Die Spuren Deines Lebens

  • Der Wegbegleiter zu Deiner Biografie
  • von Stephan Gabriel 
  • mit farbigen Illustrationen von Jens-Oliver Robbers
  • Buch mit vielen hundert freien Seiten für biografische Einträge
  • jbriels Verlag GbR, 1. Auflage Oktober 2019
  • in grünes Leinen gebunden
  • abgerundete Ecken
  • Fadenheftung
  • Format: 24,60 cm x  18,00 cm
  • Gewicht: 1,5 kg
  • 564 Seiten
  • aus gestrichenem 115g FSC®-Papier
  • zwei LESEBÄNDCHEN
  • 29,95 € (D), 30,95 (A)
  • ISBN 978-3-948481-02-5

 

DAS  WORT  ERGREIFEN

Buchbesprechung  von Ulrike Sokul ©

Dieses Buch ist dafür gedacht, daß Sie es mit Ihrem Leben füllen. Der Autor und Herausgeber Stephan Gabriel gibt lediglich eine einleitende thematische Ober- und Unterkapitelstruktur vor und einige Anregungen sowie gelegentlich bespielhafte kurze Episoden aus seiner eigenen Biographie, um Sie zum Schreiben zu ermuntern.

Die meisten der 564 Seiten in diesem Buch sind leer und unbeschrieben und lassen Ihnen – angestupst durch die vorgegebenen Stichworte und Fragestellungen – groß- zügigen Freiraum, Ihren persönlichen Erinnerungen zu folgen und jene, die Ihnen besonders beachtenswert und prägend erscheinen, aufzuschreiben.

Die ersten gut 200 Seiten, die der Überschrift „Werdegang“ folgen, skizzieren den klassischen Lebenslauf von Geburt, Kindheit, Familie, Kindergarten, Schule, Berufsaus-bildung, Studium, Berufserfahrung, Berufswechsel, Karriere oder Karriereknick bis zum Ruhestand, ergänzt um wichtige Bezugspersonen wie Eltern, Geschwister, Freunde, Kollegen, Lehrer usw.

Das Kapitel „Phasen und Orte“ fragt nach Reisen, Fernweh und Heimweh, Ländern und Orten, glücklichen und schwierigen Lebensabschnitten, Gesundheit und Krankheit und auch hier immer wieder nach wichtigen Bezugspersonen.

Es folgen die Kapitel „Liebe“, „Begleiter“, „Sinnliches“, „Inspiration“, „Perspektiven“, „Krisen“, „Familie“, „Lebensende“ und „Wünsche“ sowie „Fortführungen“.

In jedem Abschnitt werden Fragen gestellt, sei es ganz alltäglich nach Lieblingsspeisen und -Getränken oder nach Wertvorstellung und Weltanschauung, nach Gefundenem und Verlorenem, Höhe- und Tiefpunkten, nach Glücksbringern oder Stolpersteinen, nach cineastischen, künstlerischen, literarischen und musikalischen Vorlieben und politisch- er Einstellung, nach Vorbildern, religiöser Orientierung, nach Vorstellungen für die Gestaltung der eigenen Trauerfeier, nach Lieblingsorten, dem Verhältnis zur Natur und zu (Haus)tieren, nach ersten und letzten Lieben, Kindern, Enkeln, Großeltern, Eltern, Förderern, Vertrauten, Weggefährten und besonderen Begegnungen …

Das Kapitel „Fortführungen“ enthält fast fünfzig leere Seiten, die man nutzen kann, wenn der Platz in den vorhergehenden Rubriken für manche Ausführungen nicht aus- reicht. Dort läßt sich zudem übersichtlich eintragen, auf welche vorhergehende Seite sich die jeweilige Ergänzung bezieht.

