Tierisch guter Balkon

  • Kleine Fläche, großer Nutzen – so wird der Balkon zum Tierparadies
  • von Bärbel Oftring
  • KOSMOS Verlag, 2022 www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenheftung
  • Format: 240 x170 mm
  • 160 Farbfotos
  • 128 Seiten
  • 18,00 €
  • ISBN 978-3-440-17411-1

Tierisch guter Balkon
NATÜRLICHE  BALKONBELEBUNG

Rezension von Ulrike Sokul ©

Bereits Bärbel Oftrings Buch „Worauf fliegst du – Tierparadiese pflanzen und pflegen“ (siehe meine Rezension:  Worauf fliegst du – Tierparadiese pflanzen und pflegen ) widmete sich dem Thema, wie sich der Garten so gestalten und bepflanzen läßt, daß Tiere dort gerne einziehen und auskömmlich leben können. Ein Balkon kann ebenfalls naturgemäß eingerichtet werden, doch die Lebensbedingungen und das Kleinklima unterscheiden sich selbstverständlich von denen im Garten.

Doch zunächst stellt die Autorin verschiedene Tiere vor, die sich als Balkongäste ein-finden können: Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und ihre Raupen, Käfer, Schweb- und Florfliegen, Blumenwanzen, Wespen, Spinnen und Blattläuse. Hinsichtlich der Blatt-läuse bieten die Larven von Florfliegen und Marienkäfern natürliche Regulation. Und damit man die nützlichen Helferlein auch richtig erkennt, gibt es aussagekräftige Fotos. In Kurzportraits wird zudem jeweils eine überschaubare Anzahl von Wildbienen und Schmetterlingen in Wort und Bild vorgestellt.

Weitere tierische Besucher sind Vögel (hauptsächlich Amsel, Blaumeise, Kohlmeise, Rotkelchen, Haussperling, Kleiber, Grünfink), und ganz besondere Balkongäste sind Eichhörnchen und Mauereidechsen.

Auf einer Doppelseite des Buches werden Spuren gezeigt, welche die tierischen Gäste hinterlassen. So lernt man u.a. winzige Eier am Stiel kennen (Florfliegeneier), kleine tropfenförmige Gebilde zeugen von verpuppten Hain-Schwebfliegen, und kreisrunde oder ovale Löcher in Blättern stammen von Blattschneiderbienen, die mit diesen Blattstücken ihre Brutzellen auskleiden.

Auf einem Balkon können Pflanzen nur in Kübeln wachsen, und deshalb eignen sich nicht alle Pflanzen gleichermaßen für solche erdmengenmäßig eingeschränkten Gegebenheiten. Gleichwohl gibt es eine Fülle botanischer Möglichkeiten, die auch sehr gut im Topf funktionieren, wenn man einige Spielregeln beachtet. Außerdem soll die pflanzliche Topfverträglichkeit sinnvoll kombiniert werden mit Pflanzen, die für die Bedürfnisse von Tieren geeignet sind. Denn:

 »Für Tiere hingegen sind Pflanzen mehr oder weniger alles, was sie im Leben haben, denn Pflanzen sind ihre Lebensgrundlage als Lebensraum, Versteck und Unterschlupf, Nahrungsquelle, Brut- und Nistplatz sowie Jagdrevier zugleich.« (Seite 38)

Das bedeutet, daß überzüchtete, sterile und die meisten exotischen Pflanzen nicht zur naturgerechten Bepflanzung gehören. Abgesehen von der nicht unbeträchtlichen Gift- und Kunstdüngerladung, welche die konventionell gezüchteten Pflanzen enthalten, sind – man kann es nicht oft genug wiederholen – gefüllte Blütenzüchtungen nur schöner Schein. Denn solche Blüten bieten weder Nektar noch Pollen und disqualifizieren sich somit als Nahrungsquelle für Insekten.

Die Autorin stellt sowohl tabellarisch wie in bebilderten, kurzen Einzelportraits geeignete Bienenblumen vor. Dazu gehören viele pflegeleichte heimische Wildblumen, die sich leicht versamen, so daß beiläufig schon für pflanzlichen Nachwuchs gesorgt ist, und diverse Küchenkräuter, von denen praktischerweise auch der Mensch gerne nascht.

