Aus der Lesevorratskammer Nr. 3

Buchbesprechungssammelsurium von Ulrike Sokul ©


Weihnachten naht oder droht – je nachdem, wie ausgeprägt der organisatorische Weitblick bezüglich der Geschenkideen ist  – ; da will ich doch gerne ein buntes Büchersortiment aus der Vorratskammer holen und hier paradieren lassen. Bestimmt ist etwas nach dem Geschmack Ihrer Lieben dabei oder auch nach Ihrem eigenen Gusto – schließlich mag man nicht nur gerne schenken, sondern gerne auch beschenkt werden.

 

Ich fange gleich gaaanz hochpreisig an – mit dem passenden Buch zum PORSCHE:

Es gibt noch mehr im Leben als Autos bauen
von Peter Daniell Porsche
232 Seiten
Hanser Verlag  August 2012
19,90 €

148_HV Porsche_04 .inddPeter Daniell Porsche ist ein Urenkel aus der Familie Porsche und zu einem Achtel Anteilseigner an der Firma Porsche, und überraschenderweise ist er nicht Betriebswirt, Ingenieur, Rennfahrer oder gar Liegestuhlmillionär, sondern Musiktherapeut und Waldorfpädagoge.

Damit hat er zunächst einmal gründlich einige meiner Vorurteile zerstreut und mich zur Lektüre seines Buches angeregt.

Es ist ein autobiographisches Buch, dabei sympathisch authentisch sowie dezent persönlich und keinesfalls peinlich enthüllerisch. Peter Daniell Porsche stellt seinen eigenwilligen Standpunkt zu bestimmten familiären, gesellschaftlichen und auto-technischen Themen dar und beschreibt, wie er seine Wertekoordinaten entwickelt hat.

Die Überscheidung gesellschaftlicher Parallelwelten und die Auseinandersetzung mit der Anthroposophie sind wesentliche Themen dieser AUTO-BIO-GRAPHIE.

„Zwar bin ich ein Porsche und gehöre damit einer Industriedynastie an, aber ich versuche zu zeigen, dass man Geld erwirtschaften und sozial ausgeben kann.“ (Seite 207)

Hier entlang fahren zur ausführlichen Besprechung:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/05/14/es-gibt-noch-mehr-im-leben-als-autos-bauen/

Wer sich keinen Porsche zum ebengenannten Buche leisten kann, dem empfiehlt sich eine Abenteuerreise zur „Schatzinsel“; denn solch ein erlesener Klassiker, noch dazu im Hörspielformat, ist immer eine Bereicherung … DUKATEN, DUKATEN … 😉 :

Die Schatzinsel
von Robert Louis Stevenson
Buchvorlage HANSER Verlag
Übersetzung & Herausgabe von Andreas Nohl
Hörspiel
der Hörverlag Oktober 2014
4 CDs
Laufzeit 3 Stunden und 59 Minuten
19,95 €

Die Schatzinsel von Robert Louis StevensonDie vorliegende Hörspielinszenierung des hessischen Rundfunks unter der Regie von Leonhard Koppelmann wird der plakativen Aussage auf der Rückseite der CD-Hülle: »SO haben Sie die SCHATZINSEL noch NIE gehört!« wahrlich gerecht. Die Rollenbesetzungsliste (Maximilian von der Groeben, Sylvester Groth, Ulrich Noethen, Udo Wachtveitl u.v.a.) ließ mich bereits frohlocken, doch die „ganzheitliche Darreichungsform“ dieses Hörspiels hat mir ganz und gar und prächtig gefallen.

Es kommt nicht nur die Romanhandlung zu Wort, sondern auch die Entstehungsgeschichte der Schatzinsel.

Neben einer virtuos-atmosphärischen musikalischen Untermalung und Begleitung wurden auch einige Lieder hinzugefügt und eingesungen, die stilistisch wunderbar mit der Schatzinselstimmung und der schillernden Figur des Long John Silver harmonieren. Überhaupt geben die hier und da wiederholt einfließenden Lieder oder auch auch nur Lied- und Melodiefetzen der ganzen Geschichte zusätzlichen, sehr attraktiven Schwung.

Die überaus geschickt in den Handlungsverlauf eingeschobenen Ausflüge in die Entstehungsgeschichte der Schatzinsel erweitern die Abenteuergeschichte um den zwischenmenschlich-literarischen Hintergrund Robert Louis Stevensons.

Für vertiefende InsPIRATion, AHOI, hier entlang gesegelt zur ausführlichen Besprechung:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/11/13/die-schatzinsel/

Nach Luxusthemen, wie unbezahlbaren Autos und Schatzinselreisen, kann ein wenig Egomontage in Form einer spirituellen Heilsleere 😉 nur heilsam sein:

Heilung braucht Wahrheit
Was du nicht lebst, lässt dich nicht leben
von Klaus Konstantin
Sheema Medien Verlag 2011
gebunden, 195 Seiten
23 €

Heilung braucht WahrheitHeilung braucht Wahrheit“  ist eine im besten Sinne ENTtäuschende Lektüre:
Keine Heiligenscheinverpackung für Egowünsche, kein Erleuchtungswettbewerb, keine Karmakonkurrenz, also auch keine Karmalorbeeren, keine Engelsschwingen, keinerlei Beweihräucherung, sondern die nackte Wahrheit, kein Kuschelstoff, sondern eine bittersüße Medizin, gleichwohl herausfordernd und befreiend ego-auflösend.

