Der Club der Idealisten

  • Über die Kunst, an das Gute zu glauben
  • (auch wenn so ziemlich alles dagegen spricht)
  • von Eva-Maria Altemöller
  • Sanssouci Verlag September 2016   www.sanssouci-verlag.com
  • gebunden mit bordeauxrotem LESEBÄNDCHEN
  • 240 Seiten
  • 18,–  € (D), 18,50 € (A)
  • ISBN 978-3-99056-000-6
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B I B L I O T O P

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Zu welchem Club gehören Sie? Zu den Idealisten, den Realisten, den Materialisten, den Pessimisten oder den Optimisten? Nun, Sie haben die freie Wahl nicht nur bezüglich des Clubs, sondern auch bezüglich Ihrer Lektüre.

Eva-Maria Altemöller, die Autorin des vorliegenden Buches, ist jedenfalls eine unheilbare Idealistin, wie übrigens fast alle Buchhändler, die ich kenne – mich höchstselbst eingeschlossen!

Die Autorin (und selbständige Buchhändlerin) widerspricht dem ethischen und kulturellen Werteverfall, wehrt sich beredt gegen „die Diktatur des Profits“ (Seite 97) und beschwört mit unermüdlicher Begeisterung bedrohte Tugenden wie Aufrichtigkeit, Freundlichkeit, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Besinnlichkeit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Mitgefühl, Respekt und Herzensbildung. Und sie übt gelassen Gesellschaftskritik, beschreibt „das tendenziell etwas unterreflektierte Gedankengut des Neoliberalismus“ (Seite 75) als lieblose, lebensfeindliche, narzißtische Störung und entlarvt den egozentrischen, schnäppchen-jagenden Homo oeconomicus als Mythos der Wirtschaftswissenschaften.

Neuere biologische und neurologische Forschungen haben ergeben, daß es – weder in genetischer noch in psychologischer Hinsicht – der menschlichen Natur entspricht, sich um jeden Preis wirtschaftliche Vorteile, Statussymbole & Co zu verschaffen. Menschen werden vielmehr durch Kooperation, soziale Resonanz und Kommunikation sowie Empathie wesentlich nachhaltiger motiviert und neuronal belohnt. Ein Geschenk zu geben ist ebenso erfreulich, wie eines zu bekommen.

Die Gedanken, Betrachtungen, Infragestellungen und Reflexionen dieses Buches werden von lebensläufigen Anekdoten und glaubhaft überlieferten wahren Geschichten aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld der Autorin unterfüttert und lebhaft-amüsant bis anrührend gewürzt. Außerdem verweisen mehr als 250 kleine rote Ziffern an diversen Stichworten im Fließtext auf zusätzliche Anmerkungen und Buchtipps, die auf der Webseite der Autorin abgerufen werden können.

In zweiten Kapitel ihres Idealismusratgebers schwärmt uns Eva-Maria Altemöller vom kleinen „Café Goertz“ in Bregenz vor und macht uns mit ihren sinnlichen Lobgesängen auf die dort mit solidem Konditorenhandwerkskönnen kunstgefertigten Kuchen den Mund wahrlich wässrig. Doch dies dient nur als schmackhafte Kulisse, denn just dieses Café hatte sich der Initiator eines gemeinnützigen Idealistenclubs als Gründungstreffpunkt ausgesucht.

Seiner bescheidenen Kleinanzeige nach rechnete er wohl nur mit einer Handvoll Interessenten, es kamen jedoch so viele, daß die zwanzig Sitzplätze des Cafés bereits eine halbe Stunde vor Beginn der anvisierten Uhrzeit besetzt waren und wenig später auch die Stehplätze. Der Initiator verlegte die Veranstaltung daraufhin gutgelaunt in den nahegelegenen Saal einer anderen Lokalität …

In zwölf Kapiteln umkreist Eva-Maria Altemöller eloquent diverse zwischenmenschliche, charakterspezifische, gesellschaftliche und mediale Zustände sowie Zumutungen und empfiehlt praktizierten Idealismus als wesentlichen Teil zur Lösung globaler und lokaler Probleme. Ihrer Vermutung stimme ich zu, daß jeder Idealist Problemlösungsideen oder zumindest Lösungsansätze in der Gedankenschublade habe und sich meist bloß nicht traue, diese in die breite Öffentlichkeit zu tragen.

