Irgendwo brennt ein Feuer im Eis

  • Eine Erzählung über Vulkane, Gebirge und die Schätze der Erde
  • Text und Fotos von Andreas Pflitsch
  • Illustrationen von Dirk Steinhöfel
  • Arena Verlag  Juni 2017    www.arena-verlag.de
  • 48 Seiten
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 26 cm x 32,8 cm x 1,2 cm
  • abgerundete Buchecken
  • ISBN 978-3-401-60248-6
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ab 9 Jahren

FEUER, WASSER, ERDE, LUFT  UND  EIS

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

» Aber so ist das im Leben. Manche Dinge brauchen Zeit, um sich zu entwickeln.
So wie die Gegend hier.
«  (Seite 8)

Dieses Zitat sollten wir in Anbetracht der erdgeschichtlichen Zeiträume und Zusammen-hänge, die uns in diesem erzählenden Abenteuersachbuch vermittelt werden, stets im Sinn behalten.

Wie schon im ersten Gemeinschaftswerk von Andreas Pflitsch und Dirk Steinhöfel, das uns das Geheimnis der Höhlen erschloß (siehe meine Rezension vom  Oktober 2014 https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/08/irgendwo-in-der-tiefe-gibt-es-ein-licht/), erwartet den geneigten Leser und Betrachter auch im neuen Buch eine interessante und lebendige Einführung in ein erdgeschichtliches Wissensgebiet. Hier wird auf spannende Weise Wissen vermittelt und mit beeindruckendem Bildmaterial Forscherdrang und Entdeckerfreude geweckt.

Die Geschwister Jonas und Sophie haben wieder eine Einladung von ihrem amerika-nischen Urgroßvater Elias bekommen. Diesmal geht es nach Alaska. Voll aufgeregter Vorfreude steigen sie in Anchorage aus dem Flugzeug und werden von ihrer Tante Janis herzlich in Empfang genommen.

Elias hat sich versteckt und läßt den Kindern nach und nach bruchstückhafte Botschaften und Hilfsmittel zukommen, damit sie die von ihm gestellte, zunächst ganz rätselhafte Suchaufgabe lösen. Bereits dem Einladungsbrief lag das Bruchstück einer alten Kupferplatte mit geheimnisvollen Gravierungen bei. Im Verlauf der Suche werden sich die Hinweise und die Metallplatte zu einem sinnvollen Ganzen runden.

In Begleitung ihrer Tante erkunden die Kinder die Gegend und bewundern die imposanten Berge. Viele davon sind, obwohl schneebedeckt, Vulkane – eine gute Gelegenheit, einen kleinen Exkurs über Plattentektonik, Gebirgsbildung, Gebirgsfaltung, und Vulkantypen (Schildvulkane, Schichtvulkane) ins Gespräch zu bringen.

Illustrationen von Dirk Steinhöfel © Fotos von Andreas Pflitsch © Arena Verlag 2017

Im Informationszentrum des Wrangell-St.-Elias-Nationalparks schauen sich die Kinder eine Landkarte mit eingezeichneten Kontinentalplatten an, und Tante Janis‘ Erläuterungen zur unterschiedlichen Konsistenz der Erdschichten und Erdmantel- schichten werden in anschauliche Graphiken übersetzt.

Das ist der Moment, in dem man ein bißchen das Gefühl für den festen Boden unter den Füßen verliert. Denn unser fester Boden ist eine vergleichsweise dünne Haut – die sogenannte kontinentale Kruste -, die auf der Lithosphäre liegt, und diese wiederum befindet sich auf dem Erdmantel, der aus plastischem Material besteht. Das, was wir – außer bei Erdbeben – als unbewegliche Landmasse erleben, schwimmt tatsächlich auf dem zähflüssigen Gestein des Erdmantels. Dazu kommen noch die Ozeanböden, welche die ozeanische Kruste bilden.

Ozeanböden sind schwerer als Kontinentalböden, und sie sinken nach und nach in die weichere Erdmantelschicht ab. So entstehen Risse und Spalten in der Ozeanplatte, aus denen Magma aufsteigt, und dies drückt die Ozeanplatten auseinander und läßt sie bis zu 12 cm jährlich wachsen.

Illustrationen von Dirk Steinhöfel © Fotos von Andreas Pflitsch © Arena Verlag 2017

Parallel zur Suche nach Elias wird das Thema Vulkanismus, die Entstehung von Erdbeben, Magmablasen, die Funktion von Stratovulkanen, die Rolle von Wasser und Wasserdampf sowie die Ausfällung von Metallen und die Entstehung von Gold-, Silber- und Kupferadern, aber auch unterschiedlicher Gesteinsarten und Fossilien erklärt. Daneben eröffnen sich uns großartige Ausblicke auf imposante Vulkanausbrüche, Lavaströme und wunderschöne Gebirgslandschaften.