Die Pflanzenempfehlungen sind nach den unterschiedlichen Lichtgegebenheiten (sonnig, schattig, halb-schattig) von Süd-, Nord-, Ost- oder Westbalkonlage geordnet. Die unterschiedlichen  Pflanzenbedürfnisse hinsichtlich mager-trockenem oder nährstoff- reich-feuchtem Substrat werden gut erklärt. Attraktive Fotos von diversen Pflanzkombi- nationen und Balkonszenerien runden die Textinformationen anschaulich ab.

Weitere Kapitel erweitern das Pflanzenspektrum um Kletter- und Rankpflanzen, Wild- und Obststräucher sowie einige Wildrosenarten.

Neben pflanzlichen Nahrungsquellen sind Wasserstellen zum Trinken und zum Baden wichtig. Für Vögel eignen sich flache, nicht zu glatte Wasserschalen (hellfarbige Keramik erwärmt sich im Sonnenlicht nicht so schnell wie dunkle). Auch eine Sandbadestelle läßt sich mit einem etwas tieferen Kübel voll feinen Sands einrichten.

Für Bienen und Wespen füllt man eine flache Schale mit Steinen und gibt dann Wasser hinzu. So können die Insekten trinken, ohne in eine tiefe Wasserfläche zu fallen und dort unterzugehen. Ergänzend kann man auch Moospolster hinzufügen. Auch für Mini- teiche und Sumpfkübel findet sich in diesem Ratgeber eine balkongerechte Anleitung. 

Anschauliche Schritt-für-Schritt-Bauanleitungen für Wildbienennisthilfen aus Bambus, Hartholz und Himbeerstengeln erweitern das Spektrum der balkongastgeberischen Gestaltungsmöglichkeiten. Hinzu kommen Anregungen für diverse Vogelfutter- und Nistmaterialspender und eine Bauanleitung für einen Nistkasten aus Holz.

Zum guten Schluß bietet die Autorin noch einen kleinen Exkurs in die Installation eines Wurmkomposters für den Balkon.  

Bärbel Oftring bietet dem geneigten Leser gut strukturiertes, biologisches Grundlagen-wissen und einfach umzusetzende praktische Anleitungen für eine tierfreundliche Naturbalkoneinrichtung. Dieser animierende Ratgeber eignet sich hervorragend für Anfänger, doch auch bereits kundige Naturbalkongastgeber können hier gewiß noch die eine oder andere ergänzende Anregung finden.

Während der Lektüre wächst man – bei entsprechender natürlicher Aufgeschlossenheit –  immer mehr in die pflanzlich-tierische Perspektive hinein und betrachtet die Welt nicht mehr ausschließlich aus menschlicher Sicht.

Hier entlang zum Buch und zur Leseprobe auf der Verlagswebseite:
https://www.kosmos.de/buecher/ratgeber-naturfuehrer/garten/gartengestaltung/14746/tierisch-guter-balkon

Die Autorin:

»Bärbel Oftring ist Diplom-Biologin mit den Schwerpunkten Botanik, Zoologie und Paläontologie. Ihre Liebe zur Natur setzt sie heute als Autorin, Redakteurin und Heraus-geberin von zahlreichen Sachbüchern für Kinder und Erwachsene sowie in erlebnisreichen Naturforscheraktionen in die Tat um. Ihre Bücher vermitteln auf anschauliche und interessante Weise, was es alles über Tiere und Pflanzen in der Natur und im Garten zu entdecken gibt. Viele wurden bereits ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Die engagierte Naturforscherin lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund bei Böblingen.«

Querverweis:

Ergänzend empfiehlt sich zudem noch Bärbel Oftrings Sachbuch „Worauf fliegst du/Tierparadiese pflanzen und pflegen“: Worauf fliegst du – Tierparadiese pflanzen und pflegen
und der Ratgeber  „Grüner geht’s nicht – Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon“ von Melanie Öhlenbach Grüner gehts nicht – Nachhaltig gärtnern auf dem Balkon
sowie „Wilde Kübel – unkompliziert, naturnah und insektenfreundlich“ von Simone Kern: Wilde Kübel – unkompliziert, naturnah und insektenfreundlich

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27 Kommentare zu “Tierisch guter Balkon

  1. Wunderbar! Und wer Almuth kennt, weiß dass es möglich ist!
    Mein Balkongarten zeigt es ebenso. Die Vögel sind wie Haustiere, nur frei und die Insekten tummeln sich tatsächlich sehr schnell, wenn man die geeigneten Pflanzen nimmt. Daran kann man nur Freude haben, wenn man die Rückschläge durch Nichtgedeihen weglässt. Es ist wunderschön, dass die Kohl- und Blaumeisen hier 1,5m von meinem Esstisch entfernt mit mir speisen. Dass sie schon warten, wenn ich nach Hause komme und ihnen Futter gebe. So viel Spannung und Vorfreude wie sie sonst beim Gärtnern auch zu finden sind, kann man auf wenigen (hier 6) qm haben. Möge das Buch viele Nachahmer locken und die Balkone entsprechend wirken dürfen.

