Gemeines Getier

  • Das A-Z der Insekten,
  • die stechen, beißen, infizieren
  • und uns den letzten Nerv rauben
  • von Amy Stewart
  • Aus dem Englischen von Claudia Feldmann
  • Radierungen und Zeichnungen von Briony Morrow-Cribbs
  • Berlin Verlag  März 2013    www.berlinverlag.de
  • Taschenbuch
  • 288 Seiten
  • 11,99 € (D), 12,40 € (A)
  • ISBN 978-3-8333-0878-9
    Gemeines Getier

VON  ZWEIBEINERN  UND  TAUSENDFÜSSLERN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

„Gemeines Getier“ ist der Nachfolgeband zu Amy Stewards Buch „Gemeine Gewächse“ (siehe meine Besprechung vom 7. 4. 2016:  https://leselebenszeichen.wordpress.com/2016/04/07/gemeine-gewaechse/ ). Nach der Flora wirft die naturverbundene Autorin nun also einen Blick in die Dunkelkammer der insektischen (und arachnidischen) Fauna.

Während man angriffslustigen Pflanzen weitgehend aus dem Weg gehen kann, ist ein Ausweichen vor Insekten und kleinen Krabbelviechern schon deutlich schwieriger. Ungefragt und ungebeten spazieren sie ins Haus, verkriechen sich in Ritzen, Matratzen, Kleidern, Lebensmitteln, Holzbalken und Büchern und gehen uns schlimmstenfalls unter die Haut.

Ein paar nüchterne Zahlen zur Einstimmung: Es gibt über eine Million verschiedene Insektenarten (und das sind nur die bereits bestimmten), und es leben geschätzte „10 Quintillionen Insekten auf diesem Planeten. Das bedeutet, auf jeden von uns kommen 200 Millionen von ihnen.“ (Seite 13)

Sollten Sie diese Zahlenverhältnisse schon überwältigen, lesen Sie das Buch besser nicht. Auch entomophobischen (insektenängstlichen) Menschen bleibe dieses Wissen besser verschlossen.

Amy Stewart weist in ihrem Vorwort ausdrücklich darauf hin, wieviel Gutes und Lebensnotwendiges wir Insekten zu verdanken haben. Mit ihrem Buch beabsichtigt sie nicht, künstliche Ängste zu schüren, sondern sie wünscht sich, daß der Leser  „mit gesundem Menschenverstand und unvoreingenommener Neugier“ (Seite 11) zwischen Insektenhysterie und echter Lebensgefahr unterscheiden lernt.

Gleichwohl bleibt es beim Lesen nicht aus, daß man jedem harmlosen kleinen Juckreiz mißtrauisch nachspürt. Diese Lektüre garantiert wohl und übel Gänsehauteffekte und Gruselschauer.

Darf ich einige Kandidaten vorstellen?

Flöhe als Überträger von Beulenpest sind seltener geworden, aber Stechmücken in Kombination mit den von ihnen übertragenen Krankheitserregern und Parasiten sind weltweit immer noch die tödlichsten Insekten.

Die südamerikanische 24-Stunden-Ameise löst mit ihrem Nervengift extrem heftige, glühende Schmerzen aus, die etwa einen Tag lang andauern. Es gibt indigene Stämme, die solche Ameisenbisse als Initiationsritual kultivieren. Immerhin scheint das Ameisengift keine dauerhaften Schäden zu hinterlassen.

Dagegen ist der Bombardierkäfer  noch recht niedlich, solange man ihn nicht bedrängt; was übrigens für viele Krabbler gilt, mit Ausnahme derer, die sich parasitär auf uns als Blutspender und Brutstätte spezialisiert haben.

Der Bombardierkäfer verfügt über eine Drüse, die Hydrochinon und Wasserstoffperoxid herstellt; doch erst bei Gefahr wird dieser Chemiecocktail in eine körperinterne Explosionskammer gepresst, mit einem Katalysator vermischt, erhitzt und schließlich mit starkem Druck und lautem Knall abgefeuert. Für Menschen ist dies keine ernsthafte Bedrohung, aber für Frösche, Vögel und Spinnen durchaus.

Eine bedrohlichere Kandidatin ist die Asiatische Riesenhornisse, die fünf Zentimeter groß werden kann. Man sollte besser keine nähere Bekanntschaft mit ihr schließen, denn ihr Gift enthält neben den gewöhnlichen Bienen- und Wespengiften noch das Nervengift Mandaratoxin, das tödlich wirken kann.

