Bist du noch zu retten?

  • Pflanzenkrankheiten & schädliche Insekten erkennen und das Richtige tun
  • von Bärbel Oftring
  • KOSMOS Verlag    www.kosmos.de
  • Klappenbroschur
  • Fadenheftung
  • 144 Seiten
  • Format: 216 x 185 x 14mm (LxBxH)
  • 336 Farbfotos
  • 6 Farbzeichnungen
  • 16,99 € (D), 17,50 € (A)
  • ISBN 978-3-440-15968-2

ERSTE-HILFE-KURS  FÜR  PFLANZENSCHUTZ

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

In Bärbel Oftrings Vorgängerbuch „Wird das was – oder kann das weg?“ (siehe meine Besprechung:  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/05/08/wird-das-was-oder-kann-das-weg/) ging es darum, im frühzeitigen Wachstumsstadium zu erkennen, welche Pflanze sich im Garten angesiedelt hat, und dementsprechend zu entscheiden, ob und in welchem Ausmaße diese Pflanze erwünscht sei oder eher nicht. In ihrem neuen Buch „Bist du noch zu retten?“ thematisiert sie die präzise Früherkennung und Behandlung von Krankheiten, Mangelerscheinungen, Insekten- und Pilzbefall an und in Pflanzen.

Dabei führt uns Bärbel Oftring auf ganzheitliche Weise durch den Garten und vermittelt kein simples Schwarz-Weiß-Bild von Nützlingen und Schädlingen, sondern eine komplexe Betrachtungsweise, die Bodenbeschaffenheit, richtige und falsche Pflanzen- standorte, Lichtverhältnisse, Feuchtigkeit, Trockenheit und Überdüngung sowie den ökologischen Sinn natürlicher Pflanzenzersetzung mit einbezieht.

Auf generelle Hinweise zum ökologischen Gärtnern und naturgemäßen Pflanzenschutz folgen steckbriefartige Darstellungen verschiedener Krankheiten und Schäden durch Mangelerscheinungen, Frost, Sonnenbrand, Insekten, Pilze und Bakterien. Fotos und kurze informative Diagnosebeschreibungen sowie praktische Empfehlungen zur Behandlung – bzw. gegebenenfalls auch Entfernung – der erkrankten Pflanze sowie Hinweise auf resistente Alternativpflanzen helfen bei der korrekten Bestimmung der Krankheit und der Wahl der naturgemäßen Pflanzenschutzmaßnahme.

Beschrieben werden u.a. Stickstoffmangel, Stickstoffüberschuß, Kali-, Magnesium- und Eisenmangel, Frostschäden und Staunässe, Apfelschorf, Birnengitterrost, Echter Mehl- tau und Falscher Mehltau, Grauschimmel, Monila, Kohlhernie, Himbeerrutenkrankheit, Rostpilze, Rußtaupilze, Kräuselkrankheit, Borkenkäfer, Dickmaulrüßler, Drahtwürmer, Gallmilben, Haselnußbohrer, Minierfliegen, Möhrenfliege, Nacktschnecken, Spinn- milben, Trauermücken, Wanzen, Blattflöhe und Blattläuse sowie die hochgefährliche  Bakterienkrankheit Feuerbrand, die sogar beim Pflanzenschutzamt meldepflichtig ist.

Verschiedene Piktogramme zeigen auf den ersten Blick, ob eine Krankheit oder ein Insektenbefall harmlos und zu tolerieren ist oder ob eine aufmerksame Kontrolle und Entwicklungsbeobachtung bzw. ein radikales Entfernen und Entsorgen befallener Pflanzen im Restmüll erforderlich sind. Ein weiteres Piktogramm weist auf Pflegefehler (falscher Standort, zuviel oder zuwenig Feuchtigkeit oder Trockenheit, Überdüngung) hin, die leicht zu beheben sind.

Ein alphabetisches Register erleichtert das Nachschlagen bei bereits diagnostizierten Schäden, und die detaillierten Fotos nebst der eingängigen, sinnvoll strukturierten Begleittexte helfen zuverlässig beim Bestimmen noch unbekannter Krankheiten und bei der Behandlung und Stärkung betroffener Pflanzen.

