Magie des Staunens

  • Die Liebe zur Natur entdecken
  • von Rachel Carson
  • Originaltitel:»The Sense of Wonder. A Celebration of Nature for Parents and Children«
  • Aus dem Amerikanischen von Wieland Freund und Andrea Wandel
  • Klett-Cotta Verlag 1. Auflage  März 2019    www.klett-cotta.de
  • in Leinen gebunden mit eingeklebtem Titelschild
  • mit Illustrationen von Johann Brandstetter
  • Fadenheftung
  • LESEBÄNDCHEN
  • 88 Seiten
  • ISBN 978-3-608-96410-3
  • 20,00 € (D), 20,60 € (A)

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Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Rachel Carson ist hierzulande in den Sechzigerjahren durch ihr Buch „Der stumme Frühling“ https://www.chbeck.de/carson-stumme-fruehling/product/26790608 bekannt geworden. Dieses Werk beflügelte weltweit die Umweltbewegung und führte zum Verbot des Pflanzenschutzmittels DDT.

In Amerika war Rachel Carson bereits als Schriftstellerin in der Tradition des „Nature Writing“ bekannt, und sie wurde für ihr Buch „The Sea Around Us“, das 1951 erschienen ist, mit dem National Book Award ausgezeichnet.

Das vorliegende schmale, gleichwohl gehaltvolle Buch ist eine Anleitung zur Naturver-bundenheit. Die Autorin erzählt sehr persönlich und in poetischen Formulierungen, wie sie mit ihrem kleinen Neffen die Natur erkundet. Sie betrachten die Meeresbrandung, sammeln Muscheln, spazieren (auch im Regen) durch den Wald, entdecken Fichtensetz-linge und spekulieren, für welches Tier – je nach Größe – ein solcher „Weihnachtsbaum“ passend sei, sie setzen sich den Elementen aus, werden naß und dreckig und bleiben nachts auf, um den Vollmond oder Sternschnuppen zu bewundern.

Dies geschieht nicht mit wissenschaftlicher Strenge oder explizierter Lernabsicht, sondern mit beiläufiger Selbstverständlichkeit, spielerisch, ja, einfach durch die sinnliche Erfahrung der Natur sowie durch die Bereitschaft des erwachsenen Begleiters, das kindliche Staunen und die kindliche Entdeckungsfreude aufrichtig zu teilen. Naturentwöhnten Erwachsenen empfiehlt die Autorin, alle Sinne wieder auf Empfang zu stellen und sich mit den Fragen: „Was, wenn ich dies nie zuvor gesehen hätte? Was, wenn ich wüsste, ich würde es nie wieder sehen?“ (Seite 40) der Schönheit und der Zauberkraft der Natur wieder neu zu öffnen.

Illustration (Moor) von Johann Brandstetter ©

Kinder haben ein instinktives Gespür für keine Dinge und Wesen, für geheimnisvolle Tiefen und verborgene Zusammenhänge und einen frischen, unverbrauchten Blick. Staunen wir mit ihnen über das Auskeimen von Samen, über Sandkörner, Steine und Felsen, Knospen, Blüten, Früchten, Vogelstimmen, Vogelflug, den Mikrokosmos von Flechten und Moosen, Grillenzirpen, Farnkrautleuchten, Rindenmuster, Blattformen, Holzfeuerduft, Wind und Wolken, flüsternde Lüfte, tosende Stürme, Sonne, Mond und Sterne, Ebbe und Flut, den Wechsel der Jahreszeiten sowie Himmel und Erde und die unzähligen Farben, Texturen, Stimmen und Daseinsformen dazwischen.

„Die Kehrreime der Natur bergen etwas unendlich Heilsames – … (Seite 66)

Rachel Carson konnte dieses literarische Kleinod tiefempfundener Naturliebe wegen ihres frühen, krankheitsbedingten Todes nicht zu Ende schreiben. Im Nachwort würdigt der Übersetzer streiflichternd Leben und Werk der Autorin, und einige Schwarz-weiß-Fotografien zeigen sie alleine und in Gesellschaft ihres Neffen in der Natur.

Die überaus schönen Illustrationen von Johann Brandstetter begleiten und ergänzen den Text ebenso stimmungsvoll wie filigran-detailreich und spiegeln den im Text be- schworenen Zauber der Natur und die Faszination des Lebendigen harmonisch wieder.

Illustration (Breitblättriges Knabenkraut) von Johann Brandstetter ©

Die sorgfältige optische (attraktive Illustrationen, satte Typographie, Kapitelversalien) und materialhaptische (schmeichelgriffiges Papier, Lesebändchen, Leineneinbindung) Gestaltung des Buches machen die Lektüre ebenfalls zu einem sinnlichen Genuß.