Dieses Buch wird, wenn Sie es beschreiben, von Ihrem Leben erzählen. Es steht Ihnen frei, welche Kapitel sie füllen, mit welchen Sie vielleicht sofort beginnen möchten, mit welchen später oder nie. Das wird Ihr Buch! Und Sie bestimmen seinen Inhalt. Vielleicht legen Sie zusätzlich noch Fotos hinein oder nostalgische Konzertkarten. Seien Sie mutig und aufgeschlossen und stellen sich Ihrem gelebten Leben mit seinen Licht- und Schattenseiten. Wer sich seinem Leben solcherart autobiographisch widmet, bringt auch Wert-schätzung und Dankbarkeit für sein Leben und sein individuelles Gewor- densein zum Ausdruck und hinterläßt seinen gegenwärtigen Lieben und nachfolgenden Generationen ein charakteristisches handschriftliches Dokument seines Daseins. 

Dieses Buch führt denjenigen, der es beschreibt, zunächst nach innen und – auf den Spuren der Details und wesentlichen Weichenstellungen des eigenen Lebensweges – in Herkunft und Vergangenheit, zu konzentrierter Selbstreflektion und hoffentlich auch Selbsterkenntnis, aber auch zum Begreifen von Lebensmustern und Zusammenhängen, bestenfalls sogar zu einer deutlichen Lebenssinngebung und zu einer ergiebigen Entdeckungs- reise und Schatzfindung im eigenen Leben und Wirken.

Das gestrichene 115g FSC®-Papier ist mit Füller, Faserschreiber, Tinten- roller oder Kugelschreiber gut und angenehm beschreibbar. Das großzügige Seitenformat und die umfangreiche Seitenzahl bieten befreiend viel Platz zum Schreiben. Die hochwertige Ausstattung mit Leineneinband, Faden- heftung und zwei Lesebändchen ist ebenso attraktiv wie strapazierfähig.

Dieses Eintragbuch eignet sich hervorragend für das wertschätzende, schriftliche Einfangen großer Augenblicke und kleiner Ewigkeiten.
 

Hier entlang zum Erwerb im lokalen Buchhandel:
https://www.buchhandel.de/buch/Die-Spuren-Deines-Lebens-9783948481025

Hier entlang zur Webseite zum Buch: www.die-spuren-deines-lebens.com

 

Der Autor und Herausgeber:

»Stephan Gabriel lebte viele Jahre in Berlin, bevor es ihn zu seinen Wurzeln ins Rheinland zurückzog. Die Arbeit mit Menschen machte ihm schon immer am meisten Spaß. Während seiner Schulzeit beschäftigte er sich als Tennistrainer mit Jugendlichen und Erwachsenen und später als Berater und Fotograf mit unterschiedlichen Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben. In seiner Zeit als Zivildienstleistender war er Fahrer im ärztlichen Notdienst. Dort drehte sich alles um die Liebe zum Menschen, das Leben und den Abschied vom Leben. Eine Lungenembolie im 18. Lebensjahr zwang den Autor, sich bereits in jungen Jahren mit dem Thema Tod zu beschäftigen. Er setzte sich dadurch schon früh und intensiv mit den zahlreichen Phasen und Farben der Existenz auseinander. Einige Wochen nach dem schweren Verlust des eigenen Vaters kam ihm am Tag vor Heiligabend die Idee, ein Buch zum Aufschreiben der eigenen Lebensgeschichte zu entwickeln.«

Querverweis:

Ergänzend bietet sich das Buch LEBEN SCHREIBEN ATMEN Eine Einladung zum Schreiben“ von Doris Dörrie an: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2019/09/18/leben-schreiben-atmen/ Diese Einladung zum autobiographischen Schreiben vermittelt eine ansteckende Schreiblust und Schreibneugier. Sie schreibt uns nichts vor, gibt nur Emp- fehlungen für Bedingungen und Geisteshaltungen, die den Schreibprozeß fördern. Es geht dabei nicht um Rezepte für erfolgreiches schriftstellerisches Schaffen, sondern vielmehr um Schreiben als ganz alltägliches Medium, um das eigene Leben zu erkennen, sich selbst tiefer auf die Spur zu kommen, Erinnerungen zu reanimieren und infolge- dessen dem ganzen Gefühlsspektrum des eigenen Erlebens Raum und Ausdruck zu geben und diese persönlichen Geschichten gegebenenfalls auch mit anderen Menschen zu teilen.