Um es gleich schonungslos vorwegzunehmen: Der Superporsche als krönende Belohnung für ein geheiltes Mangelbewußtsein kommt in diesem Ratgeber nicht vor. Solche Heilswerbebotschaften können Sie sich ungetrost abschminken.

„Es gibt keine Heilung für das Ich, sondern nur eine Heilung von der Illusion eines Ichs.“
(Seite 8)

„Alles, was in deinem Leben geschieht, ist jederzeit perfekt auf die Erkenntnisprozesse abgestimmt, die nötig sind, um dich zurück in deine innere Ordnung zu bringen.“
(Seite 177)

Nur Mut, trauen Sie sich an diese desillusionierende Lektüre. Sie haben nichts zu verlieren, außer Ihrem Ego.

Hier entlang zur vollen Leseladung:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/02/26/heilung-braucht-wahrheit/

Nach so viel bodenständiger Egomontage lohnt sich ein Blick ins All bzw. ein Blick aus dem All auf unsere sogenannte Zivilisation:

Ich und die Menschen
Roman
von Matt Haig
Taschenbuch   August 2015 DTV Verlag
352 Seiten
9,95 €

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Eine außerirdische Perspektive auf die Erde und die menschliche Zivilisation hat ihren ganz eigenen Reiz. Sie verschafft uns den besonderen Blick auf das Alltägliche.

Aus Sicht einer außerirdischen Spezies, die als einzige Religion die Mathematik kennt, Gewalt und Gier längst hinter sich gelassen, und Dank überlegener Biotechnologie (Transzellulare Heilung) Unsterblichkeit erlangt hat, sind wir gegenwärtigen Menschen ziemlich unterentwickelt, und unsere Zivilisation erscheint vergleichsweise düster und lebensgefährlich. Das ist auch der Grund, warum der Friede im All bedroht ist, wenn die psychisch so unreife menschliche Gattung weitere mathematische Entdeckungen und in deren Folge technische Fortschritte macht.

Der Ich-Erzähler in „Ich und die Menschen“ ist ein Vonnadorianer, und er kommt von sehr, sehr weit her; um Zahlen sprechen zu lassen: der Planet Vonnadoria befindet sich in 8 653 178 431 Lichtjahren Entfernung zum Planeten Erde…

Der Gast aus dem All hat eine Mission zu erfüllen: Um des universellen Friedens willen soll der menschliche Fortschritt aufgehalten werden. Ein irdischer Mathematikprofessor hat eines der größten mathematischen Probleme gelöst: Er hat den Beweis der „Riemannschen Vermutung“ erbracht.

Dieser mathematische Fortschritt wäre der Schlüssel zu neuen Technologien, die der Menschheit u.a. interstellare Reisen ermöglichen könnten, und aus Sicht der außerirdischen „Moderatoren“ soll unbedingt verhindert werden, daß die Menschen noch mehr Erfindungen machen, die sie anschließend nicht mehr in den Griff bekamen (die Atombombe, das Internet, das Semikolon)…“ (Seite 100)

Wenn man zu einer Lebensform gehört, die unsterblich ist, ewigen Tag, ewigen Frieden, kein Wetter, keinen Schmerz und nur heilbare Krankheiten kennt, kann man schon Rührung und Faszination und sogar Bewunderung empfinden angesichts der absoluten Verletzlichkeit, Endlichkeit, Komplexität und Widersprüchlichkeit der menschlichen Daseinsform – besonders wenn man angefangen hat, Bindungsgefühle und Empathie für bestimmte Menschen (und Hunde) zu entwickeln.

Mathematisch-wissenschaftlich-kollektive Überlegenheit, mit tiefgekühltem Gefühlshaushalt, trifft auf Menschen, deren psychosozialer und logischer Entwicklungsstand teilweise Lichtjahre zu wünschen übrig läßt, gleichwohl trifft er aber auch Menschen, deren Herzensqualitäten ihn positiv überraschen. Der Außerirdische wird entgegen aller Wahrscheinlichkeit und Logik von der Liebe überwältigt …

Hier beamen Sie sich bitte zur vollständigen Rezension (dort wird auch ansatzweise erklärt, was die Riemannsche Vermutung ist): https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/04/01/ich-und-die-menschen/

 

Vielleicht schaffen wir es mit dem nachfolgenden Sachbuch sogar, unsere Welt zu retten:

50 einfache Dinge, die sie tun können, um die Welt zu retten, und wie sie dabei Geld sparen
von Andreas Schlumberger
WESTEND VERLAG  Juni 2013
256 Seiten
12,99 €

9783864890413_300dpiAndreas Schlumberger berührt viele wichtige Themen: Behausung und Wohnen, Strombedarf, Wasser, Heizung, grüner Gärtnern, Tier- und Landschaftsschutz, Müll, Mobilitätskarussell, Nahrung, Reisen, Energieeffizienz von Haushaltsgeräten, Konsum und Lebensstil und die unter ökologischen und sozialen Aspekten so gar nicht lustige „Unterhaltungselektronik“.

