Kuschelflosse, Band 2

  • Die blubberbunte Weltmeisterschaft
  • Bilderbuch
  • Text und Illustrationen von Nina Müller
  • Magellan Verlag Juni 2015     http://www.magellanverlag.de
  • gebunden, Fadenheftung
  • 80 Seiten
  • Format: 20,5 x 24,5 cm
  • 12,95 € (D), 13,40 € (A)
  • ISBN 978-3-7348-2804-1
  • ab 4 Jahren
    KUSCHELFLOSSE, Band 2

BLUBBERAUFREGUNG

Bilderbuchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Tauchen Sie ein in die lustige Unterwasserwelt von Fischhausen. Die vier Fischfreunde, die im vorhergehenden ersten Band siehe: https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/04/07/kuschelflosse/ bereits erfolgreich einen lustigen Abenteuerschwimmzug zum Zauber-Riff absolviert haben, wollen diesmal an der großen Blubber-Weltmeisterschaft teilnehmen.

Kaum hat der verträumte Fellfisch Kuschelflosse die Flaschenpost mit der Nachricht über die Blubberweltmeisterschaft gelesen, da greift er schon zum Aquafon und informiert seine besten Freunde.

Das kluge und belesene Seepferdchen Sebi, die süße Schwimmerdbeere Emmi, der eckige Herr Kofferfisch und Kuschelflosse treffen sich am Seeigelfelsen und schmieden begeistert Pläne. Schnell sind sie sich einig, daß sie eine Mango-Blubber-Maschine bauen und sich von nun an die Blubberbande nennen wollen.

Sie besuchen Professor Maschinenblitz, einen blitzgescheiten Erfinderfisch, der ihnen großzügig einen Bauplan nebst Zutatenliste und Bauanleitung schenkt.

Auf dem Weg zum Krimskramsladen, in dem der Kofferfisch immer seinen Krimskrams kauft, müssen sie zunächst ein verrücktes Fischstäbchen-Labyrinth überwinden, aus dem sie nur durch Bestechung mit Ketchup, den Herr Kofferfisch zufällig in den geräumigen Tiefen seines „Kofferraumes“ dabei hat, herausgelotst werden.

Der Krimskramsladen macht seinem Namen alle Ehre, führt jedoch trotz eines überquellenden Warenangebotes nicht die Maschinenbauteile, welche die Blubberbande braucht. Daraufhin leitet sie der Findefisch zur Maschinenfabrik. Dort wird ihnen von einem freundlichen Mechanikerfisch flinkfossig-kompetent geholfen, und er schickt ihnen sogar einen Lieferfisch, der alle Bauteile transportiert.

In der Wasserbaumschule wird noch ein köstlicher Mangobaum erworben, und am nächsten Tag geht es los mit dem Bau der Mango-Blubber-Maschine. Es gibt einige Pannen und Mißgeschicke, aber gemeinsam meistern sie alle Schwierigkeiten. Emmi pflegt den Mangobaum mit Wasserläusepippi-Dünger und mit flüssiger Sonne. Außerdem streichelt sie seine Blätter, denn an einem glücklichen Baum wachsen die Mangofrüchte besser und schneller.

Der erste Testlauf mit Maschine und Mangos klappt hervorragend, und die Mangoblubber schmecken vorzüglich. Glücklich und voll freudiger Erwartung schwimmen Kuschelflosse, Herr Kofferfisch, Emmi und Sebi schlafen.

Am nächsten Tag schwimmen sie zur Blubber-Weltmeisterschaft an. Neidlos und anerkennend bewundern sie die Darbietungen der anderen Teilnehmer, nur beim Riesenpupsfisch sind sie nicht ganz einer Meinung. Als aber der böse Blubberkäfer ebenfalls mit einer Mango-Blubber-Maschine auftritt, wird es kniffelig. Indes, der Ideenklau wird schnell aufgeklärt und der Plagiator bestraft.

Nach all der Aufregung beschließt die Jury weise, daß einfach ALLE weltmeisterwürdig seien; sodann wird fischfröhlich-ausgelassen gefeiert – selbstverständlich mit oberleckeren Mangoblubbern.

Die fröhlichen, detailreichen, bunten Illustrationen, die niedlich-schrägen Fischcharaktere und z.B. auch die pfiffige Textverdrehung bei den Szenen im verRÜCKten Fischstäbchen-Labyrinth oder der Schraubengewindekorpus des Mechanikerfisches bieten nachhaltiges Anschauungsmaterial für lustige Vorlesestunden.

