Das Dunkle und das Helle

  • Text von Kerstin Hau
  • Illustrationen von Julie Völk
  • NordSüd Verlag, Juli 2019 www.nord-sued.com
  • gebunden
  • Fadenheftung
  • Format: 21,5 x 28 cm
  • 40 Seiten
  • 15,00 € (D), 15,50 € (A), 19,90 sFr.
  • ISBN 978-3-314-10460-2
  • Bilderbuch ab 4 Jahren (laut Verlag)
  • Bilderbuch ab 6 Jahren (nach meiner Einschätzung)

A N N Ä H E R U N G E N

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Die Illustratorin Julie Völk hat sich bei ihren vorherigen Bilderbüchern als eine Spezialistin für Geschichten gezeigt, die sich alleine über ihre detailreich-verspielte, phantasievolle Bildersprache – ohne Erzähltext – mitteilen. Beim nun vorliegenden Bilderbuch gibt es einen fortlaufenden Erzähltext der Autorin Kerstin Hau, den Julie Völk einfühlsam illustratorisch begleitet.

Die beiden Hauptfiguren, das Struppige und das Zarte, leben in verschiedenen Welten. Das Struppige ist in der dunkeldüsteren Finsternis zuhause und das Zarte im lichten, bunten Sonnenschein. Diese Lebensräume grenzen aneinander, und sowohl das Struppige als auch das Zarte sind neugierig auf die jeweils andere Seite. Unabhängig voneinander beschließen sie zum Rand ihres Lebensraumes zu gehen und einen forschenden Blick auf die andere Seite zu werfen.

Zunächst bleibt es bei vorsichtigen Blicken, zögerlichen Annäherungen und ängstlichen Rückzügen, doch schließlich begegnen sich beide ebenso aufgeregt wie aufgeschlossen in der dämmergraublauen Grenzstreifenzone und freunden sich miteinander an.

Das helle Zarte lädt das dunkel Struppige auf seine Sonnenseite ein. Ausgestattet mit einem Sonnenschirm betritt das Struppige an der Hand des Zarten die Welt des Farben-leuchtens, und beim Spaziergang durch das Helle färbt sogar etwas Helligkeit auf den dunklen Pelz des Struppigen ab.

Illustration von Julie Völk © NordSüd Verlag 2019

Eines Tages wartet das Struppige vergebens auf das Zarte und traut sich zum ersten Mal alleine in den Sonnenschein hinaus. Stolz geht das Struppige zum Haus seines Freundes, aber das Haus ist in einem dunklen Loch verschwunden. Erschrocken flieht das Struppige zurück zu seinem eigenen Haus in der Finsternis. Dort steht überraschend das Zarte vor seiner Tür und weint, weil es sich fremd  und verloren fühlt.

Freundlich nimmt nun das Struppige das Zarte an die Hand und macht es mit der Welt der Dunkelheit vertraut. Das helle Fell des Zarten bekommt nun auch dunkle Schattie-rungen, und nach einer Weile hat das Zarte keine auch Angst mehr vor der Dunkelheit.

Schließlich betreten beide wieder die Dämmerungszone und trauen sich Schritt für Schritt zurück ins Helle. Sie bauen sich dort in hellen Farbenleuchten ein neues Haus und behalten gleichwohl das Haus in der Finsternis.

Dieses vielschichtige Bilderbuch entzieht sich eindeutigen Zuordnungen, es handelt von Freundschaft, Licht und Schatten, Leichtigkeit und Schwere, Trauer und Trost, Freude und Verbundenheit, von der Erweiterung des Horizonts durch die Überwindung von Angst und von wachsendem Vertrauen durch das Betreten neuer Erfahrungsräume – soweit die für den erwachsenen Leser interpretierbaren Grundanliegen.

Gleichwohl bleibt die gute Absicht in Hinsicht auf die vom Verlag zugeordnete Alters-gruppe (ab vier Jahren) auf der Strecke. Die Erzählweise der Autorin Kerstin Hau ist einerseits nebulös-mehrdeutig und anderseits bei kleinen Details sinnlich-konkret. Das fängt schon mit den „Namen“ der beiden Charaktere an: Das Gegensatzpaar des Strup-pigen und des Zarten erscheint mir recht weit hergeholt, um Kindern die wechselseitige Bedingtheit der Gegensätze zu vermitteln; da hilft es auch nicht wesentlich weiter, daß das Struppige einen Sonnenschirm mit sich trägt und das Zarte eine Taschenlampe.  