Ein Giftbiß des Brasilianischen Riesenläufers, ein Hundertfüßler, der bis zu 30 cm lang werden kann, ist zwar nicht tödlich, aber sehr schmerzhaft und kann zu Nekrosen (absterbendes Gewebe) führen.

Weitere brasilianische Giftspezialisten sind die Feuerraupen, deren Wehrhaare ein so starkes Gift enthalten, daß man innerhalb von vierundzwanzig Stunden ein Gegengift braucht, um nicht an inneren Blutungen und Organversagen zu sterben, wenn man barfuß versehentlich auf eine oder mehrere (die Raupen halten sich gerne in Gruppen auf dem Boden oder auf Baumrinden auf) getreten ist.

Amy Stewarts Panoptikum reicht vom Aasfresser bis zum Zeckenfieber, von Schwarzer Witwe bis spanischer Fliege, vom Lebensmittelschädling bis zum Bücherwurm, Feuerameisen, Flöhen, Gnitzen, Heuschreckenplagen, Kartoffelkäfern, Kriebelmücken, Küchenschaben, Läusen, Milben, Nagekäfern, Paederuskäfern, Skorpionen, Spinnen, Termiten und Wanzen – auch diverse Bandwürmer kommen nicht zu kurz 😉 .

Schwarzhumorig ergänzt dieAutorin die Informationen über die insektischen Nebenwirkungen z.B. um den „Schmidt Sting Pain Index“ (»Schmidt-Stichschmerz-Index«), den der Entomologe Jochen Schmidt  erstellt hat. Dort wird in sinnlich-überdeutlichen Worten der Schmerzgrad von Insektenstichen- und Bissen in zehn Abstufungen dargestellt.

Auch „Gemeines Getier“ ist mit feinen Radierungen und bissigen Zeichnungen von Briony Morrow-Cribbs ausgestattet, die Ihr Vorstellungsvermögen wortwörtlich beflügeln werden.

Die Autorin erzählt ihre schaurigen und kuriosen Kenntnisse auf lebhaft-spannende Weise, mit interessanten historischen Bezügen und mit abschreckenden Fallgeschichten, die man nicht so schnell vergessen wird. Trotzdem ist „Gemeines Getier“ nicht so amüsant wie das Vorgängerbuch „Gemeine Gewächse“, vielleicht weil man sich Insekten stärker ausgeliefert fühlt. Bei der Lektüre wird uns demütig bewußt, wie sehr unser gesundheitliches Wohlbefinden und unserere weitgehende Plagefreiheit den hohen hygienischen Standards und dem kühlen Klima zu verdanken sind, in dem wir zu Hause sind.

Nach all diesen Plagegeistern und Gesundheitsgefahren lobe ich mir den Bücherskorpion. Dieses kleine Spinnentier, das einen knappen halben Zentimeter groß wird und über „gefährlich aussehende Scherenarme“ verfügt, dient dem Schutz von Büchersammlungen, da es sich u.a. von Bücherläusen und Mottenlarven ernährt. Und die Bücherläuse?  Ach, die erspar ich Ihnen einfach …

Link zum Buch auf der Verlagswebseite: http://www.berlinverlag.de/buecher/gemeines-getier-isbn-978-3-8333-0878-9

Die Autorin:

»Amy Stewart ist die Autorin von mehreren Büchern über die Tücken und Freuden der Natur. Sie schreibt für die New York Times und ist Redakteurin für das Magazin Fine Gardening. Amy Stewart lebt in Eureka, Kalifornien, wo sie zusammen mit ihrem Mann ein Antiquariat betreibt.«
www.amystewart.com

Die Illustratorin:

»Briony Morrow-Cribbs‘ Werk umfasst Kupferstiche, kunstvoll gestaltete Bücher und Kuriositätenkabinette in Form von Keramikskulpturen, in denen sie auf faszinierende Weise die rationale Sprache der Wissenschaft und die oft bizarre Welt der Natur gegenüberstellt.
Nach ihrem Abschluss am Emily Carr Institute of Art in Vancouver lebt sie nun in Madison, wo sie gerade den Master of Fine Arts der University of Winconsin abgeschlossen hat. Ihre Arbeiten sind nicht nur in den USA und in Kanada, sondern auch in Japan und mehreren europäischen Ländern ausgestellt worden.
Darüber hinaus ist Briony Morrow-Cribbs Mitbegründerin der Twin Vixen Press in Brattleboro, Vermont. Vertreten wird sie durch die Davidson Galleries in Seattle und die Brackenwood Gallery auf Whidbey Island (Washington).«