Die rege Beantwortung der FrageDie Welt wäre ein besserer Ort, wenn …“ (Seite 263) kann als neues Gesellschaftsspiel viele phantasievolle Ideen ins Bewußtsein heben und von dort aus ins konkrete, konstruktive Handeln.

Zahlreiche Anregungen, mit dem eigenwilligen Idealistenkompaß dem „Mainstream“ zu trotzen, seine Wettbewerbsmentalität zu boykottieren und quer zu denken, runden dieses kultiviert-aufmüpfige Buch inspirierend ab.

Naheliegenderweise empfiehlt die Autorin den Besuch kleiner, konzernunabhängiger, engagierter Buchhandlungen, in denen Idealisten garantiert gleichgesinnte Menschen und Bücher treffen, die sie vielleicht nicht ausdrücklich gesucht, aber gerne gefunden haben …

„Bücher helfen uns, die Perspektive zu wechseln und mit neuen Ideen frischen Wind in unsere vielleicht schon seit längerem nicht gelüfteten Gedankengebäude zu bringen.“ (Seite 197)

Eva-Maria Altemöller schreibt in einem geistreichen, elegant-ironischen Plauderton. Gelegentlich ist sie dabei charmant-redundant, aber sie hat ja recht: Manche Leitsätze und manch aufklärerisches Gedankengut kann man gar nicht oft genug wiederholen.

Spätestens nach der Lektüre dieses ermutigenden Buches wissen Sie, daß es viel mehr Idealisten und Idealismus gibt, als die Mainstreammedien uns mit ihrer ungesunden Konzentration aufs Beängstigende, Negative und Sensationelle vorzugaukeln bestrebt sind.

„Wir können unser Geld … in den besten Wertpapieren anlegen, die es gibt, in Büchern nämlich, und so (wieder) in Formen von Transzendenz hineinwachsen, die uns der Mainstream eigentlich abgewöhnen wollte.“ (Seite 251/252)

Wertschätzen Sie Ihre Werte und drücken Sie Ihre Ideale im alltäglichen Denken, Sprechen und Handeln vorbildlich aus! Herzensbildung kann ansteckend wirken. Und sammeln Sie idealistische Ideen, Inspirationen, Lösungen, Visionen, Verbündete und Weltrettungspuzzleteilchen … und/oder gründen Sie einen weiteren „Club der Idealisten“.

Passend zum Lesebuch „Der Club der Idealisten“ gibt es zudem ein Notizbuch, damit die Gedankenblitze, Begeisterungsfunken, Erkenntnisbeflügelungen und ermutigenden Zitate nicht vergessen, sondern blau auf weiß aufgeschrieben werden und sich von dort aus nach und nach in die Wirklichkeit erheben.

 

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Notizbuch
Format: 9,5 cm x 15,00 cm
112 Seiten
broschiert mit Lesebändchen
illustriert mit zahlreichen Vignetten
10 € (D), 10,30 € (A)
ISBN 978-3-99056-013-6

 

 

 

 

Hier entlang zum Buch auf der Verlagswebseite:
Leider ist die Webseite des Verlages noch nicht „fertig“ 😦

Hier entlang zum Buch auf der Webseite der Autorin:
https://www.clubderidealisten.de/home/das-buch/
Und hier entlang zum Blog „Club der Idealisten“:
https://www.clubderidealisten.de/2016/10/23/willkommen/

Die Autorin:

»Eva-Maria Altemöller, Autorin, Buchhändlerin und Inhaberin verschiedener, liebevoll ausgestatteter Läden, lebt in Lindau am Bodensee. Sie hat ein seltenes Talent, das sie auch in diesem Buch unter Beweis stellt: nämlich leicht, brillant, klug, witzig und mit Tiefgang schreiben zu können zu können. Ihre Texte haben ein hohes Glücks- und Ermutigungs-Potential und versprechen reichen Erkenntnisgewinn.«
Mehr auf der Webseite der Autorin:  http://www.altemoellersche.de

 

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70 Kommentare zu “Der Club der Idealisten

  1. „Bücher helfen uns, die Perspektive zu wechseln und mit neuen Ideen frischen Wind in unsere vielleicht schon seit längerem nicht gelüfteten Gedankengebäude zu bringen.“
    Wie wahr. Und manchmal erkennt man sogar, das man gar kein so großer Exot ist, wie es erscheinen mag. Das Buch kommt auf meine „to read“-Liste!

