Respekt geht anders

  • Betrachtungen über unser zerstrittenes Land
  • von Gabriele Krone-Schmalz
  • C.H. Beck Verlag, Oktober 2020  www.chbeck.de
  • Klappenbroschur
  • 176 Seiten
  • ISBN 978-3-406-75486-9
  • 14,95 € (D), 15,40 € (A)


DIALOG  STATT  DIFFAMIERUNG!

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Eine gelungene Diskussion erweitert den Horizont, läßt wechselseitig tiefer blicken und vermittelt, daß unterschiedliche Perspektiven eine ergänzende Bereicherung sind und daß Differenzen nicht absolut unüberbrückbar sein müssen und somit Kompromisse möglich sind. Eine echte und respektvolle Streitkultur könnte zudem für unterschied- liche Lebenswirklichkeiten und anders geartete  Anliegen, Bedürfnisse und Interessen sensibilisieren.

Leider ist das Miteinanderreden häufig zu einem unduldsamen Gegeneinanderreden verkommen. Pauschalisierende Ausgrenzung, Rechthaberei, Besserwisserhaltung, moralisierende Selbstherrlichkeit und unselbständige, aber bequeme Mitläufer- meinungen sind sowohl massenmedial als auch privat weitverbreitet.

Gabriele Krone-Schmalz geht differenziert und gelassen auf einige aktuelle Themen ein, die sich seit einiger Zeit auf absolute Entweder-oder-Positionen reduzieren. Streiflich- ternd betrachtet sie u.a. diktatorische Gender-Sternchen-Auswüchse, die deutsche Schuld, die Flüchtlingskrise, Antisemitismus, Populismus, Klimawandel, alte und neue Ost-West-Konfrontation, den inszenierten und aufgebauschten Generationenkonflikt, die mehr als fragwürdige Neigung der Massenmedien zu skandalisierender und polari- sierender Zuspitzung und volkserzieherischer Berichterstattung, ideologischer Konfor- mität und moralischer Manipulation einschließlich eines neuerlichen journalistischen Selbstverständnisses als haltungsstarker «Meinungskämpfer» für die einzig gültige Wahrheit.

Sie kritisiert die gängigen Methoden, Andersdenkende – egal welcher Couleur –  mit pauschalisierenden Schimpf- oder Schlagworten abzuwerten, ohne sachlich-inhaltlich  hinzuhören und sich zumindest gedankenspielerisch auf eine fremde oder abgelehnte Perspektive einzulassen. Hätten wir wirklich noch einen weiten, erkenntnisoffenen Debattenraum, statt eines engstirnigen Debattentunnels, wäre der Austausch von Argumenten und Erfahrungswerten eigentlich selbstverständlich. Zu häufig ersetzen inzwischen Vorteile, grobe Vereinfachungen und scheinbare moralische Überlegenheit  (die richtige „Haltung“) eine mündige und selbsterfahrene sowie selbsterarbeitete Urteilsbildung.

Eine dialogbreite demokratische Debattenkultur ist unbequem, sie verlangt vielmehr eigenes Nachdenken und Nachforschen, den Willen und den Mut, für den eigenen Stand-punkt Argumente und Informationen parat zu haben und die Fähigkeit, andere Welt- bilder und Meinungen schlicht und einfach auszuhalten und nicht aus der Diskussion auszuschließen. 

„Wenn «andere Gedanken» wahlweise als Majestätsbeleidigung oder psychische Defor-mation desjenigen, der sie äußert, empfunden werden, wenn Abwehrschlachten nur mit ausgrenzenden Etiketten wie Nazi, Rassist, Sexist, Volksverräter, Klimaleugner etc. stattfinden, dann führt das sowohl dazu, dass Menschen nicht mehr miteinander reden, als auch dazu, dass man sich sehr genau überlegt, was man in wessen Anwesenheit sagt. Beides hat in unserem politischen und gesellschaftlichen System nichts zu suchen.“ (Seite 125)

Meinungsvielfalt und -Freiheit lassen sich am besten verteidigen, wenn bei der Entschei-dung zwischen verbalem Florett oder Säbel eher das Florett gewählt und der Gegner nicht entwürdigt wird.

Die Leitmedien, die auch „Aufmerksamkeitshändler“ sind und um Einschaltquoten, Auf-lagenstärke und Klicks ringen, um sich durch Werbeeinnahmen querzufinanzieren, haben durch entsprechend aufmerksamkeitsheischende, konfliktbetonte, konfronta- tive Berichterstattungen ebenfalls Teil an gesellschaftlicher Spaltung sowie politischer und thematischer Polarisierung und Ausgrenzung.

„Ich würde mir manchmal etwas mehr Realismus wünschen und etwas weniger Pathos.“ (Seite 67)

„Respekt geht anders“ bietet eine ausgewogene kritische Analyse der deutschen Medienlandschaft und empfehlenswerte Anregungen für eine konstruktive Gesprächs- und Streitkultur. Besonders hervorheben möchte ich das Kapitel „Die Würde des Andersdenkenden“, dessen Lektüre ich nur jedem ans Herz bzw. an die Vernunft legen kann.