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69 Kommentare zu “Gemeines Getier

  1. Das Buch ist ja recht erschwinglich. Die meisten Arten kenne ich zwar schon, aber die Autorin wird sicher für den einen oder anderen Lacher sorgen. Gibt es denn für unsere achtbeinigen Freunde noch ein extra Buch? Was die Bandwürmer zwischen den Sechsbeinigen machen, erschließt sich mir nicht ganz. Bei den Spinnen finden wir dann hoffentlich auch die echten Skorpione. Ein Spezialgebiet von mir. Der Bücherskorpion ist mir übrigens noch nie in natura begegnet… 😉 (dafür aber größere Exemplare)

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    • Amy Stewart hat kein Buch über Spinnen geschrieben. Und ihr amüsant-schwarzhumoriger, erzählerischer Sachbuchstilmix aus Informationen, Interviews mit Experten, Anekdoten und persönlichen Erfahrungen ist mir sonst noch in keinem „naturkundlichen“ Buch begegnet. Schau mal beim Kosmos-Verlag, wenn Du reine Sach- oder Bestimmungsbücher suchst: http://www.kosmos.de/content-22-22/natur/ , die haben stets gute Bestimmungsbücher.
      In „Gemeines Getier“ werden auch wirbellose Tiere und Weichtiere beschrieben, daher der Bandwurm. Insekten und Spinnen sind ja auch kein Getier im streng zoologischen Sinne, aber umgangsprachlich können wir das wohl durchgehen lassen.
      Skorpione nehmen nur einen kleinen Raum in „Gemeines Getier“ ein u.a. der Arizona-Rindenskorpion und der Gelbe Mittelmeerskorpion.
      Mir sind Skorpione bisher nur im astrologischen Sinne über den Weg gelaufen 😉 .

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      • Folgende Spinnen (Amerikanische Braunspinne, Schwarze Witwe und Vogelspinne) werden im „Gemeinen Getier“ beschrieben.
        Amy Stewart hat noch ein drittes „tierisches“ Buch über Regenwürmer geschrieben, das ich auch noch rezensieren werde; allerdings frühestens im Mai, weil noch andere Besprechungen in der Publizierungswarteschleife sind.

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      • Das „like“ war jetzt aber keine Antwort auf meine Frage.
        Du hattest mir neulich ja den Mund wässrig gemacht.

        „Getier“ ist überhaupt kein zoologische Begriff. Warum sollen Insekten und Spinnen nicht dazu gehören? Das erschließt sich mir nicht ganz. Ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei!? 😉

        „Getier“ kann geschichtlich gesehen alles sein, was dem Menschen Angst machte. Schlangen sind genauso „Getier“, wie Spinnen oder Quallen, oder eben Skorpione.

        Deine These ist vom zoologischen Standpunkt aus so nicht haltbar!

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      • Wie ich bereits obig schrieb, ist „Getier“ ein UMGANGSPRACHLICHER und kein zoologischer Begriff. Allein wegen der einprägsamen Alliteration des TitelwortLAUTES: „Gemeine Gewächse / Gemeines Getier“ finde ich ihn jedoch angemessen. Es handelt sich hier um populärwisssenschaftliche Bücher und nicht um Doktorarbeiten.

        In meiner Kommentarantwort an Dich auf einen Deiner Kommentare zu „Gemeine Gewächse“ habe ich „gesagt“:
        „Ich bin schon gespannt, wie Dir die nächste Besprechung “munden” wird; da geht es nämlich um “Gemeines Getier” (INSEKTEN & ARACHNIDEN).“
        Nicht mehr und nicht weniger.
        Wir wollen doch nicht so wortklauberisch sein 😉 oder ?

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  2. Eine alte Menschen- und Tierfreundin, die in einem uralten Steinhaus in der Mani lebte, ging, wenn sie nach längerer Abwesenheit ihr Haus betrat, diverse Löcher im Boden ab, um Steine drauf zu legen. Darunter lebten Skorpione. Ich war erst schockiert, dann amüsiert und vergaß es schließlich, schlief selig in ihrem belebten Haus.