Der Versuch oder das bemühte Bemühen, das Helle und das Dunkle durch figürliche Per- sonifikationen von der abstrakten Ebene auf eine konkretere kindgemäße Ebene zu transportieren führt hier meiner Ansicht nach – trotz der durchaus zartfühlenden Be- ziehungsdynamik – nur zu weiteren Abstraktionsabzweigungen und diffusen Andeu- tungen, die Kinder wohl eher überfordern oder zumindest verwirren.

Für die Darstellung der Dunkelbilder hat Julie Völk mit der alten fotografischen Technik der Cyanotypie (Blaudruck) gearbeitet. Dafür wird in einem abgedunkelten Raum Solar-papier mit Blüten, Gräsern usw. belegt oder mit einer durchsichtigen Folie, auf der sich eine Zeichnung befindet. Wenn das Bild solcherart arrangiert ist, wird es einige Minuten ins Sonnenlicht gelegt. Dann wird das sonnenbelichtete Solarpapier wieder ins Dunkle gebracht und mit Wasser abgespült, und das Negativ der Blüten oder Gräser oder der Folienzeichnung wird als hellblauer bis weißer Abdruck auf dem tiefblauen Papier sichtbar.

Die Verwendung der Cyanotypie illustriert hier also buchstäblich, wie das Dunkel ebenso die Leinwand für das Licht ist, wie das Licht die Leinwand für das Dunkel ist. In Kombi- nation mit den farbenfrohen Buntstiftzeichnungen zeigt sich ein vielschichtiges visu- elles Bilderbuchbühnenbild, das mit den unterschiedlichen emotionalen Schattierungen des Erzähltextes harmonisch Hand in Hand geht.  

Es gibt ein Zitat des schwedischen Schriftstellers Erik Blomberg, das sehr gut zu dieser Geschichte paßt und dem ich nachfolgend gerne das Schlußwort überlasse:

 

„Fürchte nicht die Dunkelheit, dort ruht das Licht sich aus.“

Eric Blomberg ©

 

 

Hier entlang zum Buch und zur großzügigen LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://nord-sued.com/programm/das-dunkle-und-das-helle/
Dieses Bilderbuch ist beim NordSüd Verlag übrigens auch auf Englisch erhältlich:
https://nord-sued.com/programm/the-dark-and-the-light/
Hier entlang zu einem illustren Interview mit Julie Völk:
https://nord-sued.com/2019/07/30/vorhang-auf-fuer-julie-voelk/

Die Autorin:

»Kerstin Hau, geboren 1974, lebt in Darmstadt. Sie arbeitete u.a. als Physiotherapeutin, Fitnesstrainerin und Fachjournalistin. Sie bekam einen Sohn und ist Absolventin der Akademie für Kindermedien. Kerstin Hau lernte, dass alles Neue der Dunkelheit ent-springt und wahre Liebe unsterblich ist. Daraus webt sie ihre Geschichten. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für kleine und große Leute.«

Die Illustratorin:

»Julie Völk wurde 1985 in Wien geboren. Sie studierte Illustration an der HAW Hamburg. Völks Bücher sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis, dem Troisdorfer Bilderbuchpreis und von der Stiftung Buchkunst. Julie Völk lebt und zeichnet in der Nähe von Wien.« https://julievoelk.de

 

Querverweis:

Hier entlang zu weiteren Bilderbüchern von Julie Völk:

„Guten Morgen, kleine Straßenbahn!“
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/09/04/guten-morgen-kleine-strassenbahn/
„Stille Nacht, fröhliche Nacht“
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/12/18/stille-nacht-froehliche-nacht/
Wenn ich in die Schule geh, siehst du was, was ich nicht seh
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2018/10/28/wenn-ich-in-die-schule-geh-siehst-du-was-was-ich-nicht-seh/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/

