Die verlorenen Wörter

  • Ein Buch der Beschwörungen
  • von Robert Macfarlane
  • Originaltitel: »The Lost Words«
  • Aus dem Englischen von Daniela Seel
  • illustriert von Jackie Morris
  • NATURKUNDEN No. 49 www.naturkunden.de
  • 1. Auflage Matthes & Seitz Verlag, Oktober 2018  www.matthes-seitz-berlin.de
  • 2. Auflage Januar 2019
  • gebunden, Fadenheftung
  • Format: 33,4 cm x 22,6 cm
  • 134 Seiten mit 100 Abbildungen
  • 38,00 €
  • ISBN 978-3-95757-622-4

WÖRTER  WECKEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Von Blauglöckchen bis Zaunkönig blättern wir mit diesem Buch ein verwunschenes Alphabet der Natur auf. Es wurzelt in dem alten, magischen Glauben, daß die Namen der Wesen, diese Wesen hervorrufen können.

Die Verarmung der Natur spiegelt sich in der Verarmung des Wortschatzes. Im Vorwort dieses Buches wird vor allem der die Kinder betreffende Wortverlust beklagt – die Wörter für die Natur gingen leise und fast unbemerkt verloren, „ein Verdunsten wie von Wasser auf Stein“. Die Entfremdung von der Natur korrespondiert mit dem Verschwin- den von Worten, die einst selbstverständlich in den Mund genommen wurden, weil man mit der lebendigen Natur alltäglich in Berührung war.

Mit dem vorliegenden Buch lassen sich einige solcher Wörter und Wesen bewahren, wiederentdecken und heraufbeschwören. „Die verlorenen Wörter“ ist eine wunderbare Spurensuche, die wechselwirksam von der Sprache ins wilde Leben und vom Leben in die Sprache führt.

So finden wir beispielsweise auf einer Doppelseite die Blauglöckchen zunächst buch-stäblich verstreut als blauviolette Buchstaben, die zwischen Baumstämmen „wachsen“. Auf der nächsten Doppelseite wird das Blauglöckchen in einer schönen botanischen Illustration gezeigt und von einem wildpoetischen Text begleitet, dessen Zeilenan- fangswort – nach der Versform des Akrostichons – stets mit dem Buchstaben beginnt, welcher der Buchstabenfolge des Wortes BLAUGLÖCKCHEN entspricht. Dann folgt eine Doppelseite mit einer Illustration, die das Blauglöckchen in seiner natürlichen Umgebung zeigt.

Buchstaben werden hier zu Wortgebilde-Bildern geformt, die sich zu Zeilen und gemalten Bildern verdichten. Blauglöckchen, Brombeere, Efeu, Eiche, Eisvogel, Elster, Farn, Heide, Kastanie, Lerche, Löwenzahn, Molch, Natter, Otter, Rabe, Reiher, Star, Weide, Wiesel und Zaunkönig werden sinnlich-assoziativ-imaginativ beschworen und mit Worten eingefangen. Das klingt manchmal wie ein Märchen, manchmal wie ein Zauberspruch oder Rätsel und immer respektvoll-bewundernd. Zudem bleibt stets eine freie, offene Atemweite, die der geneigte Betrachter und Leser selbst ergänzen kann.

Illustration von Jackie Morris © Matthes & Seitz Verlag 2018

Die verspielten Buchstabengebilde, welche die Wuchsformen, die Flugbahnen oder die Silhouette der Naturwesen aufgreifen, stimmen auf das im folgenden Text beschriebene Wesen ein. Die sich daran anschließenden Illustrationen fügen das Einzelwesen dann in seine natürliche Umgebung und Gesellschaft ein.

Dem im Vorwort angekündigten löblichen pädagogische Anspruch, dem verlorenen sprachlichen Terrain der Natur in der Lebenswelt von Kindern etwas entgegenzusetzen, wird dieses Buch meiner Ansicht nach nur bedingt gerecht. Die Texte und die Wortwahl sind sehr anspruchsvoll und entfalten ihre literarisch-lyrische Sprachmagie durch gekonntes Vorlesen. Ob dadurch wirklich viele Kinder erreicht werden können, sei einmal dahingestellt.