Und die Kinder finden natürlich auch ihren Urgroßvater wieder, in einer alten verlassenen Minenstadt …

Die Verknüpfung einer zwischenmenschlichen Rahmenhandlung mit der Vermittlung von naturwissenschaftlichem Sachwissen hat den Reiz, daß die Informationen im familiären Gespräch erzählt, erörtert und rekapituliert werden. Das ist lebhafter und für Kinder gewiß anregender zu lesen als ein rein faktischer Sachbuchtext.

Das faszinierende Bildmaterial und die 3D-Optik bannen sowohl den kindlichen wie den erwachsenen Betrachter ganz unmittelbar. Bereits das außergewöhn- liche Großformat und die grafische Gestaltung von Dirk Steinhöfel, die dem Buch detailverspielt das Aussehen eines verwitterten Forschertagebuchs gibt, ist eine Einladung zum Leseabenteuer.

Dirk Steinhöfel hat die Fotografien mit eigenen Illustrationen ergänzt und teilweise collagiert und ein spannendes, computergraphisch montiertes Layout gestaltet, das den sachkundig-erzählenden Text von Andreas Pflitsch kongenial untermalt und veranschaulicht.

Ich hoffe, daß dieses wissens- und sehenswerte Buch von vielen jungen Lesern entdeckt wird und sie auf eine spannende und aufschlußreiche Lesereise in unterirdische Gefilde mitnimmt.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.arena-verlag.de/artikel/irgendwo-brennt-ein-feuer-im-eis-978-3-401-60248-6

Hier entlang zum ersten Abenteuersachbuch von Andreas Pflitsch und Dirk Steinhöfel:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/08/irgendwo-in-der-tiefe-gibt-es-ein-licht/

 

Der Autor:

» Prof. Dr. Andreas Pflitsch wurde 1958 geboren. Er lehrt in den Bereichen Geografie und Sicherheitsforschung und arbeitet als Spezialist für  Klimatologie an extremen Standorten (Gletscherhöhlen, Lavahöhlen, U-Bahntunnel). Neben Arbeiten in Alaska, den Rocky Mountains und dem Mittleren sowie Süd-Westen der USA baut er das Forschungszentrum zur Lava- und Eishöhlenforschung „Akeakamei“ auf Hawaii auf. «  http://www.andreas-pflitsch.de

Der Illustrator:

» Dirk Steinhöfel wurde 1964 geboren. Als freiberuflicher Autor und Illustrator im Bereich Kinder- und Jugendliteratur entwickelt er vor allem detaillierte Graphic Novels sowie Cover für Fantasyliteratur und Dystopien. « www.der-dreizehnte-engel.de

 

PS:

Schade finde ich, daß der Verlag offenbar bei der Herstellung nachlässig war.

Das Titelbild ist, verglichen mit dem spektakulären Bildmaterial des Buches und im Vergleich mit dem geheimnisvoll einladenden Titelbild des Vorgängerbandes, leider etwas lahm und zahm geraten. Hatte der Verlag dabei Angst vor der Angst? Vulkanismus ist nun einmal kein gemütliches Gebiet, sondern ein durchaus dramatisches und auch beängstigendes Thema, das liegt einfach in der Natur der Sache.

Wieso sind die Buchnieten, die man außen auf dem Titelbild sieht, auf den Innenseiten plötzlich verschwunden? Im Vorgängerband wurden die Blattlochungen und die Buchbindeschnur des Forschertagebuchs auch auf den Innenseiten weitergeführt, was die dreidimensionale optische Wirkung verstärkte.

Ausgerechnet bei der plakativen Autorenkurzinfo auf dem hinteren Buchdeckel fand für den Autor eine unerklärliche Umschulung zum Geologen statt. Tatsächlich ist Andreas Pflitsch jedoch Klimageograph und Höhlenforscher und beim ersten Buch wußte der Verlag das auch noch.

 

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Mia und das Blumenwunder

  • Bilderbuch
  • Erdacht und illustriert von Alison Jay
  • Originaltitel: »Bee & Me«
  • deutscher Text von Erwin Grosche
  • Arena Verlag   Januar 2017   http://www.arena-verlag.de
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 15,4 cm x 25,2 cm x 0,9 cm
  • 32 Seiten
  • ISBN 978-3-401-71148-5
  • 12,99 € (D), 13,40 € (A)
  • ab 3 Jahren

B I E N E N F R E U N D S C H A F T

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Wir betreten eine große Stadt: hohe Häuser, viele Straßen, Autos, nur hier und da ein Baum, nirgends finden sich eine Wiese oder gar wilde Blumen. Das Mädchen Mia blättert gerade in einem buntbebilderten Buch über Blumen, als eine kleine Biene durchs Fenster hereingeflogen kommt und eine Weile vor ihr herumfliegetanzt.