35 Kommentare zu “Das Dunkle und das Helle

  1. Die Bilder sprechen mich sehr an. Das Zarte kommt gut rüber! Wenn nicht für die Kleinen, dann wenigstens ein Buch für die großen Kleinen 🙂 Vielen Dank für deine Vorstellung dieses schönen Buches! Mit herzerfreuten Grüßen von der Balkonfee 🙂

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    • Vielen Dank, liebe Balkonfee,
      für Deine herzerfreute Resonanz. Es ist auf jeden Fall ein Bilderbuch für die großen Kleinen und in einigen Fällen auch für kleine Kleine. 🙂
      Herzensgruß von mir zu Dir 🙂

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  2. Den textlichen Inhalt kann ich natürlich nicht beurteilen, liebe Ulrike, aber die von Dir ausgewählte obige Illustration, in der das Struppige letztendlich den Sonnenschirm von sich wirft, und offenbar freudig ins Licht springt, finde ich sehr ansprechend.
    Helle Grüße zu Dir nach Deutschland.
    Tanja

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  3. Man sollte die Verständigkeit und Vorstellungskraft von Kindern nicht unterschätzen ! Ob das Buch nun schon ab vier geeignet ist, sei dahingestellt, aber für ältere Kinder und Erwachsene ist es eine tolle Quelle der Fantasie. Ich schätze sowohl die Autorin, als auch die Illustratorin sehr, die beiden passen gut zusammen und ergänzen sich kongenial ! 🙂

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  4. Guten Abend, Ulrike,
    Nun bin ich auf Gegenbesuch bei dir und mit dem vorgestellten Buch „Das Dunkle und das Helle“ hast du mich neugierig gemacht. Dafür danke ich dir. Es rattert schon bei mir …
    Herzliche Abendgrüße
    Judith

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  5. Die Bilder alleine sind so wunderschön, daß ich es mir merken werde, liebe Ulrike.
    Die Lesealter variieren, so oft, und manchmal, nach Jahren des ziemlich uninteressierten Durchblätterns, da erschließt sich eine Geschichte und man liest mit Freude.
    Liebe Abendgrüße von Bruni an Dich

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    • Liebe Bruni,
      hab‘ Dank für Deine zugeneigte Rückmeldung.
      Ich stimme Dir zu, daß sich Bilderbuchgeschichten dem kindlichen Geist manchmal noch „nachträglich“ erschließen.
      Mit einem herzlichen Gutenachtgruß von mir zu Dir

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  6. Hallo an Alle…..
    Stimme Euch zu, daß es erst für etwas ältere Kinder geeignet ist.
    Wobei wir es ja aus unserer Sicht wahrnehmen und es wäre spannend mal zuzuschauen, was jüngere Kinder zu den Bildern so erzählen würden.
    Das wäre doch mal ein spannender Test oder ?

    Vielleicht sehen sie ja Dinge, die wir mit unserer Erwachsenensicht gar nicht wahrnehmen ?

    Liebe Grüsse von Mariettalucia,
    die im Moment darniederliegt, weil die Hexe sie in den Rücken gestupst hat 😦

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    • Kinder haben meist einen anderen Blickwinkel auf die Welt und bestimmt auch auf die Bilder in diesem Bilderbuch. Mit erscheinen garnicht die Bilder als zu „schwer“, sondern der Text, der mir stellenweise zu abstrakt bleibt.
      Barbara wird das Bilderbuch ja demnächst mit ihrer Enkelin austesten … 🙂
      Ich wünsche Dir gute Heilung für den Rücken und sende herzliche Grüße.

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      • Oh weh, ich glaube ich bin etwas neben der Spur gewesen…
        Habe leider eben erst mitbekommen, daß es da auch einen Link zur Leseprobe gab.
        Somit bekommt es einen ganz anderen Kontext.
        Leseprobe wurde gelesen und ich schliesse mich den anderen an, es ist viel zu schwer, auch zu düster in seinem Ausdruck.
        Gehe mal in mein inneres Kind hinein… fühle… es würde mir etwas Unbehagen machen.
        nein, nicht das Dunkle, denn ich glaube daß Kinder sehr wohl ins Dunkle gehen können, wenn nicht im Vorfeld Dunkelheit als bedrohlich beschrieben wurde.

        Ich bin gespannt, wie das Ergebnis ist.
        Vielleicht überraschen uns die Kinder.