Mir sei als Anmerkung gestattet, daß die Autorin im Hinblick auf das Thema Armutsrisiko die Grenze zur Verharmlosung aus meiner Sicht überschritten hat.

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.chbeck.de/krone-schmalz-hysterikerland/product/30917921

Die Autorin:

»Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Seit 2011 ist sie Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn. Bei C.H. Beck sind von ihr erschienen „Russland verstehen“ (2017)
https://www.chbeck.de/krone-schmalz-russland-verstehen/product/14291912
und „Eiszeit“ (2018) https://www.chbeck.de/krone-schmalz-eiszeit/product/20530822 «

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55 Kommentare zu “Respekt geht anders

    • Im Kapitel „Die Würde des Andersdenkenden“ geht es ja genau darum, daß wir kein einseitiges Einheitsdenken brauchen, sondern eine größere geistige Flügelspannweite und Toleranz angesichts anderer Perspektiven und Einschätzungen.
      Nur so kann zum Nachdenken angeregt und ein konstruktives Gesprächklima kultiviert werden.

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  1. Hört sich interessant an, danke für den Tipp. Der Journalismus befindet sich ja schon lange in einer Krise, d.h. echte Journalisten gibt es kaum mehr welche. WIE schlimm es um die 4. Gewalt steht, haben uns die letzten 14 Monate gezeigt. Die Entwicklung und Spaltung in unserer Gesellschaft sind beängstigend und ich frage mich, wie diese Wunden je wieder heilen sollen. Selbst innerhalb der Familie und unter Freunden sind die Menschen tief zerrüttet. Dass sich viele schon seit Jahren nicht mehr trauen, die eigene Meinung zu sagen, spricht ja für sich. Ich bleibe zuversichtlich und glaube, dass nach der schmerzhaften Aufarbeitung, die uns nun bevorsteht, etwas Neues und Besseres entstehen wird. Ich wünsche dir einen guten Start in den Juni.

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    • Verbindlichen Dank, liebe Annette, für Deine medienmündige Resonanz. Ja, der leitmediale Journalimus erfüllt nur noch selten seine Aufgabe als 4. Gewalt, nämlich die Herrschaft – egal ob staatlicher oder wirtschaftlicher Art – zu hinterfragen oder gar durch komplexe Recherchen und die Darstellung perspektivischer Vielfalt herauszufordern.
      In den letzten 14 Monaten ist die unkritische Einseitigkeit und expertokratische Absolutheit der angeblichen „Qualitätsmedien“ nun ganz besonders deutlich geworden.
      Die beachtliche Qualität und Vielseitigkeit diverser alternativer Medien bilden ein spannendes Kontrastprogramm dazu – allerdings werden diese Medien immer wieder diffamiert und ganz offensichtlich auch zensiert und gelöscht.
      Die Spaltung in unserer Gesellschaft ist erschreckend und schmerzlich und die Reduktion des öffentlichen und privaten Meinungsspektrums auf unterkomplexe Gut-Böse-Zuordnungen hat inzwischen totalitäre Züge.
      Es erscheint mir sehr wünschenswert, daß eine AUFKLÄRENDE Aufarbeitung dieser pandemischen Panikpropaganda, des Angstgehorsams und des maskenmissionarischen Mitläufertums geschieht.
      Meine Zuversicht diesbezüglich schwankt, gleichwohl gebe ich ebenso wie Du die Hoffnung nicht auf, daß noch etwas Neues und Besseres entstehen könnte.
      Auf einen guten Junibeginn für uns alle!

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      • Diese Aufarbeitung wird kommen, d.h. an vielen Orten ist sie ja schon in vollem Schwung. Deutschland ist eben etwas später dran. Lass uns den Mut nicht verlieren. Finde ich auch ganz wichtig, dass man sich mit Gleichgesinnten vernetzt.

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  2. Frau Krone-Schmalz gehört einer Generation von Journalisten an, die vom Aussterben bedroht ist. Leider kenne ich sie nur aus einigen wenigen Interviews und TV-Sendungen, aber sie hat mich mit ihrer Sichtweise beeindruckt. Deutschland braucht wieder mehr von ihrem Kaliber. Zur Zeit gibt es aber lediglich den Claas Relotius Typus im Angebot.

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    • Hab‘ Dank für Deine Wertschätzung von Frau Krone-Schmalz.
      Ich teile Deine Auffassung: Wir brauchen mehr Journalisten, die über eine solche Horizontweite verfügen. Gewiß gibt es solche Journalisten, aber wahrscheinlich machen sie inzwischen keine Karriere mehr, da sie nicht gefällig genug sind.

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  3. Wenn ich einem Journalisten oder Korrespondenten (da sind jetzt natürlich alle Innen und Diverse einbeschlossen) eine tiefschichtige Meinung zutraue, dann der Frau Krone-Schmalz, die ich schon als Auslandskorrespondentin in Russland sehr geschätzt habe.
    Manchmal scheint es mir, dass genau diese Art der journalistischen Arbeit sich verabschiedet hat, vor allem wenn ich mir die Narrative in den alltäglichen Medienvorstellungen anschau.