Dabei verschont er uns nicht vor deutlichen Wahrheiten und erschreckenden Zahlen über die bedrohte Lebendigkeit unserer Mitwelt. Doch nach der kurzen und bündigen Aufklärung über die jeweiligen Sachverhalte kommen ausgesprochen praktikable Hinweise auf die Veränderungsmacht, die jeder Einzelne für sich und seinen persönlichen Weltenkreis ergreifen kann. Wir erhalten viele konstruktive und machbare Anregungen, anschauliche Erklärungen und Zahlenvergleiche sowie nützliche Verweise auf hilfreiche weiterführende Internetseiten; wie z.B die Online-Datenbank http://www.spargeraete.de

Andreas Schlumberger belegt darüber hinaus glaubwürdig, wie viel Geld wir dadurch kurz- und langfristig sparen können.

Ein simples Beispiel: Allein der verschwenderische „Stand-by-Modus“ beträgt in Privathaushalten durchschnittlich 10% des Stromverbrauchs. Hochgerechnet auf ganz Deutschland arbeiten zwei Großkraftwerke nur für diesen sinnlosen „Dauerbereitschaftsdienst“ von Fernsehgeräten & Co.

Möge dieser notwendige, informative und sinnvolle Ratgeber viele Ratnehmer und Ratbeherziger finden, die jetzt bitte alle brav und folgsam den Link zur ganzen Buchbesprechung anklicken:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/09/11/50-einfache-dinge-die-sie-tun-konnen-um-die-welt-zu-retten-und-wie-sie-dabei-geld-sparen/

 

Schreiten wir vom Irdischen ins Unterirdische und erforschen Höhlen:

Irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht
Eine Erzählung über das Geheimnis der Höhlen
von Andreas Pflitsch und Dirk Steinhöfel
Arena Verlag Juni 2014
Format: 25,8 cm x 32,7 cm

48 Seiten
gebunden, Fadenheftung

19,99 €

Irgendwo in der Tiefe gibt es ein LichtDer Höhlenforscher Prof. Dr. Andreas Pflitsch hat gemeinsam mit dem Illustrator Dirk Steinhöfel eine faszinierende Einführung in das Thema Höhlenforschung geschrieben. Hier wird auf spannende Weise Wissen vermittelt und mit beeindruckendem Bildmaterial Forscherdrang und Entdeckerfreude geweckt.

Die fundierten Kenntnisse und die wunderbaren Photos des Höhlenforschers bilden in diesem Sachbuch eine überwältigende Synthese mit dem magischen Realismus der graphischen Bildgestaltung des Illustrators.

Die vielfältige Wechselwirkung zwischen Wasser, Gestein, Kohlensäure, Kohlendioxyd und Mikroorganismen bei der Auflösung und Neuentstehung von Gesteinen und der Entstehung und Gestaltung von Höhlen wird sehr plastisch beschrieben, und man bekommt eine zarte Ahnung von den „geduldigen“ erdgeschichtlichen  Z   e   i   t   r   ä   u   m   e   n, die sie in Anspruch nehmen.

Die Erzählung wird von phantastischen Photographien, imaginativen Illustrationen und einem raffinierten, computergraphisch montierten Layout untermalt. Es entsteht der Eindruck eines alten Forschertagebuches, mit dokumentierten Fundstücken, Erläuterungsnotizen und einleuchtenden Graphiken.

Zum Weiterstaunen bitte hier klicken:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/10/08/irgendwo-in-der-tiefe-gibt-es-ein-licht/

Da wir es gerade so gemütlich naturwissenschaftlich haben, können wir auch noch lernen, was Pflanzen wissen:

Was Pflanzen wissen
Wie sie sehen, riechen und sich erinnern

von Daniel Chamovitz
Hanser Verlag 2013
gebunden, mit Schutzumschlag
206 Seiten, mit Illustrationen
17,90 €

Chamovitz_Was_Pflanzen_Wissen_P05DEF.inddDaniel Chamovitz ist Biologe und Direktor des „Manna Center for Plant Biosciences“ an der Universität von Tel Aviv. Der Autor verknüpft in jedem Kapitel geschickt historische Forschung mit moderner Forschung, und er stellt stets die menschliche Körperlichkeit der pflanzlichen Körperlichkeit gegenüber. Dieser Vergleich macht die sehr komplexen Darstellungen anschaulich und faszinierend.

Wir erfahren, daß Pflanzen auf genetischer Ebene komplexer sind als viele Tiere, doch sie verfügen weder über ein Gehirn noch über ein zentrales Nervensystem. Dennoch haben Pflanzen die Fähigkeit der Eigenwahrnehmung (Propriozeption), und sie können sehen, riechen, fühlen und sich erinnern.

Dieses Buch ist anspruchsvoll und kommt nicht um Fremdwörter wie Circumnutation (der „Spiraltanz“ der Pflanzen), Phototropismus, Photosynthese, Gravirezeptoren usw. aus, aber es wird immer alles akkurat und zum Teil durchaus heiter erklärt, und auch die epigenetischen und biochemischen Spezialitäten der pflanzlichen Wahrnehmungs- fähigkeiten werden ausführlich erläutert.