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

54 Kommentare zu “Die Spuren Deines Lebens

  1. Für den, der so etwas gerne machen möchte und nicht weiß, wie er anfangen soll, ist das bestimmt eine schöne Sache. Hast du es selbst schon gemacht liebe Ulrike? Ich bin jetzt nicht so schreibwütig, könnte mir aber vorstellen, daß durch Fragestellungen und Anregungen des Autors andere Gedanken und Richtungen aufkommen, als man selbst sie mit einem eigenen (Tage-)Buch verfolgen würde. Es hat sicherlich beides seine Reize, ob Tagebuch oder geführtes Buch. Meine Eltern haben auch einmal Notizen aus ihrer Kindheit aufgeschrieben, die für mich in mehrfacher Hinsicht wertvoll sind. Ein interessantes Buch. Ich werde es im Hinterkopf behalten. Vielleicht paßt es irgendwann für jemanden 🙂

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    • Liebe Almuth,
      herzlichen Dank für Deine Rückmeldung.
      Ich habe viele Jahre als Erwachsense eifrig Tagebuch geführt und irgendwann damit aufgehört, weil ich das Gefühl hatte, meinem Leben mit dem Schreiben ständig hinterherzuhinken. Allerdings schreibe ich gelegentlich, um mir innere Klarheit zu einem Thema oder Ereignis zu verschaffen.
      Mit dem vorliegenden Eintragebuch habe ich – noch – nicht angefangen, weil ich diese seltsame Hemmschwelle habe, ein edles Notizbuch zu beschreiben. Allerdings haben die Fragestellungen schon lohnenswerte Gedankenrichtungen und Erinnerungen wachgeküßt, die ich sonst nicht unbedingt gesucht hätte.
      Schön, daß Du Dir dieses Buch als Geschenkidee in Deinem hinterkopfigen Gedächtnisfundus lagern willst. 🙂

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      • So hatte ich mir das vorgestellt, daß das Buch auch Anregungen bietet. Das mit dem edlen Notizbuch und die Seiten nicht beschreiben mögen, kenne ich von meinen Skizzenbüchern, obwohl die „Angst vor dem weißen Blatt“ im Laufe der Jahre etwas nachgelassen hat. Am Besten auf Seite 2 anfangen 😉

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  2. Eine grandiose Idee für jene, die nicht wissen, wie sie anfangen sollen und schon lange wollen.. ich selbst dachte bei meinem kleinen Werk HEILENDE SEELENSPRACHE auch daran leere Seiten für eigene Natur- und Tiererlebnisse einzufügen… ich finde es hilfreich und ermunternd endlich den Stift zur Hand zu nehmen bei so einer edlen Einladung und wie immer, liebe Ulrike, Deine Rezension macht Lust auszuprobieren, die rege Diskussion spricht für sich, einfach wunderbar und danke für Deine hingebungsvolle Feder. Lichtvolle silbrig schimmernde Neumond-Grüße aus dem Norden, Iris

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    • Verbindlichen Dank, liebe Iris,
      für Deine zugeneigte Resonanz, Dein achtsames Mitlesen und Deine charmanten Komplimente zu meiner „hingebungsvollen Feder“. 🙂
      Ich finde auch, daß dieses Buch den Schreibanfang erleichtert.
      Herzlich grüßt Dich
      Ulrike