    Ich selbst musste mich mal einige Monate aus dem politischen Internet-Geschehen ausklinken, da ich eben die Thematik, die Frau Krone-Schmalz angesprochen hat, nicht mehr ertragen konnte.
    Habe in der letzten Zeit so viele Freunde verloren, die einfach nicht in einen Austausch und Diskussion gehen wollten. Freunde, die sofort bei gewissen Worten unter die Decke gingen und ihre Schubladen öffneten, um mich dort hineinzustecken.

    Das hat mich sehr betroffen gemacht und ich merkte, daß ich sie nur weiterziehen lassen kann, es ist traurig und es fällt mir nicht leicht.
    Glücklicherweise ist es innerhalb der Familie noch moderat, auch wenn da die Meinungen ziemlich unterschiedlich vorhanden sind.

    Ich hoffe, wir kommen alle gut durch diese verwirrte Zeit hindurch, und ich denke das Buch von der Frau Krone Schmalz ist ein gutes Buch zum Verschenken, denn sie hat mit die Medienlandschaft und Diskussionssendungen geprägt durch ihren weiten Horizont.

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    • Liebe Marietta,
      vielen Dank für Deine wertschätzende Rückmeldung und Deine persönliche Reflektion des allgemeinen Gesprächsklimas.
      Es hat sich unter der pandemisch extrem einseitigen Panikpropaganda der Leitmedien eine noch deutlichere Verschlechterung eines vielschichtigen und breiten Kommunikationshorizontes entwickelt.
      Der Grad geistiger Immunstärke gegenüber medialer Manipulation ist sehr unterschiedlich!
      Offenbar gibt es viele angstinfizierte Menschen, die sich gerne vorsagen lassen, was richtig und falsch ist und weder Lust, Neugier noch Zeit für eigene Infragestellungen und Recherchen aufbringen wollen oder können.
      Wer beispielsweise mehr ganzheits- und komplementärmedizinisch orientiert ist, betrachtet das ein und einzige Heilsversprechen einer Impfung selbstverständlich gänzlich anders und wesentlich kritischer als jemand, der rein schulmedizinisch orientiert ist. Sehr gefährlich finde ich, daß Wissenschaft ideologisch ausgerichtet wird und nicht mehr erkenntnisoffen und in fächerübergreifender Weise nach Lösungen sucht.
      Traurig ist, daß Gespräche abbrechen, und manche Freundschaften diese Differenzen nicht aushalten. Wenn alle nur noch die eigene Wahrheit bestätigt haben wollen – noch dazu mit einem ausgeprägten Hang von untertänigem Meinungsmitläufertum -, dann werden Diskussionen überflüssig. Und das ist Gift für die Meinungsvielfalt und ausgesprochen undemokratisch.

      Die Lektüre von „Respekt geht anders“ ist jedenfalls förderlich für eine entdramatisierte, gelassene und ebenso selbstkritische wie einfühlsame Debattenkultur, wie sie einer Demokratie würdig ist.

      PS: Übrigens brauchst Du auf meiner Webseite keinen Unterwerfungsknicks vor dem stolpersprachlichen gender*star*allürigen Etikettenschwindel (m, w, d) machen. 😉

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      • Den Knicks machte ich, wenngleich in abgewandelter Form 😉 weil ich es leid bin, von Blogbetreibern zu Korrekturen genötigt zu werden, was schon einige Male der Fall war.
        Ich hab gehofft, daß es bei Dir nicht der Fall sein wird.
        Schön, daß es bei Dir anders ist und hab Dank für deinen Kommentar.

        Einen lieben Gruß in die Runde hier von
        Mariettalucia

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      • Lieber Andreas,
        hinsichtlich der Einschätzung unserer angeblichen „Qualitätsmedien“ haben wir offensichtlich sehr unterschiedliche Ansichten. Du hast keine Leseerfahrung hinsichtlich alternativer Medien, und ich nehme nur noch Stichproben von den Leitmedien und schenke schon seit vielen Jahren wesentlich mehr alternativen Medien meine Aufmerksamkeit, weil sie häufig näher an meiner Perspektive auf diverse Themen sind und diese Themen vielseitiger und unabhängig von einflußreichen Lobbyverbänden erörtern.

        Bei vielen Vertretern der Leitmedien gilt Frau Krone-Schmalz als „Pro-Rußland freundlich“ und man unterstellt ein besonderes Abhängigkeits- verhältnis. Das ist typisch Mainstream, denn viele maßgebliche Journalisten der Leitmedien stehen in enger personeller und ideologischer Verbindung zu diversen transatlantischen Nato-Lobbyorganisationen, die sich für mehr Rüstung, mehr militärische Präsenz und die Verteidigung westlicher Werte usw. engagieren und u.a. mit der Befürwortung großer Nato-Manöverübungen an der Grenze zu Rußland aggressives Säbelrasseln veranstalten.