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  3. Heute habe ich es endlich getan. Ich habe sie umgebracht. Volles Rohr. Ausgelöscht mitsamt ihren Netzwerken.
    Gerade male ich mir aus, dass sie nun doch nicht tot sind, wieder aus dem Staubsaugerbeutel herauskrabbeln und genmutiert auf Rachefeldzug gehen…
    Also, Spinnen und Insekten mag ich nicht in meinen Wohnräumen. Draußen lasse ich sie in Ruhe, wenn sie mich in Ruhe lassen. Ich suche keinen Körperkontakt zu ihnen. Die einzige Ausnahme bilden hier Marienkäfer. Die lasse ich mir gern über die Finger krabbeln. 🙂
    Ich bin sehr froh, dass wir dem meisten gemeinen Getier aus dem von Dir vorgestellten Buch nur auf dem Papier begegnen. Aber ich finde es interessant (und auch gruselig) über sie zu lesen, danke für den Tipp! Abgesehen von den giftigen Eigenschaften bin ich fasziniert von der Vielfalt in Aussehen und Körperbau. Deswegen gefallen mir die Radierungen auch sehr gut.

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  4. Bei mir fing es bei den Flöhen schon an zu kríbbeln :-), liebe Ulrike…

    Gut, daß ich weiß, wo ich nun nachlesen kann, wenn mich ein Gelüst nach diesen Viechern überfallen sollte… *lach*

    Wie immer supertoll vorgestellt und diese Gewürfelte Tanzfliege habe ich jetzt auch schon im Ohr.

    Herzliche Morgengrüße von etwas übernächtigter Bruni 😦 (deshalb so kurz)

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  5. Danke für diesen Buchtipp und die – wie stets – tolle Einführung. Das Anliegen der Schriftstellerin finde ich Klasse. Klar, es wird mich beim Lesen sicher auch Gruseln. Aber vermutlich gruselt es dem Getier bei unserem Anblick erst recht 😉
    Wünsche Dir einen krabbel- und gruselfreien Tag

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    • Dein Perspektivwechsel, liebe Belana Hermine, ist GENIAL!
      Ich stelle mir gerade vor, wie die Krabbler unsere körperliche Erscheinung, unsere Fußabdrücke und unsere Handlungsweisen bewerten.
      Wünsche Dir einen schmetterlingsflügelleichten Frühlingstag. 🙂

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  6. Ich fürchte mich vor Krabbelvieh, aber solche Bücher find ich Klasse. Ich hatte mal eins, da waren alle Insekten drin. Es war das Grauen darin zu blättern und hab es dennoch immer wieder getan. Eines ist mir bis heute in Erinnerung geblieben wegen dem lustigen Namen : die Gewürfelte Tanzfliege 😂
    Es ist sehr interessant und hast mich neugierig gemacht auf dieses Buch.

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  7. Erster Gedanke: Die Bücherfee und das Ekelpaket. 😉
    Auf den ersten (zweiten, dritten…) Blick sicher nicht das verlockendste aller Bücher, die du uns hier bereits vorgestellt hast. Auf der anderen Seite sind die Viecherl ja eh da. Und sie werden nicht harmloser, nur, weil man nichts von ihnen und über sie weiß. Das sprichwörtliche den-Kopf-in-den-Sand-stecken ist eine schlechte Strategie. Denn im Sand lauert bestimmt schon ein Skorpion.
    Auch wenn es nur bedingt einladend wirkt. Es schadet nie, etwas mehr über die Welt zu erfahren, in der wir leben. Nicht zuletzt, um manche Dinge in einer realistischeren Perspektive zu sehen. Viele Menschen würden Wölfe und Bären ohne Zögern als bedrohlich empfinden – und bewegen sich sorglos in Wäldern mit Unmengen von Zecken. Also ich würde das Buch schon lesen wollen. Obwohl ich liebend gerne den Großteil ‚meiner‘ 200 Millionen Insekten an den Meistbietenden abtrete. 😉

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    • Da ich ansonsten nie Thriller lese und bespreche, dachte ich mir, dieses Buch über tödliche Insekten kann ich meinem Publikum mal zumuten.
      Danke für Deinen scharfsinnigen Kommentar und den klugen Hinweis auf alle Waldspaziergänger, die Wölfe und Bären als gefährlich einstufen, obwohl diese Raubtiere Menschen doch eher meiden und nicht ihre Nähe suchen – im Gegensatz zu gewissen Insekten (Zecken und Mücken), die ausdrücklich warmblütige, menschliche Nähe suchen.
      Die Zahlenproportion zwischen Mensch und Insekt fand ich auch ziemlich erschreckend, aber wer schon mal einen Ameisenhaufen gesehen hat …

