald“ wird ebenso anschaulich wie anregend vorgespielt, wie vielseitig sich der klassische Märchenschatz  weiterspinnen und in andere Darstellungsformen übersetzen läßt. Das zeitlose Element der Märchen kann sich mit modernen musischen Ausdrucksformen durchaus fruchtbar verbinden, wie man an den im Buch vorgestellten Märchen-Rap-Liedtexten ablesen kann. Zwei Refrains aus dem Rapunzellied mögen dies demonstrieren:

» Rapunzel lass dein Haar herunter!
Hier draußen wär‘ dein Leben bunter.
Rapunzeldidunzeldipunzeldidu,
niemand singt so traurig wie du.

Rapunzel lass Dein Haar herunter!
Jetzt wird dein Leben endlich bunter.
Rapunzeldidunzeldipunzeldidu,
niemand singt so fröhlich wie du. «

(Seite 103/104)

Wenn eine solche Märchenzubereitung heutigen Kindern die Beschäftigung mit Märchen schmackhaft macht und sie darüber hinaus dazu animiert, sich zum Mitgestalter märchenhafter Inszenierungen „ausbilden“ zu lassen und eine Karriere als Märchenerzähler anzustreben, dann finde ich das ganz zauberhaft. So ist „Titus und der verwunschene Wald“ zugleich ein originelles, spannendes, phantasieanstiftendes und vergnügliches Kinderbuch und ein charmant-verlockender Botschafter für die Märchenakademie.

 

Eine fast zwanzigminütige Vorleseprobe kann man hier belauschen:
http://maerchenakademie.de/buch/

 

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Illustration Mirjam Zels © Märchenakademie 2016

 

Der Autor:

»Theodor Serapion ist ehemaliger Schüler der Märchenakademie. Mehr über ihn findet sich auf seiner Webseite: www.theodor-serapion.de

Die Illustratorin:

«Mirjam Zels lebt in Hamburg und illustriert und schreibt preisgekrönte Kinderbücher, unter anderem für Carlsen und für die Märchenakademie. www.mirjamzels.de «

Die Märchenakademie:

Die Märchenakademie gibt es wirklich. Sie hat ihren Sitz in Bamberg.
»Die Märchenakademie bildet aus! Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Schulklassen können bei der Märchenakademie mitmachen und sich zu wunschpunschgenialen Märchenexperten ausbilden lassen: in Workshops, auf der Webseite und in weiteren Spiel- und Lernformen, die an der Universität des Saarlandes entwickelt werden!
Alle Informationen darüber gibt’s auf unserer Webseite www.maerchenakademie.de

 

PS:
Die Künstlerin Petra Pawlowsky hat auf ihrer Webseite „da sein im Netz“ https://pawlo.wordpress.com/ das Projekt KINDER IM AUFWIND initiiert.

In ihren eigenen Worten: »Fragt Ihr Euch auch manchmal, wie unsere Kinder all das verkraften, was an Nachrichten auf sie einstürzt?  Wie sie mit dem anspruchsvollem Leistungsdruck, der Hetze im Alltag, den Medien, den stumpfen Blicken vieler Erwachsener um sie herum zurechtkommen? Wie wir ihnen eine Basis geben können, gelassen, selbstsicher und hoffnungsvoll zu leben und in die Zukunft zu schauen? Eben im Aufwind zu bleiben…«

https://pawlo.wordpress.com/2016/08/18/kinder-im-aufwindchildren-upwind/

Sie lädt weitere Blogger dazu ein, thematisch passende Texte, Bilder, Fotos, Musik, Gemälde, digitale Kunst, Gedichte, Lieder, Zitate usw. per Linkhinweis ergänzend hinzuzufügen.

Da ich der kindheitsselbsterfahrenen Überzeugung bin, daß Märchen ein elementarer Bestandteil heilsamer Herzensbildung sind und daß der kindliche Geist von Märchen beflügelt wird, reihe ich meine Rezension von „Titus und der verwunschene Wald“ gerne bei KINDER IM AUFWIND ein.

 

 

Die kleine Elfe feiert Weihnachten

  • Bilderbuch
  • von Daniela Drescher
  • Verlag Urachhaus         http://www.urachhaus.de
  • 3. Auflage 2011
  • 24 Seiten, gebunden
  • Format: 20,8 x 23 cm
  • 12,90 €
  • ISBN 978-3-8251-17740-9
  • ab 4 Jahren
    9783825177409_Elfe und Weihnachten

EINE   SCHÖNE   BESCHERUNG

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die kleine Elfe Flirr, die manchen vielleicht aus dem Vorgängerbuch „Die kleine Elfe kann nicht schlafen“ schon vertraut ist, sucht ein Winterquartier. Sie wandert durch den eingeschneiten Wald und begegnet einigen hilfsbereiten Tieren.

Als die kleine Elfe vor dem Schneegestöber hinter einem Baum Schutz sucht, findet sie ein frierendes und hungriges Zwergenkind, das dem Weihnachtmann entgegengehen wollte und sich dabei verirrt hat. Fürsorglich teilt sie ihre bescheidenen Vorräte mit dem Zwergenkind, und sie gehen gemeinsam weiter.

Nach einer Weile  treffen sie den Weihnachtsmann, der mit seinem Esel und dem berühmten Sack mit den vielen Geschenken unterwegs ist. Die beiden dürfen auf dem Esel reiten und begleiten den Weihnachtsmann eine ganze Nacht lang. Am nächsten Morgen kommen sie beim Zuhause des Zwergenkindes an, der Weihnachtsmann überreicht jedem ein Geschenk und verabschiedet sich.

Die kleine Elfe Flirr feiert mit der Zwergenfamilie ein gemütliches Weihnachtsfest und wird von ihr eingeladen, den ganzen Winter über in ihrer behaglichen Zwergenbehausung zu bleiben.

Welches Geschenk die kleine Elfe vom Weihnachtsmann bekommen hat, verrate ich hier nicht, das dürfen Sie schon selbst herausfinden…

„Die kleine Elfe feiert Weihnachten“ ist ein warmherziges, empfindsam illustriertes  Bilderbuch, in dem es um Hilfsbereitschaft und das Glück einfacher, elementarer und geteilter Freuden geht.

Und wie immer bei der Illustratorin Daniela Drescher sind die Bilder von erstaunlicher botanischer und zoologischer Genauigkeit, gepaart mit einer feinsinnigen, seelenvollen und zauberhaften Atmosphäre.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.urachhaus.de/buecher/9783825177409/die-kleine-elfe-feiert-weihnachten

Die Autorin und Illustratorin:

»Daniela Drescher, geboren 1966 in München, ist durch ihre Illustrationen mittlerweile weltweit bekannt. Neben eigenen Geschichten hat sie mehrere Klassiker der Weltliteratur illustriert. Daniela Drescher lebt in Blaubeuren am Blautopf, ist verheiratet und Mutter von vier Kindern
http://www.danieladrescher.de