        Frau Krone-Schmalz bemüht sich um Verständnis für die russische Perspektive. Was ist daran falsch? Das stört nur die geostrategischen Interessen der USA. Ist Deutschland ein souveräner Staat oder ein unterwürfiger Vasall Amerikas?

        Was meinst Du, wessen Reichweite und propagandistischer Finanzierungsspielraum größer ist, um die öffentliche Meinung in eine gewünschte politische Richtung zu lenken?
        Frau Krone-Schmalz mit ihren Sachbüchern, zu deren Lektüre ja niemand gezwungen wird, oder weitverbreitete, überregionale Tages- und Wochenzeitungen wie Bild, FAZ, Spiegel, Zeit usw. sowie die alltägliche Tagesschau ??

        Ich weise gerne noch einmal auf die hervorragende Sendung der „ANSTALT“ vom 29.4.2014 hin
        https://www.heise.de/tp/features/Journalisten-als-politische-Lobbyisten-3366686.html , wo sehr anschaulich die Verbindungen zwischen Journalisten und Nato-Lobbyorganisationen dargestellt werden.

        Die Art und Weise in der die Leitmedien über den Corona-Komplex berichtet haben, ist einseitig und bevormundend („diese Maßnahmen dürfen nicht hinterfragt werden“). Von einer solchen Manipulation durch geschürte Todesängste halte ich Abstand, indem ich nur geringe Dosen davon aufnehme. Diese medialen Stichproben, die absolut unsachliche Diffamierung von Maßnahmekritikern, die immer dreisteren Zensur- maßnahmen im Internet oder beispielsweise die Wortwahl bei der Impfwerbung bestätigen permanent mein instinktives Mißtrauen gegenüber dieser seltsamen staatlichen Bevormundungs-Fürsorge für meine Gesundheit durch pharmazeutische Interventionen (bzw. millionenfache Menschenversuche), während gleichzeitig seit Jahren das Gesundheitssystem kaputt gespart und an privatfinanzinvestorische Interessenten ausverkauft wird.

        Ich erlese und erlebe Missionierung, Indoktrination bis hin zu propagandistischer Gleichschaltung häufig und auch schon lange vor Corona bei den Leitmedien. Nicht ich äußere mich einseitig, sondern die Leitmedien berichten weitgehend einseitig, was beim Thema Pandemie nur besonders deutlich erkennbar ist. Die behauptete therapeutische Alternativlosigkeit der Maßnahmen ist weder evidenzbasiert-wissenschaftlich noch nachhaltig heilsam.
        Immunstarke Grüße! 🙂

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      • Werter Andreas, ich sehe nichts Problematisches darin, wenn Frau Krone Schmalz Russland freundlich berichtet.
        Es ist höchste Zeit, daß es aufhört, daß alles was mit Russland zu tun hat, gleich zum Negativen hin drapiert wird.

        Ich mag Russland, ich mag seine Menschen, mag seine Landschaften, seine alte Kultur und vieles andere mehr und ich habe russische Freunde, und nun ?
        Gehöre ich jetzt zur alten stalinistischen Garde ?
        Nein, natürlich nicht.
        Die hat nämlich so rein gar nix mit der russischen Seele zu tun, so wie ich sie kennengelernt habe. Wir sind als Eingeborene/Deutsche 😉 ( oh je, nun hab ich es ausgesprochen, dieses böse Wort der Stammeszugehörigkeit… ja, ja, so weit sind wir schon gekommen in diesem Land, daß man seine eigene Zugehörigkeit nicht mehr aussprechen darf oder man vielmehr Scheu hat, es auszusprechen wegen der verbalen Angriffe seiner Gegenüber ) mehr mit dieser russischen Seele verbunden als man glaubt.

        Ich denke mir, genau diese russische Seele hat auch Frau Krone Schmalz kennenlernen dürfen.

        Was soll daran schlimm sein ?

        Eine angenehme Nachtruhe mit einem schönen russischen Lied.
        Bei dem Lied habe ich re-spectiert, daß tief in mir eine russische Seele zuhause ist.
        Es war wie nach Hause kommen.

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  4. „Erkenntnisoffener Debattenraum, statt eines engstirnigen Debattentunnels“, das wär‘ doch was!
    Vielen Dank, liebe Ulrike, für deine wieder mal wohlgemute, sprachkreative Art und Weise, in der du uns hier Einblick in ein offensichtlich hochinteressantes Buch ermöglichst. Der Wahl zwischen Florett und Säbel würde ich gerne noch die bloße Hand als Alternative hinzufügen, die auf den Kampfaspekt in Diskussionen völlig zu verzichten bereit ist und dem Gegenüber zur Begrüßung „gegeben“ wird, wie man so schön sagt. Der Modus lässt entgegen einem verbreiteten Vorurteil größte Deutlichkeit der eigenen Position zu, ich finde immer: er ermöglicht erst, sie in Ruhe zu vertreten. Na ja, das ist so ein Thema. Einigen wir uns auf das Florett im Sportmodus, das wäre schon viel. 🙂