Im ersten Schreck schlägt Mia heftig um sich und greift zur Fliegenklatsche, doch dann besinnt sie sich und erkennt, daß die Biene recht harmlos und sogar hübsch ausschaut. Sie liest nun in einem Buch über Bienen nach und bereitet eine Zuckerlösung für das erschöpfte Insekt. Bienchen nimmt den Imbiß dankbar an, fliegt gestärkt wieder nach draußen, und Mia winkt ihr vom Fenster aus nach.

Wenig später, nach einem Gewitter, klopft das durchnäßte Bienchen wieder an Mias Fenster. Mia kümmert sich um Bienchen und studiert weiter eifrig ihr Bienenbuch. Den ganzen Sommer verbringt Mia mit Bienchen, sie picknicken, schaukeln, spazieren und spielen miteinander. Bienchen wächst und wächst und ist bald größer als Mia.

Eines Tages wird Bienchens Sehnsucht nach natürlichen Blumenwiesen so groß, daß Mia mit Bienchen einen Ausflug macht. Sie verlassen auf Bienchens Flügeln die Stadt und tummeln sich ausgiebig in der Natur. Bienchen zeigt, welche Blumen sie am liebsten mag, und gemeinsam sammeln sie auf einer Wildblumenwiese ganz viele Samen ein.

Illustration von Alison Jay © Arena Verlag 2017

Am Abend fliegen sie zurück und verstreuen die Samen über die ganze Stadt. Ein paar Lieblingsblumensamen behält Mia noch für ihren Blumenkasten.

Im Herbst verabschiedet sich Bienchen, und Mia nimmt ihr das Versprechen ab, im nächsten Frühjahr wiederzukommen.

Den Winter über spielt Mia mit einem Nachbarsjungen, und sie bauen sogar eine Schneebiene anstelle eines Schneemannes.

Im Frühling beginnt die einst so blumenleere Stadt üppig über und über zu erblühen, und auch Bienchen kehrt zurück und tanzt mit den Kindern durch das Blumenwunder…

Im Anschluß an die märchenhafte Geschichte folgt eine Seite mit kurzen sachdienlichen Hinweisen zu Bienen und ihren bevorzugten Nektarpflanzen sowie mit Bienenwohl-fühltipps zu bienenfreundlicher Gartengestaltung mit Insektennistmöglichkeiten.

Die pastellbunten Illustrationen erzählen die Geschichte von Mia und ihrer Bienen-freundschaft durchaus auch ohne Worte, und die englische Originalausgabe verzichtet auf einen Text. Für die deutsche Ausgabe hat Erwin Grosche knappe Bildbegleittexte einfühlsam hinzuempfunden.

Die Bilder zeigen die Haupthandlung um Mia, Bienchen und Blümchen; doch dem aufmerksamen Betrachter werden die kleinen Nebenszenerien, die sich im Hintergrund durch die Einblicke in diverse Fenster der hohen Häuser ergeben, nicht entgehen. So strickt beispielsweise eine ältere Dame einen gelbbraunen Schal, der später dekorativ die Schneemannbiene ziert.

Bienchen ist sehr sympathisch mit ablesbarer Mimik und Körpersprache gezeichnet, was Kindern die Annäherung an diese Lebensform gewiß erleichtert. Zwar hat Bienchen eine eher pummelige Hummelfigur, indes wird das plüschige Aussehen ebenfalls dazu beitragen, die Scheu vor Bienen abzulegen.

Alison Jays  Bilderbuch „Mia und das Blumenwunder“ eignet sich gut, um Kindern spielerisch zu vermitteln, daß Bienen Bedürfnisse haben, die sogar Kinder schon aktiv erfüllen können – sofern sie wenigstens Zugriff auf einen Blumenkasten oder Garten haben.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.arena-verlag.de/artikel/mia-und-das-blumenwunder-978-3-401-71148-5

 

Die Illustratorin:

Außer der marginalen Information, daß Alison Jay das vorliegende Bilderbuch ihrer Mutter – „der besten Bienenfreundin der Welt“ – widmet,  gibt es auf der Arena Verlagswebseite keine biographisch-lebensläuflichen Hinweise zu ihr. Sie hat jedoch eine eigene Webseite: http://www.childrensillustrators.com/ajay/
Dort zeigt sich übrigens auch, daß die Biene tatsächlich eine bumble bee, also eine Hummel ist.