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  3. Tolle Idee, die in einer so attraktiven Form umgesetzt ist! Ich hab das Schreiben vor vielen, vielen Jahren mit täglichen Tagebucheinträgen begonnen und da erst bemerkt, wie viel tiefer ich mit meinen Gedanken kam, wenn ich sie aufschrieb. Ich kriege fast Herzklopfen bei der Vorstellung, „mein Leben“ derart angeleitet und umfassend aufschreiben zu sollen, denn ich weiß, dass da Dinge zu Tage kommen werden oder würden, die von meinem Alltagsbewusstsein in sanfte Schleier des Vergessens gehüllt sind. So ein Buch kann für einen selbst zu einer spannenden Reise werden, schon dafür würde sich ein Versuch lohnen. Ob man es dann jemandem zu lesen gibt oder schenkt, kann ja zunächst ruhig eine zweite Frage sein. Ich finds jedenfalls megaspannend, und wenn ich nicht gerade sowieso die erzählbaren :-)Teile meines Lebens verschriftlicht hätte, würde ich mir tatsächlich überlegen, dieses auch äußerlich sehr hübsche Buch zu kaufen und mich mit seiner Hilfe auf die Reise zu machen.
    Danke, liebe Ulrike, für deine wie immer äußerst „ködernde“ Präsentation.

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    • Herzlichen Dank, lieber Michael,
      für Deine ausführliche und sehr aufmerksame Rückmeldung.
      Es ist auch meine Erfahrung, daß das Schreiben in die Tiefe führt. Max Frischs Aussage „Schreiben heißt, sich selber lesen!“ bringt dieses Phänomen kurz und bündig auf den Punkt.
      Die ordnende Struktur, die in diesem Eintragbuch vorgegeben ist, kann sogar zu mehr Klarheit verhelfen, und die Fragestellungen sind wirklich nützliche Stichwortgeber, um Vergessenes oder Verdrängtes wieder „wachzuküssen“.
      Diese Zeitreise zu sich selbst kann sehr spannend, aufwühlend, wehmütig und demütig, schmerzlich und heilsam sowie erdend und beflügelnd sein. 🙂

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  4. Ich habe mal begonnen, einen langen Brief an die Kinder meines früh verstorbenen Bruders zu schreiben.
    Ich merkte, es macht keinen Sinn.

    Sollten sie mich mal direkt danach fragen, würde ich Auskunft geben. Aber sonst würde es fehlschlagen. Definitiv.

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    • Inwiefern, meinst Du, daß es sinnlos gewesen sei, einen Brief an die Kinder Deines früh verstorbenen Bruders zu schreiben?
      Ich kenne jemanden, der Episoden, heitere und ernste Erfahrungen aus seiner Kindheit in jeweils zwei bis fünfseitigen Geschichten, unter der Überschrift „Damals bei uns Zuhause“, aufgeschrieben hat. Diese verschriftlichten Erinnerungen zeigen nicht nur etwas vom persönlichen Charakter des Autors, sondern bieten auch einen interessanten Einblick in den Zeitgeist und die gesellschaftlichen und familiären Rahmenbedingungen, in denen ein Mensch heranwuchs und von denen er geprägt wurde. Somit ist ein solcher Rückblick sowohl von persönlichem als auch von historischem Wert.
      Kannst Du wirklich ausschließen, daß die Kinder Deines Bruders solche schriftlich festgehaltenen, andekdotischen Rückblicke später einmal mit Gewinn und Anteilnahme betrachten würden? Immerhin bist Du ja ein echter Zeitzeuge des Lebens Deines Bruders …

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      • Ich hatte keine Anekdoten aufgeschrieben, sondern begonnen, den Charakter meines Bruders etwas zu beleuchten. Das war natürlich vollends subjektiv.
        Inwiefern ich seine Lebensgeschichte treffen konnte, das kam mir fast wie ein Lotteriespiel vor.

        Mein Bruder hätte sicherlich seine Kinder angehalten, vorsichtig zu sein, in der heutigen Zeit. Aber selbst das weiß ich nicht.

        Naja, ein wenig schreckte ich auch vor der Mammutaufgabe zurück. Nicht so sehr wegen des Pensums, sondern der Wahrhaftigkeit zuliebe.
        Ich weiß garnicht mehr, wo meine Notizen sind.

        Ich hatte aber an meinen toten Bruder geschrieben, denn FAST KEINER teilte damals meinen Schmerz!!