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    • Verbindlichen Dank, lieber Michael, für Dein ausdrückliches Wohlgefallen an Stil und Inhalt meiner Buchbesprechung.
      Die Wahl zwischen Florett und Säbel noch um die freundliche Handreichung zu ergänzen, kann ich nur befürworten. Allerdings funktioniert dieses handgreifliche Annäherungsangebot unter sichtbarem Verzicht auf Waffen besser im echten Leben als im virtuellen Raum.
      Ich denke, ein sprachlich virtuos und elegant geführtes Florett hat durchaus seinen Reiz im Wortgefecht – sofern der „Gegner“ satisfaktionsfähig ist. 😉

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  5. So reif die Zeit für die einen war für solch ein Buch, so sehr fürchte ich Aufweichungen der guten Idee durch pharisäerische Adabei-Haltungen anderer, welche zum Teil vielleicht von den InhaberInnen als solche gar nicht bemerkt werden können, da ihnen die von Herrn Random Randomsen erwähnte Meinungs-Bildung hundertprozentig fehlt – so sehr gefangen sind sie in ihren absolut richtigen, einzig heilverkündenden Wahrheiten und obendrein meinen, daß ihre Haltung sich mit dem Inhalt der Aussagen des Buches deckt – für die Intoleranz der Gegenseite kann manfrau doch wirklich nichts.
    Wie klein die Welt doch ist bzw die Welt von Bloggern, die doch einen gewissen soziologischen Querschnitt durch die Gesellschaft repräsentieren: in diesem kurzen Kommentarstrang habe ich gleich deren 2 im heuchlerischen Offenbarungsmodus entdeckt, mit denen ich, auf unterschiedliche Weise, negative Erfahrungen mit deren Diskussionsfähigkeit machte bzw mit dem, was sie unter Diskussionskultur verstehen:
    – „Stella, oh, Stella“ animierte mich zu einer Kurzgeschichte, in deren Verlauf bzw am Ende ich wüsten Beschimpfungen ausgesetzt war. Nebenbei: Inhalt des Disputes waren unwiderlegbare falsche bzw überdenkenswerte Darstellungen im Buch ihres Mannes, zu deren Richtigstellung ich freundlicherweise beitragen wollte.
    – „Myriade“ besternderlt zwar den ersten Kommentar des Herrn Random Randomsen -der mit der Wahl seines Pseudonyms wohl Leser seiner Texte verleiten will zu glauben, er hätte jene besondere beliebige eigene Meinung, wie der medieninfizierte Mann von der Straße, bemerkenswertes Understatement ;)- doch ist ihre demokratiepolitische Haltung mehr als fragwürdig, ganz im Sinne von „Respekt geht anders“… So wirft sie all jene in den „Küssel-Topf“, dem Neonazi-Aushängeschild Österreichs, welche sich erlauben, an aktuellen Demonstrationen teilzunehmen, an denen sich auch Neonazis beteiligen – denen man ihr Recht eben nicht einfach verweigern kann, auch wenn sie es überziehen. Und beendet schließlich die ihrerseits nichtgeführte Diskussion um die Frage, woher sie selbst ihre ‚journalistischen‘ Informationen beziehe, indem sie ihren Blog für Kommentare von mir sperrt.
    Der Verlauf beider Dispute ist auf meiner Webseite nachzulesen, wen es interessiert (mein Webauftritt ist klein, übersichtlich und blinkfrei – Links auf Anfrage bzw siehe ‚Textspielereien‘ und ‚Das doppelte Lottchen oder wie ein… in Leseproben II‘).

    Das Problem in der aktuellen Diskussionskultur das ich sehe ist, daß keine Fragen mehr gestellt werden dürfen – die systemgepolten Diskutanten lassen keine andere Meinung mehr zu – und die drückt sich eben bereits durch unbequemes Hinterfragen ‚bewiesener‘ Fakten aus.
    Vor Kurzem noch hatte ich vor, auf meinem Blog eine Seite mit Links einzurichten, welche sich mit ebenjenen Fragestellungen befassen; für Menschen, welche abseits der Informationsstrategien des finanziell orientierten Establishments auf weitere Fragen stoßen könnten – doch wozu ? Menschen, die Fragen haben, finden auch ohne mein Zutun keine letztgültigen Antworten.

    Dem Buch der Frau Krone-Schmalz wünsche ich eine möglichst gute Streuung. Leider wird sich die Übernahme ihrer Anregungen auf einen kleinen Teil der theoretisch ansprechbaren Mindestmenge beschränken, fürchte ich. Die große Mehrheit der Leser wird brav mit dem Kopf nicken und ihr neues theoretisches, angelesenes Wissen gleichzeitig vergessen. Dennoch halte ich das Buch für wichtig, obwohl ich es nicht lesen werde … ;-).
    Danke für die exzellente Rezension !