Für fast alle Krankheiten und Probleme bietet die Autorin natürliche Lösungen und biologische Stärkungsmittel an. Bezugsadressen für biologische Pflanzenpflegeprodukte und Nützlinge runden dementsprechend diesen anschaulichen Erste-Hilfe-Kurs für Pflanzenschutz praktisch ab.

Bärbel Oftring schreibt in einem sehr sympathischen, naturliebhaberischen Stil, der von ihrer respektvollen, achtsamen Sicht und ihrer lebendigen Erfahrung mit der Natur zeugt.

Hier entlang zum Buch und zur LESEPROBE auf der Verlagswebseite:
https://www.kosmos.de/buecher/ratgeber/garten/gartenpraxis/9445/bist-du-noch-zu-retten

 

Querverweis:

Hier entlang zu Bärbel Oftrings Buch „Wird das was oder kann das weg?:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2017/05/08/wird-das-was-oder-kann-das-weg/

Die Autorin:

»Bärbel Oftring ist Diplom-Biologin und setzt ihre Liebe zur Natur als Autorin, Redakteurin und Herausgeberin von Sachbüchern und Ratgebern in die Tat um. In ihrem neuesten Buch zeigt sie, welche Ursachen es haben kann, wenn Pflanzen einen ungesunden Eindruck machen und was dann zu tun ist. «

Leselebenszeichen-Datenschutzerklärung: https://leselebenszeichen.wordpress.com/datenschutzerklaerung/
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22 Kommentare zu “Bist du noch zu retten?

  1. Liebe Ulrike, dieses Jahr stehe ich ein ums andere Mal traurig vor Pflenzen und frage mich genau den Buchtitel. Meine „Feinde“ sind aber nicht so leicht zu bezwingen. Sie sind der vergangene harte Winter und der gute Appetit unserer heimischen Rehe. Seufz. Sollte da auch ein Tipp im buch zu finden sein, wäre es auf jeden Fall was für mich. Gärtnerisch verzweifelte Grüße, Petra

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      • Das ist eine gute Idee, Ulrike. Es gibt wahrscheinlich etwas Ähnliches für unsere Fauna. Mich interessieren besonders natürliche Methoden für den Gartenunterhalt, da wir von chemischen Bomben Abstand genommen haben.
        Ich hoffe es geht Dir gut.
        Liebe Grüße,
        Tanja

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  2. Das hört sich gut an und ist sicher ein hilfreiches Buch, zumal du ja beschreibst, daß sie auf ein Gleichgewicht achtet und nicht mit der großen Keule daherkommt. Ich glaube, ich bin mit meinen Balkonpflanzen mit den bekanntesten Krankheiten schon durch ;-), andernfalls würde ich gleich zuschlagen. Aber ich werde es gerne weiterempfehlen!! Ihr Vorgängerbuch gefällt mir jedenfalls ausgesprochen gut 🙂 Mit blühenden Grüßen vom Blumenbalkon

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    • Lieben Dank für Deine zustimmende und bestätigende Rückmeldung.
      Es ist in der Tat ein hilfreiches Buch und nach der Besichtung solch zahlreicher Pflanzenkrankheitsmöglichkeiten wurde mir deutlich, daß ich bisher nur mit wenigem und vergleichsweise harmlosem und minimalem Krankheitsaufkommen zu tun hatte.
      Sonnige Grüße von der inzwischen aufblühenden Wildblumenwiese (100m²)
      🌿 :mrgreen: 🌿

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      • Oh wie schön!!! Das sieht bestimmt toll aus 🙂 Mach doch mal ein Foto – kann man ja auch per mail verschicken 😉 – Ich denke, die Krankheiten halten sich auf dem Balkon in Grenzen. Bei Obst und Gemüse kommen natürlich noch mal andere Sachen dazu, aber die habe ich derzeit ja nicht…