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      • Vielleicht wären Anekdoten leichter zu schreiben gewesen als der Versuch eines
        Psychogramms. Bei Anekdoten schimmert der Charakter zwischen den Zeilen durch. Und auch wenn dies nur Mosaiksteinchen aus diesem Leben sein können, so haben sie dennoch Aussagekraft.
        Einen Brief an einen Verstorbenen zu schreiben, finde ich eine gute Art, jemanden zu würdigen, sich dem eigenen Verlust und der Trauer zu stellen. Es kann durchaus eine therapeutisch-tröstlich-klärende Wirkung haben.

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  5. Es ist eine interessante Erfindung, scheint mir, geradezu verführerisch, denn da wird einem anscheinend ein begehbarer Weg durch den Schungel des eigenen Lebens vor-geschlagen. Ich hoffe nur, deine Anregung fällt nicht auf allzu fruchtbaren Boden – nicht dass sich nun lauter Autobiografen auf diesen Pfad machen und er zur Autobahn wird. 😉

    Denn worin besteht das eigene Leben? In einer Abfolge von Ereignissen und Erlebnissen? Eben las ich bei Blüthenstaub ein Kleist-Zitat. Die Welt interessiert sich nur für die äußeren Abläufe deines Lebens, der Freund allein ist an dem Inneren interessiert (so ungefähr). Und dies Innere ist ein immerwährender Gestaltungsprozess, der sich in einem noch so schön gebundenen Buch nicht angemessen würdigen lässt.

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    • Hab‘ Dank für Deine Bemerkungen zum biografischen Themenkreis, liebe Gerda.
      Ich finde, es spielt keine Rolle, wie viele Menschen sich durch einen solchen vorsortierenden Schreibwegweiser zum autobiografischen Schreiben ermutigt fühlen, solange sie nicht alle meinen, es wäre von öffentlicher und weltweiter Lesebedeutsamkeit. 😉
      Mancher Aufschreiber wird über die äußeren Aufzählungen nicht hinaus zu den inneren Verwandlungen gelangen, und vielleicht wird es nur sehr bewußtseins- fähigen und poetisch veranlagten Menschen gelingen, einen Blütenhauch der Lebensessenz verdichtet einzufangen.
      Doch auch die äußeren Gegebenheiten, Grenzen, Gaben und Geschehnisse können das Verständnis für das So-Geworden-Sein eines Menschen zumindest ein wenig erhellen und für Familienangehörige ein wichtiger Bezugspunkt sein.
      Außerdem stellt sich immer die Frage, wieviel Wahrhaftigkeit man sich selbst und auch den späteren Nachlesern zumuten will. Es mag Geheimnisse geben, die besser geheim bleiben, andere kämen besser ans Licht – das kennst Du ja gewiß aus systemischen Therapie-Aufstellungen.
      Das Bemühen sich und sein Leben weiterzusagen, kann selbstverständlich immer nur Inselstückchen aus dem im Fluß befindlichen Sein beschreibend einfangen.

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  6. Die Idee fnde ich gut, nur hätte ich gern eine Erfindung, die mein gesprochenes Wort dort hineintippt oder schreibt, denn ich kann nach wenigen Tagen meine eigene Schrift nicht mehr lesen -:))) Ich ruiniere auch jede Geburtstagskarte damit.
    Natürlich könnte man, so man das Buch gekauft hat, die Anregungen dann auch auf dem Notebook tippen und das Buch mit Bildern oder anderen Fundstücken dazu ausstatten.
    Lieber Gruss zu Dir , Karin

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  7. Wenn jemand sich durch solch ein Buch ermutigt fühlt, etwas über sein Leben aufzuschreiben und es sich deshalb als eine Art Leitfaden selbst kauft, ist das eine gute Sache. Man sollte jedoch sorgfältig überlegen, bevor man es (als Aufmunterung) an jemanden verschenkt. Vor Jahren (also wirklich schon vor etlichen Jahren!) schenkte eine meiner Töchter mir etwas in der Art mit dem Titel „Mama, schreib doch mal auf“ (oder so). Und ich war darüber dermaßen gekränkt, dass ich große Mühe hatte, es nicht zu zeigen. Ich weiß gar nicht, ob ich das Ding noch habe. Wenn ja, dann in einer Schublade ganz unter vergraben. Ich habe kein einziges Wort hineingeschrieben.