Bei Kuschelflosses zweitem Abenteuer ist der recht umfangreiche Text auf zehn Kapitel verteilt. Nina Müllers Erzählsprache ist zugleich einfach und anregend wortverspielt. Der Spannungsbogen ist kindgemäß und kapitelportioniert überschaubar.

Der skurrile Humor – in Wort und Bild – der Kuschelflosse-Bilderbücher verdient besondere Erwähnung. Manche Details sind herrlich absurd, z.B. trinken die Fischfreunde im Café Seetang WASSERSCHORLE – also da muß man erstmal drauf kommen, findefische ich.

Hier geht es zur LESEPROBE:
http://www.magellanverlag.de/inhalt/leseproben/kuschelflosse-band2/

Und hier geht es zur Besprechung des 1. Bandes von KUSCHELFLOSSE:
https://leselebenszeichen.wordpress.com/2015/04/07/kuschelflosse/

 

Die Autorin und Illustratorin:

»Nina Müller, geboren 1977 in Bayreuth, studierte Design in Wiesbaden und Sydney, bevor sie viele Jahre als Art-Director in einer renommierten Werbeagentur arbeitete. Heute hat sie ihr eigenes Designbüro in Bayreuth und genießt neben den konzeptionellen Aufgaben mehr Zeit für ihre liebste Leidenschaft: das Schreiben und Illustrieren fantastischer Geschichten.«

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44 Kommentare zu “Kuschelflosse, Band 2

  1. strahlend durch ein Gläschen flüssige Sonne finde ich hier eine so wasserblubberblasenfindigfreudige Buchbesprechung von Dir, daß ich so gespannt auf die kuschelflossigen Bilderchen geworden bin, daß ich jetzt unbedingt selbst blättern will, um nur nichts vom buntblubberigen Absurditätsgeschehen zu verpassen, liebe Ulrike, Du findefreudige 🙂

    Freudig schwimmende Blaufischligrüße von Bruni am erwartungsvorfreudigen Seerosenabend *gg*

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  2. Liebe Wasserfrau,
    nixe los und abtauchen in die Kuschelflossenunterwasserwelt! Was für ein vergnüglicher, spritziger Ausflug in fischiger Begleitung! Da kommt reine Blubberfreude auf. 🙂

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  3. Deine Buchvorstellung fließt ja geradezu über von Wortzauber :-). Bei Wasserläusepippi-Dünger steht mir gleich das Lachpippi in den Augen ;-). Und auf Wasserschorle im Café Seetang muss man in der Tat erst einmal kommen. Da greif ich doch zum Aquafon und schicke Dir erfreute Blubberherz-Grüße rüber in Deinen Teich ;-).

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    • Das Wasserläusepippi scheint mir ein toller Lachköder zu sein … 😉
      Danke, liebe Bettina, für Deine wässrigen Herzensgrüße, die hier in meinen Gewässern schöne Kreise ziehen und die ich seelengewellt gerne erwidere. 🙂

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  4. Hehe, den Trick mit der flüssigen Sonne sollte ich vielleicht auch mal ausprobieren. Bisher habe ich es immer mit Tubensonne versucht. War nicht so berauschend. Allerdings kultiviere ich auch keinen Schlöckörmölchön-Möngöböm, sondern Eisblumen… (vielleicht sollte ich die besser mit einem sternenstaubtrockenen Weißwein bestäuben?)
    Was ich eigentlich sagen wollte…
    …hab ich jetzt glatt vergessen. :/
    Jedenfalls finde ich es einfach berauschend, wie man bei deinen Buchbesprechungen immer von Anfang an in der ersten Reihe sitzt. Alles wird unmittelbar so lebendig und plastisch. Die unglaublichsten und phantastischsten Dinge wirken so, als hätte man sie schon die längste Zeit gekannt. Einmalig.
    [Ja, so etwas in die Richtung hätte ich eigentlich sagen wollen]

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  5. … da gibt es doch immer einen Dünalgenbohrer der Blubber-Mango kupfert, aber was soll’s, es wird ja weihwasserweise entschieden… die Zeichnungen fischfrech! Das Blumenmädchen begiebt sich dann mal ins kühle Nass, um an ihrer Wasserschorle zu nippen… *freu*

    Gefällt 3 Personen

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