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    • Hab‘ Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und Deinen Bericht über Deine persönlichen Erfahrungen mit abwertender und verweigerter Kommunikations- vertiefung in der Bloggernachbarschaft.
      Vielleicht zeigt sich in den von Dir genannten Fällen – ohne nun auf die den Rahmen der Kommentarebene sprengenden Einzelheiten einzugehen –
      der altbekannte psychologische Unterschied zwischen THEORIE und PRAXIS sowie zwischen SELBSTWAHRNEHMUNG und FREMDWAHRNEHMUNG.
      Wobei ich anmerken möchte, daß die konstruktive Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven selbstverständlich die Absolutheit persönlicher Wahrnehmungen und Wissensgewißheiten abmildern kann.
      Oft liegt es an zu sehr in Stein gemeißelten Anschauungen und Vorurteilen oder an Bequemlichkeit, sich vertiefend mit konträren Meinungen zu befassen.
      Jeder hat die Wahl, sich des eigenen Verstandes zu bedienen oder sich eher der „herrschenden Meinung“ anzuschließen.

      Bleibt zu hoffen, daß dieses Buch zu einer offeneren Gesprächskultur beiträgt. Selbstverständlich erreicht ein solcher Toleranz-Appell nur Menschen, die zumindest an der Schwelle zu einem Bedürfnis nach einer solchen Diskussionskultur stehen.

      Danke für Deine Verleihung des Prädikats „exzellent“ für meine Rezension! 😉

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      • Mich verwundert am Meisten das Manko an Neugier auf unterschiedliche Sichtweisen von anderen, ebenfalls Machtlosen wie Seiner selbst und das hohe Maß an Willfährigkeit, am Verlust eigener, von unseren Vorfahren über Jahrhunderte schwer errungener Rechte seit der Erfindung des Feudalismus, dermaßen aktiv mitzuarbeiten…
        Die bedingungslose Liebe zum Selbstmord ist wohl einer der entscheidenden Fehler der Gattung Mensch bzw in seiner Evolution, die ihn im Verein mit Habgier und Neid wahrscheinlich im Kreis gehen lassen und eine nachhaltige Weiterentwicklung ausschließen werden, solange seine DNA fortpflanzungsfähig bleiben wird.

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    • Wenn ich mich richtig erinnere, hast du mich beschimpft, du hast mich Lügner genannt, weil ich bemerkte, dass der Fehler im Buch meines Mannes durch eine falsche Übersetzung meinerseits aus dem Dänischen entstanden war, was nicht gelogen war. Du kannst übrigens selber nachprüfen, dass der dänische Text korrekt war. Ich kann dir die ISBN geben.
      Du wurdest auf anderen Seiten beschimpft, nicht auf meiner Seite, und zwar, weil du andere ältere Damen ziemlich schlimm beleidigt hast mit äusserst persönlichen Bemerkungen (siehe Genos Blog). Vielleicht solltest du, was die so genannte „Wahrheit“ angeht, auch mal auf dich selbst schauen. Meine Bemerkung zu dir, dass du nicht hilfreich sein wolltest, sondern dich hervortun wolltest, geht aus der Formulierung deines damaligen Kommentars hervor, der deine herablassende Haltung deutlich widerspiegelt. Meine Bemerkung stellt auch keinesfalls eine wüste Beschimpfung dar.
      Liebe Ulrike, du kannst sicherlich sehen, dass Herr Olpi Olpinator auch zu der Kategorie Unterschied zwischen Theorie und Praxis gehört.

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      • Bitte nicht hier.
        Deine Erinnerung täuscht dich; eine Stellungnahme hättest du bereits vor einem Jahr auf der erwähnten, der betreffenden Blogseite abgeben können.
        Nichtsdestoweniger darf ich dir versichern, daß deine/eure Geschichte jene mit dem größten Kopfschütteleffekt ist, seit ich sie in meinem Kurzgeschichten-Buch veröffentlichte – minutiös von den jpegs der inkriminierten Seiten abgetippt.
        Sagt das Leser-Feedback.
        EOD

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      • Das entlarvt in meinen Augen nur dich selber, denn in der Hauptsache ziehst du dich an dem Übersetzungsfehler hoch, wessentwegen du mich der „Kindergartenlüge“ bezichtigt hast, wozu ich im Übrigen Stellung genommen habe. Der Rest ist ja Geschmackssache.
        Ausserdem lasse ich mir von dir nicht vorschreiben, wann ich wo kommentieren darf Dies ist Ulrikes Blog, nicht deiner, und du hast damit angefangen über andere herzuziehen,
        Ich habe dich blockiert bei mir, weil du beleidigend wurdest, was ja eigentlich deinen eigenen hohen Idealen von Austausch widersprechen sollte.

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  6. Allgemein scheint es so zu sein, dass man alles so lange diskutieren muss, bis man auf sich auf eine Aussage einigen kann oder den anderen von seiner eigenen Meinung überzeugt hat. Es wäre schön, wenn sich das mal ändern würde.
    Ich hatte mal so eine Freundin, die nicht locker liess, bis ich dann mal sagte, dass wir doch nicht in alles und jedem einer Meinung sein müssten und wir doch trotzdem gute Freunde sein könnten. Da hat sie mich ganz verblüfft angeschaut. Die Idee war ihr anscheinend völlig neu.