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    • Vielen Dank für Deine Betrachtungen zum Thema biografische Notizen.
      Gewiß sollte eine solche Schreibanregung nur als Anregung und nicht als aufdringliche Aufforderung angeboten werden.
      Ich bin beispielsweise froh und dankbar, daß ich einige schriftliche Aufzeichnungen meines verstorbenen Vaters habe und manchmal in seinen Büchern Lektürenotizen von ihm finde – das fühlt sich immer an, wie ein kleiner vertrauter Gruß, obwohl garkeine ausdrücklich an mich gerichtete Botschaft darin liegt.
      Ich denke, die FREIHEIT etwas aufzuschreiben oder eben nicht, darf sich jeder Mensch selbst schenken.

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      • Die von Dir betonte Freiheit, etwas aufzuschreiben oder nicht ist UNANTASTBAR. Und weder gegen ein solches Buch, noch gegen das Aufschreiben wollte ich etwas einwenden. Da aber Weihnachten vor der Tür steht (und ich glaube, ich bekam ein solches Buch damals auch zu Weihnachten geschenkt), und mancher vielleicht nicht weiß, welches Buch er schenken könnte und dann darin eine gute Idee sieht, rate ich zu Bedachtsamkeit. – Ich z.B. verspüre schon Unwillen angesichts der vorgedruckten ersten Seite im Taschenkalender, die mir vorgibt, wohin ich meinen Namen, Anschrift, Telefonnummer, Blutgruppe, im Notfall zu benachrichtigende Person usw. schreiben soll. Allerdings gehe ich auch schon mein Leben lang mit Notizbüchern um, mache Aufzeichnungen, führe Tagebuch und finde die jeweilige Form lieber selbst.

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      • Ich habe schon verstanden, daß Du nichts gegen autobiografisches Aufschreiben hast, sondern darauf hinweisen möchtest, daß eine solche Schreibanimation nur mit Bedacht an den damit zu Beschenkenden herangetragen werden solle.
        Wenn mit einen solchen Geschenk psychologischer Druck durch Erwartungszwänge ausgelöst wird, dürften die Seiten entsprechend leer bleiben.
        Vielleicht wäre es dann ein unverfängliches Geschenk, wenn jemand schon gelegentlich den Wunsch nach einer Schreibvorlage oder einem besonders schönen Notizbuch für das autobiografische Schreiben geäußert hat.

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    • Das ist eine interessante Reaktion, hatte ich doch eben gerade auch an meine Mama gedacht. Ich fände es schön, wenn ich irgendwann so ein beschriebenes Buch mit ihren Gedanken in der Hand halten könnte. Das wäre mir auch im Hinblick darauf, dass ich wahrscheinlich irgendwann ohne meine Mama auskommen muss, eine wertvolle Erinnerung.

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      • Nun, wenn Deine Mama nicht schreibt – ich meine, wenn Sie nicht bereits eigene Vorstellungen vom Schreiben und von ihrer Autobiografie hat, dann wäre das Schlimmste, was nach solch einem Buchgeschenk passieren könnte, dass Du letztlich eben doch nicht die erhofften Erinnerungen aus ihrem Leben in Händen hältst. Bei meiner Tochter war das ja auch der Grund. Und die Sache hat unser Verhältnis nicht nachhaltig belastet. Mein Kind wird irgendwann so viel Geschreibsel von mir in Händen (oder auf dem Rechner) haben, dass ihr die Lust vergehen (oder die Zeit fehlen) wird, das alles zu lesen. 🙂

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      • 🙂 In diesem Fall verstehe ich die Reaktion natürlich besser. Nein, meine Mutter schreibt definitiv nicht viel auf einer Tastatur… dann könnte dieses Buch doch etwas für sie sein.