„Die Magie des Staunens“ ist eine wunderbar unkomplizierte, lebensnahe, animierende Aufforderung, sich der Natur mit offenem Herzen und mit allen Sinnen zu nähern und sie durch Erfahrung buchstäblich zu begreifen. Rachel Carsons wiederholter Hinweis auf die elementare Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung ist angesichts aktueller bildschirmflacher, lebensferner Wisch-und-Weg-Wahrnehmungen aktueller denn je.

Mit diesem Buch hat uns Rachel Carson ein poetisches, zeitlos-wegweisendes Vermächt-nis hinterlassen, wie wir der Natur und Kindern auf Herzenshöhe begegnen können. Es ist nun an uns, dieses Vermächtnis zu pflegen und mit echtem Leben zu füllen.

„Wenn Fakten Samen sind, aus denen später Wissen und Weisheit wachsen, dann sind Gefühle und Sinneseindrücke der Nährboden, in dem die Samen reifen müssen. Die frühen Kindheitsjahre sind die Zeit, den Boden zu bereiten. Sind die Gefühle erst einmal geweckt – ein Sinn für das Schöne; die Begeisterung für das Neue und Unbekannte; Mitleid, Erbarmen, Bewunderung oder Liebe -, dann wollen wir über den Gegenstand unseres Fühlens auch etwas wissen. Haben wir ihn erst entdeckt, ist seine Bedeutung von Dauer. Es ist wichtiger, dem Kind den Weg zum Wissenwollen zu ebnen, als es auf eine Diät aus Fakten zu setzen, die es nicht aufnehmen kann.“  (Seite 34/35)

Illustration (Muschel) von Johann Brandstetter ©

 

Hier entlang zum Buch und zur LESEPORBE auf der Verlagswebseite:
https://www.klett-cotta.de/buch/Leben/Magie_des_Staunens/101196

Hier entlang zu einer weiteren begeisterten Rezension auf dem Sachbuchblog „Elementares Lesen“:

Rachel Carson: Magie des Staunens

Die Autorin:

»Rachel Carson, 1907 in einfachen Verhältnissen geboren, arbeitete nach einem Studium der Meeresbiologie als Wissenschaftlerin für die US-Fischereibehörde – als erst zweite Frau überhaupt. Mit ihren Büchern begründete sie die Umweltbewegung. Nach ihrem frühen Tod 1964 wurde sie posthum mit der Medal of Freedom ausgezeichnet. Heute gilt sie als einer der einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts.«

Der Illustrator:

Da der Klett-Cotta-Verlag aus unerfindlichen Gründen keinerlei Angaben zum Illustrator Johann Brandstetter macht, verweise ich interessierte Leser einfach auf seine eigene Webseite: https://www.johann-brandstetter.com/

Querverweis:

Dieses Buch ergänzt sich hervorragend mit dem Sachbuch „Natur tut gut. Warum Kinder draußen glücklicher sind“ von Andreas Weber:
https://www.ullstein-buchverlage.de/nc/buch/details/natur-tut-gut-9783548376486.html
und mit Andreas Webers biophilosophischem Buch „Alles fühlt“:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/01/alles-fuhlt-neuausgabe/

Außerdem bietet sich ganz praktisch-anschaulich noch Nick Bakers Schule der Spurenlese an„Fährten lesen und Spuren suchen“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/01/31/fahrten-lesen-und-spuren-suchen/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/
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45 Kommentare zu “Magie des Staunens

    • Verbindlichen Dank, lieber Achim,
      für Deine zugeneigte Rückmeldung.
      Ich wähle meine Zitat-Leselockhäppchen sehr bewußt aus. Du wirst Dir in diesem Büchlein gewiß in poetischer Hinsicht noch weitere Sättigung erlesen können.
      Abendsonnige Grüße 🙂

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  1. Die Erde ist ein Wunder.
    Unsere technikgläubige und technikverliebte Gesellschaft braucht immer wieder die Erinnerung daran, dass wir Menschen keine Maschinen sind, sondern lebendige Wesen mit Gefühlen, die uns weit über den Intellekt hinaus mit der Welt, unseren Mitmenschen, der Natur und allen anderen Lebensformen verbinden.
    Neben Carson weisen auch die Schriften von Henry David Thoreau und Alexander von Humboldt auf die wichtige Verbindung von Kopf und Herz hin, um lebensbejahende Entscheidungen zu treffen.