Die Lektüre von „Was Pflanzen wissen“ bereichert den Leser mit interessanten Informationen über das Innenleben von Pflanzen und ihre Wahrnehmungsbesonderheiten.

Die ausführliche Besprechung können Sie unter folgendem Link aufblättern:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/06/11/was-pflanzen-wissen/

 

Nach der schweren Lesekost tut ein wenig musische Entspannung mit einem Bilderbuch für Erwachsene gut:

Aus der Ferne/Auf der Kippe
Bilder und Texte
von Wilhelm Genazino
DTV Verlag Juli 2012
132 Seiten
14,90 €

aus_der_ferne_auf_der_kippe-9783423141260Der Schriftsteller Wilhelm Genazino hat alte Photographien ausgesucht und zusammen- gestellt, die ihn zu kleinen assoziativen Geschichten, möglichen Deutungen und imaginierten Psychogrammen angeregt haben. Es sind professionelle Photos, Postkarten und ganz private, angestaubte Aufnahmen, die er auf Flohmärkten und in Antiquariaten aufgestöbert hat. Egal ob künstlerisch komponiert, laienhaft inszeniert oder unscharf und verwackelt: Jedes Bild kommt zu Wort.

Die Ergebnisse von Genazinos Versenkung in bedeutungsvolle Nebensächlichkeiten stehen in Form kleiner, sehr dichter Texte von maximal einer Seite Länge neben den jeweiligen Photographien.

So kommt es zu interessanten Miniaturen der Merkwürdigkeiten des menschlichen Lebens und der scheinbar sprachlosen Dinge, die in Wirklichkeit sehr vielsagend sein können.

Die anspielungsreiche Inanspruchnahme der Bilder durch Worte und die damit verbundene einladende Aufforderung, nicht flüchtig, sondern genau hinzuschauen, gewährt den verblassenden Dokumenten vergangener Lebensaugenblicke und dem willigen Mitbetrachter und Leser eine Atempause mit durchaus tiefsinnigen Einsichten.

Dieses Buch ist ein passendes Geschenk für alle an Photographie Interessierten. Die Verbindung von Bild und hintersinniger Textreflexion verspricht und hält abwechslungsreiche Kurzweil.

Und hier können Sie die komplette Rezension anknipsen:

https://leselebenszeichen.wordpress.com/2014/05/21/aus-der-ferne-auf-der-kippe/

Und nun folgt ein märchenhaftes Weihnachtsbilderbuch für die lieben Kleinen:

Die kleine Elfe feiert Weihnachten
Bilderbuch
von Daniela Drescher
Verlag Urachhaus
24 Seiten
12,90 €

9783825177409_Elfe und WeihnachtenDie kleine Elfe Flirr sucht ein Winterquartier. Sie wandert durch den eingeschneiten Wald und begegnet einigen hilfsbereiten Tieren.

Als die kleine Elfe vor dem Schneegestöber hinter einem Baum Schutz sucht, findet sie ein frierendes und hungriges Zwergenkind, das dem Weihnachtmann entgegengehen wollte und sich dabei verirrt hat. Fürsorglich teilt sie ihre bescheidenen Vorräte mit dem Zwergenkind, und sie gehen gemeinsam weiter.

Nach einer Weile treffen sie den Weihnachtsmann, der mit seinem Esel und dem berühmten Sack mit den vielen Geschenken unterwegs ist. Die beiden dürfen auf dem Esel reiten und begleiten den Weihnachtsmann…

„Die kleine Elfe feiert Weihnachten“ ist ein warmherziges, empfindsam illustriertes Bilderbuch, in dem es um Hilfsbereitschaft und das Glück einfacher, elementarer und geteilter Freuden geht.

Hier geht der Zauber weiter:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/12/18/die-kleine-elfe-feiert-weihnachten/

Und nun noch ein feinfeiner Leckerbissen für poetische Gemüter:

Emily Dickinson
Gedichte
englisch und deutsch

Herausgegeben, übersetzt
und mit einem Nachwort von Gunhild Kübler
Hanser Verlag 2006
in Leinen gebunden, Fadenheftung
560 Seiten
45 € (D), 46,30 € (A), 59,90 sFr.

DickinsonEmily Dickinson (1830 – 1886) hat einer – bis in unsere Tage – staunenden Nachwelt fast 1800 Gedichte und mindestens 1200 Briefe hinterlassen.

Ihre Gedichte erschließen sich nicht dem flüchtig-oberflächlichen Blick, sondern nur der verbindlich-zugewandten Lektüre. Doch dann öffnen sich wunderbare Bedeutungshorizonte, und man hört das Herzenspochen unsterblicher Poesie.

Das einfühlsame Nachwort der Übersetzerin Gunhild Kübler informiert komprimiert über Emily Dickinsons Lebensumstände, Bezugspersonen, Brieffreundschaften sowie über die speziellen poetischen Besonderheiten der Dickinsonschen Lyrik und die komplizierte, verzögerte – von familiären Eingriffen und Streitigkeiten erschwerte – Editionsgeschichte.