Der „Nachdichter“:

»Erwin Grosche (geb. 1955) lebt in Paderborn. Er isst gerne Kuchen und singt Kinderlieder. Er ist Schirmherr von UNICEF Paderborn, erhielt 2014 den Europäischen Nieheimer Katzenorden und sitzt seit 2015 im Beirat der Akademie für Erzählkunst. Er ist Botschafter der Stiftung Lesen und Schirmherr von „Mentor-Die Leselernhelfer.“ Seine Bücher wurden in vielen Ländern veröffentlicht. Jeden Tag geht er mit seinem Hund Milik spazieren und wenn er nach Hause kommt, hat er oft ein neues Kindergedicht geschrieben.«

 

Querverweis:

Ergänzend und weiterführend empfiehlt sich das ausgezeichnete Sachbilderbuch „Bienen“ von Piotr Socha.
Auf 36 Bildtafeln, die dank des großzügigen Folioformats auch viele Feinheiten sichtbar machen, werden das Leben der Bienen und ihre Bestäubungsrelevanz umfassend dargestellt. Die kurzen Textabschnitte bieten konzentriertes Fachwissen, das kindgerecht aufbereitet wird und in einem heiteren Plauderton vieles Wissens- und Bemerkenswerte rund um das Thema Bienen vermittelt.
Hier entlang zur Rezension: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/10/02/bienen/

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Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht

  • Eine Erzählung über das Geheimnis der Höhlen
  • Text und Fotos von Andreas Pflitsch
  • Illustrationen von Dirk Steinhöfel
  • Arena Verlag, Juni 2014     www.arena-verlag.de
  • 48 Seiten
  • Format: 25,8 cm / 32,7 cm / 1,3 cm
  • gebunden
  • Fadenheftung, abgerundete Buchecken
  • 19,99 € (D), 20,60 € (A)
  • ISBN 978-3-401-06877-0
  • ab 9 Jahren
    Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht

SEHEN  UND  STAUNEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Dies ist ein Abenteuersachbuch, das nicht nur Kinder in seinen Bann zu ziehen vermag.

Der Höhlenforscher Prof. Dr. Andreas Pflitsch hat gemeinsam mit dem Illustrator Dirk Steinhöfel eine faszinierende Einführung in das Thema Höhlenforschung geschrieben. Hier wird auf spannende Weise Wissen vermittelt und mit beeindruckendem Bildmaterial Forscherdrang und Entdeckerfreude geweckt.

Die fundierten Kenntnisse und die wunderbaren Photos des Höhlenforschers bilden in diesem Sachbuch eine überwältigende Synthese mit dem magischen Realismus der graphischen Bildgestaltung des Illustrators.

Jonas und seine kleine Schwester Sophie fliegen von Deutschland nach Amerika, um ihren Urgroßvater, den Höhlenforscher Elias Hope, zu besuchen. Nachdem die Kinder mit großem Interesse allerlei im Hause gelagerte geologische Fundstücke und Photographien von Höhlenexpeditionen betrachtet haben, sind ihre Neugier, ihr Wissensdurst und ihre Abenteuerlust nicht mehr zu bremsen.

Elias beantwortet die vielen Fragen von Sophie und Jonas geduldig, ausführlich und anschaulich, und so breitet er Schritt für Schritt und Frage um Frage in klarer, verständlicher Sprache Grundlagenwissen über Höhlen, Höhlenarten, Höhlenentstehung und Erdgeschichte aus.

Es gibt Horizontalhöhlen, Schachthöhlen, Eishöhlen, Kalksteinhöhlen, Lavahöhlen, Brandungshöhlen und Tropfsteinhöhlen. Der Unterschied zwischen Korrosion (chemische Verwitterung) und Erosion (mechanische Verwitterung) wird einfach und einleuchtend erklärt, ebenso die Entstehung der Tropfsteine und ihre Unterscheidung nach Wuchsrichtung (Stalaktiten, Stalagmiten).

Die vielfältige Wechselwirkung zwischen Wasser, Gestein, Kohlensäure, Kohlendioxyd und Mikroorganismen bei der Auflösung und Neuentstehung von Gesteinen und der Entstehung und Gestaltung von Höhlen wird sehr plastisch beschrieben, und man bekommt eine zarte Ahnung von den „geduldigen“ erdgeschichtlichen   Z   e   i   t   r   ä   u   m   e   n , die sie in Anspruch nehmen.

Schließlich folgt nach der Theorie auch die Praxis, und Elias, Jonas und Sophie unternehmen eine richtige kleine Höhlenexkursion. Dabei erfahren sie zufällig, welch ein schönes Lichtschauspiel der Vollmond in eine Höhle zaubern kann.

Die Geschichte wird von phantastischen Photographien, imaginativen Illustrationen und einem raffinierten, computergraphisch montierten Layout untermalt. Es entsteht der Eindruck eines alten Forschertagebuches, mit dokumentierten Fundstücken, Erläuterungsnotizen und einleuchtenden Graphiken. Ein alphabetisches Register hilft dabei, die wichtigsten höhlenkundlichen Fachbegriffe nachzuschlagen und wiederzufinden.