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    • Verbindlichen Dank für Deine harmonische Zustimmung zur Naturverbundenheit und für die Hinweise auf Henry David Thoreau und Alexander von Humboldt.
      Alexander von Humboldt wird übrigens im September mit der Hörbuch- dokumentaion „Der unbekannte Kosmos“ auf den Leselebenszeichen zu Wort kommen …
      Neben Rachel Carson, Thoreau und Humboldt weise ich gerne noch auf Andreas Weber hin, einen gegenwärtigen Autor, der ebenfalls Bücher zur natürlichen Herzensbildung geschrieben hat. Unter meinem Querverweis unter der Rezension habe ich zwei entsprechende Buchhinweise verlinkt.

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  2. Ein wundervolles Buch muß es sein, liebe Ulrike.
    Auch die Illustrationen entsprechen sehr meinem eigenen Geschmack. Poesie in Bildern und Worten, denn die Natur ist in meinen Augen Poesie vom Allerfeinsten.
    Der Garten meiner Kindheit war nicht verwildert, es war ein Nutzgarten, einer, der die Menschen im Haus ernährte, und doch hatte er für mich eine ganz eigene Poesie.
    Ich liebte die alten Bäume und erntete eifrig in meinen Mund 🙂 und bei den Beerensträuchern machte ich es genau so. Da ich natürlich auch immer zu Hilfarbeiten herangezogen wurde, vor allem von meiner Oma, lernte ich viel und das Helfen machte mir großen Spaß – vor allem mit ihr!

    Liebe Grüße von Bruni

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    • Herzlichen Dank, liebe Bruni,
      für Deine harmonische, naturverbunden Zustimmung und Deine vitaminreichen 😉 Erinnerungen an den Garten Deiner Kindheit.
      „Die Magie des Staunens“ wird Dir gewiß mit seiner inhaltlichen und illustratorischen Naturpoesie und seiner hohen buchgestalterischen Qualität zusagen.
      Herzensgruß von mir zu Dir 🌿 🌿 🌿

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  3. Die sinnliche Wahrnehmung schärfen. Das bringt es auf den Punkt. Ich glaube, es fällt schwer, das bereits Gesehene und verstandesmäßig Begriffene auf einmal zu „löschen“. Dennoch entdeckt man viel Neues, wenn man Vertrautes anders sieht. Fotograf*innen werden mir zustimmen. V. a. In der Makrofotografie kann man unglaubliches Wahrnehmen.
    Vielen Dank für diese Rezension, liebe Ulrike. Das Buch ist gebookmarked 😊

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    • Hab‘ Dank für Deine fotografische Perspektive, liebe Simone.
      Die achtsame sinnliche Wahrnehmung erschließt uns die Natur wesentlich unmittelbarer als die verstandesbetonte Flüchtigkeitswahrnehmung des „Habe-ich- schon-oft-gesehen“, bei der man dann tatsächlich nicht das aktuelle DASEIN erblickt, sondern nur ein Muster oder Vorbild wiedererkennt.
      Beim Fotografieren kommt hinzu, daß Du zwar bewußt das Motiv auswählst und vielleicht noch Belichtung usw. einstellst, aber trotzdem etwas fotografisch einfangen kannst, daß Du dann erst hinterher bei der Bildbetrachtung erkennst oder entdeckst oder eben beim Makro in die Tiefenstruktur der Materie schaust und wieder – wie ein Kind – staunen kannst, angesichts der sichtbar unsichtbaren Wirklichkeiten. :mrgreen:

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    • Gerne, liebe Petra,
      lenke ich die Aufmerksamkeit meines Lesepublikums auch auf Deine ergänzende Rezension und danke Dir nochmals für Deinen anregenden Hinweis auf die „Magie des Staunens“. 🙂

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  4. Liebe Ulrike, ich weiß zwar nicht, woher ich die ganze Zeit nehmen soll, aber das wird sich schon finden. Das Buch ist notiert. Die Illus sind ja wirklich außergewöhnlich schön. Hab Dank für die Entdeckung. LG und einen wunderbaren Sonntag Dir! Bri

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    • Liebe Bri,
      die Zeit für dieses wertvolle Buch wirst Du gewiß finden. Es ist nur ein schmales Bändchen von 88 Seiten inklusive der Illustrationsseiten. Es ist eine meditative, gänzlich unanstrengende Lektüre, die gleichwohl sehr viel Tiefe enthält. Und die Illustrationen von Johann Brandstetter sind eine wahre Augenweide.
      Mit einem naturverbundenen Herzensgruß von mir zu Dir 🌿