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  2. Wir sind als Idealisten nicht nur allein, sondern wir können sogar eine Bewegung befördern – und das Schreiben spielt eine Rolle dabei! Hurra! Meine Theorie: Schreibend sind wir nah am Unbewussten, und damit weg von überflüssigem Luxus und nah an dem, was wirklich wesentlich ist. Logische Konsequenz: Mehr Schreiben! Und auch: Noch mehr Lesen! Liebe Ulrike, ich danke dir für diese Rezension, ich habe immer Freude an der Auswahl der Bücher, die Du uns hier vorstellst und empfinde sie als Bereicherung. Gern setz ich beim Schreibcoaching/Bibliotherapie Ausschnitte aus Deinen Empfehlungen ein, auch das Buch über die kindliche Wut ist ein wunderbarer Fund. Einen schönen Tag aus Berlin – Susanne

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    • Liebe Susanne,
      ich danke Dir erfreut für Dein idealistisches Echo und Deine Wertschätzung meiner Bücherauswahl.
      Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, daß Schreiben ein sinnvolles Werkzeug sein kann, um sich dem WESENtlichen zu nähern und es auch zu nähren.
      Herzensgruß von mir zu Dir 🙂

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  3. Herzlichen Dank für deine wundervolle Rezension, die mich begeistert. Ich glaube dieses Buch wird mir sehr gefallen und ich freue mich darauf (garantiertes Lieferdatum 03.April 2017 – das ist am Montag !! 🙂 ).
    Schön, dass du mich in meinem Blog besucht hast – ich habe dich nicht gerufen und trotzdem warst du da 😉 – das Schicksal hat mich zu dir und diesem Buch geführt 🙂

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende und ich fahre jetzt nach Calw und schau mir die Hermann-Hesse-Sonderausstellung an 🙂 Mehr dann danach in meinem Blog.

    Ganz liebe Grüsse ❤
    Christel

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    • Danke. liebe Christel,
      für Deine idealistische Buchbegeisterung!
      Deine Webseite habe ich ganz freiwillig und gerne sternchenstreuend besucht. Nun erwarte ich neugierig Deinen Bericht über die Hermann-Hesse-Sonderausstellung. 🙂
      Herzensgruß von mir an Dich

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  4. Als Schüler hat mich unser Vater mal gefragt was wir mit DM 50,00 machen würden, und das war bei unserem damaligen Taschengeld DM 1,50 in der Woche eine Riesensumme. Ich habe gesagt, dass ich mir Bücher kaufen würde. Das Geld hat mein Bruder bekommen, er hatte sich für ein Sparkonto ausgesprochen. Aber ich würde mich immer noch so entscheiden.

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    • Da kann ich Dir nur zustimmen!
      Ohne Idealisten und Optimisten wäre die Welt völlig herzensverarmt und hoffnungslos.
      Du wirst Dich also mit dem „Club der Idealisten“ bestens verstehen! 😉
      Lieben Dank für Deine idealistische Resonanz! :mrgreen:

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  5. Mir scheint, ich gehe zielgerichtet und mit vielen Umwegen direkt in die Nähe des Idealismus und dann beginne ich zu zögern und zu zaudern, um mich dann letztendlich doch dafür zu entscheiden 🙂 Hinter- und Vordertürchen lasse ich mir viele offen, schließlich muß frau auch an Fluchtwege denken.
    Es muß ein sehr feines Buch sein, das ich mir vermutlich Blatt für Blatt genußvoll auf der Zunge zergehen lasse, denn es ist wohl so etwas wie eine Lesepraline der allerfeinsten Sorte und da finde ich mich wieder.
    Herzlichen Dank für Deine feine Rezension über ein Buch, daß frau nicht alle Tage liest.