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    • Vielen Dank für Deine lebensechte Rückmeldung.
      Neben Einigkeit, Kompromissen und Überzeugung sollten unterschiedliche Meinungen auch nebeneinander existieren dürfen. Es muß am Ende einer Diskussion nicht die EINE einzige Wahrheit übrig bleiben.
      Ich sehe das so wie Du und kann andere Meinungen gelten lassen. In nahen Freundschaften brauche ich zwar eine gewisse Ähnlichkeitsschnittmenge, aber keineswegs absolute Harmonie.
      Nachtaktive Grüße von mir zur Dir 🙂

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    • Das ist auch mein Standpunkt. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Es gibt ja auch keine absolute Wahrheit. Auch mit meinen Kindern diskutiere ich zum Teil sehr kontrovers und manchmal lerne ich dabei auch etwas hinzu oder bemerke, dass ich einen bestimmten Aspekt noch nicht beachtet habe. Umgekehrt hoffe ich das natürlich auch.
      Unserer Nähe hat das nie geschadet.
      Allerdings wehre ich jede Form der Missionierung ab, da mache ich u. U. einen Schnitt.

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  7. Auch wenn das Buch hauptsächlich deutschlandspezifisch zu sein scheint, treffen die Erkenntnisse und Empfehlungen der Autorin sicherlich auch auf andere Länder zu. Viele der angeschnittenen Punkte sind auch in den USA ein Problem, und der Dialog zwischen den doch sehr verhärteten Fronten läßt sehr zu wünschen übrig.
    Der Zeitgeist liegt leider an vielen Orten im Argen.
    Ich wünsche Dir eine gute Woche, liebe Ulrike.
    Tanja

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  8. Eine gelungene Diskussion, die den Horizont erweitert, wäre in der Tat eine prima Alternative zum „Jahrmarkt der Tunnelblicke.“ Ein Schlüsselwort dazu wäre meines Erachtens der Ausdruck Meinungs-Bildung. Irgendwie scheint es mir, als würden viele die eigene Meinung als eine Art Instantsuppe betrachten, die man sich in zwei Minuten zusammenrühren kann. In der Praxis ist es dann so, dass jemand eine „Seinung“ oder „Ihrung“ kopiert und sie (recht eigentlich plagiatorisch) als „eigene Meinung“ betrachtet. Die echte MEINung wäre halt ein gutes Stück Arbeit, weil man eine große Palette an Argumentationen kennen lernen und abwägen muss. Da müsste eine gepflegte Diskussionskultur doch sehr gelegen kommen…

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    • Verbindlichen Dank, für Deinen feinsinnigen wortvirtuosen Kommentar.
      Deinen Vergleich mit der zusammengerührten Meinungs-Instantsuppe finde ich sehr gelungen – zumal solche Suppen stets mit dominanten Geschmacksver-stärkern über ihre fehlende geistige Nährwertsubstanz hinwegtäuschen.
      Ich sehe es wie Du: Sich eine echte MEINung zu bilden, erfordert gedankliche Auseinandersetzung, Neugier, Wissenwollen und Abwägung nach sachlichen Details und persönlichen Wertekoordinaten. Eine gepflegte Diskussionskultur käme wünschenswerten Perspektiverweiterungen und komplexeren Problemlösungen ausgesprochen entgegen … 🙂

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      • Diese besondere Instantsuppeningredienzenproblematik hast du messerscharf (Solingen, logisch) erkannt. 😀 Der Konsument wird darüberhinweggetäuscht, dass er sich eigentlich zum Müllschlucker degradiert.
        Ja, das würde sich eben gegenseitig unterstützen. Die gepflegte Diskussionskultur fördert die echte Meinungs-Bildung – und eine solche wiederum wertet jede Diskussion auf. 🙂

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      • Messerscharf 😉 weitergesponnen, benötigt der Instantmeinungssuppenschlucker einfach mehr Aufklärungswillen im Sinne Kants, um geistige Immunstärke zu entwickeln und sich freizudenken von der Leitung durch Leit(d)medien.
        Kurz: Nur ein herrschaftsfreier und meinungsvielfältiger Diskurs kann Herrschaften in Frage stellen, zur Rechenschaft ziehen und bestenfalls zu tragfähigen lebensnahen Kompromissen führen.

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    • Solidarität und Achtsamkeit nehme ich persönlich im privaten Umfeld deutlich wahr.
      Indes erschweren die neoliberale Wirtschaftsordnung und die damit verbundene extreme Spreizung der Einkommensverhältnisse sowie der Ausverkauf der öffentlichen Daseinsvorsorge und Medizin zugunsten kommerzieller, privatfinanzinvestorischer Interessensgruppen die gesellschaftliche Reichweite und den finanziellen Spielraum solidarischen Verhaltens.
      Wir leben in einer Klassengesellschaft ohne Klassenbewußtsein!