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  5. Herzlichen Dank für Deine einfühlsame Vorstellung dieses Bandes, liebe Ulrike. Wir haben einige von Rachel Carsons Büchern, aber dieses war mir leider bisher nicht bekannt. Ich werde mich aber ganz bestimmt danach umsehen, weil ich mir immer wünsche, als Kind mehr Interesse für die Natur gehabt zu haben, und ich mich gerne in den Schuhen ihres Neffes wiedersehen würde.
    Sei zum Sonntag lieb gegrüßt,
    Tanja

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    • Liebe Tanja,
      Herzensdank für Deine zugeneigte Resonanz.
      Dieses Buch von Rachel Carson ist erst jetzt ins Deutsche übersetzt worden, in den USA ist es bereits 1965, ein Jahr nach ihrem Tod, erschienen. Deshalb hätte ich vermutet, daß Du das Original kennen könntest.
      Schön, daß ich Dich nun darauf aufmerksam machen konnte und Du Dir damit sozusagen eine kindliche Naturnachhilfelektüre erschließen kannst.
      Mit einem freundlichen Sommerabendgruß
      Ulrike

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      • Ich glaube nicht, daß das Buch sehr bekannt ist, liebe Ulrike. Die letzte Ausgabe, die ich im Internet aufspüren konnte, stammt von 1998, und in unserer Bibliothek gibt es leider nur eine elektronische Kopie davon. Wie Du weißt, bin ich eine Dinosaurierin, und weigere mich, EBooks zu lesen. Ich werde mich aber weiterhin umschauen!
        Dir eine angenehme Woche, liebe Ulrike. 🌻

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  6. Eine wunderschöne Empfehlung ist das! Allein die schönen Bilder und der bezaubernde Textauszug. Ich bin als Landkind und in der Tradition von Menschen, denen Natur wichtig war, bzw ist, erzogen worden und will dies niemals missen, nur wer seine Umwelt kennt, schützt sie. Etwas abgedroschen, der Satz, aber trotzdem richtig. Und genau so halte ich es in meiner Familie. Außerdem, wenn jeder vor und hinter seiner eigenen Tür anfängt, sind wir schon Mal etwas weiter. Daher ist das Buch auf alle Fälle auf meine Liste gekommen.
    Liebe Grüße
    Nina

    Gefällt 5 Personen

    • Es freut mich, liebe Nina,
      daß meine Buchempfehlung, meine Zitatauswahl und die Illustrationen von Johann Brandstetter so gut bei Dir ankommen und mit Deiner familiären Naturbildungstradition harmonieren.
      Ich teile Deine Auffassung, daß man nur das für schützenswert hält, was man kennt.
      Sei herzlich gegrüßt von
      Ulrike

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  7. Das ist eine wundervolle Leseempfehlung. Vielen Dank dafür. Ich werde mir den Titel notieren. Zum Thema Achtsamkeit und Staunen über die Natur kann ich wiederum das wunderbare Buch „Leben auf dem Land“ der Amerikanerin Sue Hubbell empfehlen. Viele Grüße

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  8. Hallo Ulrike,
    recht schönen Dank für diesen erlesenen Buchhinweis zum Staunen über die Natur mit den reizvollen Illustrationen. Freut mich besonders, weil der Rundfunk gerade an den „Stummen Frühling“ von Rachel Carson erinnert hatte mit Wiederholung einer Sendung vom April.
    https://www.br.de/radio/bayern2/service/manuskripte/notizbuch/manuskriptnotizbuch-2312.html
    Ihrerzeit ging es um das „Pflanzenschutzmittel“ DDT, heute unter anderem um Glyphosat. Mir fehlt jedes Verständnis dafür, warum die Bayer AG Monsanto gekauft hat, und wer sich auf welcher Seite was davon verspricht und die Hände reibt. Ärgerlich, erstaunlich.
    Ein kleiner Lichtblick: Der Bayerische Landtag hat das erfolgreiche Volksbegehren zum Artenschutz mit Ergänzungen angenommen. Und die Naturschutz-Verbände passen mit der Opposition darauf auf, dass es hier kein „Green Washing“ geben wird.
    Literarisch wäre ich neugierig, ob es bei Rachel Carson einen Rückbezug gibt auf Henry David Thoreau („Walden“, „On Walking“).