Jackie Morris Illustrationen sind ebenso botanisch und zoologisch präzise wie schön und einfühlsam. Das Suchen und Finden, Lauschen und Schauen, Erinnern und Imaginieren, das uns dieses bemerkenswerte Buch bildlich sowie sprachlich ermöglicht, sind ein zauberhaftes, wildniswirksames Vergnügen, bei dem wir in den geheimnisvollen Wortwedeln, Fiederzeilen, Fragefrüchten, Rankenzeichen und Federworten des Autors Robert Macfar-lane der Natur begegnen.

Sehr ansprechend sind auch die wortschöpferischen Namensvariationen, die sich aus den Beschreibungen ergeben. So wird beispielsweise der Löwenzahn u.a. „Schirmchenstreu“ genannt, was wirklich entzückend anschaulich ist. Die lyrische Sprachmelodie und die Bindung an die Anfangsbuchstabenfolge (Akrostichon) waren gewiß eine übersetzerische Herausforderung, der die Übersetzerin, Daniela Seel, gleichwohl kongenial gewachsen war.

Das großzügige Quart-Buchformat, das schmeichelgriffige 150g/m² Papier, die satte, lesefreundliche Typografie, die Kombination aus sorgfältigen naturalistischen Illustrationen und naturliebhaberischem Sprachstil zeugen für den harmonischen Einklang von substanzieller innerer und äußerer Buchqualität, wie sie für die von Judith Schalansky herausgegebene Reihe NATURKUNDEN Standard ist. Da kommt Sammellust auf …

 

Hier entlang zum Buch und zur großzügigen, unbedingt sehenswerten LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.matthes-seitz-berlin.de/buch/die-verlorenen-woerter.html

 

Der Autor:

»Robert Macfarlane, geboren 1976 in Nottinghamshire, studierte Literaturwissenschaft in Cambridge und begann schon als Kind mit dem Bergsteigen. Sein erstes Buch Mountains of the Mind (2003) erhielt zahlreiche Preise, darunter den Somerset Maugham Award. Nach einer wissenschaftlichen Arbeit über Plagiate im 19. Jahrhundert veröffentlichte er 2007 The Wild Places. Es wurde von Kritik und Publikum gefeiert und zur Grundlage einer bbc-Dokumenta- tion. 2012 erschien die Fortsetzung Old Ways. 2011 wurde Macfarlane, der auch als Essayist und Kritiker für den Guardian tätig ist, zum Mitglied der Royal Society of Literature ernannt. Macfarlane gilt als wichtigster britischer Autor des Nature Writings. Im März 2015 erschien Landmarks; Robert Macfarlane untersucht darin die Verbindung von Sprache und Natur. In deutscher Sprache erschienen bei Matthes & Seitz Berlin bislang Karte der Wildnis, Alte Wege und Die verlorenen Wörter, welches mit dem BAMB Beautiful Book Award 2017, dem Hay Festival Book of the Year und dem The Sunday Times Top Ten Bestseller ausgezeichnet wurde.«

Die Illustratorin:

»Jackie Morris 1961 in Birmingham geboren, lebt als freie Autorin und Künstlerin in Wales. Ihre Illustrationen zu Verlorene Wörter wurden mehrfach ausgezeichnet und brachten dem Buch u.a. den von britischen Buchhändlern vergebenen Titel Schönstes Buch des Jahres ein

Die Übersetzerin:

»Daniela Seel 1974 in Frankfurt am Main geboren, ist Verlegerin des unabhängigen Verlags kookbooks, Übersetzerin und Lyrikerin. Zuletzt erschien ihr Gedichtband »was weißt du schon von prärie« (kookbooks). Daniela Seel lebt in Berlin.«

 

Querverweis:

„Die verlorenen Wörter“ ergänzen sich für erwachsene Leser gut mit Andreas Webers empathiesophischen, sprachempfindsamen Naturkunden „Alles fühlt“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/01/alles-fuhlt-neuausgabe/ und „Minima Animalia“: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/03/12/minima-animalia/
Für Kinder eignet sich ergänzend Antje Damms BuchWas wird aus uns? Nachdenken über die Natur: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2019/02/28/was-wird-aus-uns/

 

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/
Werbeanzeigen

47 Kommentare zu “Die verlorenen Wörter

  1. Seit längerem wundere ich mich, wieso du kaum noch Bücher beschreibst … gerade habe ich endlich mal nachgesehen: aktiv und anregend wie eh und je bist du hier zugange, nur bist du auf rätselhafte Weise aus meinem „Gefolge“ entschwunden!
    Was für eine schöne Reunion nun ausgerechnet mit einem Band der Naturkunden, die ich so liebe – und dann noch einer über Namen und Natur!
    Da bin ich doch gerne Kind genug für so ein Kinderbuch und freue mich schon darauf, es bald zu genießen.

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für diese wunderbare Buchvorstellung, liebe Ulrike. Wie mir der Autor und seine Werke bisher entgangen sind, ist mir ein Rätsel. Ich habe mir das Buch sogleich in der Bibliothek bestellt, kann mir aber gut vorstellen, daß ich das meiner eigenen Bücherei hinzufügen muß, wenn es mir so gut gefällt, wie ich mir das vorstelle. 😊

    Gefällt 1 Person

  3. Für mein Enkelchen wäre es nicht das richtige, für mich als Kind wäre es der Himmel auf Erden gewesen, liebe Ulrike.
    Ein Buch, mit viel Herzblut und gleichermaßen der Freude an Natur und WortSCHATZ geschrieben. Ein zauberhaftes Buch, für das man aber poetische Worte lieben muß und nicht nur die sachlichen, neusprachlichen, die ich manchmal schon nicht mehr hören kann…
    Herzliche Morgengrüße von Bruni an Dich

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Bruni,
      ich wäre auch schon als Kind auf ein solches Buch geflogen, da mir meine Eltern Liebe zur Natur, sprachliche Achtsamkeit und kreativen und phantasievollen Sprachausdruck vermittelt, vorgelesen und vorgelebt haben.
      Wer keinen Sinn für Poesie entwickelt hat und keine Liebesbeziehung zur Natur pflegt, wird die verlorenen Wörter garnicht als Verlust wahrnehmen und noch nicht einmal die damit verbundene Herzensverarmung spüren.
      Ich pariere herzlose Sprache immer wieder gerne mit meinem wortverspielten SprachVERMÖGEN, und manchmal horcht dann doch jemand auf und entdeckt ungeahnte Worthorizonte.
      Herzensgruß von mir zur Dir ❤

      Liken

  4. Ich habe das Buch kürzlich verschenkt an Großeltern zum Anschauen mit Enkel. Die Texte sind zwar nicht kindgerecht, aber in den bezaubernden Zeichnungen lässt sich viel entdecken. Und als Erwachsener schaut man wieder sorgfältiger, was rundum wächst, weil das Buch die Schönheit und Gefährdung der Natur bewusst macht. Bei uns gibt es zum Glück all die Pflanzen noch vor der Haustür, man muss nur darauf achten.

    Gefällt 1 Person

    • Hab‘ Dank für Deinen Bucherfahrungsbericht, der sich mit meiner Einschätzung deckt. Die zauberhaften Illustrationen wecken ebenso kindliches wie erwachsenes Interesse, und der anspruchsvolle Text bedarf für Kinder einer zugewandt-kommunikativen Vermittlung.
      Wie erfreulich, daß es bei Dir vor der Haustür noch all die genannten Pflanzen gibt, bei mir ist das ebenso – teilweise sogar in meinem eigenen Garten (Efeu, Farn, Löwenzahn).