        Ich hab grad spontan ein Bild vor Augen.

        Da treffen sich das Struppige und Zarte im Grenzbereich.
        Sie treffen sich als ob sie grad auf einer Urlaubsreise sind und fremde Welten kennenlernen möchten.
        Sie sitzen gemeinsam auf einer Bank an der Trennlinie von Hell und Dunkel.
        Sie lernen sich kennen, fragen sich gegenseitig „Wo kommst Du her? Wie lebt man bei Dir ? Was ist schön an deiner Welt? Hast Du Freunde in deiner Welt?“
        Und nach und nach stellen sie fest, daß ihre Welt ganz anders ist als vom Gegenüber.
        Auf einmal, ganz aus dem Moment heraus, ist der Wunsch da die Welt des Anderen kennenzulernen.
        Ich weiß nicht wer von Beiden den Anfang machen würde, deshalb entscheide ich jetzt mal nach meinem Gefühl… und da ist es das Zarte, welches gern tief hineintauchen möchte in die dunkle Welt, die so viel an Geheimnissen in sich birgt… und es kann sich gar nicht vorstellen, daß es im Dunkel nicht auch Licht geben kann.
        Somit bittet sie das Struppige, ihr Unterstützung zu geben, mit ihr zusammen einen kleinen Ausflug in die dunkle Welt zu unternehmen, ihr die Schönheit dort zu zeigen…

        🙂

        Fortsetzung folgt… oder, wer mag darf gern weiterschreiben…

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      • Hier die kurze Analyse der Buchvorstellung. Die gerade Vierjährige verlor sehr schnell das Interesse. Die 8 jährige war hin- und hergerissen. Da sie selbst recht sensibel ist, fand sie sich an vielen Stellen wieder. Ihr gefiel das Konzept, aber fand die Geschichte ein klein wenig langweilig. Aber die Emotionen hat sie begriffen und nachvollziehen können. Sie verstand intuitiv das Konzept.
        Die Bilder waren ok. Ich versuchte ihr die Schönheit zu zeigen, sie war aber nicht sonderlich beeindruckt.😁
        Also zumindest meine kleine Enkelin konnte mit dem Buch nichts anfangen. (Was bestätigen würde, dass die Altersgrenze zu niedrig angelegt ist)
        Herzliche Grüße
        Barbara

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      • Verbindlichen Dank, liebste Barbara,
        für die Mitteilung Deiner bemerkenswerten Forschungsergebnisse zur angemessenen Alterseinstufung dieses Bilderbuches und zur kindlichen Schönheitswahrnehmung. 😀
        Herzliche Grüße auch von mir zu Dir ❤

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      • Ich fand es auch lustig, besonders die Ältere nahm ihren Job sehr ernst.
        Es war eine Bestätigung Deiner Theorie.😉

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  7. Ich bin ja immer wieder begeistert von den Büchern, die du so vorstellst. Hier würde ich ganz klar eine Unterscheidung machen zwischen Bild und Text. Für ästhetische Eindrücke sind Kinder nie zu jung, solange man ihnen das Betrachten wortlos überlässt, nur auf Fragen antwortet. Die Lenkung schafft das Problem. In diesem Fall bei zu jungen Geistern u. U. eben der Text. Den würde ich auf Wunsch spontan so umformen, wie er mir gemäß erscheint, einiges auch weglassen. Das habe ich bisweilen auch bei einigen Märchen getan, wenn mir gewisse Grausamkeiten einfach nicht über die Lippen kamen. Bei Kindern mit gutem Gedächtnis und allabendlichem Wiederholungswunsch bringt einem das den Vorwurf ein, man könne wohl nicht richtig lesen, da Improvisation nicht immer gleich ausfällt.