    Naturbalkonfrohe Grüße,
    Syntaxia

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    • Vielen Dank, liebe Syntaxia, für Deinen enthusiastischen und anschaulichen Balkonlebensbericht. 🙂
      Ich habe viel von Almuths glänzendem Vorbild gelernt, und auch mein Balkon wird reichlich von Insekten und Vögeln besucht.
      Bezüglich der Pflanzen, die sich für Balkonkübel eignen und die zudem auch einigermaßen pflegeleicht sind, lerne ich zudem von Jahr zu Jahr durch unermüdliches Ausprobieren dazu.
      Naturverbundene Grüße von mir zu Dir

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  2. Ich bin völlig gerührt von all diesen schönen Details. Habe leider keinen Balkon, aber merke mir das Buch vor für Geschenke – so ein Buch benötigt ja im Grunde jeder, der eigentlich gar nicht viel von der heimischen Flora und Fauna weiß (wie leider ich selbst). Das Trinken für die Bienen fand ich sehr nett, mit den Steinen.

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    • Verbindlichen Dank, lieber Alexander, für Deine aufgeschlossene Rückmeldung, Deine Achtsamkeit für Details und für Deine Vormerkung des von mir empfohlnenen Buches als sinnvolles Geschenk. Je mehr Menschen, den ihnen zur Verfügung stehenden Raum natürlich bepflanzen und gestalten, umso mehr „Tankstellen“ gibt es folglich für Insekten und Vögel.

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  3. Wieder so ein wundervoll wissenswertes Buch über die Natur, die uns so dicht umgibt. Rotschwänzchen, einen ganzen zwitschernden Schwarm habe ich heute morgen am Vogelbad entdeckt. Sie machten so viel Lärm, das sie nicht zu überhören waren. 🙂
    Liebe Grüße von Bruni an Dich, liebe Ulrike

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    • Tja, da der Mensch aber nun einmal da ist, könnte er sich auf eine kooperative und konstruktive Weise einmischen und nicht zwangsläufig auf eine natur- und letztlich selbstzerstörerische Art.
      Wer lebt, verbraucht Leben – das ist unvermeidlich.
      Gleichwohl kann der Mensch durchaus mit statt gegen die Natur wirken, wie es beispielsweise biologische und permakulturelle Methoden zeigen – siehe meine Buchbesprechung „Die Humusrevolution“ Die Humusrevolution
      Ich pflege seit vielen Jahren meinen Garten (64m²), meinen Balkon (6m²) und – ehrenamtlich – anderthalb Baumscheiben (18m²) ökologisch. Besonders auffällig ist die Artenvielfaltbereicherung bei den Baumscheiben. Wuchs dort zuvor spärliches Gras, sind es nun mehr als 30 Wildblumenarten. Das ist für die Insekten einladend, und für die Bäume ist es ebenfalls vorteilhaft, weil die wesentlich tieferen Wurzel der Wildblumen u.a. die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens erhöhen. Hätte ich mich da rausgehalten, wären die Baumscheiben immer noch eine Grasöde mit Hundeklofunktion, doch jetzt sind sie kleine Lebensraumoasen.

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      • ich kenne mich nicht gut aus mit der botanik. aber muss man das? man muss meiner meinung nach nicht die gesamte natur kultivieren. es gibt in deutschland kaum noch urwald. muss der mensch alles wissenschaftlich untersuchen und sich in die natürlichen abläufe einmischen?
        inzwischen sind wir so weit, dass wir uns genötigt sehen, das eigene fehlverhalten irgendwie wieder auszubessern…
        ich meine, dass wir mehr vertrauen in die natur an sich haben sollten. die natur gabe es schon vor dem größenwahn der menschlichen intelligenz, die natur, wie ich sie verstehe braucht unsere intelligenz nicht. 8 milliarden menschen sind inzwischen freilich eine große belastung für die biosphäre des planeten erde. und die negativen menschlichen eigenschaften obsiegen leider zu oft über die guten.
        ich kritisiere nicht den kleinen öko-fuzzi, der seinen garten kultiviert, sein eigenes gemüse etc. anpflanzt. ich kritisiere das systemische missverhältnis zwischen mensch und natur. ich sehe den menschen tatsächlich als eine krankheit, eine art metastasierenden krebs in der biosphäre.