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  9. Liebe Ulrike,
    die angesprochenen Themen in dem Buch hören sich sehr interessant an. Und es wundert mich, daß Fr. Krone-Schmalz, sich in dieser Zeit ermutigt fühlt, so ein Buch zu schreiben. Ich weiß nicht, wie sie vorher politisch und gesellschaftlich aufgestellt war. Vielleicht stellt sie sich jetzt bewußt auf die Seite, die hinterfragend und kritisch diese angesprochenen Veränderungen in der Gesellschaft betrachtet. Ich muß zugeben, daß ich sehr gespannt bin auf die Verkaufszahlen des Buches und wie die Systempresse damit umgeht. Einen frischen Guten-Abend-Gruß, Elli

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    • Liebe Elli,
      ich danke Dir für Deinen Lesebesuch.
      Gabriele Krone-Schmalz hat dieses Buch geschrieben, weil sie über das schon seit geraumer Zeit ausgeprägte Gut-Böse-Schema und das verengte Debattenklima in Deutschland besorgt ist.
      Da sie auch kritisch die Rolle der Medien in diesem unkonstruktiven Gesprächsklima betrachtet, hat die Systempresse dieses Buch bisher eher ignoriert.
      Zu den Verkausfzahlen kann ich nichts sagen. Das Buch ist im Oktober 2020 erschienen und hat inzwischen die dritte Auflage erreicht.
      Mit einem sonnenuntergänglichen Gruß von mir zu Dir

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      • Ich vermute übrigens, dass sie das Buch aus einem völlig anderen Grund geschrieben hat.
        Die Stimmung in Deutschland hat sich ihr und ihren Aussagen gegenüber geändert. Und das zeigt auch der Umgang mit renommierten Journalisten. Zum Buch selbst kann ich nichts sagen. Die kenne ihre Russland Dokus aus meiner Jugend und erinnere mich an viele politische Diskussionsrunden mit ihr.
        Liebe Grüße an Dich, B.

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      • Lieben Dank, liebe B., für Dein Lesecho.
        Die Stimmung in Deutschland wird durch die massenmediale Dämonisierung Putins antirussisch „ausgerüstet“, weshalb Frau Krone-Schmalz differenzierter Rußlandbetrachtung sogar gelegentlich das Etikett „Verschwörungstheorie“ aufgeklebt wird. So funktionieren transatlantisch gepolte Medien, die Stimmung machen gegen eine ausgewogene Betrachtung und BeACHTUNG russischer Interessen.
        Mit ihrer Kritik am „Haltungsjournalismus“ greift sie die gegenwärtigen ideologischen Veränderungen des journalistischen Selbstverständnisses auf und stellt sie differenziert und fundiert in Frage. So gesehen läßt sich dieses Buch auch als eine dezente Selbstverteidigung zwischen den Zeilen lesen.
        Liebe Grüße auch von mir zu Dir 🙂

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  10. Danke auch für diesen Lesehinweis, liebe Ulrike. Russland verstehen – ist freilich, finde ich, noch dringlicher, als die innere Zerstrittenheit zu heilen. Vielleicht aber ist es auch wieder nur ein Unterthema der Intoleranz, die so schlimm grassiert. (Ich sah heute Herrn Fischer und Frau Baerbock auf einem Foto, dabei die Zeile: wo es Putin richtig weh tut – und es schüttelte mich).

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    • Hab‘ Dank für Dein Leseecho, liebe Gerda.
      Verständnis für Russland ist wegen des gefährlich-rüstigen westlichen Säbelrasselns gewiß dringlich, zumal die alten und neuen kalten Krieger und Kriegerinnen nach wie vor das Feinbild „Putin“ pflegen und sich mit NATO-Manöver-Provokationen nicht zurückhalten.
      In diesem Buch geht es jedoch hauptsächlich um deutschlandinterne gesellschaftliche Spaltungen.

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  11. Da bin ich gespannt, wie eine Frau mit Verstand, den ich Gabriele Krone-Schmalz jetzt einfach mal unterstelle, diese schwierigen Themen beurteilt und ob ich mich bei ihrer Argumentation ggfs. bedienen kann….
    Eigentlich wollte ich aber sagen, dass ich, obwohl ich mir sehr schlecht sowohl Namen als auch Gesichter merken kann, diese Frau seit meiner frühesten Kindheit kenne, denn die Frisur gab es sonst bei niemandem. 😉

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    • Vielen Dank für Deine interessierte Rückmeldung. Die Problembetrachtungen von Gabriele Krone-Schmalz sind so beachtenswert, weil sie nicht besserwisserisch und rechthaberisch sind, sondern ausgewogen und unaufgeregt.
      Selbst wenn man nicht mit all ihren Argumentationen und Schlußfolgerungen harmoniert, ist dieses Buch eine gute Anregung, mehr Gedankenspielräume und entsprechende Erkenntnisfreiräume wertzuschätzen.
      Ich stimme Dir gerne zu, daß das Gesicht und die eigenwillige frisurliche Einrahmung von Frau Krone-Schmalz einen hohen Wiedererkennungseffekt besitzen.

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