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  3. Das hier ist ganz ohne Zweifel ein gnadenlos 😉 werterfülltes Buch. Denn es ist leider eine bittere Tatsache, dass beten allein nicht immer hilft. [Wobei ich unter „beten“ in erster Linie liebevollen Zuspruch und Unterstützungsersuchen an Blumenelfen und andere freundschaftliche Wesen verstehe.] Auch ist es nicht immer eine einfache Entscheidung, ob man beispielsweise blätterknuspernde Besucher sorglos gewähren lassen kann, oder ob ein entschiedenes „wehret den Anfängen!“ vonnöten ist. Und leider kommt es ja auch vor, dass man eine Pflanze nach bestem Gewissen (aber leider nur suboptimalem Wissen) pflegevermeintlich zugrunde richtet. Selbst ein supergrüner Daumen hat manchmal „braune Flecken“. 😉 Pflanzenpflegerisches Naturtalent und guter Wille sind grundsätzlich schon sehr bekömmlich. Diesen „Salat“ aber mit erprobter Sachkenntnis zu würzen, ist bestimmt eine erfolgversprechende Strategie. In diesem Sinne: Herzensdank für eine erstklassige Buchempfehlung. 🌺🍀🌼

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    • Verbindlichen Dank für Deinen naturerfahrenen Kommentar, dem ich gerne zustimme. :mrgreen:
      Beten hilft nicht immer, manchmal ist praktisches, materielles Handeln angesagt und dafür bietet dieses Buch naturverträgliche Anleitungen.
      Als mein Holunderstrauch einst von schwarzen Blattläusen erobert wurde, habe ich es mit Telepathie versucht und auf diesem Wege nach passenden Helferlein „gerufen“. Drei Tage später waren Schwebfliegenlarven da und räumten die Blattläuse restlos auf.
      Vielleicht hat das jedoch nur funktioniert, weil ich ganz locker und entspannt dabei geblieben bin. Schließlich war ich auf die Ernte von Holunderbeeren überlebensmäßig und wirtschaftlich nicht angewiesen.
      Pflanzenpflegerisches Naturtalent, ein guter Draht bzw. Fühler 😉 zu den Naturgeistern, praktischer Sachverstand und Gelassenheit sind gewiß eine erfolgreiche Gartenpflege- und Pflanzenschutzstrategie. 🌿 🍀 🌿

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      • Ja, die entspannte Haltung mag im Zusammenhang mit deinem Holunderstrauch durchaus mit zum Erfolg beigetragen haben. 🙂 „Beten“ ist ja oft von einer unerquicklich-aufdringlichen Imperativ-Aura umgeben, was letzten Endes nicht unbedingt hilfreich ist. 😉
        Ein möglichst breit gefächertes Remedur-Register, dessen man sich – wofern es sich als Not wendig erweist – bedienen kann, hilft sehr, die so wesentliche Gelassenheit zu befördern. 🙂

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    • Vielen Dank für Deine Rückmeldung.
      Alleine schon die Befolgung der Hinweise für naturnahes und ökologisches Gärtnern, für Mischkultur und Nützlingsförderung dürfte Probleme mit Krankheiten und Schädlingen reduzieren. Und wenn es dann doch mal hakt, stellt Mutter Natur viele Rohstoffe für ihre eigene „Heilmedizin“ zur Verfügung.

      Gefällt 3 Personen

  4. Schon die Titelgebung weckt bei diesen Büchern die Lust aufs Lesen. Danke für die Vorstellung des neuen Werkes. Übrigens habe ich das damals sehr oft zu dem mir Angetrauen gesagt, als wir unseren ersten Garten urbar machten und er immer auf meinen Sämlingen herumstapfte. Auf dem Dachgarten änderte sich das zum Glück, weil die Kübel außerhalb seiner Tritthöhe waren🤗 Dir einen lieben erinnerungsseligen Gruss, Karin

    Gefällt 3 Personen

    • Hab‘ Dank, liebe Karin,
      für Deine interessierte Rückmeldung und Deine botanisch-eheliche Erinnerungsrückblende.
      Ja, Sämlinge befinden sich eher nicht auf Männeraugenhöhe, und da kann man schon mal etwas Kleinblättriges übersehen und betreten. Kübel sind bei Großfüßlern 😉 eine schützende Alternative zur Sämlingsaufzucht.
      Mit herzlichem Gruß :mrgreen:
      Ulrike

      Gefällt 2 Personen

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