    Liebe Grüße von Bruni

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Bruni,
      Du gehörst nach Deiner Umschreibung also zum Club der pragmatischen Idealisten. 😉
      Deine Formulierung „Lesepraline der allerfeinsten Sorte“ paßt vorzüglich zum vorliegenden Buche, da die Autorin beiläufig auch ausgesprochen genüßlich über die süßen Annehmlichkeiten des Lebens (Kuchen & Co) schreibt. Man kann es sich wirklich „Blatt für Blatt genußvoll auf der Zunge zergehen lassen“, wie Du sehr einfühlsam bemerkt hast.
      Ich danke Dir für Dein feinsinniges Echo und Dein Lob.
      Herzensgruß von mir an Dich

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  6. Liebe Bücherfee,
    du schreibst, dass das Buch die vielfältigen Möglichkeiten selbstwirksamen Handelns aufzeigt. Daraus folgt, dass ich das Buch wirklich gut gebrauchen könnte 🙂
    Danke für die Buchvorstellung und einen lieben Gruß von Pauline

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  7. Liebste Bücherfee, da hast Du uns ein ganz besonders wertvolles Buchwerk vorgestellt. Ich kann nur aus vollem Herzen zustimmen. Unsere Natur ist es nicht, narzisstisch der Konsumsucht auf diversen Ebenen zu verfallen, sondern anzuerkennen, dass wir Teil einer nährenden, liebenden Natur sind. Ich habe das sichere Gefühl, dieses Buch öffnet Herz und Augen für die weitreichenden Zusammenhänge und lädt zum Handeln ein. Auf meiner Wunschliste steht dieses Schätzchen auf jeden Fall! Herzallerliebste Grüße und Sternenstaub in Deine Richtung versprüh 🌟🌟🌟, Deine Klangfee

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    • Liebste Klangfee,
      das Buch „Der Club der Idealisten“ ist eine Einladung und Ermutigung zum selbstwirksamen MitWIRKen und Gestalten unserer Gesellschaft, es klärt auf und es macht Hoffnung – das kann ich bestätigen.
      Ich danke Dir für Deine zugeneigten Zeilen und sternenstaubigen Grüße.
      Gruß & Umarmung von Deiner Bücherfee 🙂

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      • Das klingt ganz wundervoll! Sehr pragmatisch, klar und voller Lebensenergie und -mut! Das eignet sich auch vorzüglich als Geschenk! *Freudig-Sternenstaub-rüber-pust* und eine herzige Umarmung zurück an Dich 💞

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  8. Wie schön, dass es auch andere Perspektiven auf unsere Gesellschaft gibt. Zwar bin ich nicht in allen Punkten mit ihr in einer Meinung, aber dennoch ist es erfrischend von Leuten zu hören, die den Glauben an die Menschheit immer noch nicht verloren haben. Und ja, diese sind heute ziemlich unterrepräsentiert 🙂
    Ich bin auch kein Freund der Rational Choice Theorie, noch glaube ich an den Verfall von menschlichen Ethiken und Werten explizit in der Moderne. Narzissmus und eine (als schlecht angesehene) Differenz von zeitgenössischen Werten gab es schon immer. Und die Verschaffung von wirtschaftlichen Vorteilen und/oder Statussymbolen geschieht ja nicht gänzlich ohne Hinblick auf soziale Kontakte oder menschlicher Umwelt. Nicht grundsätzlich gut, aber schlecht trifft’s auch nicht.

    Danke für die gelungene Rezension, Ulrike 🙂
    Einen schönen Nachmittag noch.

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    • Hab‘ Dank für Deinen differenzierten Kommentar, lieber Jimmy.
      Perspektivwechsel belohnen uns meist mit unverhofften Einsichten.
      Die besondere Qualität dieses Buches liegt auch darin, uns an die vielfältigen Möglichkeiten des selbstwirksamen Handelns zu erinnern. 🙂

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  9. Herzlichen Dank, Ulrike, für diese Rezension. Und wo geht’s zur Anmeldung für den Club? Bin schon seit Jahren verzweifelt bemüht, am Optimismus/Idealismus festzuhalten. Vielleicht gelänge es in ähnlich orientierter Gesellschaft besser. Dein Buchtipp sollte ein paar neue Anstöße und etwas Auftrieb geben.

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  10. Wieder mal so ein Tipp…. genau zur rechten Zeit. Mein Hirn und Herz verkommen gerade zu realzynischer Resignation und also landet dieses Büchlein (die Stelle mit den Wertpapieren finde ich ganz entzückend) sofort auf meiner Besorgungsliste.
    Merci 🙂

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    • Wir wissen nicht, was ein freundlicher Apotheker in Fällen von realzynischer Resignation verschreibt …
      Wir vielseitigen Buchhändler empfehlen bei realzynischer Resignation gerne WERTVOLLE Bücher mit integrierter Idealismusauffrischungs-Impfung und ansteckender Begeisterung.
      Herzensdank für Deine positive Resonanz! 🙂