    Gute Sommerzeit
    und schöne Grüße
    Bernd

    Gefällt 5 Personen

    • Lieber Bernd,
      hab‘ Dank für Deine interessierte Rückmeldung und den ergänzenden Hinweis und Link auf die Rundfunksendung über Rachel Carsons Buch „Der stumme Frühling“.
      Zum Thema Bayer AG Monsanto: Ich frage mich, wie arrogant, geldbessen, lebensentfremdet und machtbedürftig man sein muß, um Monsanto zu kaufen? Wo haben die dafür Verantwortlichen einen Ersatzplaneten für sich reserviert?
      Der Erfolg des Volksbegehrens zum Artenschutz hat mich auch sehr gefreut!
      Zeigt es doch, daß viele Menschen sich nicht mehr für dumm verkaufen lassen und zu sinnvolleren Werten hinstreben als zur nächsten Selbstwertprothese (sei es Smartphone, Auto- oder Modemarke usw.)

      Rachel Carson steht in der Tradition des Nature Writing, ein Genre zu dem Henry David Thoreau mit seinem Werk ganz gewiß gehört. Im Nachwort steht, daß Sie „Magie des Staunens“ als „positives Gegenstück“ zu „Silent Spring“ geplant hatte.
      Naturverbundene Grüße von mir zu Dir

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      • Danke für Deine Resonanz, Ulrike, und ich halte Ausschau nach dem Buch, nicht auf dem Amazonas, sondern bei der Buchhändlerin meines Vertrauens.
        Schöne Grüße aus Nürnberg

        Bernd

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  9. Und wieder haben wir hier ein Buch, dem nur eine sinnenfreudenfreundliche Aufmachung gerecht werden kann. 🙂 Denn natürlich (!) geht es in diesem Buch zuvörderst um den Zauber des Erlebens. Ist das Erlebnis intensiv – und das wird es, wenn man sich auf den Zauber der Natur einlässt, allemal sein – lässt die Neubegierde auf wissbare Informationen nicht lange auf sich warten. Das Bild von den Gefühlen und Sinneseindrücken als Nährboden, in dem die Faktensamen heranreifen und gedeihen können, spricht mich sehr an. Da spürt man gleich, wes Geistes Kind die Autorin ist. 🙂

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    • Lieben Dank für Deine sinnenfreudige, stimmige Resonanz, die in allen Aspekten mit meinem Empfinden zur Natur, zum Zauber des Erlebens, zum Buch und zur Autorin harmoniert. 🙂
      Das von mir ausgewählte Zitat am Ende der Rezension erscheint mir inhaltlich und stilistisch exemplarisch für alles, was Rachel Carson in diesem Buch kundtut und die – wie Du so trefflich wortverspielt formuliert hast – sinnenfreudenfreundliche Aufmachung des Buches rundet alles organisch ab. 🙂

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  10. Liebe Ulrike, deine heutige Buchvorstellung macht mich nachdenklich. Ich habe direkt meine ganze Kindheit Revue passieren lassen. War ich ein Kind, das eine Diät mit Fakten erlebt hat?
    Ich glaube eigentlich nicht. Was wohl gewesen wäre, wenn sie mich an die Hand genommen hätte?
    Jedenfalls ist dies ein wunderbares Buch, das zumindest mir als Erwachsenen noch eine Welt öffnet.
    Noch wundervoller finde ich, dass sie ein solches Buch noch kurz vor ihrem eigenen Ableben verfasst hat. Das sagt auch sehr viel über sie selbst aus.
    Nachdenkliche Grüße
    Barbara

    Gefällt 6 Personen

    • Liebe Barbara,
      meine Eltern haben es aus ihrer Wesensart heraus mit meiner „Naturbildung“ genau so gemacht, wie es Rachel Carson anregt. Meine Kindheit war voller sinnlicher Erfahrungen, ich durfte mich beim Spielen ruhig dreckig machen und meine Fundstücke (Steine, Hölzchen, Schneckenhäuser, Tierknochen, Federn usw.) mit nach Hause bringen.
      Das Buch von Rachel Carson öffnet gewiß auch dem erwachsenen Leser einen Zugang zur Naturerfahrung. Deine innere Aufgeschlossenheit dafür ist der eigentliche Schlüssel … 🌿 🍀 🌿 🍀 🌿
      Rachel Carson hatte wohl – wissend um ihr nahes Lebensende – das Bedürfnis, noch einen persönlichen Naturwegweiser zu hinterlassen.
      Wie man hier sieht, kommt die Botschaft auch heute noch an.
      Herzensgruß von mir zu Dir

      Gefällt 3 Personen

  11. Wieder eine Vorstellung nach meinem Geschmack, die Illustrationen sind zauberhaft. Wünschen wir diesem Buch einen grossen Verkaufserfolg für Gross und Klein.
    Ein begeisterter Gruss an Dich, Karin

    Gefällt 3 Personen

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