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      • Hab‘ Dank für Deine Antwort. Ich stimme Dir gerne dahingehend zu, daß der Mensch nicht die gesamte Natur kultivieren sollte, und mehr wirklich ungestörte – also menschenleere – Urwälder und sonstige Wildniszonen sind gewiß sehr naturlebensdienlich und wünschenswert.
        Doch im städtischen Siedlungsraum ist bereits alles mehr oder weniger kultiviert, und in solchen Bereichen lohnt es sich schon, sozusagen Wildnis nachzuahmen und wieder zureanimieren und das Wissen um ökologische Zusammenhänge und Wirkkaskaden in praktisches Tun umzusetzen. Dafür sind dann Bücher, wie das obig von mir empfohlene, ein sinnvoller Leitfaden.
        Da ich sehr naturverbunden groß geworden bin, liegt mir die Natur schon lange am Herzen, und ich habe mich schon als Kind für Pflanzen und Tiere begeistert und mich über Mitweltverschmutzungen und Zerstörungen aller Art aufgeregt.
        Der Größenwahn der menschlichen Intelligenz wird dann gefährlich, wenn es der Intelligenz an Einfühlungsvermögen in die Natur mangelt. Bei mir persönlich ist es so, daß ich mir zwar viel Wissen angelesen habe, aber irgendwie kommuniziere ich auch auf einer inneren Ebene mit meinem Garten und seinen natürlichen Bewohnern und mache vieles intuitiv. Mein „Lohn“ sind unzählige interessante und lehrreiche Beobachtungen sowie erfüllende Nähemomente mit freien Pflanzen und wildenTieren.
        Selbstverständlich frage auch ich mich, ob es genügt, ob es nicht zuwenige Menschen sind, die so veranlagt sind, daß ihnen Naturerlebnisse mehr geben als konventionelle Statussymbole.
        Ich brauche bloß 500 m meine Straße hinterzugehen, dann finde ich u.a. einen sterilen „ordentlichen“, kahlen Foliensteinvorgarten, der das glatte Gegenteil von Leben darstellt.

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      • ich hatte meinen zugang zur natur in meiner kindheit. wir spielten oft auf wilden wiesen und im stadtwald. auf die bäume kraxelte ich oder suchte sie auf, wenn ich trost brauchte. ich ging in den wald, wenn ich traurig war…
        in den vorgärten und in den parkanlagen durften wir nicht spielen. „rasen betreten verboten“ las ich oft. und natürlich waren die leute wenig begeistert, wenn wir kinder in ihren schön angelegten gärten herumtobten.
        mit der zeit wurden immer mehr natürliche spielflächen durch straßen, neue wohngebiete beschnitten. ich sehe die natur, seit ich denken kann, auf dem rückzug – und ich meine die freie natur.
        auch die freiheit des menschen befindet sich parallel dazu auf dem rückzug… so jedenfalls mein empfinden. wir schaffen uns unser eigenes gefängnis, indem wir alles in regeln, gesetze und grenzen pressen.
        meine mutter verbrachte in den letzten jahren ihres lebens viel zeit im garten. sie redete so ähnlich wie du darüber… sie pflanzte dies und das und beobachtete in stiller inbrunst/ehrfucht dieses wunder.
        ich habe keinen garten. und wenn ich einen hätte, würde ich ihn kaum kultivieren. aber wilde gärten verstoßen ja schon wieder gegen regeln… es ist unglaublich. ich mag diese welt nicht, in der sogar die natur in regeln gepresst wird. es schnürt mir die kehle zu.
        ich denke, ich bin ein naturliebhaber, wenn auch etwas anders als du.