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  11. Liebe Ulrike, nie könnte ich deine Verantwortung für die Empfehlung eines Buches übernehmen, alleine weil es mir schwer fiele den Inhalt so unterhaltsam wiederzugeben. Ich scheitere bereits an der Eingangshürde zu welcher Sorte ich mich zuzählig vermute. Ich denke im Laufe des Lebens habe ich alle Richtungen ausprobiert und letztendlich ist eine bunte Mischung aus allem rausgekommen, abhängig von so vielen Faktoren, dass es Herrscharen von Mathematikern und Psychologen bräuchte, um eine erste vorsichtige Einschätzung abzugeben und so bleibe ich weiter wie ich bin oder sein werde. Neugierig auf Menschen. Danke.

    Gefällt 3 Personen

    • Lieber Arno,
      als Buchhändlerin habe ich sehr viel Übung darin, verantwortungsvoll-empfehlend Bücher weiterzusagen. Das Schreiben einer Rezension ist dann noch die konzentrierte KRÖNUNG. 🙂

      Du mußt Dich keineswegs auf eine Richtung festlegen. Von Therese Giehse ist der feine Ausspruch überliefert: „Ich bin ein sehr verschiedender Mensch!“
      Das nehme ich für mich ebenfalls gerne in Anspruch, wenn auch mit einem deutlichen Schwerpunkt in Richtung Idealismus. 🙂
      Hab‘ Dank für Deine nachdenkfühlerische Resonanz!

      Gefällt 3 Personen

  12. … das Buchcover passt perfekt nach Hamburg und der Buchinhalt zum Blumenmädchen… ich habe es ja nicht so mit dem ‚Clubbang’… aber so als gefühlte Idealisteninsulanerin kommt so ein Buch gerade richtig angesegelt… du hast dein Bücherfeenäschen schön im Wind Ulrike…

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  13. Und tschüs!

    Sorry, also, aber ich musste mich erst mal von der realpessimistischen Materialoptimistin, für die ich dich bisher gehalten habe, verabschieden. So viel Höflichkeit muss sein. 😉
    Und wenn ich es recht bedenke, passt dieses erfrischende Buch, das du uns heute vorstellst, doch ganz und gar wunderbar zu den Wellenlängen deiner Saite. 🙂
    Während ich mir deine begeisterte Rezension auf der Netzhaut zergehen lasse, taucht in Bezug auf den Buch-Untertitel ein Gedanke auf: Vielleicht ist es ja oft gar nicht „ziemlich alles“, was dagegen spricht, an das Gute zu glauben. Vielleicht spricht oft nur wenig dagegen – dafür aber besonders laut. Und wir lassen uns dazu verleiten, dieses schreiende Wenige für „ziemlich alles“ zu halten. Nur so ein Gedanke. 🙂

    Gefällt 6 Personen

    • Schön, daß Du mich nun noch besser (er)kennst … 😉 und herzlichen Dank für Dein harmonisches Echo. 🙂

      Die Lautstärke, die „ziemlich alles“ beansprucht, hat tatsächlich eine ohrenbetäubende und handlungslähmende Wirkung, wenn man sich nicht bewußt davor schützt oder sie nicht bewußt anzweifelt. Deiner Vermutung, daß das Ungute oft nur durch plakative Lautstärke übermächtig erscheint, stimme ich zu.

      Es gibt doch diesen treffsicheren Spruch:
      „Wessen Geist nicht blitzt, dessen Stimme donnert!“

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      • 🙂
        Der Trick „was laut ist, wird nicht nur wahrgenommen, sondern auch für wahr genommen“ funktioniert leider viel zu oft (bzw. man lässt ihn funktionieren). Auch wird oft für „wahrer“ gehalten, was man häufiger zu hören bekommt – selbst wenn es der ewig gleiche Keinsinn ist.
        Deinen treffsicheren Spruch kannte ich nicht – ich stimme ihm aber lauthals – nein, lautesthalsest! – zu. 😀

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      • Oh ja, Lautstärke und Wiederholung dienen oft der Meinungseinbildung 😉

        Den Spruch hat mir einst ein aufmerksamer Kunde überreicht, nachdem er Zeuge davon gewesen war, wie ich gelassen auf eine lautstarke und ziemlich ungerechtfertigte Kundenreklamation reagiert hatte.