Auf Emily Dickinsons Gedichte muß man sich einlassen, sie sind eigenwillig und vielschichtig. Obwohl diese Texte schon fast 150 Jahre alt sind, wirken sie jung und sehr lebendig – keineswegs angestaubt, sondern zeitlos herzensfrisch.

Wiederholte Lektüre und auch der Vergleich zwischen englischem Original und deutscher Übersetzung vertiefen das Verständnis der Texte und zugleich die Hochachtung für die tiefsinnige, poetische Übersetzungsleistung von Gunhild Kübler. Ich geriet beim Lesen in eine Art Wachtrance, als würde ich auf die Dichterin eingestimmt und mit ihrem Sprachkosmos vertraut gemacht.

Diese Gedichte sind erstaunlich ungezähmt, magisch, unkonventionell, rätselhaft, manchmal traurig, manchmal verspielt, liebesstolz und liebesweh, widersprüchlich, schonungslos, empfindsam, verwegen, geheimnisvoll und mehrdeutig.

Ein passender Oberbegriff für Emily Dickinsons Werk wäre wohl WEITE – alle Gedichte Emily Dickinsons ATMEN Weite. Diese Weite erstaunt umso mehr, wenn man bedenkt, daß die Dichterin ihr ganzes Leben in der Kleinstadt Amherst, Massachusetts, verbracht hat. Die weltferne Isolation der häuslichen „Beschränktheit“ und der puritanische familiäre Hintergrund haben Emily Dickinson nicht daran gehindert, ihren Geist fliegen zu lassen und das Große im Kleinen und das Kleine im Großen zu erkennen und ihrem lebhaften Fühlen und Denken zumindest sprachlich Gestalt zu geben.

Emily Dickinsons Poeme changieren zwischen Lebensglut und Todessehnsucht, zwischen Einsamkeit und Verbundenheit, zwischen Liebessehnsucht und Selbstgenügsamkeit, Nähe und Distanz, Himmel und Erde, Desillusionierung und Träumerei, Schmerz und Heiterkeit, Präzision und Zauberspruch.


Für ausführliche Poetisierung bitte folgendem Link folgen:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/02/18/emily-dickinson-gedichte/

Zum Ausklang lege ich Ihnen nun ganz sprachmusikalisch Mozart ans Herz:

Herr Mozart wacht auf
Roman
von Eva Baronsky
Aufbau Verlag  2011
8,99 €

herr-mozart-wacht-auf-grossestitelbildMozart entschläft auf seinem Sterbebett und erwacht in einer StudentenWG im Jahr 2006. Anfänglich wähnt er sich im Vorzimmer zum Paradies. Er bestaunt viele ihm völlig unbekannte und unerklärliche Dinge, wie z.B.  den elastischen Hosenbund der Jogginghose, die man ihm überlassen hat, die feine Seidenglätte des Schreibpapieres und einen Kugelschreiber, der „über einen mirakulösen Vorrat an Tinte verfügt“.

Nach und nach begreift er, daß er einen unfreiwilligen Zeitsprung erlitten hat und versucht sich zu orientieren, ohne seine Identität preiszugeben. Piotr, ein polnischer Stehgeiger, nimmt sich seiner an, läßt ihn bei sich wohnen und beschafft ihm Arbeit in einer Jazzbar.

Mozart nennt sich fortan Wolfgang Mustermann und improvisiert sich aufgeschlossen und neugierig durch die fremde Zeit, er nutzt die Gelegenheit, in Bibliotheken und auf CDs seinem Ruhm nachzuforschen, besucht Opernaufführungen und macht sich lustig über Mozartkugeln.

Eva Baronsky läßt Mozart so sprechen, wie man ihn aus den zahlreichen erhaltenen Briefen kennt, und allein dies ist schon sehr amüsant.

Die besondere Qualität des Buches liegt darin, daß es der Autorin einfühlsam gelingt, sich in Mozarts Zeitperspektive hineinzuversetzen und all die – für uns alltäglichen Gegebenheiten (elektronische Geräte, sanitäre Anlagen, Umgangsformlosigkeiten) – völlig neu zu sehen und zu hören und in Mozarts Tonfall wiederzugeben.

Hiermit dirigiere ich Sie zur vollständigen Besprechung:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/02/14/herr-mozart-wacht-auf/

 

In der Hoffnung, daß die dargebotene Geschmacksvielfalt groß genug ist, ziehe ich mich jetzt genüßlich zum Weihnachts- geschenkeverpacken zurück. Ich nämlich habe lääääängst alle Geschenke in meiner Geschenkevorratskammer … 😉

 

 

 

 

 

 

 

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73 Kommentare zu “Aus der Lesevorratskammer Nr. 3

  1. Klasse Buchliste, liebe Buchsachverständige! 🙂

    Die Hälfte der erwähnten Bücher habe ich schon gelesen…mein Favorit immer noch der Haig!!