      Gefällt 2 Personen

  5. Beim Lesen Deiner Rezension kam mir so der Gedanken, dass das wieder ein tolles Buch für Kinder wie für deren Groß-/Eltern wäre. Aber dann kam Dein Hinweis, dass nicht klar wäre, ob man Kinder damit erreichen könne. Die Bilder finde ich durchaus sehr ansprechend. Darauf gibt es doch (auch) für Kinder viel zu entdecken. Und wenn das Buch nicht direkt zu den Kindern spricht, so kann man aber darüber ins Gespräch kommen. Und wie könnten Worte besser wiederbelebt werden als durch lebendige Gespräche? Ich kann mir schon vorstellen, dass das Buch das erreichen kann. Und Deine Rezension hat erreicht, dass ich mal wieder viel zu viel „gesagt“ habe 😉

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Belana,
      keineswegs hast Du zuviel „gesagt“, denn ich freue mich über Deinen ausführlichen Kommentar. :mrgreen:
      Ich stimme Dir zu, daß „Die verlorenen Wörter“ durch das Gespräch zwischen Bezugspersonen und Kindern zu wiedergefundenen Wörten werden können.
      Und die schönen Illustrationen sprechen altersunabhängig durchaus für sich selbst.

      Gefällt 1 Person

  6. Jetzt ist er da, Dein Beitrag zu diesem Zauberbuch, auf das Du damals schon wartetest, als ich es vorstellte. Ich habe es immer noch auf einem Tischchen ausgelegt, auf das immer wechselnd eine zeitlang ein Lieblingsbuch liegt, nur die aufgeschlagen Seiten wechseln.
    Lieber Gruss an Dich, Karin

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Karin,
      Dank des großzügigen Formats kann man regelrecht in den schönen Illustrationen spazierengehen und das Buch wie eine Wechselausstellung dekorativ und inspirierend ins persönliche Ambiente einfügen.
      Herzlichen Dank für Deinen Wohlgefallenskommentar. :mrgreen:
      Frühlingsgrüne Grüße von mir an Dich

      Gefällt 1 Person

  7. Guten Morgen liebe Ulrike! Zuhause war es Pflichtlektüre Brehms Tierleben zu lesen. Dicke Wälzer mit inzwischen vielen ausgestorbenen oder stark bedrohten Spezies, die sich heute anhören, wie aus einer anderen Zeit, dabei ist diese kaum vergangen. Oft verfalle ich selber in die Sprache von Dumas, Tolstoi oder Melville, und frage mich anschließen, wer solche Texte noch lesen mag? Ich bin wohl das Produkt längst vergangener Zeiten und ein bisschen verstehe ich so dieses Buch, obwohl die dort beschriebenen Tiere noch leben mögen. Vielleicht ist es eher Lektüre für Eltern, die ihren Kindern etwas von der eigenen Naturromantik vermittel möchten. Ganz liebe Grüße aus Marburg!

    Gefällt 4 Personen

  8. Wundervolle Zeichnungen und eine Idee in meinem Sinne. Ich hab auch so einen Katalog an alten Wörtern, die meine Urgroßmutter noch benutzte, teilweise im Dialekt, die so viel mehr Gefühl innehaben.
    Selbst wenn dieses Buch für Kinder zu schwierig ist, wird es sie dennoch erreichen. Denn ich bin davon überzeugt, dass aufmerksame Leser ihr Sprachverhalten/ihre Sprachgewohnheiten ändern werden und ihre erweiterte/erweckte Sensibilität weitergeben.

    Gefällt 3 Personen

    • Herzlichen Dank für Dein lebhaftes Interesse und Deine Zustimmung!
      Gewiß können Kinder in ein anspruchsvolles Buch hineinwachsen …
      Die verlorenen Wörter können für das lebendige Leben und die Natur sensibilisieren. Dank der faszinierenden Illustrationen läßt es sich gut als Bilderbuch verwenden und dank der naturpoetischen Texte kann es die Ohren für sprachliche Feinheiten spitzen und die Herzen für andere Lebewesen öffnen.