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      • Stimmt. Eigentlich ist das ja einfach ein Thriller in naturalistischen Stil. 🙂
        Ich denke, gerade die kleinen Blutsauger werden wir aufmerksam im Auge behalten müssen, da sie bei zunehmend wärmerem Klima auch in unseren Breiten vermehrt Krankheiten übertragen.
        Auch wenn die Zahl erschreckend hoch wirkt – viele dieser Viecher sind ja auch winzig klein. Und nicht wenige davon sind extrem nützlich.

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      • Auch die ganzen Klein- und Kleinsttierchen im Erdboden sind nicht zu verachten. Ohne sie wäre der Boden tot. [Und natürlich nicht nur der Boden – letzten ENDEs]
        Tausend Dank für den Hinweis auf das Hummelbuch. Neben vielen schönen und spannenden Facetten enthält es sogar Hinweise darauf, dass noch jemand anderes den Insekten den Titel ‚Gemeines Getier‘ streitig macht.

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      • Ganz zu schweigen von den Mikroorganismen und den zutiefst komplexen, symbiotischen Harmonien des ErdenREICHes, die wir ja gerade erst ansatzweise entdecken …
        Ich lese zur Zeit Amy Stewarts Buch über Regenwürmer (DER REGEWURM IST IMMER DER GÄRTNER), die nun wirklich zu den konstruktiven Getierchen zählen. Damit gleicht die Autorin die gemeinen Insektenaspekte recht gut aus.

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      • Das Erdreich. Treffpunkt mineralischer, pflanzlicher und tierischer Reiche. Für den Menschen unentbehrlich. Auf den Menschen nicht angewiesen.
        Der Regenwurm ist bestimmt eine spannende Hauptperson für ein Buch. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sehr sich dieser alte Bekannte bei der Lektüre Seite für Seite als (bislang) großer Unbekannter entpuppt. 🙂

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  8. In unseren Breitengraden gibt es wenige Insekten, vor denen ich fliehe. Ich wollte sie eben auch als Überlebenskünstler darstellen und nun sehe ich, dass du das bereits getan hast. Ich habe vor längerer Zeit einmal einen Post zu ihen geschrieben, solltest du Lust und Zeit haben:https://rivella49.wordpress.com/2014/06/09/besser-insekten-als-beton-und-strassen-die/
    Ich danke sehr, dass du dieses Buch vorgestellt hast.:)

    Gefällt 2 Personen

  9. Uuihh, beim Lesen hat es mich gerade über all gekribbelt und gejuckt. Ich bin nicht ängstlich gegenüber Insekten, aber es ist schon erschreckend, welch gefährliches Getier auf unserem Planteten lebt und dies scheinbar ohne uns vernichten zu wollen, obwohl sie manchmal, allen Grund dazu hätten.
    Schöne Vorstellung mit Schmunzelfaktor. Aber ich glaube die „Gefährlichen Gewächse“ würden mir reichen 😀
    Oder auch nicht?!?!

    Grüne Grüße

    Mion

    Gefällt 3 Personen

    • Gegenüber einheimischen Insekten bin ich auch ganz entspannt und gelassen.
      Die gefährlichen Insekten sind ebenso wie die giftigen Pflanzen Überlebenskünstler, und sie handeln nicht absichtsvoll schädlich, sondern vollziehen einfach nur ihren Lebens- Fortpflanzungs- und Ernährungszyklus.
      Ich denke auch, daß zu Deinem Spezialfachgebiet die „Gemeinen Gewächse“ besser passen.
      Immergrüne Grüße von Ulrike :mrgreen:

      Gefällt 2 Personen

  10. Das ist wahrscheinlich ein sehr gutes Buch zum Verschenken an Menschen, die sowieso nie verreisen, Sie werden sich nur bestätigt fühlen, wie gut es ihnen doch in unserer Insektenwelt geht 😉
    Amy Stewarts ungewöhnliches Interesse an solchen Dingen erklärt sich sicher daraus, dass sie Redakteurin für das Magazin Fine Gardening ist. Zeckenlose abendliche Grüße an Dich, liebe Ulrike, Ann

    Gefällt 3 Personen

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