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    • Meinen Herzensdank für Deine ausdrückliche Begeisterung und Deinen kreativen Umgang mit dem vorgegebenen Bilderbuchmaterial. Ich finde es eine sehr gute Idee, zunächst einfach nur die Bilder wirken zu lassen und das Kind zu Wort kommen zu lassen oder den Text wahlweise umzuformen.
      Dein Bericht über die Reaktion der Kinder auf die entsprechenden Improvisationsvariationen ist ganz entzückend. 🙂

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  8. Liebe Ulrike, ich stimme Dir zu, das Buch ist zu anspruchsvoll für 4jährige. Das liegt aber nicht an Thema, sondern daran dass es keinen Anknüpfungspunkt für so Kleine bietet. Weder bildnerisch noch vom Inhalt. Oft erschließen sich solche Themen nebenbei. Für mich wurde hier über das Feld hinausgeschossen. Die Idee gefällt mir sehr, die Umsetzung intellektuell zu anspruchsvoll für die angegebene Altersklasse.
    Selbst für meine kleine Enkelin, die gerade die Liebe für das Wort „obwohl“ entdeckt hat.🤣🤣🤣
    Das Zitat am Ende werde ich mir merken, es ist wundervoll.

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    • Liebe Barbara,
      vielen Dank für Deine praxiserfahrene Bestätigung meiner Einschätzung. Ich sehe ebenfalls die von Dir angesprochenen fehlenden Anknüpfungspunkte für die angedachte Altersklasse.
      Das Zitat von Eric Blomberg trifft in Zusammenhang mit der Bilderbuchthematik buchstäblich ins Schwarze. 😉

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  9. Mal wieder so ein Buch aus dem Nord-Süd-Verlag, das ich mir mit Begeisterung selber schenke und das ich irgendwann anläßlich eines Besuches des größeren Enkelfratzes aufblättern werde und seine Reaktion ziemlich genau voraussagen kann:es wird ihm wahrscheinlich fremd bleiben.Aber dann ist er eines Tages größer, das Kind im Manne braucht Futter und dann wird er sicher begeistert sein -:))).
    Ich erinnere mich noch an das Kleine Blau und das Kleine Gelb – da erging es mir mit der Tochter so. Heute liebt sie es heiß und innig.
    Die Bilder, der Text verzaubern – mich als erwachsenes Kind.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, liebe Ulrike…es herrscht Lesewetter -:)), Karin

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    • Liebe Karin,
      vielen Dank für Dein begeistertes Leseecho und Deine Bereitschaft dieses Bilderbuch mit Deinem Enkelfratz auszutesten.
      Meiner Ansicht nach ist „Das Dunkle und das Helle“ tatsächlich mehr ein Bilderbuch für erwachsene Kinder als für wachsende Kinder.
      Dir ebenfalls ein schönes Wochenende.
      Ich habe das ganze Wochenende Museumsdienst, aber das ist auch schön. 🙂

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  10. An Julie Völks Bildergeschichten habe ich ja von Anfang an eine ganze Narren-Großfamilie gefressen. 😉 Und die wirklich üppige Leseprobe (ist ja fast ein halbes Buch) bestätigt die früheren positiven Eindrücke. Was inhaltlich einfach gehalten ist, bekommt in den Bildern sozusagen eine emotionale Tiefenwirkung. In etwa so, als würde man eine schlichte Melodie klangvielfarbig orchestrieren. Mein Gefühl behauptet, dass Kinder aus dieser Kombination von Text und Bildern vieles erfühlen und erahnen können, was sich der verbalen Bezeichnung entzieht. So kann die nebulöse Mehrdeutigkeit durchaus Verwirrung stiften – sie kann aber auch die Möglichkeit bieten, die Vielschichtigkeit dualer Welten zu erspüren.

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    • Verbindlichen Dank für Deine aufmerksame Resonanz und die folgsame Inspektion der Leseprobe. 😉
      Die Kombination von Text und Bild bietet hier auf jeden Fall ebenso der kindlich-einfühlenden Mehrdeutigkeitswahrnehmung wie der kindlichen Verwirrung Raum. Vielleicht ist Verwirrung auch durchaus gelegentlich ein Weg, neue Denkwege zu entdecken.
      Ich bleibe indes bei meiner Einschätzung, daß die Alterempfehlung des Verlages unangemessen ist und würde es eher für ältere Kinder empfehlen.

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  11. Hallo Ulrike.
    Ein schönes Buch welches du hier präsentierst.
    Nach der Leseprobe bin ich aber der gleichen Meinung dass dies Vierjährige überfordern könnte. Wäre es für die Grundschulzeit wesentlich sinnvoller und verständlicher.
    LG, Nati

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