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  4. Das klingt nach einem tollen Buch. Über Eichhörnchenbesuch würde ich mich im wahrsten Sinne des Wortes tierisch freuen, aber ich glaube, da fehlt der entsprechende Baum 😉 Dafür kommen ja Vögel und viele Insekten. Eine Wasserschale für Insekten wie für Vögel habe ich hier stehen. Auch eine Schale mit Moos. Das fanden die Feldwespen anfangs sehr angenehm. Irgendwann haben sie dann zu anderen Gefäßen gewechselt. Vielleicht wollten sie gleich die Mückenlarven mitsammeln 😉 Das Buch scheint eine Menge toller Tips zu geben. Schade, daß ich kaum noch Platz habe, um noch mehr davon umzusetzen. Ein Sandkübel oder ein Miniteich wären toll. Naja, man kann nicht alles haben. Vielen Dank für die schöne Buchvorstellung und danke für den Link! Liebe Grüße zur Nacht zurück! Mit nem büschen Sternenstaub obendrauf 🙂

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    • Verbindlichen Dank, liebe Almuth, für Deine zugeneigte Resonanz und den gutenächtlichen Sternenstaub. 😀
      Ja, Eichhörnchenbesuch wäre der Hit, aber auch bei mir steht kein Baum nahe genug, um ein Überspringen auf den Balkon zu ermöglichen. Bei meiner Mutter kommt gelegentlich ein Eichhörnchen auf den Balkon und knabbert vom Vogelfutter.
      Angesichts Deines vorbildlichen bienenfreundlichen Natur-Balkons wäre die Lektüre dieses Buch für Dich mehr eine Bestätigung Deiner alltäglichen Praxis als ein Impuls, den Balkonraum zum Lebensraum umzugestalten.
      Naturverbundene Grüße von mir zu Dir :mrgreen:

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      • Da gibt es bestimmt immer noch Anregungen, aber ich bedaure dann auch, daß ich nicht noch mehr umsetzen kann (bis auf ein paar Kleinigkeiten). Vielleicht verändere ich noch mal die Bepflanzung für die Zukunft, aber mehr darf es nicht werden 😉 Deine Mutter freut sich bestimmt über den kleinen Mitesser 🙂 Das muß zu niedlich sein!

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      • Ich finde, Dein Balkon ist ein Naturparadies, und noch mehr Naturannäherung ist auf dem begrenzten Raum wohl kaum möglich.
        Das Eichhörnchen kommt über das Dach auf den Balkon meiner Mutter und verschwindet auch immer über das Dach. Denn in der unmittelbaren Nähe des Balkons ist kein Baum, den das Eichhörnchen als Übersprungsbaum nutzen könnte. Auf das Dach gelangt das Eichhörnchen wohl über die nahen Bäume, die zwei Häuser (es sind Reihenhäuser) weiter wachsen. Der kleine Mitesser kommt nur ab und an zu Besuch, ist aber jedesmal oberputzig. 🙂

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      • Das ist ja wirklich schön! So ab und an Eichhörnchenbesuch würde mich auch sehr freuen 😉 Ich weiß gar nicht, ob die manchmal nicht sogar die Fassaden hinaufklettern können? Ich freue mich aber auch über ihren Besuch im Garten. Ich hoffe, daß der Kirschbaum hinterm Haus die Dürre überlebt. Jedes Jahr sieht er kahler aus. Da turnt ein Eichhörnchen gerne durch und für viele Vögel ist es Start- und Landeplatz und Futterbaum natürlich auch 🙂

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  5. Einmal mehr ein spannendes Kosmos-Buch. 🙂 Es ist durchaus erstaunlich, in welchem Umfang ein Balkon Lebens-Raum im umfassenden Sinne bieten kann. Bei meinem aktuellen Zuhause hat das Fleuchende die besseren Chancen als das Kreuchende. Einige der Gäste leben dieses Jahr allerdings gefährlich. Denn unterm Dach – direkt über meinem Balkon – hausen Hornissen. Und für die sind blütenbesuchende Insekten ein gefundenes Fressen. Aber auch das gehört freilich zu einem Lebens-Raum.

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    • Ja, der Kosmos der Kosmos-Bücher erscheint mir beinahe unendlich. 😉
      Verbindlichen Dank für Deine ebenso naturbalkonerfahrenen wie wortspielerischen Bemerkungen. Auch ich staune über die Lebensfülle, die sich bei mir auf dem Naturbalkon einfindet, und dazu gehört auch, daß nicht alle Mitlebewesen vegetarisch speisen. Ich muß sogar gestehen, daß ich im Frühjahr absichtlich einige Marienkäferlarven auf die Blattläuse an meiner Schokominze angesetzt habe.

      Gefällt 3 Personen

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