Ergänzt werden die Sachinformationen außerdem mit vier empfehlenswerten Internetadressen zum Thema Höhlenforschung und zu Schauhöhlen, die man in Deutschland, Österreich und der Schweiz besuchen kann.

Diese erzählte Form der Wissensvermittlung, kombiniert mit einem Abenteuererlebnis, eingebettet in die familiäre Interaktion zwischen Großvater und Enkelkindern, wirkt sehr lebendig.

Die Illustrationen und Photographien bleiben – bei aller Anschaulichkeit und Detailverliebtheit – geheimnisvoll. Sie lassen viel Spielraum zum Staunen, und im Lichte dieses Staunens leuchtet das Wissen besonders schön und unvergeßlich auf.

 

Hier entlang zum gebundenen Buch auf der Verlagswebseite:
http://www.arena-verlag.de/artikel/irgendwo-der-tiefe-gibt-es-ein-licht-978-3-401-06877-0

Die Taschenbuchausgabe gibt es seit Juli 2017 ebenfalls im Arena Verlag:
56 Seiten
broschiert
Format: 17.0 cm / 21.6 cm / 0.5 cm
10,00 € (D), 10,30 € (A)
ISBN 978-3-401-51004-0

Hier entlang zum Taschenbuch auf der Verlagswebseite:
https://www.arena-verlag.de/artikel/irgendwo-der-tiefe-gibt-es-ein-licht-978-3-401-51004-0

Der Autor:

»Prof. Dr. Andreas Pflitsch wurde 1958 geboren.
Er lehrt in den Bereichen Geografie und Sicherheitsforschung und arbeitet als Spezialist für Höhlen- und U-Bahn-Klimatologie. Neben Arbeiten in Alaska, den Rocky Mountains und dem Mittleren sowie Süd-Westen der USA baut er das Froschungszentrum zur Lava- und Eishöhlenforschung „Akeakamei“ auf Hawaii auf.«  http://www.andreas-pflitsch.de

Der Illustrator:

»Dirk Steinhöfel wurde 1964 geboren.
Als freiberuflicher Illustrator und Autor im Bereich Kinder- und Jugendliteratur entwickelt er vor allem detaillierte Graphic Novels sowie Cover für Fantasyliteratur und Dystopien.«  http://www.der-dreizehnte-engel.de

 

Querverweis:

Hier entlang zum zweiten Abenteuersachbuch von Andreas Pflitsch und Dirk Steinhöfel:
Irgendwo brennt ein Feuer im Eis
Eine Erzählung über Vulkane, Gebirge und die Schätze der Erde
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/12/02/irgendwo-brennt-ein-feuer-im-eis/

Und hier gibt es ein weiteres von Dirk Steinhöfel illustriertes Buch zu bewundern:
Die kleine Meerjungfrau
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/07/23/die-kleine-meerjungfrau/

 

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Heute bin ich Tigermaus

978-3-401-09630-8.jpg Heute bin ich Tigermaus
GEMAUSERTER   MÄUSERICH

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Der kleine Mäuserich Friedrich lebt mit einigen Mitmäusen in einem gemütlichen Trödelladen. Des Nachts erkundet er das schöne Sammelsurium heimatloser Dinge.

In der Einstiegsgeschichte weckt eine rot-goldene Puderdose seine Mäuseneugier. Da er weiß, daß die Menschen sich mit Puder verschönern, beschließt er, sich ebenfalls mit diesem Puder anzuhübschen. Außerdem hofft er, damit nicht mehr so langweilig mausbraun auszusehen und  die Aufmerksamkeit der kleinen Mäusedame Milla zu erregen. Vor dem Schlafengehen bestäubt er sich ausgiebig mit dem Puder bis sein Fell vor lauter Puder glänzt und glitzert.

Als Friedrich in der nächsten Nacht aufwacht (zweite Geschichte), hat er ein Tigerfell. Offenbar enthält die Puderdose keinen gewöhnlichen Schminkpuder, sondern einen geheimnisvollen Zauberpuder. Stolz präsentiert er sich den anderen Mäusen als starke Tigermaus, aber die machen sich – mit Ausnahme von Milla – über ihn lustig. Und dann riecht er auch noch nach Katze, das ist gar nicht mäusemäßig. Also bestäubt er sich in der Hoffnung auf eine bessere Verwandlung erneut mit dem Zauberpuder.

In der dritten Geschichte erwacht Friedrich nun als Erdbeermaus, in der vierten Geschichte als Fischmaus und in der fünften Geschichte als Drachenmaus.