    Alles Liebe, Lu

    PS:
    Der Mozart im zeitgenössischen Wien ist aber auch suuuuppppiiii und seeeehr witzig!!
    Und die Emily…
    nun ja, sie steht mit ihren Poemen eh über allem…

    Gefällt 1 Person

    • Lieben Dank, lieber Lu,
      für Dein ausdrückliches Lob meiner Buchliste. Beachtlich, daß Du die Hälfte davon bereits gelesen hast.
      Wir sind mal wieder sehr im Lesebewertungseinklang! 🙂
      Buchsachverständige kling ja fast verbeamtet, Du Zahlensachverständiger ;-).
      Harmonische Grüße

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Ulrike,
    ganz herzlichen Dank für Deine „rettenden“ und neugierig machenden Büchertipps!
    Dieses Mal kommt wieder einiges davon auf meine Liste und unter den Weihnachtsbaum!
    Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 1 Person

  3. Da sind eine Menge spannender Sachen dabei. Lustig ist, daß ich letzte Woche noch nach einer guten Hörspielfassung der Schatzinsel gesucht, aber nichts passendes gefunden habe. Ich habe mich dann für was anderes entschieden. Hätte ich das hier mal früher gesehen 🙂 Aber auch das Buch über die Pflanzen und die Elfengeschichte hören sich verführerisch an. Alles interessant ! – Ich hoffe, die Erkältung ist besser ? Mit den liebsten Gutebesserungswünschen zur Buchfee ♥

    Gefällt 1 Person

    • Danke, liebe Almuth,
      für Dein lebhaftes Leseinteresse.
      Das Schatzinsel-Hörspiel kannst Du vielleicht später noch bei einer anderen Schenkgelegenheit unterbringen. Wenn Du mal wieder eine buchbezogene Frage hast, darfst Du mich auch gerne per E-Post befragen – ich verwandele mich ja langsam in eine holographische Buchhändlerin, wie der Doktor in Star Trek: Raumschiff Voyager 😉
      Meine Erkältung ist auf dem Rückzug, danke für die fürsorgliche Nachfrage.
      Gutenachtgruß von mir an Dich 🌠

      Gefällt 1 Person

      • Ja, die nächste Gelegenheit kommt im März…Danke für dein freundliches Angebot mit der Epost ! Holographische Buchhändlerin, das paßt 😉 Was für eine Vorstellung ! Ulrike, die virtuelle Bibliothek ?!? Aber heute kann man sich nicht mehr sicher sein, ob so manche verrückte Idee nicht bald wahr wird…dann duplizieren wir uns mal eben als Hologramm und schwups….haben wir mehr Freizeit, oder so…. – Erfreute Grüße, daß die Bakterien weiterziehen !! Toitoitoi 🙂

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  4. Ich hab‘ da mal ’n Problem: Beim Durchzählen der von mir zu Beschenkenden komm‘ ich nicht auf die erforderliche Zahl, um deine großartige Liste gänzlich ausnutzen zu könnne. Aber na ja. Dann muss ich eben auswählen … das ist schweeeeeer … Eins weiß ich aber schon: das Egomontagebuch, das werde ich mir selbst schenken, schon deshalb, weil alle andere Literatur in dieser Richtung darauf hinzudeuten scheint, dass man sein Ego de-montieren muss, um froher zu werden.
    Frohes Packen,

    Michael

    Gefällt 1 Person

    • „Das Ego hat immer ein Problem“ 😉 würde der Autor des Buches „Heilung braucht Wahrheit“ jetzt wohl auf Dein Auswahlproblem antworten und „Probleme sind immer Hinweisschilder!“
      Doch ich habe den Eindruck, Du hast gelassen nach innen gespürt und für Dich schon die richtige Wahl getroffen. Ich habe selten ein solch tiefgreifendes, spirituelles und zugleich ALLtägliches sowie lebensbeJAhendes Buch gelesen.
      Frohe Montage 🙂

      Gefällt 1 Person

  5. Eine grandiose Auswahl für mich.
    Ich und die Menschen ist eines der besten Bücher, die ich kenne!
    Die Emily mag ich wirklich zu Weihnachten, sie fehlt mir noch in meiner Sammlung
    und der Mozart klingt so gut, daß ich hin- und hergerissen bin.

    Herzlichst Bruni am trüben Mittwochmorgen

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    • Liebe Bruni,
      vielen Dank für Deine Buchbegeisterung!
      Ja, „Ich und die Menschen“ ist außergewöhnlich-außerirdisch gut!!
      Der Emily-Dickinson-Band bietet wirklich feine, poetische Leseleckerbissen und er gehört in jede ordentliche Lyrikbibliothek.
      Und gönne Dir ruhig auch noch das heiter-melancholisch-musikalische Mozartbuch. Ich habe es schon zweimal mit Genuß „verlesespeist“. 😉
      Herzliche Nachmittagsgrüße von Ulrike

      Gefällt 2 Personen

  6. … auch wenn das Blumenmädchen nicht mal weiss, wann ein Semikolon von Nöten ist, liebe ich es, mit dir durch Buchseiten zu tanzen Ulrike… was ein Ausserirdischer wohl denken mag, wenn er auf eine Blumenbedienstete trifft *g*

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  7. Herrlich subjektiv abseits aller Bestsellerlisten und must have’s! Beim Mozart fiel mir der Herbert Rosendorfer mit seinem Brief in die chinesische Vergangenheit ein und die Dickinson kann ich ebenfalls nur an Lyrikliebhaber empfehlen. Das Schatzinselhörbuch steckt mir in der Nase, aber bisher kaufe ich immer nur Hörbücher und höre sie mir danach nicht an mit einer Ausnahme „Der fliegende Berg“ vom Ransmayr selber gelesen.
    Deine Idee, immer den Link zur ausführlichen Besprechung zu setzen, finde ich sehr gut, denn gerade für Unentschlossene ist das eine wichtige Hilfe.
    Ich wünsche Dir, liebe Ulrike, für die nächste Zeit wunderbare Schmökerstunden, die frühen Dämmerungsstunden und langen Abende laden dazu sowieso ein und es grüßt Dich herzlich
    Karin.