      Gefällt 2 Personen

  9. Allein wenn man den Schreibanlass kennt, macht das Buch schon neugierig.
    Mir gefallen die Zeichnungen am besten.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder, die gern lesen, aus jedem Buch etwas für sich herauspicken können. Für solche ist es dann wohl geeignet und natürlich mich, die Naturkennerin *hüstel*

    Gefällt 4 Personen

    • Es freut mich, liebe Barbara,
      daß Dich dieses Buch anspricht.
      „Die verlorenen Wörter“ können Kindern ebenso wie Erwachsenen anschauliche und sogar vergnügliche Naturnachhilfe 😉 bieten.
      Ich denke auch, daß Kinder gemäß ihres Verständnisvermögens und ihrer persönlichen Interessensrichtung aus jedem Buch geistige Nahrung aufpicken können. Gleichwohl ist das Buch sprachlich recht anspruchsvoll, weshalb ich kundige erwachsene Mit- und Vorleser für durchaus angebracht halte.

      Gefällt 3 Personen

  10. Die Naturkunden lassen das Bücherfeenherz jeweils schmetterlingsschwebefreudig höhenfliegen, so viel ist schon mal klar. 🙂
    Das hier ist von Sprache und Illustrationen her ein ganz besonderes Zauberbuch. Es wird – darin bin ich deiner Meinung – nicht ein in jedem Kinderzimmer anzutreffender Bestseller werden. Kein Buch für Krethchen und Plethchen, wenn ich das mal so sagen darf. 😉 Es wird aber bestimmt Kinder geben, die dergestalt mit Sprache und Natur befreundschaftet sind, dass genau so ein Buch für sie einen besonderen (und bleibenden) Nährwert haben wird.
    Die Leseprobe sollte man sich in der Tat keinesfalls entgehen lassen. Ganz besonderes beeindruckt hat mich die Doppelseite mit Schleiereule und Fuchs. Die Ausdrucksstärke dieser Tierpersönlichkeiten und die faszinierende Stimmung dieser Waldwelt sind einzigartig.

    Gefällt 7 Personen

    • Herzensdank und Feenstaub für Deine zugeneigte Resonanz auf „Die verlorenen Wörter“. :mrgreen:
      Es ist in der Tat ein Zauberbuch und kein Buch für Krethchen und Plethchen 😉 , wie Du so trefflich angemerkt hast. Dennoch wird es Kinder geben, die für diese naturmagische und wildnisverlockende Darstellung in Wort und Bild empfänglich sind.
      Der Autor wurde zu diesem Buch motiviert, weil das Oxford Junior English Dictionary u.a. Worte, wie Molch, Eichel, Eisvogel und Löwenzahn aus dem Wortschatzfundus gestrichen hatte, da diese Vokablen angeblich keine Relevanz mehr für Kinder hätten. Diesem Armutszeugnis stellt er nun – erfolgreich – seine Naturwörterschatzkammer zum Aufblättern gegenüber.
      Fein, daß Du auch die Leseprobe inspiziert hast, die ausdrucksvolle Schleiereule und der Fuchs gefallen mir auch sehr und das schelmische Efeupoem … 🌿 🌿

      Gefällt 5 Personen

      • Mit dieser Lust am Verzicht auf den Verlust kann ich mich sehr anfreunden. 😉 Letztlich ist es ja so, dass jedes Wesen (und auch all das, was uns vielleicht unWESENtlich erscheinen mag) ein Teil von uns ist. Was wir nicht wortschätzen, wird im nächsten Augenblick aus unserem Bewusstsein entschwinden. Und wir werden sein wie eine Harfe, die ihre Saiten eine nach der anderen verliert und gleichsam sang- und klanglos aus-stirbt…

        Gefällt 2 Personen

      • Ja, wer die Worte nicht wertschätzt, unterschätzt die WIRKlichkeitsbeWIRKung, die den Worten innewohnt.
        Dein lyrisches Bild von der saitenlosen, verstummten Harfe bringt es anschaulich zum Ausdruck, was passiert, wenn nur noch funktionale Sprache vermittelt wird.
        Deshalb sind attraktive Bücher, die diesem Sprachverlust entgegenwirken, so WESENtlich und bewußtseinsbildend.
        Harmonische Grüße von mir zu Dir 😀

        Gefällt 3 Personen

Schreibe eine Antwort zu Frøken Fluesvamp - Kristina Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s