All diese Verwandlungen sind für Friedrich und die anderen Mäuse spannend, abenteuerlich und lustig, aber Friedrich kommt am Ende der fünften Geschichte doch zu der Einsicht, daß er lieber wieder ein gewöhnlicher Mäuserich wäre.

In der sechsten und letzten Geschichte ist es schließlich so weit: Friedrich erwacht wieder in seinem eigenen Mäusepelzchen, und er fühlt sich ganz und gar wohl in seinem eigenen Fell. Die Mäuseschar sitzt behaglich um ein „Lagerfeuerteelicht“  herum und erzählt sich Geschichten über Tigermäuse, Erdbeermäuse, Fischmäuse und Drachen- mäuse. Milla macht Friedrich ein liebes Kompliment zu seinem Mäusefell, und die beiden teilen sich ein Stückchen Käse.

„Heute bin ich Tigermaus“ von Stefanie Dahle  ist ein schönes, phantasie- volles und warmherziges Vorlesebuch mit kurzen und trotzdem handlungs- reichen Geschichten. Die ganzseitigen Illustrationen sind romantisch-verträumt, freundlich-bunt und im besten Sinne niedlich, sogar ein putziges Silberfischchen kommt auf zwei Seiten zum Vorschein. Der auf jeder Seite punktuell aufgebrachte Glitzerlack ist ein angemessener Blickfang für Kinderaugen und unterstreicht das zauberhafte Element der Geschichten.


PS:
Aktulisierungsnachtrag: Leider ist dieses Buch inzwischen vergriffen. Sie können es nur noch auf antiquarischem Wege versuchen …

 

Die Autorin und Illustratorin:

»Stefanie Dahle wurde 1981 in Schwerin geboren und hat schon als Kind viele Stunden damit verbracht, Bilderbücher anzuschauen oder Zimmerwände zu bemalen. An der HAW Hamburg hat sie dann Illustration studiert – und gestaltet heute selbst fantasievolle und wunderschöne Bilderbuchwelten, in die man sich stundenlang hineinträumen kann. Seit 2007 arbeitet sie exklusiv für den Arena Verlag.«

 

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Oma und die 99 Schmetterlinge

  • Text und Illustrationen von Anna Marshall
  • Arena Verlag  2012    http://www.arena-verlag.de
  • gebunden
  • 32 Seiten
  • Format: 21,5 x 28 cm
  • ISBN 978-3-401-09890-6
  • 12,99 €
  • Bilderbuch ab 5 Jahren

FLÜGELSTAUBBUNT

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Für die Schmetterlinge, die uns vorausgeflogen sind.“

So lautet die Widmung der Autorin und Illustratorin von „Oma und die 99 Schmetterlinge“, und bereits hier zeigen sich die Achtsamkeit, Würdigung und Weite, die dieses Bilderbuch auszeichnen. Es ist ein Buch mit sprechenden Bildern und mit viel Liebe zwischen den Zeilen.

In diesem Bilderbuch erzählt die kleine Enkelin liebevoll von ihrer Oma. Die beiden machen es sich auf dem Sofa oder mit dicken Kissen auf dem Boden gemütlich, und die Großmutter teilt ihre zerstreuten Erinnerungen mit der Enkelin. In kindlicher Selbst- verständlichkeit bewertet die Enkelin die Vergeßlichkeit und Verwirrung ihrer Oma nicht, sondern läßt sie einfach so sein.

Sie schauen sich alte Fotos und Urlaubsandenken an, und die Oma erzählt, daß sie einst als Schulmädchen heimlich Schmetterlinge gezüchtet habe. Manchmal verliert sie den Faden, aber die Enkelin folgt ihr auf den Flügeln der Phantasie einfach in die vermischten Zeiträume.

Die Illustrationen zum Text greifen die Überschneidungen dieser Zeiträume bildge- stalterisch auf;  so wird z.B. die Erinnerung der  Großmutter an die Freilassung der Schmetterlinge im einstigen Klassenzimmer mit kleinen, in die bunten Zeichnungen eingefügten Sütterlinschriftstückchen kombiniert.

Im Verlauf der Geschichte verliert sich die Großmutter immer mehr. Die Enkelin begleitet sie weiterhin mit offenem Herzen, und sie ahnt auch, daß der endgültige Abschied von ihrer Oma nicht mehr fern ist. Aber sie verfügt zugleich über die innere Gewißheit, daß sie ihre Oma immer in bester schmetterlingsbunter Erinnerung behalten wird, und so endet die Geschichte mit einer seelischen Flügelspannweite, die tröstlich stimmt.

Anna Marshalls Mischtechnik aus bunten Zeichnungen mit vereinzelten, sehr geschickt eingearbeiteten Collagenelementen und der etwas schrägen Perspektive ist außer- gewöhnlich reizvoll. Die dezent bunte Farbgebung, die ich in Anlehnung an das Schmetter- lingsmotiv gerne flügelstaubbunt nennen möchte, paßt sehr schön zur empfindsamen, zarten und schwebenden Sprache der Geschichte.