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      • Nach deinen Worten werde ich erstmal vorsichtig vorfühlen, wenn ich im Sommer mal wieder zu Hause sein werde (hoffentlich). Für diese Weihnachten gibt’s noch viele andere unverfängliche Bücher auf der Liste. 😉

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  8. Das ist eine höchst bemerkenswerte Idee, eine solche Struktur mit ganz konkreten Fragen und Hinweisen anzubieten. Darüber hinaus ist das Buch offensichtlich sehr edel gestaltet und hergestellt. Bereits das „Baumgesicht“ auf dem Umschlag ist sehr ansprechend. Der Gedanke, Dinge aus meinem Leben aufzuschreiben, kommt mir allerdings ausgesprochen fremd vor. Eigentlich fast schade, bei so einem schönen Buch… 😉

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    • Hab‘ Dank für Deine anerkennenden Worte zu meiner Buch- bzw. Schreibempfehlung 😉 und zum hilfreichen roten Faden, den dieses Eintragebuch anbietet.
      Die Gestaltung des Buches ist durch und durch hochwertig, edel und stapazierfähig, denn es soll ja neben der Selbstreflektion auch ein Dokument für die Nachfahren sein und einige Jahrhundert durchhalten.
      Gleichwohl möchte sich gewiß nicht jeder Mensch auf solche Weise der Nachwelt erhalten.
      Wenn Du damit fremdelst, Dinge aus Deinem Leben aufzuschreiben, kannst Du vielleicht eine andere musische Form wählen. Du, als MAESTRO, könntest einen musikalischen Lebensreigen zusammenstellen, um Dein bisheriges Leben und seine Wellengänge „abzubilden“, aber Du kannst auch ganz gelassen schweigen und selbstgenügsam DASEIN … 🎶 ❄ 🎶

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      • Das ist allerdings eine interessante Anregung. In musikalischen Bildern ließe sich vieles gewiss lebendiger und anschaulicher gestalten: Menschen, Tiere, Ereignisse, Stimmungen…
        Obwohl mir verbale Ausdrucksformen nicht gänzlich fremd sind, meine ich, dass Klangbilder hier eine ganz andere und umfassendere Dimension des Ausdrucks erreichen könnten. 🙂

        Gefällt 3 Personen

      • „Obwohl mir verbale Ausdrucksformen nicht gänzlich fremd sind“ ist die größte Untertreibung, die hier jemals von einem solch eloquenten Wortspieler, wie Du es bist, kundgetan wurde. 😉
        Gleichwohl ist die Musik Dein Lieblingselement und so wäre eine klangbildernerische Biographie für Dich wohl buchstäblich stimmiger!
        🎶 💖 🎶

        Gefällt 2 Personen

  9. Spannend. Es ist eine interessante Idee, nicht einfach nur ein „leeres“ Buch zum Aufschreiben des eigenen Lebens anzubieten, sondern in dieser freieren Form des „Betreuten Schreibens“. Das macht vielen den Einstieg bestimmt leichter. Würde ich mehr mit der Hand schreiben, würde ich ernsthaft für mich darüber nachdenken. So überlege ich, ob ich jemanden habe, dem ich das schenken könnte … 😉
    Danke dir!
    Entspannte Abendgrüße 😀

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    • Liebe Christiane,
      vielen Dank für Dein interessiertes Leseecho und Deine Erwägung dieses Buches als Geschenk für Menschen, die gerne handschriftlich schreiben.
      Ich sehe es wie Du: Die vorgegebene Ordnung und die guten Fragestellungen vermindern die Hemmschwelle, mit dem Schreiben anzufangen. Diese sanfte Form des „Betreuten Schreibens“ engt gleichwohl keineswegs sein, sondern eröffnet Perspektiven.
      Mir ging es beim Durchlesen der Fragen bereits so, daß eine Menge Erinnerungen angetippt wurden.
      Ebenso entspannte Abendgrüße von mir zu Dir 😀

      Gefällt 4 Personen

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