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    • Danke, liebe Karin,
      für Deine differenzierte Resonanz und Würdigung meiner unkonventionellen Lektüreauswahl!
      „Die Briefe in die chinesische Vergangenheit“ von Rosendorfer schätze ich übrigens auch sehr.
      Wenn ich mich einmal auf ein Hörbuch eingelassen habe, höre ich es sogar mindestens dreimal – das schwingt mich dann so richtig ein und erleichtert auch das Schreiben der entsprechenden Rezension.
      Deine lieben, winterlichen Schmökerstundenwünsche, liebe Karin, kann ich nur allerherzlichst erwidern. 🙂

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  8. Hat dies auf herzundsternenkind rebloggt und kommentierte:
    Ihr Lieben, hier ist ein ganz besonderes Schätzchen, das ich mit euch teilen möchte. Die liebe Ulrike von Leselebenszeichen hat hier ihre außerordentlich erlesene Bücher-Vorratskammer geöffnet und stellt wirkliche Lese- und Hörschätze vor. Zum selbst lesen oder verschenken. Viel Freude beim Schmökern!

    Gefällt 1 Person

  9. Liebe Bücherfee :-), liebsten Dank für diese erlesene Parade Deiner Lese- und Hörschätze! Auf allen Ebenen eine reiche Auswahl! Das Mozart-Buch klingt ja verlockend ;-). Bei dieser Auswahl bräuchte ich Wochen in der Abgeschiedenheit um mich nur den Wortschätzchen widmen zu können ;-). Seufz ;-). Dir viel Freude beim Verpacken Deiner Geschenke :-). Allerliebste Sternenstaub-Grüße, Bettina 💫💫

    Gefällt 1 Person

    • Liebste Klangfee,
      wie schön, daß Du meine Buchparade entlanggeschritten bist. Das MOZART-Buch ist ganz bestimmt etwas für Dich.
      Man muß keineswegs ALLES lesen, sondern immer nur das, was ganz besonders in uns anklingt oder uns mehrfach über den Weg läuft.
      Die Bücher finden uns!

      Angesichts des regen Kommentarregens, werde ich wohl erst morgen zum Geschenkeverpacken kommen. Ich verpacke meine Geschenke grundsätzlich sehr gerne und kreativ. Und Weihnachten mache ich dies so frühzeitig, weil es mir gefällt, die vielen kleinen Geschenkpäckchen herumliegen zu haben und meine Gäste manchmal schon rätseln, welches davon wohl das Ihrige sei … 🙂
      Herzenszugeneigte Grüße von mir zu Dir ❤

      Gefällt 1 Person

      • Es war mir ein großes Vergnügen liebste Bücherfee :-). Da ist wirklich für jedes Gemüt das „richtige“ dabei. Ich kann Dir nur zustimmen – die Bücher finden zu uns. Nur bei Deiner Parade würden mich einige Bücher finden ;-). Oh, da ähneln wir uns wohl. Ich liebe es auch, die Geschenke möglichst individuell und kreativ zu verpacken. Am liebsten so, dass die Verpackung selbst zu einem Geschenk wird ;-). Und – Vorfreude ist doch eine wundervolle Freude :-)! Herzensliebe Grüße von mir zu Dir 😘

        Gefällt 1 Person

  10. Die Menschenkinder mit Bangen sahen:
    Weihnachten drohte schon wieder zu nahen
    Und allsogleich regten sich viele Bedenken:
    Was sollen den Liebsten zur Weihnacht wir schenken?

    Man rang mit den Händen – die Not, sie war groß
    Es quälte die Frage: Was schenke ich bloß?
    Doch gibt’s ja den Blog von der Bücher-Ulrike
    Wie wär’s, wenn ich dorten ganz einfach mal kieke?