Hier ist die Harmonie von Tiefsinn und Leichtigkeit sowie von Bilder- sprache und Erzählton wunderbar gelungen.

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.arena-verlag.de/artikel/oma-und-die-99-schmetterlinge-978-3-401-09890-6

Die Autorin & Illustratorin:

»Anna Marshall wurde 1980 in Bielefeld geboren. Seit ihrem Designstudium an der FH Münster mit Schwerpunkt Illustration (2000 bis 2006) zeichnet sie für verschiedene Kinderbuchverlage und schreibt auch gerne selbst Geschichten. Zusammen mit ihrem Mann lebt und arbeitet sie in Karlsruhe. Besonderen Spaß macht es ihr, verschiedene Techniken und Materialien miteinander zu kombinieren und immer wieder Neues auszuprobieren.« www.annamarshall.de

PS:
„Oma und die 99 Schmetterlinge“ gewann 2011 den Meefisch-Preis. Alle zwei Jahre wird von der Stadt Marktheidenfeld der Meefisch-Preis für das beste unveröffentlichte Bilderbuch im deutschsprachigen Raum verliehen. Der Arena-Verlag ist seit 2009 der offizielle Kooperationspartner des Meefisch-Preises und veröffentlicht den Siegertitel. So kam es, daß dieses feine Bilderbuch den Buchmarkt überhaupt erst erreichen konnte. Gut so!

 

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Das Graveyard Buch

  • von Neil Gaiman
  • Originaltitel: »The Graveyard Book«
  • Übersetzung aus dem Englischen von Reinhard Tiffert
  • Umschlagillustration von Chris Riddell
  • Arena Verlag   2009    http://www.arena-verlag.de
  • 310 Seiten, 14,95 €
  • 978-3-401-06463-5
  • Klappenbroschur  9,99 €   Juni 2011
  • ISBN 978-3-401-50273-1
  • inzwischen sind die Buchausgaben vergriffen und
  • es gibt nur noch das elektronisch Buch zu 7,99 €
  • ISBN 978-3-401-80051-6
  • ab 10 Jahren
    978-3-401-50273-1.jpg Graveyard Buch

B   E   G   E   I   S   T   E   R   U   N   G

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Sei Staub, sei Wind, sei Traum, sei Nacht,
Sei alles, was unsichtbar macht,
Lern schleichen, schlüpfen, schweben,
Über, unter, zwischen, neben.“
(Seite 131)

Dieser magische Reim ist Teil einer Nachhilfestunde im Unsichtbarwerden, die Nobody Owens von der kecken Hexe Liza bekommt. Er hat auch noch andere Lehrer, liebevolle Adoptiveltern und Spielkameraden, die alle eines gemeinsam haben: sie sind Geister und „leben“ auf einem uralten Friedhof.

Der Handlungs- und Bewegungsradius der Toten ist auf den Friedhof beschränkt, wo sie in einer Parallelgesellschaft, für die lebenden Menschen meist unsichtbar, ganz gemütlich ihr Geisterdasein verbringen, sich gegenseitig besuchen, diskutieren, ihre Gräber und Grüfte bewohnen, tanzen gehen und sogar Staub wischen.

Mrs. Owens, eine rundliche Geisterdame –im Leben wie im Tode, seit über zweihundertfünfzig Jahren verheiratet“  (Seite 17) mit Mr. Owens – trifft bei einem nächtlichen Spaziergang auf ein Kleinkind, das von einem Mörder verfolgt wird. Kurzentschlossen und mitfühlend rettet sie das Kind und setzt in der darauffolgenden Friedhofsbewohnerversammlung durch, daß dieses Kind als Friedhofsehrengast bleiben darf. Organisatorische und moralische Unterstützung erhält sie von Silas, einem weiteren Ehrengast. Silas übernimmt die Vormundschaft für das Kind und gibt ihm den Namen Nobody Owens, kurz Bod genannt.

Bods Vormund ist ein Vampir, der zu einer geheimnisvollen Ehrengarde gehört, welche die Grenzbereiche zwischen Leben und Tod vor negativen Einflüssen schützt. Da er den Friedhof verlassen kann, kümmert er sich um die Besorgung der materiellen Lebens- notwendigkeiten (Nahrung, Kleidung, Bücher etc.) und steht dem Kind Nacht für Nacht mit Rat und Tat zur Seite. Er erklärt Bod auch, daß er nur auf dem Friedhofsterritorium vor seinen Verfolgern sicher ist. Sollte er diesen geschützten Raum verlassen, könnte seine von den Geistern vernebelte Spur wieder aufgenommen werden.