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      • Menschenskind, und ich hatte doch in meinem Kopfkino so prachtvolle Bilder, wie die Bücherfee ihrdummkommende Kunden kampfsportmäßig in die Sonderangebotsstapel befördert. 😉 Mein Bücherfeenweltbild zerfällt zu Staub. 🙂

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      • *haha*hihi*
        Gerade weil ich einst Kampfsport gelernt habe, bleibe ich gelassen. 😉
        Und wenn es draufankommt, kann ich sehr entschlossen mit Blicken blitzen!
        Obwohl ich gerne zugebe, daß es einige klitzkleine – ganz seltenheitswerte – Fälle gibt, in denen in meinem Kopfkino durchaus ein Samuraischwert für Ordnung sorgt. *flöt*

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      • Immerhin. So muss ich meine schönen Kopfkinobilder nicht als völlig realitätsinkompatibel löschen, sondern kann sie kreativ wiederverwerten. Ich stelle mir nun einfach vor, wie die Dummkommenden von Blickblitzen getroffen in irgend einen doofen Bestsellerstapel donnern. 😉

        Gefällt 1 Person

  14. Liebste Ulrike, ich habe jetzt ersteinmal eine ganze Zeit gebraucht, um mich selbst in die Kategorien einzuordnen….die anderen waren da wohl sehr viel schneller:-) Ich mag an dem Buch, dass es Idealismus ernst nimmt und nicht als Spinnerei belächelt.Im Grunde fordert es letztendlich zum Aktionismus/politischem Handeln auf, was unserer Gesellschaft mit der richtigen Einstellung sicher dienlich wäre. Ich finde, das war ein wichtiges Buch, das noch geschrieben werden musste. Idealistisch-realistische Grüße zur Nacht von mir zu DIr, liebe Ulrike

    Gefällt 2 Personen

    • Liebstes Sternchen,
      jede Handlung wurzelt im Geist und/oder Herzen und wächst in die WIRKlichkeit.
      Meiner Ansicht nach gibt es auch eine telepathische DEMOKRATIE, in der über WIRKlichkeiten abgestimmt wird!
      Bücher, wie das vorliegende beflügeln zum „Gegen-den-Strom-schwimmen“ und zum eigensinnigen Handeln.
      Danke für Deine zugeneigten Zeilen.
      Traumhaft-idealistische Grüße von mir an Dich 🙂

      Gefällt 2 Personen

  15. Welch eine Buchempfehlung, liebe Ulrike 🙂
    Schon lange hat mich kein Buch mehr so stark angesprochen wie dieses. Das werde ich dann wohl auch in meinen Besitz übergehen lassen – oder so 😉
    Sonntägliche Abendgrüße
    von der Namensvetterin

    Gefällt 4 Personen

  16. Hallo Ulrike,
    das klingt nach einem Buch, das ich brauchen kann. Vielen Dank für den Beitrag.

    Und einmal aus persönlicher Neugierde:
    Sind Ausbildungen zum BuchhändlerIn heutzutage nur noch bei großen Konzernen möglich? Nachdem ich „Meine wundervolle Buchhandlung“ von Petra Hartlieb las, habe ich mal (wenn auch nur auf die Schnelle) nach Ausbildungsplätzen gesucht. Mir wurden nur welche bei Thalia oder Hugendubel angezeigt.
    Sind die Zeiten inzwischen so, dass kleinere Buchhandlungen nicht mehr ausbilden?

    Lieben Gruß
    Alex

    Gefällt 3 Personen

    • Lieber Alex,
      es gibt noch kultivierte, individuelle, inhabergeführte Buchhandlungen, so wie die von der Autorin Eva-Maria Altemöller. Doch die Zeiten sind weder für Auszubildende noch für bereits „fertige“ Buchhändler rosig.
      Die großen Büchersupermärkte machen sich sehr breit und verdrängen die kleinen Buchhandlungen.
      Dennoch gibt es auch mittelständische Buchhandlungen, die ausbilden. Schau mal unter den nachfolgenden Link, dort kannst Du auch differenziert nach Orten und Buchberufsfeldern recherchieren:
      http://www.boersenblatt.net/stellenangebote
      Ich drücke Dir fest und ganz idealistisch die Daumen, daß Du Deine persönliche Nische finden mögest!
      Danke für Deinen Lesebesuch und Deine Resonanz! 🙂

      Gefällt 3 Personen

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