    Die Bücherfee zeigt den geneigten Besüchern
    Gern ihre erlesene Auswahl an Büchern
    Und jede(r) wird, ohne sich übel zu schinden
    Für sich und die andern das Richtige finden 🙂

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    • Jedesmal denke ich, er kann sich bei seiner Kommentierkunst nicht mehr steigern, und dann tut er es doch!
      Eigentlich bin ich jetzt sprachlos vor Amüsierung und vor Rührung!
      Hast Du das etwa einfach mal so spontan zusammengereimt? Oder hattest Du eine Vorahnung?
      Ganz besonders schön finde ich die beiden Zeilen:
      Die Bücherfee zeigt den geneigten Besüchern
      Gern ihre erlesene Auswahl an Büchern

      Trotz meiner erkältungsmäßigen Angeschlagenheit habe ich hier gerade ein Freudentänzchen hingelegt und nun liege ich Dir denkbar dankbar zu Füßen … 😉

      Gefällt 8 Personen

      • Es freut mich, liebe Bücherfee, dass du deiner Sprachlosigkeit doch Worte verleihst und damit zeigst, dass dich mein kleines Stegreifgedicht angesprochen hat. 🙂 Tatsächlich sind diese Zeilen ganz einfach der Domino-Effekt deines Einleitungssatzes. Manchmal genügen die passenden Stichworte – und schon ergibt ein Wort das andere. Beflügelt wird solches Verseschmieden dadurch, dass ich Wilhelm Busch seit eh und je überaus schätze. Darum habe ich auch keine Hemmungen bei Formulierungen wie „Besüchern“ oder „mit den Händen ringen“.
        Und vielleicht hast du ja mit dem Freudentänzchen sogar die Erkältungserreger in die Flucht geschlagen. 😉

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      • Das mit dem Stichwortreagieren kenne ich von mir durchaus auch. Indes zeugt ein so flottes dreistrophiges Gedicht aus dem Stegreif von Deiner Reimroutine, die von Deiner Wilhelm Busch Lektüre offenbar sehr gut „geschult“ wurde. CHAPEAU!

        Ich bitte um Nachsicht mit meiner verspäteten Antwort. Gestern habe ich Deinen zweiten Kommentar wegen meines benebelten Köpfchens und des allgemeinen Kommentarregens glatt übersehen.
        Meine Erkältungserreger sind noch zu Gast, aber inzwischen packen sie schon ihre Köfferchen. 😉

        Gefällt 2 Personen

      • Vielen Dank. 🙂 Natürlich war es hilfreich, dass mir das Thema Leselebenszeichen nicht völlig fremd ist. Da wird der Stegreif leicht zum Steigbügel für bereits gedachte Gedanken. 🙂
        [Zudem habe ich das Verseschmieden in langweiligen Schulstunden (also oft) geübt und damit zumindest bewiesen, dass man in der Schule wirklich was fürs Leben lernen kann.]
        Jede Antwort kommt, wenn sie kommt. Manchmal lasse ich mir mit Kommentieren oder Antworten bewusst ein wenig Zeit, um die schnelllebige Blogschiene ein wenig zu entschleunigen.
        Vielleicht kannst du ja deinen ungebetenen Gästen den Abschied mit Salbeitee und viiiel Honig versüßen? 😉
        Heute möchte ich dir gerne – hübsch eingepackt – etwas überlassen, was ich sonst zu haben pflege:
        🎁 [das letzte Wort] 🎁

        Gefällt 2 Personen

      • *husthust*
        *salbeithymianspitzwegerichteeschlürf*
        Möglichst mit KonZENtration, Ruhe und Besonnenheit ist auch mein Motto beim Kommentieren und Beantworten von Kommentaren.
        Wo gibt es eigentlich diese lustigen bunten Graphiken, die Du und einige andere immer so schön einstreuen?
        Diese Geschenkpäckchen sind ganz reizend, die will ich auch im Werkzeugkasten haben!
        Schwierig mit dem letzten Wort, wenn ich solche Fragen stelle … *gg*

        Gefällt 3 Personen

      • Stimmt. Der Spitzfegerich 😉 ist in solchen Fällen auch nicht zu verachten.
        Die Smartphone-Nutzer haben diese „Teile“ glaube ich direkt in den Kommentarwerkzeugen verfügbar. Ich hole die allerdings immer auf http://getemoji.com/ und klebe sie dann ins Kommentarfeld. [Mittlerweile habe ich sogar festgestellt, das die von selber haften und man nicht mit Sekundenkleber den Bildschirm „verferkeln“ muss.]
        🎁 [das allerletzte Wort] 🎁

        Gefällt 3 Personen

      • Spitzfegerich ist ein köstlicher Spitzname!
        Ein Smartphone habe ich nicht, aber dank Deines Hinweises habe ich
        jetzt auch SPIELZEUG, guck mal: 🎵 🎹 🎶

        Bloß ein Notenschlüssel und Schneeflocken fehlen mir noch zur Kommentardekoration.
        Herzlichen Dank für das 🎁
        *freu*
        PS: Doch noch Schnee ❄ gefunden … *freufreufreu*

        Gefällt 3 Personen

  11. Na, da war die Vorratskammer ja mal wieder gut bestückt! Meinen herzlichen Dank für die Tipps, aber fast noch mehr für die launigen Kurzkritiken („hiermit dirigiere ich zur Besprechung …“ – herrlich!!). Wünsche noch einen schönen Nikolausrest!

    Gefällt 3 Personen

    • Das freut mich jetzt ganz sehr, daß Du Gefallen an meinen vorwitzigen Linküberleitungen findest. Gerne gestehe ich, daß es mir selbst auch viel Spaß gemacht hat, diese zu formulieren.
      Wünsche auch Dir einen gemütlichen Niklausrest! 🙂

      Gefällt 4 Personen

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