Die Mitglieder einer schwarzmagischen Bruderschaft  – „Die Schurkenschaft“  –  trachten dem Kind nach dem Leben, weil es einer alten Prophezeiung  zufolge dazu bestimmt ist, die böse Herrschaft dieser Bruderschaft zu beenden.

Wie meist in solchen Geschichten führen ausgerechnet die Vernichtungsversuche, die eine Erfüllung der Prophezeiung verhindern sollen, zu den Umständen, die den Helden darin unterstützen, genau die Fähigkeiten und Stärken auszubilden, die ihn seine Gegner besiegen lassen.

So reift Nobody Owens zu einem Jugendlichen heran, der neben Ernsthaftigkeit, Mut und Gerechtigkeitssinn auch über gewisse mehrdimensionale Qualitäten verfügt.

Er bekommt von den zahlreichen Lehrern, die der Friedhof beherbergt, umfangreiche „Geisterstunden“, die die üblichen Schulfächer um übersinnliche Fähigkeiten, wie im Dunkeln sehen, durch Wände gehen und Traumwandeln, ergänzen. Miss Lupescu, eine strenge Werwölfin, die Silas gelegentlich vertritt, unterrichtet den Jungen in magischer Selbstverteidigung und Astronomie. Hinzu kommen noch die unterschiedlichen Umgangsformen mehrerer Jahrhunderte aus dem „Kompendium für den jungen Gentleman nebst zusätzlichen Lektionen für die Verstorbenen“.

Natürlich sehnt sich Bod nach Kontakt zu lebenden Menschen, was die böse Bruder- schaft nutzt, um ihn in sein ehemaliges Elternhaus zu locken. Doch Bod ist nach jahrelanger, „geisterreicher“ Erziehung und seinen Erfahrungen mit zwielichtigen Wesen gut gewappnet und entkommt. Er lockt seine Verfolger auf den Friedhof, wo er sie geschickt unschädlich macht.

So wie Nobody Owens zu Anfang Abschied von den Lebenden nehmen muß, um zu überleben, muß er, nachdem er seine Bestimmung erfüllt hat, Abschied von den liebgewonnenen Toten nehmen, um ganz ins Leben zurückzukehren.

„Ein Lächeln umspielte seine Lippen, allerdings ein  verhaltenes Lächeln, denn die Welt ist weiter als ein kleiner Friedhof auf einem Hügel. Es gab Gefahren, aber auch Geheimnisse, es galt, neue Freunde zu finden und alte wiederzufinden, Fehler zu machen und viele Wege zu gehen, bis er dann am Ende auf den Friedhof zurückkehren… würde.

Aber zwischen jetzt und dereinst lag das Leben, und Bod ging ihm entgegen mit offenen Augen und mit weitem Herzen.“
 
(Seite 310)

Ein Kinderbuch, dessen Hauptschauplatz ein Friedhof ist, ein kinderloses Geisterehepaar (im 18. Jahrhundert verstorben), das ein lebendiges  Kind adoptiert, und ein kultivierter Vampir als Vormund: Das ist schon eine ungewöhnliche Inszenierung, aber eine, die keineswegs in eine Horrorgeschichte mündet, sondern in eine spannende und lebenskluge Entwicklungsgeschichte.

Neil Gaimans Sprachstil, der mit leiser Ironie und dezenten Andeutungen auskommt, diese zwischen den Zeilen schwebende, elegante Transparenz paßt zu Nobody Owens Abenteuern im Zwischenreich und gibt den durchaus dramatischen und gefährlichen Bewährungsproben des Jungen eine unerwartete Nonchalance.

Es hat auch einen amüsanten Reiz, wenn einige Friedhofsbürger durch das Zitieren ihrer Grabinschrift vorgestellt werden: „Hat ihr Lebtag keiner Menschenseele etwas zuleide getan, kannst du, lieber Leser, selbiges von dir behaupten?“ (Seite 103)

Lobend erwähnen möchte ich außerdem die Illustration des Buchumschlages von Chris Ridell, die mit dem subtilen Charakter der Geschichte hervorragend korrespondiert.

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
https://www.arena-verlag.de/artikel/das-graveyard-buch-978-3-401-80051-6

Der Autor:

»Neil Gaiman, 1960 in Portland (England) geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie „Der Sandmann“ bekannt. Im „Dictionary of Literary Biography“ wird er als einer der wichtigsten lebenden Autoren der Postmoderne aufgeführt – in England und den USA ist Neil Gaiman längst ein Superstar. Seine Romane und Comics sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden, u.a. mit dem World Fantasy Award und der Newbery Medal. Er lebt seit einigen Jahren mit seiner Familie in den USA.«
http://www.neilgaiman.com

 

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